Tag Archive

Tag Archives for " pandemie "

Schulkinder – Gefährder oder Opfer der Pandemie?

Sind Schulkinder „Gefährder“ oder vielmehr Opfer der Corona-Pandemie? Ärzte begründen ihre Erfahrungen und Erkenntnisse.

Schulkinder als „Virenschleuder“?

GrundgesetzVor einem Jahr regten Prof. Dr. Dr. med. René Gottschalk, Leiter des Gesundheitsamtes Frankfurt am Main, und Prof. Dr. med. Ursel Heudorf, ehem. stellv. Leiterin des Gesundheitsamtes Frankfurt am Main, eine gesamtgesellschaftliche Diskussion über Ziele und Mittel der Pandemiebekämpfung an. Ungeachtet dessen, ob die Maßnahmen immer grundgesetzkonform sind, halten sie einschränkende Maßnahmen wie einen weitgehend für unnötig.

Am 23.06.2021 haben sie im Hessischen Ärzteblatt erneut einen Artikel veröffentlicht, um ihre Sicht zu begründen. Darin konzentrieren sich sich besonders auf Kinder in Schulen und Kindertagesstätten:

Zweiter Corona-Sommer – und dann?

Sie kommen zu dem Schluss:

„Wir können und müssen aus dieser und vorherigen Pandemien Lehren ziehen. Wesentlich ist, den Alarmismus endlich zu verlassen und Wissen statt Angst zu verbreiten. Nötig ist eine gute Risikokommunikation, die die Risiken durch SARS-CoV-2 in Beziehung setzt zu anderen – allgemein akzeptierten – Risiken. Nur eine nüchterne Betrachtung (nicht Verharmlosung!) der Risiken von SARS-CoV-2 ermöglicht die Ableitung angemessener Schutzmaßnahmen (z. B. Impfung, Masken, Hygiene).“

Verbrechen an den Kindern

Kinder wollen behütet, nicht „Gefährder“ sein

Seit Beginn der Corona-„Pandemie“ spielen Kinder in politischen Reden und Medien eine große Rolle. Sie sollen geschützt werden, sollen nicht die Gesundheit von Oma und Opa gefährden, sollen lernen – aber hauptsächlich vor dem Computer… Selten kommen Kinder selbst zu Wort.

Im Rahmen der sogenannten COPSY-Studie (Corona und Psyche) legten Forschende des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) bundesweit die erste und international eine der wenigen Längsschnittstudien ihrer Art vor. Das Ergebnis:

„Die Lebensqualität und die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen hat sich in Deutschland im Verlauf der Corona-Pandemie weiter verschlechtert. Fast jedes dritte Kind leidet ein knappes Jahr nach Beginn der Pandemie unter psychischen Auffälligkeiten. Sorgen und Ängste haben noch einmal zugenommen, auch depressive Symptome und psychosomatische Beschwerden sind verstärkt zu beobachten. Erneut sind vor allem Kinder und Jugendliche aus sozial schwächeren Verhältnissen oder mit Migrationshintergrund betroffen.“

Moritz zeigt, was DISTANZ in Zeiten bei Kindern bewirkt:

Siehe auch:

Lehrer zwischen Baum und Borke

Doch nicht nur die Schulkinder sind stark belastet. Auch Lehrer – müssen sie doch dafür sorgen, dass die angeordneten „Schutzmaßnahmen“ durchgesetzt werden.

„Lehrkräfte machen in der neuen Normalität eine enorme Belastungsprobe durch. Jene Lehrerinnen und Lehrer, die nicht in der Angsthypnose gefangen, sondern noch bei klarem Verstand sind, befinden sich in einer Zwickmühle. Entweder die Anordnungen von oben befolgen und damit gegen das eigene Gewissen handeln. Oder aber den eigenen Werten treu bleiben und damit alles über Bord werfen, worauf man sein halbes Leben lang hingearbeitet hat. Viele der Pädagogen, die sich morgen noch im Spiegel ansehen können wollen, fassen den Entschluss ‚Ich mach da nicht mit! Ohne mich!'“

In einer sehr persönlichen Geschichte schildert ein Lehrer seine Erfahrung und kommt zu dem Schluss:

„Kurz vor dem Ferienende mehrten sich Stimmen in der Öffentlichkeit, die eine Aufhebung des Maskenzwangs forderten. Rasch jedoch niedergebügelt von den sogenannten „Experten“. Auch an meiner Schule meldeten sich umgehend jene, die sich „unwohl fühlen würden“, wenn die Kinder keine Masken trügen. Inzwischen wurde von der Landesregierung beschlossen, die „Schutzmaßnahmen“ in den Schulen auch nach den Ferien fortzuführen. Und die anfangs bröcklige Wand in meinem Inneren ist inzwischen zu einer knallharten Betonwand geworden. Ich habe beschlossen, nicht mehr mitzumachen.

Ich habe gekündigt.

Siehe auch:


Wie aufschlussreich fanden Sie diesen Artikel?

Schulkinder – Gefährder oder Opfer der Pandemie?: 1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars 5,00 von 5 Punkten, basieren auf 2) abgegebenen Stimmen.Loading...
Sie möchten diesen Beitrag jetzt mit Ihren Freunden oder Bekannten teilen?

Wissenschaft steht auf

Wissenschaft steht auf – In einer Aktion des Corona-Ausschusses zeigen mutige Wissenschaftler Gesicht.
von Kerstin Chavent

Wissenschaftler stehen auf

Die Initiative „Wissenschaft steht auf“ gibt denen eine Stimme, die bei der Erforschung des Coronavirus und den sich daraus entwickelnden Maßnahmen die Einhaltung wissenschaftlicher Standards einfordern. Es kommen Menschen zu Wort, die aufgrund ihrer Kritik an der aktuellen Politik kein oder kaum Gehör finden. Forschende aus Wissenschaft, Medien und therapeutischen Berufen laden dazu ein, die Argumente und Entscheidungen der Regierenden kritisch zu prüfen und zu hinterfragen, und fordern dazu auf, den wissenschaftlichen Diskurs wieder zu beleben.

(Ein begründetes, geordnetes, für sicher erachtetes) Wissen hervorbringende forschende Tätigkeit in einem bestimmten Bereich — so definiert der Duden den Begriff Wissenschaft. Wissenschaftliche Forschung, so habe ich es in meinem Studium der Geisteswissenschaften an der Universität Hamburg gelernt, muss unabhängig sein von politischen Weltanschauungen und wirtschaftlichen Einflüssen. Wissenschaft braucht Zeit, braucht Geduld, einen klaren Geist und eine respektvolle Haltung dem Erforschten gegenüber.

Der Forschende stellt Fragen, um Antworten zu bekommen. Nur wer sucht, kann finden. Aus der Antwort entsteht Verantwortung für das Erforschte. Etwas wurde freigelegt, kam ans Licht, und liegt ungeschützt wie ein Neugeborenes vor unseren Blicken. Wie werden wir es behandeln? In welche Richtung wird das Entdeckte gelenkt? Was werden daraus machen? Spätestens seit der Entdeckung der Radioaktivität wissen wir um die gigantische Verantwortung, die damit einhergeht, zu welchem Zweck das neu entdeckte Wissen verwendet wird.

Die neuzeitliche Forschung begnügt sich nicht damit, vor den Erkenntnissen in die Knie zu gehen und in Bewunderung zu verharren. Seit der Geist aus der Materie vertrieben und Verstand und Herz voneinander getrennt wurden, legen wir selbst Hand an die Schöpfung und schaffen eigene Realitäten. Was geht, das wird gemacht. Nichts hält uns zurück, wenn es darum geht, unserer Hybris Ausdruck zu geben und es besser zu machen als die Natur.

Kein Konsens

Wir wollen das Lebendige kontrollieren und analysieren und sezieren auf Teufel komm raus. Keine Geheimnisse soll das Universum mehr haben für uns. Wie die transhumanistische Technokratie aussehen wird, die daraus entsteht, darüber geben uns heute die im Namen von Gesundheit und Sicherheit getroffenen Maßnahmen Auskunft. Das Fundament für einen lebensfeindlichen, menschenverachtenden Totalitarismus liefern heute die Wissenschaftler, die sich für einen Zweck kaufen lassen, der alle Mittel heiligt.

Doch den angeblichen wissenschaftlichen Konsens, der einer verängstigten und traumatisierten Masse eingeflößt wird, den gibt es nicht. Der Handvoll mediatisierter, regierungstreuer „Wissenschaftler“ gegenüber stehen Forschende in der ganzen Welt, die sich für die Einhaltung wissenschaftlicher Standards und die Belebung eines wissenschaftlichen Diskurses einsetzen, der diesen Namen verdient. Den zu Dogmen verkommenen und als Wahrheit verkauften zweifelhaften Forschungsergebnissen gegenüber steht die Arbeit von Menschen, die nicht mitmachen beim größten Verbrechen, das jemals gegen die Menschheit begangen wurde.

Sie widersetzen sich den Menschenversuchen und den an Inquisitionsverfahren erinnernden Prozessen gegen diejenigen, die davor warnen, und setzen sich ein für Aufklärung, Transparenz und unabhängige Forschung. Die Initiative Wissenschaft steht auf (1) ist eine Aktion des Corona-Ausschusses, der im Juni 2020 von den Rechtsanwälten Antonia Fischer, Viviane Fischer, Reiner Fuellmich und Justus P. Hoffmann gegründet wurde (2). In der in ihrer Aufmachung an die Protestaktion deutscher Schauspieler erinnernden Initiative (3) zeigen bereits über fünfzig Wissenschaftler in kurzen Spots Gesicht.

Sie gehören zu den fast zweihundert ExpertInnen, die seit über einem Jahr in wöchentlichen Anhörungen dazu beitragen, die wissenschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Zusammenhänge rund um das Corona-Geschehen zu dokumentieren und aufzuarbeiten. Zu den wesentlichen Erkenntnissen gehören die Unzulänglichkeit der PCR-Tests, eine im Bereich der jährlichen Grippe liegende Letalität, die in keinem Fall die Härte der getroffenen Maßnahmen rechtfertigt, die Kollateralschäden der Lockdowns und die Gefahr in Schnellverfahren zugelassener Impfstoffe.

Früchte des Betruges

Boris Kotchoubey aus dem Fachgebiet medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie beklagt den Missbrauch einer Wissenschaft, die sich in den Dienst von Politik und Wirtschaft gestellt hat und damit ihre eigenen Prinzipien aushebelt. Seit Beginn der Epidemie gibt es keine Daten zu der Wirkung der Maßnahmen, keine Forschungsergebnisse darüber, woran die Menschen tatsächlich sterben, keine unabhängigen Studien. Die Tests und Impfstoffe werden von denen erforscht, die diese herstellen. Auch die Neurologin Margareta Griesz-Brisson spricht von Missbrauch, Wissenschaftsbetrug und der ungeheuren Verantwortungslosigkeit, der Bevölkerung ein Medikament durch Werbung, Belohnung und Bestrafung aufzuzwingen.

Im Bereich der Psychologie zieht Klaus-Jürgen Bruder Parallelen zum Milgram-Experiment der 60er-Jahre und zu der Bereitschaft, aus Obrigkeitsgläubigkeit heraus über moralische Grenzen zu treten. Franz Ruppert kritisiert die herzlose, gefühlskalte Macht und Gier, die uns als Rettung verkauft werden, und erinnert daran, dass wirkliche Wissenschaft dem Allgemeininteresse dient und das gute Leben von allen fördert. Hans-Joachim Maaz spricht von einer kollektiven Angststörung nationaler Tragweite, die die Menschen krank und böse macht. Angst zerstört die Wahrheit und verzerrt die Realität. Sie verhindert vernünftiges Handeln und verletzt die menschliche Würde. Angst macht Lügen glaubhaft. Sie ist die wirkungsvollste Art, Menschen abhängig zu machen.

Der Rechtswissenschaftler Dietrich Murswiek kritisiert die Verbiegung eines freiheitlichen Rechtsstaates zu einem unfreiheitlichen Pandemieregime, in dem jeder beweisen muss, dass er ungefährlich ist, um seine Rechte wahrnehmen zu dürfen. Der Betriebswirt Max Otte warnt eindringlich vor einem technologischen Totalitarismus, und der Wirtschaftsexperte und Journalist Ernst Wolff erinnert an die Auswirkungen der schärfsten Rezession, die die Menschheit jemals erlebt hat.

Seit der Deklaration der Corona-Pandemie haben Aktienanleihen und Immobilienmärkte immer neue Höchststände erreicht. Der Börsenwert der Internetgiganten hat zwischen 30 und 80 Prozent zugenommen, und die Vermögensverwalter Blackrock und Vanguard konnten einen Zuwachs von mehr als 2 Billionen Dollar verbuchen. Das Vermögen der Ultrareichen hat um mehr als 3,9 Billionen Dollar zugenommen, und mit Elon Musk ist erstmals innerhalb eines Jahres ein einzelner Mensch um mehr als 100 Milliarden Dollar reicher geworden. Gleichzeitig ist in den Entwicklungsländern der Lebensstandard von mehr als 1,5 Milliarden Menschen dramatisch gesunken, und mehr als 100 Millionen Menschen sind zum Hungern verurteilt worden.

Der Geist ist aus der Flasche

Der Mathematiker Werner Meixner warnt vor den Ketten eines digitalen Netzwerkes, das jede einzelne noch so unbedeutend scheinende Lebensäußerung ausforscht. Da wir, durch die Corona-Maßnahmen angetrieben, immer weniger direkt, sondern indirekt über Maschinenzentren kommunizieren, werden unser Verhalten und unsere Absichten bis ins kleinste Detail kontrollierbar. Durch die statistische Auswertung der im Netz gesammelten Daten werden wir zu berechenbaren Objekten, die je nach Lage und Bedarf behindert, bestraft und weggesperrt werden können.

Mit der Digitalisierung, Virtualisierung und Computerisierung wird der analoge Bereich der Wirklichkeit als Lebensquelle vernichtet. Dezentrale autonome Lebensprinzipien der Selbstheilung werden durch lebensfremde, berechnende, alles beherrschende Zentralisierung ersetzt. Mit der Aufgabe der Immunität der Privatsphäre fallen wir schließlich zurück in die Barbarei. Diese zeigt sich im Biologischen mit der Manipulation unseres Immunsystems durch gentechnische Eingriffe, im Ethischen mit dem Ersetzen des Gewissens durch Nützlichkeitsdenken und im Technischen mit einer den Menschen ersetzenden künstlichen Intelligenz. Doch, so der Ausblick Meixners, „wenn die Lüge sichtbar wird, siegt die Wahrheit“.

In den warnenden Stimmen klingt eine Ermutigung für andere, ebenfalls aufzustehen und sich für das auszusprechen, was uns zusammenbringt: eine offene, respektvolle Begegnung mit Verstand und Gefühl. Viele werden folgen. Die Bewegung ist nicht aufzuhalten. Immer wieder wird versucht, Protestaktionen zu durchsetzen und zu zerschlagen und die sich Erhebenden einzuschüchtern, zu diffamieren und mit dem Tod zu bedrohen. Doch der Geist ist aus der Flasche. Er kann nicht wieder zurückgeschoben werden. Mögen diejenigen, die sich heute noch verstecken, den Weg ins Licht finden und dem Ehre erbieten, wofür sich Wissenschaft ursprünglich einsetzt: dem Erforschen von Wahrheit.

