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Offener Brief zur Spritze von Janine Fritsch

Die Spritzenpolitiker

Auch auf lokalpolitischer Ebene wird der Impf-Wahnsinn durchgedrückt — eine ortsansässige Diplom-Biologin setzt sich zur Wehr.

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Hochschulen nur für Geimpfte und Genesene?

Akademische Segregation

Hochschulen betonen Toleranz und Chancengleichheit, während sie gleichzeitig überlegen, wer in Zukunft noch das Gebäude betreten darf.

von Ronny Ebel

Hochschule - nur für Geimpfte

Quelle: Liz Masoner/pixabay.com

Inmitten der Debatte um die Zulässigkeit einer Impfpflicht schaffen einige deutsche Universitäten bereits Fakten: Prominente Vertreter mehrerer Hochschulen, insbesondere aber die Hochschulrektorenkonferenz (HRK), positionieren sich offen für eine Einführung der 3G-Regel im Wintersemester 2021/2022. Eben jene Institutionen, die sich in ihren Leitbildern auf hehre Werte wie Bildungsgerechtigkeit, Chancengleichheit und Pluralität berufen, führen damit eine elementare Zugangsbeschränkung ein. Zu bedenken ist dabei nicht nur, dass die Langzeitstudien zu den Corona-Impfstoffen noch nicht abgeschlossen sind, sondern vor allem, dass sich die meisten Studenten das dritte „G“ — das Getestetsein — dauerhaft nicht werden leisten können. Wer weiterhin studieren möchte, muss in einigen Hochschulen bald einen Impfnachweis vorlegen — oder gehen. De facto hält die 2G-Regel Einzug und mit ihr eine ablehnende Haltung gegenüber der eigenen Philosophie.

Laut dem Statistischen Bundesamt gab es während des Wintersemesters 2021/2022 in Deutschland insgesamt 422 Hochschulen (1). 268 Hochschulen sind momentan Mitglied in der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) (2). Deren Präsident, Peter-André Alt, der die „HRK in allen Angelegenheiten“ vertritt (3), schrieb Ende Juli im Tagesspiegel:

„Studierende, die nicht geimpft sind und keinen tagesaktuellen Test nachweisen, können keinen prinzipiellen Anspruch darauf geltend machen, dass sie die betreffende Veranstaltung virtuell besuchen dürfen“ (4).

Hier wird bereits deutlich, dass die HRK den ungeimpften und ungetesteten Studenten keine Online-Lehre als Ersatzangebot geben möchte. Die Wortwahl lässt außerdem vermuten, dass das, was der Präsident der HRK hier schreibt, bereits klar festgelegt ist, doch das war es zu diesem Zeitpunkt nicht. Zum Beispiel haben die Berliner Unis vereinbart, dass sie mögliche Änderungen am Eckpunktepapier noch einmal im September besprechen werden (5). Dazu wurde vom 20. August bis zum 3. September 2021 der Impfstatus der Studenten der Berliner Hochschulen online abgefragt, die Teilnahme war freiwillig. Ende Juli war die Situation also längst nicht so klar, wie es die hier zitierten Zeilen des Präsidenten suggerieren.

Alt schrieb im besagten Artikel weiter, „dass Studierende, die die Zugangsvoraussetzungen nicht erfüllen, keinen Rechtsanspruch auf Teilnahme an der Veranstaltung oder auf ein Ersatzangebot haben“ (6). Alt äußert hier – im Namen wie vieler Mitgliedshochschulen? – ganz klar das Vorhaben, Studenten auch auszuschließen.

Dass er trotz seiner Position jedoch nicht für alle Hochschulen zu sprechen scheint, wird durch die Aussagen des Prorektors der Uni Leipzig, die ebenfalls Mitglied der HRK ist (7), deutlich. Denn am 2. August 2021 wurde auf der Website der Uni Leipzig ein Interview mit dem Prorektor Professor Hofsäss veröffentlicht. Seine Forderungen unterscheiden sich in einigen Punkten klar von Alts Aussagen.

Und im Gegensatz zum Präsidenten der HRK kann der Prorektor seine Aussagen auch begründen:

„Von einer Unterscheidung von Studierenden, die geimpft, getestet oder genesen sind, und jenen, die es nicht sind, wollen wir absehen. Auch Personen mit dem 3G-Status können Infektionen weitertragen. Es erweist sich zudem als nicht durchführbar, vor jeder Lehrveranstaltung entsprechende Kontrollen zu organisieren. Auch Persönlichkeitsrechte werden dadurch tangiert“ (8).

Der Prorektor erkennt also an, dass Infektionen trotz der 3G-Maßnahmen weitergegeben werden können, und stellt auch die Persönlichkeitsrechte der Studenten in den Vordergrund. Mit dieser Argumentation sticht die Uni Leipzig ganz klar hervor. Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz dagegen lässt die Persönlichkeitsrechte ihrer Studenten in der Pressemitteilung vom 1. September 2021 unerwähnt. Dort wird sogar „(e)in zentral organisierter Sicherheitsdienst“ (9) die Beachtung der 3G-Regel stichprobenartig kontrollieren (10).

Die Unis und ihre Leitbilder

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) sieht sich selbst als „offene Universität“ (11). Eine Uni, die laut Homepage alle (!) Mitglieder einbezieht:

„Die JGU betrachtet die Individualität und Vielfalt ihrer Mitglieder als Bereicherung und Chance und setzt sich deshalb mit ihrer Diversitätsstrategie für eine umfassende Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit ein. Unter anderem verfolgt sie das Ziel, all ihren Mitgliedern unabhängig von Alter, Geschlecht, sozialer und ethnischer Herkunft, sexueller Identität, körperlichen Fähigkeiten sowie individueller Lebensweise die vollständige und gleichberechtigte Teilhabe an universitären Prozessen zu ermöglichen“ (12).

Doch wie passt das zu einem Studium, welches mit der besagten 3G-Regel all die Studenten ausschließt, die nicht geimpft, getestet oder genesen sind? Zu einer Uni, deren Präsident das Leitwort „Ut omnes unum sint – Dass alle eins seien“ (13) betont? Die JGU negiert hier Teile des eigenen Leitbildes. Alle Unis, die von Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit schreiben, negieren ihr eigenes Leitbild, sofern sie die 3G-Regel anwenden.

Denn man muss festhalten: Dieselben Studenten, die noch im Februar 2020 die eigene Uni betreten konnten, dürfen das, je nach Uni, ab Oktober 2021 nicht mehr tun, wenn sie keine „Zugangsvoraussetzungen“ erfüllen. Sind die ungetesteten oder ungeimpften Studenten weniger wert als andere? In einem Beitrag im Multipolar-Magazin fragt die Kommentatorin Camilla Hildebrandt: „Was ist mit unseren Werten passiert? Sind sie plötzlich nicht mehr gültig?“ (14) Sie macht an mehreren Stellen deutlich, dass Bildung nur im Zusammenhang mit den Menschenrechten gedacht werden kann (15).

Die Berlin University Alliance und die Magna Charta Universitatum 2020

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, wenn einige Hochschulen gerade in der Zeit, in der sie über die Rahmenbedingungen und die 3G-Regel für das kommende Semester diskutieren, sich auf Werte berufen, die der Ausführung dieser Regel eigentlich im Wege stehen:

„Die 1988 ins Leben gerufene ‚Magna Charta Universitatum‘ ist ein Bekenntnis zu universitärer Autonomie, Einheit von Forschung und Lehre, Wissenschafts- und Lehrfreiheit und offenem Wissensaustausch. Um den veränderten globalen und gesellschaftlichen Entwicklungen Rechnung zu tragen, wurde die Charta nun neu aufgelegt“ (16).

Außerdem heißt es: „Hochschulen sind Orte der Toleranz, der Inklusion und des Respekts“ (17). Die Berliner Hochschulen, die diese Charta unterzeichnet haben — „die Freie Universität Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin und die Technische Universität Berlin“ (18) — sind aber auch genau die Hochschulen, deren PC-Pool ein Student nicht ohne ein negatives Testergebnis betreten darf. Denn genau das verlangt die Dritte SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (19), inklusive aller Änderungen, bereits seit dem 15. Juni 2021 (20).

Die Charta wurde „(i)m Rahmen einer öffentlichen Online-Veranstaltung am 16. und 17. Juni 2021 unterzeichne(t)“ (21). Die drei Berliner Unis wussten also, dass die Werte, für die sie gerne stehen wollen, seien es nun die der Charta oder die der eigenen Leitbilder, nicht zu den hauseigenen Corona-Maßnahmen für den kommenden Winter passen. Zukünftige oder auch bereits immatrikulierte Studenten aufgrund eines fehlenden Tests oder einer fehlenden Impfung auszuschließen, lässt sich besser mit dem Begriff Exklusion als mit Inklusion beschreiben.
Dabei schreibt die Technische Universität Berlin (TU-Berlin) in ihrem Leitbild deutlich:

„Wir gewährleisten Chancengleichheit ebenso wie Diskriminierungsfreiheit auf allen Ebenen der universitären Organisation. Wir berücksichtigen die Pluralität der Weltbilder und Lebensformen explizit auch in Lehre und Forschung“ (22).

Dazu verweist sie selbst auch auf ihr aus der Vergangenheit gewachsenes Pflichtbewusstsein:

„Wir bekennen uns zu unserer — auch historisch begründeten — Verantwortung für gesellschaftlich und ethisch orientierte sowie dem Humanismus verpflichtete Forschung und Lehre“ (23).

Die Humboldt-Universität zu Berlin (HU Berlin) betont nach ihrer langen und aufwühlenden Geschichte „das Selbstbild einer Institution, die sich für kritische Distanz gegenüber politischer und gesellschaftlicher Macht entschieden hat. Sie wendet sich gegen jede Form von Diskriminierung, Intoleranz und kultureller Selbstüberhöhung“ (24). Heute stellt auch die HU Berlin „stichprobenartige Kontrollen“ (25) zur Überprüfung der 3G-Regel für das Wintersemester in Aussicht.

Der Gründungsgedanke der Freien Universität Berlin (FU Berlin) war, anders zu sein:

„Die Freie Universität Berlin wurde 1948 von Professoren und Studierenden gegründet — als Antwort auf die Verfolgung systemkritischer Studierender an der Universität Unter den Linden (gemeint ist die HU Berlin, Anmerkung des Autors), gelegen im damaligen sowjetischen Sektor des geteilten Berlins“ (26).

Kurz: „Freiheit als Gründungsimpuls“ (27).

Doch wieso handeln die Unis gegen Teile ihrer eigenen Leitbilder? Den eigenen Studenten den Zugang zum PC-Pool zu verwehren, nur weil sie kein negatives Testergebnis vorweisen können, hat mit Inklusion und Toleranz sowie Respekt gegenüber dem Individuum nicht mehr viel zu tun.

Aus 3G wird 2G

Einige Tage, nachdem der Prorektor der Uni Leipzig die Rahmenbedingungen für das Wintersemester bekannt gab, meldete sich die HRK mit einer Pressemitteilung. Sie stellte die 3G-Regel in den Fokus (28), schrieb aber gleichzeitig, dass „die Hochschulen keine kostenlosen Tests bereitstellen können“ (29).

Da Studenten sich diese Tests auf Dauer natürlich nicht leisten können – Herr Alt spricht dies an anderer Stelle auch offen aus (30) – wird die 3G-Regel hier im Grunde zu einer 2G-Regel umgewandelt.

Die HRK hat sich laut Website selbst folgende „Mission“ gesetzt: „Die HRK steht für Autonomie und Freiheit als Grundlagen der in den Hochschulen stattfindenden Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre ein. Sie erklärt und verteidigt diese Werte durch ihr öffentliches Engagement und ihr nationales, europäisches und internationales Wirken“ (31). „Autonomie und Freiheit“ – eine Freiheit, von der die Studenten im Wintersemester nur etwas haben können, wenn sie die Zugangsvoraussetzungen erfüllen. Eine Freiheit, die man sich als gesunder Student erst ertesten muss. Sollte es später tatsächlich zu einer 1G-Regel kommen, wäre es eine „Freiheit“, die man sich erst erimpfen muss.

Der Freie Zusammenschluss von StudentInnenschaften (fzs), der insgesamt 93 Hochschulen umfasst (32), möchte „Präsenzveranstaltungen nur für Geimpfte, Genesene und Personen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können“ (33). Somit lässt der fzs getestete Studenten vollkommen außen vor. Auch hier läuft es dieser Aussage zufolge auf eine 2G-Regel hinaus. Für die ungeimpften Studenten, die, wenn man den Maßstab des fzs anlegt, nicht mehr in die Uni dürfen, soll es „ein eingeschränktes Onlineangebot“ (34) als Ersatz für die Präsenzlehre geben. Doch das ist unrealistisch: Es werden nicht alle Hochschulen in Deutschland ihre Präsenzveranstaltungen auch online übertragen. Auch der Präsident der HRK erteilte diesem Konzept im eingangs erwähnten Artikel eine Absage:

„Für die Hochschulen wäre es technisch nicht möglich, jedes Seminar und jede Übung gleichzeitig präsent und virtuell — also hybrid — anzubieten“ (35).

Das heißt, dass die Vorgabe des fzs letztendlich mit einer 2G-Regel gleichzusetzen ist, da die ungeimpften Studenten keine Ersatzveranstaltungen zu erwarten haben. Laut Website setzt sich der fzs für „den freien Zugang zu Bildung“ (36) – hier sei nochmals an den Bezug zu den Menschenrechten erinnert – und „den Abbau von Diskriminierung in Bildungssystem und Gesellschaft“ (37) ein. Gehen Werte nicht auch mit einer Verantwortung einher? Vor allem bei den Werten, die man sich selbst zuschreibt?

Das Nachbarland Dänemark zeigt, dass es auch anders geht: Dort wurde am 1. August 2021 „(d)ie Pflicht zu zwei Tests pro Woche für Schüler und Studenten (…) in eine Empfehlung geändert“ (38). Am 10. September 2021 wurden die Corona-Maßnahmen in Dänemark aufgehoben (39). In Hamburg dagegen, nur 160 km weiter südlich, wird, Stand 30. August 2021, die 3G-Regel „(f)ür die Teilnahme an Lehrveranstaltungen“ (40) an den Hochschulen eingeführt. Wie lässt sich dieser Unterschied erklären? Auf welcher Grundlage negieren Hochschulen in Deutschland Teile ihrer Leitbilder?

2020 und die Folgen für die Hochschulen

Während 2020 mehr Frauen habilitierten als noch ein Jahr zuvor (41) – hier können die Unis im Punkt Gleichstellung tatsächlich einen Erfolg einfahren –, gab es im selben Jahr bei den Gaststudenten an den Hochschulen einen Rückgang von 29 Prozent (42). Es zeigte sich, dass vor allem ältere Personen aufgrund „der Umstellung von Präsenzlehre auf Online-Veranstaltungen im Rahmen der Corona-Maßnahmen“ der Uni/Hochschule fernblieben (43).

