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Thüringer Mediziner rufen auf

Thüringer Mediziner rufen in einem Offenen Brief auf, die Verunsicherung und Spaltung der Gesellschaft zu beenden.

Offener Brief Thüringer Mediziner

Am 24.11.2021 erschien in der Südthüringer Rundschau ein Offener Brief von rund 50 im Gesundheitswesen Tätigen. Sie fordern nicht nur die Aufhebung der einseitigen staatlichen „Anti-Corona-Maßnahmen“, sondern vor allem der Verunsicherung und Spaltung der Gesellschaft.
Thüringer Mediziner rufen auf

 

Ein anderer Thüringer, Uwe Scheler, Bürgermeister der Stadt Neuhaus am Rennweg, hatte vor wenigen Tagen ähnlich an die Bürger der Stadt appelliert:

„Achten wir einfach unser Grundgesetz:

Die Würde des Menschen ist unantastbar.

Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich.

Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.“

Kritik: Aussagen widersprechen „aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen“

Am Folgetag gab es geharnischte Kritik zu diesem Offenen Brief unter anderem auf insuedthueringen.de

So distanzierte sich die Leitung des Klinikverbunds Regiomed in dem Beitrag von Forderungen mehrerer ihrer leitenden Ärzte in Coburg und Hildburghausen, „da sie nicht den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechen.“

Die Präsidentin der Kammer, Ellen Lundershausen, wird mit den Worten zitiert: „Die Landesärztekammer ist angesichts der Pandemiesituation in Thüringen entsetzt, wie Kollegen die Lage hier in unserem Bundesland verkennen und übersehen, dass ärztliche Kolleginnen und Kollegen im wahrsten Sinne des Wortes tagtäglich um das Leben von Coronapatienten kämpfen – und auch in unseren Praxen arbeiten wir angesichts der hohen Inzidenz am Limit“.

Rainer Poniewaß, Geschäftsführer der Landeskrankenhausgesellschaft, hält aus Sicht der Landeskrankenhausgesellschaft den Unterzeichnern des Offenen Brief vor: „Aus unserer Sicht ist das ärztliches Handeln mit einer solchen Haltung nicht vereinbar.“ Darüber hinaus deutet er schon mal an, dass mögliche arbeitsrechtliche Schritte gegen die Klinikärzte, die den Aufruf mit unterschrieben haben, ihren Arbeitgebern oblägen.

Ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringens weist den Bezug der Unterzeichner des Offenen Briefes auf eine Forderung der „Kassenärztlichen Bundesvereinigung nach einer Aufhebung aller staatlich veranlassten Restriktionen der Corona-Pandemie“ zurück. Diese kassenärztliche Stellungnahme stamme aus dem September 2021. Damals sei die Inzidenz- und Infektionslage eine völlig andere gewesen als heute.


Bereits aus dem August 2021 stammt das folgende Video, in dem sich der ehemalige Chefarzt der Chirurgie der Oberhavelkliniken, Dr. Thomas Sarnes, ähnlich wie die Unterzeichner des Offenen Briefes äußerte und an die Ärzteschaft appellierte:

Es ist sträflich, nicht den Mund aufzumachen


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Stigmatisierung Ungeimpfter ungerechtfertigt – Offener Brief

Die Stigmatisierung Ungeimpfter ist ungerechtfertigt. Das schreibt Prof. Dr. Günter Kampf in einem Offenen Brief in The Lancet

Stigmatisierung Ungeimpfter ist ungerechtfertigt

Geimpfte

Quelle: Liz Masoner/pixabay.com

Der Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin, Prof. Dr. Günter Kampf hat sich in der Fachzeitschrift The Lancet gegen die Stigmatisierung Ungeimpfter ausgesprochen. Ausdrücklich ruft er hochrangige Beamte und Wissenschaftler auf, die unangemessene Stigmatisierung von Ungeimpften zu beenden. Anstatt Patienten, Kollegen und andere Mitbürger gegeneinander auszuspielen, sollten sie zusätzliche Anstrengungen unternehmen, um die Gesellschaft zusammenzuführen.

In dem Offenen Brief heißt es:

„In den USA und in Deutschland haben hochrangige Beamte den Begriff ‚Pandemie der Ungeimpften‘ verwendet und damit angedeutet, dass Menschen, die geimpft wurden, für die Epidemiologie von COVID-19 nicht relevant sind. Die Verwendung dieses Begriffs durch Beamte könnte einen Wissenschaftler zu der Behauptung veranlasst haben, dass ‚die Ungeimpften die Geimpften mit COVID-19 bedrohen‘. (1)

Doch diese Sichtweise ist viel zu einfach.

Es gibt immer mehr Hinweise darauf, dass geimpfte Personen weiterhin eine wichtige Rolle bei der Übertragung spielen. In Massachusetts, USA, wurden im Juli 2021 bei verschiedenen Ereignissen insgesamt 469 neue COVID-19-Fälle festgestellt. 346 (74 %) dieser Fälle traten bei Personen auf, die ganz oder teilweise geimpft waren, 274 (79 %) davon waren symptomatisch. Die Schwellenwerte für den Zyklus waren bei vollständig geimpften Personen (Median 22,8) und ungeimpften, nicht vollständig geimpften Personen oder Personen mit unbekanntem Impfstatus (Median 21,5) ähnlich niedrig, was auf eine hohe Viruslast auch bei vollständig geimpften Personen hinweist. (2)

In den USA wurden bis zum 30. April 2021 insgesamt 10 262 COVID-19-Fälle bei geimpften Personen gemeldet, von denen 2725 (26,6%) asymptomatisch waren, 995 (9,7%) ins Krankenhaus eingeliefert wurden und 160 (1,6%) starben. (3)

In Deutschland waren 55,4% der symptomatischen COVID-19-Fälle bei Patienten im Alter von 60 Jahren oder älter bei vollständig geimpften Personen zu verzeichnen, (4) und dieser Anteil nimmt jede Woche zu. In Münster, Deutschland, traten neue Fälle von COVID-19 bei mindestens 85 (22 %) von 380 Personen auf, die vollständig geimpft waren oder sich von COVID-19 erholt hatten und eine Diskothek besuchten. (5)

Geimpfte Personen haben ein geringeres Risiko einer schweren Erkrankung, sind aber dennoch ein relevanter Teil der Pandemie. Es ist daher falsch und gefährlich, von einer Pandemie der Ungeimpften zu sprechen. In der Vergangenheit haben sowohl die USA als auch Deutschland negative Erfahrungen mit der Stigmatisierung von Teilen der Bevölkerung aufgrund ihrer Hautfarbe oder Religion gemacht. Ich fordere hochrangige Beamte und Wissenschaftler auf, die unangemessene Stigmatisierung von Ungeimpften, zu denen unsere Patienten, Kollegen und andere Mitbürger gehören, zu beenden und zusätzliche Anstrengungen zu unternehmen, um die Gesellschaft zusammenzubringen.)

  1. Goldman, E., How the unvaccinated threaten the vaccinated for COVID-19: a Darwinian perspective. Proc Natl Acad Sci USA.2021; 118e2114279118
  2. Brown, CM.; Vostok, J.; Johnson, H.; et al. Outbreak of SARS-CoV-2 infections, including COVID-19 vaccine breakthrough infections, associated with large public gatherings—Barnstable County, Massachusetts, July 2021. MMWR Morb Mortal Wkly Rep.2021; 70: 1059-1062
  3. US Centers for Disease Control and Prevention COVID-19 Vaccine Breakthrough Case Investigations Team COVID-19 vaccine breakthrough infections reported to CDC—United States, January 1–April 30, 2021. MMWR Morb Mortal Wkly Rep. 2021; 70: 792-793
  4. Robert Koch Institut Wöchentlicher Lagebericht des RKI zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19)—14.10.2021—aktualisierter Stand für Deutschland.https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Wochenbericht/Wochenbericht_2021-10-14.pdf?__blob=publicationFile
    Date: Oct 14, 2021, Date accessed: October 18, 2021
  5. Von Dolle, F. https://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/corona-infektionen-clubbesuch-muenster-100.html Date: Sept 20, 2021, Date accessed: September 23, 2021″

(Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator – kostenlose Version)

The Lancet (gegründet 1823) ist eine der weltweit ältesten und renommiertesten medizinischen Fachzeitschriften, die ein Peer-Review einsetzen. Peer-Review ist ein Verfahren zur Qualitätssicherung wissenschaftlicher Arbeiten durch unabhängige Gutachter aus dem gleichen Fachgebiet. Erst im Ergbenis eines solchen Prozesses wird die Arbeit in The Lancet veröffentlicht.

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Uninformiert ins Risiko

Pandemie der Uninformierten

Wer eine verantwortbare Impfentscheidung treffen will, muss alle Risiken kennen — andernfalls drohen schwere Schädigungen. Exklusivabdruck aus „Corona-Impfung“.

von Beate Bahner

Beate Bahner setzte sich im April 2020 als eine der ersten Anwältinnen eindeutig und mit juristischen Argumenten gegen die Corona-Maßnahmen zur Wehr. Die Fachanwältin für Medizinrecht provozierte dadurch durchaus ungnädige Reaktionen der Staatsmacht. Die Popularität, die sie damals gewann, führte dazu, dass sehr viel Corona-Elend auf dem Schreibtisch ihrer Anwaltskanzlei landete. In diesem vierten Teil einer kleinen Reihe mit Buchauszügen aus ihrem Spiegel-Bestseller „Corona-Impfung: Was Ärzte und Patienten unbedingt wissen sollten“ legt die Juristin dar, dass es wahrscheinlich weit mehr durch die „Impfung“ verursachte Schäden gibt, als allgemein der Presse zu entnehmen ist.

Aufklärung über fehlenden Nutzen für Kinder und Jugendliche

In Deutschland bleiben 99,99 Prozent der Kinder und Jugendlichen von schweren Corona-Verläufen verschont, nur vier Kinder von circa 16 Millionen Kindern und Jugendlichen verstarben bislang nachweislich an Corona (= 0,00003 Prozent) (Stand: 11. April 2021) (21). Ob und inwieweit diese Kinder vorerkrankt waren, ist nicht bekannt, wird aber vermutet.

Ein individueller Impfnutzen (= Verhinderung schwerer COVID-19-Verläufe und Tod) liegt angesichts dieser epidemiologischen Situation medizinstatistisch schlichtweg nicht vor. Jedwede gegenteilige Behauptung ist unwissenschaftlich, falsch und in höchstem Maße verantwortungslos, denn geimpfte Kinder haben — ohne eigenen Impfnutzen — das volle Impfrisiko zu tragen, einschließlich der noch gänzlich unbekannten Langzeitrisiken.

Das Risiko der Impfung von Kindern und Jugendlichen ist höher als der Nutzen.

Das Nutzen-Risiko-Verhältnis ist daher bei Kindern und Jugendlichen eindeutig so, dass das Risiko im Zweifel erheblich höher ist als der Nutzen. Ein verantwortungsvoller Arzt wird daher schon aus diesem Grund eine Impfung bei Kindern und Jugendlichen ablehnen, wie drei amerikanische Wissenschaftler in einem Beitrag vom 7. Mai 2021 feststellen (22). Denn COVID-19 hat für Kinder und Jugendliche absolut kein relevantes Sterberisiko und kein Risiko für schwere Verläufe.

Insofern ist schon eine verkürzte Zulassung für diese Altersgruppe höchst bedenklich und hätte nicht erteilt werden dürfen. Denn möglicherweise gibt es ein deutlich höheres Sterberisiko durch die Impfungen selbst (23)!

Langzeitrisiken für Kinder erst recht unbekannt

Auch für Kinder und Jugendliche gilt: Mangels entsprechender Langzeitstudien über mehrere Jahre hinweg sind die Langzeitrisiken der Corona-Impfungen mit bislang am Menschen noch nie erprobtem Wirkungsmechanismus völlig unbekannt (24). Langzeitrisiken von Therapien und Impfungen zeigen sich erst nach Jahren. Beispielhaft sei an das Contergan-Desaster (25), aber auch an die Pandemrix-Schweinegrippe-Impfung (26) erinnert.

Sehr wahrscheinlich riskieren Kinder und Jugendliche mindestens dieselben Impfkomplikationen und Impfschäden, wie dies bereits in den ersten sechs Monaten bei Erwachsenen beobachtet wurde. Völlig unklar ist, ob und inwieweit diese Risiken bei Kindern und Jugendlichen eventuell erhöht sein könnten oder ob gerade bei Minderjährigen und jungen Erwachsenen weitere Nebenwirkungen auftreten können.

Gefahr von Herzmuskelentzündungen

In Israel, wo fast ausschließlich mit dem Impfstoff von BioNTech geimpft wurde, zeigten sich beispielsweise deutlich erhöhte Zahlen von Herzmuskelentzündungen bei männlichen Jugendlichen zwischen 16 und 19 Jahren (27).

In den USA wurde im Juni 2021 von über 1.200 registrierten Fällen von Herzmuskelentzündungen nach den mRNA-Impfungen berichtet. Die Betroffenen hatten die Impfung von Pfizer oder Moderna erhalten und waren in den allermeisten Fällen unter 30 Jahre alt, viele von ihnen erst im Teenageralter; männliche Personen traf es häufiger als weibliche. Oft trat die Krankheit erst nach der zweiten Dosis auf (28).

Es wird in USA sogar von Todesfällen minderjähriger Kinder nach der zweiten Impfung berichtet (29). Die EMA hatte am 9. Juli 2021 ebenfalls einen möglichen Zusammenhang zwischen seltenen Herzmuskelentzündungen und den mRNA-basierten COVID-19-Impfstoffen von Pfizer und Moderna festgestellt (30). Sie behauptet aber weiterhin, dass die Vorteile größer als die Risiken seien. Diese Aussage ist durch nichts belegt. Es müsste nämlich durch Studien nachgewiesen werden, wie häufig ungeimpfte Jugendliche Herzmuskelentzündungen entwickeln — im Vergleich zu Geimpften.

Auf Basis dieser Daten läge die Häufigkeit von Myokarditis laut CDC im Schnitt bei 12,6 Fällen pro einer Million Impfdosen. In Wahrheit wird aber — wie bei jedem Meldesystem — nur ein Bruchteil der tatsächlichen Fälle registriert (Stichwort „Underreporting“) (31).

Gefahr für Fortpflanzungsfähigkeit

Im Gegensatz zu erwachsenen Frauen und Männern ab einem fortgeschrittenen Alter ist es für Kinder und Jugendliche darüber hinaus relevant, ob die Impfung eine negative Auswirkung auf die (spätere) Fortpflanzungsfähigkeit haben kann.

Erste Erkenntnisse aus Großbritannien bestätigen dies: So können Corona-Impfstoffe negative Auswirkungen auf die mit der Fortpflanzung verbundenen Organsysteme haben wie

  • Zyklusstörungen,
  • irreguläre Blutungen,
  • hohe Raten von Fehlgeburten (Großbritannien: BioNTech-Pfizer/AstraZeneca: 63 Prozent/41 Prozent) sowie
  • Hodenentzündungen (32).

Damit stellt sich zwangsläufig die Frage nach impfbedingten Störungen der Fortpflanzungsfähigkeit (33), die allerdings erst durch jahrelange Langzeituntersuchungen hinreichend sicher zu beantworten ist. Solange dieses Risiko nicht ausgeschlossen werden kann, muss ein verantwortungsvoller Arzt auch aus diesem Grund Corona-Impfungen bei Kindern und Jugendlichen kategorisch ablehnen.

Die Corona-Impfung birgt offensichtlich auch eine erhebliche Gefahr für die Fortpflanzungsfähigkeit.

Mehr Schaden als Nutzen bei Impfung von Minderjährigen

In einem Artikel des renommierten British Medical Journal (BMJ) (34) vom 13. Juli 2021 gehen die Autoren der Frage nach, ob Kinder geimpft werden sollen. Sie stellen fest:

„Obwohl allgemein anerkannt ist, dass das Risiko für Kinder, an einer schweren COVID-19-Infektion zu erkranken, gering ist, glauben viele, dass eine Massenimpfung von Kindern nicht nur vor einer schweren COVID-19-Infektion schützt, sondern auch die Weitergabe der Krankheit verhindert und damit indirekt gefährdete Erwachsene schützt und zur Beendigung der Pandemie beitragen kann. Es gibt jedoch mehrere Annahmen, die bei der Beurteilung von Aufrufen zur Impfung von Kindern gegen COVID-19 untersucht werden müssen.

Erstens verläuft die Krankheit bei Kindern in der Regel mild, und schwerwiegende Folgeerscheinungen bleiben selten. Obwohl das ‚Long COVID‘ in letzter Zeit vermehrt Aufmerksamkeit erregt hat, zeigen zwei große Studien an Kindern, dass anhaltende Symptome bei Kindern, die positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurden, selten sind und insgesamt ähnlich oder milder verlaufen als bei Kindern mit Symptomen anderer Atemwegsviren. Nach Schätzungen des US-amerikanischen Centers for Disease Control (CDC) liegt die Todesrate durch eine Infektion mit CoV-19 bei Kindern im Alter von 0 bis 17 Jahren bei 20 pro 1.000.000. Die Hospitalisierungsraten sind ebenfalls sehr niedrig und wurden wahrscheinlich überschätzt.

