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Weltbild eines „Erbsenzählers“

Weltbild gegen PropagandaDer „Erbsenzähler“

Dem geläufigen Pandemie-Narrativ schenkte der Informatiker und Datenanalyst Marcel Barz zunächst Glauben — nachdem er die Rohdaten analysierte, hat sich sein Weltbild auf den Kopf gestellt.

von Tilo Gräser

Marcel Barz wurde als „Erbsenzähler“ bekannt, als er 2021 die Rohdaten zur Covid-19-Pandemie analysierte und die Ergebnisse in einem Video vorstellte. Im Interview mit Tilo Gräser erklärt er, warum er das tat, was er seitdem erlebte und welche Schlussfolgerungen er daraus zieht.

Tilo Gräser: Herr Barz, vor einem Jahr haben Sie das Video über „Die Pandemie in den Rohdaten“ veröffentlicht. Warum und auf welcher fachlichen Grundlage haben Sie die „Erbsen“ der Covid-19-Pandemie gezählt?

Marcel Barz: Der Auslöser für meine Untersuchung war ein Freund, der die Pandemie in Frage stellte und dem ich das Ausmaß der Pandemie in den Rohdaten beweisen wollte. Damit bin ich jedoch gründlich gescheitert.

Ich bin Informatiker und Datenanalyst. Als Offizier der Bundeswehr hatte ich Wirtschafts- und Organisationswissenschaften studiert und später noch ein Wirtschaftsinformatikstudium absolviert. Außerdem war ich Gründer und Geschäftsführer der cockpit4 GmbH, die mit mehreren Mitarbeitern auf Datenanalyse, Dashboards und Softwareentwicklung spezialisiert war.

Für meine Untersuchung der Pandemie-Zahlen habe ich ausschließlich öffentlich zugängliche Daten verwendet und die Auswertung genauso durchgeführt, wie ich es gelernt und in meiner beruflichen Arbeit oft gemacht hatte. Das erkläre ich im Video Schritt für Schritt.

Was haben Sie herausgefunden? Hat sich an den Erkenntnissen aus diesem einen Pandemie-Jahr mittlerweile etwas geändert?

Ich fand heraus, dass mein Freund gar nicht so falsch lag. Aus den Daten des Statistischen Bundesamts (Destatis), der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und des Robert Koch-Instituts (RKI) ließ sich für mich nicht ablesen, dass es im Jahr 2020 in Deutschland eine pandemische Lage gab — entgegen meiner eigenen Erwartung und entgegen der vorherrschenden Meinung.

Seit der Veröffentlichung des Videos im letzten August nehmen die Corona-Zahlen einen großen Stellenwert in meinem Leben ein und ich habe viel dazugelernt. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung war ich mir sehr unsicher, ob mein Ergebnis korrekt oder mir nicht ein grober Denkfehler unterlaufen ist. Heute ist diese Unsicherheit komplett verschwunden. Meine im Video getroffenen Kernaussagen haben sich alle bestätigt. Darüber hinaus hatte ich das Thema Impfnebenwirkungen damals nur am Rande behandelt. Leider haben sich auch hier die in den Rohdaten schon absehbaren dramatischen negativen Auswirkungen bewahrheitet.

Natürlich habe ich mir auch die Zahlen für 2021 angesehen. Auffällig war hier, dass die Sterblichkeit teilweise deutlich im zeitlichen Zusammenhang zu den Impfwellen stand. Ich werte das als extremes Warnsignal, das vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) dringend untersucht werden muss und zu einem sofortigen Stopp der Impfkampagne führen sollte.

Für mich unverständlich wendet das PEI in diesem Zusammenhang eine zwar etablierte Messmethode an, dies aber in völlig ungeeigneter Weise. Ich spreche von der Observed-versus-Expected-Analyse, bei der jedoch „vergessen“ wird, sämtliche Verdachtstodesfälle zu erfassen — was aber absolut notwendig wäre. So wird das PEI niemals eine Gefahrenlage erkennen können. Ich finde es unerträglich, dass eine staatliche Behörde einen so extremen Fehler macht und dieser seit Monaten nicht korrigiert wird. Ich wünschte mir, hier würden Journalisten genauer hinschauen und hartnäckig nachfragen.

Stehen Sie diesbezüglich mit anderen Wissenschaftlern und Experten in Kontakt? Können Sie etwas zu deren Einschätzungen sagen?

Das Video hatte weit mehr als eine Million Aufrufe auf „YouTube“, „Telegram“ und anderen Plattformen. Neben unfassbar vielen Zuschriften von interessierten Laien kontaktierten mich mehrere Mathematiker, Statistiker, Informatiker und Ärzte und schickten mir weitere Daten und ergänzende Analysen. Mit einigen Experten gab es einen vertiefenden Austausch. Andere Wissenschaftler führten untereinander rege Fachdiskussionen bezüglich meiner Arbeit und leiteten ihre Ergebnisse an mich weiter.

Fazit aus den vielen Fachgesprächen: Ja, mein Vortrag hat Schwächen und ist natürlich keine wissenschaftliche Arbeit. Jedoch wurden meine Kernaussagen alle erhärtet. Es lässt sich aus den offiziellen Daten nicht ablesen, dass es 2020 in Deutschland eine pandemische Lage gab. Das Ergebnis meiner Analysen unterscheidet sich also fundamental vom offiziellen Narrativ aus Politik und Mainstream-Medien. Ich beobachte hier zwei völlig entkoppelte Welten. Einen guten Überblick der tatsächlichen Datenlage stellt übrigens der Verein „Wissenschaft für die Gesellschaft“ auf seiner Webseite wiges.org zur Verfügung.

Worin sehen Sie die Ursache für den Unterschied zwischen Ihren Erkenntnissen und der offiziellen Darstellung der Daten zur Pandemie?

Die tatsächlichen Daten der Pandemie, also die Rohdaten, bekommen wir als Bürger ja nicht zu sehen, sofern wir nicht selbst recherchieren. Hier gibt es die genannten Behörden und Vereine (RKI, PEI, DIVI und so weiter), die sich vor die Rohdaten schalten und die Zahlen auf ihre Weise interpretieren und uns präsentieren. Die Interessenlage dieser Behörden bleibt weitestgehend im Dunkeln.

In meinem Video zeige ich im Detail auf, wie durch fehlerhaften Umgang mit den verfügbaren Rohdaten und durch unvollständig gezeigte Daten ein verzerrtes Bild der tatsächlichen Gefahrenlage entstehen konnte. Das Statistische Bundesamt „vergisst“ beispielsweise permanent die Sterbezahlen in Bezug zur Bevölkerungsgröße zu setzen und präsentiert uns mit viel Tamtam „absolute Zahlen“. Das DIVI rechnet uns trickreich eine Überlastung des Gesundheitswesens vor. Das RKI zählt positiv Getestete, von denen die wenigsten Symptome haben, als Infizierte und so weiter. Ob dahinter Vorsatz steckt oder Unfähigkeit, kann und will ich nicht beantworten.

Warum das Statistische Bundesamt diesen Unsinn verbreitet, ist mir vollkommen schleierhaft. Bei der DIVI kann ich es noch teilweise nachvollziehen. Die DIVI ist ein Interessenverband. Interessenverbände vertreten die Interessen der Mitglieder, die wiederum enorm unter finanziellem Druck stehen. Das Buch „Die Intensiv-Mafia“ von Tom Lausen und Walter van Rossum gibt hier einen guten Einblick, wie mit manipulierten Zahlen abkassiert wird. Es ist eigentlich ein riesiger Korruptionsskandal. Die Autoren sprechen sogar von „organisierter Kriminalität“. Aber es scheint niemanden zu interessieren. Es geht einfach weiter so.

RKI, PEI und STIKO sind die anderen Einrichtungen, die ich kritisiere. Über mögliche Interessen schweige ich mich an dieser Stelle mal aus. Fakt ist aber, dass diese Institutionen direkt dem Bundesgesundheitsministerium unterstellt und weisungsgebunden sind.

Journalisten, Richter und Ärzte verlassen sich leider blind auf diese Behörden und verbreiten unkritisch deren verzerrte Darstellungen. Die Politik verwendet diese interessensorientierte Datenlage als Entscheidungsgrundlage und weigert sich, Experten mit gegenteiligen Positionen anzuhören — die ja zahlreich vorhanden sind.

Der Mathematikdidaktiker Wolfram Meyerhöfer hatte bereits am 2. April 2020 in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vor politischen Fehlentscheidungen aufgrund ungenauer Daten gewarnt und auch von einer „Krise der mathematischen Bildung“ gesprochen. Wie bewerten Sie diese Aussage?

Da kann ich nur zustimmen. Es ist ein ziemlicher Datensalat: Absolute Zahlen dort, wo nur prozentuale Angaben sinnvoll sind und umgekehrt; wichtige Bezugsgrößen werden einfach „vergessen“ und so weiter. Unsere Behörden und Institutionen ignorieren teilweise die Grundlagen statistischer Auswertungen. Menschen mit Sachverstand sind plötzlich nicht mehr in der Lage, die einfachsten mathematischen Zusammenhänge zu verstehen. Wenn die Zahlen nicht zur eigenen Haltung passen, dann werden sie „gebogen“, bis sie passen. Das Ganze kommt mir manchmal vor wie eine Religion. Ich habe auch Situationen erlebt, in denen Menschen mit „Pieks“ sich ihre eigene Entscheidung tatsächlich „passend rechnen“.

Bei Otto Normalbürger habe ich dafür noch Verständnis. Bei Ärzten und Journalisten fällt mir das schon schwerer. Überhaupt kein Verständnis kann ich aufbringen, wenn die oberste „Erbsenzähler“-Behörde, das Statistische Bundesamt, in solcher Art und Weise Daten aufbereitet und veröffentlicht. Wenn man weiß, dass sich das Statistische Bundesamt zur Einhaltung von Qualitätsstandards bei der Datenanalyse verpflichtet hat (Quality Declaration), dann kann ich mich über deren Veröffentlichungen nur wundern.

Die dortigen Aussagen zur Sterblichkeit in 2020 sind meines Erachtens grober Unfug. Ich gebe dazu einige Beispiele an Aussagen: „Die Corona-Wellen haben in Deutschland zu einer Übersterblichkeit geführt.“, „Eine erhöhte Sterblichkeit zeigt sich … für die isolierte Betrachtung des Kalenderjahres 2020.“, „Das waren 5 Prozent oder 46.000 Verstorbene mehr als im Jahr 2019.“ Ich bezeichne das als Irreführung der Bevölkerung, wenn Altersstruktur oder Bevölkerungswachstum ignoriert und damit das Bild vollkommen verfälscht wird.

Ich frage mich, ob dieser Sachverhalt nicht schon strafrechtlich relevant sein könnte. Auch frage ich mich ernsthaft, ob wir es hier schon mit Missbrauch eines öffentlichen Amtes zum Schaden der Allgemeinheit zu tun haben und ob die Ombudspersonen des Statistischen Bundesamts in diesem Zusammenhang den Korruptionsverdachts prüfen müssten. Eine funktionierende vierte Gewalt würde das Thema bissig anpacken.

Was ist aus Ihrer Sicht der Grund, dass die Regierungspolitik dieser interesseorientierten Dateninterpretation folgt und damit seit mehr als zwei Jahren Maßnahmen einschließlich massiver Grundrechtseinschränkungen begründet?

Ich weiß es nicht. Anfangs dachte ich, wir hätten es hier mit einem Versehen zu tun — einem simplen Fehler. Und ich dachte, ich könnte dabei behilflich sein, diesen Fehler zu korrigieren. Ich schrieb Briefe an unsere Landrätin und ich ging zur Kreistagssitzung, um auf den Fehler hinzuweisen. Ich schrieb E-Mails an unser Gesundheitsamt und an den Amtsarzt. Ich dachte wirklich, ich könnte auf der Sachebene behilflich sein.

Heute denke ich das nicht mehr.

Mein Engagement hat gar nichts gebracht. Da war überhaupt keine Bereitschaft, auch nur einen Millimeter vom offiziellen Kurs abzuweichen. Vielleicht hatte ich zu viel erwartet. Vielleicht lagen meine Vorschläge außerhalb des politischen Spielraums. Ich weiß es nicht.

Heute habe ich diese Art der Aufklärung komplett eingestellt. Ich laufe nicht weiter auf der Titanic herum und zeige warnend auf Eisberge oder auf das große Leck im Rumpf. Das Schiff hat heute leider schon maximale Schieflage. Ich kümmere mich lieber mit denen, die die Schieflage auch bemerkt haben, um die Rettungsboote.

Dies heißt für mich: dezentrale, ländliche und autarke Strukturen stärken und aufbauen. Sollten Steckdose, Wasserhahn, Heizkörper oder Supermarkt und Tankstelle einmal nicht mehr wie gewohnt liefern — oder für mich unerschwinglich werden —, dann will ich nicht unvorbereitet sein und doof aus der Wäsche gucken. Ich rechne konkret ab Herbst mit Engpässen. Wo ich wohne, sind diese dezentralen und teilweise autarken Strukturen noch weitgehend vorhanden. Wir müssen also nicht bei Null anfangen.

Auch in den etablierten Medien gibt es kaum Widerspruch zu den offiziellen Erklärungen. Im Vorgespräch haben Sie erzählt, dass Sie sich mit Ihren Erkenntnissen bei Journalisten und Redaktionen gemeldet haben. Diese hätten aber nicht reagiert. Worin liegen Ihrer Meinung nach die Gründe dafür?

Ich rufe bei jeder Gelegenheit dazu auf, mich mit Journalisten in Kontakt zu bringen, um über meine Zahlen oder meine Erlebnisse zu schreiben. Viele Menschen sind meinem Aufruf gefolgt und haben Anfragen gestellt. Mindestens 50 Redaktionen habe ich selbst angeschrieben. Bis heute war jedoch keines der Leitmedien bereit, über meine Analyse zu berichten. Es ist wie eine Wand, die ich nicht durchdringen kann.

Über die Gründe dafür kann ich nur Vermutungen anstellen. Liegt es an der inneren Haltung der Journalisten, am fehlenden Mut oder an den Grenzen der freien Berichterstattung? Ich weiß es nicht. Aber ich möchte auch hier die Gelegenheit nutzen und dazu aufrufen, mich mit Journalisten der klassischen Leitmedien in Kontakt zu bringen, die bereit sind, über meine Zahlen und meine Arbeit — gern auch kritisch — zu berichten.

Statt Nachfragen von Journalisten zu bekommen sind Sie von selbsternannten „Faktencheckern“ ins Visier genommen worden. Was haben Sie da erlebt?

Ja, so war das. „Volksverpetzer“ und „Correctiv“ haben sogenannte „Faktenchecks“ über meine Arbeit veröffentlicht. Mit einer Journalistin von „Correctiv“ war ich vor der Veröffentlichung ihres „Faktenchecks“ im schriftlichen Austausch. Der Rechtsanwalt Joachim Steinhöfel hat in einem Blogbeitrag den Schriftverkehr dokumentiert.

Als dann der „Faktencheck“ erschien, war von meinen Antworten nichts mehr zu finden. Das Urteil von „Correctiv“ lautete: „Das Video lässt Kontext aus und führt in die Irre.“ Damit war ich markiert. Von da an wollte niemand aus dem Mainstream mehr mit mir sprechen. Ich wurde praktisch mundtot gemacht. Wer mein Video auf „Facebook“ oder „Twitter“ teilt, riskiert eine Verwarnung oder Löschung. Ich habe aber gesehen, dass es vielen Kritikern, wie den Wissenschaftlern Christof Kuhbandner und Stefan Homburg, auch so erging. Das scheint wohl Methode zu haben.

Statt einer offiziellen Korrektur der Fehlinterpretation der Pandemie-Daten wird nun mit Blick auf den kommenden Herbst die Panikmache fortgesetzt. Erneut sollen fragwürdige Maßnahmen wie eine allgemeine Maskenpflicht von Oktober bis Ostern durchgesetzt werden. Wie bewerten Sie das?

Die Kuriositäten der neuen Panikmache sammle ich auf meinem „Telegram“-Kanal „Marcel Barz“. Bei den Plänen der Regierung, im kommenden Herbst und Winter wieder fragwürdige Maßnahmen einzuführen, wird der Bericht des Sachverständigenausschusses über die Evaluation der Coronamaßnahmen ignoriert. Dieser stellt unter anderem fest, dass ein Zusammenhang zwischen der Höhe der Inzidenz und der Maßnahmenstärke nicht erkennbar sei. Es ist allzu offensichtlich, dass es hierbei längst nicht um Zahlen und Fakten geht. Mit Vernunft, Verantwortung oder gar Solidarität hat das nun rein gar nichts mehr zu tun.

Die für mich einzige plausible Erklärung für das ganze Geschehen ist, dass hier andere Ziele verfolgt werden. Mit Gesundheitsfürsorge haben die gesamten Maßnahmen definitiv nichts zu tun. Auch wenn ich nicht genau weiß, was abläuft, habe ich genug verstanden, um zu handeln und mich von dem Versuch zu verabschieden, hier noch etwas ändern zu wollen oder zu können.

Sie wünschen sich einen offenen Diskurs über Ihre und die Erkenntnisse anderer „Erbsenzähler“. Wie könnte das möglich sein, wenn bis heute Zweifel und Kritik massiv diffamiert, totgeschwiegen und aktiv bekämpft werden? Wenn Kritiker bis hin zum sozialen Ausschluss mit existenziellen Folgen rechnen müssen?