Quellen und Anmerkungen:

(1) https://www.wissenschaftstehtauf.de/
(2) https://corona-ausschuss.de/
(3) https://allesdichtmachen.de/


Dieser Beitrag erschien zuerst auf Rubikon am 08.07.2021 unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie ihn verbreiten und vervielfältigen.

Sie möchten diesen Beitrag jetzt mit Ihren Freunden oder Bekannten teilen?

Gespräch mit Flo Osrainik zum „Corona-Dossier“

Einen Schritt voraus

Flo Osrainik sprach bei KenFM Tacheles und legt nun präventiv alle Quellen für das Interview vor, ehe Medienanstalten diese unter Androhung von Zensur einfordern.

von Flo Osrainik

Na und? Der Autor stimmt Ken Jebsen bei der Analyse des globalen Corona-Wahnsinns in den meisten Punkten zu. Diesen Standpunkt hat er sich letztes Jahr, und was den größeren Rahmen betrifft, in seiner zehnjährigen Arbeit als freier Journalist jedenfalls mühevoll erarbeitet. Eigentlich handelt es sich dabei auch weniger um eine Ansicht, sondern vielmehr um den Mut, eine faschistoide Entwicklung oder eben Tatsachen an- und auszusprechen, die wir seit über 14 Monaten hautnah miterleben müssen: die sogenannte „neue Normalität“. Dass unter diesen Umständen kein kontroverses, eher ein harmonisches Gespräch entstand, sollte also keine Überraschung sein. Nun findet auch ein Informationskrieg des Mainstreams und der Behörden gegen kritische Medien wie KenFM, RT Deutsch, die NachDenkSeiten, Rubikon oder einzelne Journalisten, etwa Boris Reitschuster, statt. Deshalb liefert „Corona-Dossier“-Autor Flo Osrainik hier natürlich nur rein vorsorglich alle nötigen Quellen und ein paar Eindrücke nach.

Das Wichtigste zuerst

Zu Beginn des Gesprächs sage ich, dass „eine minimale“, eine „relativ geringe Gefahr“ für die Allgemeinheit durch Corona ausgeht. Warum? Weil das unter anderem aus dem Bulletin der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom 14. Oktober 2020, einer Metastudie von John Ioannidis, in etwa so hervorgeht (1). Oder anders ausgedrückt:

„Ioannidis, Professor für Epidemiologie und Statistik an der Stanford University in den USA untersuchte insgesamt 61 weltweit durchgeführte Antikörperstudien, die an zahlreichen Orten gestartet wurden, um zu ermitteln, wie viele Menschen sich mit SARS-CoV-2 infiziert haben. (…) Die Metastudie von Ioannidis, eine systematische Übersichtsarbeit, wurde zuvor von weiteren Fachleuten begutachtet. Ioannidis kommt zu dem Ergebnis, ,dass die sogenannte Infektionssterblichkeit viel niedriger ist, als offizielle Zahlen zur Sterblichkeit aussagen‘, so die Berliner Zeitung (2).

,Konkret schätzt der Forscher nach der Auswertung der Studien, dass durchschnittlich 0,23 Prozent der Menschen sterben, die sich mit SARS-CoV-2 infiziert haben. Bei Menschen unter 70 Jahren sollen es sogar nur 0,05 Prozent sein. (…) Die meisten Standorte haben wahrscheinlich eine Infektionssterblichkeitsrate von weniger als 0,2 Prozent.‘ Die WHO selbst ging zu dieser Zeit schon von rund 760 Millionen Infizierten weltweit aus.“

Dazu schrieb die Frankfurter Rundschau am 6. Oktober 2020:

„Einer von zehn — das entspricht etwa 760 Millionen Menschen, die seit dem ersten Auftreten des Erregers im vergangenen Winter eine Infektion durchgemacht hätten. Es wäre mehr als das 20-Fache der nach den Angaben der US-amerikanischen Johns-Hopkins-Universität bisher genannten Zahl von 35,4 Millionen weltweit“ (3).

„Durch die von der WHO veröffentlichten Zahlen wird deutlich, dass Corona-Infizierte größtenteils also weder ernsthaft erkranken und erst recht nicht versterben“, wie ich es in „Das Corona-Dossier“ zusammenfasse.

Wenn ich kurz darauf auch noch von „weniger Demokratie“, einem „Abbau von Grundrechten, einer gestärkten Oligarchie“, einer schleichenden „IT-Diktatur“ und einem „Überwachungskapitalismus“ in und durch die Corona-Krise spreche, dann wurden diese politischen „Empfehlungen“ in der Risikoanalyse „Pandemie durch Virus Modi-SARS“ aus dem Jahr 2012, im kurz vor dem Corona-Ausbruch durchgeführten Planspiel „Event 201“ und bei „Lock Step“ aus dem Jahr 2010 längst durchgespielt und vorgeschlagen (4, 5). Dort findet man dann eine Menge von Maßnahmen, die in der Corona-Pandemie zur Realität geworden sind.

Das Hauptquartier

Dass die Bill & Melinda Gates Foundation (BMGF) „so gut wie überall dabei“ ist, in Person von Bill Gates auch in Jeffrey Epsteins „Lolita-Express“, gibt die Stiftung selber zu. Und zwar unter „Committed grants“ auf ihrer Internetseite (6). Nun gut, alternative Medien wie KenFM stehen natürlich nicht auf der Empfängerliste der Mega-Stiftung. Da sich aus der Flut an BMGF-Zahlungen an diverse Forschungseinrichtungen, Organisationen, Medien, Universitäten, Firmen oder Netzwerke auf sämtlichen Kontinenten problemlos ein weiteres Buch, vielmehr ein Sammelband erstellen ließe, sehe ich von einem Auszug der fast unzähligen BMGF-Begünstigten hier also besser ab.

Wo sollte ich auch anfangen, wo aufhören? Immerhin, das erwähne ich nun doch, bezuschusste die BMGF das Poynter Institute for Media Studies im Jahr 2015, dem Gründungsjahr des International Fact Checking Networks (IFCN), einer Art internationaler Faktencheckerzentrale, mit ganz genau 382.997 US-Dollar (7). Aber apropos Gates und Fakten. Seine Stiftung ist auch an den deutschen Biotech-Unternehmen BioNTech, Evotech und CureVac beteiligt (8, 9, 10).

Den Vorgaben der US-Wahrheitskomission folgen übrigens die vielen kleinen und fleißigen Faktenchecker sonst wo auf der ganzen Welt, etwa in Deutschland. Und zwar konsequent in eine Richtung oder eben zur Verteidigung vorgegebener Narrative, hier der schon nicht mehr auszuhaltenden Erzählung eines Killervirus, für den man selbstverständlich sämtliche Einschränkungen, Überwachungen und Zerstörungen weltweit hinnehmen müsse. Denn nun geht es, so der neue Glaube, endlich einzig und allein um unser aller Gesundheit. Diese seichte Konformität und naive Unterwürfigkeit wird der Masse schon systematisch in der Schule antrainiert.

Das von Ken Jebsen angesprochene Beispiel der Geschwister-Scholl-Schule im hessischen Niddatal beweist das eindrucksvoll und höchst erschreckend. Oder wie ich über den Vorfall in Hessen schreibe: „Der scheinbar von allen guten Geistern verlassene Elternbeirat hatte sich darauf geeinigt, dass die Kinder in den beiden 15-minütigen Pausen wegen Corona ausdrücklich ‚nicht trinken dürfen’ (11).“ Und über das Bildungssystem musste ich mich ja schon im Jahr 2018 mit „Gesellschaftskritik: Es beginnt bei den Kleinsten“ auslassen (12).

Aber zurück zur „neuen Normalität“ und ein paar weiteren Corona-Beispielen. Zunächst aus der Schweiz. Dort warf die Firma Coop das Biolabel Rapunzel aus ihrem Sortiment, weil der Rapunzel-Leiter Joseph Wilhelm ein Corona-Skeptiker sei und man bei solchen Leuten nun ja nicht mehr einkaufen sollte (13, 14). Oder einem Beispiel aus einer Schule in Mecklenburg-Vorpommern, genauer gesagt in Neustrelitz. Die Schulleitung des Gymnasiums Carolinum hatte in schon fast altdeutscher Tradition eine ganz besondere Idee. Die Kinder dürften sich doch freiwillig zweimal die Woche nach dem PCR-Verfahren auf Corona testen lassen.

Denn: Nur wer sich den permanenten Tests unterzog, bekam auch einen grünen Punkt auf seinem Namensschild und müsse zur Belohnung nicht mehr anstehen, um in die Schule gelassen zu werden, dürfe in der Schule eine „Fast lane“ benutzen oder sich dort völlig frei bewegen (15, 16). Doch was ist das anderes als „Apartheid“, die politisch-gesellschaftliche Doktrin der — Rassen- oder — Test- und drohenden Impftrennung der Gesellschaft von klein auf (17)?

… der Heuchelei

Den größten Brechreiz verschafft mir aber klipp und klar die neue Welt der wunderbaren Corona-Heuchelei. Dieses unerträgliche Messen mit zweierlei Maß sticht nicht nur im Umgang mit anderen übertragbaren Krankheiten messerscharf hervor. Da wären ja auch noch Kriege, Kriegsgeschrei und an die „25.000“ täglichen Hungertoten, so die United Nations (18). Und noch immer stirbt weltweit alle zehn Sekunden ein Kind unter fünf Jahren an den Folgen von Hunger so der United Nations International Children’s Emergency Fund (UNICEF) (19).

Ach, und noch kurz zu den gesellschaftlichen Doppelstandards. Hier empfehlen sich ja besonders die Konzern- und Staatsmedien. Etwa im Umgang mit sämtlichen gesundheitsgefährdenden Anti-Corona-Demonstrationen und den, so wird es schließlich präsentiert, ungefährlichen Rest-Demonstrationen (20, 21). Oder im Umgang mit dem Reich der Mitte, das wegen seines autoritären Systems zwar attackiert wird, dessen autoritäre Herrschaftsform man für sich selber, man darf es fast nicht sagen, aus Hygienegründen schon so gut wie übernommen hat. Mir fällt Paul Sethe ein: „Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.“

Genau diese Herrschaftspresse hält es dann auch für völlig unangebracht, die politische Corona-Querfront in „Berlin“ und in ganz „Deutschland“ als das zu nennen, was sie ist: eine Querfront.

Das dürfte allerdings auch daran liegen, dass der Begriff „Querfront“ ja schon längst negativ belegt und eben reserviert ist. Und zwar zur Diffamierung von Kritikern der Corona-Politik. In den großen Medien wie der von Gates bezuschussten Zeit wird die Bundestags-Corona-Querfront von links bis rechts am 25. März 2020 so umschrieben: „Der große Corona-Konsens“, wobei sich „selbst die AfD“ anpasste (22).

Zu den per Federstrich ausgesetzten Grundrechten nun doch ein kleiner Auszug aus dem deutschen Grundgesetz: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ (Artikel 1). „Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit“ (Artikel 2, Absatz 1). „Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit“ (Artikel 2, Absatz 2). „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. (…) Eine Zensur findet nicht statt“ (Artikel 5, Absatz 1). „Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei“ (Artikel 5, Absatz 3). „Gegen den Willen der Erziehungsberechtigten dürfen Kinder nur auf Grund eines Gesetzes von der Familie getrennt werden, wenn die Erziehungsberechtigten versagen oder wenn die Kinder aus anderen Gründen zu verwahrlosen drohen“ (Artikel 6, Absatz 3).

„Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln“ (Artikel 8, Absatz 1). „Alle Deutschen genießen Freizügigkeit im ganzen Bundesgebiet“ (Artikel 11, Absatz 1). „Die Wohnung ist unverletzlich“ (Artikel 13, Absatz 1) und nach Artikel 19, Absatz 2 darf in keinem Fall „ein Grundrecht in seinem Wesensgehalt angetastet werden“. In Artikel 20 heißt es: „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus“ (Absatz 2) und „Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist“ (Absatz 4). Auch laut Präambel der Menschenrechtserklärung sind die Menschenrechte „durch die Herrschaft des Rechtes zu schützen, damit der Mensch nicht gezwungen wird, als letztes Mittel zum Aufstand gegen Tyrannei und Unterdrückung zu greifen.“ Das liest sich zwar ganz gut, nur können Sie sich mit dem Papier, auf dem das alles steht, ob in China oder Deutschland höchstens noch Ihre Wände tapezieren.

Also wechseln wir doch kurz das Thema, weg vom Virus zu vermeintlich Konkretem: Terrorismus und Zauberei. Nur: Selbst in der von mir bei Ken Jebsen angesprochenen Abwesenheit einer anerkannten Definition von Terrorismus ist in der Wikipedia dazu zu lesen: „Es gibt keine allgemein akzeptierte wissenschaftliche Definition von Terrorismus“ (23). Zwar ist dieser Satz der Willkür der Wikipedia-Wachhunde noch immer nicht zum Opfer gefallen, dafür verschwinden anderswo schon mal ganze Artikel. Das ist auch der Bundesarbeitsgemeinschaft kritischer Polizisten aufgefallen, wie „Die Kritischen“ in einer Pressemitteilung vom 6. September 2020 schreiben.

Mir ebenso: Als ich den taz-Artikel „Streit um Corona-Politik“ wieder aufrufen wollte, hieß es: „Artikel 5701892 nicht (mehr) vorhanden“ (24, 25). Bedeckt und ganz und gar nicht vorbildlich verhält sich aber auch das Robert Koch-Institut (RKI) in der großen Corona-Krise, wie das Multipolar-Magazin feststellen durfte. Nachdem man über Monate keine entsprechende Auskunft auf Presseanfragen erhielt, ging Multipolar juristisch gegen die deutsche Behörde vor (26, 27, 28). Nun gut, der in die Irre führenden und manipulativen Daten- und Zahlentrickserei im globalen Maßstab habe ich ja schon die Kapitel „Ein bisschen Simsalabim“ und „An, mit und manchmal noch ganz anders“ im „Corona-Dossier“ gewidmet.

Wenn ich also von Zahlen, Zauberei und Heuchelei spreche oder schreibe, dann ist ein weiteres Beispiel recht treffend und bezeichnend, wie ich meine. Die Hilfsorganisation Oxfam hatte in der Corona-Krise darauf aufmerksam gemacht: Alleine die acht größten Lebensmittel- und Getränkehersteller sollen in nur einem knappen halben Corona-Jahr so um die 18 Milliarden US-Dollar an ihre Aktionäre ausgeschüttet haben. Das sei in etwa das Zehnfache des Betrags, den die United Nations benötigen würden, um den Welthunger zu bekämpfen (29). Und auf den nicht minder ignoranten Ansatz der ZeroCovid-Gemeinde habe ich mit „ZeroHunger, ZeroHeuchelei“ auch meinen Spiegel in den Debattenraum gestellt oder vielmehr zurückgerotzt (30).

Vom Paradies

Ist das ein Kampf gegen Windmühlen? Ja, ist es das? Mag sein, oder nicht ganz, auch wenn Konzerne wie Amazon trotz hoher Gewinne mit Steuergutschriften und jeder Menge Rückenwind die Weltherrschaft schön brav serviert bekommen. Das Handelsblatt schrieb dazu etwa, dass Amazon nicht nur weiter expandieren würde, wobei sich auch dieser Konzern sehr gerne arm rechnet. So musste Amazon in den USA im Jahr 2018 bei 11,2 Milliarden US-Dollar Gewinn nicht einen Cent an Steuern zahlen. „Mehr noch: Der Konzern bekam vom Fiskus eine Gutschrift von 129 Millionen US-Dollar. Der effektive Steuersatz lag bei minus einem Prozent“ (31). Aber Klartext: Auch das ist nur eine von vielen Volksohrfeigen.