Außerdem hat sich ein großer Teil der Kinder bereits mit SARS-CoV-2 infiziert. Die CDC schätzt, dass bis März 2021 bereits 42 % der US-Kinder im Alter von 5 bis 17 Jahren infiziert worden sind. Da eine SARS-CoV-2-Infektion bei der Mehrheit der Menschen eine robuste Immunantwort auslöst, könnte das Risiko von COVID-19 für die pädiatrische Bevölkerung sogar noch geringer sein als allgemein angenommen.“

In der klinischen Studie, die der Zulassung des mRNA-Impfstoffs von BioNTech/Pfizer bei Kindern im Alter von 12 bis 15 Jahren zugrunde lag, seien von den fast 1.000 Kindern, die ein Placebo erhielten, 16 positiv auf COVID-19 getestet worden, im Vergleich zu keinem in der vollständig geimpften Gruppe. Demgegenüber zeigten 3 von 4 der geimpften Kinder Müdigkeit und Kopfschmerzen, etwa die Hälfte Schüttelfrost und Muskelschmerzen und etwa 1 von 4 bis 5 Kindern Fieber und Gelenkschmerzen. Angesichts dieser geringen Inzidenz und der Tatsache, dass COVID-19 bei Kindern in der Regel asymptomatisch oder mild verläuft, und der hohen Rate an unerwünschten Ereignissen bei den Geimpften würde ein Vergleich eindeutig zugunsten der Placebo-Gruppe ausfallen (35).

Die klinische Studie von BioNTech/Pfizer bei Kindern im Alter von 12 bis 15 Jahren hat keinen Nutzen der Impfung gezeigt. Denn 20 bis 75 Prozent der geimpften Kinder hatten erhebliche Nebenwirkungen.

Ein möglicher Nutzen des Impfstoffs, einschließlich des Schutzes von Kindern vor schweren COVID-19-Verläufen oder vor dem Long-COVID-Syndrom, könne nach Ansicht der Wissen-schaftler diese Bilanz zwar beeinflussen, aber ein solcher Nutzen wurde in der Studie nicht gezeigt und bleibe hypothetisch.

„Selbst wenn man einen Schutz gegen schweres COVID-19 annimmt, müsste angesichts der sehr geringen Inzidenz bei Kindern eine extrem hohe Anzahl geimpft werden, um einen schweren Fall zu verhindern. In der Zwischenzeit wäre eine große Anzahl von Kindern mit einem sehr geringen Risiko für eine schwere Erkrankung den bekannten und unbekannten Risiken des Impfstoffs ausgesetzt. Bisher wurde der m RNA-Impfstoff von Pfizer von der israelischen Regierung als wahrscheinlich mit einer symptomatischen Myokarditis in Verbindung gebracht, mit einer geschätzten Inzidenz zwischen 1 zu 3.000 bis 1 zu 6.000 bei Männern im Alter von 16 bis 24 Jahren. Darüber hinaus sind die Langzeiteffekte von genbasierten Impfstoffen, bei denen es sich um neuartige Impfstoffplattformen handelt, im Wesentlichen noch unbekannt.“

Und die Autoren fassen zusammen:

„Es gibt keinen Grund, Kinder übereilt gegen COVID-19 zu impfen — die große Mehrheit hat kaum einen Nutzen davon, und es ist ethisch fragwürdig, einen hypothetischen Schutz von Erwachsenen zu verfolgen, während man Kinder bekannten und unbekannten Schäden aussetzt“ (36).

Inzwischen wurden am 20. August2021 insgesamt für Europa mehr als 14.000 Nebenwirkungen bei mehr als 4.300 betroffenen Minderjährigen gemeldet, hiervon waren 2.015 schwere Nebenwirkungen sowie 22 gemeldete Todesfälle im Zusammenhang mit den Impfungen zu verzeichnen (37). Die Autoren des British Medical Journal haben also vollkommen recht.

Überraschende Kehrtwende der sächsischen Impfkommission

Auch die Sächsische Impfkommission (SIKO) hatte diese erheblichen Bedenken noch im Juni 2021 in ihrem „Positionspapier der SIKO zur SARS-CoV-2-Impfung von Kindern im Alter von 12 bis 15 Jahren mit den dafür zugelassenen mRNA-Impfstoffen“ voll und ganz geteilt und schrieb:

„Bei Kindern und Jugendlichen ist das niedrige Erkrankungsrisiko gegen die Effekte der Impfung (individuell und epidemiologisch) abzuwägen. Das individuelle Risiko ist zunächst als gering einzuschätzen. Bei einer aktuellen kumulativen Inzidenz von ca. 4,2 % in der Altersgruppe der 12–17-Jährigen ist das Risiko einer Hospitalisierung mit weniger als 1 % zu beziffern. Die Sterblichkeit bei Kindern und Jugendlichen in dieser Altersgruppe beträgt 2,12 /100000 Erkrankte (≈ 0,0021 %). Somit läge die sog. ‚number needed to vaccinate‘ (NNV) für die Verhinderung eines Todesfalles in dieser Altersgruppe in einem sechs- bis siebenstelligen Bereich.

Demgegenüber stehen lokale unerwünschte Wirkungen bei der SARS-CoV-2-Impfung in einer Höhe bis zu > 80 % (Schmerzen an der Injektionsstelle, schwere Reaktionen 0,6–1,0 %) sowie systemische unerwünschte Effekte wie Kopfschmerzen ca. 50 % (schwere Reaktionen 1,0–2,0 %) und Abgeschlagenheit/Fatigue bei bis zu 66 % der Impflinge (schwere Reaktionen 1,3–2,4 %). Auch wenn diese unerwünschten Wirkungen temporärer Natur sind und diese Zahlen ähnlich denen sind, die bei einer älteren Kontrollgruppe auftreten, muss dies bei der Aufklärung im Rahmen der Nutzen-Risiko-Bewertung kommuniziert werden“ (38).

Schon wenige Wochen später gab dieselbe SIKO (39) in völliger Kehrtwende nun doch eine Impfempfehlung für Minderjährige ab 12 Jahren ab. In einem Update vom 1. August 2021 wurde zu dieser — bereits zwei Tage zuvor medial verbreiteten Impfempfehlung (40) — Folgendes erklärt: Zur generellen Impfempfehlung bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 15 Jahren seien die Daten aus den USA und Israel zur individuellen und auch epidemiologischen Nutzen-Risiko-Abwägung eingeflossen. Hier überwiege der Nutzen eindeutig das Risiko adverser Reaktionen (41).

Unter den beiden Links, auf die sich die SIKO in diesem Papier bezieht (42), finden sich mehrere Powerpoint-Präsentationen mit Hochrechnungen, jedoch keine Studie. Der Link auf die israelische Studie ist nicht hilfreich, da eine Übersetzung aus der hebräischen Schrift nicht vorliegt (43).

Die Sächsische Impfkommission macht eine totale Kehrtwende und gibt eine Impfempfehlung für Kinder ab 12 Jahren ab. Die angeblich zugrundeliegenden Studien aus den USA sind jedoch keine Studien, sondern Powerpoint-Präsentationen und Kalkulationen. Die israelische Studie ist in hebräischer Schrift verfasst und nicht übersetzt.

Im Übrigen liegt der Fokus der Empfehlung allein auf den angeblich doch nicht so schwerwiegenden „schweren“ Impfnebenwirkungen wie der (Peri)myokarditis (was nicht sehr glaubwürdig ist). Die Aspekte, welche die SIKO in ihrem Positionspapier vom Juni 2021 zum fehlenden Nutzen der Impfung angesichts der sehr erheblichen Impfreaktionen ausgeführt hat, fehlen völlig in der neuen Impfempfehlung. Sie fehlen auch in den Powerpoint-Präsentationen auf der Homepage des CDC.

Auch diese angeblichen Wissenschaftler und Mitglieder der SIKO Sachsen erweisen ihrem Namen und ihrem Ruf leider keine Ehre. Sie werden persönlich verantwortlich sein für alle Nebenwirkungen und Schäden, die Minderjährige in Sachsen aufgrund dieser Impfempfehlung erleiden.

Der beschämende Beschluss des 124. Deutschen Ärztetages

In einem Beschluss des 124. Deutschen Ärztetages vom 5. Mai 2021 hat der Ärztetag die Bundesregierung aufgefordert, unverzüglich eine COVID-19-Impfstrategie für Kinder und Jugendliche zu entwickeln: „Das Recht auf Bildung könne im Winter 2021/2022 nur mit einer rechtzeitigen Corona-Impfung gesichert werden“ (44).

Die mit fast 96 Prozent aller anwesenden Ärzte beschlossene Forderung der Bundesärztekammer nach Impfung der Schüler, ohne welche offensichtlich ein normaler Schulalltag nicht möglich sein soll (45), ist unverantwortlich und unvertretbar. Denn die Impfung von Kindern und Jugendlichen ist nicht nur enorm riskant, da in dieser Altersgruppe die Impfung nachweislich gefährlicher ist als die Erkrankung. Sie ist auch unnötig (46) und bei wissenschaftlich unbewiesener Effektivität unvertretbar, zumal eine „sterile Immunität“ als Voraussetzung für eine Verhinderung der Virusübertragung für keinen der verfügbaren Impfstoffe nachgewiesen ist (47). Der Beschluss des 124. Deutschen Ärztetages zur Impfung von Schülern ist beschämend.

In dasselbe Horn einer Impfung von Kindern ab 12 Jahren bläst jetzt angeblich „vor dem Hintergrund steigender Corona-Inzidenzen“ auch die Chefin der Amtsärzte, Dr. Ute Teichert (48). Sehr gerne würde man wissen, wie viele schwerkranke oder verstorbene Kinder diese Amtsärztin in den Gesundheitsämtern tatsächlich gesehen hat, dass sie eine solch unsinnige und riskante Forderung erhebt und die Kinder damit wissentlich einer erheblichen Gefahr aussetzt. Vermutlich kennt Frau Teichert seit April 2020 kein einziges minderjähriges Kind, das an Corona schwer erkrankt oder gar verstorben ist. Solche Aussagen von Ärzten machen fassungslos.

Skrupellose Kinderärzte impfen Kinder schon ab 5 Jahren

Der Focus berichtete am 31. Juli 2021, dass es Kinderärzte gibt, die — entgegen der Zulassung sämtlicher Impfstoffe und damit „Off-Labe“ — sogar Kinder ab 5 Jahren impfen (49). Das Haftungsrisiko für diese Ärzte, die entgegen aller Erkenntnisse die Kleinsten impfen, ist unüberschaubar. Denn auch diese Kinderärzte werden — ebenso wie die Amtsärztin Teichert — kein einziges Kind in ihrer Arztpraxis dokumentieren können, welches im Jahr 2020 und danach schwer oder gar tödlich an Corona erkrankt ist.

Ob sie schwere und schwerste Impffolgen auch für die geimpften Kleinen vermeiden können, ist angesichts der seit Monaten bekannt Nebenwirkungen höchst zweifelhaft — die Zukunft und die nachfolgenden Schadensersatzprozesse einschließlich eventueller Strafverfahren gegen solche Ärzte werden es zeigen.

Einige Kinderärzte impfen — entgegen der Zulassung aller Impfstoffe — auch Kinder ab 5 Jahren. Ärzte und Eltern werden die Verantwortung für Schäden bei diesen Kindern ihr Leben lang tragen müssen.

Solchen Ärzten gehört die Approbation entzogen. Denn sie müssen wissen, dass das Risiko von Nebenwirkungen mindestens 20-mal so hoch und das Risiko eines Todes durch die Impfung mindestens 23-mal so hoch ist wie bei allen anderen Impfungen (50). Vor allem wissen gerade Kinderärzte, dass sie keinen ernsthaften Coronafall in ihrer Arztpraxis hatten. Solche Ärzte sind gewissen- und skrupellos.

Minderjährige dürfen in keinem Fall geimpft werden

Neugeborene haben in Deutschland eine Lebenserwartung von etwa weiteren 80 Jahren, 10-Jährige von weiteren 70 Jahren, 80-Jährige von unter 10 Jahren (51). Bei einem Impftod ist der Verlust an Lebensjahren bei jungen Menschen also sieben- bis achtmal größer als bei alten Menschen. Im Falle bleibender Impfschäden wäre der Leidensweg entsprechend länger — für die Betroffenen und deren Familien tragisch, gesellschaftlich je nach Häufigkeit fatal.

Kinder und Jugendliche dürfen daher nicht geimpft werden, die Eltern müssen ihre Einwilligung verweigern, Ärzte müssen die Durchführung der Impfung zur Vermeidung von Schadensersatzansprüchen ablehnen. Ärzte riskieren sogar eine strafrechtliche Verfolgung wegen Körperverletzung oder sogar wegen fahrlässiger — oder bei bedingtem Vorsatz sogar wegen vorsätzlicher — Tötung, wenn sie Minderjährige wider besseres Wissen einer riskanten Impfung ohne jedweden Nutzen aussetzen.

Auch die Politik sollte zur Vermeidung von Klagen und Schadensersatzansprüchen die Finger weglassen von Kindern und Jugendlichen, anstatt — wie beispielsweise in Berlin geschehen — anzukündigen, 90 Prozent aller Kinder über 12 Jahre „durchzuimpfen“ (52).

Kinder und Jugendliche dürfen in keinem Fall geimpft werden. Das Nutzen-Risiko-Verhältnis ist fatal. Die Impfung von Minderjährigen ist kontraindiziert. Das Haftungsrisiko und das strafrechtliche Risiko der Ärzte sind enorm.



Quellen und Anmerkungen:

(21) https://dgpi.de/stellungnahme-dgpi-dgkh-hospitalisierung-und-sterblichkeit-von-COVID-19-bei-
kindern-in-deutschland-18-04-2021/
(22) https://blogs.bmj.com/bmj/2021/05/07/COVID-vaccines-for-children-should-not-get-emergency-use-authorization/
(23) https://blogs.bmj.com/bmj/2021/05/07/COVID-vaccines-for-children-should-not-get-emergency-use-authorization/; https://report24.news/schock-schon-mehrere-tote-kinder-nach-impfungen-wie-ist-das-moeglich/ https://politikstube.com/ein-15-jaehriger-junge-stirbt-zwei-tage-nach-der-impfung-mit-pfizerbiontech-an-einem-herzinfarkt/; https://childrenshealthdefense.org/wp-content/uploads/FDA-2021-P-0460-0001_attachment_1.pdf: Page 12-13, Section E: Children, № 40
(24) https://www.youtube.com/watch?v=0g0Oqz1fdNQ; https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/corona-impfung-fuer-kinder-medizinprofessor-raet-zur-entspannung-17359529.html
(25) https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/missbildungen-wieso-contergan-so-verheerend-wirkte-a-682757.html
(26) https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/schweinegrippe-impfstoff-pandemrix-risiken-wurden-ignoriert-a-1229144.html, vgl. hierzu auch Kapitel 7.2
(27) Beitrag vom 24. Juni 2021, https://www.br.de/nachrichten/wissen/untersuchung-von-myokarditis-nach-mrna-impfung,SZl3bKq
(28 https://www.cnbc.com/2021/06/23/cdc-reports-more-than-1200-cases-of-rare-heart-inflammation-after-COVID-vaccine-shots.html; vgl. auch CDC vom 23. Juni 2021, https://www.cdc.gov/coronavirus/2019-ncov/vaccines/safety/myocarditis.html
(29) https://uncutnews.ch/peter-mccullough-ich-kann-das-alles-nicht-im-nationalen-fernsehen-sagen/
(30) https://snanews.de/20210709/impfstoffe-von-pfizer-und-moderna-2779859.html
(31) https://report24.news/cdc-gibt-zu-kausaler-zusammenhang-zwischen-impfung-und-
herzmuskelentzuendung-wahrscheinlich/?feed_id=3266. Vgl. zum „Underreporting“ Kapitel 15
(32) https://childrenshealthdefense.org/defender/stoeren-COVID-impfstoffe-den-menstruationszyklus-von-frauen/?lang=de; https://assets.publishing.service.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/986035/DAP_Pfizer_050521.pdf, S. 54 („Pregnancy conditions“), S. 62-63 („Reproductive & breast disorders“); https://assets.publishing.service.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/987644/AstraZeneca_analysis_print_12052021.pdf, S. 74 („Pregnancy conditions“), S. 84-86 („Reproductive & breast disorders“)
(33) https://www.hartgroup.org/open-letter-child-vaccination/
(34) https://blogs.bmj.com/bmj/2021/07/13/COVID-19-vaccines-for-children-hypothetical-benefits-to-adults-do-not-outweigh-risks-to-children/?utm_campaign=shareaholic&utm_medium=twitter&utm_source=socialnetwork
(35) Im Aufklärungsmerkblatt des RKI vom 19. August 2021 sind diese Impfreaktionen mit enorm hohen Quoten bei Kindern und Jugendlichen von teilweise mehr als 70 % Ermüdung und Kopfschmerzen, mehr als 40 % Muskelschmerzen und Schüttelfrost sowie mehr als 20 % Gelenkschmerzen und Fieber ebenfalls beschrieben, https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Downloads/Vorbereitung-Herbst-Winter.pdf?__blob=publicationFile
(36) „Während in der Pfizer Studie keine schweren Erkrankungen bei den Kindern der Placebo-Gruppe festgestellt wurden, gibt es zumindest einen äußerst schwerwiegenden, langfristigen Schaden in der Impfgruppe: Die zwölfjährige Maddie De Garay ist seit ihrer COVID-19-Impfung an den Rollstuhl gefesselt und muss per Sonde ernährt werden. Maddie war eine der freiwilligen Teilnehmer der Pfizer-Studie an 12- bis 15-Jährigen. Ihr Fall wurde vom republikanischen Senator Ron Johnson an die Öffentlichkeit gebracht. Bei einer von ihm organisierten Pressekonferenz in Milwaukee, schilderte ihre Mutter unter Tränen, wie die Impfung das Leben ihres Kindes zerstört hat.“ Vgl.https://tkp.at/2021/07/14/impfung-von-kindern-risiko-von-nebenwirkungen-versus-schutz-gegen-COVID/
(37) Vgl. Kapitel 14, S. 176
(38) https://www.slaek.de/media/dokumente/02medien/Patienten/gesundheitsinformationen/impfen/SIKO_Positionspapier_zur_SARS-CoV-2-Impfung_von_Kindern_und_Jugendlichen….pdf
(39) „Die Berufung bzw. Ernennung der Mitglieder der SIKO für den Zeitraum 2021 bis 2024 erfolgte durch die Sächsische Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt Petra Köpping auf der 56. Sitzung der SIKO am 11. November 2020. Die berufenen Mitglieder der SIKO seien Experten der von ihnen vertretenen Fachgebiete und verfügten über umfangreiche, auch praktische Erfahrungen zu Schutzimpfungen und anderen Maßnahmen der spezifischen Prophylaxe.“ Vgl. https://www.gesunde.sachsen.de/siko.html; dort sind auch die Namen der 13 neuberufenen SIKO-Mitglieder aufgeführt.
(40) Vgl. etwa https://www.tagesschau.de/inland/impfkommission-sachsen-corona-impfung-101.html
(41) https://www.coronavirus.sachsen.de/download/SIKO_Empfehlungen_zur_SARS-CoV-2-
Impfung_2021-08-01.pdf
(42) https://www.coronavirus.sachsen.de/download/SIKO_Empfehlungen_zur_SARS-CoV-2-Impfung_2021-08-01.pdf
(43) https://www.cdc.gov/vaccines/acip/meetings/%20downloads/slides-2021-06/05-COVID-Wallace-508.pdf; https://www.gov.il/BlobFolder/reports/vaccine-efficacy-safety-follow-up-committee/he/files_publi-cations_corona_vaccine-safety-children.pdf — beide erfolglos abgerufen am 1. und 3. August 2021
(44) https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/corona-impfstrategie-fuer-kinder-und-jugendliche-entwickeln/
(45) https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/124.DAET/Beschlussprotokoll_Stand_06.05.2021.pdf, S. 31
(46) https://www.hartgroup.org/open-letter-child-vaccination/
(47) https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2021/Ausgaben/19_21.pdf?__blob=publicationFile
(48) https://www.aerztezeitung.de/Politik/Amtsaerzte-plaedieren-fuer-Corona-Impfung-von-Kindern-ab-12-Jahren-421645.html?utm_term=2021-07-28&utm_source=2021-07-28-AEZ_NL_TELEGRAMM&utm_medium=email&tid=TIDP913911XDDB3E1F8388A40368BA5AE44BD7CC0F8YI4&utm_campaign=AEZ_NL_TELEGRAMM&utm_content=Amts%c3%a4rzte%20pl%c3%a4dieren%20f%c3%bcr%20Corona-Impfung%20von%20Kindern%20ab%2012%20Jahren;%20[rundate]
(49) https://www.focus.de/gesundheit/coronavirus/pandemie-so-rechtfertigen-aerzte-das-impfen-von-kleinkindern_id_13547949.html
(50) Vgl. hierzu Kapitel 11
(51) https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1783/umfrage/durchschnittliche-weitere-lebenserwartung-nach-altersgruppen/
(52) https://www.berliner-zeitung.de/news/trotz-impfung-433-menschen-in-berlin-an-covid-19-erkrankt-li.172139