Ob Meyerhöfer, Homburg, Kuhbandner oder andere „Erbsenzähler“, allen geht es ähnlich: Ihre fundierten Erkenntnisse schaffen es selten in die Leitmedien. Wer nicht ignoriert wird, wird diffamiert. Ich bin ehrlich gesagt pessimistisch, dass sich daran in den nächsten Monaten etwas ändern wird. Es ist wie ein kollektives Trauma, das den offenen Diskurs verhindert.

Wenn ich beispielsweise die Texte des Psychiaters Hans-Joachim Maaz lese, beginne ich zu verstehen, was in unserer Gesellschaft los ist. Den Missbrauch von Mathematik und Zahlen zu erleben, ist für mich aber wirklich schwer auszuhalten. Die Mehrheit der Verantwortlichen in Behörden und Institutionen hat kritiklos mitgespielt und kann nun nicht ertragen, wenn faktische Manipulationen aufgedeckt werden.

Wie Sie selbst sagen, haben Sie zwei turbulente Jahre erlebt. Welche persönlichen Konsequenzen haben Sie aus Ihren Erlebnissen gezogen?

Die beschriebenen Erlebnisse mit unseriösen Zahlen von staatlichen Behörden, die Angriffe der „Faktenchecker“ und das Schweigen der Leitmedien hatten mich zunächst ziemlich verstört.

Auf der anderen Seite habe ich erst dadurch verstehen können, dass Begriffe wie „Verschwörungstheoretiker“, „Schwurbler“ oder „Querdenker“ Propagandabegriffe sind, um eine Auseinandersetzung mit Kritikern zu verhindern. Das versteht man am schnellsten, wenn man selbst Zielscheibe dieser Propaganda ist. Im Ergebnis haben mich diese Erfahrungen motiviert, mir Bücher und Vorträge von Menschen anzuschauen, vor denen man mich vorher immer erfolgreich gewarnt hatte: Paul Schreyer, Daniele Ganser, Ernst Wolff, Michael Meyen, Mathias Bröckers, Hermann Ploppa, Hans-Joachim Maaz et cetera.

Die Auseinandersetzung mit ihren Veröffentlichungen hat mein gesamtes Weltbild vollkommen auf den Kopf gestellt. Mein Leben in einem „schönen geordneten Land“ und in einer „freiheitlich demokratischen Grundordnung“ war, so denke ich heute, eine große Illusion. Mein Vertrauen in unsere Politiker und in unsere Leitmedien ist komplett zerstört.

Heute lebe ich in einem Land, das über psychologische Operationen gesteuert wird, sich durch strukturell korrupte Anreizsysteme auszeichnet und auf Basis knallharter Erpressung funktioniert. Die Medien sind dabei wichtigster Erfüllungsgehilfe: Die „vierte Gewalt“ in der Gesellschaft existiert de facto nicht mehr.

Das Ende des Finanzsystems rückt in greifbare Nähe, die offensichtlich gewünschte „kreative Zerstörung“, von der Klaus Schwab so gerne spricht, ist für mich kein Hirngespinst mehr.

Dieses zutiefst menschenverachtende System kann nur noch zum persönlichen Ausstieg einladen. Das ist auch die Konsequenz, die ich mit meiner Familie ziehe. Der Weg für uns liegt darin, dass wir uns aus der Abhängigkeit vom alten System weitgehend lösen. Ein Kampf gegen „alte Strukturen“ wäre nur Zeitverschwendung. Lieber gestalten wir mit den Menschen hier vor Ort ganz konkret „die neue Welt“. Das erlebe ich als zutiefst erfüllend.


Redaktionelle Anmerkung: Dieser Beitrag erschien zuerst unter dem Titel „’Erbsenzähler‘ Marcel Barz: ‚Meine Welt ist auf den Kopf gestellt‘“ in Ausgabe 4/22 des Magazins „ViER.“ Anfang August 2022. Tilo Gräser führte mit Marcel Barz das Interview Anfang Juli 2022. Der Beitrag wurde von Rubikon am 16.08.2022 übernommen und ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.

Beiträge und Artikel anderer Autoren müssen nicht die Sichtweise der Webseiteninhabers widerspiegeln, sondern dienen nur der vergleichenden Information und Anregung zur eigenen Meinungsbildung.


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Fauci tritt zurück – freiwillig?

Fauci und die ImpfmafiaAnthony Fauci tritt als Direktor des US-Forschungszentrums NIAID und oberster medizinischer Berater des US-Präsidenten zurück.

Anthony Fauci tritt zurück – freiwillig?

Den Rücktritt von seinem Amt als Direktor des National Institut of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) teilte er auf der Webseite des NIAID am 22.08.2022 mit:

„I am announcing today that I will be stepping down from the positions of Director of the National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) and Chief of the NIAID Laboratory of Immunoregulation, as well as the position of Chief Medical Advisor to President Joe Biden. I will be leaving these positions in December of this year to pursue the next chapter of my career.“

„Ich gebe heute bekannt, dass ich von meinen Ämtern als Direktor des National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) und Leiter des NIAID-Labors für Immunregulation sowie als leitender medizinischer Berater von Präsident Joe Biden zurücktreten werde. Ich werde diese Positionen im Dezember dieses Jahres aufgeben, um das nächste Kapitel meiner Karriere zu beginnen.“

„Verdienste“ um die „Corona“-Plandemie und GOF

Nicht nur in den USA war Fauci wegen seiner Rolle insbesondere in der „Corona“-Plandemie und in der „Gain-of-function“-Forschung (GOF) kritisiert worden.

Zwar verkündete die USA-Regierung unter Präsident Barack Obama 2014 ein Moratorium für die GOF. Doch Fauci setzte sich entscheidend dafür ein, diese Forschungen geheim weiterzuführen. Dafür lagerten die USA die Forschung in rund 25 Länder aus, unter anderem nach Georgien und in die Ukraine.

Im Klartext liefen diese Forschungen auf die Entwicklung von Biowaffen hinaus, die gemäß der Biowaffenkonvention vom 16.12.1972 einem völkerrechtlich verboten sind.

Robert F Kennedy Jr. enthüllt Faucis Machenschaften

Im November 2021 erschien ein neues Buch von Robert F. Kennedy und weiteren Autoren, in dem sie die Praxis von Dr. Anthony Fauci, Bill Gates und Big Pharma entlarven: „The Real Anthony Fauci: Bill Gates, Big Pharma, and the Global War on Democracy and Public Health (Children’s Health Defense)

Ergänzend dazu sprach Kennedy in einer Folge von „Conversations That Matter“ [Gespräche, die von Bedeutung sind] über Inhalte seines Buches „The Real Anthony Fauci“ mit dem Moderator und Chefredakteur des „New American Magazines“, Alex Newman.

Dieses Interview bereitete kla.tv mit deutscher Übersetzung auf:


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Covid19-Agenda – PlanetLockdown

Source.News, eine Online-Journalismusplattform mit Sitz in Schottland, dokumentiert in „PlanetLockdown“ das Leben unter der Covid-19-Agenda.

Was geschah mit unserer Welt durch die Covid19-Agenda?

Die Online-Journalismusplattform Source.News mit Sitz in Schottland dokumentiert mit ihrem Film „PlanetLockdown“ das Leben und was mit unserer Welt durch die Covid19-Agenda geschah.

Zeitzeugenberichte aus aller Welt stehen gegen die offizielle Berichterstattung und Geschichtsschreibung durch Politik und Leitmedien. Der Film kann auch ein „forensisches Gutachten“ für spätere gerichtliche Aufarbeitungen sein.

Die Dokumentation „Planet Lockdown“ gewinnt besondere Bedeutung als Orientierungshilfe weil sich bereits jetzt abzeichnet, dass von denselben Strippenziehern nicht nur in Deutschland ein verheerender Zustand der Dauerpandemien verhängt werden soll.

Creative Commons-Lizenz mit Namensnennung. („Verbreitung und Wiederaufbereitung ist mit Namensnennung erwünscht! Das Material darf jedoch nicht aus dem Kontext gerisssen präsentiert werden. Mit öffentlichen Geldern (GEZ, Serafe, …) finanzierte Institutionen ist die Verwendung ohne Rückfrage untersagt. Verstöße können strafrechtlich verfolgt werden.“)

Die Dokumentation ist auch in englischer Sprache verfügbar.

Wie vielfach auch auf diesem Blog nachlesbar handelt es sich bei den kritischen Stimmen gegen die Covid19-Agenda nicht nur um die Erkenntnisse und Meinungen von Medizinern, sondern von vielen Menschen mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen und Kompetenzen.

Es geht auch nicht darum, Erkrankungen im Zusammenhang mt Covid19 herunterzuspielen, deren Folgen zu verniedlichen oder zu bestreiten. Vielmehr geht es um gesellschaftliche Lösungen im Umgang mit Covid19. Für die offizielle Agenda verdichten sich die die Indizien, dass sie gesteuert herbeigeführt wurde. Es sei an dieser Stelle nur auf die zunehmender Anzahl von Fakten und Indizien verwiesen, die erst am 04.08.2022 veröffentlicht wurden:

„Die Realisierung des COVID-19-Szenarios und die sofortige Einstellung des PREDICT-Programms von USAID im Jahr 2019 deuten auf einen vorsätzlichen Charakter der Pandemie und die Beteiligung der USA an ihrer Entstehung hin.“


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Biowaffen – Mittel für den Genozid

Wie du mir

Zur Vorgeschichte des russischen Einmarsches in die Ukraine gehört auch eine massive Eskalation des Westens durch die Arbeit an biologischen Waffen. Teil 1/3.

von Flo Osrainik

Mit Russlands direktem Eingriff in den Ukrainekrieg oder dem Angriff auf die Ukraine explodiert das Imperium der Heuchelei jetzt endgültig und setzt ein Virus hemmungsloser Russophobie frei, das im Westblock der doppelten Standards für doppelte Apartheid sorgt. Gebrodelt hat es ja schon lange. Dass die russische Regierung nun doch nach Kiew marschieren lässt, ist dabei so einiges mehr als „nur“ ein Bruderkrieg. Über das, was ist, und wie es dazu kam. Ein Kommentar von Flo Osrainik, dem Autor des Spiegel-Bestsellers „Das Corona-Dossier“.

Vom (Bio-) Kriege

Mit dem Einmarsch der russischen Armee in die Ukraine wurde eine neue Eskalationsstufe im Ukraine-Krieg, dem russisch-ukrainischen Konflikt, in einem ohnehin global verrohten Irrenhaus gezündet, um die geopolitischen Verhältnisse zurechtzubiegen. Oder nicht noch weiter zu verschieben. Mindestens in dieser Region. Immerhin kennt die Nato seit rund dreißig Jahren nur eine Richtung, keine Grenzen und mit Russland einen ganz besonderen Lieblingsfeind.

Vom einstürzenden Corona-Narrativ, dem Versagen und den Schäden der Corona-Impfung kann der politisch-mediale Komplex nun aber auch ablenken. Das in die Köpfe und Gesetze gehämmerte und jederzeit abrufbare Pandemie-Regime zur besseren Kontrolle der Weltbürger bleibt ja weiterhin gesetzt. Und ausgerechnet am 24. Februar 2022, dem Beginn des militärischen Ein- und Angriffs Russlands, veröffentlichte die WHO einen ausführlichen Bericht mit dem Titel „COVID-19: Forschung und Innovation. Die weltweite Pandemiebekämpfung vorantreiben — jetzt und in Zukunft“. Auf der sechsten Seite heißt es darin:

„Die Weltgesundheitsversammlung vereinbarte im Dezember 2021 die Aufnahme von Verhandlungen über ein Abkommen zur Bekämpfung von Pandemien.“

Und wann fand die erste Verhandlung statt (1, 2)?

Auch am 24. Februar. Da traf sich nämlich der „Intergovernmental Negotiating Body“ (INB) der WHO „zur Ausarbeitung eines internationalen Pandemievertrags“. Die von speziellen Stiftungen und Sponsoren oder eben Oligarchen privatfinanzierte WHO — die WHO wird lediglich zu rund einem Viertel von Beiträgen ihrer Mitgliedsländer finanziert — soll in Zukunft noch mehr Macht über genau diese 194 WHO-Mitgliedsstaaten, ihre Menschen und Daten bekommen. Alles unter dem Vorwand oder Konzept: „Eine Gesundheit“, so die offizielle Bezeichnung.

Nur wenige Tage später haben russische Einheiten dann ukrainische Biolabors eingenommen und sind in den Besitz von Dokumenten gelangt, aus denen hervorgehen soll, dass die Ukraine an der Entwicklung von Komponenten für biologische Waffen beteiligt ist. Das russische Verteidigungsministerium veröffentlichte einen Teil der Dokumente.

Laut Igor Konaschenkow, dem Pressesprecher des russischen Verteidigungsministeriums, wurden „im Zuge der Durchführung der besonderen Militäroperation“ Beweise gefunden, „dass das Kiewer Regime die Spuren“ eines vom „US-Verteidigungsministerium finanzierten militärisch-biologischen Programms in der Ukraine in überstürzter Weise zu beseitigen versuchte“.

Die Welt sollte nichts von einem Verstoß Washingtons und Kiews gegen das Verbot von bakteriologischen, also biologischen sowie von Toxinwaffen nach Artikel 1 des UN-Übereinkommens erfahren.

„Wir haben von Mitarbeitern der Biolabors auf dem Gebiet der Ukraine Unterlagen über die zur Vertuschung vorgenommene Vernichtung besonders gefährlicher Krankheitserreger — Erreger der Pest, des Milzbrands, der Tularämie, Cholera und anderer tödlicher Krankheiten — erhalten“, so Konaschenkow. Es seien auch Experimente mit dem Fledermaus-Coronavirus durchgeführt worden.

Die USA beabsichtigten, „an Krankheitserregern von Vögeln, Fledermäusen und Reptilien zu arbeiten“ und zu erforschen, ob diese Tiere „das Virus der Afrikanischen Schweinepest und Milzbrand übertragen können“. Dem Pressesprecher zufolge untersuchten die Wissenschaftler auch die Möglichkeit der Übertragung von Krankheitserregern durch Wildvögel, die zwischen der Ukraine, Russland und anderen Nachbarländern umherziehen. An 145 Vogelarten wurde geforscht. Außerdem sei es „sehr wahrscheinlich“, dass ein Ziel der USA und ihrer Verbündeten die Entwicklung von Bioagenten ist (3, 4, 5, 6).

Auch die WHO riet der Ukraine, gefährliche Krankheitserreger zu zerstören, „die in öffentlichen Gesundheitslaboren des Landes untergebracht sind“, um zu verhindern, dass sich die Krankheiten wegen der russischen Angriffe unter der Bevölkerung ausbreiten.

„Wie viele andere Länder verfügt die Ukraine über öffentliche Gesundheitslabors, die untersuchen, wie die Bedrohung durch gefährliche Krankheiten, die sowohl Tiere als auch Menschen betreffen, einschließlich COVID-19 gemindert werden kann. Die Labors wurden von den Vereinigten Staaten, der Europäischen Union und der WHO unterstützt.“

Das teilte nun nicht Russland, sondern die britische Nachrichtenagentur Reuters der Öffentlichkeit mit. Und zwar am 10. März, also erst ein paar Tage, nachdem Russland die Dokumente aus der Ukraine präsentierte. Laut Reuters bestätigte „die WHO in einer Mail, dass sie seit mehreren Jahren mit ukrainischen Gesundheitslaboren zusammenarbeitet, um Sicherheitspraktiken zu fördern, die dazu beitragen, eine ‚versehentlich oder absichtliche Freisetzung von Krankheitserregern‘ zu verhindern“. Und im Rahmen dessen hätte die WHO dem ukrainischen Gesundheitsministerium nun dringend empfohlen, „stark gefährdete Krankheitserreger zu zerstören“.

Allerdings wollte die WHO nicht bekannt geben, wann sie diese „Empfehlung abgegeben hatte“, um welche „Arten von Krankheitserregern oder Toxinen, die in den ukrainischen Laboren untergebracht sind“, es sich handelt oder ob die WHO-Empfehlung auch befolgt wurde. Und, so Reuters, ukrainische Beamte in Kiew und der Botschaft in Washington „reagierten nicht auf Anfragen“ dazu (7).

Igor Kirillow, der Leiter der ABC-Schutztruppen der russischen Streitkräfte, gab dann ebenfalls am 10. März Details zu den einzelnen Projekten bekannt, bei denen unter anderem der Einsatz von Zugvögeln und Fledermäusen als Träger potenzieller Biowaffenagenten untersucht wird. Bemerkenswert wäre die Tatsache, dass die Forschung in unmittelbarer Nähe der russischen Grenzen — entlang der Schwarzmeerküste und im Kaukasus — stattfindet. Auch Biolabore in Georgien wären beteiligt, die dem Pentagon unterstellt sind.

Darüber hinaus würden die vorliegenden Dokumente die Weitergabe biologischer Proben ukrainischer Bürger ins Ausland bezeugen, etwa nach Australien oder Deutschland. Mit hoher Wahrscheinlichkeit könne man sagen, „dass eines der Ziele der USA und ihrer Verbündeten darin besteht, biologische Kampfstoffe zu entwickeln, die selektiv verschiedene ethnische Bevölkerungsgruppen angreifen können“.