Im selben Jahr sind auch die Deutschlandstipendien „gegenüber dem Vorjahr erstmals seit der Einführung des Programms leicht gesunken“ (44). Das vergangene Jahr zeigte darüber hinaus, dass es „in allen Bundesländern“ (45) einen Rückgang an Hochschulabsolventen gab: Die „Zahl der Hochschulabschlüsse (ist) 2020 um 6 Prozent gesunken“ (46).

Dass die Habilitationsquote der Frauen trotz der Maßnahmen stieg, heißt also, dass die Hochschulen trotz mancher Rückgänge mit ihren Leitbildern auch einen Erfolg feiern können. Gleichzeitig, und das verdeutlicht der Text wiederum, zeigen einige Hochschulen ein mitunter merkwürdiges Verständnis ihrer weiteren Werte wie Toleranz, Respekt, Chancengleichheit, Bildungsgerechtigkeit et cetera.

In der Impffrage sind sich die Hochschulen selbst zum Widerspruch geworden. Mehr noch: Es scheint, als wäre die Negierung der bisherigen Werte ein neuer Wert. Ein Wert, den es zu befolgen gilt. Dieser neue Wert bringt mit sich, dass gewisse „alte“ Werte nur noch für bestimmte Studenten gelten.

Die Einführung der 3G- beziehungsweise 2G-Regel ist eine Absage an die selbstgewählten Leitlinien der Universitäten.

Die Hochschulen können diese Werteabkehr nur durchsetzen, wenn es keine Diskussionen darüber gibt. Sie selbst werden diese in der gegenwärtigen Situation nicht entfachen, da sie sonst früher oder später zugeben müssten, dass die 3G-Regel mit der eigenen Philosophie nicht in Einklang zu bringen ist. Auch in Zukunft werden sie das wohl nur schwerlich einräumen. Wer gibt schon gerne Fehler zu? Denn ein Problem ist, dass die an die Hochschule gerichtete Kritik, sollte die Pandemie einmal in einem Seminar kritisch besprochen werden, durch sie selbst hindurch muss. So hat die jeweilige Hochschule Gelegenheit, Themen und Schwerpunkte selbst zu setzen. Sie kann das Thema lenken.

Die Hochschulen, die die 3G-Regel einführen, teilen ihren eigenen Studenten dann Rechte zu. Erst wenn die Studentin oder der Student — als gesunde Personen wohlgemerkt — durch einen Test auch als gesund gekennzeichnet sind, teilt die jeweilige Hochschule ihr oder ihm das Recht auf Bildung beziehungsweise das Recht auf Zugang zu Bildung in Form der Präsenzlehre zu. Täglich. Immer wieder neu. Ein Recht, das wie durch einen Gnadenakt erlassen wird. Doch ist der Test mal positiv, ist auch dieses Recht für mindestens zwei Wochen weg. Denn Ersatzveranstaltungen wird es nicht geben.

Die Uni Leipzig dagegen zeigt, dass eine Hochschule auch anders handeln kann. Vielleicht liegt dies daran, dass das Universitätsklinikum Leipzig Mitglied beim Deutschen Netzwerk evidenzbasierter Medizin (47) ist? Schließlich muss es eine Erklärung dafür geben, dass der Prorektor der Uni Leipzig die Persönlichkeitsrechte der Studenten herausgestellt und die Sinnlosigkeit der 3G-Regel benannt hat, während andere Unis ebendiese Regel einführen und kontrollieren.

Noch im April 2021 erklärte Herr Alt, dass Hochschulen, „anders als Schulen(,) keine Infektionsherde“ (48) seien. Auch die Philipps Universität Marburg schreibt auf ihrer Website, Stand 30. August 2021: „Es gibt weiterhin keine Hinweise darauf, dass die Universität ein Treiber des Infektionsgeschehens ist.“ (49) Doch wozu dann die Tests und Impfungen? Wozu dann die Maßnahmen an den Hochschulen, wenn es doch zu Beginn um den Schutz der vulnerablen Gruppen und nicht um den junger, gesunder Menschen ging?

Die oben genannte Umfrage zum Impfstatus der Berliner Studenten ergab, dass unter den 42.015 Teilnehmern 34.955 eine vollständige Impfung vorweisen können. Die Hochschulen schließen daraus, „dass mehr als drei Viertel der insgesamt rund 200.000 Studierenden an Berliner Hochschulen vollständig geimpft sein dürften“ (50). Trotzdem werden sie die 3G-Regel beibehalten (51). An den Pressemitteilungen der HRK lässt sich sehr gut erkennen, wie die Impfung im Laufe der Zeit immer mehr in den Vordergrund geriet. Eine aufschlussreiche Chronologie findet sich in den untenstehenden Quellenangaben (52).

Nachdem also in den letzten Monaten immer deutlicher wurde, dass „(d)ie Hochschulen (…) nur mit einer entsprechend hohen Impfquote bei Studierenden und Lehrenden in den Regelbetrieb zurückkehren“ (53) wollen, gibt es für die Studenten selbst trotz der hohen Impfquote keine Lockerungen. Stattdessen werden die Regeln verschärft, während andere Länder weiter lockern. Was würden jene Hochschulen, die ihre eigenen Werte nun derart sorglos brechen, in Zukunft noch alles mittragen?


Quellen und Anmerkungen:

Nachtrag:
Die Leipziger Zeitung berichtete kürzlich, dass die Uni Leipzig nun doch die 3G-Regel einführt. Die Studenten bekamen diese Info am 16. September. „Die Universität begründet diese Neuerung mit Vorgaben aus der aktuellen Corona-Schutzverordnung, die bis Ende September in Sachsen gelten soll“, heißt es im Artikel. Doch da die Schnelltests ab dem 11. Oktober kostenpflichtig werden, wird auch hier für alle, die sich die Tests auf Dauer nicht leisten können, die 3G-Regel zur 2G-Regel. Was ist nun mit der oben genannten Argumentation des Prorektors — wozu die 3G-Maßnahmen, wenn diese, wie er noch Anfang August sagte, keine Infektionen verhindern können?

(1) https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bildung-Forschung-Kultur/Hochschulen/Tabellen/hochschulen-hochschularten.html
(2) https://www.hrk.de/hrk/aufgaben-und-struktur/
(3) https://www.hrk.de/hrk/praesidium/
(4) https://www.tagesspiegel.de/wissen/unis-sorgen-fuer-den-winter-vor-praesenzsemester-ja-aber-verantwortlich/27458344.html
(5) https://www.rbb24.de/panorama/thema/corona/beitraege/2021/07/berlin-hochschule-uni-praesenz-wintersemester-test-nachweis.html
(6) https://www.tagesspiegel.de/wissen/unis-sorgen-fuer-den-winter-vor-praesenzsemester-ja-aber-verantwortlich/27458344.html
(7) https://www.hrk.de/mitglieder/mitgliedshochschulen/universitaeten/
(8) https://magazin.uni-leipzig.de/das-leipziger-universitaetsmagazin/artikel/universitaet-plant-wintersemester-in-praesenz-2021-08-02/
(9) https://www.uni-mainz.de/presse/aktuell/14130_DEU_HTML.php
(10) https://www.uni-mainz.de/presse/aktuell/14130_DEU_HTML.php
(11) https://universitaet.uni-mainz.de/
(12) https://universitaet.uni-mainz.de/diversitaet-und-chancengleichheit-an-der-jgu/
(13) https://www.youtube.com/watch?v=iJXkbMPN-Ns&ab_channel=UniMainz (0:18-0:22 min.)
(14) https://multipolar-magazin.de/artikel/menschenrecht-bildung
(15) https://multipolar-magazin.de/artikel/menschenrecht-bildung
(16) https://www.berlin-university-alliance.de/news/items/2021/210616-magna-charta.html
(17) https://www.berlin-university-alliance.de/news/items/2021/210616-magna-charta.html
(18) https://www.berlin-university-alliance.de/news/items/2021/210616-magna-charta.html
(19) https://www.berlin.de/corona/massnahmen/verordnung/
(20) https://gesetze.berlin.de/bsbe/document/jlr-CoronaV3VBErahmen
(21) https://www.berlin-university-alliance.de/news/items/2021/210616-magna-charta.html
(22) https://www.tu.berlin/ueber-die-tu-berlin/profil/leitbild/
(23) https://www.tu.berlin/ueber-die-tu-berlin/profil/leitbild/
(24) https://www.hu-berlin.de/de/ueberblick/geschichte/abriss
(25) https://www.rnd.de/beruf-und-bildung/corona-und-studium-was-bedeutet-die-3g-regel-fuer-studierende-SMMOF55LN5FY5HEBG2U6XGI3P4.html
(26) https://www.fu-berlin.de/universitaet/leitbegriffe/index.html
(27) https://www.fu-berlin.de/universitaet/leitbegriffe/index.html
(28) https://www.hrk.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/meldung/hrk-praesident-appelliert-an-studierende-und-beschaeftigte-jetzt-impfen-4845/
(29) https://www.hrk.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/meldung/hrk-praesident-appelliert-an-studierende-und-beschaeftigte-jetzt-impfen-4845/
(30) https://www.rnd.de/beruf-und-bildung/corona-und-studium-was-bedeutet-die-3g-regel-fuer-studierende-SMMOF55LN5FY5HEBG2U6XGI3P4.html
(31) https://www.hrk.de/hrk/mission-statement/
(32) https://www.rnd.de/beruf-und-bildung/corona-und-studium-was-bedeutet-die-3g-regel-fuer-studierende-SMMOF55LN5FY5HEBG2U6XGI3P4.html
(33) https://www.rnd.de/beruf-und-bildung/corona-und-studium-was-bedeutet-die-3g-regel-fuer-studierende-SMMOF55LN5FY5HEBG2U6XGI3P4.html
(34) https://www.fzs.de/
(35) https://www.tagesspiegel.de/wissen/unis-sorgen-fuer-den-winter-vor-praesenzsemester-ja-aber-verantwortlich/27458344.html
(36) https://www.fzs.de/
(37) https://www.fzs.de/
(38) Corona-Lockerungen in Dänemark: Immer seltener Impfnachweis nötig, https://www.nau.ch/
(39) https://www.n-tv.de/panorama/Daenemark-koennte-ein-Vorbild-sein-article22778012.html
(40) https://www.hamburg.de/faq-corona-hochschulen/#14765730_15146162
(41) https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/07/PD21_319_213.html;jsessionid=6BF9C56854DF29302C75356163737741.live732
(42) https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/05/PD21_226_213.html;jsessionid=6BF9C56854DF29302C75356163737741.live732
(43) https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/05/PD21_226_213.html;jsessionid=6BF9C56854DF29302C75356163737741.live732
(44) https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/05/PD21_235_21.html;jsessionid=6BF9C56854DF29302C75356163737741.live732
(45) https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/09/PD21_414_213.html;jsessionid=6BF9C56854DF29302C75356163737741.live732
(46) https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/09/PD21_414_213.html;jsessionid=6BF9C56854DF29302C75356163737741.live732
(47) https://www.ebm-netzwerk.de/de/mitglieder/foerdermitglieder
(48) https://www.tagesspiegel.de/wissen/ziel-fuer-das-wintersemester-2021-22-30-prozent-campus-praesenz-ab-herbst/27122870.html
(49) https://www.uni-marburg.de/de/universitaet/administration/sicherheit/coronavirus
(50) https://www.lkrp-berlin.de/aktuelles/210910-umfrage-studierende/index.html
(51) https://www.lkrp-berlin.de/aktuelles/210910-umfrage-studierende/index.html
(52) Am 5. März 2021 hieß es noch: „Wenn über Test- und Impfstrategien aber wieder mehr Präsenzlehre möglich ist, sollten diese Optionen auch genutzt werden.“ Am 28. Mai 2021: „Daher ist es dringend erforderlich, dass die Studierenden bei der Impfkampagne besonders unterstützt werden. Denn ein flächendeckendes Impfangebot erst bis Ende September bedeutet, dass eine Immunisierung einer ausreichend großen Zahl von Studierenden für das kommende Wintersemester nicht gewährleistet wäre.“ Am 10. Juni 2021: „Eine rechtzeitige Immunisierung eines möglichst großen Anteils dieser Personengruppen sei für Präsenzangebote im kommenden Wintersemester von entscheidender Bedeutung. Deshalb sollten Impfzentren offen gehalten, Universitätsmedizin und hochschulische Betriebsärzte eingebunden werden.“ Am 16. Juli 2021: „Die wichtigste Waffe gegen die Pandemie ist und bleibt die Impfung, hierzu haben Bund, Länder und Kommunen jüngst weitere, sehr begrüßenswerte Initiativen aufgelegt. Allen Beteiligten muss klar sein: Der Fortschritt der Impfkampagne entscheidet wesentlich darüber, welche Handlungsmöglichkeiten den Hochschulen zur Verfügung stehen werden.“ Am 11. August 2021: „Da die Hochschulen keine kostenlosen Tests bereitstellen können, appelliere ich erneut an alle Studierenden und Beschäftigten, sich jetzt impfen zu lassen. Das wichtigste Instrument in der Pandemie ist und bleibt die Impfung“.
(53) https://www.hrk.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/meldung/nach-impfgipfel-hrk-praesident-fordert-gezielte-impfangebote-fuer-studierende-4823/


Dieser Artikel erschien auf Rubikon am 16.09.2021 und ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.


Nachtrag vom 02.10.2021:

Aufruf der deutschlandweiten Initiative Studendenstehenauf.eu zu einer Demonstration am 09.10.2021 in Dresden für eine Öffnung
aller Bildungseinrichtungen ohne 3G.

Nachtrag vom 03.10.2021:

„Fürchte Flickenteppich“


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Das Contergan von 2021?

Contergan versus Corona

Unzureichend überprüfte Impfstoffe richten gesundheitliche Schäden an — das erinnert an den Contergan-Skandal.

von Aggi Dunkel

Contergan Packung 12 TablettenDie negativen Folgen der COVID-Impfkampagne sind nicht zu übersehen. Bei nicht nachgewiesener Immunisierung und dem Risiko, schwer zu erkranken oder zu versterben (1), stellt sich die Frage nach dem Sinn dieser „Impfung“. In Anbetracht erschreckend hoher Todeszahlen nach Impfung (2) und schwersten Impfschäden (3) drängt sich der Vergleich zum Contergan-Skandal auf. In beiden Fällen handelt es sich um Arzneimittel, die mit falschen Heilsversprechen ohne ausreichende Prüfverfahren zu Versuchen an Menschen zugelassen wurden, obwohl die Hersteller wussten und wissen, dass ihre Mittel nicht sicher und zuverlässig sind. Wie beim Contergan-Skandal (4) wird erneut nicht auf die Opfer gehört, sondern nur auf das, was die Hersteller behaupten. Tote und Schwerstverletzte werden billigend in Kauf genommen, als hätte Deutschland nichts aus seinen Arzneimittelskandalen wie Contergan, dem Hormonpräparat Duogynon (5), dem Schmerzmittel Vioxx (6) oder dem Schweinegrippe-Impfstoff Pandemrix (7) gelernt.