Dieser Artikel erschien auf Rubikon am 12.11.2021 und ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.


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Impfnebenwirkungen – hohe Dunkelziffer

Das verschwiegene Elend

Die Dunkelziffer der Impfnebenwirkungen ist vermutlich weitaus höher als gedacht. Exklusivabdruck aus „Corona-Impfung“.

von Beate Bahner

Beate Bahner setzte sich im April 2020 als eine der ersten Anwältinnen eindeutig und mit juristischen Argumenten gegen die Corona-Maßnahmen zur Wehr. Die Fachanwältin für Medizinrecht provozierte dadurch durchaus ungnädige Reaktionen der Staatsmacht. Die Popularität, die sie damals gewann, führte dazu, dass sehr viel Corona-Elend auf dem Schreibtisch ihrer Anwaltskanzlei landete. In diesem dritten Teil einer kleinen Reihe mit Buchauszügen aus ihrem Spiegel-Bestseller „Corona-Impfung: Was Ärzte und Patienten unbedingt wissen sollten“ legt die Juristin dar, dass es wahrscheinlich weit mehr durch die „Impfung“ verursachte Schäden gibt, als allgemein der Presse zu entnehmen ist. Das „Underreporting“ ist auf Unwissenheit und propagandistische Überhöhung des Eingriffs sowie darauf zurückzuführen, dass für Ärzte das Melden von Verdachtsfällen eine unhonorierte und daher lästige Arbeit darstellt.

Es ist für den normalen Bürger äußerst schwer, sich über gemeldete Impfkomplikationen, anerkannte Impfschäden und eventuell erfolgte Entschädigungen sowie deren Höhe einen Überblick zu verschaffen. Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass die Dunkelziffer bei der Meldung von Impfkomplikationen sehr hoch ist, zumal Folgeschäden vonseiten der Ärzte oft gar nicht mit einer Impfung in Zusammenhang gebracht werden.

Sehr auffällig ist dies für die Beschwerden im zeitlichen Zusammenhang mit den Corona-Impfungen. Sowohl die meisten Ärzte als auch die geimpften Personen — oder im Todesfall deren Angehörige — können oder wollen keinerlei Zusammenhang mit der Impfung sehen (1).

Ärzte, Patienten und Angehörige bestreiten bei Beschwerden und Todesfällen fast immer einen Zusammenhang zu der vorausgegangenen Impfung.

Eigentlich müsste sofort das Gesundheitsamt informiert werden, wenn Symptome in einem ursächlichen Zusammenhang mit der Impfung stehen könnten und über eine typische Impfreaktion hinausgehen. Doch die Grenze zwischen Impfreaktion und Impfkomplikation verläuft fließend, sodass die Einstufung nicht selten von der Einstellung des jeweiligen Arztes abhängt (2).

Meldung ist unbezahlter Zusatzaufwand für die Ärzte

Ein weiterer Grund für die vermutete sehr geringe Zahl der Meldungen von Nebenwirkungen könnte der damit verbundene zeitliche Aufwand für Ärzte sein. Es dürften mindestens zehn Minuten je Meldung erforderlich sein, die der Arzt zusätzlich zu seiner Patiententätigkeit aufwenden müsste. Allein fünf bis zehn mögliche Verdachtsmomente pro Tag würden dem Arzt mindestens eine bis zwei Zusatzstunden abfordern — unbezahlt. Denn im Gegensatz zum schnell verdienten Geld durch PCR-Testungen und Impfungen sehen die ärztlichen Gebührenverordnungen keinerlei Vergütung oder Entschädigung für den erheblichen Zeitaufwand einer Verdachtsmeldung vor.

Es ist durchaus anzunehmen, dass sich die Anzahl der Meldungen über Nebenwirkungen der Corona-Impfung deutlich erhöhen würde, wenn nicht nur für die Impfung und die Ausstellung des Impfausweises ein Betrag von derzeit circa 26 Euro je Patient bezahlt würde, sondern in gleicher Höhe auch für die Meldung von Nebenwirkungen.

Denn jedem finanziellem Anreiz folgt typischerweise auch der Handlungsanreiz. Hieran scheint die Regierung jedoch kein Interesse zu haben. Der Arzt erhält für eine Verdachtsmeldung keine zusätzliche Vergütung. Er hat damit keinen Anreiz für den Zusatzaufwand.

Die Meldequote für Arzneimittelnebenwirkungen

„Der größte Nachteil der Spontanerfassung unerwünschter Arzneimittelwirkungen (UAW) besteht darin, dass Aussagen über die Häufigkeit (Inzidenz) von UAW nur sehr begrenzt möglich sind. Schätzungsweise nur fünf Prozent der tatsächlich stattfindenden Ereignisse werden gemeldet und erfasst, man spricht diesbezüglich von ‚Underreporting'“ (3).

Diese Aussage stammt von Dr. Klaus Hartmann, der bis 2003 beim Paul-Ehrlich-Institut für die Impfsicherheit zuständig war. Der Arzt erhält für eine Verdachtsmeldung keine zusätzliche Vergütung. Er hat damit keinen Anreiz für den Zusatzaufwand.

Es wird geschätzt, dass nur etwa fünf Prozent aller Nebenwirkungen an das Paul-Ehrlich-Institut gemeldet werden.

Wie groß der Anteil unerwünschter Nebenwirkungen ist, die gemeldet werden, ist nur schwer zu bestimmen. Der Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs etwa gab im April 2021 bekannt, dass angeblich nur rund sechs Prozent tatsächlich gemeldet werden (4).

Eine bereits 2017 erschienene Studie hat ebenfalls diese erschreckend geringe Meldequote von circa sechs Prozent ermittelt — jedoch mit zwei Einschränkungen: Einerseits würden schwere Impfnebenwirkungen — hier etwa Kinderlähmung (Poliomyelitis) als Folge der Impfung gegen Kinderlähmung — deshalb überwiegend gemeldet, weil Impfstoffe an gesunde Menschen gegeben werden, was bei schweren Nebenwirkungen zu vermehrter Meldung motiviere. Andererseits würden Nebenwirkungen bei Arzneimitteln, die als sicher und gut verträglich gelten, weniger häufig gemeldet werden als etwa bei biologischen Arzneimitteln (5).

Gelten Arzneimittel als „sicher und gut verträglich“, werden weniger Nebenwirkungen gemeldet.

Die Autoren der dreijährigen amerikanischen Harvard-Pilgrim-Studie, die Ende 2009 vorgestellt wurde, kamen allerdings zu sehr viel erschreckenderen Ergebnissen: Nebenwirkungen durch Medikamente und Impfungen seien zwar häufig, würden aber nicht hinreichend gemeldet. Obwohl 25 Prozent der ambulant behandelten Patienten eine Nebenwirkung erlitten, seien weniger als 0,3 Prozent dieser Nebenwirkungen und nur 1 bis 13 Prozent der ernsten Nebenwirkungen der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA gemeldet worden (6).

Bei Impfungen wurde sogar weniger als 1 Prozent der Nebenwirkungen gemeldet. Niedrige Melderaten verhindern oder verlangsamen die Identifizierung von „Problemmedikamenten“ und „Problemimpfstoffen“, was freilich die öffentliche Gesundheit gefährdet.

Auch das Paul-Ehrlich-Institut selbst weist darauf hin, dass bei so schwerwiegenden Nebenwirkungen wie Thrombozytopenie (TTS) eine Dunkelzifferrate anzunehmen sei, was zu einer Unterschätzung des Risikos führen würde (7).

Geschätzte Meldequote für Nebenwirkungen der Corona-Impfung

Dies führt im Hinblick auf die Corona-Impfungen zu einer sehr unsicheren Prognose: Die COVID-19-Impfstoffe werden auf allen offiziellen Internetseiten — etwa des RKI oder des Paul-Ehrlich-Instituts — als „sicher und wirksam“ beschrieben, was in höchstem Maße erstaunen muss angesichts fehlender normaler Zulassungs- und Langzeitstudien. Die bundesweit lauthals propagierten Impfkampagnen zementieren die Behauptung, die Impfung sei nicht nur dringend nötig, sondern auch sicher und wirksam. Die Corona-Impfung wird darüber hinaus in den Medien als Heilsbringer angepriesen und mit den verschiedensten Maßnahmen — bis hin zur Impfparty — flankiert (8).

Wer sich nicht impfen lasse, sei unsolidarisch, gefährde die anderen und das Gesundheitssystem und habe kein Recht, die massiv beschnittenen Grund- und Freiheitsrechte wiederzubekommen. Angesichts dieser permanenten Versprechungen und Diskriminierungen werden wohl weder die geimpften Personen noch die impfenden Ärzte auf die Idee kommen, dass etwaige Komplikationen, Schäden oder gar Todesfälle in Zusammenhang mit der Corona-Impfung stehen könnten (9).

Wie könnte die Impfung, mit der man sich, die anderen und die Gesellschaft schützen will, schädlich sein? Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Es ist daher sehr realistisch, dass auch und gerade angesichts dieser beispiellosen Medienkampagne, die im Übrigen eine irreführende Werbung nach § 3 Heilmittelwerbegesetz darstellt (10), die Meldequote tatsächlich im Bereich von nur etwa einem Prozent liegen dürfte.

Es ist zu befürchten, dass Verdachtsfälle im Zusammenhang mit Corona-Impfungen nur in 1 Prozent aller Fälle gemeldet werden, da die Impfungen als „sicher und wirksam“ gelten und mit großen Kampagnen beworben werden.

Dies würde bedeuten, dass nach Hochrechnung der gemeldeten Fälle die tatsächliche Zahl der Nebenwirkungen und Schäden bis zu 100-mal höher wäre, als die Zahlen der EMA, des PEI, der WHO und des CDC aussagen.

Modellierte Hochrechnung der Impfschäden und Todesfälle

Nachdem die Meldequote von Impf- und Arzneimittelnebenwirkungen schon immer sehr gering war und nur einen Bruchteil der tatsächlich eingetretenen Fälle ausmacht, zeigen die nachfolgenden Tabellen, wie erschreckend die Anzahl der tatsächlich von Nebenwirkungen betroffenen Personen, die Anzahl der schweren Nebenwirkungen und die Anzahl der Todesfälle nach Hochrechnung ist.

Hierbei wird einerseits mit dem relativ gesicherten geringen Meldefaktor von 5 Prozent modelliert, die Hochrechnung erfolgt also mit dem Faktor 20.

Alternativ wird mit dem — wie zuvor dargestellt — durchaus reellen, allerdings noch sehr viel geringeren Meldefaktor von nur 1 Prozent kalkuliert, der bei Hochrechnung mit dem Faktor 100 freilich sehr bedrückende Zahlen ausweist.

Modellierungen und Hochrechnungen sind seit dem Ausbruch des SARS-CoV-2-Virus das neue Maß aller Dinge. Die Hochrechnungen sind eine „Modellierung“ des tatsächlichen Impfschadens, nachdem seit Einführung der „epidemischen Lage“ in § 5 IfSG sowohl das RKI als auch seine Berater sowie die Politik und die Gerichte die gesamten Corona-Maßnahmen sowie die Impfkampagne ja ausschließlich auf „Modellierungen“ und „Hochrechnungen“ stützen und begründen (und zu keinem Zeitpunkt auf evidenzbasierten wissenschaftlichen Zahlen).

Es ist also davon auszugehen, dass das Modell der „Modellierung und Hochrechnung“ im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie für alle Berechnungen die akzeptierte Vorgehensweise ist. Denn nur so können auch die schwerstmöglichen Auswirkungen dargestellt werden, wie uns dies seit März 2020 im Hinblick auf die angeblichen Auswirkungen der Corona-Krankheit ja täglich in den Medien demonstriert wurde, selbst wenn diese nicht eintreten sollten. Dieselben Kriterien dürfen und müssen freilich auch für die Auswirkungen der neuen, unerprobten und nicht hinreichend auf Sicherheit getesteten Corona-Impfungen gelten.

Hochrechnung der Impfnebenwirkungen für Europa

Für Europa mit einer Bevölkerung von etwa 513 Millionen Bürgern (11) (einschließlich Großbritannien) würden sich nach den an die EMA gemeldeten Nebenwirkungen (12) Stand 20. August 2021 bei einer Hochrechnung auf Basis einer Meldequote von 5 Prozent folgende Zahlen ergeben (13):

  • Etwa 17 Millionen Personen wären von Impfnebenwirkungen betroffen.
  • Etwa 66 Millionen Nebenwirkungen insgesamt wären zu verzeichnen, davon
    • etwa 5 Millionen schwere Nebenwirkungen,
    • etwa 370.000 lebensbedrohliche Zwischenfälle,
    • etwa 345.000 Fälle mit dauernden Folgeleiden,
    • etwa 1,4 Millionen Hospitalisierungen,
    • 270.000 Tote wären zu beklagen.
    • Insgesamt ergäbe dies etwa 7,3 Millionen schwere Folgen in Europa.

Bei einer Hochrechnung auf Basis einer Meldequote von nur 1 Prozent würden sich folgende Zahlen ergeben:

  • Etwa 85 Millionen Personen wären von Impfnebenwirkungen betroffen.
  • Etwa 330 Millionen Nebenwirkungen insgesamt wären zu verzeichnen, davon
    • etwa 24 Millionen schwere Nebenwirkungen,
    • etwa 1,8 Millionen lebensbedrohliche Zwischenfälle,
    • etwa 1,7 Millionen Fälle mit dauernden Folgeleiden,
    • etwa 7 Millionen Hospitalisierungen,
    • etwa 1,3 Millionen Tote wären zu beklagen.
    • Insgesamt ergäbe dies etwa 36,5 Millionen schwere Folgen in Europa.

Bild

Hochrechnung der Impfnebenwirkungen für Deutschland

Für Deutschland mit einer Bevölkerung von etwa 83 Millionen würden sich bei einer Hochrechnung der bis 31. Juli 2021 an das Paul-Ehrlich-Institut gemeldeten Nebenwirkungen (14) auf Basis einer Meldequote von 5 Prozent folgende Zahlen ergeben, obwohl noch längst nicht die gesamte Bevölkerung geimpft ist:

  • Etwa 2,6 Millionen Nebenwirkungen, davon
    • etwa 280.000 schwere Nebenwirkungen,
    • etwa 25.000 Tote wären zu beklagen.

Bei einer Hochrechnung auf Basis einer Meldequote von nur 1 Prozent würden sich folgende Zahlen ergeben:

  • Etwa 13 Millionen Nebenwirkungen insgesamt, davon
    • etwa 1,4 Millionen schwere Nebenwirkungen,
    • etwa 125.000 Tote wären zu beklagen.