Mit der Einführung des Kriegsrechts in der Ukraine am 24. Februar wurde dann ein Präsidialerlass verabschiedet, aufgrund dessen das ukrainische Gesundheitsministerium zu der von der WHO empfohlenen „Notvernichtung von biologischen Krankheitserregern, die zur Sicherstellung des Qualitätsmanagementsystems der Laborforschung verwendet werden“, auffordert. Doch nicht nur Russland, auch die Regierung in China verlangt mehr Transparenz über die Bioforschung in der Ukraine — die US-Regierung finanziert seit den 2010-er Jahren übrigens auch Forschungsprojekte in der größten (Corona-)Virusbank Asiens, dem Institut für Virologie in Wuhan zur Übertragung des Coronavirus.

Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Zhào Lìjian, forderte die USA dazu auf, „ihre Aktivitäten zur biologischen Militarisierung im In- und Ausland vollständig aufzuklären“. Und „so bald wie möglich“ offenzulegen. Er betonte, auch Peking verfüge über Informationen, die belegen, dass die militärisch-biologischen US-Aktivitäten in der Ukraine bloß „die Spitze des Eisbergs“ wären.

Zhào behauptete, dass das Pentagon „336 biologische Labors in 30 Ländern auf der ganzen Welt“ kontrolliere. Das geheime US-Programm liefe allerdings unter dem Deckmantel der Bemühung um die „Verringerung von Biosicherheitsrisiken“ und zur Stärkung der „globalen öffentlichen Gesundheit“ (8).

Victoria „The Honorable“ Nuland, stellvertretende US-Außenministerin, gestand am 8. März bereits ein, dass die USA diverse Biolabors in der Ukraine betreiben. Nuland sagte vor dem Ausschuss für auswärtige Beziehungen des US-Senats:

„Die Ukraine verfügt über biologische Forschungseinrichtungen, bei denen wir in der Tat besorgt sind, dass russische Truppen oder russische Streitkräfte versuchen könnten, die Kontrolle darüber zu erlangen.“

Und: „Wir arbeiten mit den Ukrainern daran, wie sie verhindern können, dass diese Forschungsmaterialien in die Hände der russischen Streitkräfte fallen, sollten diese sich nähern.“ Präventiv gab Nuland dann Russland die Schuld für eine mögliche Freisetzung gefährlicher Stoffe in der Ukraine. Es sei „eine klassische russische Technik, dem anderen die Schuld für das zu geben, was man selbst vorhat“.

Kiew und Washington bestritten stattdessen, Biowaffen entwickelt zu haben. Laut dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskyj würden sich die Labors nur „mit normaler Wissenschaft“ und nicht mit Militärtechnologie befassen. Und was, wenn angeblich „normale Wissenschaft“ missbraucht wird, etwa zu (geo-)politischen Zwecken und ganz in zivil? Womöglich im Auftrag von Diensten?

Das Pentagon bestritt immerhin auch, dass es diese Programme in den ehemaligen Sowjetstaaten überhaupt gibt. Das sei bloß „russische Desinformation“. Der Sprecher des US-Außenministeriums, Ned Price, beschuldigte Russland etwa „absichtlich glatte Lügen“ zu verbreiten, man hätte die russischen Behauptungen „über viele Jahre hinweg schlüssig und wiederholt entlarvt.“ Auch das US-Außenministerium drehte den Spieß um oder versucht es. Stattdessen würde Moskau, „aktive chemische und biologische Waffenprogramme“ betreiben. Vielleicht ist es, aber auch nur eine klassische US-Technik, zu verwirren (9, 10).

Jedenfalls warnte in Reaktion auf die veröffentlichten Labor-Dokumente Russlands in der Ukraine und der Reaktion Chinas dazu dann auch noch Großbritannien, das sich auch im 21. Jahrhundert minderdemokratisch noch immer ein Königreich nennt, zusammen mit den USA und anderen NATO-Staaten vor einem angeblich kurz bevorstehenden Angriff Russlands in der Ukraine mit chemischen oder biologischen Waffen. Und zwar unter falscher Flagge.

Das britische Verteidigungsministerium hatte auf Twitter außerdem behauptet, Russland habe Raketenwerfen mit thermobaren Sprengköpfen, die auch als Aerosol- oder Vakuumbomben bezeichnet werden, in der Ukraine eingesetzt. Und einem BBC-Bericht zufolge befürchten voreingenommene westliche Beamte eine biochemische Attacke Moskaus. Davor müsse man auf der Hut sein (11).

Der Einsatz von Biowaffen ist alt. Und mit Biowaffenlaboren kennen sich die USA aus. Das US-Biowaffenlabor in Fort Detrick wurde in der Vergangenheit zur Entwicklung von Biowaffen genutzt. Auch gegen US-Bürger. In der „Operation Sea-Spray“ wurden nach dem Zweiten Weltkrieg über mehrere Jahre bei Experimenten Keime ohne Wissen der Bevölkerung in der Luft versprüht.

Einer der ersten dokumentierten Einsätze biologischer Waffen geschah übrigens schon vor rund 250 Jahren, als die Briten beim Pontiac-Aufstand, auch bekannt als Pontiac-Verschwörung, einem Krieg sogenannter Indianerstämme gegen die britische Vorherrschaft in Nordamerika, mit Pockenerregern verseuchte Decken benutzten, um die Ureinwohner Nordamerikas, die mit Guerillataktik kämpften, zu dezimieren (12).

Hat Moskau am 24. Februar in der Ukraine also womöglich auch ein- oder angegriffen, weil Geheimlabors dort mit der Herstellung chemischer und biologischer Waffen beschäftigt waren?

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, bezeichnete die US-amerikanischen Biolabore auf dem Territorium der Ukraine ja als „Instrument einer direkten Bedrohung Russlands“. Russland forderte zu den militärischen und biologischen Aktivitäten der USA in der Ukraine übrigens auch eine Sitzung des UN-Sicherheitsrates. Oder dient die Forschung des US-Imperiums in den ukrainischen Laboren tatsächlich nur der selbstlosen WHO-Gesundheit zum Wohle aller Menschen, auch der Russen?

Das russische Verteidigungsministerium geht zumindest davon aus, dass die USA mehr als 200 Millionen US-Dollar für ukrainische Labore ausgegeben haben, die an militärisch-biologischen Programmen der USA beteiligt waren.

Die US-Botschaft in Kiew bestätige übrigens, dass das US-Verteidigungsministerium „mit Partnerländern zusammenarbeitet“. Allerdings nur, so die offizielle Version, um „der Gefahr von Ausbrüchen zu begegnen“. Die US-Botschaft informiert dazu auf ihrer Internetseite auch über ein seit dem Jahr 2016 vom US-Verteidigungsministerium betriebenes Forschungsprogramm zur Reduzierung sogenannter biologischer Bedrohungen (Biological Threat Reduction Program, kurz BTRP) in der Ukraine.

Die US-Botschaft schreibt, dass „die sanitär-epidemiologische Abteilung (SED) des Medizinischen Kommandos des ukrainischen Verteidigungsministeriums“ vier mobile Labore mit dem Ziel erhielt, „das System der epidemiologischen Überwachung in den Streitkräften der Ukraine zu stärken. Das ukrainische Verteidigungsministerium erhielt vom Ministerkabinett der Ukraine eine offizielle Anordnung über die Entsendung der mobilen Labore in die Regionen Kiew, Lemberg und Ostukraine, um bei der Reaktion auf COVID-19 zu helfen. Am 11. April 2020 besuchte Präsident Selenskyj die SED-Einheit in der Stadt Pokrowskoje, Oblast Donezk, und machte sich mit den Fähigkeiten der mobilen Labore vertraut, um Militär- und Zivilpersonen während der COVID-19-Epidemie zu helfen. BTRP hat viele Labore für das Gesundheitsministerium und den Staatlichen Dienst für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz der Ukraine modernisiert und die Biosicherheitsstufe 2 erreicht. Im Jahr 2019 errichtete BTRP zwei Labore für Letztere, eines in Kiew und eines in Odessa“.

Weiter schreibt die US-Botschaft auf ihrer Seite, dass mit dem 2016 gestarteten „Science Writing Mentorship Program (SWMP)“ der Fokus auf der Förderung von „Eine-Gesundheit-Initiativen“ („One Health initiatives“) sowie „der Minderung von Krankheitsrisiken in der Ukraine durch eine effektive Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse in BTRP-unterstützten Labors liegt. Das Programm zielt darauf ab, die wissenschaftlichen Schreibfähigkeiten der Teilnehmer zu verbessern, um ihnen die Möglichkeit zu geben, zu veröffentlichen und Stipendien für Projekte zu erhalten. Darüber hinaus gibt es ein jährliches Ukraine Regional One Health Research Symposium“.

Weiter heißt es, dass das BTRP viele gemeinsame Forschungsprojekte unterstützt, in denen ukrainische und US-amerikanische Wissenschaftler zusammenarbeiten. Bei diesen Forschungsprojekten ginge es um die Risikobewertung, Prävalenz oder Verbreitung und Übertragung verschiedener Viren, Virusisolation durch Genomsequenzierung oder Bioüberwachung sowie den Aufbau von Kapazitäten.

Das Gesundheitsministerium der Ukraine und der Staatliche Dienst der Ukraine für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz hätte im Jahr 2016 auch „ein Memorandum über den Beitritt zu einer multinationalen Arbeitsgruppe mit dem Ziel, die globale Gesundheitssicherheit zu stärken und gut funktionierende Krankheitsüberwachungsnetzwerke in der osteuropäischen Region zu schaffen, zu der Aserbaidschan, Georgien, Kasachstan und die Ukraine gehören“, unterzeichnet (13).

Nun konnte man auf der Internetseite der US-Botschaft Informationen über das US-Bioforschungsprogramm und Dokumente zu den ukrainischen Laboren des gemeinsam betriebenen Forschungsprojekts herunterladen. Seit dem Abend des 26. Februars, zwei Tage nach dem begonnenen Einmarsch russischer Kräfte, ist das nicht mehr möglich. Der Zugriff wurde ohne Angabe von Gründen gesperrt.

Der Sekretär des russischen Sicherheitsrates, Nikolai Patruschew, meinte gegenüber der russischen Zeitung Kommersant im Jahr 2021 über Spekulationen zur Herstellung biologischer und chemischer US-Waffen in unmittelbarer Nähe zu Russlands Grenzen:

„Ich schlage vor, dass Sie sich ansehen, wie immer mehr biologische Labore unter US-Kontrolle in der Welt entstehen, und zwar zufälligerweise vor allem an den Grenzen Russlands und Chinas“ (14).

Übrigens unterhält das Pentagon nicht nur in Osteuropa, sondern auch in Asien oder Afrika Biolabore und erteilt etwa der US-Organisation EcoHealth Alliance zivile und militärische Aufträge, um (auch) neue Coronaviren auf der ganzen Welt zu suchen. In „Das Corona-Dossier“ schreibe ich unter Verweis auf die investigative Journalistin Dilyana Gaytandzhieva:

„Im Jahr 2016 startete diese Allianz, US-Wissenschaftler und die United States Agency for International Development (USAID) das ‚Global Virome Project‘ zur ‚Vorbereitung auf die nächste Pandemie‘, ein Milliarden-US-Dollar-Projekt, um neue, in freier Wildbahn auftretende Krankheiten zu identifizieren, die sich auf Menschen ausbreiten und zu einer Pandemie werden können. ‚Die Rockefeller Foundation unterstützt solche Projekte schon länger.‘“

Und mögliche Verstrickungen des US-Chef-Virologen Anthony Fauci, dem Direktor des National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID), mit dem Institut für Virologie in Wuhan, der US-Verteidigungsbehörde Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA), der EcoHealth Alliance in Zusammenhang mit der Gain-of-function-Forschung, um Viren und Bakterien schneller mutieren zu lassen, lasse ich hier mal beiseite (15, 16, 17).

Interessant ist in diesem Zusammenhang aber auch noch ein Zitat von Robert Kadlec, Ex-Programmdirektor für Biodefense des Homeland Security Department, ehemaliger US-Biowaffeninspektor im Irak und unter US-Präsident Donald Trump stellvertretender Sekretär des US-Gesundheitsministeriums, in einem internen Strategiepapier des Pentagons aus dem Jahr 1998. Kadlec damals:

„Werden biologische Waffen unter der Tarnung einer räumlich begrenzten oder natürlich auftretenden Seuche benutzt, lässt sich ihr Einsatz glaubwürdig abstreiten. (…) Das Potenzial, schwere wirtschaftliche Verluste und in der Folge politische Instabilität auszulösen, verbunden mit der Möglichkeit, den Einsatz glaubwürdig abstreiten zu können, übertrifft die Möglichkeiten jeder anderen bekannten Waffe.“

Dass die USA beziehungsweise die Nato, nachdem es unter dem russischen Präsidenten Boris Jelzin von 1991 bis 1999 mit der Übernahme Russlands nicht so recht klappte, einen Regime-Change im Kreml anstreben, ist ja auch kein großes Geheimnis mehr (18).

Das Völkerrecht des Stärkeren

Bei Russlands sogenannter „Militäroperation“, der Westblock stapelt für gewöhnlich nicht so tief und spricht bei seinen Kriegen gerne mal von Freiheits- oder Schutzmissionen — „Operation Iraqi Freedom“ für den Irakkrieg, „Unified Protector“ im Libyenkrieg, Russlands Angriff gilt dagegen als offener „Überfall“ und „Angriffskrieg“ —, handelt es sich auch oder trotz der US-Biowaffenlabore nahe der russischen Grenze um einen Völkerrechtsbruch.

Allerdings nur einen von vielen. Und den begehen dieses Mal eben nicht die Nato-Staaten. Russland hat sich das Recht des Stärkeren genommen. Deswegen sind die Russen jetzt die Bösen mit niedersten Motiven. Na ja, entweder es gilt ein Maß für alle oder keines für keinen. Das ist dann meinetwegen auch die Erklärung, warum sämtliche Nato-Völkerrechtsbrüche unter US-Führerschaft auch in hundert Jahren zu keinerlei Sanktionen und Boykotten, zu keiner Zensur, Empörung, Solidaritätsbekundung, Beflaggung, Sippenhaft, Verbannung, Enteignung, Missachtung des hippokratischen Eids, Diskriminierung und blankem Hass gegenüber den Angriffskriegern führten. Und schon gar nicht gegenüber Kindern, Gästen, Künstlern oder Sportlern, sogar körperlich behinderten.

Immerhin wurden die Überfälle und Angriffskriege der Guten für die gerechte Sache dem Publikum als Spektakel mit eingenordeten Journalisten verkauft und haben für merkwürdige Blumen der Zivilisation, sagen wir den Islamischen Staat, libysches Chaos oder neben jeder Menge Schlafmohngewächsen den zweiten Frühling der afghanischen Taliban hervorgebracht.

So einfach und noch schneller vergessen kann das alles sein (19, 20).

Im Gegenteil: Wer an die Kriegsverbrechen der „Collateral Murder“ erinnert oder diese enthüllt, wird eingekerkert und gefoltert. Das beste Beispiel: der australische Wikileaks-Gründer und Journalist Julian Assange im Hochsicherheitsverlies von London. Um ein möglichst eindrucksvolles Exempel an ihm zu statuieren, winkt auch noch die Todesstrafe aus den USA. Dann würde Assange zur Abschreckung für jeden sichtbar bis auf ewig am Galgen baumeln. Zumindest sitzt er seit Jahren bei Wasser und Brot, während der US-Whistleblower Edward Snowden den Guten im Wertewesten gerade noch entkommen konnte. Ausgerechnet nach Moskau.

Nun sind das die prominentesten Fälle. Und beide leben noch. Der Journalist Jamal Khashoggi nicht mehr. Er wurde von der Nato-Partner-Despotie Saudi-Arabien in Istanbul von einer Handvoll Staatspsychopathen, der vom Genderwahn befreiten Faschingsprinzen-Diktatur Mohammed bin-Salmans bei lebendigem Leib zerstückelt und verschachert. Natürlich ohne nennenswerte Folgen und auch schon längst vergessen (21, 22).

Russlands „Angriffskrieg“ ist also auch ein Medienkrieg. Es wird nämlich radikal zensiert. YouTube sperrt nach rund zehn Monaten etwa Oliver Stones Dokumentarfilm „Ukraine on Fire“ und Facebook und Instagram erlauben plötzlich Aufrufe zur Gewalt gegen Russen. Zensiert wird jedes russische Staats- und Konzernmedium im Reich westlicher Medienoligarchien und analog auch jedes westliche Staats- und Konzernmedium oder eben falsche Wort über den Krieg in Russland. Dem vom russischen Staat finanzierten Auslandssender Russia Today wurde der Medienkrieg ja schon vor Jahren erklärt. Im Westen, vom Westen. Wegen zu kritischem Journalismus. Etwa über den Westen (23, 24, 25).

Vielleicht griff Russland die Regierung des Schauspielers, Komikers, Synchronsprechers, Moderators, Filmproduzenten und Drehbuchautors, den mehrfachen Inhaber des Nationalen Fernsehpreises der Ukraine, kurz den Medienkenner und seit Mai 2019 auch ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj aber auch nur an, weil er den Russen am 19. Februar auf der Bühne der Münchner Sicherheitskonferenz zur Sicherung von WEF-Interessen drohte, aus dem Budapester Memorandum auszusteigen.

Die Bedingungen des Schauspieler-Präsidenten: Wenn die Garantiestaaten des Budapester Memorandums der Ukraine keine Sicherheitsgarantien geben — und zwar „hier und jetzt“ —, dann werde das Land zum Status einer Atommacht zurückkehren. Für die Drohung gab es Applaus in München. Das ging in den Mainstream-Medien, die längst zivile Kriegsparteien sind, aber etwas unter.

