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Hochschulen nur für Geimpfte und Genesene?

Akademische Segregation

Hochschulen betonen Toleranz und Chancengleichheit, während sie gleichzeitig überlegen, wer in Zukunft noch das Gebäude betreten darf.

von Ronny Ebel

Hochschule - nur für Geimpfte

Quelle: Liz Masoner/pixabay.com

Inmitten der Debatte um die Zulässigkeit einer Impfpflicht schaffen einige deutsche Universitäten bereits Fakten: Prominente Vertreter mehrerer Hochschulen, insbesondere aber die Hochschulrektorenkonferenz (HRK), positionieren sich offen für eine Einführung der 3G-Regel im Wintersemester 2021/2022. Eben jene Institutionen, die sich in ihren Leitbildern auf hehre Werte wie Bildungsgerechtigkeit, Chancengleichheit und Pluralität berufen, führen damit eine elementare Zugangsbeschränkung ein. Zu bedenken ist dabei nicht nur, dass die Langzeitstudien zu den Corona-Impfstoffen noch nicht abgeschlossen sind, sondern vor allem, dass sich die meisten Studenten das dritte „G“ — das Getestetsein — dauerhaft nicht werden leisten können. Wer weiterhin studieren möchte, muss in einigen Hochschulen bald einen Impfnachweis vorlegen — oder gehen. De facto hält die 2G-Regel Einzug und mit ihr eine ablehnende Haltung gegenüber der eigenen Philosophie.

Laut dem Statistischen Bundesamt gab es während des Wintersemesters 2021/2022 in Deutschland insgesamt 422 Hochschulen (1). 268 Hochschulen sind momentan Mitglied in der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) (2). Deren Präsident, Peter-André Alt, der die „HRK in allen Angelegenheiten“ vertritt (3), schrieb Ende Juli im Tagesspiegel:

„Studierende, die nicht geimpft sind und keinen tagesaktuellen Test nachweisen, können keinen prinzipiellen Anspruch darauf geltend machen, dass sie die betreffende Veranstaltung virtuell besuchen dürfen“ (4).

Hier wird bereits deutlich, dass die HRK den ungeimpften und ungetesteten Studenten keine Online-Lehre als Ersatzangebot geben möchte. Die Wortwahl lässt außerdem vermuten, dass das, was der Präsident der HRK hier schreibt, bereits klar festgelegt ist, doch das war es zu diesem Zeitpunkt nicht. Zum Beispiel haben die Berliner Unis vereinbart, dass sie mögliche Änderungen am Eckpunktepapier noch einmal im September besprechen werden (5). Dazu wurde vom 20. August bis zum 3. September 2021 der Impfstatus der Studenten der Berliner Hochschulen online abgefragt, die Teilnahme war freiwillig. Ende Juli war die Situation also längst nicht so klar, wie es die hier zitierten Zeilen des Präsidenten suggerieren.

Alt schrieb im besagten Artikel weiter, „dass Studierende, die die Zugangsvoraussetzungen nicht erfüllen, keinen Rechtsanspruch auf Teilnahme an der Veranstaltung oder auf ein Ersatzangebot haben“ (6). Alt äußert hier – im Namen wie vieler Mitgliedshochschulen? – ganz klar das Vorhaben, Studenten auch auszuschließen.

Dass er trotz seiner Position jedoch nicht für alle Hochschulen zu sprechen scheint, wird durch die Aussagen des Prorektors der Uni Leipzig, die ebenfalls Mitglied der HRK ist (7), deutlich. Denn am 2. August 2021 wurde auf der Website der Uni Leipzig ein Interview mit dem Prorektor Professor Hofsäss veröffentlicht. Seine Forderungen unterscheiden sich in einigen Punkten klar von Alts Aussagen.

Und im Gegensatz zum Präsidenten der HRK kann der Prorektor seine Aussagen auch begründen:

„Von einer Unterscheidung von Studierenden, die geimpft, getestet oder genesen sind, und jenen, die es nicht sind, wollen wir absehen. Auch Personen mit dem 3G-Status können Infektionen weitertragen. Es erweist sich zudem als nicht durchführbar, vor jeder Lehrveranstaltung entsprechende Kontrollen zu organisieren. Auch Persönlichkeitsrechte werden dadurch tangiert“ (8).

Der Prorektor erkennt also an, dass Infektionen trotz der 3G-Maßnahmen weitergegeben werden können, und stellt auch die Persönlichkeitsrechte der Studenten in den Vordergrund. Mit dieser Argumentation sticht die Uni Leipzig ganz klar hervor. Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz dagegen lässt die Persönlichkeitsrechte ihrer Studenten in der Pressemitteilung vom 1. September 2021 unerwähnt. Dort wird sogar „(e)in zentral organisierter Sicherheitsdienst“ (9) die Beachtung der 3G-Regel stichprobenartig kontrollieren (10).