Mit der Ausrufung der Pandemie wurden sämtliche Atemwegsinfektionen auf ein einziges Virus reduziert; bei „Husten und Schnupfen“ gibt es keine Differenzialdiagnose mehr. Der Nachweis dieser Krankheit erfolgt nicht durch den Arzt, sondern einen nicht standardisierten Test (8). Ungeprüfte Impfstoffe (9) mit einem extremen Risiko schwerster Nebenwirkungen wurden zum einzig erlaubten „Heilmittel“ erklärt, die natürliche Immunität und erfolgreiche und preiswerte Prophylaxe- und Therapieoptionen verboten.

All das ist hochgradig unwissenschaftlich und medizinisch nicht zu rechtfertigen, stattdessen wird geimpft, bis der Arzt kommt. Doch wie beim Contergan-Skandal gilt: Behaupten heißt nicht wissen!

Die Corona-Maßnahmen erfolgen auf der Grundlage reiner Vermutungen (10). Eine nicht existente Notlage wird für verfassungswidrige Regelwerke verlängert (11). Deutschland mit seiner dunklen Vergangenheit falscher Experten und Gesetze ist aber verpflichtet, jede Vorschrift genauestens zu hinterfragen, damit sich die Fehler der Vergangenheit nie mehr wiederholen. Alles andere ist der erste Schritt in die falsche Richtung.

Der Unterschied zwischen damals und heute

Beim Contergan-Skandal erzeugten alarmierte Ärzte und empörte Müttern einen breiten Öffentlichkeitsdruck. Die Bilder von Babys mit flossenartig verkümmerten Ärmchen und Beinchen gingen um die Welt und verursachten einen Aufschrei, der dazu führte, dieses Medikament zu verbieten und Gesetze für eine neue Arzneimittelsicherheit zu erlassen (12).

Doch als hätte Deutschland nie einen Contergan- und nachfolgende Medikamentenskandale gehabt, werden weltweit Millionen Impfopfer (siehe unten) willentlich ignoriert und negiert. Der Schutz der Pharmaindustrie (13) hat jetzt Vorrang vor dem Schutz von Menschenleben. Ärzten und Krankenschwestern, die besorgt über Impfschäden reden, wird mit Kündigung gedroht, und Mütter, die eine Impfung ihrer Kinder verhindern wollen, verlieren vor Gericht.

Der Unterschied zwischen dem Contergan-Skandal und dieser überdeutlichen Impfkatastrophe ist die aktive Verhinderung von Öffentlichkeit, genauso aber auch die unverhohlene Impfnötigung, die Impfpflicht durch viele Hintertüren.

Wurde Contergan in gutem Glauben auf eine erhoffte Wirkung eingenommen, werden jetzt viele Menschen aus reiner Notwehr zur Impfung gezwungen, weil ihnen ansonsten der Arbeitsplatzverlust und der Ausschluss aus der Gesellschaft droht.

Wohlgemerkt handelt es sich bei diesen Arzneimitteln aber nicht um „Zuckerpillen“ und erst recht nicht um ein „Nice-to-have“, sondern um völlig neuartige Medikamente, die nur unter strengsten Auflagen nach sorgfältiger Prüfung und Auswahl einer extrem limitierten Personengruppe verabreicht werden dürften. Unter keinen Umständen der ganzen Weltbevölkerung, schon gar nicht Kindern (14)!

Wer produziert, sollte sich nicht selbst kontrollieren

Aufgrund des Contergan-Skandals erkannte schon in den 1960er-Jahren die SPD: „Wer produziert, sollte sich nicht selbst kontrollieren!“ (15) Nur 60 Jahre später ist diese Erkenntnis obsolet. Die Kontrolle liegt jetzt bei denen, die finanziell mit der Pharmaindustrie verstrickt sind, der Fuchs steht im Hühnerstall.

Erschwerend kommt hinzu, dass sich diese ungeprüften Impfstoffe in einer noch laufenden Studie befinden, deren Ende mit frühestens 2022 angegeben wurde. So ist jeder Impfling Versuchskaninchen in einem medizinischen Experiment und müsste vollumfänglich über sämtliche Risiken und Nebenwirkungen im Verhältnis zum erhofften Nutzen aufgeklärt werden.

Doch statt Aufklärung erfolgt Verharmlosung. Von dieser völlig neuartigen Gentherapie wird behauptet, sie sei „sicher und wirksam“. Ähnlich falsche Versprechen gab es auch bei Contergan — zu Unrecht, wie wir heute wissen.

Der Stoff, aus dem die Träume sind

Von der Firma BioNTech wurde noch im November 2019 erklärt, dass es 5 bis 6 Jahre dauern würde, bevor dieser mRNA-Wirkstoff zulassungsreif sei (16). Nur ein Jahr später wird diese Aussage ins Gegenteil verkehrt und ein angeblicher „Stoff, aus dem die Träume sind“ bedingt zugelassen.

Corona-blog.net hat sich in einem geleakten Kaufvertrag (17) angesehen, was BioNTech/Pfizer über sein Produkt schreibt:

„Der Käufer erkennt an, dass die langfristigen Wirkungen und die Wirksamkeit des Impfstoffs derzeit nicht bekannt sind und dass der Impfstoff unerwünschte Wirkungen haben kann, die derzeit nicht bekannt sind.“

Weshalb jeder Geimpfte unverändert Maske tragen und sich an die Regeln halten muss, sogar eine Testplicht für Geimpfte (18) wird schon wieder angedacht, da die Zahl der Impfdurchbrüche steigt und steigt.

Unveröffentlichte Arzneimittelrisiken

Zwei Monate vor offiziellem Impfstart, am 22. Oktober 2020, wurde in Amerika diese Liste bekannter Risiken und Nebenwirkungen von der Food and Drug Administration FDA (US-Zulassungsbehörde) präsentiert (19), die sich allesamt als zutreffend erwiesen haben, aber nicht öffentlich gemacht wurden:

Bild

Bild: Vaccines and Related Biological Products Advisory Committee October 22, 2020 Meeting Presentation

Corona-transition.org deckte auf, dass BioNTech selbst davor gewarnt hat, bestimmten Risikogruppen den eigenen Impfstoff zu geben (20). BioNTech habe davon abgeraten, älteren Personen mit Bluthochdruck, Diabetes, Asthma, chronischer Lungen-, Leber- oder Nierenerkrankung, ebenso wie Krebspatienten und Patienten mit Autoimmunerkrankungen oder Blutgerinnungsstörungen die Impfung zu verabreichen.

„BioNTech: ‚Aus diesem Grund ist momentan noch unklar, ob ältere Personen mit den genannten chronischen Vorerkrankungen geimpft werden sollten. Zudem wurden keine Studien über Wechselwirkungen zwischen Medikamenten und dem Impfstoff durchgeführt.'“

Nach diesem Anflug von Ehrlichkeit distanzierte sich BioNTech von seiner eigenen Aussage vom Februar 2021, also zwei Monate, nachdem die deutschen Pflegeheimbewohner längst durchgeimpft waren, ohne Ansehen der Person oder Vorerkrankung.

Jeder Impftote ist ein Toter zu viel

Nach nur acht Monaten „Impfkampagne“ hat diese „COVID-Therapie“ schlimmere Schäden verursacht, als alle auf dem Markt befindlichen Impfstoffe in 20 Jahren zur Folge hatten:

Bild

Obiges Diagramm (21) von Swiss Policy Research nach offizieller Meldung in VAERS zeigt die eklatanten Folgen dieser unzureichend geprüften COVID-Impfstoffe und deckt sich mit internationalen Vergleichen.

Uncutnews.ch berichtet:

„Datenbank der Europäischen Union für unerwünschte Arzneimittelwirkungen meldet: 23.252 Todesfälle, so wie 2.189.537 Verletzte nach COVID-Spritzen“ (22).

Bild

Bild: vaccineimpact.com

Beim Duogynon-Skandal, der ähnlich schwere Folgen wie Contergan zeigte, hieß es noch:

„Spätestens bei ‚Erkennbarkeit von Risiken, inklusive Todesfällen, wäre es notwendig‘ gewesen, das Medikament vom Markt zu nehmen, ‚dies unterließen sie jedoch und nahmen damit den Tod der Kinder zumindest billigend in Kauf'“ (23).

Was wurde aus „Wir retten Leben“ in Anbetracht solch hoher Todeszahlen?

Wer fragt die Impfopfer?

Am 25. Februar 2021 berichtet Merkur.de (24) über den Impftod (25) einer 32-jährigen Psychologin, der trotz Vorerkrankung die Impfung empfohlen worden war.

Die Mutter zeigte sich nach dem Tod ihrer Tochter fassungslos, als sie kurz darauf im Fernsehen mitanhören musste, wie der angebliche Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagte, „das Land (muss) ein paar wenige Menschen, welche durch Impfungen sterben könnten, hinnehmen“.

Welche Mutter wird den vermeidbaren Tod ihres Kindes hinnehmen?

Eine junge Frau berichtet in der 54. Sitzung des Corona-Ausschuss, dass sie sich am 21. März 2021 in gutem Glauben mit AstraZeneca impfen ließ, obwohl sie ein mulmiges Gefühl hatte.

Die Folgen dieser Spritze waren für sie verheerend: Sie wäre beinahe gestorben, konnte nur in letzter Minute gerettet werden. In mehreren Notoperationen mussten ihr von 3,5 Metern Dünndarm ganze 3 Meter entfernt werden, damit sie überlebt.

„Es stand wirklich sehr schlecht um mich, und sie haben meiner Familie keine Hoffnung mehr gemacht. Sie haben gesagt: Macht euch bitte auf das Schlimmste gefasst“ (26).

Diese junge, ehemals gesunde Frau sagt, sie hätte sich nicht impfen lassen, wäre sie im Vorfeld über die Risiken und Nebenwirkungen aufgeklärt worden.

Was ist gut an einer Impfung, die zu lebenslanger Behinderung führt?

Reitschuster.de berichtet am 15. April 2021 über Kollateralschäden der Corona-Impfungen: verstörende Erfahrungsberichte und klagt die Entpersonalisierung der Opfer an.

Die Angestellte einer Notaufnahme sagt, dass sie sich nach eigener Impfung nicht wundert, wenn Senioren daran sterben. „Das hält kein geschwächter Körper aus, was ich selbst erlebt habe …“.

Ein typischer Facebook-Eintrag: „Ich persönlich kenne niemanden, der jemanden kennt, der an Corona verstorben ist. Jetzt allerdings kenne ich jemanden, der jemanden kennt, der an der Impfung starb“ (27).

Wochenblick.at berichtet über den Video-Aufruf des bekannten Psychiaters Dr. Raphael Bonelli (28), Todesfälle nach Impfung zu melden:

„Zwei Bekannte des populären Psychiaters Dr. Raphael Bonelli verstarben, kurz nachdem sie eine Corona-Impfung erhalten haben. Jetzt ruft er auf seinem YouTube-Kanal dazu auf, ähnliche Beobachtungen zu melden. Mehr als 7.500 Nutzer kommentierten das Video bereits. Sie schilderten in einer Vielzahl von Kommentaren verstörende Beobachtungen von Todesfällen nach Corona-Impfungen.“

Das Video von Dr. Bonelli wurde, wie viele Videos in dieser Zeit, zunächst unrechtmäßig von YouTube entfernt, weil heute zensiert werden darf, was nicht ins Narrativ passt.

Wo ist die Solidarität mit den Impfopfern?

BZ-berlin.de berichtet von dem 59-jährigen Schuhmacher John O‘Hara, der sich am 7. Juni 2021 in gutem Glauben impfen ließ (29). Seitdem sitzt er im Rollstuhl. Diagnose: Guillain-Barré-Syndrom (GBS). Trotz Vorerkrankung war ihm diese Impfung empfohlen worden.

„‚Die Schmerzen waren wie Folter‘, sagt der Schuhmacher. Die Taubheit zog von den Beinen bis in die Hände.“

AstraZeneca selber wiegelt ab, es gebe keine Beweise für den Zusammenhang von GBS mit der Impfung, obwohl schon viele Fälle festgestellt wurden.

John O‘Hara hat erfolgreich und glücklich als Kult-Schuhmacher gearbeitet und weiß jetzt nicht, ob er noch eine Zukunft hat, doch Politik und Pharma werden nicht zur Verantwortung gezogen.

„Nur ein Piks?“

Das Paul-Ehrlich-Institut hat seit Impfbeginn schon 7 Rote-Hand-Briefe (Risikoinformationen für Arzneimittel) für die COVID-Impfstoffe herausgegeben (30). Doch die „Impfung“ wird unverändert als „Gratis-Bratwurst“ angepriesen.

NachDenkSeiten.de schreibt am 9. August 2021 unter dem Titel „Es gibt Impfschäden, und wir sollten sie ernst nehmen“ von mehr als 10.000 bekannten schweren Fällen mit mehr als 1.000 Todesopfern gemäß dem Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts.

In den offiziellen Nachrichten der Mainstreammedien werden diese Fälle heruntergespielt, als seien eine Krankenhausbehandlung und bleibende Schäden nach Impfung eine Lappalie.

Doch hinter jedem dieser Impfschäden steht ein Gesicht, ein Mensch mit Familie, eine Existenz, ein ganzes Leben. Es sind nicht nackte Zahlen, sondern der eigene Nachbar, der eigene Vater, das eigene Kind, die jetzt Schaden erlitten haben oder gestorben sind wegen eines nicht ausreichend geprüften Arzneimittels.

Immaterielle Schäden

n-tv.de berichtet am 18. August 2021 unter dem Titel „Wer zahlt bei Impfschäden?“ von einer kerngesunden, 40-jährigen Grundschullehrerin, die seit ihrer Impfung am Guillain-Barré-Syndrom und einer Nervenentzündung leidet.

Eine Grundschullehrerin, die ihrer Pflicht nachkommen wollte, wird unschuldig zum Opfer und muss neben Behandlung und Pflege auch noch Geld für einen Anwalt aufbringen, um als Opfer anerkannt zu werden.

„Der immaterielle Schaden, den jemand erleidet, weil er plötzlich nicht mehr selbstständig leben kann, der wird nicht ersetzt“ (31).

Die Contergan-Opfer mussten 50 Jahre auf eine wertlose Entschuldigung warten (32). Das Verhalten der Verantwortlichen, genauso aber auch der Regierung und Behörden ist heute wie damals einfach nur menschenverachtend zu nennen.

Unbekannte Langzeitfolgen

Deutschland hat ein verpflichtendes Arzneimittelgesetz, das verbietet, Medikamente zuzulassen, die mehr schaden als nutzen. Der Contergan-Skandal war der Startschuss für die Forderung nach größtmöglicher Arzneimittelsicherheit.

Contergan — auch bekannt unter dem Namen „Thalidomid“ — ging als Medikamentenskandal in die deutsche Geschichte ein, der Ärzte, Wissenschaftler und Politiker verpflichten sollte, solche Versuche an Menschen mit ungeprüften Arzneimitteln für immer zu verbieten (33).

