Ärzte und Virologen gegen Lockdown

Ärzte und Virologen haben sich in einem gemeinsamen Positionspapier gegen kurzzeitige Lockdown-Maßnahmen ausgesprochen.

Ärzte und Virologen sowie KBV fordern Strategieänderung

Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, fordert eine andere Strategie in der Corona-Krise. Diese Forderung erhob er in einer Online-Presskonferenz am 28.10.2020:

Das Video ist noch (29.10.2020, 17:04 Uhr) auf youtube zugänglich, Kommentare sind aber deaktiviert.

Natürlich nähmen gerade die Ärzte die Lage sehr ernst. Allerdings kritisierte er während der Pressekonferenz die bisher ergriffenen Maßnahmen und Forderungen nach einem Lockdown.

Insbesondere verurteilte er Äußerungen des SPD-Politikers Karl Lauterbach, in der dieser die Unverletzbarkeit der Wohnung gemäß Grundgesetz Art 13 zur Disposition stellt:

„Da muss man einfach sagen: Die Polizei soll jetzt Privatwohnungen kontrollieren? Offen gestanden, macht mich das fast schon fassungslos. Die Umfragen zeigen auch, dass die Unterstützung schwindet.“

Verbote und Bevormundung entsprächen zudem nicht dem Verständnis der Autoren „von einer demokratisch-freiheitlichen Grundordnung“

In dem Papier, das neben der KBV von Hendrik Streeck, Direktor des Instituts für Virologie der Universität Bonn, sowie Jonas Schmidt-Chanasit, Leiter der Abteilung Arbovirologie am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg, erarbeitet und von zahlrei­chen Berufsverbänden und Fachgesellschaften unterzeichnet wurde, werden mehrere Vorschläge als Diskussionsgrundlage unterbreitet.

Hendrik Streeck erklärte unter anderem:

„Es geht darum, keinen Schaden anzurichten, und der entsteht für viele Menschen auch durch den Lockdown.“

Dass eine Reihe von Medizinern über den Rand eines Mikroskopes hinausschaut, wurde unter anderem auch in dem Beitrag von Stefan Willich, der Direktor des Instituts für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie an der Berliner Charité deutlich. In der Berliner Zeitung vom 22.10.2020 wird er zitiert:

„‚Wirtschaftliche Restriktionen bieten erhebliche Risiken für die Gesundheit. Es sind nicht nur die Folgen von materiellen Verlusten. Auch psychische Folgen einschließlich Alkoholismus, Angststörungen und Depressionen sind zu beobachten, wenn die Menschen ihre wirtschaftliche Existenzgrundlage verlieren.'“

„Es sei außerdem besonders wichtig, ‚Kinder und Jugendliche in die Lage zu versetzen, ein möglichst normales Leben zu führen‘.“

„‚Wenn wir nicht aufpassen, kommen unsere Kinder unter die Räder, denn sie haben keine wirkliche Lobby.'“

Gerade zu den Aussagen über die Lage der Kinder siehe auch diesen Beitrag.

Nachtrag:

Mitglied des Bayerischen Ethikrates kritisiert #ZeroCovid (br.de, 21.01.2021)

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Thomas Schulze
 

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