Solange man den Massen aber irgendeine Wurst, selbst wenn es nur die Amazon-Bestellwelt ist, hinhält, so bleibt das träge Volk doch lieber weiter brav bei Chips und Bier zu Hause auf der Couch.

Das (Steuer-) Paradies erlebt die Oligarchenkaste rund um Amazon-Jeff-Bezos also schon auf Erden, während moderne Paketsklaven in Plastikflaschen pinkeln. Es bleibt der Masse immerhin die Hoffnung auf ein Paradies danach. Aber wie kommt man in so sterilen Corona-Zeiten überhaupt so weit?

Jedes Jahr sterben an die 17,8 Millionen Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, um die 9,56 Millionen an Krebs, an die 6,5 Millionen an Atemwegserkrankungen, untere Atemwegsinfektionen eingeschlossen, und das schon vor Corona. Durchfallerkrankungen rafften bis 2017 an die 1,6 Millionen Menschen nieder — ein Drittel davon Kinder unter fünf Jahren —, Diabetes um die 1,37 Millionen, Tuberkulose 1,18 Millionen, HIV/AIDS annähernd eine Million, Malaria fast 620.000, der Straßenverkehr 1,24 Millionen, Alkohol und Drogen um die 350.000 und kriegerische Konflikte — ungeklärter Terrorismus ausgenommen — rund 130.000 (32).

Verbietet man nun auch noch Saufen, Rauchen oder Autos, die letzten Laster und Freuden des Lebens? Das Leben ganz? Werden HIV- oder Grippekranke weggesperrt, ein globaler Zucker- oder Rüstungslockdown eingefordert? Millionenschwere Kampagnen für gesunde Ernährung gestartet? Menschen kostenfreier Zugang zu sauberem Trinkwasser oder medizinischer Grundversorgung gewährt? Ja, das geht dann selbst der grünen Partei ein kleines bisschen viel zu weit? Dafür wird erstmal Schwangeren mit Maskenzwang bei der Entbindung zum Wohl der Allgemeinheit etwas nachgeholfen.

Damit sich Grüne und Grüninnen mit dieser Art von neuen (Masken-) Zwängen in französischen Entbindungssälen nicht befassen müssen, blickt die einzig wahre Gender-Partei stahlhart nach Osten. Da leben nämlich „die Russen“. Und die würden grüne Führerinnen am liebsten mit der ganzen „Härte“, noch viel schärferen Sanktionen und mit „Gewehren, die schießen, und Nachtsichtgeräten, die funktionieren“, bei robusten europäischen Militäreinsätzen, so etwa Annalena Baerbock, auf einem grünen Schlachtfeld ihrer Wahl am liebsten gleich ganz zu Tode gendern (33).

Vor lauter Säbelrasseln und Bigotterie sind den Grünen und Grüninnen auch die vielen Krankenhausschließungen in der Corona-Krise ganz entgangen oder eben ganz egal. Die Bürgerinitiative GemeinWohlLobby schrieb jedenfalls am 19. Dezember 2020: „Während und trotz der Pandemie haben 13 Krankenhäuser geschlossen, und für 19 Kliniken wurde ein entsprechender Beschluss gefasst. Es geht um 3.400 Betten und 6.000 Beschäftigte — mindestens. Und ob Kreiskrankenhaus oder Großklinik: Fast alle haben oder hatten sie Notaufnahmen, Intensivbetten, Chirurgie und innere Medizin — und haben Corona-Patienten behandelt oder den benachbarten Kliniken den Rücken freigehalten für deren Corona-Station. Während zu den nicht-medizinischen Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen, Maskenpflicht und Quarantäne alle zwei Wochen große Regierungs-Pressekonferenzen stattfinden, werden die fatalen Klinikschließungen still und leise vorgenommen.“

Und weiter: „Die Schließungen werden mit viel Geld gefördert: bis zu 750 Millionen Euro allein dieses Jahr.“ Dabei würde man „willig den Vorschlägen der Berater“ folgen. „Im August 2019 und somit vor Ausbruch der Pandemie forderte die Bertelsmann Stiftung, mehr als die Hälfte aller deutschen Krankenhäuser zu schließen. Ist den Lobbyisten ihr Vorschlag heute peinlich? Keineswegs.

Vor wenigen Tagen veröffentlichten sie zusammen mit der Robert Bosch Stiftung und dem Barmer Institut für Gesundheitssystemforschung ein sogenanntes Richtungspapier, in dem sie von ,Lehren aus Corona‘ sprechen. Gelernt hat man aber wenig, denn es wird weiter dazu geraten, Krankenhäuser zu schließen!“ Auch noch interessant: „Bertelsmann-Eigentümerin Brigitte Mohn sitzt im Aufsichtsrat der Rhön-Kliniken, einem der großen Profiteure von Klinikschließungen“ (34). Gegen nicht gewählte Machthaberinnen wird die Nachwuchskraft des Weltwirtschaftsforums (WEF) und frisch gekürte Neokanzlerin Baerbock vermutlich aber auch nicht wirklich aufbegehren wollen.

Zu groß der Charme, im neuen Überwachungsparadies der Oligarchen eine Picknickdecke auszubreiten.

Die Princeton University hatte vor rund sieben Jahren mit der Studie „Testing Theories of American Politics: Elites, Interest Groups, and Average Citizens“ klargestellt, dass die tonangebenden USA etwa genau so ein Paradies für Oligarchen sind, da die Bevölkerung so gut wie keinen Einfluss auf politische Entscheidungen hat. Und die Public-Relations-Agentur Edelman untersuchte im Jahr 2019 insgesamt 28 Länder, wobei 56 Prozent aller Befragten der Ansicht waren, dass der Kapitalismus der Welt mehr schadet als nutzt (35). Nur nutzt das eben nichts. Bewacht wird der globale Wahnsinn nämlich auch noch von jeder Menge Menschen mit Gewehren. „Experten schätzten im Jahr 2004 die Gesamtzahl der Stützpunkte, auf die die USA jederzeit zurückgreifen können, auf ungefähr 1.000“. Das schrieb die junge Welt über US-Militärbasen in der ganzen Welt (36).

Psychopathen, Framing und natürlich Antisemitismus

Oligarchie hin, Corona her, die Psychopathendichte nimmt, wie ich es bei Ken Jebsen nach einer guten Stunde sagte, von Systemetage zu Systemetage zu. Und auch die Baerbocks dieser Welt wollen hoch hinaus. In der Wikipedia heißt es dazu: „Das Pendant zu kriminellen Psychopathen bildet die Gruppe der hoch funktionalen, erfolgreichen Psychopathen.“ Obwohl Psychopathie nur eine geringe Verbreitung in der allgemeinen Bevölkerung hat, sind Menschen mit dieser Persönlichkeitsstörung nicht nur in Gefängnissen, sondern auch in höheren Hierarchiestufen überrepräsentiert, etwa sechsfach in Führungspositionen. Robert Hare, Begründer der Psychopathieforschung, wurde sogar noch konkreter als er meinte, „(Sie) rauben keine Bank aus, sie werden Bankenvorstand“. Für den Psychopathieforscher Kevin Dutton würde „ein normaler Mensch (…) kotzen, wenn er gerade eine Milliarde versemmelt hätte. Der Psychopath geht unverdrossen nach Hause und denkt nicht mehr daran“ (37, 38).

Wo Psychopathen sind, sind Denunzianten auch nicht weit. Dazu noch ein kurzer Auszug aus dem „Corona-Dossier“: „Die Öffentlich-Rechtlichen sind kreativ, wenn es darum geht, Gehorsam zu demonstrieren und Kritiker zu diffamieren. So befragte Dunja Hayali im ZDF-Morgenmagazin Michael Blume, den Antisemitismus-Beauftragten der Regierung Baden-Württembergs, zu einer Bewegung, die Corona-Maßnahmen der Regierung kritisiert. Für den Wirtschaftsjournalisten Norbert Häring taten sich dabei ,Abgründe an obrigkeitsstaatlicher Denke auf‘.

Nach Ansicht der Amadeu Antonio Stiftung habe jede Verschwörungstheorie ,immer ein antisemitisches Betriebssystem, weil nämlich der Antisemitismus die älteste Verschwörungstheorie überhaupt‘ sei. ,Da Demonstranten gegen Corona-Maßnahmen nun Verschwörungsglaube vorgeworfen wird‘, meint man ihnen also noch Antisemitismus unterstellen zu können. Das sei Blödsinn, ,ein offenkundig unzulässiger Umkehrschluss, ganz abgesehen davon, dass es Verschwörungen und den Glauben daran mit ziemlicher Sicherheit schon ein paar Tausend Jahre länger gibt als den jüdischen Glauben‘, so Häring“ (39).

Nicht nur, aber besonders wenn es um Antisemitismus geht, sollte man eigentlich einen weiten Bogen um die Wikipedia machen. Das mache ich nicht, da „(historische) Völker, die eine semitische Sprache sprechen und sprachen“, laut Wikipedia als Semiten bezeichnet werden. Und: „Die Bibel führt die Abstammung Abrahams auf Sem, den Sohn Noahs, zurück. In Anlehnung daran bezeichnete man in biblischer Zeit alle Völker des Nahen Ostens, die sich als Nachkommen Abrahams betrachteten, als ,Söhne des Sem‘.

Zu den Semiten zählen die Amharen, Tigrinya, Araber, Hyksos, Malteser, Minäer, Sabäer, Amoriter, Ammoniter, Akkader/Babylonier/Assyrer/Aramäer, Hebräer, Kanaaniter, Moabiter, Nabatäer, Phönizier und Samaritaner.“ Ja wenn das so ist, ist die nationalistische israelische Besatzungsmacht bei der Unterdrückung und Beseitigung der ihr im Weg lebenden semitischen Palästinenser und ihrer Unterstützer dann nicht antisemitisch? Wie das die Hayalis, Blumes und der bunte Denunziantenchor wohl finden, damit sie bei ihren krampfhaften Versuchen, deutsche Linientreue zu beweisen, weiterhin die Antisemitismuskeule schwingen können (40)?

Doch zurück zu „den Großen“ in ihrer Corona-Krise. Der ehemalige US-Präsidentschaftskandidat Bernie Sanders zwitscherte am 17. September 2020: „4,7 Milliarden Dollar pro Tag. 32 Milliarden Dollar pro Woche. 141 Milliarden Dollar pro Monat. 845 Milliarden Dollar über 6 Monate. So viel haben 643 Milliardäre in Amerika während der Pandemie verdient, während 30 Millionen Amerikaner nicht genug zu essen haben. Ja, es ist Zeit für Sparmaßnahmen für die Klasse der Milliardäre“, denn besonders Schwarze, Frauen und die Niedriglöhner würden unverhältnismäßig stark von den Folgen der Corona-Krise getroffen (41). Laut dem Institute for Policy Studies und Americans for Tax Fairness explodierte das Vermögen der US-Milliardäre in der Pandemie um eine Billiarde US-Dollar, während 55 Millionen US-Amerikaner bis September 2020 ihren Job verloren und in einer Umfrage rund 30 Millionen US-Bürger zuvor angaben, „dass sie in der vergangenen Woche nicht genug zu essen hatten“ (42, 43).

Die USA und China gleichen sich viel mehr, als man auf den ersten Blick vermutet. Immerhin gibt es auch im kapitalistisch-kommunistischen China ausreichend Hungernde und Milliardäre, die in den USA ja noch immer unbeirrt als Menschenfreunde gelten.

Und die Philanthropie ist und bleibt ein bombensicheres Geschäft. Gates hat sein Vermögen laut Forbes-Magazin zwischen den Jahren 2010 und 2020 jedenfalls von runden 53 Milliarden US-Dollar auf um die 118,7 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppelt. Mit purer Menschenliebe und jeder Menge Spritzen! Ginge es Gates aber wirklich nur um das Wohl der Menschen, dann könnte er, noch bevor die ganze Masse durchgeimpf ist, im Alleingang dafür sorgen, dass kein Mensch, zumindest kein Kind mehr jämmerlich verhungern muss (44).

Wie weit diese Menschenfreunde und ihr Personal gehen, bewies das Bündnis Identity2020 Systems (ID 2020) bereits in Bangladesh. Oder wie es der Saarländische Rundfunk präzise schrieb:

„ID2020 ziele darauf ab, jedem Menschen auf der Erde eine digitale Identität zu verpassen, deren Daten in einer Cloud abrufbar seien. Erste Versuche habe es bereits an Kindern in Bangladesh gegeben, denen bei der Impfung gleichzeitig ein ,Marker‘ injiziert worden sei“ (45).

Wohin das alles führt, kann man aber nicht nur in Planspielen nachlesen, sondern auch im Kino sehen. In Filmen wie Minority Report, Deep Impact, Sneakers oder War Games unter der freundlichen Mitwirkung von Peter Schwartz zum Beispiel. Oder etwa direkt in Interviews mit ihm erfahren (46, 47).

Ach wie blöd, dass kaum einer weiß …

Vielleicht ist ein Berater wie Schwartz am besten in der Schweiz aufgehoben, um die Behörden dort mit seinen Hollywood-Visionen zu unterhalten. Jedenfalls wäre das dortige Bundesamt für Gesundheit (BAG) dann erst gar nicht auf die bescheuerte Idee gekommen, öffentliche Hinweise zur Stärkung des Immunsystems durch Vitamine als Blödsinn abzutun, nur um der Bevölkerung gebunkerte Mittel wie Remdesivir unterzujubeln (48). Schwartz könnte sich aber auch nach Madagaskar absetzen, um sich eine kräftige Pulle vom Kräutertrunk Covid-Organics, ein Tee zur Vorsorge und als Heilmittel gegen Corona, zu gönnen. Das Getränk enthält neben Pflanzenölen aus der traditionellen madagassischen Medizin zur Stärkung des Immunsystems auch den Pflanzenextrakt Artemisinin.

Zwar hatte der Kurier aus Österreich reflexartig „erhebliche Zweifel“ an diesem „Gebräu“ aus Kräutern, doch selbst die Deutsche Welle musste eingestehen: „Seit 20 Jahren wird der Wirkstoff etwa gegen Malaria eingesetzt. Algerische Forscher hatten bereits im April die Wirksamkeit von Malaria-Medikamenten gegen SARS-CoV-2 getestet — dabei hatte sich ihrer Studie zufolge Artemisinin als etwas wirksamer erwiesen als Hydroxychloroquin.“ Und nachdem man weiter forschte:

„Die Ergebnisse erstaunten die Wissenschaftler: Extrakte des Beifuß sind gegen SARS-CoV-2 aktiv. Die Blätter der Artemisia annua, die in Kentucky in den USA gezüchtet wurden, lieferten bei Extraktion mit absolutem Ethanol oder destilliertem Wasser die beste antivirale Aktivität. Diese antivirale Aktivität des ethanolischen Extrakts erhöhte sich noch, wenn Kaffee hinzugegeben wurde, so die Wissenschaftler“ (49, 50, 51).

Mindestens genauso kleingehalten oder eben verrissen wie der Kräutertrunk aus Madagaskar wird übrigens die gegen Ende des Gesprächs von mir erwähnte Volkspartei der Nichtwähler, obwohl die „Von-dem-Schmierentheater-haben-wir-die-Schnauze-voll-Bewegung“ mehr oder weniger konstant an Wählerstimmen zulegt. „Die Wahlbeteiligung in Deutschland hat im Schnitt seit 1949 auf allen Ebenen des politischen Systems unterschiedlich stark abgenommen. Auffallend hoch ist der Anteil der Nichtwähler bei Kommunal-, Regional-, Landtags-, und Europawahlen.