„Es dauerte fünf Jahre nach der Zulassung von Thalidomid, bevor jemand erkannte, dass Thalidomid schwere Geburtsfehler verursacht“ (34).

Mit den COVID-19-Impfstoffen wurden Arzneimittel zugelassen, von denen im Vorfeld schwere Risiken und Nebenwirkungen bekannt waren, deren Vorabstudien aber längst abgebrochen (35) wurden zugunsten der globalen Studie an der Weltbevölkerung.

Mögliche Langzeitfolgen dieser neuartigen Gentherapie sind noch gar nicht absehbar. Das alte Lied: Wozu aus den eigenen Fehlern lernen, wenn man sie wiederholen kann?!

Ziviler Widerstand

Weil der Staat in seiner ureigensten Aufgabe versagt, Schaden vom Volk abzuwenden, sehen sich aufgeklärte Bürger gezwungen, in den Untergrund zu gehen, als befänden wir uns wieder in dunkler Vergangenheit.

Die Regierung samt staatlich gelenkter Medien ist blind gegen berechtige Zweifel an den Corona-Maßnahmen und der Impfung. Kritische Demokraten müssen als anonyme Whistleblower agieren. Nicht der Staat, sondern private Organisationen wie der Corona-Ausschuss (36) oder Mutigmacher.org (37) und andere bieten Hilfe an, um Kollateralschäden der Maßnahmen und der Impfung aufzudecken.

In den alternativen Medien engagieren sich couragierte Ehrenamtliche, die, wie zum Beispiel auf der Achse des Guten, Tipps ausgegeben, wo man Impfschäden melden (38) kann.

Auf — noch — zensurfreien Kanälen wie Telegram haben sich Impfopfer-Gruppen gebildet, wo täglich erschütternde Meldungen von Impfschäden berichtet und gesammelt werden. Die länderübergreifende Gruppe Impfschaden_D_AUT_CH hat schon über 40.000 Mitglieder, die Gruppe Impfschäden Schweiz Coronaimpfung schon knapp 27.000.

Mutiges Pflegepersonal engagiert sich in Pflege-für-Aufklärung, wo Berichte eingehen über Kündigungsdrohungen und anderen Repressalien gegen medizinisches Personal, das besorgt auf die Vielzahl der Impfschäden hinweist.

Fazit

Deutschland hat eine traurige Geschichte medizinischer Versuche an unschuldigen Menschen und eine Bundesregierung, die sich selbst legitimiert hat, vorbei an der Verfassung und dem Grundgesetz zu agieren.

Inzwischen wurde die Freigabe erteilt, diese Impf-Experimente auf Kinder auszuweiten, die von Anfang an keine Gefahr in dieser sogenannten Pandemie darstellten, sich jetzt aber durch die Impfnötigung in akuter Gefahr durch den eigenen Staat befinden.

Contergan hat uns gelehrt, immer wachsam zu sein und niemals blind zu vertrauen, doch folgten noch viele Arzneimittelskandale bis zum heutigen Tag.

Gerade in Deutschland, wegen seiner Geschichte, sollten solche Skandale nicht mehr möglich sein. Der letzte dieser Art fand statt, als 2009 die Schweinegrippe ausgerufen wurde.

Wann endlich fängt Deutschland an, aus seinen Fehlern zu lernen?


Quellen und Anmerkungen:

(1) https://corona-transition.org/in-israel-betreffen-gegen-90-prozent-der-schweren-covid-falle-geimpfte
(2) https://multipolar-magazin.de/artikel/das-sterben-der-geimpften
(3) https://multipolar-magazin.de/artikel/impf-nebenwirkungen
(4) https://www1.wdr.de/archiv/contergan/contergan176.html
(5) https://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/gesundheit/duogynon-skandal-gesundheit100.html
(6) https://www.stern.de/gesundheit/vioxx-skandal-toedliches-rheumamittel-3499092.html (7) https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/schweinegrippe-impfstoff-pandemrix-risiken-wurden-ignoriert-a-1229144.html
(8) https://www.salto.bz/de/article/19112020/pcr-test-nicht-zuverlaessig
(9) https://www.heise.de/tp/features/Corona-Impfungen-als-groesstes-Humanexperiment-der-modernen-Geschichte-4975719.html
(10) https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/fdp-anfrage-zeigt-regierung-weiss-nicht-was-corona-massnahmen-bringen-77232170.bild.html
(11) https://www.fdpbt.de/sites/default/files/2020-06/Rechtgutachten%20%C2%A7%205%20Abs.%201%20IfSG-Kingreen_0.pdf und https://www.focus.de/politik/deutschland/lockdowns-verfassungswidrig-gutachten-kritisiert-inzidenz-glaeubigkeit_id_19575491.html
(12) https://www.derwesten.de/gesundheit/wie-nach-dem-contergan-skandal-das-arzneimittelgesetz-ueberarbeitet-wurde-id6100167.html
(13) https://www.n-tv.de/politik/Die-Hersteller-sitzen-am-laengeren-Hebel-article22335844.html
(14) https://www.berliner-kurier.de/gesundheit/neue-studie-warum-corona-fuer-kinder-meist-voellig-harmlos-ist-li.177681
(15) https://www.tagesspiegel.de/themen/gesundheit/verbraucherschutz-ohne-sachverstand/502634.html
(16) https://www.swr.de/wissen/odysso/av-o1170240-100.html, 08.11.2019, SWR Wissen, Odysso, Grippe, Neue Verfahren für Impfstoffe, siehe auch https://uncutnews.ch/brisantes-video-hier-geht-es-um-die-grippe-und-die-wirkung-der-impfstoffe/
(17) https://corona-blog.net/2021/08/12/werfen-wir-einen-blick-auf-den-geleakten-vertrag-des-impfstoffherstellers-biontech-pfizer/
(18) https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/corona-impfpflicht-testpflicht-3g-regel-2g-impfung-immunitaet-genesen-virus-impfdurchbruch/
(19) https://corona-transition.org/die-gefahr-schwerer-nebenwirkungen-war-den-behorden-schon-vor-beginn-der
(20) https://corona-transition.org/biontech-rat-vom-impfen-alterer-personen-mit-vorerkrankungen-ab-bag-empfiehlt
(21) https://swprs.org/covid-vaccine-adverse-events/
(22) https://uncutnews.ch/datenbank-der-europaeischen-union-fuer-unerwuenschte-arzneimittelwirkungen-meldet-23-252-todesfaelle-so-wie-2-189-537-verletzte-nach-covid-spritzen/
(23) https://www.spiegel.de/spiegel/arzneimittelskandal-duogynon-von-schering-a-1101360.html
(24) https://www.merkur.de/welt/astrazeneca-impfung-todesfall-lauterbach-corona-impfstoff-deutschland-frau-tod-mutter-90316232.html
(25) https://www.westfalen-blatt.de/owl/kreis-herford/herford/mediziner-corona-impfung-mit-astrazeneca-war-todlich-1024746?pid=true
(26) https://de.rt.com/gesellschaft/120191-corona-ausschuss-ein-unfassbar-grosses-verbrechen-teil-1/
(27) https://reitschuster.de/post/kollateralschaeden-der-corona-impfungen-verstoerende-erfahrungsberichte/
(28) https://www.wochenblick.at/nach-aufruf-todesfaelle-nach-impfung-zu-melden-7-500-kommentare/
(29) https://www.bz-berlin.de/berlin/friedrichshain-kreuzberg/friedrichshainer-kult-schuhmacher-nach-corona-impfung-im-rollstuhl
(30) https://www.pei.de/DE/newsroom/veroffentlichungen-arzneimittel/rote-hand-briefe/rote-hand-briefe-node.html;jsessionid=12043C7C8EFA37D50A9420CA5084C28A.intranet222
(31) https://www.n-tv.de/panorama/Wer-zahlt-bei-Impfschaeden-article22740223.html
(32) https://www.t-online.de/gesundheit/heilmittel-medikamente/id_82284942/60-jahre-contergan-opfer-warten-weiter-auf-entschuldigung.html
(33) https://www.planet-wissen.de/gesellschaft/medizin/pharmaindustrie/pwiederfallcontergan102.html
(34) https://uncutnews.ch/die-impf-frage-es-dauerte-fuenf-jahre-nach-der-zulassung-von-thalidomid-bevor-jemand-erkannte-dass-thalidomid-schwere-geburtsfehler-verursacht/ (35) https://www.nature.com/articles/s41591-021-01299-5#ethics und
https://sciencefiles.org/2021/08/10/spuren-verwischen-teil-ii-haben-covid-impfstoff-hersteller-die-moglichkeit-langzeitfolgen-zu-erforschen-mutwillig-zerstort/
(36) https://corona-ausschuss.de/hinweisgeber/
(37) https://mutigmacher.org/#mutig-werden
(38) https://www.achgut.com/artikel/wie_man_impfschaeden_meldet


Dieser Artikel erschien auf Rubikon am 16.09.2021 und ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.


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Impfbereitschaft – pro und kontra

Um die Impfbereitschaft gegen COVID 19 gibt es nicht nur Meinungsstreit, sondern auch immer mehr verhärtete Gegnerschaft. Liegt das an der Impfung?

Ein Hoch der Impfbereitschaft

Das Bundesministerium für Gesundheit propagiert auf einer speziell eingerichteten Webseite „Deutschland krempelt die #ÄrmelHoch„.

„Mit dem Impfen holen wir uns unseren Alltag zurück. Hier zeigen wir Menschen aus allen Bereichen des Lebens – ob bereits geimpft oder bereit, sich impfen zu lassen. Krempeln wir alle gemeinsam die #ÄrmelHoch!“

Dabei scheute das Bundesgesundheitsministerium auch nicht vor Falsch-Aussagen zurück. Beipiel: Günther Jauch:

Günther Jauch

Quelle: https://www.zusammengegencorona.de/mitmachen/deutschland-krempelt-die-aermel-hoch/

Wie der SPIEGEL berichtetet, gestand das Ministerium erst nachträglich ein:

„Zahlreiche Nutzer kritisierten prompt die Aussage – und das Bundesgesundheitsministerium korrigierte sich. »Uns ist leider ein Fehler unterlaufen, Günther Jauch ›will‹ sich impfen lassen«, hieß es in einer Antwort zum ursprünglich falschen Beitrag.“

Auch bei Uschi Glas musste selbst auf dem CORRECTIV Faktencheck um das Fake-Video eingestanden werden:

„Weil im Kampagnenvideo vermeintlich ihr rechter Arm geimpft wird, aber dann ein Pflaster auf ihrem linken Arm klebt, vermuten Nutzer in Sozialen Netzwerken einen Fake. Richtig ist: Die Covid-19-Impfung im Video ist inszeniert, Glas wurde laut Bundesgesundheitsministerium und nach eigenen Angaben später geimpft.“

Trotz – oder gerade wegen? – solcher Propaganda scheint die Impfbereitschaft „deutlich gestiegen“:

Infografik: Impfbereitschaft ist deutlich gestiegen | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

„Mein Ärmel bleibt unten“

Der Leipziger Fotograf Corwin von Kuhwede stört sich an der offiziellen Impfpropaganda. Mit seinem Projekt unter dem Titel „Mein Ärmel bleibt unten, weil …“ verfolgt er das Ziel:

„Das Projekt #ärmelrunter kritisiert ausschließlich die Kampagne »Deutschland krempelt die Ärmel hoch« und die einseitige Darstellung der Impfbereitschaft von Medien und Politik. Die öffentliche Darstellung hinterlässt den Eindruck, als geht es den Initiatoren nicht um eine sachliche und objektive Aufklärung der Bevölkerung in Bezug auf eine Impfung, sondern es scheint, als werden mit dieser Kampagne bestimmte wirtschaftliche Interessen gefördert.“

Er präsentiert Menschen mit einer persönlichen Aussage, warum sie eine Corona-Impfung für sich ablehnen, denn:

„Das Anliegen aller Beteiligten ist es, das oppositionelle Stimmungsbild in der Gesellschaft aufzugreifen und den Menschen eine Stimme zu geben, die sonst ungehört bleiben, da die Berichterstattung eher einseitig ist und teilweise schon Feindbilder entgegen einer freien Impfentscheidung schürt. Menschen, die aus verschiedenen Gründen das Angebot einer Impfung nicht wahrnehmen möchten, werden aktuell als Minderheit dargestellt und medial und politisch an den Rand der Gesellschaft geschoben.“

Ärmel runter Fotoprojekt

Ausdrücklich distanzieren sich der Projektinitiator wie auch alle Beteiligten jedoch von jeglicher Vereinnahmung durch politische Parteien, „religiösen Vereinigungen oder sonstige ideologische Institutionen“.

Wer will, kann das Projekt auch unterstützen, beispielsweise hier!


Corona-Impfung

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Ohne Spritze – zum Abschuss freigegeben

Ungeimpft und vogelfrei

Wer sich der Gen-Spritze verweigert, ist in Deutschland gesellschaftlich zum Abschuss freigegeben.
von Rubikons Leserinnen und Leser

Spritze

Quelle: Liz Masoner/pixabay.com

Ungeimpft lebt es sich schwer im Deutschland des Jahres 2021. Die Luft wird immer dünner, der Spielraum gesellschaftlicher Teilhabe immer kleiner. Hinzu kommt, dass jene, die die Nadel ablehnen, an den gesellschaftlichen Rand gedrängt und entmenschlicht werden. Wie konnte es so weit kommen? Wie konnten sich in Deutschland in kürzester Zeit Abgründe auftun, von denen man eigentlich gedacht hätte, dass sie überwunden wären? Quälende Fragen, die einer unserer Leserinnen schlaflose Nächte bereiteten. In ihrem Beitrag schüttet sie ihr von Corona-Restriktionen geschundenes Herz aus.

von Simone Theisen-Diether

Tränen rinnen über mein Gesicht, während ich versuche, Schlaf zu finden. Es sind bittere Tränen der Verzweiflung, Tränen der Hoffnungslosigkeit. Ich bin verzweifelt über den Zustand meines Landes, dessen Staatsbürgerin zu sein, mich früher stolz machte. Ich hatte keinen Grund, etwas in Zweifel zu ziehen. Das hat sich geändert, Corona hat alles verändert.

Ich habe eine chronische Erkrankung, genauer gesagt, eine seltene chronische Erkrankung. Die Kosten für die Behandlung trage ich zum Großteil selbst, da es bis heute nicht gelungen ist, das Krankheitsbild in vollem Umfang in die entsprechenden Richtlinien und Verordnungen aufzunehmen.

Ich werde damit alleine gelassen, so viel zum Thema „Solidarität“, die ja gerade so hoch gehängt wird.