Bild


impfnebenwirkungen


Quellen und Anmerkungen:

(1) Vgl. hierzu auch Kapitel 15.4
(2) Laut Dr. Johann Loibner, selbst Arzt für Allgemeinmedizin und gerichtlich beeideter Sachverständiger, kommt es überaus häufig vor, dass Impfkomplikationen von Ärzten bagatellisiert werden, um am Prinzip der Impfungen keine Zweifel aufkommen zu lassen. Er kritisiert außerdem, dass die Impfindustrie über die Ärztekammern auf solche Ärzte, die öffentlich Kritik am Impfwesen äußern, Druck ausüben. Vgl. https://www.zentrum-der-gesundheit.de/bibliothek/impfen/impfungen/impfschaden
(3) https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Impfpflicht-garantiert-Recht-auf-Gesundheit/Die-Maer-der-Sicherheit-von-Impfungen/posting-34461948/show/, m. w. N.
(4) https://science.orf.at/stories/3206228/
(5) Yasser M. Alatawi, Richard A. Hansen, „Empirical estimation of under-reporting in the U.S. Food and Drug Administration Adverse Event Reporting System (FAERS)“. In: Expert Opinion on Drug Safety, 9. Mai 2017, http://dx.doi.org/10.1080 /14740338.2017.1323867
(6) Lazarus et al., “Electronic Support for Public Health–Vaccine Adverse Event Reporting System (ESP:VAERS)“, S. 6, https://digital.ahrq.gov/sites/default/files/docs/publication/r18hs017045-lazarus-final-report-2011.pdf
(7) PEI-Sicherheitsbericht vom 7. Mai 2021, S. 4, https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/DE/newsroom/dossiers/sicherheitsberichte/sicherheitsbericht-27-12-bis-30-04-21.pdf?__blob=publicationFile&v=5
(8) Vgl. hierzu Kapitel 35
(9) Vgl. auch Reiß/Bhakdi, Corona unmasked, S. 161
(10) Vgl. hierzu Kapitel 36
(11) https://ec.europa.eu/eurostat/documents/2995521/11081097/3-10072020-AP-DE.pdf/7f863daa-c1ac-758f-e82b-954726c4621f
(12) Vgl. hierzu Kapitel 10
(13) Diese Zahlen erfassen nur die bereits geimpften Menschen in Europa, die vermutlich zwischen 50 und 70 Prozent europaweit liegen. Je höher die Durchimpfungsquote ist, umso höher werden auch die hochgerechneten Nebenwirkungen und Todesfälle sein.
(14) Vgl. hierzu Kapitel 11


Dieser Artikel erschien auf Rubikon am 30.10.2021 und ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.


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Nebenwirkungen – vor und nach Impfung

Juristische Nebenwirkungen

Mediziner, die ohne Bedacht impfen, können sich eine Schadensersatzforderung wegen Körperverletzung einhandeln. Exklusivabdruck aus „Corona-Impfung“.

von Beate Bahner

Beate Bahner setzte sich im April 2020 als eine der ersten Anwältinnen eindeutig und mit juristischen Argumenten gegen die Corona-Maßnahmen zur Wehr. Die Fachanwältin für Medizinrecht provozierte dadurch durchaus ungnädige Reaktionen der Staatsmacht. Die Popularität, die sie damals gewann, führte dazu, dass sehr viel Corona-Elend auf dem Schreibtisch ihrer Anwaltskanzlei landete. In diesem zweiten Teil einer kleinen Reihe mit Buchauszügen aus ihrem Spiegel-Bestseller „Corona-Impfung: Was Ärzte und Patienten unbedingt wissen sollten“ legt die Juristin dar, dass Ärzte, die sich dem herrschenden medizinischen Narrativ verschreiben, keineswegs automatisch auf der „sicheren Seite“ stehen.

2.1. Die Impfung basiert auf einem Behandlungsvertrag

Das Robert Koch-Institut (RKI) (1) fordert:

„Behandelnde Ärzte haben im Rahmen des Behandlungsvertrags mit ihren Patienten die rechtliche Pflicht, die Patienten oder die Eltern bzw. Sorgeberechtigten im Rahmen der vorgesehenen Routineuntersuchungen auf die Möglichkeit, Zweckmäßigkeit und Notwendigkeit indizierter Impfungen zum Schutz vor Infektionskrankheiten hinzuweisen. Zusätzlich haben sie die Pflicht, Patienten über die Folgen einer unterlassenen Impfung zu informieren. Diese Pflicht besteht unabhängig von der persönlichen ärztlichen Auffassung und möglichen subjektiven Bedenken oder Vorbehalten“ (2).

Die Beurteilung darüber, ob und inwieweit Impfungen gegen Infektionskrankheiten nicht nur „möglich“, sondern auch „indiziert“ und damit „notwendig“ sind, verbleibt freilich beim Arzt. Denn nur der Arzt ist aufgrund seines Fachwissens und der ihm obliegenden Pflicht, dieses stets auf dem aktuellen medizinischen Stand zu halten, hierfür kompetent.

Das Robert Koch-Institut weist gleichzeitig zu Recht auf die Notwendigkeit der Aufklärung hin:

„Die Aufklärung ist ein wichtiger Teil der ärztlichen Impfleistung. Die Aufklärungspflichten gegenüber zu impfenden Personen sind im ‚Gesetz zur Verbesserung der Rechte von Patientinnen und Patienten‘ (Patientenrechtegesetz) im Jahr 2013 neu geregelt worden (§ 630e BGB). Vor Durchführung einer Schutzimpfung ist es ärztliche Pflicht, die zu impfende Person oder den anwesenden Elternteil bzw. Sorgeberechtigten über die zu verhütende Krankheit und die Impfung aufzuklären, damit eine wirksame Einwilligungserklärung abgegeben werden kann“ (3).

Die Aufklärung sollte nach Ansicht des RKI in der Regel Informationen über folgende Punkte umfassen:

  • die zu verhütende Krankheit und deren Behandlungsmöglichkeiten,
  • den Nutzen der Impfung,
  • die Kontraindikationen,
  • die Durchführung der Impfung,
  • den Beginn und die Dauer des Impfschutzes,
  • das Verhalten nach der Impfung,
  • mögliche unerwünschte Arzneimittelwirkungen und Impfkomplikationen,
  • die Notwendigkeit und die Termine von Folge- und Auffrisch-Impfungen (4).

2.2. Zustandekommen des Behandlungsvertrags

Dem RKI ist in allem so weit zuzustimmen. Es wird sich jedoch zeigen, dass gerade bei Impfungen und speziell bei den neuartigen Corona-Impfungen Besonderheiten zu beachten sind, die Ärzte und Patienten unbedingt kennen müssen. Zwischen dem Arzt und seinem Patienten kommt auch im Zusammenhang mit der Impfung ein Behandlungsvertrag in der Form eines Dienstvertrags zustande. Der Behandlungsvertrag wird im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) wie folgt definiert:

„Durch den Behandlungsvertrag wird derjenige, welcher die medizinische Behandlung eines Patienten zusagt (Behandelnder), zur Leistung der versprochenen Behandlung, der andere Teil (Patient) zur Gewährung der vereinbarten Vergütung verpflichtet, soweit nicht ein Dritter zur Zahlung verpflichtet ist“ (5).

Voraussetzung für das Zustandekommen des Vertrags ist zunächst, dass Arzt und Patient einen hierauf gerichteten Willen zum Abschluss eines Behandlungsvertrags zum Ausdruck bringen. Eine solche Willenserklärung ist notwendiger Bestandteil eines jeden Rechtsgeschäfts.

Einer ausdrücklichen Erklärung, insbesondere einer schriftlichen Vereinbarung, bedarf es hierfür allerdings nicht. Ausreichend ist, dass der Patient durch schlüssiges Verhalten (zum Beispiel durch das Aufsuchen der Praxis oder des Impfzentrums) zu erkennen gibt, die Untersuchung und Behandlung, hier also die Impfung, durch den Arzt zu wünschen und der Arzt sodann entsprechende Maßnahmen der Behandlung ergreift.

Auch für die Impfung gegen COVID-19 wird zwischen Arzt und Patient ein Behandlungsvertrag geschlossen.

Inhalt des Behandlungsvertrags

Als Dienstleistung schuldet der Arzt dem Patienten eine medizinische Behandlung nach den Regeln der ärztlichen Kunst, kurz eine Behandlung lege artis, die dem anerkannten und gesicherten Stand der medizinischen Wissenschaft zum Zeitpunkt der Behandlung entspricht. Unter Behandlung in diesem Sinne ist die Heilbehandlung zu verstehen. Sie umfasst neben der Diagnose auch die Therapie und damit sämtliche Eingriffe und Behandlungen am Körper eines Menschen, um Krankheiten, Leiden, Körperschäden, körperliche Beschwerden oder seelische Störungen nicht krankhafter Natur zu verhüten, zu erkennen, zu heilen oder zu lindern (6).

Der Arzt schuldet dem Patienten ferner eine umfassende Aufklärung, die Sicherstellung seiner Einwilligung in die Behandlung und eine sachgerechte Organisation des Behandlungsablaufs.

Wegen der Komplexität der Vorgänge im menschlichen Körper, die durch den Menschen kaum beherrschbar ist, kann ein Erfolg der Behandlung allerdings nicht garantiert werden. Der Arzt wird daher lediglich zu einer fachgerechten Vornahme der Behandlung verpflichtet, schuldet aber grundsätzlich keinen Behandlungserfolg. Dies gilt freilich auch für die Impfung.

Neben den angesprochenen Hauptpflichten treffen den Arzt zudem eine Reihe von Nebenpflichten, wie die Dokumentationspflicht und die Pflicht zur Gewährung von Einsicht in die Krankenunterlagen. Der Behandlungsvertrag bildet zugleich die Grundlage für den Honoraranspruch des Arztes und darüber hinaus die rechtliche Anspruchsgrundlage für mögliche Schadens- und Schmerzensgeldansprüche des Patienten. Die Behandlung im Rahmen der Impfung ändert nichts an diesen rechtlichen Pflichten.

Die Besonderheiten einer Impfung

Die Besonderheiten einer Impfung bestehen darin, dass der Patient meist gesund und eben nicht behandlungsbedürftig ist. Es geht also einzig und allein darum, durch die Impfung eine mögliche Krankheit zu vermeiden oder eventuell auch nur, deren gesundheitliche Folgen zu mildern. Hierbei ist grundsätzlich abzuwägen, wie hoch einerseits das Risiko ist, diese Krankheit überhaupt zu erleiden und wie hoch sodann das Risiko eines gefährlichen oder gar tödlichen Verlaufs dieser Krankheit ist — und wie hoch andererseits die Risiken der Impfung sind.

Eine Impfung ist im Zweifel nie dringlich, sondern kann mit diesem Für und Wider sorgfältig geprüft und mit Ärzten, Familie und Freunden besprochen und abgewogen werden. Dies unterscheidet die Impfung fundamental von allen anderen ärztlichen Behandlungen, erst recht freilich von dringlichen Notfallbehandlungen, wie etwa bei Unfällen, Herzinfarkten, Schlaganfällen, Vergiftungen, Verbrennungen und ähnlichen schweren medizinischen Zwischenfällen (7).

Impfungen sind nie dringlich, denn sie werden den meist gesunden Menschen rein vorbeugend verabreicht.

Niemals sollten sich gesunde Menschen daher zu einer Impfung drängen lassen, sie sollten vielmehr eine wohlüberlegte Entscheidung treffen, was nur aufgrund einer entsprechend sorgfältigen Aufklärung durch den verantwortungsvollen Arzt möglich ist. Sowohl Patienten als auch Ärzte sollten hierbei durchaus auch solche Literatur zurate ziehen, die von der überwiegend impfenden Ärzteschaft möglicherweise nicht gelesen oder empfohlen wird (8). Das gilt ebenso für vorerkrankte und damit immungeschwächte Menschen, da nicht nur das Risiko der Krankheit, sondern genauso gut das Risiko der Impfung den Körper weiter schwächen kann. Gerade für diese Risikogruppen gibt es nämlich bislang meist keine aussagekräftigen Studien, insbesondere nicht für die Corona-Impfung (9).

Die Besonderheiten der Corona-Impfung

Die Besonderheit der Corona-Impfung mit den derzeit vier zugelassenen Impfstoffen besteht einerseits in dem erstaunlichen Druck, der bereits im April 2020 durch die Kanzlerin aufgebaut wurde und den Politik und Medien seitdem permanent ausüben. Merkel zufolge werde die Freiheit erst dann wiedererlangt, wenn die Impfung da sei und alle geimpft seien. Diese völlig neuen Äußerungen einer Kanzlerin, die zwar Physikerin, nicht jedoch Medizinerin ist, müssen befremden. Wie können Politiker wenige Wochen nach Beginn einer angeblichen Viruspandemie schon wissen, wie schwer oder wie tödlich diese neue Krankheit tatsächlich verläuft? Wie kann man schon so früh behaupten, nur eine Impfung helfe, wo es doch sonst gerade in Deutschland beste medizinische Versorgung gibt?

Wie kann es sein, dass in beispielloser Schnelligkeit von nur wenigen Monaten mehrere Impfstoffe im beschleunigten Verfahren zugelassen werden, wenn neue Arzneimittel sonst erst nach Jahren der klinischen Prüfung eventuell eine Zulassung erhalten? Wie kann es sein, dass Impfstoffe als „sicher“ angepriesen werden, obwohl weder Kurzzeitfolgen noch erst recht Langzeitfolgen hinreichend erfasst und evidenzbasiert entsprechend der bisherigen Kriterien geprüft und bewertet werden? Wie kann es sein, dass es ein „Impfangebot“ sogar für Schwangere und eine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) für schwer erkrankte Kinder gibt, obwohl gerade diese Gruppen an keiner einzigen Studie teilgenommen haben?

Die bundes- und weltweite Propaganda für eine völlig neuartige, erstmalig zum Einsatz kommende Impfung ist beispiellos und sollte aufhorchen lassen.

Diese Impfpropaganda hat eine völlig neue erschreckende Dimension erreicht und muss dazu ermahnen, sowohl die Corona-Krankheit selbst als auch die als „neue Freiheitsboten“ angepriesenen Impfstoffe sorgfältig unter die Lupe zu nehmen und selbstständig zu beurteilen. Denn nur dann ist eine „informierte Einwilligung“ in die Impfung möglich, nur dann weiß jeder Bürger, welche Risiken er unter Umständen für sich und vielleicht sogar seine Angehörigen in Kauf nimmt.

Die von der Regierung massiv forcierte Impfung auch von Kindern und Jugendlichen — in Kürze möglicherweise sogar schon von Kleinkindern ab 2 Jahren — ist angesichts der geringen Gefährdung der Kinder durch das SARS-CoV-2-Virus besonders kritisch zu betrachten. Denn es ist statistisch nachgewiesen, dass Kinder und Jugendliche fast nie schwer an Corona erkranken und es bislang fast keine Todesfälle bei unter 18-Jährigen gab — die meisten der Patienten waren vorerkrankt. Eine Studie der Ludwig-Maximilians-Universität München belegt zudem, dass Schulen beim Infektionsgeschehen nur eine untergeordnete Rolle spielen (10).

Gibt es also schon keinerlei Gefahr schwerer Krankheitsfolgen für Kinder und Jugendliche, dann gibt es auch keine Indikation zum Einsatz von Impfstoffen, deren gentechnisch veränderte Organismen noch nie beim Menschen eingesetzt wurden, deren Nutzen für diese Personengruppe nicht nachgewiesen ist, deren Risiken aber schon jetzt absehbar deutlich größer sind. Ärzte dürfen daher Minderjährige nicht impfen, die Einwilligung sowohl der Minderjährigen als auch der Eltern in eine nicht indizierte Impfung ist unwirksam, die Impfung würde daher in diesen Fällen eine Körperverletzung des Arztes darstellen (11).


Nebenwirkungen


Quellen und Anmerkungen:

(1) Das Robert Koch-Institut (RKI) ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit. Das RKI ist die zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und -prävention und damit auch die zentrale Einrichtung des Bundes auf dem Gebiet der anwendungs- und maßnahmenorientierten biomedizinischen Forschung. Die Kernaufgaben des RKI sind die Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von Krankheiten, insbesondere der Infektionskrankheiten. Zu den Aufgaben gehört der generelle gesetzliche Auftrag, wissenschaftliche Erkenntnisse als Basis für gesundheitspolitische Entscheidungen zu erarbeiten. Vorrangige Aufgaben liegen in der wissenschaftlichen Untersuchung, der epidemiologischen und medizinischen Analyse und Bewertung von Krankheiten mit hoher Gefährlichkeit, hohem Verbreitungsgrad oder hoher öffentlicher oder gesundheitspolitischer Bedeutung. Das RKI berät die zuständigen Bundesministerien, insbesondere das Bundesministerium für Gesundheit (BMG), und wirkt bei der Entwicklung von Normen und Standards mit. Es informiert und berät die Fachöffentlichkeit sowie zunehmend auch die breitere Öffentlichkeit. Im Hinblick auf das Erkennen gesundheitlicher Gefährdungen und Risiken nimmt das RKI eine zentrale „Antennenfunktion“ im Sinne eines Frühwarnsystems wahr. https://www.rki.de/DE/Content/Institut/institut_node.html;jsessionid=C18BB7CA098DAAC1EB9A4C369BFF5B1E.internet122RISIKEN UND NEBENWIRKUNGEN FÜR ÄRZTE
(2) RKI, Epidemiologisches Bulletin, Nr. 34/2020, 20. August 2020, S. 25 m. w. N.
(3) RKI, Epidemiologisches Bulletin, Nr. 34/2020, 20. August 2020, S. 25
(4) RKI, Epidemiologisches Bulletin, Nr. 34/2020, 20. August 2020, S. 26
(5) § 630a Abs. 1 BGB
(6) Vgl. hierzu Bahner, Recht im Bereitschaftsdienst, S. 74 m. w. N.
(7) Vgl. hierzu Bahner, Recht im Bereitschaftsdienst, S. 12 ff. m. w. N.
(8) Vgl. etwa Engelbrecht/Köhnlein, Virus-Wahn; Buchwald, Impfen — Das Geschäft mit der Angst; Arvey, Corona-Impfstoffe; Reiß/Bhakdi, Corona unmasked; Wodarg, Falsche Pandemien. Sehr sehenswert ist auch die knapp einstündige ARTE-Dokumentation „Profiteure der Angst“ aus dem Jahr 2009 über die Panikmache bei der Schweinegrippe, vgl. https://www.youtube.com/watch?v=0Rml0oXAmTc
(9) Vgl. hierzu Kapitel 24.1
(10) CODAG-Bericht Nr. 16 der LMU München vom 28. Mai 2021. Der Bericht empfiehlt daher die Berücksichtigung dieser Erkenntnisse in der aktuellen Diskussion um Impfungen für Schulkinder zur Vermeidung von Infektionen an Schulen und zur Versachlichung.
(11) Vgl. hierzu ausführlich Kapitel 22 und Kapitel 25.3.