Bei den Europawahlen stieg der Anteil der Nichtwähler seit 1979 von 34,3 Prozent auf 57,0 Prozent (Europawahl 2004); bei Bundestagswahlen hat er sich sogar mehr als verdreifacht.“ In Österreich ist die Situation durchaus mit Deutschland vergleichbar. „Hier stieg der Nichtwähleranteil bei den Nationalratswahlen von etwa 9 Prozent im Jahr 1979 auf etwa 21 Prozent im Jahr 2008. Die Zahl der Nichtwähler ist in der Schweiz deutlich höher als in Deutschland und liegt seit 1979 bei den Nationalratswahlen über 50 Prozent aller Wahlberechtigten. In Frankreich hat in den sogenannten ,Banlieues‘ bei den Regionalwahlen die Nichtbeteiligung eine Quote von bis zu 70 Prozent erreicht, was als Indiz für eine Desintegration nicht nur der Wahlbürger, sondern der Gesellschaft gewertet wird. In den USA liegen die Nichtwähler seit Jahrzehnten deutlich über 50 Prozent aller Wahlberechtigten“ (52).

Die Basis oder Volkspartei der Nichtwähler dürfte aber auch in der Corona-Krise weiter wachsen. Das zumindest, solange die etablierten Parteien weiterhin keine Kenntnis nehmen vom Irrsinn der Maskenpflicht, der Lockdowns und Grundrechtseinschränkungen, die keinen zu rechtfertigenden Nutzen bringen, wie es Schweden, Florida, South Dakota und auch andere Staaten zeigen. Das zumindest auch, solange sich niemand mit den Toten, Kranken oder Ruinierten der Corona-Maßnahmen solidarisiert und ganz besonders auch solange keine Rechenschaft gefordert wird. Denn, wie Erich Kästner so treffend meinte: „So geht es nicht mehr weiter, wenn es so weitergeht“ (53, 54, 55, 56).



Quellen und Anmerkungen:

(1) www.who.int/bulletin/online_first/BLT.20.265892.pdf
(2) www.berliner-zeitung.de/gesundheit-oekologie/forscher-corona-sterblichkeit-betraegt-023-prozent-li.111917
(3) www.fr.de/politik/corona-pandemie-einer-von-zehn-menschen-koennte-sich-angesteckt-haben-90062534.html
(4) dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/120/1712051.pdf (5) www.nommeraadio.ee/meedia/pdf/RRS/Rockefeller%20Foundation.pdf
(6) www.gatesfoundation.org/about/committed-grants
(7) https://www.gatesfoundation.org/about/committed-grants?q=poynter
(8) https://www.medical-design.news/sonstige/bill-und-melinda-gates-investieren-in-biontech.169087.html
(9) https://www.tagesschau.de/wirtschaft/boerse/hr-boerse-story-24129.html
(10) https://www.gatesfoundation.org/Ideas/Media-Center/Press-Releases/2015/03/CureVac-Collaboration
(11) www.rtl.de/cms/hessen-trinkverbot-wegen-corona-maskenpflicht-in-schulen-junge-bekommt-abmahnung-4608072.html
(12) http://floosrainik.net/gesellschaftskritik-es-beginnt-bei-den-kleinsten
(13) www.20min.ch/story/coop-nimmt-produkte-von-corona-skeptiker-aus-sortiment-265690316494
(14) https://de.wikipedia.org/wiki/Rapunzel_Naturkost#Kritik
(15) www.carolinum.de/wp-content/uploads/20200423_Infobrief_Testung_Sch%C3%BCler.pdf
(16) www.faz.net/aktuell/politik/inland/schueler-auf-corona-testen-ein-modell-fuer-andere-schulen-16764894.html
(17) https://www.duden.de/rechtschreibung/Apartheid
(18) https://www.un.org/en/chronicle/article/losing-25000-hunger-every-day
(19) www.unicef.de/mitmachen/ehrenamtlich-aktiv/-/arbeitsgruppe-frankfurt-main/alle-10-sekunden-stirbt-ein-kind-an-hunger-/161058
(20) https://www.nachdenkseiten.de/?p=63529
(21) www.tagesschau.de/inland/georgefloyd-protest-deutschland-101.html
(22) https://www.zeit.de/politik/deutschland/2020-03/bundestag-coronavirus-scholz-gauland-lindner-kipping/komplettansicht
(23) https://de.wikipedia.org/wiki/Terrorismus
(24) www.kritische-polizisten.de/wp-content/uploads/2020/09/Zwischenbilanz-Berlin29082020-06.09.2020.pdf
(25) https://taz.de/Streit-um-Corona-Politik/!5701892/
(26) https://multipolar-magazin.de/artikel/multipolar-klagt-gegen-das-rki
(27) https://multipolar-magazin.de/artikel/rki-krisenstab-offenlegen
(28)www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsJ/JoHM_S01_2019_Gute_Praxis_GBE.pdf?__blob=publicationFile
(29) www.oxfam.de/system/files/documents/20200709-hunger-virus-COVID-19.pdf
(30) http://floosrainik.net/zero-hunger-zero-heuchelei
(31) www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/kommentar-es-muss-ein-mindestmass-an-steuerfairness- gelten-auch-fuer-amazon/24005754.html?ticket=ST-6724734
(32)https://ourworldindata.org/causes-of-death
(33) https://de.rt.com/meinung/116402-annalena-baerbock-harte-und-dialog/
(34) www.change.org/p/bundestag-keine-privatisierung-von-schulen-und-autobahnen/ u/28245007?recruiter=false&utm_source=share_update&utm_medium=facebook&utm_campaign=facebook
(35) https://cdn2.hubspot.net/hubfs/440941/Trust%20Barometer%202020/2020%20Edelman%20Trust%20Barometer%20Global%20Report.pdf?utm_campaign=Global:%20Trust%20Barometer%202020&utm_source=Website
(36) http://www.ag-friedensforschung.de/themen/Standorte/stuetzpunkte.html
(37) https://de.wikipedia.org/wiki/Psychopathie#cite_note-Thorborg2015-23
(38) https://www.spiegel.de/consent-a-?targetUrl=https%3A%2F%2Fwww.spiegel.de%2Fkarriere%2Ffuehrungskraefte-heiner-thorborg-ueber-psychopathen-chefs-a-1001377.html&ref=https%3A%2F%2Fde.wikipedia.org%2F
(39) norberthaering.de/medienversagen/hayali-blume-otte-bargeld/
(40) https://de.wikipedia.org/wiki/Semiten
(41) https://twitter.com/SenSanders/status/1306636390122303490
(42) inequality.org/billionaire-bonanza-2020-updates/(abgerufen am 9.Dezember2020)
(43) www.heise.de/tp/features/Um-845-Milliarden-US-Dollar-reicher-4906091.html
(44) de.wikipedia.org/wiki/The_World%E2%80%99s_Billionaires#2019 (abgerufen am 9.Dezember20202)
(45) www.sr.de/sr/sr2/themen/politik/20200525_kruchem_thomas_ueber_bill_gates_interview_100.html
(46) en.wikipedia.org/wiki/Peter_Schwartz_(futurist) (abgerufen am 8.Dezember 2020)
(47) https://www.sfchronicle.com/culture/article/More-surveillance-is-coming-Why-that-might-not-15481965.php
(48) https://www.infosperber.ch/gesundheit/public-health/so-kann-das-immunsystem-corona-den-giftzahn-ziehen/
(49) kurier.at/politik/ausland/madagaskars-praesident-schwoert-auf-corona-heilmittel-aus- kraeutern/400838858
(50) www.dw.com/de/angebliches-COVID-19-wundermittel-artemisia-im-testlabor/a-53428761
(51) www.dw.com/de/artemisia-ein-kraut-gegen-COVID-19/a-53936500
(52) https://de.wikipedia.org/wiki/Nichtw%C3%A4hler
(53) https://ourworldindata.org/covid-deaths?country=SWE-DEU
(54) https://reitschuster.de/post/warum-lockdowns-nicht-so-wirken-wie-gedacht/
(55) https://www.nordbayern.de/panorama/kein-lockdown-keine-masken-so-lauft-floridas-sonderweg-1.10957672
(56) https://www.nachdenkseiten.de/?p=69639


Dieser Beitrag erschien zuerst auf Rubikon am 19.05.2021 unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Auf Rubikon sind auch die Endnoten ausgeiesen. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.

Sie möchten diesen Beitrag jetzt mit Ihren Freunden oder Bekannten teilen?

Stationäre Krankenversorgung trotz Corona nicht gefährdet

Stationäre Krankenversorgung durch Corona(-Wellen) gefährdet – lautet das Mantra der Bundesregierung seit März 2020. Stimmt das?

Stationäre Krankenversorgung bedroht

Corona-InfektionSolche Warnungen werden seit März 2021 von der Bundesregierung und den Leitmedien gebetsmühlenartig wiederholt. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete regelmäßig, dass die Intensivbettenkapazität erschöpft ist, wenn nicht mit freiheitsbeschränkenden Maßnahmen die „Inzidenzwerte“ gesenkt werden.

So wurde die „Gefahr“ in den „Maßnahmen der Bundesregierung zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie und zur Bewältigung ihrer Folgen“ vom 07.05.2020 wie folgt dargestellt:

„Die COVID-19-Pandemie hat weltweit für alle Länder außerordentliche Belastungen zur Folge. Auch in Deutschland sind Wirtschaft, Sozialstaat, Gesundheitssystem und Gesellschaft massiv unter Druck geraten. Als weltweit vernetztes Land, aber auch als wichtiger Mitgliedstaat der EU steht Deutschland damit vor der größten Herausforderung seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.“

Nach einem dreiviertel Jahr „Pandemie“ warnte RKI-Chef Lothar Wieler in der 51. Kalenderwoche 2020:

„RKI-Chef Wieler warnte, die Lage sei ’so ernst, wie sie nie war'“ (zeit.de, 15.12.2020)

Das RWI–Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Technischen Universität Berlin analysierte nunmehr im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums die Leistungen der Krankenhäuser und die Wirkung Ausgleichspauschale in der Corona-Krise.

Das Bundesgesundheitsministerium fasst in seiner Pressemitteilung vom 30.04.2021 unter anderem zusammen:

„Die Analyse der Leistungsdaten aller deutschen Krankenhäuser zeigt, dass trotz der Aufforderung der Bundesregierung im Frühjahr 2020, planbare Leistungen zu verschieben, die stationäre Versorgung in Deutschland im ersten Pandemiejahr 2020 flächendeckend gewährleistet werden konnte…

Die Mitglieder des Beirats betonten, dass die Pandemie zu keinem Zeitpunkt die stationäre Versorgung an ihre Grenzen gebracht hat.“

Bettenauslastung

Quelle: RWI/TU Berlin

Was bei der Analyse unberücksichtigt blieb

In der Analyse wird zudem nicht berücksichtigt,

  • dass bis heute keine evidenten Daten vorliegen, wer tatsächlich eine klinische Covid-19-Symptomatik aufweist,
  • dass zwar „Corona“-Tests massenhaft vorgenommen werden, jedoch differenzierenden Tests auf Influenza A und B,
  • dass auch ein positiver PCR-Test klinisch keinerlei Aussage zu einer Erkrankung oder zu Ansteckungsrisiken trifft.

Dessen ungeachtet ergibt sich hinsichtlich der Zahl der Stationäre DRG-Behandlungsfälle

„für die Zeit bis zur 10. KW eine Veränderung von -2% gegenüber 2019, für die
11.-21. KW eine Veränderung von -30% und für die 22.-50. KW eine Veränderung von -10%.

Stationäre DRG-BehandlungsfälleZum Anteil der Covid-19 heißt es in dem RWI/TU-Projektbericht:

„Insgesamt wurden im Jahr 2020 172 248 Behandlungsfälle mit der Nebendiagnose U07.1 (Covid-19, Virus nachgewiesen) 8 behandelt. Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich um Fälle, nicht Personen handelt, da verlegte Patienten entsprechend mehrfach zählen … Gemessen an der vorhandenen Bettenkapazität ergibt sich eine durchschnittliche Belegungsquote von 1,3% durch COVID-19. Die höchsten tagesbezogenen Belegungsquoten gab es in der zweiten Dezemberhälfte mit knapp 5%
aller Betten.“

So sieht die „größte Herausforderung seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs“ aus.

Nachtrag vom 18.05.2021:

Experten um den Ex-Vize-Chef des Sachverständigenrates Gesundheit, Matthias Schrappe bringen in einem neuen Papier schwere Verdachtsmomente gegen die Pandemie-Politik vor:  offizielle Statistiken wurden manipuliert, Subventionsbetrug sowie eine zweifelhafte Verwendung von Fördermitteln. Der vermeintliche Mangel an Intensivbetten kam dadurch zustande, dass einfach die freien Betten abgebaut wurden – und nicht durch die vermehrte Einlieferung von Covid-19-Patienten… – mehr lesen.


Wie aufschlussreich fanden Sie diesen Artikel?

Stationäre Krankenversorgung trotz Corona nicht gefährdet: 1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars 5,00 von 5 Punkten, basieren auf 1) abgegebenen Stimmen.Loading...
Sie möchten diesen Beitrag jetzt mit Ihren Freunden oder Bekannten teilen?

Versuch einer Aufklärung über Deutschland

Deutschland in der Nacht

Ein Versuch, den Schweizern ein abgestorbenes Land zu erklären.

von Teer Sandmann

„Wie geht es euch? Wie geht es dir?“ Tatsächlich haben sich die Fragen gemehrt. Denn auch wenn kein politisches Bewusstsein vorhanden ist, irgendeine Irritation ist da schon. Viele, die fragten, glaubten und glauben noch immer an eine private Antwort. Es kann einem aber in Deutschland im Jahr 2021 nicht „privat gehen“. In Deutschland geht es einem so, wie der Staat diktiert. Dass es unabhängig davon kein Gehen gibt, das muss ich — so habe ich bemerkt — den alten Freunden in der Schweiz erst einmal klarmachen. Es kann einem nicht gut gehen inmitten eines Wahns. Zumal, leise erst, den Fragen selbst der Wahn anhaftet. Und dass die, die sie stellen, darum oft nicht wissen, macht die Sache nicht einfacher. Aber es gibt Lichtblicke. Bewegung …

Kinder, ich habe einen Brief in die alte Heimat geschrieben. Der Brief geht so:

Ihr fragt, wie es uns geht. Das ist lieb.

Wie es X. geht. Das ist lieb.