Eine Petition, die diese unglücklichen Umstände ändern soll, liegt seit März 2021 beim Petitionsausschuss des Bundestages. Es ist okay, ich trage diese Kosten, auch wenn es keine Peanuts sind. Monatlich schlägt die Krankheit im Schnitt mit 300 Euro zu Buche. Es bleibt mir nichts anderes übrig, wenn es mir gut gehen soll. Eine Investition in die eigene Gesundheit, damit arrangiert man sich.

Aber nun soll ich ab Oktober auch noch dafür bezahlen, wenn ich meine Oma besuchen möchte. Es ist Schluss mit kostenlosen Schnelltests für Ungeimpfte. Degradiert zu Menschen zweiter Klasse, Ausgeschlossene im eigenen Land, werden wir nun auch noch zur Kasse gebeten. Ich bin fassungslos über so viel Geschmacklosigkeit und Kälte. Was wird so ein Test kosten? 25 Euro, oder mehr? Der Willkür scheinen keine Grenzen gesetzt.

Ich habe große Angst davor, was da auf mich zukommt. Die Anzahl der Besuche bei meiner 90-jährigen Oma hängt also vom Volumen meines Geldbeutels ab. Schönes neues Deutschland.

Letztes Jahr zur gleichen Zeit, hat es in der Regierung niemanden interessiert, ob und wie ich meine Oma besuche. Damals lebte sie noch in ihrer Wohnung, ungeimpft, logischerweise. Es war uns überlassen, wie wir uns schützen und auf uns aufpassen. Ganz eigenverantwortlich haben wir das hinbekommen. Und nun? Ich möchte nichts anderes, als meine Oma zu besuchen. Ich gehe mit frisch desinfizierten Händen, die Maske auf, geradewegs in ihr Zimmer, es gibt keinen Kontakt zu anderen Personen. Und auf direktem Weg zurück. Wo ist der Unterschied zu letztem Jahr? Ich passe immer noch gut auf und Oma ist auch schon längst geimpft.

Es ist nicht zu verstehen. Es bricht mir das Herz, wenn ich daran denke, dass ich meine Besuche demnächst reduzieren muss, weil auch mir kein Goldesel zur Verfügung steht. In einer Phase, wo jeder Besuch der letzte sein könnte. Anstatt zu ihr zu gehen, wenn mir danach ist, unterliege ich Regeln, die keinen Platz haben für Menschlichkeit. Ganz aktuell rudert jetzt der Sprecher des Gesundheitsministeriums zurück. Aber bei den vielen gebrochenen Versprechungen der letzten Zeit warte ich mit meiner Erleichterung lieber noch ab.

Der Ausweg aus dem Dilemma heißt „Impfen“, weil „damit bekommen wir ja unsere Freiheit zurück“. Es würgt mich, wenn ich solche fadenscheinige Propaganda höre. Es ist kaum auszuhalten. Von mir gibt es aktuell allerdings eine klare Absage ans Impfen.

Mein Ärmel bleibt unten, jetzt und sicherlich auch noch für lange Zeit.

Pfui, unsolidarisch bin ich und egoistisch. Nach neuester Definition gar unpatriotisch. Menschen, die so urteilen, machen es sich zu leicht. Es gibt nicht nur schwarz und weiß, es gibt zahllose Grauschattierungen dazwischen. So, wie es vielleicht Gründe für die Impfung gibt, gibt es auch welche dagegen. Das hat gar nichts mit Impfverweigerung oder dergleichen zu tun. Ich habe eine Entscheidung getroffen und ich habe gute Gründe dafür. Die muss ich niemandem sagen, es ist privat und es ist mein gutes Recht. Dachte ich zumindest. Was tatsächlich noch mein gutes Recht ist, das hat sich in den letzten Monaten sehr aufgeweicht.

Einigkeit und Recht und Freiheit, nie zuvor hatte ich einen faderen Beigeschmack beim Hören der Deutschen Nationalhymne wie bei den kürzlich beendeten Olympischen Spielen.

Grundrechte gibt es nur für brave — sprich geimpfte — Bürger, Meinungsfreiheit gilt nur, wenn Big Tech die Meinung gefällt, und Demonstrationsrecht, das hat man nur noch, wenn das Thema passt. Eigenverantwortung ist abgeschafft und das Recht auf körperliche Unversehrtheit muss ich mir mit harten Restriktionen erkämpfen. All das macht mir Angst. Ich habe das Gefühl, in einem System der Willkür zu leben, in dem Fakten größtenteils ausgeblendet oder verdreht werden. All das, was Deutschland zu so einem lebenswerten Ort machte, verschwindet immer mehr.

Ich fühle mich vogelfrei, im übertragenen Sinne zum Abschuss freigegeben und es gibt niemanden, von dem man sich Hilfe erwarten könnte. Wohin soll man sich wenden?

In mir macht sich eine große Hoffnungslosigkeit breit, wohin steuert dieses Land? Ich bin verzweifelt, wenn ich sehe, wohin diese Politik die Gesellschaft getrieben hat. Wird sie sich jemals davon erholen? Die große Masse in Deutschland macht einfach mit. Manche mit „Ist-mir-egal-ich-bin-geimpft-Mentalität“, andere begrüßen es ganz unverblümt, dass der neue Feind der Gesellschaft nun zur Kasse gebeten und ausgegrenzt wird. Wenige gibt es, die ihre Stimme erheben und auf die Diskriminierung hinweisen. Dass es ausgerechnet in Deutschland so leicht war, diese Spaltung herbeizuführen, erschreckt zutiefst.

Eine gewisse Lebenserfahrung sagt mir, dass sich der Wind schneller drehen kann, als man denkt. Anders ausgedrückt: „Dann wird eine andere Sau durchs Dorf getrieben.“ Wer heute noch lacht, diskriminiert, beschimpft oder einfach nur wegschaut, weil er nicht betroffen ist, der wird sich vielleicht schon bald wundern. Was kommt nach Corona? Vorausgesetzt, es wird ein „Nach Corona“ überhaupt geben. Vielleicht werden Pools im eigenen Garten verboten oder die Anzahl der Urlaubstage im Ausland reglementiert. Alles nur zum Wohle des Großen Ganzen. Umsetzbar mit Bußgeldandrohungen oder dergleichen. Klingt wie eine schlechte Fantasie, völlig abwegig? Ja, das dachte ich vor einem Jahr auch noch über meine körperliche Unversehrtheit.

Es wird immer Menschen geben, die von einer staatlichen Regelung mehr betroffen sind als andere. Handelt es sich um Regelungen, die dem Grundgesetz widersprechen, sollte man immer den Mund aufmachen. Schweigend dulden eröffnet nur die Möglichkeiten für neue Machtspiele. Eine Gesellschaft lässt sich nicht daran messen, wie sie bei eitel Sonnenschein zusammensteht, sondern daran, wie es um ihren Zusammenhalt in der Krise bestellt ist. Aktuell sieht es nicht gut aus. Das lässt mich verzweifeln und raubt mir den Schlaf. Einen kleinen Restfunken Hoffnung habe ich noch, sonst wären diese Zeilen gar nicht erst entstanden. Es ist an der Zeit, dass wir aufstehen, alle, ohne Unterschied.


Dieser Artikel erschien auf Rubikon am 24.08.2021 und ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.


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Corona-Impfung

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Offener Brief von Wissenschaftlern ermutigt Ungeimpfte

Die letzte Bastion der Freiheit

Ein offener Brief von Wissenschaftlern ermutigt Ungeimpfte und bekräftigt das Menschenrecht auf körperliche Selbstbestimmung.
von Rubikons Weltredaktion

Impfkampagne

Quelle: Liz Masoner/pixabay.com

Der Forscher Dr. Denis Rancourt und mehrere andere kanadische Wissenschaftler haben einen offenen Brief verfasst, um diejenigen zu unterstützen, die sich gegen eine COVID-19-Impfung entschieden haben. Die Gruppe betont den freiwilligen Charakter dieser medizinischen Behandlung sowie die Notwendigkeit einer informierten Zustimmung und einer individuellen Nutzen-Risiko-Abwägung. Sie lehnen den Druck ab, den Gesundheitsbehörden, Medien und soziale Medien sowie Mitbürger auf Ungeimpfte ausüben. Die Kontrolle über unsere körperliche Unversehrtheit zu behalten, bedeutet, die letzte Grenze verteidigen, die unsere bürgerlichen Freiheiten noch schützt.

von Angela Durante

Offener Brief an die Ungeimpften

Sie sind nicht allein! Mit Stand vom 28. Juli 2021 haben 29 Prozent der Kanadier keine COVID-19-Impfung erhalten, weitere 14 Prozent haben bis dato nur eine Dosis bekommen. In den USA und in der Europäischen Union ist weniger als die Hälfte der Bevölkerung vollständig geimpft, und selbst in Israel, dem laut Pfizer „Weltlabor“, ist ein Drittel der Menschen völlig ungeimpft. Politiker und Medien haben eine einheitliche Sichtweise eingenommen und die Ungeimpften zum Sündenbock für die Probleme gemacht, die nach achtzehn Monaten der Angstmacherei und der Lockdowns entstanden sind. Es ist an der Zeit, einige Dinge richtig zu stellen.

Es ist völlig vernünftig und legitim, sich gegen unzureichend getestete Impfstoffe auszusprechen, für die es keine zuverlässige wissenschaftliche Grundlage gibt. Sie haben das Recht, über Ihren Körper zu bestimmen und medizinische Behandlungen abzulehnen, wenn Sie es für richtig halten. Sie haben das Recht, „Nein“ zu sagen, wenn Ihre Würde, Ihre Integrität und Ihre körperliche Autonomie verletzt werden. Es ist Ihr Körper, und Sie haben das Recht, frei zu entscheiden. Sie haben das Recht, gegen die Massenimpfung Ihrer Kinder in der Schule zu kämpfen.

Sie haben Recht, wenn Sie sich fragen, ob eine freie und informierte Zustimmung unter den gegebenen Umständen überhaupt möglich ist. Langfristige Auswirkungen sind unbekannt. Mögliche vererbbare Auswirkungen sind unbekannt. Die durch die Impfung verursachte Deregulierung der natürlichen Immunität ist unbekannt. Mögliche Schäden sind nicht bekannt, da die Meldungen über unerwünschte Nebenwirkungen verspätet, unvollständig und von Land zu Land uneinheitlich geschehen.

Sie werden von den Mainstream-Medien, den Social-Engineering-Kampagnen der Regierung, ungerechten Vorschriften und Richtlinien, kollaborierenden Arbeitgebern und dem Mob in den sozialen Medien ins Visier genommen. Ihnen wird gesagt, dass Sie jetzt das Problem sind und dass die Welt nicht wieder in Ordnung kommen kann, wenn Sie sich nicht impfen lassen.

Sie werden von der Propaganda zum Sündenbock gemacht und von Ihrem Umfeld unter Druck gesetzt. Denken Sie daran: Mit Ihnen ist alles in Ordnung.

Sie werden fälschlicherweise beschuldigt, eine Fabrik für neue SARS-CoV-2-Varianten zu sein, obwohl Ihr natürliches Immunsystem nach Ansicht führender Wissenschaftler tatsächlich eine Immunität gegen mehrere Komponenten des Virus erzeugt. Dies fördert Ihren Schutz gegen eine Vielzahl von Virusvarianten und verhindert eine weitere Ausbreitung auf andere Personen.

Sie fordern zu Recht unabhängige, von Experten begutachtete Studien, die nicht von multinationalen Pharmaunternehmen finanziert werden. Alle von Fachleuten begutachteten Studien zur kurzfristigen Sicherheit und Wirksamkeit wurden von diesen gewinnorientierten Unternehmen finanziert, organisiert, koordiniert und unterstützt; und keine der Studiendaten wurde veröffentlicht oder Forschern zugänglich gemacht, die nicht für diese Unternehmen arbeiten.

Sie haben Recht, wenn Sie die vorläufigen Ergebnisse der Impfstoffstudien in Frage stellen. Die behaupteten hohen Werte der relativen Wirksamkeit stützen sich auf eine geringe Zahl von „Infektionen“, die nur sehr vage bestimmt wurden. Die Studien waren auch nicht blind, das heißt die Personen, die die Injektionen verabreichten, wussten oder konnten sich erschließen, ob sie den experimentellen Impfstoff oder das Placebo injizierten. Dies ist keine akzeptable wissenschaftliche Methodik für Impfstoffstudien.

Sie haben Recht mit Ihrer Forderung nach einer Vielfalt wissenschaftlicher Meinungen. Wie in der Natur brauchen wir eine Polykultur von Informationen und deren Interpretationen. Und die haben wir im Moment nicht. Die Entscheidung, den Impfstoff nicht zu nehmen, schafft Raum für Vernunft, Transparenz und Verantwortlichkeit. Sie fragen zu Recht: „Was kommt als Nächstes, wenn wir die Hoheit über unseren eigenen Körper aufgeben?“

Lassen Sie sich nicht einschüchtern. Sie beweisen Widerstandskraft, Integrität und Entschlossenheit. Sie kommen mit Gleichgesinnten zusammen, schmieden Pläne, um sich gegenseitig zu helfen, und setzen sich für die wissenschaftliche Rechenschaftspflicht und die Meinungsfreiheit ein, die für das Gedeihen der Gesellschaft unerlässlich sind. Wir gehören zu den vielen, die an Ihrer Seite stehen.

Angela Durante, PhD
Denis Rancourt, PhD
Claus Rinner, PhD
Laurent Leduc, PhD
Donald Welsh, PhD
John Zwaagstra, PhD
Jan Vrbik, PhD
Valentina Capurri, PhD


Dieser Artikel erschien zuerst unter dem Titel „Letter to the unvaccinated“. Er wurde von Max Stadler aus dem ehrenamtlichen Rubikon-Übersetzerteam übersetzt, vom ehrenamtlichen Rubikon-Korrektoratteam lektoriert und erschien auf Rubikon am 18.08.2021.

Er ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.


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Bürger als Pawlowsche Hunde

Der Tod der Vernunft

Mit den Auswüchsen der Impfkampagne geht ein Absterben rationalen Denkens in der Gesellschaft einher — damit ist das Tor für schlimmste Gräueltaten geöffnet.

von Nicolas Riedl

Impfkampagne

Quelle: Liz Masoner/pixabay.com

Voltaire wird folgendes Zitat zugeschrieben: „Wer dich dazu bringt, Absurditäten zu glauben, bringt dich auch dazu, Ungeheuerlichkeiten zu tun.“ Der Satz verdeutlicht, dass das Dahinschwinden rationalen Denkens in der Masse der Gesellschaft eine erhebliche Gefahr birgt. So lustig einem im ersten Moment die Handlungen einer von allen guten Geistern verlassenen Menschenherde vorkommen können, so schnell kann einem das Lachen vergehen. Die Frage ist, wozu diese irrationalen Menschen noch imstande wären. Die verbliebenen kritischen Geister im Land spotten vielleicht über Menschen, die auf dem Fahrrad mit Maske über einen menschenleeren Feldweg fahren. Doch wenn dieser Mensch eine derart absurde Handlung nicht als solche erkennt, in welchen Bereichen wird er sonst noch völlig blind sein? Wird er Unrecht als solches erkennen können und der Grausamkeit offen entgegentreten? Und wie wird sich dieser maskierte Radler verhalten, wenn er sieht, dass Menschen auf offener Straße verprügelt werden?