Der russische Geheimdienst verdächtigte die Ukraine nämlich, Plutonium für Atomwaffen erhalten zu haben. Und zwar von den USA. Dafür lägen Indizien vor. „Eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung eines ukrainischen nuklearen Sprengsatzes kam dabei dem Institut für Physik und Technologie am Nationalen Wissenschaftszentrum Charkow zu“, schrieb der im gesamten Westblock nun verbotene Feindsender Russia Today.

Nur ausreichende Mengen an spaltbarem Material haben für die Bombe gefehlt. Angeblich noch. Um die langwierige Anreicherung in ukrainischen Atomkraftwerken zu umgehen, hätte das Ausland helfen sollen. „Die Weisung, die Arbeiten zur Herstellung einer eigenen Atomwaffe zu intensivieren, habe der damalige Präsident der Ukraine Poroschenko bereits 2014 erteilt.“ Und „zum Anreichern des Materials sei insbesondere die Zone des AKW in Tschernobyl genutzt worden“, wobei der dort erhöhte Strahlungshintergrund die Arbeiten getarnt hätte (26, 27).

Zu Kriegsparteien oder vielmehr Kombattanten haben sich aber nicht nur Medien, sondern Präsident Selenskyj auch die ukrainischen Zivilisten gemacht, indem die Regierung allen Ukrainern den Einsatz von Waffen genehmigt. Jedenfalls solange Krieg herrscht. Und Anleitungen zum Bau von Molotowcocktails sowie Tausende Waffen wurden auch schon wahllos verteilt, um diese auf russische Soldaten abzufeuern. Das könnte unter Umständen zu brauchbaren Bildern im Propagandakrieg führen. Putins Mörder schießen dann nämlich auf die Bevölkerung. In etwa so wie ukrainische Nazi-Einheiten auf Flüchtlinge in der Ukraine schießen, um es dann den Russen anzuhängen, sagt zumindest Putin.

Zu Kriegsparteien haben sich womöglich aber auch noch so einige europäische Länder gemacht, die die ukrainische Armee mit Kriegsgerät beliefern. Aber nicht um damit gegen die Nazi-Verbände in der Ukraine vorzugehen und auf die Forderung Russlands, die ukrainische Armee möge doch die Führung in Kiew übernehmen, womit der blutige Spuk ein Ende hätte, einzugehen, sondern um den Krieg weiter anzuheizen.

„Der Klügere gibt so lange nach, bis er der Dümmere ist“

Der Vormarsch der russischen Angreifer ist aber noch mehr: der Versuch, den Ukraine-Krieg, der seit 2014 im Osten des Landes herrscht, mit Gewalt zu beenden. Ein Krieg, der die Folge des von westaußen befeuerten Putsches unter Beteiligung ukrainischer Nazis gegen die damalige Regierung des doch irgendwie demokratisch gewählten ukrainischen (Ex-)Präsidenten Wiktor Janukowytsch ist. Und der meldete sich aus dem Exil zu Wort. Selenskyj sei verpflichtet, das Blutvergießen um jeden Preis zu beenden und Frieden zu schließen. Denn, so Janukowytsch, das ukrainische Regime habe den Krieg mit dem „peinlichen“ Namen „Antiterroroperation (ATO)“ im Donbass und 14.000 Toten, acht Jahren Leid und Tränen entfesselt, wofür die Verantwortlichen am härtesten zu bestrafen wären.

Vielleicht kamen die Russen auch einer groß angelegten Offensive der ukrainischen Armee auf den Donbass und die Krim zuvor. Wie der Chef der Volksrepublik Donezk, Denis Puschilin, die Öffentlichkeit — zumindest im Osten — wissen ließ, sei man nämlich in den „Besitz von Unterlagen, Plandokumenten, Karten und weiterer Beweismittel gelangt, die die entsprechende ukrainische Planung beweisen“ würden. Man verfüge inzwischen auch über Aussagen gefangener Offiziere, die das belegen, so der Republikchef. Nach erbeuteten Geheimdokumenten von der ukrainischen Nationalgarde soll die Offensive für den März 2022 geplant gewesen sein, wie das russische Verteidigungsministerium mitteilte. Oder eben behauptete (28).

Insgesamt hat dieser Bürger-, Stellvertreter und Unabhängigkeitskrieg die Empörungstrittbrettfahrer der Regenbogen-Cancel-Culture-Unkultur in den Jahren kein bisschen gekümmert.

Ab dem 24. Februar ist das aber alles anders. Über Staats- und Konzerninfluencer ist man jetzt bestens informiert und weiß: Wir sind schon wieder die Guten. Im Corona-Wahn haben die bunten Cancel-Faschisten ja schon Blut an der gesellschaftlichen Niedertracht, der grenzenlosen Diskriminierung und Ausgrenzung anderer, zuerst der Ungeimpften und Gesunden, jetzt der Unbeteiligten und Russen geleckt. So wird aus doppelten Standards schnell doppelte Apartheid.

Welche Kapitänsbinden hätten sich die Fußballspieler und Klubs auch zu- und anlegen, welche Fahne sich die Autofahrer in die Heckscheiben hängen, welche Farben sich die Social-Media-Nutzer und Netzkonzerne auf ihre Seiten stellen sollen? Die der prorussischen Volksrepubliken vielleicht? Das hat doch schon bei Belgrad, Kabul, Bagdad, Damaskus oder Odessa niemand gewollt. Und geflüchtet wird schon lange. Sogar aus dem Donbass. Was Kiew nämlich seit Jahren in die Regionen Donetsk und Luhansk, also in den abtrünnigen Donbass schießt und die Volksmilizen dort erwidern, sind Bomben und Granaten. Und Krieg produziert immer und überall Flüchtlingsströme.

Gegen diese Separatisten, die Russen oder prorussisch sind, werden antirussische Nazi-Bataillone wie der rechte Sektor oder Asow an die Front gestellt. Immerhin haben sich die antirussischen Investitionen aus Brüssel und Washington, von Stiftungen und Oligarchen wie George Soros und europäischen Grüninnen wie Marieluise Beck beim Maidan-Putsch bewährt. Die ukrainischen Bandera-Nazis haben damals auch nicht gestört, sondern über die Jahre geholfen. Etwa beim Verschwindenlassen prorussischer Journalisten, oppositioneller Politiker oder eben an der Ostfront.

Erst seit dem Gegen-Angriff der Russischen Föderation zur „Entnazifizierung“ und „Entmilitarisierung“ des gegen Moskau in Stellung gewählten Post-Putsch-Hampelmann-Regiments von Kiew ist der Ukraine-Krieg über Nacht zu dem geworden, was er sein soll: Putins Krieg. Putin ist nämlich der neue Hitler, etwa für die Times. Das ist in diesem Fall zwar keine Verharmlosung des Holocausts, macht Putin aber zum amtierenden Meister der Massenmörder, beispielsweise für den Axel-Springer-Verlag mit seinem Flaggschiff für alle Feinde des Tiefgangs, der Bild-Zeitung: „Massenmörder Putin“, „Der Kreml-Diktator und seine Lügen“ und so weiter und so fort (29).

Putin wird vom politisch-medialen Wildwest-Komplex schon lange und jetzt erst recht mit Titeln der Verachtung überhäuft, auf die andere Politiker wie der Friedensnobelpreisträger und Drohnenauftragsmörder Barack Obama oder die Grüninnen-Stargästin und US-Kinderfresserin Madeleine Albright — 500.000 dead Iraqi Children was „worth it“ — mindestens noch bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag warten müssen. Wo geballert und gestorben wird, da gibt es eben immer auch Gewinner. Wie bei jedem Krieg im Zinseszinssystem. Man muss nur suchen. Etwa dort, wo das Aus der deutsch-russischen Pipeline Nord Stream 2 gefeiert wird.

Seit dem 24. Februar knallen also nicht nur russische Kanonen und Gewehre, sondern auch Champagnerkorken und wie schon bei Corona ausgewählte Aktienkurse. Diesmal bei US-Gaslieferanten oder in der Rüstung am Rhein bei Rheinmetall. Die EU ballert sich von Wahn zu Wahn und die Menschen vor lauter Bela-Russen-Hass noch in den Ruin.

Dabei hatte der deutsche (Ex-)Marinechef Kay-Achim Schönbach doch erst im Januar dieses Jahres davor gewarnt, Russland nicht noch weiter in Richtung des zentralistischen Social-Credit-rund-um-Überwachungsreiches der Mitte zu treiben. Putin wolle nur „Respekt“. Es sei einfach, ihm diesen zu erweisen. Außerdem hätte er Respekt verdient und die Ukraine könne einfach nicht in die Nato. Punkt.

Nun verließen Schönbachs Worte von Neu-Delhi wegen der Rund-um-Überwachungswelt noch schneller den Raum als Schönbach selbst. Im Internet tauchte ein Video mit einem Ausschnitt seines Monologs mit dem indischen Botschafter auf. Daraufhin durfte Schönbach dann doch noch etwas selbst bestimmten: Nämlich entscheiden, wie er abtreten will. Der deutsche (Ex-)Marinemeister bedauerte gehorsam das Gesagte und wurde umgehend in den Ruhestand versetzt. Also gefeuert.

Spätestens jetzt sollte eigentlich auch der letzte Trittbrettfahrer verstehen, warum das zentralistische Gesellschaftsmodell der totalen Bürgerkontrolle — die Rockefeller Foundation fordert und forciert das autoritäre chinesische Modell für die ganze Welt — nur ein Erfolgsmodell für alle Freunde des Totalitären, für die Querfront der Neo-Faschisten ist. Und Faschisten führen gerne Krieg (30).



Quellen und Anmerkungen:

(1) https://www.achgut.com/artikel/internationaler_pandemievertrag_geht_es_um_viel_mehr_
(2) https://cdn.who.int/media/docs/default-source/blue-print/achievement-report-_grif_web_finalversion15.pdf?sfvrsn=39052c73_9&download=true
(3) https://www.who.int/publications/m/item/covid-19-research-and-innovation—powering-the-world-s-pandemic-response-now-and-in-the-future
(4) https://rtde.site/international/133326-russland-legt-beweise-fur-entwicklung/
(5) https://tass.ru/armiya-i-opk/14027233
(6) https://deutsch.rt.com/international/133534-virenforschung-in-ukraine-pentagon-soll-pentagon-soll-mit-fledermaus-coronavirus-proben/
(7) https://www.reuters.com/world/europe/exclusive-who-says-it-advised-ukraine-destroy-pathogens-health-labs-prevent-2022-03-11/
(8) https://www.dailymail.co.uk/news/article-8211291/U-S-government-gave-3-7million-grant-Wuhan-lab-experimented-coronavirus-source-bats.html
(9) https://twitter.com/stillgray/status/1501310103529541636
(10) https://rtde.site/international/133458-darf-nicht-in-russische-haende-fallen-us-stellungnahme-zu-ukrainischen-biolaboren/
(11) https://deutsch.rt.com/europa/133553-usa-und-grossbritannien-warnen-vor-dreckiger-bombe/
(12) https://floosrainik.net/operation-sea-spray-fuer-die-nationale-sicherheit
(13) https://ua.usembassy.gov/embassy/kyiv/sections-offices/defense-threat-reduction-office/biological-threat-reduction-program/
(14) https://www.newsweek.com/russia-china-nikolai-patrushev-vladimir-putin-biological-weapons-1581896
(15) armswatch.com/project-g-2101-pentagon-biolab-discovered-mers-and-sars-like-coronaviruses-in-bats/
(16) fas.org/sgp/crs/nuke/R43143.pdf
(17) www.globalviromeproject.org/our-history
(18) http://floosrainik.net/mrna-plandemie
(19) https://de.wikipedia.org/wiki/Russischer_%C3%9Cberfall_auf_die_Ukraine_2022 (abgerufen am 10. März 2022)
(20) http://floosrainik.net/deutlicher-anstieg-der-opiumproduktion-in-afghanistan
(21) http://floosrainik.net/collateral-murder-warum-sich-wikileaks-ins-fadenkreuz-schob
(22) https://collateralmurder.wikileaks.org/
(23) https://deutsch.rt.com/international/133600-facebook-und-instagram-erlauben-aufrufe/
(24) https://www.reuters.com/world/europe/exclusive-facebook-instagram-temporarily-allow-calls-violence-against-russians-2022-03-10/
(25) https://deutsch.rt.com/international/133551-youtube-entfernt-dokumentarfilm-ukraine-on/
(26) https://rtde.site/international/133316-verdacht-ukraine-erhielt-waffenfahiges-plutonium/
(27) https://ria.ru/20220306/ukraina-1776880095.html
(28) https://rtde.site/international/133314-denis-puschilin-ukrainische-offensive-war/
(29) http://floosrainik.net/hinter-den-kulissen-wie-aus-dem-fall-magnitski-der-fall-browder-wurde
(30) https://www.ad-hoc-news.de/ausland/kay-achim-schoenbach-chef-der-deutschen-marine-muss-laut-verschiedener/62336462


Dieser Artikel erschien auf Rubikon am 16.03.2022 und ist unter einer Creative Commons-Lizenz  (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen. Teil 2 und Teil 3.

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Politikversagen oder Manipulation?

Orwell‘sche Politik

Die völlige Verdrehung der Realität und unserer Werte wurde in der neuen Normalität salonfähig.

von Ralph Zedler

„Und wenn alle anderen die von der Partei verbreitete Lüge glaubten, wenn alle Aufzeichnungen gleich lauteten, dann ging die Lüge in die Geschichte ein und wurde Wahrheit.“ George Orwells dystopischer Roman „1984“, geschrieben 1948, malt das Bild einer Gesellschaft, deren Realisierung uns nach der Lektüre unvorstellbar scheint. Alles in diesem Roman basiert auf der Verkehrung von ursprünglich positiv besetzten Begriffen in ihr Gegenteil. Wie weit sich unsere Politiker diese Fähigkeit bereits angeeignet haben und wie weit dieser Prozess bereits fortgeschritten ist, zeigt der Autor an zahllosen Beispielen der letzten Monate auf.

„Alles außer Arbeiten war verboten: Spazierengehen, Spaß haben, singen, tanzen, sich treffen, alles war verboten.“ So steht es in George Orwells Roman „1984“. Und uns allen ist diese lebensfeindliche Verbotspolitik nur allzu geläufig, prägt sie doch seit nunmehr fast zwei Jahren unseren Alltag in fast allen Lebensbereichen.

Daneben hat die Coronakrise aber noch ein anderes Phänomen zutage gefördert, das sich auf dem politischen Parkett seit fast zwei Jahren mit rasender Geschwindigkeit ausbreitet: das Phänomen der Verdrehung.

Faktisch begann es mit der Tatsache, dass sich gesunde, symptomfreie Menschen regelmäßig testen lassen müssen, um zu ermitteln, ob sie gesund sind. Also nicht die Krankheit muss mehr nachgewiesen werden, sondern die Gesundheit.

Auch wird man als Kranker mit Erkältungssymptomen nicht mehr zum Arzt vorgelassen, sondern an der Tür vieler Hausarztpraxen einfach abgewiesen.

Orwell hätte salopp gesagt: „Gesund ist krank!“ und „Krank ist lebensgefährlich!“

Viele unserer Volksvertreterdarsteller beherrschen die Kunst der Verdrehung nach zwei Jahren der Faktenleugnung meisterhaft: So hat unsere frischgebackene Innenministerin Nancy Faeser doch allen Ernstes am 19. Januar 2022 auf Twitter ihren Followern den Vorschlag unterbreitet, man könne „seine Meinung auch kundtun, ohne sich gleichzeitig an vielen Orten zu versammeln“ (1).

So etwas kann sie gerne zu Hause in ihrer Küche denken, aber sich mit diesem, das Grundgesetz förmlich mit Füßen tretenden Vorschlag in die Öffentlichkeit zu wagen, lässt einen angesichts ihres Amtes und damit ihres Einflusses schier sprachlos zurück. Ein solcher Vorschlag ist ein weiterer Beleg für die inzwischen völlig von jeglichem Recht und Gesetz entkoppelte Frequenz, auf der sich unsere Volksvertreterdarsteller bewegen. Keine Absurdität ist ihnen inzwischen zu abwegig, um sie nicht zum Erhalt des Narrativs ins Feld zu führen.

Unweigerlich kommen einem dabei die drei Parolen in den Sinn, die in George Orwells „1984” das Ministerium für Wahrheit zieren:

„Krieg ist Frieden! Freiheit ist Sklaverei! Unwissenheit ist Stärke!“

Demokratie ist Extremismus I

Ungefähr auf diesem Niveau agieren unsere Volksrepräsentanten seit geraumer Zeit — etwa unser oberster: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der anlässlich eines Bürgerdialogs in Schloss Bellevue am 24. Januar 2022 konstatierte:

„Der Spaziergang hat seine Unschuld verloren. (…) Wer sich gegen unser Recht stellt und sich mit selbsterklärten Staatsfeinden und verfassungsschutzbekannten Rechtsextremisten gemein macht, kann sich nicht mehr glaubwürdig auf Demokratie und Freiheit berufen und schon gar nicht auf die mutigen Ostdeutschen von 1989. Wie perfide, die Proteste von damals mit den heutigen gleichzusetzen! Und die Selbstinszenierung als Opfer mit gelben Sternen, das ist mehr als das: Das ist eine Bagatellisierung des Antisemitismus und eine Verhöhnung der jüdischen Opfer des Holocaust“ (2).

Für unser Staatsoberhaupt stellen also friedliche Bürger, die für echte Demokratie und ihre Grundrechte auf die Straße gehen, rechtsextreme Holocaustleugner dar, die die friedlichen Proteste von 1989 und die Gräuel des Nationalsozialismus kaltschnäuzig für sich instrumentalisieren und nebenbei auch noch den Spaziergang entjungfern oder zumindest beflecken. Damit komprimiert unser Staatsoberhaupt das komplette Framing gegen friedliche Spaziergänger auf drei Sätze.