Dieser Artikel erschien auf Rubikon am 16.10.2021 und ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.


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Impfgeschädigten wird Hilfe verweigert

Verraten und verkauft

Zum ersten Mal fand in den USA eine Anhörung von Impfgeschädigten im Washingtoner Kongress statt — im Ergebnis wird den Opfern jede Hilfe verweigert.

von Hermann Ploppa

Es ist schwer, sich ein objektives Bild vom Ausmaß der Schädigungen durch die massenhaft verimpften Substanzen von Pfizer, AstraZeneca, Moderna oder Johnson & Johnson zu machen. Während Pharmakonzerne, Politiker, Wissenschaftler und Medien das Problem der Impfschäden weitgehend ignorieren oder für eine Erfindung von Verschwörungstheoretikern halten, kommen aus der engeren Sphäre von Freunden, Bekannten und Verwandten doch immer wieder Erfahrungsberichte. Da ist von Übelkeit, Fieber, Schwindel, Herzrasen und massiven Konzentrationsstörungen die Rede. Von einer permanenten Müdigkeit und Schlappheit. Ja, auch von Todesfällen hört man, ohne die Ohren weit aufstellen zu müssen. Alles unmittelbar nach Verabreichung von COVID-Impfungen. Während andere Personen, einschließlich der 94-jährigen Schwiegermutter des Autors, den „Piks“ ohne Komplikationen überstanden haben.

Zugleich wird auch offiziell registriert, dass nun schon etwa 17.000 Personen europaweit an den Folgen der Impfung verstorben sind. Und dass Hunderttausende weiterer Personen massive Komplikationen erlitten haben. Selbst wenn es sich um eine Minderheit der Geimpften handelt, die Komplikationen erleidet: Was ist das für eine Verrohung der Kultur, wenn dann nicht sofort die Experimente im öffentlichen Raum eingestellt werden? Warum gibt es keinen Aufschrei der Empörung? Es könnte auch daran liegen, dass wir hier immer nur über statistische Größen reden. Die menschliche Wahrnehmung ist jedoch immer geeicht auf konkrete Schicksale und nicht auf statistische Größen. Wenn wir die Gesichter der Gequälten sehen würden, dann würden wir schon ganz anders reagieren.

Doch das hat sich jetzt geändert. Zumindest in den Vereinigten Staaten von Amerika. Dort hat der Senator des Bundesstaates Wisconsin eine öffentliche Anhörung von Impfgeschädigten und Experten am 2. November 2021 durchgeführt (1). In den Räumen des Kongressgebäudes auf dem Capitol-Hügel. Man stelle sich einmal vor, der FDP-Politiker Wolfgang Kubicki würde im Bundestag eine öffentliche Anhörung von Impfopfern durchführen. Da sieht man den Unterschied. In den USA herrscht wirklich eine andere politische Kultur. Die Parlamente wurden in einer Revolution erkämpft. Sie sind sakrosankt. Daran kann sogar das in den USA schwer zu übersehende Ausmaß an Korruption und Dekadenz nichts ändern.

So „grillte“ im Sommer tatsächlich der republikanische Senator für Kentucky, Rand Paul, den obersten Seuchenguru Anthony Fauci vom National Institute of Allergy and Infectious Diseases. Fauci soll nach Aussagen von Paul im chinesischen Labor in Wuhan das SARS-Cov2-Virus so „frisiert“ haben, dass es entgegen seiner Natur von Tieren neuerdings auf Menschen überspringt. Dieses Frisieren nennt man „Gain of Function“, und das ist ein beliebter Trick im Kampf der Biowaffen. Dummerweise hatte Rand Paul dafür keine wasserdichten Beweise vorzuweisen.

Dieser Schlagabtausch zur besten Sendezeit brachte den Menschen draußen im Lande rein gar nichts. Die Sache verlief im Sande.

Ich führe das nur an, um erneut den Unterschied in der politischen Kultur zwischen den USA und Deutschland deutlich zu machen. Hierzulande wäre schwer vorstellbar, dass — nur mal als Beispiel — Alice Weidel im Bundestag unseren Seuchenguru Christian Drosten öffentlich zerpflücken würde aufgrund seiner zahllosen Ungereimtheiten, die er der Öffentlichkeit unterzujubeln wusste. Undenkbar. Majestätsbeleidigung. Geht gar nicht.

Im Gegensatz zur spektakulären Tortenschlacht zwischen Rand Paul und Anthony Fauci war das Medienecho bei Ron Johnsons Anhörung eher gering. Leider. Man kann natürlich auch über die Person des Senators Ron Johnson geteilter Meinung sein. Johnson hat sich immer gegen den Ausbau eines Sozialstaats in den USA mit Händen und Füßen gewehrt.

An diesem zweiten Novembervormittag in Washington allerdings erweist sich Versammlungsleiter Ron Johnson als einfühlsamer Mensch, sachlich, abwägend und ohne den leisesten Hauch, aus dem Elend der Impfgeschädigten irgendein politisches Kapital schlagen zu wollen. Das geht auch gar nicht. Selbst seine republikanischen Tea-Party-Mitstreiter stehen Johnson nicht bei in dieser unpopulären Schlacht um die Rechte der Versehrten und Ignorierten.

Es folgen spannende und ergreifende drei Stunden. Es fließen viele Tränen. Nicht nur bei den Opfern. Sondern auch bei den Zuschauern. Der Einfachheit halber gehe ich zunächst auf die Opfer ein. Den Anfang macht der Flugkapitän Cody Flint. Er hatte sich pflichtbewusst zur Impfung gemeldet. Um dann im Cockpit festzustellen, dass er das Flugzeug kaum lenken kann. Ihm wird schwindlig. Er bekommt einen Tunnelblick. Er ist dauerhaft arbeitsunfähig. Mittlerweile ist alles Ersparte ausgegeben für ärztliche Behandlung. Der freie Absturz aus dem Cockpit in das soziale Elend.

Theresa Long wiederum ist Stabsärztin im Rang eines Lieutenant Colonel. Ein amerikanischer Traum, wie sie sagt. Aufgestiegen von der Obdachlosigkeit in den Rang einer geachteten Militärärztin. Sie erhebt patriotisch das Wort für die unzähligen Soldaten, die Opfer der makabren Impf-Experimente geworden sind: „Sie sind Krieger (warriors) und keine Laborratten!“

Wenn die Ärzte nicht vorbereitet sind auf den Ansturm von Impfgeschädigten, dann laufen die verletzten Rekruten womöglich auch noch Gefahr, an ärztlichen Kunstfehlern zu versterben. Man bedenke: Ärztliche Kunstfehler gelten in den USA als dritthäufigste Todesart überhaupt. Offiziell werden in der Statistik 250.000 Opfer von ärztlichen Kunstfehlern angeführt — Frau Long spricht von 400.000 Opfern. Die Einschüchterung gegen Kritiker der Impfung sei in den Streitkräften enorm.

Ernest Ramirez dagegen ist ein einfacher Mann. Er hat zugelassen, dass sein Sohn geimpft wird. Dann wollten sie seinen siebzehnten Geburtstag feiern. Ramirez kann kaum sprechen: „Und, wie haben wir seinen Geburtstag gefeiert?“ Und er zeigt schluchzend ein Foto. Vater Ramirez steht dort vor dem offenen Sarg seines geliebten Sohnes. „Ich habe der Regierung geglaubt. Wer schützt jetzt unsere Kinder?!“

Kyle Werner war vor der Impfung kerngesund und hat sein Geld als Radprofi verdient. Immer war er treuer Patriot. Hat seine Hand beim Fahnenappell auf sein Herz gelegt. Übrigens: Senator Johnson hatte zu dieser Anhörung auch alle verantwortlichen Direktoren der zuständigen Regierungsbehörden NIH, CDC und FDA eingeladen. Natürlich stellt sich keiner dieser piek(s)feinen Herrschaften seinen Opfern. Sarkastisch bedankt sich Werner bei Fauci für sein Nicht-hier-Sein. Er verweist auf sechzig Milliarden Dollar Gewinn von Pfizer und Moderna mit dem makabren Impfcocktail: „Konzerne müssen uns entschädigen, wenn sie uns als Testobjekte missbrauchen.“

Weiter geht es mit Doug Cameron. Der ehemalige Farmarbeiter sitzt jetzt im Rollstuhl dank Johnson & Johnson.

Die ehemalige Triathletin Suzanna Nowell muss jetzt auch im Rollstuhl Platz nehmen: „Ich fühle mich, als wäre ich in einer einzigen Nacht um vierzig Jahre gealtert.“ Alles, aber auch alles schmerzt. Nur gelegentlich kann Akupunktur ein bisschen Abhilfe schaffen. „Ich bin ja eingebunden in eine Familie, die mich liebt und mir hilft. Aber wie geht es Leuten, die niemanden haben? … Das ist keine Pandemie der Ungeimpften. Das ist eine Pandemie der Traumatisierten! … Wo ist mein Land jetzt für mich, wo ich verletzt bin?“ Ja, der Dank des Vaterlandes. Vor meinem geistigen Auge sehe ich den beinlosen Kriegsversehrten, der nach dem Ersten Weltkrieg in Berlin auf der Straße bettelnd seinen Hut aufhält.

Aber der Kloß im Hals geht erst richtig los bei der zwölfjährigen Maddie de Garay. Das Mädchen sitzt im Rollstuhl und muss für den Rest ihres Lebens künstlich ernährt werden. Von ihrer Hüfte an fühlt sie nichts mehr. Sie schaut stolz zu ihrer Mutter, die hier im Senatsgebäude ihre Tochter vertritt. Dann wirkt Maddie wieder müde und abgelenkt. Das Mädchen nahm an einer Versuchsreihe von Pfizer teil. Ihre Mutter trägt schwer an der Entscheidung, ihre Tochter für die Experimente freigegeben zu haben.

Der Hammer ist allerdings, was Pfizer in das Versuchsprotokoll über Maddies Impfreaktion geschrieben hat. Dort ist nämlich nur von „Fieber“ zu lesen, während ihre Mutter 35 weitere eklige Nebenwirkungen von Ärzten hat protokollieren lassen. Die Versuchsprotokolle sind so formatiert, dass sie keine nuancierten Impffolgen erfassen. Natürlich hat Maddies Mutter immer wieder versucht, Pfizer, CDC, FDA oder NIH zur Rede zu stellen. Ohne Erfolg. Die Opfer und ihre Angehörigen sind ja noch nicht einmal wütend oder aggressiv. Sie wollen lediglich mit den Verursachern ihres Leidens reden. Doch alle Betroffenen erfahren das Gleiche: Sie hämmern gegen Gummiwände. Keiner hört sie.

Brienne Dressen ist eine junge Frau, der man auf den ersten Blick keinen Impfschaden ansieht. Sie ist trotz aller Beeinträchtigungen fit genug geblieben, dass sie zahlreiche Impfopfer um sich scharen konnte und über ihre Selbsthilfegruppe react19.org versucht, politischen Druck aufzubauen. Sie wirkt gefasst, strukturiert, belastbar. Sie hat über zwei Gruppen bei Facebook einmal zweitausend und das andere Mal fünftausend Mitstreiter sammeln können, aber: „Dann hat uns Facebook doch noch entdeckt und uns einfach gelöscht!“

Die toughe junge Frau streicht sich gelegentlich nervös durch das lange Haar. Als sie den Abschiedsbrief eines Mitstreiters vorliest, bricht sie in Tränen aus. Da steht: „Ich verabschiede mich jetzt. Mein Leben ist zerstört!“ Der junge Mann hat Selbstmord begangen. Er hatte niemanden in seinem Umfeld. Sie wendet sich an die nicht anwesenden Täter und Töter: „Das Blut klebt an euren Händen!“

Einige besonders eindringliche Zeugnisse von Opfern der Impfkanonaden der profitorientierten Pharmakonzerne, die unausgereifte Substanzen den Bürgern unter Umständen, die man nur als massive Nötigung qualifizieren kann, in die Blutbahn spritzen ließen.

Als willige Vollstrecker Tausende von Mitarbeitern im Gesundheitswesen. Die es entweder nicht besser wissen oder aber nicht wissen wollen. Ein extremer Konformitätsdruck. Ärzte berichten immer wieder hinter vorgehaltener Hand, dass sie sehr, sehr große Angst haben, dem großen Narrativ zu widersprechen.

Frau Doktor Linda Wastila von der Universität Maryland agiert hier als Co-Moderatorin. Sie hatte schon in ihrer Eingangsrede betont, dass hier wohl niemand einen Blumentopf gewinnen kann. Stattdessen müssen die Teilnehmer einkalkulieren, dass ihre Karriere jetzt beendet sein könnte. So berichtet auch Professor Retsef Levi vom hoch angesehenen Massachusetts Institute of Technology, dass ihn ein hoch angebundener Kollege gewarnt hatte: „Du musst aufpassen, dass du nicht eliminiert wirst!“

Auch der hoch angesehene Stanford-Professor Robert Kaplan — nicht identisch mit dem Neokonservativen gleichen Namens — traut sich via Skype in dieses Forum. Er hat nichts mehr zu verlieren, denn er ist schon halb im Ruhestand. Kaplan betrachtet die Testreihen der Impfkandidaten als vollkommen unzureichend. Die Rohdaten werden der Wissenschaft nicht zur Verfügung gestellt. Rückfragen bleiben unbeantwortet: „Das ist nicht akzeptabel bei Produkten, die Milliarden Menschen auf der Erde verabreicht werden.“ Frau Professor Aditi Bhargava aus San Francisco betont die Überflüssigkeit, ja geradezu die Gefährlichkeit der Impfungen. Denn der menschliche Körper hat genug Abwehrkräfte. Die injizierten Abwehrstoffe schwächen und stören eher die körpereigenen Immunkräfte.

Viral im Netz geht das Statement von Professor Peter Doshi bei dieser Anhörung. Doshi ist Professor an der Universität Maryland. Sein Spezialgebiet ist die Erforschung pharmazeutischer Dienstleistungen. Zudem, und das ist für unseren Zusammenhang interessant, ist Doshi Redakteur des bedeutenden British Medical Journal (BMJ). Im BMJ wurden schon im letzten Jahr verschiedene Narrative der Pharmalobby kritisch hinterfragt. So etwas ist schon ungewöhnlich in diesen mittelalterlichen Zeitläufen. In seinem Referat stellt Doshi einige als selbstverständlich akzeptierte Binsenweisheiten („everybody knows“ — jeder weiß es) über Impfungen in Frage. Wo ist das kritische Denken?! An die Stelle der intellektuellen Neugier allenthalben nur: Selbstzensur.

Wieso ist denn dies eine Pandemie der Ungeimpften? Weshalb brauchen die Geimpften denn jetzt sogenannte Booster? In den Krankenhäusern liegen doch viel mehr Geimpfte als Ungeimpfte.

Retten COVID-Impfstoffe tatsächlich Menschenleben? Die einschlägigen Versuche geben diese Schlussfolgerung jedenfalls nicht her. Und was sind Impfgegner? Sind das Leute, die jede Impfung ablehnen, oder meint man Leute, die eine Impfpflicht ablehnen? Was ist ein Impfstoff? Das medizinische Wörterbuch Merriam-Webster hat seinen Eintrag über Impfstoffe aktuell so geändert, dass auch mRNA-Substanzen als Impfstoffe geführt werden. Aber als Impfstoff ist mRNA erheblich reputierlicher, als wenn man von einem Medikament („drug“) reden würde. Würden Sie ein lebenslanges Abo auf „drugs“ akzeptieren? Als „Impfstoff“ ist das eher akzeptabel. So kann man die Impfpflicht unter die Leute bringen.

Schließlich kommt noch der Rechtsanwalt Aaron Siri zu Wort. Man soll sich keine großen Hoffnungen auf finanzielle Kompensation für die Impfschäden machen. Die Impf-Phalanx hält dicht. Alle haben „immense fear“ (immense Angst). Die da oben antworten auf gar nichts. Und kommt es doch mal zu einem Gespräch, heißt es nur ganz frech: „We don’t believe you! Don’t worry! It’s not an issue! Everything’s fine!“ (2). Es herrscht Angst vor Vergeltung, wenn man doch mal aufmuckt.