Die Irrationalität triumphierte

Bereits Ende April verfasste ich einen Beitrag mit dem Titel „Triumph der Irrationalität„, der anscheinend einen Nerv traf und vergleichsweise sehr viral ging. In diesem analysierte ich anhand eines RTL-Beitrags die Reaktionen von Passanten auf die „Impfen = Freiheit„-Lichtinstallation am Düsseldorfer Rheinturm. Die vorgestellten Fußgänger waren ein mustergültiges Beispiel für Menschen, denen jegliche Rationalität abhandengekommen ist. Will heißen, dass sie über keine kritisch-analytische Integrität verfügen, sondern einem Schwamm gleichkommend alles aufsaugen, was ihnen an Gedanken aufgegossen wird.

Im Grunde genommen dachte ich, mit diesem Artikel bereits alles gesagt zu haben. Doch Meldungen der zurückliegenden Tage und Wochen, die einem wahrlich die Kinnlade runterfallen lassen, belehrten mich eines Besseren. Da ich dem inneren Drang nicht widerstehen kann, das zu kommentieren, folgt nun auf dem oben genannten Beitrag aufbauend ein verschriftlichtes Haareraufen in Reaktion auf die abstrusen Blüten der Impfkampagne. Hierzu seien die wichtigsten Thesen des genannten Beitrags stichpunktartig zusammengefasst:

  • Die Impf-Maxime wird mit einem religiösen Eifer und in kultischer Manier transportiert.
  • Die Menschen geraten psychisch in einen Prozess der Regression, in welchem sie sich in den infantilen Status eines Kindes zurückentwickeln (1).
  • Der Triumph der Irrationalität ist zugleich der Triumph der Biopolitik — die Biopolitik, deren Feld der Machtausübung der Körper eines jeden Einzelnen ist (2). So bekennen die Befragten im genannten RTL-Beitrag, sie würden sich sofort impfen lassen — mit was, das sei ihnen egal.
  • Es findet zudem eine historische Regression statt — die sprachliche Nähe von „Impfen = Freiheit“ zu „Arbeit macht frei“ wird überhaupt nicht erkannt.

Die Irrationalität hat triumphiert. Betrachten wir nun, was auf diesen Triumph folgt. Es sind die Arten der Impfanreize, die fassungslos machen. Im genannten Beitrag erwähnte ich bereits einen Impfanreiz in Form von je einer Flasche Eierlikör, die der Chef einer Pflegekette einem jeden geimpften Angestellten in Aussicht stellte. Sie finden bereits das absurd? Dann schnallen Sie sich gut an — es folgen geistige Luftlöcher!

Impfanreize — „Ist dies Wahnsinn, so hat es doch Methode.“ (Shakespeare)

Bevor wir uns in die Impf-Geisterbahn setzen, sei hier noch ein Fakt vorab in Erinnerung gerufen. Dafür muss man wahrlich nicht Medizin studiert haben, eigentlich müsste das auch jedem Laien bekannt sein. Eine Impfung stellt in aller Regel eine temporäre Schwächung des Immunsystems dar. Es ist von daher ratsam, sich in den Tagen danach nicht zu verausgaben. Dazu zählt auch, dass man in diesem Zeitraum mehr als sonst auf eine gesunde Lebensweise achten sollte.

Ich selbst bin mehrfach — mit „normalen“ Stoffen — geimpft und erinnere mich noch gut an die ärztlichen Ratschläge, nach erfolgter Injektion die nächsten Tage lieber eine ruhige Kugel zu schieben und mich nicht allzu sehr zu verausgaben. Behalten wir uns diese Binsenweisheit im Hinterkopf. Und nun: Augen zu und durch!

Impf-Frühschoppen

Bitte nicht verlesen! Die Rede ist hier nicht von „Shoppen“, sondern vom „Schoppen“. Mir als Bayer erschließt sich der Begriff „Schoppen“ trotz Duden in diesem Kontext nicht wirklich. Jedenfalls werden im nordrhein-westfälischen Attendorn die Menschen mit dem sogenannten Frühschoppen ins Impfzentrum (IZ) gelockt.

Beim Hellweger Anzeiger — der sich angesichts der Schlagzeile selbst nicht so ganz entscheiden kann, ob er nun „Schoppen“ oder „Shoppen“ meint — liest sich das so:

„Um Anreize zum Impfen zu schaffen, wurde im Sauerland ein regelrechtes Fest am Impfzentrum veranstaltet. Der Frühschoppen mit Blasmusik, Brezeln und alkoholfreiem Bier war ein voller Erfolg.“

So so, Impfen bei Blasmusik? Müssten der Corona-Logik nach die Aerosole durch die Trompeten nicht wild durch die Luft geschleudert werden? Aber geschenkt!

Bleiben wir gleich mal im Ort Attendorn — das scheint ein regelrechtes Mekka des Corona-Kults zu sein.

Impf-Party — Wochenende! Impfen! Geil!

Anfang Juli fand in besagtem Ort doch tatsächlich eine „Impf-Party“ statt. Wer dachte, dass es nichts Hirnrissigeres als Masern-Partys gibt, wird hier eines Besseren belehrt. Das IZ wurde in eine Club-Location umgebaut, in welcher man sich unter den Disco-Kugeln ungetestete „Impfstoffe“ in die Venen rammen lassen konnte.

Dazu gab es Cocktails, die nach den Impfstoffen umbenannt waren: „Sex on the Beach“ wurde zum Platzhalter für Astra Zeneca, „Havana Tropical“ für Moderna, „Solero“ für Biontech und Erdbeer-Bowle für Johnson & Johnson. Es gab auch Aperol Spritz. Der hieß dort Zweitimpfung.

Doch in beiden ist nicht drin, was der Name jeweils verspricht: Weder sind in den „Impfstoffen“ die medizinischen wie politischen Heilsbringer für die Gesundheit und Freiheit enthalten, noch enthielten die Cocktails, was nach offizieller Rezeptur hätte drin sein müssen — Alkohol. Für die „Impflinge“ mag das zwar durchaus vorteilhaft sein, wenn der Körper neben den ungetesteten „Impfstoffen“ nicht auch noch zusätzlich den Alkohol verarbeiten muss. Aber im Umkehrschluss bedeutet dies ja, dass die Partygäste im nüchternen Zustand etwas taten, was vernünftige Menschen nicht einmal im Vollsuff täten — sich gegen eine Erkrankung im Gefährlichkeitsbereich einer saisonalen Grippe mit ungetesteten, neuartigen „Impfstoffen“ zu spritzen.

Auf die Rationalität, Prost!

Impfen im Supermarkt

In Supermärkten soll demnächst geimpft werden. Nicht nur auf den Parkplätzen, sondern in den Märkten selber. Das ist bemerkenswert, sind Supermärkte doch wahrlich kein Hort der Gesundheit. Das Sortiment eines Edeka oder Rewe-Marktes auf die wirklich unbedenklichen, gesunden Produkte reduziert, würde in einen kleinen Tante-Emma-Laden passen.

Nun sehen wir also demnächst Menschen in den Supermarkt strömen, um sich der Gesundheit wegen impfen zu lassen und sich danach zuckerhaltige, giftige, künstliche Nahrungsmittel und hochtoxische Haushaltsmittel zu beschaffen.

Dass allein der Zucker ein vielfaches mehr an Menschen dahinrafft, als es Corona je könnte, ist entweder niemanden bekannt oder es wird schlicht ignoriert.

Wir dürfen uns jedenfalls schon freuen auf kleine Impfboxen neben den Süßigkeitenregalen — ein fast schon mustergültiges Beispiel für kognitive Dissonanz.

Impf-Drive-in

„Scheibe runter, Arm raus, weiterfahren: Mehrere deutsche Städte haben in den vergangenen Wochen Massenimpfungen am Drive-in-Schalter durchgeführt.“, titelt RND.

Und was ist mit der ärztlichen Voruntersuchung, die bei einer Impfung immer geboten ist? Fragt an den Drive-in-Schaltern überhaupt jemand, ob der zum Dauerpatienten degradierte Mensch Vorerkrankungen hat? Ob er sich heute gesundheitlich wohlfühlt? Wird etwa überprüft, ob die Person vielleicht gerade einen Schnupfen oder eine andere Erkrankung hat und deswegen besser nicht „geimpft“ werden sollte? Ja, wird die „Impfung“ überhaupt von medizinisch geschultem Personal durchgeführt, gar von einem Arzt? Oder sitzen dort behelfsmäßige Laien vom Schlag eines Faktenchecker-Redakteurs? Also irgendwelche Kunstpädagogik-Studienabbrecher, die sich ohne medizinische Ausbildung erdreisten, renommierten Ärzten die Kompetenz abzusprechen und daraus schlussfolgernd auch fachlich dazu befähigt sind, vorbeifahrenden Menschen Spritzen in den Oberarm zu jagen?

Hol das Leckerli! — Impfung gegen Bratwurst

Wenn man Menschen mit einer Flasche Eierlikör zur Impfung bewegen kann, dann kann man sie auch mit anderen Verbrauchsgütern im einstelligen Eurowertbereich zur Injektion locken. Aber Menschen mit Bratwürsten zu locken, hat dann doch noch mal ein ganz eigenes „Geschmäckle“.

Ein Geschöpf, das mit einer Wurst für eine vollbrachte Leistung belohnt wird — woran denken Sie? An einen Menschen — oder doch eher an einen Hund?

Ja, hier zeigt sich die Abschaffung des Menschseins in aller Deutlichkeit. Der Mensch wird zum Nutztier. Schauen Sie sich doch nur an, wie die Menschen in Scharen in der Schlange der IZ stehen, wie arme Tiere aus der Massentierhaltung, die ihrer Schlachtung entgegensehen. Die Menschen werden gelockt, wie Fische, denen man einen Köder ins Wasser wirft. Es wirkt fast so, als würde der breiten Masse der Menschen nun das gleiche Schicksal blühen, welches sie bei Milliarden von Nutztieren aus der Massentierhaltung billigend in Kauf nahmen. Sie werden in Herden getrieben, registriert, mit temporären Leckerlis verlockt und dann …

Wo steht der Mensch in seiner Entwicklung, wenn er geistig so weit abgerichtet ist, dass er sich im Gegenzug zu einer in drei Minuten verputzbaren Bockwurst eine womöglich lebensverändernde Injektion verpassen lässt?

Ist das der mündige Bürger, der zu werden wir in der Schule angehalten wurden? Ist das der Mensch nach dem Idealbild Kants? Was ist aus der Aufklärung geworden? Wo sind die Erkenntnisse aus dieser Epoche hin?

Ich sage Ihnen, was aus der Aufklärung wurde: Stellen Sie sich vor, die Aufklärung wäre Senf. Scharfer Senf. Und dieser Senf befindet sich im Bratwurst-Hotdog, den der Frischgeimpfte für seine Injektion erhalten hat. Und dieser Senf spritzt — als der Geimpfte in seine Gratis-Bratwurstsemmel beißt — direkt auf sein Shirt. Mit einem angewiderten „Uuuh“ streift er den Senffleck vom Shirt, von wo aus er auf dem Asphalt, auf den ein Hinweis zur Maskenpflicht aufgetragen ist.

McImpfen — Bleiben Sie gesund, gehen Sie zu McDonald‘s!

„Jetzt kann man sich sogar bei McDonald‘s impfen lassen“, titelt Tag24 ganz begeistert. Auch anderorts wirbt McDonald‘s damit, dass man sich in der Filiale oder durch den davor parkenden Impfbus spritzen lassen kann und im Gegenzug ein Menü erhält.

Erinnern Sie sich bitte an den Hinweis zu Beginn dieser Auflistung. Es geht hier doch vornehmlich um Gesundheit, oder nicht?

Wie um alles in der Welt können Menschen diese Widersprüchlichkeit nicht erkennen? Der Gesundheit wegen zu McDonald‘s zu gehen? Sich erst eine Spritze verabreichen zu lassen — von der die Menschen überzeugt sind, sie diene ihrer Gesundheit — aber sich danach als „Dankeschön“ ein Essen reinpfeifen, welches nicht einmal Maden anrühren?

Es ist doch wirklich kein großes Geheimnis, dass Fast Food von McDonalds alles andere als gesund ist. Und wer sich bereitwillig davon ernährt, scheint sich doch sowieso nicht sonderlich für die eigene Gesundheit zu interessieren. Die, die sich in oder vor McDonalds impfen lassen und dafür ein McMenü spendiert bekommen — machen die das wirklich einfach nur für die Illusion, durch die Impfung wieder Freiheit zu erlangen? Oder schlimmstenfalls sogar einfach nur, um gratis Pommes und Burger abzustauben?

Vergegenwärtigen wir uns noch einmal:

Impfungen wurden in der alten Normalität in Arztpraxen und in Krankenhäusern von medizinisch geschultem Personal, respektive einem Arzt durchgeführt. Ihnen ging verpflichtend eine Beratung sowie eine neutrale (!) Aufklärung über Nutzen und Risiko voraus.

Ob das bei McDonalds ebenso eingehalten wird? Und wer führt die Impfung eigentlich durch? Ein Ronald-McDonald-Clown?

Und für McDonald‘s gilt ebenso wie für die Impf-Bratwurst: Konsum von Fleisch aus der Massentierhaltung schadet nicht nur dem, der es isst, sondern auch allen anderen Menschen. Das sei hier nur stichpunktartig aufgeführt: Grundwasserverschmutzung, Erzeugung multiresistenter Keime und vieles mehr.

Will heißen, dass Massentierhaltung real die Gesundheit anderer gefährdet. Aber ging es bei der Impfung nicht vordergründig darum, andere zu schützen? Stellt es dann nicht einen eklatanten Widerspruch dar, sich einerseits „für andere“ zu impfen, aber anderseits dann eben jene „anderen“ durch den eigenen Fleischkonsum zu gefährden? Und sollte man angesichts der Keimbelastung von Billigfleisch aus der Massentierhaltung vor dem Tüteninhalt seines McMenüs oder der Bratwurst, die man im Gegenzug zur Corona-Impfung erhielt, nicht deutlich mehr Angst haben als vor diesem Virus? Das Virus, dessen Letalitätsrate für Unter-70-Jährige bei 0,05 Prozent und insgesamt bei 0,23 Prozent liegt (3)?

Wenn die Rationalität fällt …

Unterm Strich basieren sämtliche Impfanreize auf der Handlungsmaxime, man müsse die Impfungen dahin bringen, wo die Leute seien, whatever it takes. Die Impfung müsse den Leuten allerorten aufgedrängt werden. Die Impfunwilligkeit und -müdigkeit wird wie ein unerwünschter, zu behebender Defekt betrachtet, nicht als eine legitime Entscheidung des Einzelnen. Es herrsche eine Corona- und Impfmüdigkeit, heißt es. Daher brauche es die Anreize — und seien sie noch so billig —, damit das potenziell immerzu kranke Patienten-Vieh sich doch noch für die Impfung entscheidet. Das erinnert an den ungleichen Deal zwischen amerikanischen Ureinwohnern und europäischen Siedlern, die Ersteren gegen wertlose Murmeln und Perlen ihre Reichtümer und Ländereien „abkauften“.