Orwell hätte wohl gesagt: „Bürgerdialog ist Bürgerverhöhnung!“

Demokratie ist Extremismus II

Oder unser Bundeskanzler Olaf Scholz, der in seiner ersten Regierungserklärung am 15. Dezember 2021 im Deutschen Bundestag über Menschen, die jede Woche bei den Anti-Coronamaßnahmen-Demos für Frieden, Freiheit, Selbstbestimmung, unsere Grundrechte und unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung auf die Straße gehen, befand:

„Eine kleine extremistische Minderheit in unserem Land hat sich von unserer Gesellschaft, unserer Demokratie, unserem Gemeinwesen und unserem Staat abgewandt — nicht nur von Wissenschaft, Rationalität und Vernunft. Wir werden es uns nicht gefallen lassen, dass eine winzige Minderheit von enthemmten Extremisten versucht, unserer gesamten Gesellschaft ihren Willen aufzuzwingen“ (3).

Menschen, die für demokratische Werte eintreten und diese oft gegen vehemente Repressalien und Polizeigewalt auf der Straße verteidigen, sind in Olaf Scholz’ Weltbild also eine „enthemmte extremistische Minderheit“. Darauf muss man erst einmal kommen.

Orwell hätte wohl gesagt: „Demokratie ist Extremismus!“

Die Elastizität der Freiheit

Oder es sei an Jens Spahns legendären Ausspruch aus dem Sommer 2021 erinnert: „Wir impfen Deutschland in die Freiheit zurück!“ (4), der noch getoppt wird von CSU-Generalsekretär Markus Blume, der meinte: „Freiheit heißt: Impfpflicht für alle!“ (5).

Da steht dann Orwells „Freiheit ist Sklaverei!” unmittelbar Pate.

Und immer wenn man denkt, ein Gedanke sei an Absurdität nicht mehr zu überbieten, kommt noch ein Politiker des Weges, der dies Lügen straft. So sagte Karl Lauterbach:

„Ich glaube, dass Ärzte jeden impfen sollten. Denjenigen, der geimpft werden will, weil er der Impfpflicht nachkommt und denjenigen, der sich ganz freiwillig impfen lassen will. Es wird ja niemand gegen seinen Willen geimpft. Selbst die Impfpflicht führt ja dazu, dass man sich am Schluss freiwillig impfen lässt“ (6).

Man beachte hierbei die perfide Differenzierung zwischen Menschen, die sich impfen lassen wollen, weil sie der Impfpflicht nachkommen und denen, die es „ganz freiwillig“ tun. In Karl Lauterbachs Weltbild gibt es also eine echte Freiwilligkeit und eine erzwungene Freiwilligkeit. Welch bizarres Verständnis von Freiwilligkeit stellt unser neuer Gesundheitsminister damit zur Schau!

Orwell hätte wahrscheinlich gesagt: „Freiwilligkeit ist Zwang!“

In Orwell‘scher Manier kam auch der Auftritt des Ministerpräsidenten von Nordrhein Westfalen, Hendrik Wüst, am 23. Januar 2022 bei Anne Will daher; dieser begründete die Notwendigkeit einer Impfpflicht wie folgt:

„Sinn und Zweck der Impfpflicht ist, dass wir den Menschen signalisieren können, die alles getan haben in den letzten zwei Jahren, die sich haben impfen lassen, die vorsichtig waren, die sich testen lassen, die Maske tragen: Jetzt sind die anderen dran, die sich bisher geweigert haben, damit wir alle gemeinsam wieder ein Stück mehr Normalität kriegen, Schritt für Schritt, aber ganz sicher nächsten Winter nicht wieder zurück in den Lockdown!

Das genau ist das Zeichen an die Geimpften, dass jetzt mal diejenigen dran sind, die sich bisher geweigert haben. Das ist das, was uns, glaube ich, alle eint, dass wir inzwischen ein verdammt schlechtes Gewissen haben müssen gegenüber denjenigen, die alles getan haben — einmal geimpft, zweimal geimpft, geboostert, die immer noch vorsichtig sind aus Rücksichtnahme auf die Nichtgeimpften. Und jetzt müssen wir uns bitte mal liebevoll um die Nichtgeimpften kümmern und nach Lage der Dinge geht das nur mit der Impfpflicht“ (7).

Leute zu zwingen, sich ein immunologisch wirkungsloses, aber bezüglich seiner Nebenwirkungen gefährliches Medikament verabreichen zu lassen, stellt für diesen Landesfürsten also einen Akt der Verantwortung und Liebe dar.

Das erinnert an die evangelische Kirche Mitteldeutschlands (EKMD), die auch mit dem Slogan „Impfen ist Nächstenliebe“ wirbt (8).

Orwell hätte wohl gesagt: „Verpflichtung ist Pflicht!“ und „Liebe ist Nötigung!“

Die Schimäre der Solidarität

Neben Impfpflicht und Freiwilligkeit wurde noch ein anderer Begriff innerhalb der letzten zwei Jahre bis an seine Schmerzgrenzen strapaziert: der Begriff „Solidarität“. Wer da nicht alles Solidarität von allen und jedem eingefordert hat! Wer in den letzten zwei Jahren nicht alles solidarisch war und solidarisch sein sollte! Da sollten Kinder mit ihren Eltern und vor allem Großeltern solidarisch sein und man bürdete ihnen die Verantwortung für die Gesundheit ihrer Familie auf — etwas, das ein Kind gar nicht leisten kann und was in Zukunft eine Heerschar an Psychotherapeuten auf den Plan rufen wird, um diese übergriffige und völlig unmögliche Verantwortungslast, die man auf die schmalen Schultern der Kinder geladen hat, wieder weg zu therapieren.

Des Weiteren sollten Schulkinder untereinander solidarisch sein und sich gegenseitig denunzieren, wenn einer die Maske nicht korrekt aufgesetzt hat.

Die Maske avancierte rasch zum Sinnbild von Solidarität. Abstandhalten wird bis heute als Zeichen von solidarischer Rücksichtnahme propagiert. Als allergrößtes Symbol für Solidarität, das man nur aufbringen kann, gilt allerdings die Teilnahme am Impfexperiment. Wer geimpft ist, ist gleichsam geadelt. Die Impfung gilt förmlich als Ritterschlag. Zehntausende Menschen oder womöglich mehr hielten stolz ihren frisch gespritzten und bepflasterten Impfarm in die Kameras und stellten diese Bilder in den sozialen Netzwerken aus. Sie demonstrierten auf diese Weise, dass sie brave und verantwortungsvolle Bürger sind, die bereitwillig alles tun, was die Regierung will, um dieser Pandemie Herr zu werden.

Wenn wir jedoch nüchtern bilanzieren, wo wir nach zwei Jahren omnipräsenter und verordneter Solidarität stehen, müssen wir ernüchtert konstatieren, dass unsere Gesellschaft so gespalten ist wie nie zuvor. Der permanente Appell an die Solidarität — auch durch den Bundespräsidenten, die frühere Bundeskanzlerin, den aktuellen Bundeskanzler, den Papst, Kardinäle und Bischöfe —, ja diese uns abgepresste Solidarität hat also zum genauen Gegenteil geführt: zu einer immensen Spaltung der Gesellschaft! Langjährige Freundschaften sind zerbrochen, Menschen reden nicht mehr miteinander, der Riss geht sogar durch Familien und Partnerschaften.

Orwell hätte wohl gesagt: „Solidarität ist Spaltung.“

Evidenz als Würfelspiel

Ein weiterer vielmissbrauchter Begriff in dieser Gesellschaftskrise ist der der Evidenz — vor allem: die wissenschaftliche Evidenz. Diese wurde dauernd und überall gefordert. Valide Zahlen sollten die Grundlage für sämtliche Maßnahmen und Einschränkungen bilden. Doch je weiter die „PLandemie“ gedieh, desto offensichtlicher wurde die Unseriosität der Zahlen, Daten und Fakten.

Ob es die DIVI-Intensivbettenauslastung im Juni 2021 war (9), oder wie in Hamburg, wo aufgrund gefälschter Zahlen 2G eingeführt wurde (10) oder die Lüge, wir hätten eine „Pandemie (oder gar Tyrannei!) der Ungeimpften“ (11), die sich dann als Unwahrheit entpuppte, da das Robert Koch-Institut (RKI) gar keine Daten darüber erhob, wie viele Geimpfte oder Ungeimpfte auf den Intensivstationen lagen. Oder als Höhepunkt das kürzlich veröffentlichte Eingeständnis des RKI, dass Infektionszahlen aufgrund überlasteter Labore inzwischen nur noch geschätzt würden (12) — eine Bankrotterklärung jeglicher wissenschaftlicher Seriosität!

Orwell hätte wohl gesagt: „Evidenz ist Schätzung!“

Wissenschaftliche „Zuarbeit“

Aber nicht nur die wissenschaftliche Evidenz wurde bis zur Substanzlosigkeit ausgehöhlt, auch die Wissenschaftler selbst wurden zweckentfremdet. Wissenschaft wird ja gerne automatisch mit den Attributen „unabhängig” und „frei“ gekoppelt. Die unabhängige oder freie Wissenschaft ist ein Ideal des Abendlandes und wird von Universitäten und Forschungseinrichtungen gerne wie eine Monstranz vor sich hergetragen. Nun ist aber eine staatlich unterfinanzierte Wissenschaft, die auf das Einwerben von Drittmitteln und damit auf Sponsoren angewiesen ist, nicht mehr unabhängig, sondern schlichtweg gekauft.

Wenn Drostens Charité von der Bill und Melinda Gates Foundation Millionen erhält (13), stellt sich die Frage, wie unabhängig die Aussagen des Haus- und Hof-Virologen der Bundesregierung dann noch sind, eigentlich gar nicht mehr. Wenn Hendrik Streecks Ehemann eine hohe Position im Bundesgesundheitsministerium bekleidet, sollte man das bei den Aussagen des in Talkshows gern gesehenen Experten immer mitbedenken (14).

Da die virologische und infektiologische Beratergruppe der Regierung — positiv ausgedrückt — in ihrer ideologischen Grundausrichtung überaus homogen gebildet ist — andere Meinungen also darin gar nicht vorkommen! —, ist bei ihr und ihren Aussagen besondere Vorsicht geboten.

Der Verdacht, dass Wissenschaftler hier benutzt werden, um ein Narrativ zu stützen, dass, wenn andere Wissenschaftler wie Wolfgang Wodarg oder Sucharit Bhakdi zu Wort kämen, gar nicht haltbar wäre, beschleicht einen unverzüglich. Wissenschaftler werden also missbraucht und zu Handlangern korrupter Politiker degradiert.

Orwell hätte in dem Fall wohl gesagt: „Wissenschaft ist Komplizenschaft!“

Auch die Polizei wird seit fast zwei Jahren von der Politik regelrecht missbraucht, um grundgesetzwidrige Verordnungen durchzusetzen. Das erzeugt entweder so bizarre Bilder wie in Hessen, wo Polizisten mit Zollstöcken die Abstände zwischen den Demonstrationsteilnehmern kontrollierten (15) oder führt zu so brutalen Szenen rüdester Polizeigewalt wie in Berlin, als Söldner selbst bei Rollstuhlfahrern oder Senioren alle Hemmungen fallen ließen und selbige krankenhausreif prügelten (16, 17).

Orwell hätte wohl gesagt: „Polizeigewalt ist Bürgerschutz!“

Uhren und Kalender wurden neu justiert

Auch die Zeitrechnung wurde in dieser „Pandemie” einem umfassenden Wandel unterzogen: Aus zwei Wochen Abflachen der Kurve wurden zwei Jahre Grundrechtseinschränkungen. Ein beschnittenes Weihnachtsfest 2020 sollte ein unbeschwertes Osterfest in 2021 ermöglichen. Manuela Schwesig bedankte sich im Mai 2021 bei den Bürgern von Mecklenburg-Vorpommern nach sieben Monaten des Lockdowns für die „harten Wochen“ (18).

Nur wenige Wochen Einschränkungen wurden zu zwei Jahren Ausnahmezustand. Der Genesenenstatus wurde in der Schweiz von sechs Monaten auf zwölf verlängert, in Deutschland hingegen von sechs auf drei Monate verkürzt — allerdings nicht für Bundestagsabgeordnete; deren Genesenenstatus verbleibt weiterhin bei sechs Monaten (19).

Orwell hat dazu gesagt: „Alle Menschen sind gleich, aber manche sind gleicher!“ Zum seit zwei Jahren zementierten Ausnahmezustand hätte er wohl gesagt: „Notstand ist Normalität!“ Und die neue Corona-Zeitrechnung hätte er vielleicht in die Formeln gepackt: „Woche ist Monat!“, „Monat ist Jahr!“ und „Weihnachten ist Ostern!“

Schutzwall ohne Bedrohung

Auch die Maßnahmen selbst haben sich alldieweil verselbstständigt. Jens Spahn beschloss im Herbst 2021, „die epidemische Lage von nationaler Tragweite“ — die wir nebenbei gesagt nie hatten! — abzuschaffen und die Maßnahmen trotzdem beizubehalten (20).

Es bedarf also inzwischen für die Schutzmaßnahmen gar keiner Gefahrenlage mehr. Die Maßnahmen sind zum puren Selbstzweck geworden. Das Masketragen gehört inzwischen einfach dazu, so wie man sich im Winter automatisch einen Schal umbindet und Handschuhe anzieht, so greifen nach zwei Jahren pseudopandemischem Umerziehungslager viele inzwischen automatisch zur Gesichtswindel. Die Maske avancierte zum Modeaccessoire.

Selbst im Freien wird sie widerspruchslos, ohne mit der Wimper zu zucken, getragen. Dass das Infektionsrisiko dort laut führender Aerosolforscher bei 0,01 Prozent liegt und 99,99 Prozent aller Infektionen in Innenräumen stattfinden (21), wird gar nicht erwähnt. Folglich wird es auch nicht hinterfragt. Es wird einfach als gegeben vorausgesetzt.

Orwell hätte wohl gesagt: „Schutz ist Sicherheitssuggestion!“

Konklusio

Wie lange wird das Ganze noch gehen? Diese zentrale Frage beschäftigt wohl die meisten von uns. Wie lange lässt sich dieses Lügengebäude noch aufrecht erhalten? Was muss passieren, damit es einstürzt? Was kann jeder Einzelne tun, damit es endlich einstürzt? Lässt sich diese Orwell‘sche Verdrehungspolitik bis ins Endlose weiterführen?

Müssen wir uns noch auf Jahre chronischer Lügen und Absurditäten aus Politikermund einstellen? Wird uns ein Lauterbach als Gesundheitsminister mit unerträglichen Widersprüchen und Halbwahrheiten eine ganze Legislaturperiode drangsalieren und zum Teil auch amüsieren?

Da der Autor keine Glaskugel besitzt und wohl niemand den Zeitpunkt des Endes dieses Lügennarrativs und des Systems insgesamt treffsicher voraussagen kann, kann er nur konstatieren: „Zukunft ist Ungewissheit!“ Und dem hätte sicherlich auch Orwell zugestimmt.


Quellen und Anmerkungen:

(1) https://twitter.com/nancyfaeser/status/1483846734962958346
(2) https://www.youtube.com/watch?v=WRBTBoJ20uE
(3) https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/regierungserklaerung-1991504
(4) https://www.bundesgesundheitsministerium.de/presse/reden/epilage-bt-250821.html
(5) https://www.welt.de/politik/deutschland/plus236369423/CSU-General-Markus-Blume-Freiheit-heisst-Impfpflicht-fuer-alle.html
(6) https://www.wmn.de/buzz/omikron-impfpflicht-freiwillig-id342327
(7) https://www.daserste.de/information/talk/anne-will/videosextern/omikron-welle-da-impfpflicht-nicht-mit-welchem-plan-geht-deutschland-ins-dritte-corona-jahr-100.html
(8) https://www.ekmd.de/aktuell/projekte-und-aktionen/impfen-ist-naechstenliebe/
(9) https://www.transparenztest.de/post/divigate-2-ist-die-aufklaerung-zum-intensivbetten-skandal-jetzt-noch-aufzuhalten
(10) https://www.focus.de/gesundheit/coronavirus/daten-ungenau-raetsel-um-inzidenz-der-ungeimpften-basiert-hamburgs-2g-regel-auf-falschen-daten_id_26748608.html
(11) https://www.youtube.com/watch?v=I6lHPt64OOE
(12) https://www.focus.de/gesundheit/news/rki-schaetzt-inzidenzen-jetzt-nur-noch-statistiker-sagt-ob-das-gutgehen-kann_id_41624341.html
(13) https://globalhealth.charite.de/forschung/foerdermittel_fuer_global_health/
(14) https://ga.de/bonn/stadt-bonn/partner-von-hendrik-streeck-paul-zubeil-arbeitet-fuer-das-bundesgesundheitsministerium_aid-56131801
(15) https://www.androidkosmos.de/polizei-kontrolliert-corona-abstaende-mit-zollstock-irres-video-geht-viral-bereits-700-000x-angesehen/
(16) https://www.youtube.com/watch?v=mdWnUQPvg3Q
(17) https://reitschuster.de/post/polizei-gewalt-ich-dachte-die-bringen-den-um/
(18) https://twitter.com/manuelaschwesig/status/1396902874974728196
(19) https://www.tagesschau.de/inland/corona-genesenenstatus-bundestag-101.html
(20) https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/128430/Spahn-bleibt-dabei-Epidemische-Lage-bei-Corona-kann-auslaufen
(21) https://www1.wdr.de/nachrichten/themen/coronavirus/aerosolforscher-gefahr-corona-ansteckungen-100.html


Dieser Artikel erschien auf Rubikon am 10.03.2022 und ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.