Kim Witcak ist Vertreterin der Verbraucher bei der Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA. Sie ist nicht dort angestellt, sondern so eine Art Ombudsfrau. Ihr Mann hatte Psychopharmaka genommen und sich dann in der Garage aufgehängt. Etwa zwei Jahrzehnte hat Frau Witcak gekämpft, bis endlich ein Zusammenhang zwischen plötzlichem Suizid und dem Gebrauch von Psychopharmaka offiziell anerkannt wurde: „Dabei erkannte ich, dass es sich hier nicht um ein isoliertes Phänomen gehandelt hat, sondern um ein systemisches Problem.“ Das lässt sich auch auf die COVID-Impfungsproblematik übertragen. Und immer schneller und nachlässiger werden neue Substanzen auf den Markt geworfen.

Das Meldesystem für unerwünschte Nebenwirkungen wird mutwillig vernachlässigt. In der Tat. Es geht erst mal ganz einfach. Jeder Mensch, der das Gefühl hat, dass sich bei ihm nach einer Impfung unerwünschte Nebenwirkungen eingestellt haben, kann sich an seinen Rechner setzen und beim Portal VAERS seine Beschwerden melden. VAERS steht für: Vaccine Adverse Event Reporting System, also: Meldesystem für unerwünschte Impf-Nebenwirkungsvorfälle.

Doch VAERS erinnert ein wenig an Leergutrücknahme im Supermarkt: Man wirft Leergut durch den Fördertunnel; was dahinter passiert, können wir nur ahnen. Während aber im Supermarkt jemand hinter dem Tunnel das Leergut einsortiert, passiert mit den über VAERS eingereichten Meldungen — gar nichts! Die Meldungen liegen im Raum unsortiert herum, und es kümmert sich kein Schwein. Das ist der große Tenor der Anhörung bei Senator Ron Johnson.

Die Menschen erleiden fürchterliche Qualen aufgrund ihrer Impfschäden. Und wer glaubt, dass nach der Meldung bei VAERS jemand bei den Geschädigten anruft und sich besorgt nach dem Zustand des Geschädigten erkundigt und fragt, wie man helfen kann — nichts geschieht.

Alle, wirklich alle Impfopfer berichten in dieser Anhörung, dass ihre Hilferuf im Off verhallen.

Und da die Ärzte zu keinem Zeitpunkt informiert wurden, dass es infolge der Impfkampagne zu Impfschäden kommen kann, haben die Ärzte auch keine diagnostischen Handreichungen. Ihre Hilflosigkeit verdecken sie, indem sie alle möglichen unmöglichen Diagnosen abgeben und im schlimmsten Fall den Patienten kackfrech bescheinigen, sie seien Simulanten und sie sollten sich jetzt mal gefälligst zusammenreißen.

Deprimierender Schluss der Senatsanhörung: Ron Johnson ist ehrlich bemüht zu helfen. Aber er hat nichts in der Hand. Auch seine politischen Mitstreiter von der republikanischen Partei haben den Schwanz eingezogen. Gegen diese Mauer aus böswilliger Desinformation durch Mainstream-Medien, Wikipedia und Wissenschaftler-Filz kann auch ein Senator alleine nichts ausrichten. Die Opfer sind gesellschaftlich isoliert und fallen in die komplette Mittellosigkeit, wie im Mittelalter. Das Meldesystem VAERS ist eine Alibi-Veranstaltung.

Was lernen wir in Deutschland aus dieser durchaus aufschlussreichen Senatsanhörung in Washington?

  • Die Impfopfer haben ein Gesicht und eine Biografie. Es wurde zwar auch im Corona-Untersuchungsausschuss eine Frau mit schweren Impfschäden vorgestellt. Das war aber eher sporadisch. Es muss auch in Deutschland eine Anhörung mit Impfopfern geben. Wir müssen die Impfopfer kennenlernen. Die menschliche Wahrnehmung scheitert bei abstrakten Zahlen in der Umsetzung für konkretes Handeln und Fühlen. 17.000 Impftote in Europa — das ist und bleibt abstrakt. Berichte von Impfgeschädigten und ihren Angehörigen bewegen etwas. Gesichter kann man sich merken. Zahlenreihen rauschen vorbei.
  • Es muss eine Hotline mit garantierter Anonymität für Impfopfer und ihre Angehörigen eingerichtet werden. Die Impfopfer sind oft einsam und hilflos. Das ist eine klare Schlussfolgerung aus der Johnson-Anhörung.
  • Es braucht eine Betreuungs-Infrastruktur. Die Impfopfer müssen aufgefangen und ganz praktisch unterstützt werden.
  • Die ärztliche Fortbildung muss speziell auf Symptome von Impfschäden ausgeweitet werden. Viele praktische Ärzte sind vermutlich schlicht überfordert, etwas zu diagnostizieren, was es nach offizieller Erzählung ja gar nicht geben darf.
  • Es fehlt an einem Rechtshilfenetzwerk für Impfgeschädigte. Wobei man leider sagen muss, dass es aufgrund politischer Korruption zunächst nicht viel zu holen gibt.
  • Es muss massiv politischer Druck aufgebaut werden. Die sitten- und rechtswidrigen Geheimverträge der Pharmakonzerne mit den nationalen Regierungen und der Europäischen Union sehen vor, dass die Pharmakonzerne von allen Haftungen befreit sind. Ein extremer Skandal. Das muss auf politischer Ebene korrigiert werden.
  • Die Erfahrung mit dem Contergan-Skandal zeigt: Prozesse auf Kompensation der Impfschäden durch die Verursacher können sich über Jahre, wenn nicht Jahrzehnte hinziehen. So lange können die Opfer nicht warten. Es muss also eine Stiftung gegründet werden, die hier kurzfristig Abhilfe schafft und die dann die Auslagen bei den Verursachern, den Pharmakonzernen, zurückholt.

Der Staat wird den Impfopfern nicht helfen (wollen). Gott wird den Impfopfern nicht helfen. Es bleibt nur die Aktivierung der Zivilgesellschaft aus der Kraft der Basiserhebung.


Quellen und Anmerkungen:

(1) https://www.ronjohnson.senate.gov/2021/10/media-advisory-sen-johnson-holds-expert-panel-on-federal-vaccine-mandates-and-vaccine-injuries
Die gesamte Anhörung befindet sich (noch) auf Youtube:
https://www.youtube.com/watch?v=lepqvdXoA2E – (wurde dort aber gelöscht; noch verfügbar https://rumble.com/embed/vlylar/?pub=4 – rund 34-Minuten-Zusammenschnitt – T.S.):


(2) Deutsch: Wir glauben Ihnen nicht! Machen Sie sich keine Sorgen! Es ist kein Problem! Es ist alles in Ordnung!

Siehe außerdem die Impftodesmeldungen: https://t.me/DeadVaccinationVictims


Dieser Artikel erschien auf Rubikon am 13.10.2021 und ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.


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Appell von Children’s Health Defence

Eindringlichen Appell von „Children’s Health Defence“ (CHD), dessen Vorsitzender Robert F. Kennedy jr.

Appell für Weltweite Streiks

Appell Worldwide WalkoutsMit einem Appell zu weltweiten Streiks will „Children’s Health Defence“ eine Rückkehr zu Freiheit und demokratischen Grundsätzen erreichen. Bürgerinnen und Bürger auf der ganzen Welt sind aufgerufen, gegen den Verlust der Freiheit, illegale Mandate und tyrannische Übergriffe der Regierung zu protestieren. Jeder Mann, jede Frau und jedes Kind sei wichtig für diese Bewegung!

Robert F. Kennedy, jr., Vorsitzender des CHD-Vorstands und leitender Anwalt ruft dazu auf, denn:

„Keine Regierung in der Geschichte hat jemals ihre Macht abgegeben, ohne dass eine Forderung gestellt wurde. Wir müssen diesen Regierungen und ihren Freunden in der Technokratie, dem Club der Milliardäre im Silicon Valley, den Mainstream-Medien und der Pharmaindustrie sagen, dass wir es nicht länger hinnehmen werden, wenn sie die Rechte der Bürger mit Füßen treten.“

In der Pressemitteilung von CHD zu dem Appell heißt es:

„Washington, DC – Am 3. November wird Children’s Health Defense (CHD) gemeinsam mit anderen Organisationen und Einzelpersonen weltweit die Arbeit niederlegen, indem sie sich krank melden oder einen Tag frei nehmen, um gegen den beispiellosen Freiheitsverlust zu protestieren, der seit Beginn der COVID-Pandemie auf der ganzen Welt eingetreten ist. Auch Eltern werden ihre Kinder an diesem Tag aus der Schule nehmen, um gegen die vielen Einschränkungen zu protestieren, die direkt auf Kinder angewandt wurden.

‚Keine Regierung in der Geschichte hat jemals auf eine Forderung hin ihre Macht abgegeben‘, sagte Robert F. Kennedy Jr., CHD-Vorstandsvorsitzender und leitender Anwalt. ‚Wir müssen diesen Regierungen und ihren Freunden in der Technokratie, dem Club der Milliardäre im Silicon Valley, den Mainstream-Medien und der Pharmaindustrie sagen, dass wir nicht länger hinnehmen, dass sie die Rechte der Bürger mit Füßen treten.

Viele sind nun ermutigt durch Berichte über einen kürzlichen ‚walk out‘ von Southwest-Mitarbeitern, der dazu führte, dass über 2.000 Flüge gestrichen wurden, gefolgt von einem friedlichen Protest gegen das geplante COVID-Impfmandat des Unternehmens durch Hunderte von derzeitigen und ehemaligen Mitarbeitern in Love Field in Dallas. Nur einen Tag nach dem Protest ließ die Unternehmensleitung die Pläne fallen, nicht geimpfte Mitarbeiter in unbezahlten Urlaub zu schicken. Krankenschwestern und -pfleger, Ärzte, Lehrer, Polizeibeamte, Feuerwehrleute, Sanitäter und andere Beschäftigte im ganzen Land, die mit Impfvorschriften konfrontiert sind, sind gezwungen, zwischen ihrem Lebensunterhalt und dem Schutz ihrer Gesundheit zu wählen. In den Bundesstaaten, in denen die Fristen für das Mandat verstrichen sind, haben sich viele geweigert, dem Mandat nachzukommen, und haben ihre Karriere aufgegeben.

‚Zwangsmandate für mangelhaft getestete medizinische Produkte und segregationistische Pässe verletzen die internationalen Menschenrechte‘, sagte CHD-Präsidentin und General Counsel Mary Holland. ‚Wir brauchen mutige Bürger, die sich friedlich weigern, rechtswidrige und unethische Erlasse zu befolgen, die in den letzten anderthalb Jahren die Rechte und Freiheiten des Einzelnen übertrumpfen durften. Diese Zeiten sind vorbei. Es wird keinen ‚business as usual‘ geben, bis die von den Behörden vorangetriebene medizinische Segregations- und Zwangspolitik ein für alle Mal beendet ist.‘

Nur wenige Tage, nachdem die Stadt New York Mandate für Feuerwehrleute, Polizeibeamte, Beschäftigte der Stadtreinigung und andere städtische Angestellte angekündigt hatte, kam es zu einem massiven Protest, an dem schätzungsweise über 50.000 Menschen teilnahmen. Die Beschäftigten der Stadtreinigung leisten zivilen Ungehorsam, indem sie die Arbeit verweigern, während sich der Müll stapelt in den Straßen Manhattans und der anderen Stadtteile. In der Stadt Chicago, die mit ähnlichen Auflagen konfrontiert ist, protestierten Polizeibeamte und wurden schließlich wegen ähnlicher Auflagen in unbezahlten Urlaub geschickt. ‚Überall im Land wehren sich die Menschen auf den Straßen und in den Gerichtssälen gegen diese Mandate‘, sagte Holland.

Die Ankündigung des Protests folgt auf die Entscheidung des Beratungsausschusses für Impfstoffe und verwandte biologische Produkte (VRBPAC) der US-Arzneimittelbehörde FDA vom Dienstag, den COVID-Impfstoff von Pfizer für Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren als Notfallimpfung zuzulassen. Das Votum für die Zulassung dieses Impfstoffs trotz der überwältigenden Beweise, dass COVID keine Gefahr für junge Menschen darstellt, sorgt für noch mehr Unruhe unter denjenigen, die sich um die Sicherheit von COVID-Impfstoffen in allen Altersgruppen sorgen. Von Mitte Dezember 2020 bis zum 15. Oktober 2021 gingen in der Datenbank der US-Regierung, dem Vaccine Adverse Events Reporting System (VAERS), 818.044 Berichte über Verletzungen nach COVID-Impfungen ein, darunter 17.128 Todesfälle.

‚Dieses Votum des VRBPAC, das Kleinkinder dem Risiko schwerer Verletzungen und sogar des Todes aussetzt, ist ein weiterer Grund dafür, dass die Menschen der Tyrannei die Stirn bieten und Unternehmen und Regierungen wissen lassen müssen, dass wir rücksichtslose Entscheidungen, die die Gesundheit unserer Kinder gefährden, nicht länger hinnehmen werden‘, sagte CHD-Exekutivdirektorin Laura Bono.

CHD-Sektionen in den USA und auf der ganzen Welt werden sich zusammen mit vielen anderen Gruppen und Organisationen an den Protesten am 3. November beteiligen, um den Startschuss für diese friedliche Nichtbefolgung zu geben. Außerdem wird die Organisation auf CHD.TV live über die Ereignisse des Tages berichten. Erfahren Sie mehr über die Termine des Worldwide Walk Out.“

Children’s Health Defense ist eine 501(c)(3) gemeinnützige Organisation. Ihre Aufgabe ist es, Gesundheitsepidemien im Kindesalter zu beenden, indem sie sich dafür einsetzt, schädliche Belastungen zu beseitigen, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen und Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, um zukünftige Schäden zu verhindern. Weitere Informationen finden Sie unter ChildrensHealthDefense.org.“

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

Rede von Robert F. Kennedy zum drohenden Verlust unserer Grundrechte

Text der Rede von Robert F. Kennedy jr. am 24.10.2020

Siehe auch: Auszüge aus dem Vorwort von Robert F. Kennedy Jr. zum Buch von Judy Mikovits und Kent Heckenlively: „Die Pest der Korruption“

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Arzt und mündiger Patient

Der mündige Geimpfte

Nur die genaue Aufklärung des Patienten macht eine Impfung rechtssicher. Exklusivabdruck aus „Corona-Impfung: Was Ärzte und Patienten unbedingt wissen sollten“.

von Beate Bahner

Beate Bahner setzte sich im April 2020 als eine der ersten Anwältinnen eindeutig und mit juristischen Argumenten gegen die Corona-Maßnahmen zur Wehr. Die Fachanwältin für Medizinrecht provozierte dadurch durchaus ungnädige Reaktionen der Staatsmacht. Die Popularität, die sie damals gewann, führte dazu, dass sehr viel Corona-Elend auf dem Schreibtisch ihrer Anwaltskanzlei landete. Nachdem man lange nichts mehr von Beate Bahner gehört hatte, feiert sie jetzt mit ihrem neuen Buch ein furioses Comeback. Es erklomm in kurzer Zeit bereits die Spiegel-Bestsellerliste. In diesem ersten Teil einer kleinen Reihe mit Buchauszügen steckt sie den Rahmen für ihre weiteren Ausführungen ab. Grundlage ist das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Dieses legt Eingriffen wie einer Impfung strenge Grenzen auf. Ärzte dürfen hierbei auf keinen Fall leichtfertig vorgehen oder ihre Patienten gar aufgrund des medialen Drucks dazu überreden. Notwendig ist wirkliche Freiwilligkeit auf der Basis umfassender Informationen, die alle möglichen positiven und negativen Folgen einer Impfung berücksichtigen.

Auf dem Impfdashboard des Bundesministeriums für Gesundheit findet sich tagesaktuell der jeweilige Impfstatus in Deutschland. Zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses für dieses Buch am 27. August 2021 waren 50.002.224 Personen vollständig geimpft, dies sind 60 Prozent der Gesamtbevölkerung. 53.965.720 Menschen haben mindestens eine Impfdosis erhalten, dies sind 64,9 Prozent der Gesamtbevölkerung (1).

Bis zum Ende der Kalenderwoche 33 am 22. August 2021 wurden 113.324.532 Dosen Impfstoff geliefert. Die Lieferungen verteilten sich auf Impfzentren (64.321.412 Dosen), Arztpraxen (43.301.636 Dosen) und Betriebsärzte (4.973.854 Dosen).

35,1 Prozent der Bevölkerung (ein Teil davon freilich Kinder unter 12 Jahren), etwa 29 Millionen Bürger und Bürgerinnen in Deutschland, wurden somit Stand 27. August 2021 noch nicht geimpft, obwohl inzwischen ausreichend Impfstoffe zur Verfügung stehen.

Offensichtlich geht die Impffreudigkeit der Bürger in Deutschland trotz massiver Impfkampagnen und Androhungen von Nachteilen für die nicht Geimpften derzeit deutlich zurück. Dies kann an den niedrigen Inzidenzwerten und den fast völlig verschwundenen Corona-Erkrankungen liegen. Dies kann an den Sommermonaten und den damit verbundenen Ferienreisen der Bürger liegen. Es kann aber auch daran liegen, dass ein Teil der Bevölkerung der Impfung (inzwischen) kritisch gegenübersteht und sich fragt: Impfen ja oder nein? Mit welchem Impfstoff impfen? Bald impfen oder noch etwas abwarten?

Vier Impfstoffe gegen das SARS-CoV-2-Virus wurden bislang in Europa zugelassen, zwei weitere, für die die Zulassung beantragt wurde, werden aktuell geprüft. Das — so stellt das Bundesgesundheitsministerium fest — sei ein großer Erfolg im Kampf gegen das Virus, denn nur durch Impfungen könne die Welt wieder dauerhaft zu einer Form der Normalität zurückkehren (2).