Ich aber sage euch, wenn ihr so fragt, so fragt ihr: Wie es sich lebt

in einem Land

ohne Grundrechte, ohne Demokratie, ohne Versammlungsfreiheit,

in einem Land,

in dem die Geschäfte geschlossen sind seit Monaten und die Straßen tot,

in einem Land, das Schulen, stehen sie nicht ohnehin geschlossen, in Labors verwandelt: Kinder hinter Masken treiben die Zahl an, die es für den Durchgriff braucht,

in einem Land,

in dem etwas, was auch nur entfernt mit Bildung zu tun hätte, nicht mehr existiert, und eine Didaktik herrscht, gegen die der wilhelminische Frontalunterricht bald schon als Reformpädagogik anmutet,

in einem Land,

in dem Lehrkräfte sich hinter dreifachen Sicherungen verschanzen — Maske, Glashelm, Glasschutz um das Lehrerpult — und solche, die das Ganze nicht mittragen, dem Schulamt zu melden sind, ebenso Eltern, deren Kinder nicht am Testen teilnehmen: bitte melden,

in einem Land,

in dem wieder Listen geführt werden,

(denkt nicht, dass uns das nichts anginge: B.s erstklassige Qualitäten werden nicht helfen gegen einen Eintrag auf einer solchen Liste, versteht ihr, nicht bei Bewerbungen, nicht einmal, um das Erreichte zu halten)

in einem Land,

in dem sich Ärzte nicht mehr getrauen, Atteste für die Entbindung vom Maskenzwang aus medizinischen Gründen auszustellen, weil allein dieses Ausstellen für die Staatsanwaltschaft Anlass ist, mit einem Großaufgebot an Polizisten — 13 Fahrzeuge waren es bei einer Stürmung in Berlin — in Praxen und Privathäuser einzufallen und sämtliche IT-Geräte „abzuführen“,
(seltsam, liest man nicht im Tages-Anzeiger oder der NZZ, hört man nicht auf SF DRS),
in einem Land,

in dem derzeit noch ein haushaltsfremder Mensch pro Tag deine Wohnung betreten darf und in dem die Experten der Regierung die Variante „Zero Visit“, Kinder inbegriffen, bereits in die Überlegungen mit eingebracht haben: ganz selbstverständlich und kein Journalist findet daran irgendetwas Störendes,

(und denkt daran: Was einstmals als versponnener Gedanke im Raum stand, als bösartige Verschwörungstheorie zwecks Streuung von Missmut gekennzeichnet, das hat sich alles bewahrheitet: Lockdowns, Ausgangssperren — doch nur in China denkbar, so schrieben die Zeitungen noch zu Beginn von 2020, und wer widersprach und sagte, dass exakt solches geplant sei, wurde als Querdenker gestempelt — ja, in diesem Land liegt Denken quer),

in einem Land,

in dem Menschen sich in weitem Bogen ausweichen, die Straßenseite wechseln, um Begegnungen zu vermeiden, in dem man sich kaum mehr ins Gesicht schaut und vergessen hat, wie der Nachbar aussieht,

(gegenüber Gesichtslosen stirbt die Empathie schnell),

in einem Land,

in dem ständig neue Zettel im Treppenhaus aushängen, die in deutlichen und zunehmend drohenden Worten an die Maskenpflicht erinnern, auch die Kennzeichnung als Covidioten für Säumige darf nicht fehlen,

in einem Land,

das menschliche Gesten zum Verbrechen, Kälte und Isolation aber zur neuen Menschlichkeit erklärt,

in einem Land,

in dem die schwarzen Uniformen der Antifa wie Mussolinis Schwarzhemden durch Straßen streifen und die neue Ordnung mit Gewalt herstellen,

in einem Land,

in dem Gehorsam wieder zum obersten Gebot geworden ist — Gehorsam, der Deutschen liebste Tugend, auch Migranten sind dabei: geglückte Integration — und in dem Menschen mit anderen Meinungen den Beruf verlieren, das Konto ebenso und zu Volksfeinden erklärt werden,
(tatsächlich: Regierungsbeamte sprechen von Impfkritikern als „Volksfeinden“ wie in der DDR damals),

in einem Land,

in dem Demonstranten — auch Jugendliche — von der Polizei zu Boden gedrückt und gegen Wände geworfen werden,

(und werden Demonstranten von der Antifa angegangen, so tritt die Polizei hinzu und schlägt mit auf die ein, die sich getraut haben, an das Grundgesetz zu erinnern: Nein, man sieht das nicht auf ARD und ZDF und auch nicht auf SRG und im Tages-Anzeiger wird darüber berichtet, dafür müsstet ihr euch die Mühe machen, euch in unabhängigen Medien zu informieren, solche, die keine Zuwendungen von Bill Gates erhalten)

in einem Land,

in dem Argumente unsichtbar gemacht werden, die nicht auf Regierungslinie liegen, und in den „anerkannten“ und also staatsnahen Medien nur die eine Stimme haben, welche im Ausmaß der Maßnahmen miteinander streiten und um die noch diktatorischere Handhabung wetteifern,

(„Mehr Diktatur wagen“: so lautete eine Überschrift in der Zeit),

in einem Land,

in dem nicht nur die Unversehrtheit der Wohnung gestrichen ist, ausdrücklich gestrichen, liebe Freunde, sondern auch die Unversehrtheit des Körpers: kann nicht mehr garantiert werden, so steht es Schwarz auf Weiß, und in dem Staatsanwaltschaften gegen Richter vorgehen, welche sich ans Grundgesetz halten,

in einem Land,

in dem Verweigerer in Quarantäne-Lager gesteckt werden — es sind nur wenige bislang, ja, aber die Lager sind bereit und der Begriff ist gesetzt — und in dem bei Verstößen gegen die Ausgangssperren — vorerst gelten sie nur nachts — bis zu fünf Jahre Gefängnis drohen,
(nein, Freunde, wir reden nicht von China und schon gar nicht von Russland),

in einem Land voller Angst

vor dem Virus, im Grunde und im Kern aber vor Nachbarn, Polizei und Staat: Man möge mir nichts nehmen, wenn ich gehorsam bin, lasst mich leben, oh bitte, bitte,

(und die Maske reicht ja endlich einen Sinn durch),

in einem solchen Land zu leben, liebe Freunde, und ihr werdet erstaunt sein, wenn ich sage:

Es lebt sich nicht gut.

Es geht uns nicht gut bei alledem. Versteht ihr?

Es geht X. nicht gut.

Es geht ihr nicht gut,

wenn sie über Monate von Klassenkameraden getrennt ist,
wenn sie ständig von Quarantänen bedroht ist — es gibt Kinder, die sind schon viermal versenkt worden sind: zwei Monate Isolation pro Jahr für einen guten Zweck —,

es geht ihr nicht gut, wenn ihre Spielwelt gestrichen und die Welt wieder zu einer flächigen Scheibe verkümmert ist, auf der vom Ballett bis zur Geburtstagsparty alles nur noch simuliert wird,

es geht ihr nicht gut, wenn sie hört und sieht, wie die neue Normalität sein soll und es wäre ihr auch 1933 nicht gut gegangen.

Und macht euch keine Illusionen: Wir sind bald schon auf den Listen. Denn es geht zur Sache, wie ihr euch das kaum ausdenken könnt. Als damals Eduard Schulte die Nachricht vom Lager nach außen trug, in die Schweiz erst noch, da sagte man: Er übertreibt, wird so schlimm nicht sein. Auch in dieser Hinsicht, Freunde, läuft es parallel.

Aber ja, ihr müsstet euch die Mühe machen. Ihr müsstet euch abtrennen vom Müll, den euch die SRG und der Tages-Anzeiger und wie die Blätter alle heißen ins Gehirn durchstellen in einer Weise, dass nur kaputte Gehirne nicht erkennen, was es ist: Müll, Propaganda. Aber dieses Kaputtmachen war ja das erste Ziel.

Deutschland kommt eine spezielle Rolle zu beim Übergang zur neuen Normalität. So sagt es Bill Gates. Auch das ist nicht zu lesen, nicht zu hören auf den Sendern des Mülls. Aber er sagt es ausdrücklich. Wie auch, dass während mindestens fünf Jahren der Ausnahmezustand herrscht und wiederholt geimpft werden muss. Bis „the new normal“ sitzt.

X. aber, ich sage das, weil ihr fragt, will kein Leben, das aus Impfen und Testen und Isolation besteht. Die Zeichen der Depression sind überdeutlich. Und gegen diese Depression hilft eines: Tanzen.

Elle veut continuer à danser encore.

Und wenn ihr euch sorgt, so solltet ihr euch bewusst sein, dass euer Schweigen und euer Gehorsam, vor allem aber euer Suhlen in der Angst — sie war ja gut aufbereitet, von einer Expertengruppe, umgesetzt mit Bildern und fetten Lettern — E. mit tötet. Ihren Lebensraum schneidet.

Zum Glück sind Freunde noch. Dank denen leben wir weiter in der Isolation, wir sitzen davor, müssen zuweilen weinen, weil es uns ergreift.

Sogar bis Zürich ist die Kunde gedrungen.

Angefangen hat es aber im Seitenflügel einer Kirche in Paris.

Und dann kamen einige dazu, Opernsänger inklusive, im Gare du Nord.

Im Gare de l’Est tanzte der Bahnhof.

Als Volksfest in La Rochelle.

Die schönste, die poetischste Variante im Wald von Avallon.

Wir wollten, es wäre hier — und wir müssten nicht YouTube anklicken dafür. Aber es herrscht Isolation — hier wäre das nicht mehr denkbar, es sei denn: etwas erwacht.

Erwacht vielleicht ob der Schildbürgerei: Von denen die Lösung erwarten, welche die Katastrophe herbeigeführt haben und von dieser profitieren. Von den Konzernchefs, den Gates, Zuckerbergs, Schwabs, vom WEF et cetera. Und ihren Handlangern wie Merkel und Söder.

Im Grunde wäre das Maß voll. Mehr an Groteske geht nicht. Genügend jedenfalls, um zu erwachen.

Einer, den man auf zig Listen hat hier in Deutschland — er musste mit Frau und Kindern aus Deutschland flüchten, flüchten, Leute, versteht ihr das Wort?, weil an Leib und Leben bedroht, auch die Kinder, wo sind wir, in welchem Staat?, in welchem Land? — bringt es in seiner letzten Sendung auf den Punkt. Die Sendung endet im Dunkeln.

Und der ehemalige NZZ-Journalist Milosz Matuschek zeichnet mit Bezug auf Heinrich Heine die Lage, wie sie ist. Gerade diesen Text empfehle ich dringend.

Als Zyniker mag man sagen, sie hätten es nicht anders verdient, die Menschen. Indes, denke ich an die vielen dichten Augenblicke mit euch, so geht das nicht auf. Zynismus als Stilmittel ist zwingend, als Logik taugt er nicht, streicht sich selber durch.

Ihr seid nicht in Deutschland — aber euer Denken und Handeln und euer (Nicht-)Schweigen beeinflusst auch unser Leben hier. Öffnet oder schließt Räume. Und die, die mir geschrieben haben, sie würden Nietzsche lesen: Lest genau. Ein Misanthrop, ganz bestimmt. Vielleicht ein Menschenfeind. Aber eines lehrt er nicht: Gehorsam.

Habe heute vernommen, dass in der Schweiz im Juni über die Pandemie-Gesetze abgestimmt werden kann. X. sagt, es sei schon einmal viel besser, wenn Menschen das entscheiden können. Immerhin. Ja, so stimme ich ihr bei. Umso größer das Entsetzen indes, wenn die Mehrheit die Diktatur will.

Das, Kinder, ist der Brief, den ich geschrieben habe. Gehört habe ich darauf — nehme ich die aus, an die ich ihn nicht hätte schreiben müssen, weil ihnen alles klar ist — nichts. Soll ich das Briefeschreiben aufgeben, Kinder? Stattdessen tanzen bis ans Ende?


Dieser Beitrag erschien zuerst auf Rubikon am 08.05.2021 unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Auf Rubikon sind auch die Endnoten ausgeiesen. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.


Sie möchten diesen Beitrag jetzt mit Ihren Freunden oder Bekannten teilen?

„Das Lockdown Paradigma bricht zusammen“

Darin „Das Lockdown Paradigma bricht zusammen“ stellte der amerikanische Wirtschaftsredakteur Jeffrey A. Tucker in einem Beitrag am 19.04.2021 fest.

Lockdown Paradigma – Umfrageergebnisse zeigen Wandel

Unter dem Titel „Das Lockdown Paradigma bricht zusammen“ veröffentlichte der Redaktionsleiter des American Institute for Economic Research (AIER) und Chief Liberty Officer (CLO) von Liberty.me am 19.04. 2021 einen Beitrag über die Akzeptanz des Lockdowns in verschiedenen US-Bundesstaaten.

Darin stellt er einleitend fest:

„Es hat viel länger gedauert, als es hätte sein sollen, aber endlich scheint es zu passieren: das Lockdown-Paradigma bricht zusammen. Die Zeichen sind überall um uns herum zu sehen.“

Diese Entwicklung verdeutlicht er an Umfrageergebnissen zur Lockdown-Politik in New York, Florida und South Dakota.

Wie Tucker schreibt, hat der einstige Held des Lockdowns, New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo, hat seine Unterstützung von 71 % auf 38 % sinken sehen. Immer mehr wird sein Rücktritt gefordert. Inzwischen ergeben Umfragen, wonach Floridas Gouverneur und Lockdown Gegner Ron DeSantis an Einfluss gewinnt.

„Diese bemerkenswerte Wendung des Schicksals ist auf die dämmernde Erkenntnis zurückzuführen, dass die Lockdowns eine katastrophale Politik waren. DeSantis und die andere Anti-Lockdown-Gouverneurin Kristi Noem sind die ersten, die die Wahrheit unverblümt aussprechen. Ihre Ehrlichkeit hat sie beide Glaubwürdigkeit gewonnen.“

Die Amerikaner können mehr oder weniger direkt zwischen den Bundesstaaten vergleichen, welche Folgen der Lockdown für Krankheit oder Todesfälle hat.

Lockdown und Anzahl der Covid-19-Todesfälle bis 16.04.2021

Quelle: aier.org/article/the-lockdown-paradigm-is-collapsing/

Diese Möglichkeit fehlt in Deutschland. Denn hier haben Bundestag und Bundesrat durch ihre Gesetzgebung sowie die Kanzlerin mit ihrem Kabinett und den Ministerpräsidenten durch Verordnungen dafür gesorgt, dass kein Bundesland aus der Reihe tanzt.

Nicht genug damit: Leider geraten in der Bundesrepublik selbst Juristen ins Kreuzfeuer, wenn sie die Lockdown-Politik hinterfragen.

„Wissenschaft“ in der Kritik

Worin sieht Tucker die Quelle für diesen Stimmungswechsel unter der amerikanischen Bevölkerung?

„Das Problem ist, dass das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von Lockdowns angesichts des Virus völlig unkorreliert mit dem Verlauf der Krankheit zu sein scheint. Die AIER hat 33 Fallstudien aus der ganzen Welt zusammengetragen, die dies belegen.“

Doch die fehlende Korrelation scheint nicht nur Folgen für den Stimmungswandel der einfachen Bürger zu haben, sondern auch für die Reputation der Wissenschaftler.

„Warum sollte dies von Bedeutung sein? Weil die ‚Wissenschaftler‘, die Lockdowns empfohlen haben, sehr präzise und pointiert behauptet haben, dass sie den Weg gefunden haben, das Virus zu kontrollieren und die negativen Folgen zu minimieren. Wir wissen mit Sicherheit, dass die Abriegelungen erstaunliche Kollateralschäden verursacht haben. Was wir nicht sehen, ist irgendein Zusammenhang zwischen den Abriegelungen und den Krankheitsauswirkungen.

Das ist verheerend, denn die Wissenschaftler, die die Abriegelungen vorangetrieben haben, hatten spezifische und falsifizierbare Vorhersagen gemacht. Dies war wahrscheinlich ihr größter Fehler. Indem sie dies taten, stellten sie einen Test ihrer Theorie auf. Ihre Theorie ist gescheitert. Dies ist die Art von Moment, die einen Zusammenbruch eines wissenschaftlichen Paradigmas verursacht, wie von Thomas Kuhn in The Structure of Scientific Revolutions (1962) erklärt.“

 


Wie aufschlussreich fanden Sie diesen Artikel?