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Impfschaden? – von Krankenhäusern gemeldet

Die Impfschäden werden sichtbar

Aus den Abrechnungsdaten der Krankenhäuser von 2021 geht hervor, dass sich die Behandlung von Impfnebenwirkungen gegenüber den Vorjahren verzwanzigfacht hat.

von Milena Preradovic

Politik und Medien verbreiten weiterhin: Die Impfung ist sicher. Über Impfschäden wird wenig bekannt, es ist das Tabuthema aller impffreudigen Regierungen. Aber wie sieht es in den Krankenhäusern aus? Werden dort Impfschäden behandelt und abgerechnet? Ja, zeigt der Datenanalyst Tom Lausen, der seit Beginn der Krise die Zahlen von Kliniken, der Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und des Robert Koch-Instituts (RKI) analysiert. Die Journalistin und Moderatorin Milena Preradovic befragte Lausen, der zusammen mit Walter van Rossum den Spiegel-Bestseller „Die Intensiv-Mafia“ verfasste, nach seinen Erkenntnissen. Diese zeigen: Es braucht gar nicht unbedingt „alternative“ Quellen, um zu Ergebnissen zu kommen, die das übliche Beschwichtigungsnarrativ der Regierung Lügen zu strafen.

Die offiziellen Abrechnungsdaten belegen, dass bis September 2021 mehr als 18.600 schwere Corona-Impfschäden in den Krankenhäusern behandelt wurden. Und es werden übers ganze Jahr noch mehr sein — die Zahlen bis Dezember sind noch nicht verfügbar. Verglichen mit den Jahren 2019 und 2020 ist das eine Verzwanzigfachung der Impfschäden. Mehr als 2.000 Impfopfer landeten auf der Intensivstation.

Ebenfalls spannend: die Zahl der Patienten in den Kliniken sinkt. Aber die Zahl der Pflegebedürftigen auf den Intensivstationen ist abseits von Corona enorm gestiegen. Stellt sich die Frage: warum? Wurde da für die offizielle Belegung aufgefüllt?

Das ganze Interview mit Tom Lausen sehen Sie hier:


Tom Lausen im Gespräch mit Milena Preradovic


Hier können Sie das Buch bestellen: als Taschenbuch, E-Book oder Hörbuch.


Dieser Artikel erschien auf Rubikon am 12.02.2021 und ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.


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Faschismus und Corona – ein Zusammenhang?

Der erwachende Faschismus

Die Covid-Pandemie ist eine Strategie der einflussreichsten Kapitalisten zur technokratisch-autoritären Umgestaltung unserer Gesellschaft.

von Boris Wu

Oberflächlich betrachtet, kann man Schlafende und Tote leicht verwechseln. Wenn also der Eindruck entstanden sein mag, der deutsche Faschismus sei tot, kann dies trügen. Vielleicht hat er nur geschlafen. Gewalt, Konformismus und der Hass auf Außenseiter sind als Möglichkeit in der menschlichen Psyche angelegt. Und schon lange zeigten sich in der scheinbar so biedermeierlichen Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland Risse, die man übersehen konnte, solange man kein direkt Betroffener war. Der Umgang der Menschheit mit der nicht-menschlichen Natur, der Umgang mit Armen — Stichwort: Hartz IV —, Kriege und weltweite Ausbeutung waren Vorzeichen, die deutlich auf einen Tendenz zur Entmenschlichung hingewiesen haben. Die Fassadendemokratie war lange mit der Diktatur schwanger gegangen — und Corona könnte das Signal gewesen sein, mit dem der Geburtsvorgang eingeleitet wurde. Viele uns vertraute Menschen sind bereits zu jenen dumpfen Mitläufern geworden, die sie selbst beim abendlichen Konsum eines Historiendramas aus der Nazizeit verachtet haben. Diesmal aber werden keine Allierten kommen, um uns aus den Fängen der Despoten zu befeien. Das müssen wir selber tun.

Ich habe lange versucht zu verstehen, warum die Mehrheit der Deutschen Adolf Hitler folgte, an die Ideologie der Herrenrasse glaubte und den Massenmord an den Juden und all die anderen fürchterlichen Verbrechen unterstützte oder bestenfalls ignorierte. Die Covid-Pandemie hat mir geholfen, besser zu verstehen, wie Faschismus funktioniert, denn wir sind gerade Zeugen einer ähnlichen kollektiven Psychose.

Paul Kingsnorth schreibt in seinem Artikel The Vaccine Moment, Part One:

„Covid ist eine Offenbarung. (Covid) hat Risse im sozialen Gefüge aufgedeckt, die schon immer da waren, aber in besseren Zeiten ignoriert werden konnten.“

Faschismus kommt nicht plötzlich und unerwartet wie ein Blitz aus heiterem Himmel daher oder tritt zufällig durch eine Verkettung unglücklicher Umstände auf. Er ist keine fehlgeleitete Abweichung unserer ansonsten freien, rationalen, modernen Gesellschaft. Dr. Gabor Maté sagt:

„Auf der politischen Ebene ist der Faschismus einfach die höchste Ausprägung des egoistischen menschlichen Geistes. Aber das ist das Ego in uns allen, und es droht immer wieder zurückzukommen.“

Faschismus ist ein im Untergrund schwelendes Kontinuum der modernen, entwurzelten menschlichen Psyche, das nur darauf wartet, entflammt zu werden.

Ernüchternde Hinweise darauf lieferte uns die Sozialpsychologie des 20. Jahrhunderts mit dem Milgram-Experiment, dem Stanford-Prison-Experiment und dem Konformitätsexperiment von Asch.

In ihrem Verhältnis zur natürlichen Welt und der hemmungslosen Ausbeutung und Ermordung unserer nichtmenschlichen Mitgeschöpfe ist unsere Kultur schon lange zutiefst faschistisch und letztlich in der Tat selbstmörderisch. In der freien und rationalen modernen Gesellschaft kann nur die „Herrenrasse“ Homo sapiens sapiens Freiheit genießen. Dass unsere Freiheit auf der Unterdrückung, Ausbeutung und Ermordung der natürlichen Welt aufbaut, ist eine Tatsache, die gerne geleugnet oder rationalisiert wird. Leugnung und Rationalisierung von Grausamkeiten sind typische Charakterzüge des Faschismus.

Während der Großteil der deutschen Gesellschaft sich seit Ende des Hitlerfaschismus relativ frei fühlen durfte, bekam die ärmste Schicht seit Einführung der Hartz-IV-Gesetze und der damit einhergehenden Enteignung, dem Entzug von Grundrechten und de facto Zwangsarbeit schon mal einen Vorgeschmack, der für mich scharf nach deutschem Faschismus schmeckte. Auch hier erließ eine Regierung im Klüngel mit Wirtschaftseliten Gesetze, die der Unterdrückung und Ausbeutung einer Minderheit dienten. Auch hier wurde eine Mehrheit durch massive Regierungspropaganda gegen eine Minderheit aufgehetzt, was zu einer breiten gesellschaftlichen Akzeptanz für diese Form der institutionellen Unterdrückung und Ausbeutung führte.

Die Corona-Pandemie hat die faschistoiden Tendenzen unserer Gesellschaft massiv verschärft und zerstört gerade alles, was der Neoliberalismus an demokratischer Kultur noch übriggelassen hat.

Das Sprichwort „Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf“ hat sich als falsch erwiesen. Die Mehrheit wacht nicht auf. Menschen wollen daran glauben, in einem guten, fortschrittlichen, relativ gerechten demokratischen System zu leben, und rationalisieren die autoritären Tendenzen oder blenden sie aus. Aber wenn es keinen Diskurs mehr gibt, wenn abweichende Meinungen diffamiert oder zensiert werden, wenn das Rechtssystem sich als unfähig erweist, unsere Grundrechte zu verteidigen, wenn Medien keinen Journalismus mehr machen und zu reinen Propagandainstrumenten verkommen, wenn Menschen, die für ihre Grundrechte auf die Straße gehen, von jenen Propagandamedien als „radikalisierte Impfgegner“, „Corona-Leugner“, „Verschwörungstheoretiker“, „Querdenker“, „enthemmte Extremisten“ und so weiter diffamiert und zunehmend kriminalisiert werden, wenn soziale Medien überwacht und alle vom Regierungskurs abweichenden Meinungen zensiert werden, kurz:

Wenn Regierungen und politische Institutionen, multinationale Konzerne, technokratische Multimilliardäre, Rechtssystem und Medienlandschaft zu einem einzigen gigantischen, korrupten Sumpf verkommen sind, dann, liebe Schäfchen, befinden wir uns in einer Diktatur, auch wenn diese Diktatur das Label „Demokratie“ trägt. Die Covid-Pandemie ist die größte Kampagne zur sozialen Konditionierung und Umstrukturierung unserer Gesellschaft seit dem Hitlerfaschismus.

Die Schockstrategie

In ihrem Buch Covid-19: Der große Umbruch bereiten uns Klaus Schwab und Thierry Malleret freimütig auf das vor, was uns erwartet:

„Viele von uns fragen sich, wann sich die Dinge wieder normalisieren werden. Die kurze Antwort lautet: niemals. Nichts wird jemals wieder so sein wie zuvor. Die Normalität in dem Sinne, wie wir sie kannten, ist zu Bruch gegangen und die Coronavirus-Pandemie stellt einen grundlegenden Wendepunkt auf unserem globalen Kurs dar.

Einige Analysten sprechen von einem Scheideweg, andere von einer tiefen Krise ‚biblischen‘ Ausmaßes, das Ergebnis ist jedoch gleich: Die Welt, wie wir sie in den ersten Monaten des Jahres 2020 kannten, gibt es nicht mehr, sie hat sich im Kontext der Pandemie aufgelöst. Es kommen derart radikale Veränderungen auf uns zu, dass manche Experten bereits von der Zeit ‚vor Corona‘ (BC) und ’nach Corona‘ (AC) sprechen.

Diese Veränderungen werden uns wie bisher plötzlich und unerwartet überraschen und im Zuge ihrer Verkettung Auswirkungen zweiter, dritter, vierter und weiterer Ordnung, Dominoeffekte und unvorhergesehene Folgen hervorrufen. Auf diese Weise wird eine ’neue Normalität‘ entstehen, die sich radikal von jener unterscheidet, die wir nach und nach hinter uns lassen werden. Viele unserer Überzeugungen und Annahmen, wie die Welt aussehen könnte und sollte, werden sich dabei zerschlagen“ (1).

Das Bundesinnenministerium kommuniziert in einem Strategiepapier vom 28. April 2020 mit dem Titel „Wie wir COVID-19 unter Kontrolle bekommen“ in Kapitel 4, Seite 13 Schlussfolgerungen für Maßnahmen und offene Kommunikation offen über die verwendete Schockstrategie, insbesondere in Kapitel 4 a. Worst Case verdeutlichen!

Auch Schwab und Malleret setzen die Corona Pandemie in einen größeren geschichtlichen Zusammenhang. Sie vergleichen sie trotz der hohen Unterschiede in der Sterberate mit der mittelalterlichen Pest — die Mortalität der Pest wird auf 10 bis 60 Prozent der Infizierten geschätzt, mit hohen regionalen und zeitlichen Unterschieden zwischen verschiedenen Ausbrüchen, die Covid-19-Mortalität liegt in Deutschland nach Daten der John Hopkins University bei 1,6 Prozent der Infizierten, doch die Zahl bleibt nebulös, da der PCR-Test keine Todesursache nachweisen kann — sowie mit anderen fundamentalen gesellschaftlichen Umbrüchen wie der Spanischen Grippe von 1918 bis 1920, der Weltwirtschaftskrise von 1929, den Terroranschlägen vom 11. September 2001, SARS im Jahr 2003, der Schweinegrippe H1N1 im Jahr 2009 und der Finanzkrise von 2008.

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass „keines dieser Ereignisse (…) der Reichweite und dem Muster des menschlichen Leids und des wirtschaftlichen Zusammenbruchs (entspricht), die durch die gegenwärtige Pandemie verursacht werden“ (2).

Um diese dramatischen Vergleiche ziehen zu können, kommt Schwab und Malleret zugute, dass die WHO 2009 die Definition des Begriffs „Pandemie“ änderte. Aus einem Artikel des Arznei-Telegramm von 2010:

„Der Schweinegrippe-Hype, die größte Marketingkampagne der letzten 100 Jahre? Diese Assoziation des Kreativchefs einer deutschen Werbeagentur könnte den Kern treffen: Zwar ist die A/H1N1-Schweinegrippe 2009/10 milde verlaufen, und weniger Tote sind zu beklagen als während früherer Wintergrippezeiten. Dennoch ist die Grippesaison 2009/10 für die meisten Nationen vielfach teurer geworden als die Grippezeiten der Vorjahre.

Jetzt rücken zwei Veröffentlichungen, darunter ein Bericht des Gesundheitsausschusses des Europarats, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verstärkt in die Kritik, durch intransparente und möglicherweise beeinflusste Entscheidungen dazu beigetragen zu haben, dass international öffentliche Gelder verschwendet wurden. (…) Im April 2009 hat die WHO die Definition der Pandemie abgeschwächt und die Passage, in der eine ‚beträchtliche Zahl von Toten‘ vorausgesetzt wird, weggelassen. Auf der Basis dieser ‚aktualisierten Pandemiekriterien‘ erklärte die Organisation am 11. Juni 2009 die Schweinegrippe zur Pandemie (Stufe 6), also rund sieben Wochen nach Bekanntwerden der ersten Infektion.

Zu diesem Zeitpunkt war, wie die Generaldirektorin der WHO, Margaret Chan, soeben noch einmal herausstellt, die Zahl der Toten weltweit gering. Die Organisation hatte zudem auch ‚keine plötzliche oder dramatische Zunahme von Zahl und Schwere der Infektionen gesehen oder erwartet‘. Auch von einer ‚länderübergreifenden Großschadenslage‘, wie hierzulande im Nationalen Pandemieplan definiert, konnte keine Rede sein. Die Einstufung der Schweinegrippe als Pandemie — gleichbedeutend mit dem Startschuss für die Produktion von Impfstoffen und der weiteren Einlagerung von Neuraminidase-Hemmern — wäre somit ohne Neudefinition nicht möglich gewesen.“

Der mediale Hype der Schweinegrippe verpuffte so schnell und plötzlich, wie er gekommen war. WHO, Regierungen und Propagandamedien schafften es damals nicht, der Bevölkerung das Narrativ des gefährlichen Killervirus einzuimpfen. Das Arznei-Telegramm führt weiter aus:

„Es wäre unrealistisch zu fordern, dass Fachleute mit Verquickungen zu Firmen von Diskussionen bei der WHO ausgeschlossen werden. Es ist jedoch nicht hinnehmbar, dass Experten und Expertengruppen mit Verbindungen zu Firmen, deren Verkaufserlöse durch WHO-Maßnahmen hochschnellen können, an der Entwicklung von Leitlinien der WHO beteiligt sind.

Wenig Vertrauen ist den von der WHO erwähnten, aber nicht näher bezeichneten Maßnahmen zu schenken, welche ‚die Organisation vor Rat schützen sollen, der durch kommerzielle Interessen beeinflusst ist‘ und die man jetzt — angesichts zunehmender Kritik — nachschärfen will. Bislang hat sich die WHO zudem nicht einmal an die derzeit geltenden, selbst aufgestellten Regeln zum Umgang mit Interessenkonflikten externer Berater gehalten.

Für die Hersteller von Impfstoffen und Neuraminidase-Hemmern haben sich die von der WHO verbreiteten Pandemieleitlinien als wahres Konjunkturprogramm erwiesen. 1,1 Milliarden Dollar Umsatzsteigerung im ersten Quartal 2010 allein bei der Firma Novartis gehen auf Verkäufe von Schweinegrippeimpfstoffen zurück. Der Reingewinn des Konzerns stieg in diesem Zeitraum um rund die Hälfte.

Das meiste für Impfstoffe und antivirale Mittel ausgegebene Geld ist verschwendet. Von den auf der Basis vorverhandelter Verträge in Deutschland bei GlaxoSmithKline (GSK) bestellten 50 Millionen Impfdosen PANDEMRIX wurden lediglich 7 bis 8 Millionen verbraucht. Die Bundesländer und GSK einigten sich daher, die Bestellung auf 34 Millionen Dosierungen zu reduzieren. Somit liegen in deutschen Kühlanlagen noch rund 27 Millionen Impfdosen, entsprechend 225 Millionen Euro. Die Aufwendungen für die 18-monatige Lagerung und die anschließende Entsorgung der Vakzine, für die sich weltweit keine Abnehmer finden lassen, kommen hinzu.“

Die Schweinegrippe-„Pandemie“ von 2009 hat sich letztlich als große Propagandakampagne der Pharmaindustrie erwiesen, die zur Umverteilung von Milliarden Steuergeldern an eben jene Konzerne führte. Im Mainstream verschwand sie so schnell, wie sie gekommen war, und wurde nicht aufgearbeitet, was eigentlich die klassische Aufgabe eines echten Journalismus wäre. Doch schon damals war Journalismus zu einem reinen Propagandainstrument verkommen, was man daran erkennen kann, dass ein solcher Artikel im Arzneimittel-Telegramm, der „neutralen, unabhängigen und anzeigenfreien Information für Ärzte und Apotheker“ erscheint, und nicht im Spiegel oder der Süddeutschen Zeitung.