Für die (noch) nicht geimpften Bürgerinnen und Bürger (und auch für die bereits geimpften) in Deutschland können sich rund um die Impfung jedoch viele Fragen stellen. Denn auch die Impfung ist ein Eingriff in die körperliche Unversehrtheit, der — ebenso wie andere medizinische Eingriffe — gut überlegt und durchdacht sein will.

Die Impfung ist ein Eingriff in die körperliche Unversehrtheit.

Jeder ärztliche Eingriff stellt nach der jahrzehntelangen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes zunächst einmal eine „Körperverletzung“ im Sinne des § 223 Strafgesetzbuch dar. Diese Körperverletzung ist nur durch die vorherige ausdrückliche Einwilligung des Patienten in die medizinische Behandlung gerechtfertigt und wird erst dadurch „legal“. Die vorherige Einwilligung in jedweden körperlichen Eingriff ist daher nach deutschem Recht zwingende Voraussetzung dafür, dass sich ein Arzt durch seine Behandlung nicht strafbar macht. Hierüber mag man streiten oder nicht, diese Rechtslage ist fest im deutschen Arzthaftungsrecht und Strafrecht verankert.

Eine schlichte Einwilligung — also ein kurzes „Ja, ich will“ — reicht allerdings bei Weitem nicht aus. Voraussetzung für eine wirksame Einwilligung in jede Behandlung ist vielmehr eine ordnungsgemäße Aufklärung über den Eingriff. Oftmals ist es gerade die Aufklärung, die für Ärzte aufwendig und mühsam ist, sie ist jedoch zwingender Bestandteil des Behandlungsvertrags und gilt ebenso für Impfungen jedweder Art — und damit auch für die Corona-Impfung.

Die Aufklärung umfasst eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Aspekte, die oftmals unterschätzt werden. Ärzten ist es daher dringend zu empfehlen, die Voraussetzungen einer ordnungsgemäßen Aufklärung zu kennen, einzuhalten und zu dokumentieren.

Art und Umfang der Aufklärung über die Corona-Impfung sind nicht zu unterschätzen.

Was ist der Grund für diese hohe Hürde der Aufklärung, die alle Ärztinnen und Ärzte auf sich zu nehmen haben und auf die alle Patienten einen gesetzlich verankerten Rechtsanspruch haben? Der Grund hierfür ist nicht schwer zu verstehen: Jeder medizinische Eingriff kann auch mit Risiken und Nebenwirkungen verbunden sein — und zwar auch dann, wenn er korrekt, also ohne Fehler („lege artis“) vom Arzt durchgeführt wurde! Denn auch ohne einen sogenannten „Behandlungsfehler“ des Arztes kann es zu Reaktionen oder gar zu Komplikationen durch die medizinische Behandlung kommen.

Nur wenn die jeweilige Person diese Risiken kennt, kann sie selbstbestimmt und eigenverantwortlich entscheiden, welche Risiken sie eingehen will: die Risiken der Durchführung der Behandlung — oder die Risiken des Unterlassens der Behandlung.

Konkret für Corona bedeutet dies: Der Patient muss so aufgeklärt werden, dass er einerseits die Risiken der Corona-Krankheit kennt, mit denen er ohne Impfung konfrontiert sein kann — und dass er andererseits die Risiken einer Impfung gegen die Corona-Krankheit kennt. Erst wenn er für beide Aspekte das Pro und Kontra auf Basis des stets aktuellen medizinischen Standes kennt, kann er aufgeklärt und informiert in die Impfung einwilligen oder diese auch ablehnen.

Ohne eine ordnungsgemäße Aufklärung läuft der Patient Gefahr, Gesundheitsrisiken einzugehen, die er anderenfalls nicht eingegangen wäre — dies gilt freilich sowohl für die Impfung als auch für das Unterlassen der Impfung!

Der Patient muss so sorgfältig aufgeklärt werden, dass er das Für und Wider der Corona-Impfung beurteilen kann.

Ohne eine ordnungsgemäße Aufklärung läuft wiederum der Arzt Gefahr, Schadensersatzansprüchen ausgesetzt zu sein: Dies ist dann der Fall, wenn sich — trotz korrekter Impfung mit sauberem Impfstoff — ein Risiko verwirklicht, über welches der Arzt hätte aufklären müssen, oder wenn der Patient eine schwere Corona-Erkrankung erleidet, die er durch eine Impfung hätte vermeiden können.

Die Entscheidung Pro oder Kontra Impfung ist schwer, denn allein der Patient muss diese Entscheidung treffen, wenn er zuvor umfassend und zutreffend vom Impfarzt aufgeklärt wurde. Der Patient muss damit selbst die Verantwortung für seinen Körper, seine Gesundheit und sein Leben tragen. Diese Verantwortung ist zugleich Ausdruck des verfassungsrechtlich verankerten Selbstbestimmungsrechts, das durch die jahrzehntelange Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes definiert und durch das Patientenrechtegesetz im Jahr 2013 gesetzlich verankert wurde. Noch schwieriger ist diese Entscheidung, wenn sie für Dritte zu treffen ist, etwa für die eigenen Kinder, die alten kranken Eltern und Angehörigen oder behinderte Personen, die keine eigenständige Entscheidung treffen können.

Dieses Buch will in rechtlicher Hinsicht sowohl für die Patienten als auch für die Ärzteschaft Hilfestellung leisten und unter anderem eine juristische Orientierung über Umfang und Art der ärztlichen Aufklärung geben. Möge hierdurch jedem einzelnen Menschen die individuelle Entscheidung zum Thema Corona-Impfung leichter fallen!

Durch die ordnungsgemäße und vollständige Aufklärung überträgt der Arzt die Verantwortung auf den Patienten.

Nicht behandelt werden in diesem Buch die vielfältigen verfassungsrechtlichen Fragen, die sich für die „gesunden Ungeimpften“ stellen, denen mehr und mehr der Zugang zu Institutionen und Einrichtungen unterschiedlichster Art verwehrt und das Alltagsleben erschwert werden soll. Eine solche „Impf-Apartheid“ verstößt eklatant gegen die Grundrechte, gegen die Europäische Charta für Menschenrechte und vor allem gegen das Diskriminierungsverbot, gegen die Menschenwürde und gegen das Recht auf Handlungsfreiheit und körperliche Integrität und ist damit eindeutig und offensichtlich verfassungswidrig. Dies galt jedenfalls nach „altdeutschem“ Verfassungsrecht, das jedoch seit der Feststellung der „epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ durch den Deutschen Bundestag im März 2020 nahezu vollständig abgeschafft wurde, wenn es um Corona-Maßnahmen jedweder Art geht. Die juristische Auseinandersetzung mit diesen Verfassungsfragen muss an anderer Stelle vertieft werden.



Quellen und Anmerkungen:

(1) https://impfdashboard.de/; Stand 15. August 2021
(2) https://www.bmbf.de/de/das-sollten-sie-ueber-impfstoffe-wissen-12724.html


Dieser Artikel erschien auf Rubikon am 12.10.2021 und ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.


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Offener Brief zur Spritze von Janine Fritsch

Die Spritzenpolitiker

Auch auf lokalpolitischer Ebene wird der Impf-Wahnsinn durchgedrückt — eine ortsansässige Diplom-Biologin setzt sich zur Wehr.

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Hochschulen nur für Geimpfte und Genesene?

Akademische Segregation

Hochschulen betonen Toleranz und Chancengleichheit, während sie gleichzeitig überlegen, wer in Zukunft noch das Gebäude betreten darf.

von Ronny Ebel

Hochschule - nur für Geimpfte

Quelle: Liz Masoner/pixabay.com

Inmitten der Debatte um die Zulässigkeit einer Impfpflicht schaffen einige deutsche Universitäten bereits Fakten: Prominente Vertreter mehrerer Hochschulen, insbesondere aber die Hochschulrektorenkonferenz (HRK), positionieren sich offen für eine Einführung der 3G-Regel im Wintersemester 2021/2022. Eben jene Institutionen, die sich in ihren Leitbildern auf hehre Werte wie Bildungsgerechtigkeit, Chancengleichheit und Pluralität berufen, führen damit eine elementare Zugangsbeschränkung ein. Zu bedenken ist dabei nicht nur, dass die Langzeitstudien zu den Corona-Impfstoffen noch nicht abgeschlossen sind, sondern vor allem, dass sich die meisten Studenten das dritte „G“ — das Getestetsein — dauerhaft nicht werden leisten können. Wer weiterhin studieren möchte, muss in einigen Hochschulen bald einen Impfnachweis vorlegen — oder gehen. De facto hält die 2G-Regel Einzug und mit ihr eine ablehnende Haltung gegenüber der eigenen Philosophie.

Laut dem Statistischen Bundesamt gab es während des Wintersemesters 2021/2022 in Deutschland insgesamt 422 Hochschulen (1). 268 Hochschulen sind momentan Mitglied in der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) (2). Deren Präsident, Peter-André Alt, der die „HRK in allen Angelegenheiten“ vertritt (3), schrieb Ende Juli im Tagesspiegel:

„Studierende, die nicht geimpft sind und keinen tagesaktuellen Test nachweisen, können keinen prinzipiellen Anspruch darauf geltend machen, dass sie die betreffende Veranstaltung virtuell besuchen dürfen“ (4).

Hier wird bereits deutlich, dass die HRK den ungeimpften und ungetesteten Studenten keine Online-Lehre als Ersatzangebot geben möchte. Die Wortwahl lässt außerdem vermuten, dass das, was der Präsident der HRK hier schreibt, bereits klar festgelegt ist, doch das war es zu diesem Zeitpunkt nicht. Zum Beispiel haben die Berliner Unis vereinbart, dass sie mögliche Änderungen am Eckpunktepapier noch einmal im September besprechen werden (5). Dazu wurde vom 20. August bis zum 3. September 2021 der Impfstatus der Studenten der Berliner Hochschulen online abgefragt, die Teilnahme war freiwillig. Ende Juli war die Situation also längst nicht so klar, wie es die hier zitierten Zeilen des Präsidenten suggerieren.

Alt schrieb im besagten Artikel weiter, „dass Studierende, die die Zugangsvoraussetzungen nicht erfüllen, keinen Rechtsanspruch auf Teilnahme an der Veranstaltung oder auf ein Ersatzangebot haben“ (6). Alt äußert hier – im Namen wie vieler Mitgliedshochschulen? – ganz klar das Vorhaben, Studenten auch auszuschließen.

Dass er trotz seiner Position jedoch nicht für alle Hochschulen zu sprechen scheint, wird durch die Aussagen des Prorektors der Uni Leipzig, die ebenfalls Mitglied der HRK ist (7), deutlich. Denn am 2. August 2021 wurde auf der Website der Uni Leipzig ein Interview mit dem Prorektor Professor Hofsäss veröffentlicht. Seine Forderungen unterscheiden sich in einigen Punkten klar von Alts Aussagen.

Und im Gegensatz zum Präsidenten der HRK kann der Prorektor seine Aussagen auch begründen:

„Von einer Unterscheidung von Studierenden, die geimpft, getestet oder genesen sind, und jenen, die es nicht sind, wollen wir absehen. Auch Personen mit dem 3G-Status können Infektionen weitertragen. Es erweist sich zudem als nicht durchführbar, vor jeder Lehrveranstaltung entsprechende Kontrollen zu organisieren. Auch Persönlichkeitsrechte werden dadurch tangiert“ (8).

Der Prorektor erkennt also an, dass Infektionen trotz der 3G-Maßnahmen weitergegeben werden können, und stellt auch die Persönlichkeitsrechte der Studenten in den Vordergrund. Mit dieser Argumentation sticht die Uni Leipzig ganz klar hervor. Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz dagegen lässt die Persönlichkeitsrechte ihrer Studenten in der Pressemitteilung vom 1. September 2021 unerwähnt. Dort wird sogar „(e)in zentral organisierter Sicherheitsdienst“ (9) die Beachtung der 3G-Regel stichprobenartig kontrollieren (10).

Die Unis und ihre Leitbilder

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) sieht sich selbst als „offene Universität“ (11). Eine Uni, die laut Homepage alle (!) Mitglieder einbezieht:

„Die JGU betrachtet die Individualität und Vielfalt ihrer Mitglieder als Bereicherung und Chance und setzt sich deshalb mit ihrer Diversitätsstrategie für eine umfassende Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit ein. Unter anderem verfolgt sie das Ziel, all ihren Mitgliedern unabhängig von Alter, Geschlecht, sozialer und ethnischer Herkunft, sexueller Identität, körperlichen Fähigkeiten sowie individueller Lebensweise die vollständige und gleichberechtigte Teilhabe an universitären Prozessen zu ermöglichen“ (12).

Doch wie passt das zu einem Studium, welches mit der besagten 3G-Regel all die Studenten ausschließt, die nicht geimpft, getestet oder genesen sind? Zu einer Uni, deren Präsident das Leitwort „Ut omnes unum sint – Dass alle eins seien“ (13) betont? Die JGU negiert hier Teile des eigenen Leitbildes. Alle Unis, die von Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit schreiben, negieren ihr eigenes Leitbild, sofern sie die 3G-Regel anwenden.

Denn man muss festhalten: Dieselben Studenten, die noch im Februar 2020 die eigene Uni betreten konnten, dürfen das, je nach Uni, ab Oktober 2021 nicht mehr tun, wenn sie keine „Zugangsvoraussetzungen“ erfüllen. Sind die ungetesteten oder ungeimpften Studenten weniger wert als andere? In einem Beitrag im Multipolar-Magazin fragt die Kommentatorin Camilla Hildebrandt: „Was ist mit unseren Werten passiert? Sind sie plötzlich nicht mehr gültig?“ (14) Sie macht an mehreren Stellen deutlich, dass Bildung nur im Zusammenhang mit den Menschenrechten gedacht werden kann (15).

Die Berlin University Alliance und die Magna Charta Universitatum 2020

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, wenn einige Hochschulen gerade in der Zeit, in der sie über die Rahmenbedingungen und die 3G-Regel für das kommende Semester diskutieren, sich auf Werte berufen, die der Ausführung dieser Regel eigentlich im Wege stehen:

„Die 1988 ins Leben gerufene ‚Magna Charta Universitatum‘ ist ein Bekenntnis zu universitärer Autonomie, Einheit von Forschung und Lehre, Wissenschafts- und Lehrfreiheit und offenem Wissensaustausch. Um den veränderten globalen und gesellschaftlichen Entwicklungen Rechnung zu tragen, wurde die Charta nun neu aufgelegt“ (16).

Außerdem heißt es: „Hochschulen sind Orte der Toleranz, der Inklusion und des Respekts“ (17). Die Berliner Hochschulen, die diese Charta unterzeichnet haben — „die Freie Universität Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin und die Technische Universität Berlin“ (18) — sind aber auch genau die Hochschulen, deren PC-Pool ein Student nicht ohne ein negatives Testergebnis betreten darf. Denn genau das verlangt die Dritte SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (19), inklusive aller Änderungen, bereits seit dem 15. Juni 2021 (20).

Die Charta wurde „(i)m Rahmen einer öffentlichen Online-Veranstaltung am 16. und 17. Juni 2021 unterzeichne(t)“ (21). Die drei Berliner Unis wussten also, dass die Werte, für die sie gerne stehen wollen, seien es nun die der Charta oder die der eigenen Leitbilder, nicht zu den hauseigenen Corona-Maßnahmen für den kommenden Winter passen. Zukünftige oder auch bereits immatrikulierte Studenten aufgrund eines fehlenden Tests oder einer fehlenden Impfung auszuschließen, lässt sich besser mit dem Begriff Exklusion als mit Inklusion beschreiben.
Dabei schreibt die Technische Universität Berlin (TU-Berlin) in ihrem Leitbild deutlich:

„Wir gewährleisten Chancengleichheit ebenso wie Diskriminierungsfreiheit auf allen Ebenen der universitären Organisation. Wir berücksichtigen die Pluralität der Weltbilder und Lebensformen explizit auch in Lehre und Forschung“ (22).

Dazu verweist sie selbst auch auf ihr aus der Vergangenheit gewachsenes Pflichtbewusstsein:

„Wir bekennen uns zu unserer — auch historisch begründeten — Verantwortung für gesellschaftlich und ethisch orientierte sowie dem Humanismus verpflichtete Forschung und Lehre“ (23).

Die Humboldt-Universität zu Berlin (HU Berlin) betont nach ihrer langen und aufwühlenden Geschichte „das Selbstbild einer Institution, die sich für kritische Distanz gegenüber politischer und gesellschaftlicher Macht entschieden hat. Sie wendet sich gegen jede Form von Diskriminierung, Intoleranz und kultureller Selbstüberhöhung“ (24). Heute stellt auch die HU Berlin „stichprobenartige Kontrollen“ (25) zur Überprüfung der 3G-Regel für das Wintersemester in Aussicht.

Der Gründungsgedanke der Freien Universität Berlin (FU Berlin) war, anders zu sein:

„Die Freie Universität Berlin wurde 1948 von Professoren und Studierenden gegründet — als Antwort auf die Verfolgung systemkritischer Studierender an der Universität Unter den Linden (gemeint ist die HU Berlin, Anmerkung des Autors), gelegen im damaligen sowjetischen Sektor des geteilten Berlins“ (26).

Kurz: „Freiheit als Gründungsimpuls“ (27).

Doch wieso handeln die Unis gegen Teile ihrer eigenen Leitbilder? Den eigenen Studenten den Zugang zum PC-Pool zu verwehren, nur weil sie kein negatives Testergebnis vorweisen können, hat mit Inklusion und Toleranz sowie Respekt gegenüber dem Individuum nicht mehr viel zu tun.