„Das Lockdown Paradigma bricht zusammen“: 1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars 5,00 von 5 Punkten, basieren auf 1) abgegebenen Stimmen.Loading...
Sie möchten diesen Beitrag jetzt mit Ihren Freunden oder Bekannten teilen?

Logik – Mathematik – PCR-Test

Die Logiklücke

Ein einfacher Denkfehler führte dazu, dass die PCR-Tests in der Öffentlichkeit noch immer als sehr zuverlässig gelten.

von Bertram Burian

PCR-TestZwischen Kausalität und Koinzidenz besteht ein gewaltiger Unterschied. So blühen an Ostern häufig Tulpen, die Tulpen sind aber nicht die Ursache für Ostern. Das Beispiel klingt abwegig, so ähnlich denken jedoch manche hartnäckigen Befürworter des Drosten-PCR-Tests. Sie schließen aus positiven Testergebnissen darauf, dass die Tests funktionieren. Wir beobachten seit einem Jahr, wie eine epidemische Lage quasi herbeigetestet wird. Die Freiheitseinschränkungen, die — wie mittlerweile selbst die Kanzlerin einräumt — absurde Blüten treiben, stehen und fallen mit der Zuverlässigkeit der Tests. Der Autor beweist schlüssig, dass diese nicht gegeben ist. Und er fordert das einzig Naheliegende: ein Verbot von Massentests.

In der Debatte über die Falsch-Positiv-Rate von PCR-Tests bringen die Befürworter der Maßnahmen und des Totalsieges über das Virus gerne folgendes Argument:

„Die PCR-Tests können keine großartige Fehlerquote aufweisen, denn zum Beispiel gab es im Sommer sehr wenige ‚positive Fälle‘, aber viele Tests. Also müssen die Tests fast ohne Fehlerquote gewesen sein, da es sonst im Sommer ja viel mehr ‚positive Fälle’ hätte geben müssen, nämlich die vielen falsch positiven Fälle.“

Tatsächlich gab es laut Our World in Data (1) in ganz Deutschland am 10. Juni 2020 nur 16 positive „Fälle“, aber rund 48.000 Tests. Wenn man hier annehmen würde, dass alle 16 Testergebnisse falsch sind, dann müssten die Tests mindestens eine Spezifität — Trefferquote bei Gesunden — von 99,9666 Prozent, also fast 100 Prozent haben.

Diese Schlussfolgerung erscheint logisch, ist aber falsch!

Wenn es regnet, ist die Straße nass! Stimmt’s? Wenn die Straße nass ist, hat es geregnet! Stimmt‘s? Nein, stimmt eindeutig nicht! Die Straße kann in einem Tunnel verlaufen, sie kann mit einem Schlauch abgespritzt worden sein, oder ein unbekümmerter Hund kann auf die Straße gepinkelt haben. Die nasse Straße ist kein Beweis dafür, dass es geregnet hat (2)!

Wenn der PCR-Test funktioniert, bekomme ich positive Ergebnisse! Stimmt‘s? Wenn der PCR-Test positive Ergebnisse hervorgebracht hat, hat er funktioniert! Stimmt‘s? Nein, stimmt eindeutig nicht!

Das Funktionieren von PCR-Tests und positive Ergebnisse stellen eine Korrelation dar, aber es existiert keine kausale Kette von positiven Ergebnissen zu funktionierenden PCR-Tests!

Und es gibt schon gar keine kausale Kette von nicht vorhandenen positiven Ergebnissen zum Funktionieren eines PCR-Tests! Das wäre wie: „Wenn der Hund nicht auf die Straße gepinkelt hat, dann muss die Straße trocken sein!“

Anders ist es bei mathematisch gesicherten Erkenntnissen!

Wenn der „Satz von Bayes“ klarmacht, dass bei einer Spezifität von 98 Prozent (3) und 50 realen „Infektionen“ pro 100.000 Personen 97,6 Prozent aller Testergebnisse falsch sind und es also anstatt der 50 real „Infizierten“ so aussieht, als ob es 2.049 „Infizierte“ geben würde (4), dann fährt über diese Aussage die Eisenbahn drüber (5)!

Das ist das Schöne an der Mathematik, an ihrer Aussage kann nicht gerüttelt werden, wenn die Ausgangsvoraussetzungen stimmen. Nur dann! Da mögen Leute, die glauben, dass sie „Quatschmathematik“ aufdecken (6), noch so viel daherreden.

Man kann über das Vorhandensein von 50 real „Infizierten“ diskutieren und man kann über das Vorhandensein einer Spezifität von 98 Prozent diskutieren, aber man kann nicht über den Satz von Bayes und sein unvermeidliches Ergebnis diskutieren!

Heißt das, dass die Mathematik weiß, was sich in der Realität abspielt? Mitnichten! Sie kann nur ausschließen, was mit 100-prozentiger Sicherheit nicht sein kann, nämlich, dass es bei einer Spezifität von 98 Prozent und 50 realen „Infektionen“ weniger als 1.999 falsch positive Testergebnisse auf 100.000 gibt! Zusammen mit den 50 real „Infizierten“ sind es dann 2.049.

Wer weiß dann, was sich in der Realität abspielt? Die Antwort ist eindeutig: Niemand!

Wir wissen aber Bruchstücke dieser Realität. Und diese Bruchstücke stehen zum größten Teil gegen die Aussage, die PCR-Tests würden ein sehr hoch zuverlässiges Ergebnis liefern. Zu diesen sehr eindeutigen Bruchstücken der Realität gehört, dass PCR-Tests gar keine Infektionen finden können (7), sondern nur winzige Nukleinsäure-Abschnitte (8), die beispielsweise auch von einem längst toten Nukleinsäure-Rest stammen können. Und des Weiteren, dass ihre Ergebnisse von Ct-Werten, Primern, sauberer Ausführung und so weiter und so fort abhängig sind. Wir wissen, dass die Hersteller der PCR-Tests auf den Beipackzetteln die Behauptung vermeiden, die Test könnten Infektionen nachweisen (9).

Wir wissen, dass die Ergebnisse eines Ringversuchs, bei dem Laborergebnisse überprüft werden, eine höchste Spezifität von 98,6 Prozent ergeben haben — siehe weiter unten —, und wir wissen, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor falsch positiven Testergebnissen warnt (10), und wir wissen schließlich auch, dass einer der Hauptinteressenten an der Testmania, Olfert Landt, der wöchentlich etwa 2 Millionen Tests verkauft (11), gesagt hat, dass 50 Prozent der Tests keine Infektiosität anzeigen (12). Wenn keine Infektiosität vorliegt, dann ist auch niemand von diesen 50 Prozent falsch positiv Getesteten relevant für irgendeine Inzidenzzahl (13)!

Wie kann es dann sein, dass im Sommer bei 48.000 Tests nur 16 positive Fälle ausgewiesen wurden? Die einzig gültige Antwort ist: Wir wissen es nicht! Wir können viele Bruchstücke wissen, aber wir können nicht das Ganze wissen. Wir wissen aber mit Sicherheit, dass die 48.000 Tests bei 16 positiven Fällen kein Beweis dafür sind, dass die Tests zuverlässig sind! Die Straße kann eben auch aus anderen Gründen nass sein als bloß deshalb, weil ein Hund seine Blase entleert hat, und eben auch aus anderen Gründen als den, dass es geregnet hat.

Und die „Hotspots“?

Wenn wir die Logik richtig anwenden — und nur das kann uns retten —, so hilft uns das auch, die mögliche Beantwortung anderer Fragen außerhalb eines Tunnelblicks anzugehen: Wir können zum Beispiel nicht sagen, weil wir bei einem kleineren Sample („Hotspot“) — wegen einer lokal höheren Prävalenz — eine größere Aussagegenauigkeit der Tests haben, dass das einen Einfluss auf eine höhere Genauigkeit in Bezug auf das ganze Land haben würde. Nein, für das ganze Land gelten nur die Zahlen des ganzen Landes und nicht jene von Orten, wo man eine höhere „Vortestwahrscheinlichkeit“ annimmt. Die Gesamt-Inzidenz-Zahl bezieht sich nun mal auf das ganze Land und diese Zahl kann man nicht dadurch verändern, dass man sagt, ja, aber an manchen Punkten war mehr los (14) und an anderen weniger — sorry!

Und die Toten?

Bei diesem enorm hohen Anteil von falsch Positiven bei geringer Prävalenz wirkt sich das natürlich auch auf die Zahlen der Patienten in den Intensivstationen und auf die Zahl der Toten aus. Wer im ganzen Land durch Mitzählen der falsch Positiven falsch zählt, der zählt natürlich erst recht da falsch, wo x-mal getestet wird, vor allem wenn bei verschiedenen Testergebnissen immer der positive ernst genommen wird. Und wenn man nicht will, dann kann man einen Kranken mit positivem Testergebnis, der deshalb in eine spezielle Abteilung kommt, nicht von anderen Kranken unterscheiden. Ist das Etikett erst einmal umgehängt, so läuft die Maschinerie — gesteuert von den angeblichen „Erkenntnissen“ eines Tests.

Nun kann man sagen, ja, aber die Zahl der Verstorbenen steigt doch an, das kann nicht gelogen sein. Es stimmt, die Zuordnung kann zwar wohl gelogen sein, die Anzahl der Todesfälle wird es im Regelfall wahrscheinlich nicht sein. Aber da sind wir wieder beim Hund, der auf die Straße pinkelt. Egal, welches Beispiels wir wählen, es bleibt dabei: Es gibt viele Gründe, warum die Straße nass sein kann!

Erschreckende Gründe! Denn es ist sicher, dass in Folge der Maßnahmen mit Gewissheit sehr viele Menschen zu Tode gekommen sind.

Viele übersehen das, oder wollen es vor ihrem Gewissen nicht denkmöglich machen, dass dort, wo die „Übersterblichkeit“ sehr hoch ist, dieser Umstand auch auf Maßnahmen der Regierungen oder sonstige Umstände zurückzuführen sein kann.

Die Wahrheit ist: Die Straße der Toten ist erschütternd nass, obwohl es nicht Pandemie regnet.

Wenn man die Betreuungskräfte der Pflegebedürftigen abzieht, weil man sie alle per Verordnung in ihre Heimatländer zurückschickt, wenn man die alten Menschen unter brutalem Zwang emotional vereinsamen lässt, wenn man die Angst in die Köpfe der Menschen so hineinhämmert, dass schon die Angst allein tödlich wird, wenn man die Betreuung von Kranken behindert, wenn man die Menschen mit dramatisch „ungenügend erforschten“ Impfstoffen (15) zwangsversorgt und so weiter und so fort, dann sind das klare Indizien-Bruchstücke, die auf eine Realität hinweisen, dass die Menschen auch aus diesen Gründen sterben (16). Das zu leugnen, hat möglicherweise wenig mit Logik und viel mit Interessen oder mit einem Teufelskreis des Wahnsinns zu tun.

Die Neurotik der Kriegsdenke

Kurzum, wir sehen, dass das Problem der — scheinbaren — Logik im Zusammenhang mit diesen Fragen ein fundamentales ist. Das beginnt schon bei dem fanatischen Wunsch, einen Krieg gegen ein Virus führen zu wollen, es „ausrotten“ zu wollen und Menschen, die auf anderes aufmerksam machen und weniger dogmatisch denken, als „Vaterlandsverräter“ einzustufen, während man das Virus selbst wohl noch nie sauber isoliert hat. Der neurotische Zwang des aristotelischen Denkens zum „Entweder-Oder“, zum „Gut oder Böse“ (17) und zur absoluten Eliminierung des Widerspruchs (18) kann, wie wir sehen, tödlich sein.

Hier noch ein Beispiel

Einer, der uns in autoritärer und aufdringlicher Art und Weise weismachen will, dass nasse Straßen immer nur auf eine Art und Weise zustande kommen können, ist in scheinbarer Erheischungsabsicht des Lobs eines imaginären Prof. Weisheit ein Mister „EUMythBusters“, ein wahrer und aufrechter Kämpfer für die Aufklärung (19)!

Er erzählt uns zum Beispiel, dass bei einer Prävalenzstudie in Österreich mit einem Sample von 1.200 Personen Ende Mai null Positive gefunden wurden und damit der Beweis erbracht sei, dass die PCR-Tests keine 2 Prozent Falsch-Positiv-Rate haben könnten. Dann rechnet er vor, dass die PCR-Tests in Wahrheit eine Falsch-Positiv-Rate von 0,04 Prozent hätten. Zugleich erzählt er uns, dass in Neuseeland „über viele Tage null Neuinfektionen im ganzen Land“ vorkamen. Blöd nur, dass es dann in Neuseeland bei 32.630 Tests (20), die vom 28. Mai 2020 bis zum 14. Juni 2020 durchgeführt wurden, bei einer Falsch-Positiv-Rate von 0,04 Prozent wenigstens 13 positive „Fälle“ hätte geben müssen. Ist also auch hier nichts mit der zwingenden Logik! Schade Mr. MythBusters!

Aber die gewünschte Aussage muss unbedingt durchgeboxt werden! Dabei kann man auch mal nach dem Prinzip vorgehen, was nicht ist, werden wir mit Hilfe der Mathematik schon hinbekommen. Mr. MythBusters bezieht sich auf den Ringversuch, bei dem in Wahrheit herauskommen würde, dass die gemessene Spezifität 99,96 Prozent wäre. Das ist allerdings in dem Anhang, den Mr. MythBusters ordnungsgemäß verlinkt, eindeutig nicht auffindbar. Im Gegenteil, auf Seite 21 des Dokuments von Instand-ev (21) heißt es unmissverständlich:

Bild

Aus diesem Text wird wohl eindeutig klar, dass das Gesamtergebnis der real überprüften Spezifität maximal 98,6 Prozent beträgt. Herr MythBusters behauptet aber im Gegensatz dazu, man müsse die falsch positiven Prozentsätze von zwei Genen, die vom PCR-Test gesucht werden, miteinander multiplizieren und dann würde man auf eine Spezifität von 99,96 Prozent kommen.

Wie absurd. Zuerst erzählt er mit stolzgeschwellter Brust, dass nicht nur „auf ein Corona-Gen, sondern auf zwei“ getestet wird. Durch die Multiplikation der Wahrscheinlichkeiten gibt er sich aber dann wiederum mit dem Auffinden von nur einem Gen zufrieden und macht genau das nicht, was er zuvor vorgegeben hat, dass man machen müsse, um zu größerer Genauigkeit zu kommen (22). Sehr überzeugend!

Hätten die Organisatoren des Ringversuchs gedacht, dass die logische Vorgehensweise des Herrn MythBusters eine gute Idee wäre, so hätten sie uns gewiss verkündet, dass die PCR-Tests eine Spezifität von 99,96 Prozent aufweisen. Genau das haben sie aber in Redlichkeit eben nicht getan, wie jeder im Schriftsatz nachlesen kann, und wie es eben auch die Realität dieses Ringversuches widerspiegelt (23). Nun, hätte Mr. „EUMythBusters“ gewusst, dass sogar Correctiv bestätigt (24), dass das Ergebnis des Ringversuchs maximal 98,6 Prozent und nicht 99,96 Prozent war, dann hätte er vielleicht etwas leisergetreten, außer er hätte die Absicht, die Menschen zu verwirren.