Ohne die entscheidende Stellschraube der Definitionsänderung durch die korrupte WHO hätte es keine Corona-Pandemie gegeben, keine Lockdowns, keine Aufhebung der Grund- und Freiheitsrechte, keine weltweite Impfkampagne und auch kein Buch mit dem Titel Covid 19: The Great Reset.

Massenpsychologie und Parallelen zum Hitlerfaschismus

Schwab und Malleret fahren fort:

„Die Ausbreitung von Infektionskrankheiten schafft es, wie kaum ein anderer Umstand, Angst, Besorgnis und Massenhysterie zu schüren. Dabei stellt sie, wie wir gesehen haben, auch unseren sozialen Zusammenhalt und unsere kollektive Fähigkeit zur Krisenbewältigung in Frage. Epidemien sind von Natur aus spaltend und traumatisierend. Wir kämpfen gegen einen unsichtbaren Feind: Unsere Familie, Freunde und Nachbarn könnten Überträger des Virus sein, unsere alltäglichen Gepflogenheiten wie das Treffen mit Freunden an einem öffentlichen Ort können zur Ansteckungsgefahr werden, und die Behörden, die versuchen, uns durch die Auferlegung von Ausgangssperren zu schützen, werden oft als Unterdrücker wahrgenommen.

Geschichtlich bedeutend und wiederkehrend ist die Suche nach einem Sündenbock, um die Schuld auf Außenseiter zu schieben. Im mittelalterlichen Europa gehörten die Juden fast immer zu den Opfern der berüchtigten Pestpogrome.

Ein tragisches Beispiel veranschaulicht dies: 1349, zwei Jahre nachdem der Schwarze Tod auf dem Kontinent zu wüten begonnen hatte, wurden in Straßburg am Valentinstag Juden, die der Verbreitung der Pest durch Brunnenvergiftung bezichtigt wurden, aufgefordert, sich zu bekehren. Etwa 1.000 weigerten sich und wurden bei lebendigem Leib verbrannt. Im selben Jahr wurden jüdische Gemeinden in anderen europäischen Städten ausgerottet, was sie zu einer massiven Abwanderung in den östlichen Teil Europas (nach Polen und Russland) zwang“ (3).

Ob sich Schwab und Malleret bei ihrem Framing bewusst waren, dass die deutsche Politik und ihre Propagandamedien mit ihrer beispiellosen Hetze gegen Menschen, die auf ihr im Nürnberger Kodex von 1947 als Folge der Naziverbrechen verbrieften Recht auf körperliche Unversehrtheit bestehen und sich keine experimentellen Gentherapien — „Impfstoffe“ — spritzen lassen wollen, einem ganz ähnlichen Muster folgen wie die berüchtigten Pestpogrome gegen die Juden?

Erneut wird eine Mehrheit regierungskonformer Bürger mittels massiver Propaganda gegen eine Minderheit aufgehetzt. Damals wie heute entbehrt die Propaganda jeglicher logischer oder wissenschaftlicher Grundlage. Spätestens seit allgemein bekannt ist, dass die Gentherapien, „Impfstoffe“ genannt, eine Übertragung des Virus nicht verhindern können (4), sind sämtliche Argumente gegen die „Ungeimpften“, gegen sie verhängte Ausgangssperren sowie die komplette 2G-/3G-Politik logisch nicht mehr begründbar.

Faschismus und Unterdrückung werden zwar in der Regel von Regierungen und deren Medien geschürt, entwickeln jedoch in der Gesellschaft eine gefährliche Eigendynamik.

Die konforme — geimpfte — Mehrheit kann sich gut mit der Situation arrangieren und hat wenig Motivation zum Widerstand, wie wir aus unserer nahen Vergangenheit lernen:

„1952, nach den Nürnberger Prozessen und nachdem Informationen über die Konzentrationslager, die grausamen medizinischen Experimente und andere Gräueltaten der Nazis bekannt geworden waren, wurden in Westdeutschland Umfragen über die öffentliche Meinung zum Widerstand durchgeführt. Die Bürger wurden gefragt, ob eine Person, die davon überzeugt ist, dass von den Nazis ‚Unrecht und Verbrechen‘ begangen werden, berechtigt wäre, Widerstand zu leisten, ob Widerstand in irgendeiner Form gerechtfertigt sei. Nur 41 Prozent bejahten dies.

Schlimmer noch: Auf die Frage, ob Widerstand in Kriegszeiten vertretbar sei, antworteten nur 20 Prozent mit Ja. Weitere 34 Prozent sagten, dass potenzielle Widerständler bis zur Rückkehr des Friedens warten sollten — was unter den Nazis, wie unter jedem Imperium, ’niemals‘ bedeutet. Die zweitgrößte Gruppe von 31 Prozent war unentschieden, ob der Widerstand gegen die Nazis gerechtfertigt gewesen wäre. Sie waren nicht unschlüssig, ob sie sich daran beteiligen würden (wir können mit Sicherheit davon ausgehen, dass sie es nicht tun würden), sie waren unschlüssig, ob es überhaupt Widerstand hätte geben sollen! Und weitere 15 Prozent bestanden darauf, dass Widerstand niemals zu rechtfertigen sei, weder in Friedens- noch in Kriegszeiten. Ich fand das alles widerlich und bedauerlich. Ich wünschte sehr, ich könnte sagen, dass ich es überraschend fand“ (5).

Aus einer logischen oder moralischen Perspektive heraus lassen sich die gesellschaftlichen Entwicklungen damals wie heute nicht erklären. Es handelt sich um Glaubenssysteme mit religiösem Charakter. Gustave Le Bon, Begründer der Massenpsychologie, schrieb:

„Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet. Von den Tatsachen, die ihnen mißfallen, wenden sie sich ab und ziehen es vor, den Irrtum zu vergöttern, wenn er sie zu verführen vermag. Wer sie zu täuschen versteht, wird leicht ihr Herr, wer sie aufzuklären sucht, stets ihr Opfer.“

Die Nationalsozialisten kannten und nutzten Le Bons Erkenntnisse. Sie wussten, „die Menge wird sich immer denen zuwenden, die ihr von absoluten Wahrheiten erzählen, und wird die anderen verachten“.

Für Konformisten ist die staatliche Macht wie ein Gott, den zu hinterfragen sie blasphemisch finden. Man könnte sich fragen, warum wir überhaupt den Feudalismus für die fiktive Demokratie aufgegeben haben, wenn staatliche Kontrolle, Obrigkeitshörigkeit und Machtakkumulation heute größer sind als je zuvor. Schwab und Malleret haben recht, wenn sie schreiben, dass sich die Dinge niemals wieder normalisieren werden. Die Mehrheit der Menschen in unseren liberalen Fake-Demokratien versteht die Natur der Macht nicht — ansonsten würden sie erkennen, dass sie in Fake-Demokratien leben.

Unsere Versammlungsfreiheit, Reisefreiheit und das Recht auf freie Meinungsäußerung werden uns die Reichen und Mächtigen nicht freiwillig zurückgeben. Das Gleiche gilt für unsere körperliche Autonomie im Falle einer allgemeinen Impfpflicht.

Natürlich schreitet dieser Prozess schleichend voran:

„Du darfst deine Grundrechte ja erstmal behalten, wenn du unseren Bedingungen folgst und dir brav alle drei Monate eine Spritze geben lässt, mit Ausnahme des Rechts auf freie Meinungsäußerung, welches wir dir durch Zensur nehmen. Aber du bist ja sowieso auf unserer Seite, oder nicht?“

Der Liberalismus blendet gerne aus, dass Macht niemals freiwillig zurückgibt, was sie sich genommen hat, und Rechte immer erkämpft werden müssen.

Die Neudefinition des Begriffs Impfstoff

Es brauchte eine weitere Stellschraube, nämlich die Neudefinition des Begriffs „Impfstoff“, um die Bevölkerung dahingehend zu beeinflussen, sich massenhaft experimentelle Gentherapien spritzen zu lassen, von denen niemand die langfristigen Folgen kennt. Hierzu sagte Bayer-Vorstand Stefan Oelrich auf dem World Health Summit am 24. Oktober 2021 in Berlin:

„Die mRNA-Impfungen sind ein Beispiel für Zell- und Gentherapie. Hätten wir vor zwei Jahren eine öffentliche Umfrage gemacht und gefragt, wer bereit dazu ist, eine Gen- oder Zelltherapie in Anspruch zu nehmen und sich in den Körper injizieren zu lassen, dann hätten das wahrscheinlich 95 Prozent der Menschen abgelehnt. Diese Pandemie hat vielen Menschen die Augen für Innovationen in einer Weise geöffnet, die vorher nicht möglich war.“

Auf einer weiteren Tagung am 2. November 2021 erklärte Peter Doshi, Professor für pharmazeutische Forschung im Gesundheitswesen an der University of Maryland sowie Redakteur des British Medical Journal:

„Ich bin einer derjenigen Akademiker, die die Ansicht vertreten, dass diese mRNA-Produkte, die jeder ‚Impfstoffe‘ nennt, sich qualitativ von Standardimpfstoffen unterscheiden. Ich fand es erstaunlich zu erfahren, dass das Merriam-Webster Wörterbuch die Definition von ‚Impfstoff‘ Anfang dieses Jahres geändert hat. mRNA-Produkte erfüllten nicht die Definitionskriterien für einen Impfstoff, welche 15 Jahre bei Merriam-Webster galten. Die Definition wurde jedoch so erweitert, dass mRNA-Produkte nun als Impfstoffe gelten.“

Doshi fährt fort:

„Wie würden Sie über eine Covid-Impfpflicht denken, wenn wir diese Präparate nicht ‚Impfstoffe‘ nennen würden? Was, wenn diese Injektionen stattdessen als Medikamente bezeichnet würden? Das Szenario lautete dann: Wir haben dieses Medikament und wir haben Beweise, dass es weder eine Infektion verhindert noch die Virusübertragung stoppt. Das Medikament soll aber das Risiko verringern, schwer zu erkranken und an Covid zu sterben. Würden Sie alle sechs Monate, möglicherweise für den Rest Ihres Lebens, eine Dosis dieses Medikaments einnehmen, wenn das nötig wäre, damit das Medikament wirksam bleibt?

Und würden Sie nicht nur selbst das Medikament einnehmen, sondern auch eine gesetzliche Pflicht unterstützen, dass alle anderen Menschen das Medikament ebenfalls einnehmen müssen? Oder würden Sie sagen: ‚Moment mal — wenn das alles ist, was das Medikament kann, warum verwenden wir stattdessen keine normale Medizin, wie wir sie sonst auch nehmen, wenn wir krank sind und wieder gesund werden wollen? Und warum die Einnahme verpflichtend machen?‘

Der Punkt ist: Nur weil wir es einen Impfstoff nennen, sollten wir nicht annehmen, dass diese neuen Produkte das Gleiche sind wie alle anderen Kinderimpfungen, die verpflichtend sind. Jedes Produkt ist etwas anderes. Wenn Menschen damit einverstanden sind, etwas verpflichtend zu machen, nur weil es eine Impfung ist und wir auch andere Impfungen verpflichtend machen, dann denke ich, ist es an der Zeit, etwas kritisches Denken in diese Diskussion einzubringen.“

Es ist keine Verschwörungstheorie, dass superreiche Kapitalisten wie Klaus Schwab und Bill Gates Medien durch großzügige Spenden beeinflussen und mittlerweile so gut wie alle hochrangigen Politiker in ihren Kaderschmieden ausbilden. Sie selbst gehen offen damit um, und jeder kann diese Verbindungen mit ein wenig Recherche nachvollziehen. Bill Gates präsentierte seine Allmachtsfantasie, „den zu entwickelnden Impfstoff letztendlich 7 Milliarden Menschen (zu) verabreichen“, öffentlich in der ARD-Tagesschau und stellte sich und seine Agenda damit ganz selbstverständlich über die körperliche Autonomie von 7 Milliarden Menschen. Kapitalismus und Faschismus sind zwei Seiten der selben Medaille.

Eine weitere, scheußliche Seite ist die Teilnahme von Bill Gates und zahlreichen anderen superreichen, mächtigen Männern an Jeffrey Epsteins Sexpartys mit minderjährigen Mädchen, die der amerikanische Journalist Chris Hedges beschreibt.

Ja, superreiche mächtige Männer mögen sowas, auch wenn sie sich in den — oftmals von ihnen finanzierten — öffentlichen Medien gerne als Philanthropen darstellen. Echte Journalisten würden sie damit konfrontieren und im öffentlichen Diskurs auf eine Verurteilung dieser Verbrecher hinarbeiten, anstatt sie zu hofieren.

Glaubenskriege und Propaganda

Während Propaganda bereits im Hitlerfaschismus eine enorm wichtige Rolle spielte, ist sie heute um ein Vielfaches machtvoller, ausgefeilter und allumfassender. Der Siegeszug des Neoliberalismus hat den gesamten Mainstream schleichend in ein gigantisches Propagandaministerium verwandelt, sodass Menschen, die bereits ihr ganzes Leben lang ARD, ZDF, Spiegel, FAZ und so weiter konsumieren, gar nicht merken, wie sehr sie manipuliert werden.

Faschismus basiert auf der massiven Überhöhung einer Ideologie durch Propaganda, die als Rechtfertigung für Unterdrückung und Grausamkeit dient. Antisemitismus und die Überlegenheit der arischen Herrenrasse als Rechtfertigung für die Schoa, Manifest Destiny als Rechtfertigung für den Amerikanischen Holocaust, White Supremacy als Rechtfertigung für Sklaverei und Apartheid. Ihr Juden habt die Brunnen vergiftet und verbreitet die Pest. Lasst euch zum Christentum bekehren, dann gehört ihr zu uns. Ihr unterwerft euch nicht? Ab auf den Scheiterhaufen! Ihr Ungeimpften verbreitet das Virus. Lasst euch impfen, dann gehört ihr zu uns. Ihr unterwerft euch nicht? Wohin wird der kollektive Wahnsinn uns diesmal führen, wenn es „keine roten Linien“ mehr gibt?

Schließlich befinden wir uns in einer „Plage biblischen Ausmaßes“ und „das Impfen ist der Moses, der uns aus dieser Pandemie herausführt“, wie uns Winfried Kretschmann predigt. Diese religiöse Rhetorik offenbart, dass es sich um ein Glaubenssystem handelt. Das Spritzen eines neuentwickelten, gentherapeutischen „Impfstoffes“ mag für die machtgläubigen Konformisten wie der Empfang des Abendmahls sein; für die Häretiker ist es eine Grenzüberschreitung, eine massive Verletzung ihrer körperlichen Autonomie.

Menschen, die sich aufgrund des politischen und gesellschaftlichen Zwangs haben impfen lassen, leben nun als Besiegte. Ihr Wille wurde gebrochen und ihnen wurde eine Form der Körperverletzung angetan, die traumatisierend sein kann und eine Gewalterfahrung darstellt.

Unsere Grundrechte der Versammlungsfreiheit, der Reisefreiheit und der freien Meinungsäußerung sowie unsere körperliche Autonomie sind die letzten Bastionen, die das System gerade kolonialisiert.

Paul Kingsnorth schreibt im zweiten Teil seines Artikels The Vaccine Moment:

„Was im post-postmodernen Westen vor sich geht, ist, dass wir uns am Ende einer Geschichte befinden, und wir streiten heftig darüber, ob wir sie wiederherstellen können — oder wenn nicht, welche Geschichte oder Geschichten an ihre Stelle treten werden.“

Die Geschichte der westlichen Welt ist ein kolonialer Krieg der Narrative und Ideologien: Römisches Reich gegen jüdische Religion und später Urchristentum; Christentum, zur Staatsreligion erhoben, als Rechtfertigung für die brutale Christianisierung und Kolonialisierung der restlichen Welt mit Feuer und Schwert. Macht euch die Welt untertan und herrschet war die Ideologie. Katholizismus gegen Protestantismus, Aufklärung und Wissenschaft gegen den allmächtigen Gott, materialistische gegen religiöse Weltbilder, Liberalismus gegen Feudalismus waren lediglich interne Konflikte und Entwicklungen innerhalb jener Ideologie.

Der allmächtige Gott ist nun der allmächtige Fortschritt, doch der Auftrag bleibt der Gleiche: Macht euch die Welt untertan und herrschet. Der christliche/aufgeklärte/moderne/westliche Mensch als Krone der Schöpfung verkörpert die Ideologie des Patriarchats und des Kolonialismus seit Anbeginn der Zivilisation.

In der Postmoderne wird nun immer deutlicher, dass diese Ideologie die Welt zerstört. Wir leben in einer Zeit der narrativen Brüche, einer tiefen Sinnkrise, die der allmächtige Fortschritt des Internets nur notdürftig durch Pornografie, Computerspiele, Anti-Social Media und andere virtuelle Realitäten betäuben kann. Mit den Worten von Paul Kingsnorth:

„Der Westen war das Christentum, aber das Christentum starb. Dann war der Westen der Fortschritt, aber der Fortschritt starb. Von diesem Standpunkt aus — der vielleicht noch zu nah ist, um die Dinge wirklich zu begreifen — vermute ich, dass das letzte Jahrzehnt die Zeit war, in der diese Realität vielen Menschen bewusst wurde. Die große Geschichte, mit der wir aufgewachsen sind, ist selbst für viele ehemalige Gläubige nicht mehr zu halten. Als Reaktion darauf sind wir in eine Phase eingetreten, die wir als narrativen Bruch bezeichnen könnten.“

In unseren westlichen, auf Liberalismus basierenden Fake-Demokratien führt diese Phase des narrativen Bruchs zu zahlreichen Filterblasen, die durch die Spiegelhalle des Internets tausendfach verstärkt werden und aus Sicht der herrschenden Klasse zunehmend ihre Macht bedrohen. Diese Filterblasen machen auch eine gesamtgesellschaftliche Akzeptanz des Covid-19-Narrativs schwierig bis unmöglich. Das Dauerfeuer an Propaganda bei gleichzeitiger Einführung massiver Zensur ist der angestrengte Versuch, dieses Narrativ dennoch durchzudrücken.