Aus 3G wird 2G

Einige Tage, nachdem der Prorektor der Uni Leipzig die Rahmenbedingungen für das Wintersemester bekannt gab, meldete sich die HRK mit einer Pressemitteilung. Sie stellte die 3G-Regel in den Fokus (28), schrieb aber gleichzeitig, dass „die Hochschulen keine kostenlosen Tests bereitstellen können“ (29).

Da Studenten sich diese Tests auf Dauer natürlich nicht leisten können – Herr Alt spricht dies an anderer Stelle auch offen aus (30) – wird die 3G-Regel hier im Grunde zu einer 2G-Regel umgewandelt.

Die HRK hat sich laut Website selbst folgende „Mission“ gesetzt: „Die HRK steht für Autonomie und Freiheit als Grundlagen der in den Hochschulen stattfindenden Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre ein. Sie erklärt und verteidigt diese Werte durch ihr öffentliches Engagement und ihr nationales, europäisches und internationales Wirken“ (31). „Autonomie und Freiheit“ – eine Freiheit, von der die Studenten im Wintersemester nur etwas haben können, wenn sie die Zugangsvoraussetzungen erfüllen. Eine Freiheit, die man sich als gesunder Student erst ertesten muss. Sollte es später tatsächlich zu einer 1G-Regel kommen, wäre es eine „Freiheit“, die man sich erst erimpfen muss.

Der Freie Zusammenschluss von StudentInnenschaften (fzs), der insgesamt 93 Hochschulen umfasst (32), möchte „Präsenzveranstaltungen nur für Geimpfte, Genesene und Personen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können“ (33). Somit lässt der fzs getestete Studenten vollkommen außen vor. Auch hier läuft es dieser Aussage zufolge auf eine 2G-Regel hinaus. Für die ungeimpften Studenten, die, wenn man den Maßstab des fzs anlegt, nicht mehr in die Uni dürfen, soll es „ein eingeschränktes Onlineangebot“ (34) als Ersatz für die Präsenzlehre geben. Doch das ist unrealistisch: Es werden nicht alle Hochschulen in Deutschland ihre Präsenzveranstaltungen auch online übertragen. Auch der Präsident der HRK erteilte diesem Konzept im eingangs erwähnten Artikel eine Absage:

„Für die Hochschulen wäre es technisch nicht möglich, jedes Seminar und jede Übung gleichzeitig präsent und virtuell — also hybrid — anzubieten“ (35).

Das heißt, dass die Vorgabe des fzs letztendlich mit einer 2G-Regel gleichzusetzen ist, da die ungeimpften Studenten keine Ersatzveranstaltungen zu erwarten haben. Laut Website setzt sich der fzs für „den freien Zugang zu Bildung“ (36) – hier sei nochmals an den Bezug zu den Menschenrechten erinnert – und „den Abbau von Diskriminierung in Bildungssystem und Gesellschaft“ (37) ein. Gehen Werte nicht auch mit einer Verantwortung einher? Vor allem bei den Werten, die man sich selbst zuschreibt?

Das Nachbarland Dänemark zeigt, dass es auch anders geht: Dort wurde am 1. August 2021 „(d)ie Pflicht zu zwei Tests pro Woche für Schüler und Studenten (…) in eine Empfehlung geändert“ (38). Am 10. September 2021 wurden die Corona-Maßnahmen in Dänemark aufgehoben (39). In Hamburg dagegen, nur 160 km weiter südlich, wird, Stand 30. August 2021, die 3G-Regel „(f)ür die Teilnahme an Lehrveranstaltungen“ (40) an den Hochschulen eingeführt. Wie lässt sich dieser Unterschied erklären? Auf welcher Grundlage negieren Hochschulen in Deutschland Teile ihrer Leitbilder?

2020 und die Folgen für die Hochschulen

Während 2020 mehr Frauen habilitierten als noch ein Jahr zuvor (41) – hier können die Unis im Punkt Gleichstellung tatsächlich einen Erfolg einfahren –, gab es im selben Jahr bei den Gaststudenten an den Hochschulen einen Rückgang von 29 Prozent (42). Es zeigte sich, dass vor allem ältere Personen aufgrund „der Umstellung von Präsenzlehre auf Online-Veranstaltungen im Rahmen der Corona-Maßnahmen“ der Uni/Hochschule fernblieben (43).

Im selben Jahr sind auch die Deutschlandstipendien „gegenüber dem Vorjahr erstmals seit der Einführung des Programms leicht gesunken“ (44). Das vergangene Jahr zeigte darüber hinaus, dass es „in allen Bundesländern“ (45) einen Rückgang an Hochschulabsolventen gab: Die „Zahl der Hochschulabschlüsse (ist) 2020 um 6 Prozent gesunken“ (46).

Dass die Habilitationsquote der Frauen trotz der Maßnahmen stieg, heißt also, dass die Hochschulen trotz mancher Rückgänge mit ihren Leitbildern auch einen Erfolg feiern können. Gleichzeitig, und das verdeutlicht der Text wiederum, zeigen einige Hochschulen ein mitunter merkwürdiges Verständnis ihrer weiteren Werte wie Toleranz, Respekt, Chancengleichheit, Bildungsgerechtigkeit et cetera.

In der Impffrage sind sich die Hochschulen selbst zum Widerspruch geworden. Mehr noch: Es scheint, als wäre die Negierung der bisherigen Werte ein neuer Wert. Ein Wert, den es zu befolgen gilt. Dieser neue Wert bringt mit sich, dass gewisse „alte“ Werte nur noch für bestimmte Studenten gelten.

Die Einführung der 3G- beziehungsweise 2G-Regel ist eine Absage an die selbstgewählten Leitlinien der Universitäten.

Die Hochschulen können diese Werteabkehr nur durchsetzen, wenn es keine Diskussionen darüber gibt. Sie selbst werden diese in der gegenwärtigen Situation nicht entfachen, da sie sonst früher oder später zugeben müssten, dass die 3G-Regel mit der eigenen Philosophie nicht in Einklang zu bringen ist. Auch in Zukunft werden sie das wohl nur schwerlich einräumen. Wer gibt schon gerne Fehler zu? Denn ein Problem ist, dass die an die Hochschule gerichtete Kritik, sollte die Pandemie einmal in einem Seminar kritisch besprochen werden, durch sie selbst hindurch muss. So hat die jeweilige Hochschule Gelegenheit, Themen und Schwerpunkte selbst zu setzen. Sie kann das Thema lenken.

Die Hochschulen, die die 3G-Regel einführen, teilen ihren eigenen Studenten dann Rechte zu. Erst wenn die Studentin oder der Student — als gesunde Personen wohlgemerkt — durch einen Test auch als gesund gekennzeichnet sind, teilt die jeweilige Hochschule ihr oder ihm das Recht auf Bildung beziehungsweise das Recht auf Zugang zu Bildung in Form der Präsenzlehre zu. Täglich. Immer wieder neu. Ein Recht, das wie durch einen Gnadenakt erlassen wird. Doch ist der Test mal positiv, ist auch dieses Recht für mindestens zwei Wochen weg. Denn Ersatzveranstaltungen wird es nicht geben.

Die Uni Leipzig dagegen zeigt, dass eine Hochschule auch anders handeln kann. Vielleicht liegt dies daran, dass das Universitätsklinikum Leipzig Mitglied beim Deutschen Netzwerk evidenzbasierter Medizin (47) ist? Schließlich muss es eine Erklärung dafür geben, dass der Prorektor der Uni Leipzig die Persönlichkeitsrechte der Studenten herausgestellt und die Sinnlosigkeit der 3G-Regel benannt hat, während andere Unis ebendiese Regel einführen und kontrollieren.

Noch im April 2021 erklärte Herr Alt, dass Hochschulen, „anders als Schulen(,) keine Infektionsherde“ (48) seien. Auch die Philipps Universität Marburg schreibt auf ihrer Website, Stand 30. August 2021: „Es gibt weiterhin keine Hinweise darauf, dass die Universität ein Treiber des Infektionsgeschehens ist.“ (49) Doch wozu dann die Tests und Impfungen? Wozu dann die Maßnahmen an den Hochschulen, wenn es doch zu Beginn um den Schutz der vulnerablen Gruppen und nicht um den junger, gesunder Menschen ging?

Die oben genannte Umfrage zum Impfstatus der Berliner Studenten ergab, dass unter den 42.015 Teilnehmern 34.955 eine vollständige Impfung vorweisen können. Die Hochschulen schließen daraus, „dass mehr als drei Viertel der insgesamt rund 200.000 Studierenden an Berliner Hochschulen vollständig geimpft sein dürften“ (50). Trotzdem werden sie die 3G-Regel beibehalten (51). An den Pressemitteilungen der HRK lässt sich sehr gut erkennen, wie die Impfung im Laufe der Zeit immer mehr in den Vordergrund geriet. Eine aufschlussreiche Chronologie findet sich in den untenstehenden Quellenangaben (52).

Nachdem also in den letzten Monaten immer deutlicher wurde, dass „(d)ie Hochschulen (…) nur mit einer entsprechend hohen Impfquote bei Studierenden und Lehrenden in den Regelbetrieb zurückkehren“ (53) wollen, gibt es für die Studenten selbst trotz der hohen Impfquote keine Lockerungen. Stattdessen werden die Regeln verschärft, während andere Länder weiter lockern. Was würden jene Hochschulen, die ihre eigenen Werte nun derart sorglos brechen, in Zukunft noch alles mittragen?


Quellen und Anmerkungen:

Nachtrag:
Die Leipziger Zeitung berichtete kürzlich, dass die Uni Leipzig nun doch die 3G-Regel einführt. Die Studenten bekamen diese Info am 16. September. „Die Universität begründet diese Neuerung mit Vorgaben aus der aktuellen Corona-Schutzverordnung, die bis Ende September in Sachsen gelten soll“, heißt es im Artikel. Doch da die Schnelltests ab dem 11. Oktober kostenpflichtig werden, wird auch hier für alle, die sich die Tests auf Dauer nicht leisten können, die 3G-Regel zur 2G-Regel. Was ist nun mit der oben genannten Argumentation des Prorektors — wozu die 3G-Maßnahmen, wenn diese, wie er noch Anfang August sagte, keine Infektionen verhindern können?

(1) https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bildung-Forschung-Kultur/Hochschulen/Tabellen/hochschulen-hochschularten.html
(2) https://www.hrk.de/hrk/aufgaben-und-struktur/
(3) https://www.hrk.de/hrk/praesidium/
(4) https://www.tagesspiegel.de/wissen/unis-sorgen-fuer-den-winter-vor-praesenzsemester-ja-aber-verantwortlich/27458344.html
(5) https://www.rbb24.de/panorama/thema/corona/beitraege/2021/07/berlin-hochschule-uni-praesenz-wintersemester-test-nachweis.html
(6) https://www.tagesspiegel.de/wissen/unis-sorgen-fuer-den-winter-vor-praesenzsemester-ja-aber-verantwortlich/27458344.html
(7) https://www.hrk.de/mitglieder/mitgliedshochschulen/universitaeten/
(8) https://magazin.uni-leipzig.de/das-leipziger-universitaetsmagazin/artikel/universitaet-plant-wintersemester-in-praesenz-2021-08-02/
(9) https://www.uni-mainz.de/presse/aktuell/14130_DEU_HTML.php
(10) https://www.uni-mainz.de/presse/aktuell/14130_DEU_HTML.php
(11) https://universitaet.uni-mainz.de/
(12) https://universitaet.uni-mainz.de/diversitaet-und-chancengleichheit-an-der-jgu/
(13) https://www.youtube.com/watch?v=iJXkbMPN-Ns&ab_channel=UniMainz (0:18-0:22 min.)
(14) https://multipolar-magazin.de/artikel/menschenrecht-bildung
(15) https://multipolar-magazin.de/artikel/menschenrecht-bildung
(16) https://www.berlin-university-alliance.de/news/items/2021/210616-magna-charta.html
(17) https://www.berlin-university-alliance.de/news/items/2021/210616-magna-charta.html
(18) https://www.berlin-university-alliance.de/news/items/2021/210616-magna-charta.html
(19) https://www.berlin.de/corona/massnahmen/verordnung/
(20) https://gesetze.berlin.de/bsbe/document/jlr-CoronaV3VBErahmen
(21) https://www.berlin-university-alliance.de/news/items/2021/210616-magna-charta.html
(22) https://www.tu.berlin/ueber-die-tu-berlin/profil/leitbild/
(23) https://www.tu.berlin/ueber-die-tu-berlin/profil/leitbild/
(24) https://www.hu-berlin.de/de/ueberblick/geschichte/abriss
(25) https://www.rnd.de/beruf-und-bildung/corona-und-studium-was-bedeutet-die-3g-regel-fuer-studierende-SMMOF55LN5FY5HEBG2U6XGI3P4.html
(26) https://www.fu-berlin.de/universitaet/leitbegriffe/index.html
(27) https://www.fu-berlin.de/universitaet/leitbegriffe/index.html
(28) https://www.hrk.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/meldung/hrk-praesident-appelliert-an-studierende-und-beschaeftigte-jetzt-impfen-4845/
(29) https://www.hrk.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/meldung/hrk-praesident-appelliert-an-studierende-und-beschaeftigte-jetzt-impfen-4845/
(30) https://www.rnd.de/beruf-und-bildung/corona-und-studium-was-bedeutet-die-3g-regel-fuer-studierende-SMMOF55LN5FY5HEBG2U6XGI3P4.html
(31) https://www.hrk.de/hrk/mission-statement/
(32) https://www.rnd.de/beruf-und-bildung/corona-und-studium-was-bedeutet-die-3g-regel-fuer-studierende-SMMOF55LN5FY5HEBG2U6XGI3P4.html
(33) https://www.rnd.de/beruf-und-bildung/corona-und-studium-was-bedeutet-die-3g-regel-fuer-studierende-SMMOF55LN5FY5HEBG2U6XGI3P4.html
(34) https://www.fzs.de/
(35) https://www.tagesspiegel.de/wissen/unis-sorgen-fuer-den-winter-vor-praesenzsemester-ja-aber-verantwortlich/27458344.html
(36) https://www.fzs.de/
(37) https://www.fzs.de/
(38) Corona-Lockerungen in Dänemark: Immer seltener Impfnachweis nötig, https://www.nau.ch/
(39) https://www.n-tv.de/panorama/Daenemark-koennte-ein-Vorbild-sein-article22778012.html
(40) https://www.hamburg.de/faq-corona-hochschulen/#14765730_15146162
(41) https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/07/PD21_319_213.html;jsessionid=6BF9C56854DF29302C75356163737741.live732
(42) https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/05/PD21_226_213.html;jsessionid=6BF9C56854DF29302C75356163737741.live732
(43) https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/05/PD21_226_213.html;jsessionid=6BF9C56854DF29302C75356163737741.live732
(44) https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/05/PD21_235_21.html;jsessionid=6BF9C56854DF29302C75356163737741.live732
(45) https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/09/PD21_414_213.html;jsessionid=6BF9C56854DF29302C75356163737741.live732
(46) https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/09/PD21_414_213.html;jsessionid=6BF9C56854DF29302C75356163737741.live732
(47) https://www.ebm-netzwerk.de/de/mitglieder/foerdermitglieder
(48) https://www.tagesspiegel.de/wissen/ziel-fuer-das-wintersemester-2021-22-30-prozent-campus-praesenz-ab-herbst/27122870.html
(49) https://www.uni-marburg.de/de/universitaet/administration/sicherheit/coronavirus
(50) https://www.lkrp-berlin.de/aktuelles/210910-umfrage-studierende/index.html
(51) https://www.lkrp-berlin.de/aktuelles/210910-umfrage-studierende/index.html
(52) Am 5. März 2021 hieß es noch: „Wenn über Test- und Impfstrategien aber wieder mehr Präsenzlehre möglich ist, sollten diese Optionen auch genutzt werden.“ Am 28. Mai 2021: „Daher ist es dringend erforderlich, dass die Studierenden bei der Impfkampagne besonders unterstützt werden. Denn ein flächendeckendes Impfangebot erst bis Ende September bedeutet, dass eine Immunisierung einer ausreichend großen Zahl von Studierenden für das kommende Wintersemester nicht gewährleistet wäre.“ Am 10. Juni 2021: „Eine rechtzeitige Immunisierung eines möglichst großen Anteils dieser Personengruppen sei für Präsenzangebote im kommenden Wintersemester von entscheidender Bedeutung. Deshalb sollten Impfzentren offen gehalten, Universitätsmedizin und hochschulische Betriebsärzte eingebunden werden.“ Am 16. Juli 2021: „Die wichtigste Waffe gegen die Pandemie ist und bleibt die Impfung, hierzu haben Bund, Länder und Kommunen jüngst weitere, sehr begrüßenswerte Initiativen aufgelegt. Allen Beteiligten muss klar sein: Der Fortschritt der Impfkampagne entscheidet wesentlich darüber, welche Handlungsmöglichkeiten den Hochschulen zur Verfügung stehen werden.“ Am 11. August 2021: „Da die Hochschulen keine kostenlosen Tests bereitstellen können, appelliere ich erneut an alle Studierenden und Beschäftigten, sich jetzt impfen zu lassen. Das wichtigste Instrument in der Pandemie ist und bleibt die Impfung“.
(53) https://www.hrk.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/meldung/nach-impfgipfel-hrk-praesident-fordert-gezielte-impfangebote-fuer-studierende-4823/


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Nachtrag vom 02.10.2021:

Aufruf der deutschlandweiten Initiative Studendenstehenauf.eu zu einer Demonstration am 09.10.2021 in Dresden für eine Öffnung
aller Bildungseinrichtungen ohne 3G.

Nachtrag vom 03.10.2021:

„Fürchte Flickenteppich“


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