Ein Gedankenspiel für den Sommer

Ich gebe zu, es ist für die gefühlsmäßige Erfassung der Zusammenhänge schwer, sich damit abzufinden, dass wir aus den Test-Positiv-Raten rein gar nichts mit Gewissheit herauslesen können sollen. Wenn die Straße nass ist, dann muss es doch vom Regen kommen.

Hier deshalb noch ein kleines Gedankenbeispiel: Man stelle sich vor, die PCR-Tests hätten die Eigenschaft, dass sie bei steigenden Außentemperaturen immer weniger positive Fälle anzeigen. Was wäre die Folge? Es würde immer weniger positive Fälle geben und schon hätten wir eine „zwingend“ logische „Erklärung“, warum es im Sommer kaum positive Fälle gab. Ich sage nicht, dass es so ist! Aber jeder kann daraus sehen, dass in diesem Fall die geringe Zahl positiver Fälle alles andere wäre als ein Beweis für die hohe Qualität der Tests! Und solche Gedankenbeispiele kann man in großer Zahl konstruieren. Wie gesagt, was in der Realität wirklich passiert, wissen wir nicht. Praktiker, je nachdem wie kritisch sie denken, wissen jedoch sehr wohl eine Menge (25), aber man muss ihnen zuhören.

Dass wir bezüglich der Kernfragen mehr oder weniger im Dunkeln tappen — und daher nur Indizienprozesse führen können —, gilt aber eben nicht für die mathematischen Aussagen nach dem Satz von Bayes. Diese sind unumstößlich, können uns dafür aber leider nicht verraten, was sich in Wirklichkeit bei all den chemischen Vorgängen beim PCR-Prozess, bei den sonstigen Handlungen in den Labors und beim Transport, bei der Probenentnahme, bei der subjektiven Einschätzung der Ct-Werte und so weiter und so fort abspielt. Wie sollte die Mathematik das auch können, weder Herr Bayes noch wir alle sind bei diesen Dingen vor Ort mit dabei und die Labore sagen uns im Regelfall nicht einmal den Ct-Wert, bei dem die PCR ein positives Ergebnis geliefert hat.

Verbot von Massentestungen zur „Ermittlung“ einer „endemischen Lage“

Die Erkenntnisse aus der Anwendung des Satzes von Bayes reichen jedoch ganz klar aus, um erkennen zu können, dass Massentestungen an Gesunden immer so viel falsch positive Ergebnisse liefern werden, dass an ein Entkommen aus der Falle nicht zu denken ist! Erinnern wir uns: Bei einer Spezifität von 98 Prozent und echten 50 „Infizierten“ auf 100.000 Personen gibt es mit all den falsch Positiven scheinbar und für die Augen der Öffentlichkeit 2.049 angeblich Infizierte.

Deshalb müssen wir vehement für ein gesetzliches Verbot des massenhaften Einsatzes von PCR- oder ähnlichen Testungen zur Bestimmung einer angenommen — oder unter Logik-Missbrauch dramatisch herbeigestikulierten — „epidemischen Lage nationaler Tragweite“ kämpfen!


Quellen und Anmerkungen:

(1) Our World in Data: https://ourworldindata.org/coronavirus-data-explorer?zoomToSelection=true&time=earliest..latest&country=~DEU&region=World&casesMetric=true&interval=smoothed&perCapita=true&smoothing=7&pickerMetric=total_cases&pickerSort=desc
(2) Vergleiche zum Beispiel: Christian Damböck, Universität Wien: https://homepage.univie.ac.at/christian.damboeck/vo14/Vorlesung05.pdf
(3) … bei einer angenommenen Sensitivität von 100 Prozent
(4) Ich habe dies in folgender Tabelle zusammengefasst. Die Rechentabelle ist auf dieser Adresse abrufbar: Telegram: t.me/InzidenzFalschBeweis. Dazu gibt es auch ein Video, das hier abrufbar ist: Vimeo: https://vimeo.com/516305100

Bild

(5) Diese Rechnung lässt sich am offiziellen RKI-Online-Rechner überprüfen:

Bild

https://rki-wiko.shinyapps.io/test_qual/
(6) „Quatschmathe“: https://www.mimikama.at/aktuelles/quatschmathe-fehlerquote-von-2-bei-tests-laesst-inzidenz-rasant-steigen/
(7) 1. Äußerst wertvolle Aufklärungsarbeit hat hier der Corona-Ausschuss geleistet. Siehe dazu zum Beispiel: Prof. Kämmerer: Corona-Ausschuss Nr. 22 ab Minute 3:55:18 und Corona-Ausschuss Nr. 26 ab Minute 1:00:30
https://corona-ausschuss.de/sitzungen/
2. Corman-Drosten-Review: https://cormandrostenreview.com/report/
Zusammenfassung RT-DE: https://de.rt.com/meinung/109980-experten-finden-zehn-schwerwiegende-fehler-covid-19/?utm_source=browser&utm_medium=push_notifications&utm_campaign=push_notifications
3. Der Erfinder und Nobelpreisträger Kary Mullis sagte unmissverständlich: Der Test „sagt nicht aus, ob man krank ist, oder ob das, was ‚gefunden’ wurde, dir wirklich schaden [„hurt“] würde.“
https://www.youtube.com/watch?v=LvNbvD0YI54&feature=emb_logo Das Video unterliegt in der Zwischenzeit dem diktatorischen Meinungsmachtanspruch von Google und wurde gelöscht! Reupload: https://www.youtube.com/watch?v=LvNbvD0YI54
(8) Laborjournal online: „Das knapp 30.000 Nukleotide große Genom von SARS-CoV-2 beherbergt etwas mehr als ein Dutzend offene Leserahmen (ORF). Als Zielsequenzen eingesetzt werden davon jedoch nur etwa eine Handvoll, wobei die Referenzlabore der einzelnen Länder teilweise unterschiedliche Ziele favorisieren.“ https://www.laborjournal.de/rubric/methoden/methoden/v229.php
(9) FragDenStaat: https://fragdenstaat.de/anfrage/hersteller-recherche-zu-covid-pcr-tests-zeigt-auf-dass-diverse-hersteller-pcr-tests-nur-fur-forschungszwecke-und-explizit-nicht-fur-medizinische-zwecke-diagnostik-infektionsermittlung-vertreiben/
(10) Am 20. Januar 2020 heißt es in einem Schreiben der WHO an die Labore:
„Die WHO erinnert IVD-Anwender daran, dass die Krankheitsprävalenz den prädiktiven Wert der Testergebnisse verändert; mit abnehmender Krankheitsprävalenz steigt das Risiko eines falsch positiven Ergebnisses. Das bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit, dass eine Person mit einem positiven Ergebnis (SARS-CoV-2 nachgewiesen) tatsächlich mit SARS-CoV-2 infiziert ist, mit abnehmender Prävalenz sinkt, unabhängig von der behaupteten Spezifität.
Die meisten PCR-Assays sind als Hilfsmittel für die Diagnose indiziert, daher müssen Gesundheitsdienstleister jedes Ergebnis in Kombination mit dem Zeitpunkt der Probenahme, dem Probentyp, den Assay-Spezifika, den klinischen Beobachtungen, der Patientenanamnese, dem bestätigten Status etwaiger Kontakte und epidemiologischen Informationen berücksichtigen.“

Zitiert nach SienceFiles vom 21. Januar 2020: https://sciencefiles.org/2021/01/21/breaking-fast-alles-gelogen-who-raumt-ein-dass-pcr-tests-asymptomatisch-erkrankte-nicht-feststellen-konnen/
(11) Fuldaer Zeitung vom 1. Januar 2021: https://www.fuldaerzeitung.de/fulda/corona-pcr-test-hersteller-robert-koch-institut-rki-mut-tib-molbiol-olfert-landt-berlin-90132220.html
(12) Nordkurier: https://www.nordkurier.de/politik-und-wirtschaft/die-haelfte-aller-corona-positiven-ist-nicht-ansteckend-2241827212.html
(13) Infektionsschutzgesetz:
„§ 1 (1): Zweck des Gesetzes ist es, übertragbaren Krankheiten beim Menschen vorzubeugen, Infektionen frühzeitig zu erkennen und ihre Weiterverbreitung zu verhindern.“
Es geht also klipp und klar um die Vorbeugung gegen die Weiterverbreitung von „übertragbaren“ (!) Krankheiten. Nach „neuen Fällen“ zu suchen, macht also selbst nach dem IfSG nur einen Sinn, wenn sie erstens wirklich nachweislich „infiziert“ sind und zweitens nachweislich „ansteckend“ sind.
(14) Prof. Kämmerer weist in einem Beitrag beim Corona-Ausschuss darauf hin, dass Kontaminationen in Labors bei solchen „Hotspots“ eventuell eine große Rolle spielen können. Solche Verunreinigungen im Labor können so gut wie alle Testergebnisse als positiv erscheinen lassen. Corona-Ausschuss Nr. 26 ab Minute 1:07:15 https://corona-ausschuss.de/sitzungen/
(15) Israelische Forscher: 40-mal höhere Mortalität durch Impfung: https://dev.corona-transition.org/geimpfte-in-israel-haben-eine-40-mal-hohere-mortalitat-als-ungeimpfte
(16) Rubikon, Bertram Burian: „Tödliche Lockdowns“: https://www.rubikon.news/artikel/todliche-lockdowns
Sebastian Rushworth: „Lockdowns have killed millions”: https://sebastianrushworth.com/2021/03/01/lockdowns-have-killed-millions/
TKP: Peter F. Mayer: „Der Lockdown ist wesentlich tödlicher als die Pandemie“: https://tkp.at/2021/03/05/der-lockdown-ist-wesentlich-toedlicher-als-die-pandemie/
Christian Kreiß, KenFm: „Wir lassen Millionen von Menschen verhungern, weil sie sich sonst mit Covid-19 infizieren könnten.“ https://kenfm.de/wirtschaftliche-auswirkungen-der-corona-lockdowns-von-christian-kreiss/
(17) Nicht erst seit Corona gibt es das ausschließende Denken zwischen „Gut“ und „Böse“: US-Präsident George Bush sagte im Jahr 2001 nach 9/11:
„Dies wird ein monumentaler Kampf zwischen Gut und Böse. Die USA werden alle Ressourcen einsetzen, um den Feind weltweit zu besiegen.“
https://www.handelsblatt.com/archiv/zitate-zum-terror/2098756.html?ticket=ST-11100248-35bqhngG6095Qs64EoNB-ap5
(18) Vergleiche Professor und Ordinarius der theoretischen Physik, Herbert Pietschmann: „Das Ende des naturwissenschaftlichen Zeitalters“, insbesondere ab Seite 50. Paul Zsolnay Verlag 1980. Zitat:
„Gerhard Schwarz hat immer wieder deutlich darauf hingewiesen, wie sehr sich die logischen Axiome auch in der Struktur unserer Gesellschaftsordnung wiederfinden; und dies ist auch nicht verwunderliche, haben wir doch die Logik zum Kriteriums für ‚richtiges’ Denken schlechthin gemacht.“ Seite 55
Vergleiche auch: Fritjof Capra, „Wendezeit“´, wo er über den „Einfluss des kartesianisch-newtonschen Denkens“ schreibt. Scherz Verlag 1982. Zitat:
„Wir werden sehen, dass die Auswirkungen der Spaltung von Geist und Körper in unserer ganzen Kultur spürbar werden.“ „Die gegenwärtige Krise bedeutet eine ernsthafte Bedrohung aller drei Ebenen: Der Gesundheit des Einzelnen, der Gesellschaft und der Ökosysteme, von denen wir ein Teil sind.“ (Seiten 37 und 36)
(19) EUMythBuster: https://www.youtube.com/watch?v=LNCRV03-79c
(20) Our World in Data, Neuseeland: 28. Mai 2020 = 273.033 insgesamt durchgeführte Tests; 14. Juni 2020 = 305.663 insgesamt durchgeführte Tests. Differenz = 32.630 durchgeführte Tests.
(21) INSTAND-ev: https://www.instand-ev.de/System/rv-files/340%20DE%20SARS-CoV-2%20Genom%20April%202020%2020200502j.pdf
(22) Übrigens gibt es den Beweis, dass die WHO zugestimmt hat, nur einen Genabschnitt zu testen, ausgerechnet bei Correctiv zu finden. Wörtlich heißt es in dem Artikel:
„Es stimmt, dass die WHO sagte, in Ausnahmefällen sei es ausreichend, nur auf ein Zielgen des Coronavirus zu testen.“ Und weiter: „… in einem Empfehlungsschreiben der WHO vom 19. März“ heißt es, es sei „jedoch ausreichend, mit dem PCR-Test nur einen Teil des Genoms zu testen.“
Wie auch immer dabei „einen“ im letzten Halbsatz definiert sei …
https://correctiv.org/faktencheck/2020/07/02/nein-die-who-empfahl-keine-voellig-unspezifischen-corona-tests/
(23) Wobei in dem Ringversuch auch noch viel geringere Werte vorkommen, zum Beispiel, wenn andere Coronaviren mit im Spiel waren. Das Deutsche Netzwerk Evidenzbasierte Medizin zitiert aus dieser Ringversuch-Studie mit den Worten:
„Die Spezifität sinkt auf 92,4 % (95 % Kl 90,5-93,9), wenn die Negativprobe mit HCOV 229 E infiziert ist, einem der humanen Coronaviren, die eine gewöhnliche Erkältung auslösen können.“
Netzwerk Evidenzbasierte Medizin: „Wo ist die Evidenz?“: https://www.ebm-netzwerk.de/de/veroeffentlichungen/covid-19
Auch ist bemerkenswert, dass das Ergebnis des Ringversuchs im Nachhinein „verbessert“ wurde, indem man eine Korrektur wegen vertauschter Proben vornahm. Das wurde zwar wohl völlig transparent und korrekt angegeben, aber sind nicht vertauschte Proben gerade der Beweis dafür, dass es solche Vorgänge in der Praxis eben auch gibt und dass solche Geschehnisse deshalb als ein Teil der Realität betrachtet werden müssen?
(24) Wörtlich heißt es in einem Correctiv-Artikel:
„Die Erfolgsquote im Ringversuch über alle Zielgene hinweg war bei dieser Probe insgesamt 98,6 Prozent.“
https://correctiv.org/faktencheck/hintergrund/2020/09/09/pcr-test-auf-sars-cov-2-warum-in-der-praxis-falsch-positive-ergebnisse-selten-sind/
In demselben Artikel von Correctiv wird dann sogar noch einmal zugegeben, dass Labore es auch als zielführend erachten, nur auf einen RNA-Abschnitt zu testen — genau das also, was in dem anderen Correctiv-Artikel angeblich widerlegt wird!
Es ist natürlich sehr erfreulich, wenn ich Correctiv hier zwei Mal als Beleg für jene Aussage zitieren kann, die die FaktencheckerInnen angeblich widerlegen wollen! Ich hoffe nur, dass die Autorinnen jetzt nicht ihren Job verlieren, weil sie trotz beauftragten Artikel-Ziels in einem Kernstück bei der Wahrheit geblieben sind, auch wenn der vordergründige Propagandaauftrag unübersehbar erledigt werden musste.
(25) Der ärztliche Chef einer Kanadischen PCR-Test-Firma. Dr. Roger Hodkinson:
„Ich möchte betonen, dass es meine Aufgabe ist, auf Covid zu testen. Ich möchte betonen, dass positive Testergebnisse, unterstrichen in Leuchtfarbe, keine klinische Infektion bedeuten. Es treibt lediglich die öffentliche Hysterie an, und alle Tests sollten aufhören. Es sei denn, Sie haben ein Atemwegsproblem im Krankenhaus.“
https://www.wodarg.com/pcr-test/ und https://www.bitchute.com/video/chsp1QCwWr0v/


Dieser Beitrag erschien zuerst auf Rubikon am 25.03.2021 unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Auf Rubikon sind auch die Endnoten ausgeiesen. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.