Der Mensch wird nicht mehr als mündiges Wesen betrachtet, das seine Entscheidungen selbst fällen und für sich Verantwortung übernehmen kann. Und jene, die diese Fähigkeit eines mündigen Bürgers beanspruchen, werden pathologisiert, „idiotisiert“ und kriminalisiert. Die Willfährigkeit, mit der die Masse all das über sich ergehen lässt, gibt den Akteuren Recht. Die Masse der Menschen lässt es wirklich mit sich machen. Sie lässt sich wie eine Tierherde dressieren, locken und konditionieren.

Man könnte nun darüber lachen, über diese gesellschaftsfähige Idiotie. Doch leider ist sie alles andere als zum Lachen. Denn der Wegfall der Rationalität in breiten Teilen der Gesellschaft birgt eine nicht zu unterschätzende Gefahr.

Mit „Rationalität“ ist in diesem Zusammenhang nicht das rein verkopfte Denken unter Auslassung der Emotionen gemeint. Wäre eine Gesellschaft rein rational gepolt, sodass ihre Mitglieder in utilitaristischer Manier rein nach Kosten-Nutzen-Abwägungen ihre Entscheidungen zum Zweck der Nutzenmaximierung fällten, wäre dies ebenso wenig ein wünschenswerter Zustand. Der Begriff der Rationalität soll bei dieser Betrachtung als ein Zusammenspiel von logischem Denken und der Herzebene im empathischen und angstfreien Zustand verstanden werden. Immanuel Kant wird folgendes Zitat zugeschrieben:

„Vernunft ist durch das Herz gebrochener Verstand.“

Somit könnte man auch von „Vernunft“ statt von „Rationalität“ sprechen, doch da der Vernunftbegriff in der Corona-Debatte sehr sinnverzerrend konnotiert ist, bleiben wir beim Begriff „Rationalität“ nach oben genannter Definition.

Wenn also diese Rationalität wegfällt, verliert die Gesellschaft als Kollektiv einen Sicherungsschalter, eine Schutzschicht, ein Bollwerk gegen die Barbarei. Vielleicht mag das auf den ersten Blick ungeheuerlich und vollkommen übertrieben wirken. Aber denken wir das einfach mal weiter und erinnern uns an das Voltaire-Zitat aus der Einleitung:

„Wer dich dazu bringt, Absurditäten zu glauben, bringt dich auch dazu, Ungeheuerlichkeiten zu tun.“

Sich mit einem ungetesteten „Impfstoff“ spritzen zu lassen, um im Gegenzug eine Bratwurst zu erhalten, ist eine Absurdität, wenn der oder diejenige glaubt, dadurch einen Vorteil zu erlangen. Dieses Beispiel für eine irrationale, abstruse Handlung ist dabei nur eine Variable, ein Platzhalter für weitere absurde Entscheidungen. Überlegen Sie mal: Wenn ein Mensch für nur eine Bratwurst so etwas mit sich machen lässt — zu was wäre dieser Mensch imstande, erhielte er im Gegenzug zwei kostenlose Bratwürste? Seinen ungeimpften Nachbarn zu melden? Sich für eine Nacht einer Nachbarschaftswache anzuschließen, die auf den Straßen patrouillierend die Ausgangssperre für Ungeimpfte kontrolliert?

Warum sollte jemand, der sich bei McDonald‘s impfen lässt und dies nicht für „seltsam“ erachtet, skeptisch werden oder gar die Stimme erheben, wenn beispielsweise massenhaft Eltern das Sorgerecht entzogen wird und Kinder gegen den elterlichen Willen geimpft werden?

Warum sollte jemand, der sich im Supermarkt impfen lässt und anschließend billigstes Junkfood auf das Kassenband legt, aufbegehren, wenn Ungeimpfte den Laden nicht mehr betreten dürfen?

Wenn in einem Bereich nicht rational gedacht und gehandelt wird, warum sollte es dann in einem anderen Bereich anders sein? Solche Menschen werden vermutlich nicht einmal dann die Paradoxie erkennen, wenn an der Schiebetür der Märkte ein regenbogenfarbener LGBTQ-Aufkleber als Symbol der Toleranz und der Nichtdiskriminierung hängt, die allerdings bei der Frage des Impfstatus endet und zur Folge hat, dass Türsteher Ungeimpfte nicht mehr hereinlassen.

Zusammengefasst: Fällt die gesellschaftliche Rationalität, fällt der Schutz vor Barbarei. An die Stelle, wo vormals rationales Denken stand, kann nun jede noch so abstruse Gräueltat treten.

Oasen der Rationalität schaffen

Es wäre freilich falsch zu behaupten, die Gesellschaft hätte nicht schon vor 2020 ihre Lücken und Defizite hinsichtlich der Rationalität gehabt. Doch was die Blüten der neuen Normalität gegenüber der alten unterscheidet: Die Einschläge kommen näher. Kannte man vormals Irrationalitäten von irrwitzigen Fehlplanungen wie etwa dem Berliner Flughafen oder Stuttgart 21, EU-Normen für Gurkenkrümmungen oder Ähnliches, so geht der Spalt der Irrationalität nun bis in die Intimsphäre. Und hier gilt es, sich in Schutz zu nehmen.

Man muss sich vor Augen führen, dass der Großteil der Bevölkerung nicht mehr im Besitz eines klaren Verstandes ist, dass dieser von Angst und anderen übermächtigen Emotionen — hoffentlich nur vorübergehend — schachmatt gesetzt wurde. In einem solchen Zustand kann man diesen Menschen nicht mehr mit rationalen Argumenten, Fakten oder Zahlen kommen. All das wird abgeblockt, um die eigene Sicht der Dinge aufrechtzuerhalten und um eine erlebte kognitive Dissonanz zu verhindern.

Von diesen Menschen muss man sich fernhalten, sowohl um sich selbst zu schützen als auch diese Menschen davor zu bewahren, sich in dem Rausch ihrer Irrationalität unverzeihlicher Verbrechen schuldig zu machen. Es bleibt einem vorerst nichts anderes übrig, als sich mit den restlichen Menschen, die des rationalen Denkens noch fähig sind, zusammenzuschließen, um diese Zeit zu überstehen. Die Qualität der Beziehung wird in den nächsten Jahren schwerer wiegen als die Quantität.

Wohin das führt, ist schwer vorauszusagen. Vielleicht ist diese Fontäne an Irrationalität der notwendige Kulminationspunkt, um die Verwerfungen der vergangenen 200 Jahre sichtbar zu machen, die seit 2020 wie unter dem Brennglas so deutlich wie nie zuvor erkennbar werden. Vielleicht ist dies aber auch der Rückfall hin zu den Verwerfungen der voraufklärerischen Dunkelzeit des Mittelalters — allerdings unter der Flagge der Aufklärung.


Quellen und Anmerkungen:

(1) Czycholl, Aaron; Czycholl, Dietmar; Maaz, Hans-Joachim: Corona Angst Was mit unserer Psyche geschieht, Berlin, 2021, Frank & Timme Verlag, Seite 93 bis 117.
(2) Agamben, Giorgio: Homo sacer — Die souveräne Macht und das nackte Leben, Frankfurt am Main, 2019, Suhrkamp, Seite 127.
(3) Bhakdi, Sucharit; Reiss, Karina: Corona Unmasked – Neue Zahlen, Daten Hintergründe, Berlin, 2021, Goldegg Verlag, Seite 101.


Dieser Artikel erschien auf Rubikon am 05.08.2021 und ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.


Nachtrag 14.09.2021:

Musterschreiben: Strafanzeige gegen illegale Werbung für Impfungen und Arzneimittel


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Tod nach Impfung – Zufall?

Die Impftoten-Bilanz

Bisher wurden laut zuständiger EU-Datenbank 19.000 Tote nach Corona-Impfung gemeldet — die Dunkelziffer ist unbekannt.

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Kinder dreimal mehr gefährdet

Kinder infizieren sich dreimal seltener als Erwachsene, werden noch seltener krank und sollen dennoch gegen Covid-19 geimpft werden.

Wie Kinder dreimal mehr gefährdet werden

Milena Preradovic sprach in ihrem Videoblog @PunktPreradovic mit Peter F. Mayer. Er publiziert im Bereich Science & Technology. Nach dem Physikstudium arbeitete er einige Jahre in der IT-Branche und Softwareentwicklung.

Hier das Video-Gespräch mit ihm:

Die „Corona-Impfstoffe“ haben nur eine Notfall- oder bedingte Zulassungen ab dem Alter von 18 und im Fall von Pfizer ab 16 und in den USA neuerdings sogar ab 12 Jahren. Wenn die Impfungen für Kinder zugelassen werden, gewinnt die Pharmaindustrie etwa 2,35 Milliarden Impfbare hinzu — ein gewaltiges Potenzial für enorme Profite.

Wer erinnert sich noch, dass die klinische Erprobung der Corona-Impfstoffe in der Europäischen Union (EU) erst durch eine Veränderung der Gentechnik-Verordnung ermöglicht wurde. Denn gemäß dieser Verordnung war diese Art von Impfstoffen bis zum 15. Juli 2020 in der EU verboten.

Die Abgeordenten des EU-Parlaments stimmten der neuen Regelung am 10. Juli 2020 zu, der Rat (Ministerrat) am 14. Juli 2020 – wegen der behaupteten epidemischen Notlage.

Aufgrund der neuen Verordnung wird vor der klinischen Prüfung an Millionen Menschen weder verlangt, die Umweltfolgen noch die langfristigen Folgen für Menschen und das menschliche Genom durch diese gentechnisch veränderten Impfstoffe zu prüfen. Ebenfalls wird keine vorgelagerte Genehmigung für klinische Tests mehr verlangt.

Die Ausnahmeregeln gelten auch für die Kennzeichnungspflicht von Produkten mit Gentechnik-Verordnungsbestandteilen. Die zu impfenden Personen erfahren nichts über über die Natur des Impfstoffes.

Wie stark sind Kinder durch Corona oder Impfungen gefährdet?

Peter F. Mayer fand heraus, dass Infektionen und Erkrankungen bei gesunden Kindern extrem selten vorkommen. Einer schwedischen Studie nach brauchen nur ganz wenige Kinder — 0,77 von 100.000 — bei Erkrankungen Intensivpflege und erholen sich rasch. Wie Mayer schreibt, wurde gegen den Studienautor so massiv gehetzt, dass er seine Arbeit über Covid und Kinder aufzugeben beschloss.

US-Datenbank VAERS: dreifach höheres Risiko bei Impfung als bei Infektion

Auf Twitter verglich der Arzt @andrewbostom die Risiken für unter 18-Jährige zwischen der Impfung und Todesfällen durch Covid. Die Risiko-Nutzen-Daten des Covid-19-Impfstoffs für Personen unter 18 Jahren zeigen ein potenziell dreifach erhöhtes Risiko für tödliche und lebensbedrohliche Ereignisse für jeden potenziellen Tod, der durch die Impfung mit Covid-19 verhindert wird.

Damit wird erneut deutlich, dass wie mit dem Beschluss des 124. Deutschen Ärztetages mit die Gesundheit und das Leben der Kinder gefährdet ist.

Mehr…

Unterstützen Sie die Petition: Keine Corona-Impfpflicht für Kinder

Netzwerk Kritische Richter und Staatsanwälte n. e. V.: Impfteams in Schulen – strafrechtliche Fragen, 19.08.2021

 

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Informationsfreiheitsgesetz vs. Vertuschung durch PEI

Informationsfreiheitsgesetz: „Jeder hat nach Maßgabe dieses Gesetzes gegenüber den Behörden des Bundes einen Anspruch auf Zugang zu amtlichen Informationen.“


Repressionen, Propaganda, Profite

Das Paul-Ehrlich-Institut verschleiert gefährliche Nebenwirkungen der Covid-19-Impfungen und stützt so die Regierungspropaganda.

von Susan Bonath

Details ausblenden, Informationen zerstückeln, Verdachtsfälle nur auf Druck untersuchen lassen: Das gehört offenbar zum Konzept des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), um die politisch-mediale Covid-19-Impfkampagne zu stützen. Zwar berichtet das Bundesinstitut unregelmäßig über „unerwünschte Reaktionen“ und weist mittlerweile auf einige wenige Risiken hin. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. So warnte beispielsweise der Pharmakonzern AstraZeneca selbst davor, dass ein enormer Teil der Geimpften von einer gefährlichen Autoimmunreaktion betroffen sein könnte, ohne es unmittelbar zu spüren. Öffentlich kommuniziert wird das nicht. Wächst sich die Covid-19-Impfkampagne zu einem der größten politischen Medizinskandale der Geschichte aus?

Vertuschung befürchtet

Während gehäufte Todesfälle in etlichen Pflegeheimen nach Covid-19-Impfungen oftmals unter Alter, Vorerkrankungen und statistischer Sterbewahrscheinlichkeit verbucht worden waren, passen viele jüngere Verstorbene nicht so gut in diese Kategorien. Versucht wurde das offenbar auch im Fall Dana Ottmann.

Die junge Frau starb Anfang März 32-jährig nach einer Impfung mit dem Serum von AstraZeneca, das neuerdings den Namen Vaxzevria trägt, an einer Hirnblutung. Dieses Risiko sei nicht bekannt, lediglich einige Fälle von Hirnvenenthrombosen würden untersucht, beschwichtigten die Medien Ende März. Da man eine solche im Fall Ottmann nicht diagnostiziert habe, sei ein kausaler Zusammenhang fraglich.

Überhaupt gelangte der Fall offenbar allein durch die Mutter des Opfers in die Medien. Sie sei, erläuterte diese Ende April dem Focus, nach dem Tod ihrer Tochter „auf taube Ohren gestoßen“. Niemand habe einen möglichen Zusammenhang wahrhaben wollen. Sie habe gar befürchtet, dass etwas vertuscht werden könnte, und deshalb die Öffentlichkeit gesucht.

Inzwischen kam die Universität Greifswald zu einem erschütternden Befund: Dana Ottmann erlag einer Autoimmunreaktion auf den Impfstoff, die zu einer Gerinnungsstörung mit Einblutung ins Gehirn führte. Im Fachjargon spricht man von einer Thrombozytopenie. Offenbar angeregt durch zahlreiche Entzündungen im Körper bilden sich dabei Antikörper, die an eigene Blutplättchen binden. Dadurch funktioniert die Gerinnung nicht mehr richtig, was zu gefährlichen inneren Blutungen führen kann.