Der Great Reset und die Apokalypse

Der Hitlerfaschismus und der Zweite Weltkrieg waren ein „Great Reset“ als Reaktion auf die Weltwirtschaftskrise. Durch die zweite industrielle Revolution mit Fließbandproduktion, Massenmotorisierung, Elektrifizierung, Industrialisierung der Landwirtschaft mit synthetischen Düngemitteln und Pestiziden konnte das System weiter am Laufen gehalten werden.

Mittlerweile jedoch ist nicht mehr zu leugnen, dass die industrielle Zivilisation den Planeten zerstört. Tatsächlich erleben wir gerade einen weiteren „Konflikt zwischen Technokratie und Demokratie“ (Paul Kingsnorth), ein Aufbäumen des Progressivismus angesichts der Apokalypse: Die Ökosphäre ist am Ende und die Ressourcen werden knapp, aber die Reichen und Mächtigen wollen ihren Reichtum und ihre Macht behalten, und wenn es um Machterhalt geht, gibt es keine roten Linien. Zeit also für einen Great Reset, die vierte industrielle Revolution und die Einführung chinesischer Demokratie.

Der Begriff „Apokalypse“ bedeutet die Offenbarung, dass unsere Kultur — die industrielle Zivilisation — den Planeten zerstört. Das heißt, dass wir die Zerstörung sofort stoppen, unsere Lebensweise radikal ändern und lernen müssen, wieder nach den natürlichen Prinzipien zu leben. Wenn wir das nicht tun, werden wir alle sterben, weil der Planet sterben wird. Anstatt zuzulassen, dass die einflussreichsten Kapitalisten die Gesellschaft nach ihren Vorstellungen zu einem autoritären, technokratisch-faschistischen System umgestalten, müssen wir die Dinge selbst in die Hand nehmen.

Albert Camus beendet seinen Roman „Die Pest“ von 1947, der oftmals als Allegorie des Faschismus interpretiert wird, mit den Gedanken des Arztes Rieux:

„Während Rieux den Freudenschreien lauschte, die aus der Stadt empordrangen, erinnerte er sich nämlich daran, daß diese Fröhlichkeit ständig bedroht war. Denn er wußte, was dieser frohen Menge unbekannt war und was in den Büchern zu lesen steht: daß der Pestbazillus niemals ausstirbt oder verschwindet, sondern jahrzehntelang in den Möbeln und der Wäsche schlummern kann, daß er in den Zimmern, den Kellern, den Koffern, den Taschentüchern und den Bündeln alter Papiere geduldig wartet und daß vielleicht der Tag kommen wird, an dem die Pest zum Unglück und zur Belehrung der Menschen ihre Ratten wecken und erneut aussenden wird, damit sie in einer glücklichen Stadt sterben.“

Dieser Tag ist jetzt da. Diesmal werden keine Alliierten kommen und uns entnazifizieren. Die globale industrielle Zivilisation steht vor dem Zusammenbruch. Faschismus ist ein Symptom der Apokalypse.


Quellen und Anmerkungen:

(1) Klaus Schwab, Thierry Malleret (2020): Covid 19: The Great Reset, S. 12
(2) Ebd S. 17
(3) Ebd S. 15
(4) Zahlreiche Studien belegen dies, unter anderem: https://link.springer.com/article/10.1007/s10654-021-00808-7
https://www.thelancet.com/journals/laninf/article/PIIS1473-3099%2821%2900648-4/fulltext#seccestitle150
https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2021.11.12.21265796v1
(5) Derrick Jensen, Lierre Keith, Eric McBay (2011): Deep Green Resistance, Seven Stories Press, NY, S. 286


Dieser Artikel erschien auf Rubikon am 20.01.2022 und ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.


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Vom Kalten Krieg zur Pandemie

Vom „Kalten Krieg“ zur „Corona-Pandemie“ gibt es mehr Kontinuität, als den meisten von uns bewusst ist. Eine Analyse von Paul Schreyer.

Vom „Kalten Krieg“ in eine Periode ewigen Friedens?

Viele Menschen hofften nach dem Ende des „Kalten Kriegs“ zu Beginn der 90er Jahre, dass nicht nur die Gefahr eines Atomkriegs gebannt war. Es bot sich auch die Möglichkeit, Rüstungsausgaben drastisch abzubauen und für friedliche Zwecke zu verwenden: Bekämpfung von Hunger, Armut, Elend – nicht nur in unterentwickelten Ländern. Viele Menschen in Deutschland glaubten, mit dem Grundgesetz der Bundesrepublik mehr Rechte und Freiheit zu bekommen.

Paul Schreyer analysierte die Geschichte rückblickend ab dem „Kalten Krieg“ und kommt zu einem ganz anderen Ergebnis.

Auf der Suche nach einem neuen „Ersatzfeind“ zur Rechtfertigung von Hochrüstung und militärischen Einsätzen wurde der „Kampf gegen die Viren“ schon in den 1990er Jahren aus der Taufe gehoben.

Schreyers Recherche zeigt:

„Über zwanzig Jahre lang wurden seither in Planspielen immer wieder Pandemie-Szenarien geprobt, erst in den USA, später international abgestimmt, auch mit deutscher Beteiligung. Die Titel dieser Übungen erinnern an Hollywood-Produktionen: ‚Dark Winter‘ (2001), ‚Global Mercury‘ (2003), ‚Atlantic Storm‘ (2005) oder ‚Clade X‘ (2018).“

In den Drehbüchern der Planspiele stand schon vor 20 Jahren:

„Der Anblick von bewaffneter Militärpräsenz in amerikanischen Städten provoziert Proteste gegen die Beschneidung der bürgerlichen Freiheiten (…) Die Frage ist, wie und in welchem Maße wir diese Dinge durchsetzen. Wie viel Gewalt wendet man an, um die Menschen in ihren Häusern zu halten?“

Und im Falle einer Pandemie könnten

„grundlegende Bürgerrechte wie das Versammlungsrecht oder die Reisefreiheit nicht länger für selbstverständlich“

genommen werden.

Paul Schreyer: Pandemie-Planspiele – Vorbereitung einer neuen Ära?

Kapitelübersicht:

0:00:00 Pandemieplanspiele – Vorbereitung einer neuen Ära?

0:02:23 Die Ära des Kalten Krieges 1945 – 1990

0:05:05 Den USA gehen die Feinde aus

0:17:05 Bioterror-Planspiele 1990 – 2005

0:23:51 Die Übung „Dark Winter“

0:30:44 Notfallplanungen für Bioterror und Grippepandemien

0:35:40 Zwischenfazit

0:38:40 Das „Lock Step-Szenario“ 2010

0:44:38 „MARS“ und Das G20 Gesundheitsministertreffen in Berlin

0:50:35 Warum die Corona-Pandemie im Jahr 2020 begann

0:58:19 „Event 201“ – Üben mit einer Coronavirus-Pandemie

Der Vortrag von Paul Schreyer wurde am 20.11.2020 in Berlin aufgenommen und hatte bisher auf youtube über 2,5 Millionen Aufrufe. Der Vortrag

Empfehlung

Lesen Sie dieses Buch und vieles werden Sie danach klarer sehen. Darin hat der Autor Informationen aus zahlreichen Quellen zusammengetragen. Zwangsläufig wird dadurch erkennbar:Der tatsächliche Ablauf der „Corona-Pandemie“ entspricht einem einstudierten Abarbeiten der Notfallpläne zur weltweiten Pandemiebekämpfung. Ja mehr noch!Paul Schreyer weist nach, dass die Ursachen und Folgen der sogenannten Corona-Krise weit über die aktuelle „Pandemie“ hinaus reichen und jeden, wirklich jeden von uns betreffen …

Der Vortrag ergänzt: „Chronik einer angekündigten Krise“ von Paul Schreyer


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Corona – eine Suche nach der Wahrheit

Corona – was ist wahr, was ist falsch am Ursprung, an den Folgen und den Behandlungsmethoden der einzigartigen „Pandemie“?

Corona – was ist wahr, was ist falsch?

Der Linzer Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemologie Professor Dr. Dr. Martin Haditsch begibt sich 2020 exklusiv für ServusTV auf eine Reise um die Welt. Mit führenden Wissenschaftlern verschiedener Fachgebiete trifft er sich, um aus erster Hand Antworten auf die drängenden Fragen zum Ausbruch und der Bekämpfung des Coronavirus zu bekommen.

In exklusiven Interviews erhält er unbequeme Antworten und gewinnt neue Einblicke in die Pandemie sowie aktuelle Maßnahmen im Kampf gegen Corona.

Teil 1 (05.05.2021)

Im ersten Teil trifft er den amerikanischen Nobelpreisträger Chemiker und Physiker Michael Levitt. Dieser entwickelte für den Bundesstaat Florida eine Strategie, die für Aufsehen sorgte: Floridas Schulen wurden bereits im Sommers 2020 normal geöffnet. Der Hamburger Physiker Professor Roland Wiesendanger fand ebenfalls Anfang 2020 Indizien, wonach der Ausbruch des Virus aus einem Labor als die einzig gültige Theorie ist. Ein weiteres Gespräch führte Professor Haditsch mit Dr. Pierre Kory. Kory, Intensivmediziner und Lungenfacharzt sowie Päsident des FLCCC, kämpfte als in New York gegen den Virus und setzte entgegen allen Vorschriften Ivermectin zur Therapie ein. Damit rettete er tausenden Erkrankten das Leben. Schließlich bittet Professor Haditsch seinen Grazer Kollegen Univ.-Professor Kurt Zatloukal vom Diagnostik & Forschungsinstitut für Pathologie das Medikament unter experimentellen Bedingungen zu testen. Mit einem überraschenden Ergebnis!

Haditsch - Corona - auf der Suche nach der Wahrheit Teil 1

00:04:26 Prof. Dr. Michael Levitt (Nobelpreisträger in Chemie/Physik)

00:09:17 Prof. Dr. Prof. E.h. Dr. h. c. Roland Wiesendanger (Universität Hamburg)

00:21:05 Sabrina Rossi und Antonio Ricciardi

00:25:04 Dr. Roberto Cosentini (Ärtzlicher Leiter der größten Notaufnahme in Bergamo)

00:28:56 Prof. Dr. Marco Confalonieri (Chefarzt der Lungenstation in Triest)

00:31:52 Dr. Luca Speciani (Präsident des Ärzteverbandes in Bergamo)

00:35:36 Prof. Dr. Klaus Püschel ( ehm. Leiter des Instituts für Rechtsmedizin am UKE)

00:40:06 Prof. Dr. Gregor Gorkiwiecz (Diagnostik & Forschungsinstitut für Patholgie an der Uni Graz

00:44:30 Prof. Dr. Kurt Zatloukal (Leiter des Forschungszentrums für Molekulare Biomedizin an der Uni Graz)

00:46:43 Dr. Thomas Ly (Gründer INFECTCORE Academy Bangkok Hospital)

01:03:45 Prof. Dr. Klaus Stöhr (ehm. Leiter der Sars-Forschungsgruppe u. des Influenza Programms der WHO)

01:10:15 Mag. Dr. Karl Kashofer ((Diagnostik & Forschungsinstitut für Patholgie an der Uni Graz)

01:11:05 Dr. Pierre Kory (Intensivmediziner & Lungenfacharzt, Präsident des FLCCC, Berater des Bs. Florida)

Siehe auch eine Kurzzusammenfassung der Dokumentation.

Teil 2 (01.08.2021)

Im zweiten Teil der Dokumentation verfolgt Prof. Martin Haditsch vor allem die unterschiedlichen Strategien, die in verschiedenen Ländern verfolgt wurden. Im Fokus stehen Masken, Tests und Impfungen. Dabei geht er solchen Fragen nach wie: Warum haben viele US-Bundesstaaten kaum noch Einschränkungen? Ist dies auf eine hohe Impfrate oder ein besseres Krisenmanagement zurückzuführen? Sind Bedenken vor den Impf-Nebenwirkungen berechtigt? Und ist es sinnvoll, Kinder zu impfen?

Prof. Martin Haditsch spricht mit Entwicklern von Impfstoffen genauso wie mit Kritikern von Massen-Impfaktionen.

00:08:12 Prof. Dr. Martin Schwab (Rechtswissenschaftler Universität Bielefeld)

00:09:54 Prof. Dr. Ulrike Kämmerer (Humanbiologin, Immunologin, Zellbiologin)

00:15:24 Prof. Dr. Jay Bhattacharya (Medizin, Volkswirtschaftslehre, Gesundheitsforschung)

00:32:49 Prof. Dr. Peter McCullough (Kardiologe, Internist, Epidemiologe, Virologe)

00:44:40 Gabriela Sotomayor (akkredierte Journalistin bei den Vereinten Nationen)

00:50:56 Prof. Dr. Winfried Stöcker (Mediziner, Wissenschaftler, Unternehmer)

00:54:02 Dr. Luigi Warren (Biologe, Pionier der mRNA-Technologie)

01:01:54 Dr. Mike Yeadon (Ex-Vizepräsident und Forscher bei Pfizer)

01:16:40 Prof. Dr. Peter Kremsner (Direktor Institut für Tropenmedizin Universitätsklinik Tübingen)

01:24:25 Prof. Dr. Stefan Hockertz (Toxikologe, Immunologe, Biologe)

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Mikki Willis – Plandemic Teil 2: Indoktornation

Mikki Willis veröffentlichte bereits im August 2020 seinen investigativen Dokumentarfilm „Plandemic Teil 2: Indoktornation“. Auf Youtube gesperrt – jetzt dennoch in deutscher Übersetzung. 

Mikki Willis – „Plandemic Teil 2: Indoktornation“

Am 18.08.2020 veröffentlichte der Filmemacher Mikki Willis seinen Dokumentarfilm mit dem Titel: „Plandemic Teil 2: Indoktornation“

In „Plandemic“ untersucht Willis, wie die Regierung gegen die COVID-19-Pandemie vorgeht. Anhand einer Vielzahl von Dokumenten und Interviews entlarvt er, wie die Hersteller von Impfstoffen seit Jahrzehnten auf die „Pandemie“ hingearbeitet haben und am meisten von ihr profitieren.

Doch in der Dokumentation geht es nicht nur um „Corona“, sondern vor allem um Manipulation, Propaganda, Macht und Geld – unser Geld:

00:09:09 Geld verdienen mit Patenten auf „Corona“

00:14:08 Fortsetzung in der USA verbotener Forschung in China

00:17:17 Funktion der „Faktenchecker“

00:26:07 Medienunternehmen, Rockefeller und CIA

00:34:05 Pharmaindustrie, Forschungsfinanzierung und „Planspiele“

00:41:07 WHO und Interessenskonflikte

00:46:00 Rockefeller, Bill Gates und Pharmaindustrie

01:09:36 „Bevölkerungsverwaltung“ vs. Freiheit

Wenn man gerade die Szenen ab 01:09:36 mit aktuellen politischen Entscheidungen und Maßnahmen vergleicht… – wohlgmerkt, der Film wurde im August 2020 (!) veröffentlicht.

Kritiker und „Faktenchecker“ wenden ein, dass der Film eine „unbegründete Verschwörungstheorie verbreite und Anthony Fauci zu Unrecht verleumde“. Youtube und weitere Video-Portale haben das Video zensiert.

Mit dem Film setzt Mike Willis das Interview mit der Wissenschafts-Whistleblowerin Dr. Judy Mikovits vom Mai 2020 fort. Judy Mikovits wird in der englischsprachigen Wikipedia als „ehemalige Forscherin“ beschrieben, „die für ihre diskreditierten medizinischen Behauptungen bekannt ist, wie etwa, dass murine endogene Retroviren mit dem chronischen Müdigkeitssyndrom (CFS) in Verbindung stehen. Als Folge dieser Behauptungen hat sie sich gegen Impfungen engagiert, Verschwörungstheorien verbreitet und wurde des wissenschaftlichen Fehlverhaltens beschuldigt. Sie hat u. a. falsche Behauptungen über Impfstoffe, COVID-19 und CFS aufgestellt.“

Empfehlung

Judy Mikovits glaubte nach ihren Erfolgen in der Aids-Forschung an die „heilende Kraft des Wissenschaftsbetriebs“. Doch dann musste sie erkennen: „Eines der Hauptprobleme unserer Zeit ist, dass die wissenschaftliche Community aufgrund ihrer korrupten Verflechtungen mit Regierungs- und Unternehmensinteressen immer mehr das Vertrauen der Öffentlichkeit verliert.“ – Dr. Luc Montagnier, Nobelpreisträger 2008 für die Isolierung des HIV-Retrovirus – ziert auf amazon.de

Den Text des Dokumentarfilms können Sie hier herunterladen.


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Mikki Willis – Plandemic Teil 2: Indoktornation: 1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars 4,00 von 5 Punkten, basieren auf 4) abgegebenen Stimmen.Loading...
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