Sie möchten diesen Beitrag jetzt mit Ihren Freunden oder Bekannten teilen?

Corona unmasked – von Karina Reiss und Sucharit Bhakdi

„Corona unmasked“ lautet der Titel des neuen Buchs von Dr. Karina Reiss und Dr.  Sucharit Bhakdi. Eine Diskussion.

Corona unmusked – Wirkungen der Impfung

Beide setzen sich unter anderem mit der Frage auseinander, wie der neue mRNA-Impfstoff auf die Zellen im Körper reagieren könnte. Ihre professionelle Einschätzung: Es ist zu befürchten, dass diese neuartige Impfung die Blutgerinnung im menschlichen Körper in Kraft setzen könnte.

In einer Video-Diskussion von „Respekt Plus“ diskutieren die Professoren Andreas Sönnichsen und Martin Haditsch über den größten Menschenversuch aller Zeiten und die verheerenden Folgen, die die Impfung haben könnte.

Corona unmasked: Sucharit Bhakdis neues Buch – präsentiert im Gespräch mit Andreas Sönnichsen und Martin Haditsch

Auszüge aus dem neuen Buch „Corona unmasked“ können bereits jetzt kostenlos beim Goldegg Verlag heruntergeladen werden. Auch das Kapitel über die Impfung und deren Folgen ist dort kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Siehe auch:

„Behörden in Irland, Dänemark, Norwegen, Island und den Niederlanden haben die Verwendung des Impfstoffs wegen Gerinnungsproblemen ausgesetzt, während Österreich letzte Woche die Verwendung einer Charge von AstraZeneca-Impfstoffen gestoppt hat, während ein Todesfall aufgrund von Gerinnungsstörungen untersucht wurde.“ (reuters.com, 14.03.2021)

Paul-Ehrlich-Institut zur Aussetzung der Impfung mit AstraZeneca (15.03.2021)

„Forscher der Uni Greifswald sollen die Ursache für Hirnthrombosen gefunden haben, die durch Astrazeneca-Impfungen verursacht worden waren. Damit wäre zum ersten Mal ein kausaler Zusammenhang zwischen dem Impfstoff und den Zwischenfällen nachgewiesen.“ (focus.de, 19.03.2021)

 

Corona-Impfung

Sie möchten diesen Beitrag jetzt mit Ihren Freunden oder Bekannten teilen?

Verfassungswidrig – Verfassungsbeschwerde eines Richters

Verfassungswidrig – deshalb Verfassungsbeschwerde eine Berliner Richters. WELT interviewte den Richter zu seiner Beschwerde.

Verfassungswidrig – völlig klar

verfassungswidrigDer Berliner Strafrichter Pieter Schleiter reichte eine Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe ein. Auf samt Anhang knapp 400 Seiten begründet er seine Position. In einem Interview auf welt.de (leider hinter der Bezahlschranke) erläuterter er seine Position und sein Anliegen:

„Durch die Pandemiebekämpfung sind über 80 Prozent aller Grundrechte betroffen. Die müssen alle abgewogen werden, und diese Abwägung sehe ich nicht.“

(Siehe auch das Interview mit Pieter Schleiter auf hauptstadt.tv, 16.02.2021)

Wie bereits andere Kollegen, beispielsweise der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts Hans-Jürgen Papier (unter anderem: faz.de,02.04.2020; welt.de, 01.05.2020; deutsche-wirtschafts-nachrichten.de, 12.03.2021 ) stellt er fest, das die Parlamente (Legislative) als einzige verfassungsmäßige gesetzgebende Gewalt weitgehend ausgeschaltet sind. Das Machtmonopol liege verfassungswidrig bei der Exekutive:

„Wenn man den grundgesetzlichen Maßstab des Parlamentsvorbehalts anwendet, dann ist völlig klar, dass das, was wir gegenwärtig erleben, verfassungswidrig ist. […] Die Eingriffe sind so flächendeckend und tiefgreifend, dass das nicht einfach der Verordnungsgeber regeln darf, also die Exekutive.“

„Was gerade in Deutschland stattfindet, hat eine Dimension, die man sich eigentlich nur in einer Notstandsverfassung vorstellen kann. […] Die Rechtswirklichkeit ähnelt der einer Notstandsverfassung, aber unter Unterlaufen des gesetzlichen Gefüges.“

Verfassungswidrige Ausschaltung des Föderalismus

Doch es geht ihm nicht nur um die Bundesebene. Mit solcherart Ermächtigungsgesetzen sei auch der Föderalismus ausgeschaltet. Auf die geschichtlichen Erfahrungen eingehend sagt er:

„Wir haben eben keinen zentralistischen Staat – aus gutem Grund, wie das Dritte Reich zeigt. Jetzt erlassen zwar formal die Länder ihre Verordnungen – aber nach einem Abstimmungsprozess in einem Gremium, das im Grundgesetz nicht vorgesehen ist. […] Es geht nicht, dass die Bundeskanzlerin da einen Entwurf vorlegt und den auch durchzuboxen versucht, und dann heißt es in den Nachrichten: Die Kanzlerin hat sich durchgesetzt. Sie darf gar nicht derart Einfluss nehmen.“

Schleiter sieht die Verfassungswidrigkeit nicht nur aufgrund der Rechtsbeugung, sondern auch vor dem Hintergrund wissenschaftlicher Fakten zum „Corona-Virus“. Diese würden in der Bund-Länder-Konferenz wohl ganz offensichtlich nicht beachtet:

„Mittlerweile hat man festgestellt: Die Übertragungsrate ist gerade in den Bereichen, die eingeschränkt werden, verschwindend gering – etwa bei den Restaurants und Theatern. Die meisten Übertragungen finden im Altersheim, zu Hause und auf der Arbeit statt. Dann muss man aber begründen, warum Menschen ihr Geschäft schließen müssen, obwohl sie die Abstände einhalten, nur die Hälfte der Leute reinlassen und Masken tragen. Nur was man nachvollziehbar begründen kann, ist verhältnismäßig.“

Aus dieser Sicht seien die Maßnahmen ungenügend begründet.

Nicht der, der die Grundrechte einfordert, habe das zu begründen, sondern derjenige, der sie einschränkt:

„Die Beweislast für die Gefährlichkeit trifft denjenigen, der die Grundrechte einschränken möchte. Eine Verdachtseinschränkung als absolute Ausnahme ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr legitim.“

Geschichtlich einmalig: ärztliche Diagnose ausgehebelt

Eine absolut neuartige Erscheinung in der Geschichte sei die fehlende Konsultation eines Arztes zur Diagnose. Die sogenannten „Infiziertenzahlen“ werden seit einem Jahr täglich ohne ärztliche Diagnose und entgegen der WHO-Empfehlung, allein aufgrund eines PCR-Tests vermeldet:

„Jemanden auf der Grundlage eines PCR-Tests, vielleicht auch nur aufgrund eines Kontakts für zwei Wochen einzusperren, ohne dass ein Richter darüber entscheidet – das geht für meine Begriffe nicht.“

Schleiter wünscht sich von den Richtern am Bundesverfassungsgericht, dass sie feststellen:

„Ja, die Sachverhaltsaufklärung weist durchgreifende Mängel auf, der Parlamentsvorbehalt wurde missachtet, die Bund-Länder-Konferenz ist in dieser Form verfassungswidrig, und der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz wurde verletzt – wir müssen nachbessern. Wir auferlegen den Beteiligten – das wären dann Bund und Länder – bis zum Soundsovielten, die Rechtslage entsprechend unserer Entscheidung anzupassen.“

Netzwerk Kritische Richter und Staatsanwälte

Doch Schleiter belässt es nicht bei seiner Verfassungsbeschwerde. Mit anderen Kollegen hat er das Netzwerk Kritische Richter und Staatsanwälte gegründet. Auf der Webseite des Netzwerkes ist Beschwerde nachzulesen.

Die Netzwerkteilnehmer teilen ihre berufsethische Überzeugung:

„Wir Richter und Staatsanwälte dienen nicht der Regierung, sondern dem Recht.“

Zu ähnlichen Netzwerken haben sich auch schon andere Anwälte untereinander oder mit weiteren Verteidigern des Grundgesetzes zusammengeschlossen, wie beispielsweise die Anwälte für Aufklärung und der Corona-Ausschuss.

Sie möchten diesen Beitrag jetzt mit Ihren Freunden oder Bekannten teilen?

BMI-Strategiepapier für Schockstrategie

Im März 2020 entstand im Bundesinnenministerium ein „Geheimpapier“, für eine „Schockstrategie“ zur Durchsetzung der Corona-Pandemie.

„Geheimpapier“ für „Schockstrategie“

Geheime SchockstrategieSo wurde das Papier natürlich nicht benannt, das im März 2020 im Bundesinnenministerium (BMI) entstand. Damals stand über dem Papier noch „VS-NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH“. Dieser Vermerk fehlt in der Fassung, die mit Datum vom 28.04.2020 derzeit auf der Homepage des BMI heruntergeladen werden kann: „Wie wir COVID-19 unter Kontrolle bekommen“

Im ersten Satz des Papiers heißt es alarmierend:

„Das pandemische COVID-19-Virus ist für die Politik, Gesellschaft und Wirtschaft in Deutschland und Europa die größte Herausforderung seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.“

„Schockstrategie“

Unmissverständlich heißt es im Abschnitt „4 a. Worst Case verdeutlichen!„:

„Um die gewünschte Schockwirkung zu erzielen, müssen die konkreten Auswirkungen einer Durchseuchung auf die menschliche Gesellschaft verdeutlicht werden:

1) Viele Schwerkranke werden von ihren Angehörigen ins Krankenhaus gebracht, aber abgewiesen, und sterben qualvoll um Luft ringend zu Hause. Das Ersticken oder nicht genug Luft kriegen ist für jeden Menschen eine Urangst. Die Situation, in der man nichts tun kann, um in Lebensgefahr schwebenden Angehörigen zu helfen, ebenfalls. Die Bilder aus Italien sind verstörend.
2) „Kinder werden kaum unter der Epidemie leiden“: Falsch. Kinder werden sich leicht anstecken, selbst bei Ausgangsbeschränkungen, z.B. bei den Nachbarskindern. Wenn sie dann ihre Eltern anstecken, und einer davon qualvoll zu Hause stirbt und sie das Gefühl haben, Schuld daran zu sein, weil sie z.B. vergessen haben, sich nach dem Spielen die Hände zu waschen, ist es das Schrecklichste, was ein Kind je erleben kann.
3) Folgeschäden: Auch wenn wir bisher nur Berichte über einzelne Fälle haben, zeichnen sie
doch ein alarmierendes Bild. Selbst anscheinend Geheilte nach einem milden Verlauf können
anscheinend jederzeit Rückfälle erleben, die dann ganz plötzlich tödlich enden, durch Herzinfarkt oder Lungenversagen, weil das Virus unbemerkt den Weg in die Lunge oder das Herz gefunden hat. Dies mögen Einzelfälle sein, werden aber ständig wie ein Damoklesschwert
über denjenigen schweben, die einmal infiziert waren. Eine viel häufigere Folge ist monate-
und wahrscheinlich jahrelang anhaltende Müdigkeit und reduzierte Lungenkapazität, wie
dies schon oft von SARS-Überlebenden berichtet wurde und auch jetzt bei COVID-19 der Fall
ist, obwohl die Dauer natürlich noch nicht abgeschätzt werden kann.

Ausserdem sollte auch historisch argumentiert werden, nach der mathematischen Formel:
2019 = 1919 + 1929″.

200 Seiten interner Schriftverkehr

In der WELT AM SONNTAG vom 07.02.2021 wurde über 200 Seiten Schriftverkehr berichtet, der mit der Entwicklung des Papiers verbunden ist.

„Im E-Mail-Wechsel bittet etwa der Staatssekretär im Innenministerium, Markus Kerber, die angeschriebenen Forscher, ein Modell zu erarbeiten, auf dessen Basis ‚Maßnahmen präventiver und repressiver Natur‘ geplant werden könnten.“

Die Autoren des WELT-Artikels zogen aus dem Schriftverkehr den Schluss: das BMI hat zu Beginn der Corona-Pandemie Wissenschaftler mehrerer Forschungsinstitute und Hochschulen für politische Zwecke eingespannt. Forscher des Robert-Koch-Instituts und anderer Einrichtungen erstellten ein Rechenmodell,  auf dessen Basis die Behörde von Innenminister Horst Seehofer (CSU) harte Corona-Maßnahmen rechtfertigen wollte.

Prof. Niko Härting veröffentlichte am 09.02.2021 eine Pressemitteilung, in der er darüber berichtet, wie es gelang die Akteneinsicht über die Entstehung des Papiers zu erwirken:

„Namhafte Juristinnen und Juristen und Baurechtsexperten haben die Offenlegung der Korrespondenz rund um das ‚Geheimpapier‘ erwirkt, das im März 2020 im Bundesinnenministerium entstand und über das die ‚Welt am Sonntag‘ jetzt berichtet hat. Schon im April 2020 hatten sie HÄRTING Rechtsanwälte mit der Geltendmachung von Ansprüchen nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG) beauftragt. Erst nachdem HÄRTING das Verwaltungsgericht Berlin eingeschaltet hatte, gab das Robert-Koch-Institut (RKI) die – in weiten Passagen geschwärzten – Informationen heraus.“

In der Pressemitteilung kommen auch mehrere Rechtsexperten mit Kommentaren zu dem Papier zu Wort. Am Ende der Pressemitteilung heißt es:

„Etwa die Hälfte der Seiten der vom RKI herausgegebenen Unterlagen ist vollständig geschwärzt. Das RKI beruft sich auf Urheberrechte, Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse und verweigert beispielsweise die Herausgabe von ‚Unterlagen zur Eindämmung durch Aufklärungs- und Mobilisierungskampagnen‘. Die Antragsteller werden sich mit diesen Schwärzungen nicht zufriedengeben.“

Welche Forscher wurden vom BMI angeschrieben?

Markus Langemann hat mit Unterstützung der Rechtsanwältin Dr. Marion Rosenke inzwischen auch eine Antwort des BMI erwirkt, wer denn die Forscher waren, die dem Ministerium bei der Erarbeitung des Strategiepapiers zuarbeiteten. In der Antwort des BMI auf die Forderung gemäß Informationsfreiheitsgesetz (IFG), alle Autoren zu benennen, erhielt die Anwältin acht Namen mitgeteilt. Das Dokument ist auf clubderklarenworte.de einsehbar.

Während sich Wissenschaftler für politische Zwecke auch gerade im Zusammenhang mit Corona einspannen lassen, gibt es zunehmend andere, die für Wissenschaftsfreiheit eintreten, um eine Deformation der Gesellschaft zu verhindern. Denn die Folgen der „Corona-Schockstrategie“, nicht des Covid-19-Virus, vor allem in den Industrieländern sind – mit den Worten von Prof. Christian Kreiß – ein weltweiter „Genozid unter dem Deckmantel der Krankheitsbekämpfung„. Und das BMI wirkte und wirkt daran aktiv mit.

Sie möchten diesen Beitrag jetzt mit Ihren Freunden oder Bekannten teilen?