Hunderte Todesfälle, Tausende schwerwiegende Reaktionen

Diese Autoimmunreaktion namens Thrombozytopenie spielt durchaus eine Rolle [im neuen „Sicherheitsbericht“ des PEI] — allerdings ausnahmslos in Verbindung mit einer Hirnvenenthrombose und einzig bezogen auf den Impfstoff Vaxzevria von AstraZeneca. Das Problem: Die Kombination der beiden schweren Nebenwirkungen wurde nach dieser Impfung gehäuft erfasst, im Hinblick auf die Impfdosen jedoch „sehr selten“. Das bedeutet: Es betraf bisher weniger als einen von 10.000 Geimpften.

In Zahlen ausgedrückt: Dem Bericht zufolge waren dem PEI bis zum 30. April genau 67 Fälle einer Kombination von Thrombose und Thrombozytopenie, dort abgekürzt mit TTS, nach einer AstraZeneca-Spritze gemeldet worden. 14 Betroffene davon seien verstorben, heißt es. Das wären dann insgesamt etwa zwölf TTS-Fälle auf eine Million Impfdosen und, wegen der doppelten Verabreichung, 500.000 Probanden.

Drei Viertel der von TTS Betroffenen waren weiblich. Alle 50 Frauen waren unter 80 Jahren alt, 17 davon waren unter 40, weitere 21 zwischen 40 und 59. Zudem traf es zwölf Männer unter 40 und fünf weitere zwischen 40 und 80. Von den 14 Verstorbenen waren elf unter 60 Jahre alt. Diese Todesfälle reihen sich in die PEI-Liste mit inzwischen 524 nach Covid-19-Impfung Verstorbenen ein. Sowohl die Toten als auch die Überlebenden finden sich wiederum in der PEI-Aufzählung für „schwerwiegende Reaktionen“. Bis Ende April erfasste das Bundesinstitut dazu fast 5.000 Fälle für alle Impfstoffe.

Zwar verbuchte das PEI die meisten schweren Nebenwirkungen beim Vakzin von AstraZeneca. Auf eine Million Impfdosen entfallen hier 387 solcher Fälle. Das Moderna-Serum schlägt derweil mit 110, der Pfizer/Biontech-Impfstoff mit 112 schweren Reaktionen pro einer Million Dosen zu Buche. Allerdings verzeichnete das PEI die meisten Todesfälle nach dem Serum von Pfizer/Biontech: 21 gemeldete Verstorbene kommen auf eine Million Dosen — nach AstraZeneca waren es neun, nach Moderna sieben Todesfälle pro eine Million Spritzen.

Einseitiger Fokus, Fakten ausgeblendet

Das PEI verschweigt jedoch einiges:

Erstens wird grundsätzlich nur ein geringer Teil mutmaßlicher Nebenwirkungen gemeldet, die reale Zahl ist also unbekannt. Zweitens wurden viele Todesfälle nach Impfungen, insbesondere in Altenheimen, weder dem PEI übermittelt noch rechtsmedizinisch auf einen kausalen Zusammenhang untersucht. Wie viele Impftote es tatsächlich gab, weiß man also auch nicht.

Drittens: Auch nach anderen Impfstoffen wurden Hirnvenenthrombosen registriert. Bis zum 21. April hatte das PEI etwa zwölf solcher Fälle nach einer Impfung mit dem Pfizer/Biontech-Serum ausgewiesen, darunter drei Todesfälle. Ebenso traten durch Thrombozytopenie verursachte innere Blutungen, wie im Fall Dana Ottmann, auch ohne Thrombose auf. Beides ist für sich genommen eine lebensgefährliche Erkrankung.

Trotzdem schreibt das PEI nun in seinen aktualisierten Meldungen:

„Da die aktuelle wissenschaftliche Evidenz zeigt, dass Thrombosen mit Thromboszytopenie (TTS) kausal auf Vaxzevria und den Covid-19-Impfstoff Janssen zurückzuführen sind, werden sie zukünftig nicht mehr getrennt ausgewiesen.“

Hintergrund sind zwei sogenannte Rote-Hand-Briefe, mit denen die Konzerne selbst auf erkannte Nebenwirkungen hinweisen müssen, auch um sich abzusichern. Am 26. April benannte der Konzern Janssen in einem solchen Schreiben die Symptom-Kombination TTS als „sehr seltene“ schwerwiegende Impfreaktion. Das Pharmaunternehmen AstraZeneca hatte dieses Syndrom bereits Mitte März als kausal mit dem Serum eingeräumt.

Die Meldung des PEI lässt nun vermuten: Wenn gefährliche Hirn- oder andere Thrombosen und Thrombozytopenien getrennt voneinander auftreten, wird es dies künftig wohl nicht mehr ausweisen. Thema wird die seltene Kombination beider Nebenwirkungen bleiben. Die einzeln auftretenden Schäden könnten so aus dem Fokus der öffentlichen Wahrnehmung verschwinden, ein falsches Sicherheitsgefühl entstehen.

Drohen Hunderttausenden gefährliche Spätfolgen?

Das falsche Sicherheitsgefühl, mit dem offenbar die Impfbereitschaft erhöht werden soll, könnte fatale Folgen haben. So schätzt der Ausschuss für Risikobewertung (PRAC) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) das Entstehen einer Thrombozytopenie als Autoimmunreaktion auf eine AstraZeneca-Dosis als „häufige“ Nebenwirkung ein. Dies floss in die Produktinformation bereits mit ein.

Das bedeutet konkret: Ein bis zehn von hundert mit Vaxzevria Geimpfte zeigten bei Untersuchungen Anzeichen für diesen gefährlichen Blutplättchenmangel. Hervor geht das aus einem zweiten „Rote-Hand-Brief“ von AstraZeneca vom 13. April. Darin stellt der Konzern zunächst ebenfalls die Kombination des Blutplättchenmangels mit Hirnvenenthrombose, also TTS, als „sehr seltene“ Impfreaktion in den Vordergrund. Erst im letzten Absatz versteckt sich der brisante Hinweis:

„Eine dieser Aktualisierungen betrifft Abschnitt 4.8. der Fachinformation, Thrombozytopenie wurde als unerwünschte Reaktion mit einer Häufigkeit von häufig eingefügt, basierend auf Daten aus klinischen Studien.“

Eine Thrombozytopenie bleibt zunächst oft unbemerkt oder erschöpft sich im Auftreten einiger blauer Flecke, deretwegen kaum jemand einen Arzt aufsucht. Wie für Autoimmunkrankheiten üblich, dürfte das Problem aber nicht verschwinden. Im Gegenteil: Die Erkrankung könnte sich in Schüben verstärken und auch noch nach Jahren zu schweren inneren Blutungen führen.

Warum informiert das PEI die Öffentlichkeit nicht über so eine brisante Warnung? Denn sie bedeutet nicht weniger, als dass von einer Million mit jeweils zwei Dosen Geimpften 20.000 bis 200.000 Menschen eine schwere Autoimmunerkrankung davontragen könnten, die sich möglicherweise verschlimmert und noch nach Jahren tödliche Folgen haben könnte. Schon jetzt könnten eine halbe Million Probanden davon großteils unbemerkt betroffen sein.

Auf Anfrage der Autorin wiegelte PEI-Sprecherin Susanne Stöcker ab: Ihr Institut habe den „Rote-Hand-Brief“ schließlich auf seiner Internetseite verfügbar gemacht. Dass ein Laie schon gut suchen muss, um ihn zu finden: Nebensache. Allerdings sei diese Veröffentlichung nicht einmal vorgeschrieben, betonte Stöcker. „Früher wurden diese Schreiben ausschließlich per Brief an die Ärztinnen verschickt“, teilte sie mit.

„Es könnten auch alle betroffen sein“

Der Biochemiker Christian Steidl warnt in einem Gastbeitrag auf der von kritischen Wissenschaftlern und Ärzten betriebenen Plattform 1bis19.de vor einer erheblichen Gefährdung der Bevölkerung. Es könnten sogar alle mit dem Vektorserum Geimpften von der Autoimmunerkrankung Thrombozytopenie betroffen sein, mahnte er und begründete: „Bisher wurden die symptomfreien Geimpften nicht darauf getestet, ob sie diese Krankheit im Anfangsstadium haben.“

Steidls Prognosen sind düster: „Vielleicht haben die, die heute strahlend lächeln, weil sie die Impfung gut vertragen haben, nächstes Jahr Kopfschmerzen und übernächstes Jahr eine tödliche Hirnvenenthrombose.“ Aktuell wisse das niemand. Er beklagt zudem, dass die Information in dem Brief von AstraZeneca versteckt worden sei, und verweist auf weitere wissenschaftliche Studien, welche die große Gefahr bestätigten. Angesichts dieser Fakten müsse der Impfstoff sofort gestoppt werden.

Tatsächlich meldet das PEI in seinem neuen Bericht 46 entdeckte Fälle einer Thrombozytopenie ohne Thrombose nach der Gabe des AstraZeneca-Serums. Acht weitere Male sei diese Autoimmunreaktion nach einer Spritze mit dem Pfizer/Biontech-Vakzin aufgetreten, zweimal nach einer Moderna-Impfung. Für den Janssen-Impfstoff machte das Institut dazu noch keine Angaben, vermutlich, weil er gerade erst zugelassen und bis Ende April nur gut 2.100-mal verimpft worden war. Hirnvenenthrombose als Einzelreaktion führt das PEI jedoch nicht mehr gesondert auf.

Andere schwere „Verdachtsfälle“

Hinzu kommen weitere schwerwiegende Verdachtsfälle auf Impfschäden, die teilweise auch durch eine Blutgerinnungsstörung verursacht worden sein könnten. Zum Beispiel notiert das PEI insgesamt 99 Fälle von Gesichtslähmungen, 72-mal nach Pfizer/Biontech, 24-mal nach AstraZeneca und dreimal nach Moderna. Diese Verteilung korreliert dabei mit der Verabreichung der Impfdosen: Bis Ende April wurde Pfizer/Biontech 21,3 Millionen Mal verspritzt, AstraZeneca 5,78 Millionen Mal und Moderna knapp 1,7 Millionen Mal.

Dieser Verteilung entsprechen weitere schwere Folgen. So meldet das PEI insgesamt 63 Herzinfarkte nach Impfungen, 20 Autoimmunreaktionen mit Schädigung der Rückenmarksnerven, 16 Herzmuskelentzündungen und zwölf Gehirnentzündungen. In früheren Berichten führte das PEI auch Dutzende Krampf- und Schlaganfälle extra auf, die aktuell unerwähnt blieben. Zu den häufigen Reaktionen zählten neben „grippeähnlichen Erkrankungen“ auch Kopf- und andere Schmerzen, „Ermüdung“, Schwindel und Herzrhythmusstörungen.

Wissenschaft zu Diensten

Allen massiven Gefahren zum Trotz: Die Bundesregierung gebärdet sich weiter als verlängerter Arm des profitierenden Großkapitals. Ihre Propaganda treibt immer bizarrere Blüten. Inzwischen klappern mobile Impfteams Supermärkte und „soziale Brennpunkte“ ab. In Slogans wie „Impf in den Mai“ manifestiert sich die gefährliche Irreführung und Verharmlosung. Das Pfizer/Biontech-Serum wurde in den USA bereits für Kinder ab zwölf Jahren zugelassen, die sich nicht einmal gegen eine Impfung wehren können.

Dass die EU und Deutschland dem „Vorbild“ USA demnächst folgen werden, ist anzunehmen. Seit dem sogenannten Panikpapier vom März 2020 zieht die Bundesregierung ihre Agenda eisern durch, ohne auf nur eine der vielen kritischen Stimmen bisher gehört zu haben. Auch „die Wissenschaft“ in Form der Universitäten bindet sie für diese Zwecke ein. Wer zahlt, gibt den Ton an.

So basteln Forscher der Humboldt-Universität zu Berlin über ein staatlich fürstlich finanziertes Programm derweil an Strategien, um die „Impfbereitschaft“ in der Bevölkerung mittels psychologischer Tricks und sozialer Repressionen zu erhöhen. In einer Preprintstudie wollen Heike Klüver, Felix Hartmann, Marcatan Humphreys, Ferdinand Geissler und Johannes Gieseke herausgefunden haben, wie vor allem die „Unentschlossenen“ zur Impfung animiert werden könnten: Eine Rückgabe von Freiheitsrechten beeinflusse vor allem die Jüngeren, finanzielle Anreize köderten die Armen und eine Einbindung der Hausärzte locke die Älteren.

In ihrem Papier schrecken die Autoren nicht einmal davor zurück, das australische Modell „No jab, no pay“ zu propagieren. Das bedeutet: Kinder müssen sämtliche vorgeschriebene Impfungen vorweisen. Andernfalls dürfen sie keine Kindertagesstätten und keine Schulen besuchen. Den Eltern werden staatliche Hilfen, wie das Kindergeld, entzogen.

Um es an dieser Stelle noch einmal zu betonen: Alle in Deutschland verfügbaren Impfstoffe basieren auf Gentechnik. Sie sind bedingt und vorläufig zugelassen, lösen viele schwere, teils tödliche Nebenwirkungen aus, und es liegen keinerlei Langzeitstudien dazu vor.

Bekannt ist darüber hinaus, dass Geimpfte sich nach wie vor mit dem Virus infizieren und es weiter verbreiten können.

Der, gelinde ausgedrückt, zurückhaltende Umgang des Paul-Ehrlich-Instituts mit den Gefahren der neuen Impfstoffe entspricht damit eindeutig der Regierungsagenda: So viele Menschen wie möglich müssen geimpft werden. Die Agenda durchzusetzen, dafür werden auch die Wissenschaftler dort bezahlt.

Pharmariesen im Profitrausch

Die Impfstoffhersteller verdienen jedenfalls prächtig am Verkauf ihrer gentechnischen mRNA- und Vektor-Vakzine. Pfizer steigerte im ersten Quartal 2021 seinen Gesamtumsatz um 45 Prozent auf 14,6 Milliarden Dollar, allein für das Serum kassierte er 3,5 Milliarden.

Der kleinere Mitprofiteur des US-Konzerns mit krimineller Vergangenheit, Biontech aus Mainz, der jahrelang in den roten Zahlen herumhangelte, kann sich über 1,1 Milliarden Euro Reingewinn binnen der ersten drei Monate 2021 freuen — das ist 70-mal so viel wie im gleichen Vorjahreszeitraum. Gut da stehen auch die Unternehmen Moderna und AstraZeneca.

Was einst bereits Karl Marx über das Kapital feststellte, spielt sich nun mehr als 150 Jahre später unter Mithilfe des Staats und seiner Apparate so klar wie nie vor allen Augen ab:

„Das Kapital hat einen Horror vor Abwesenheit von Profit oder sehr kleinem Profit, wie die Natur vor der Leere. Mit entsprechendem Profit wird das Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens.“

Es ist leider nicht zu erwarten, dass Staat und Kapital von selbst zurückrudern.


Dieser Beitrag erschien zuerst auf Rubikon am 14.05.2021 unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Auf Rubikon sind auch die Endnoten ausgeiesen. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.


 

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