Die Unis und ihre Leitbilder

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) sieht sich selbst als „offene Universität“ (11). Eine Uni, die laut Homepage alle (!) Mitglieder einbezieht:

„Die JGU betrachtet die Individualität und Vielfalt ihrer Mitglieder als Bereicherung und Chance und setzt sich deshalb mit ihrer Diversitätsstrategie für eine umfassende Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit ein. Unter anderem verfolgt sie das Ziel, all ihren Mitgliedern unabhängig von Alter, Geschlecht, sozialer und ethnischer Herkunft, sexueller Identität, körperlichen Fähigkeiten sowie individueller Lebensweise die vollständige und gleichberechtigte Teilhabe an universitären Prozessen zu ermöglichen“ (12).

Doch wie passt das zu einem Studium, welches mit der besagten 3G-Regel all die Studenten ausschließt, die nicht geimpft, getestet oder genesen sind? Zu einer Uni, deren Präsident das Leitwort „Ut omnes unum sint – Dass alle eins seien“ (13) betont? Die JGU negiert hier Teile des eigenen Leitbildes. Alle Unis, die von Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit schreiben, negieren ihr eigenes Leitbild, sofern sie die 3G-Regel anwenden.

Denn man muss festhalten: Dieselben Studenten, die noch im Februar 2020 die eigene Uni betreten konnten, dürfen das, je nach Uni, ab Oktober 2021 nicht mehr tun, wenn sie keine „Zugangsvoraussetzungen“ erfüllen. Sind die ungetesteten oder ungeimpften Studenten weniger wert als andere? In einem Beitrag im Multipolar-Magazin fragt die Kommentatorin Camilla Hildebrandt: „Was ist mit unseren Werten passiert? Sind sie plötzlich nicht mehr gültig?“ (14) Sie macht an mehreren Stellen deutlich, dass Bildung nur im Zusammenhang mit den Menschenrechten gedacht werden kann (15).

Die Berlin University Alliance und die Magna Charta Universitatum 2020

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, wenn einige Hochschulen gerade in der Zeit, in der sie über die Rahmenbedingungen und die 3G-Regel für das kommende Semester diskutieren, sich auf Werte berufen, die der Ausführung dieser Regel eigentlich im Wege stehen:

„Die 1988 ins Leben gerufene ‚Magna Charta Universitatum‘ ist ein Bekenntnis zu universitärer Autonomie, Einheit von Forschung und Lehre, Wissenschafts- und Lehrfreiheit und offenem Wissensaustausch. Um den veränderten globalen und gesellschaftlichen Entwicklungen Rechnung zu tragen, wurde die Charta nun neu aufgelegt“ (16).

Außerdem heißt es: „Hochschulen sind Orte der Toleranz, der Inklusion und des Respekts“ (17). Die Berliner Hochschulen, die diese Charta unterzeichnet haben — „die Freie Universität Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin und die Technische Universität Berlin“ (18) — sind aber auch genau die Hochschulen, deren PC-Pool ein Student nicht ohne ein negatives Testergebnis betreten darf. Denn genau das verlangt die Dritte SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (19), inklusive aller Änderungen, bereits seit dem 15. Juni 2021 (20).

Die Charta wurde „(i)m Rahmen einer öffentlichen Online-Veranstaltung am 16. und 17. Juni 2021 unterzeichne(t)“ (21). Die drei Berliner Unis wussten also, dass die Werte, für die sie gerne stehen wollen, seien es nun die der Charta oder die der eigenen Leitbilder, nicht zu den hauseigenen Corona-Maßnahmen für den kommenden Winter passen. Zukünftige oder auch bereits immatrikulierte Studenten aufgrund eines fehlenden Tests oder einer fehlenden Impfung auszuschließen, lässt sich besser mit dem Begriff Exklusion als mit Inklusion beschreiben.
Dabei schreibt die Technische Universität Berlin (TU-Berlin) in ihrem Leitbild deutlich:

„Wir gewährleisten Chancengleichheit ebenso wie Diskriminierungsfreiheit auf allen Ebenen der universitären Organisation. Wir berücksichtigen die Pluralität der Weltbilder und Lebensformen explizit auch in Lehre und Forschung“ (22).

Dazu verweist sie selbst auch auf ihr aus der Vergangenheit gewachsenes Pflichtbewusstsein:

„Wir bekennen uns zu unserer — auch historisch begründeten — Verantwortung für gesellschaftlich und ethisch orientierte sowie dem Humanismus verpflichtete Forschung und Lehre“ (23).

Die Humboldt-Universität zu Berlin (HU Berlin) betont nach ihrer langen und aufwühlenden Geschichte „das Selbstbild einer Institution, die sich für kritische Distanz gegenüber politischer und gesellschaftlicher Macht entschieden hat. Sie wendet sich gegen jede Form von Diskriminierung, Intoleranz und kultureller Selbstüberhöhung“ (24). Heute stellt auch die HU Berlin „stichprobenartige Kontrollen“ (25) zur Überprüfung der 3G-Regel für das Wintersemester in Aussicht.

Der Gründungsgedanke der Freien Universität Berlin (FU Berlin) war, anders zu sein:

„Die Freie Universität Berlin wurde 1948 von Professoren und Studierenden gegründet — als Antwort auf die Verfolgung systemkritischer Studierender an der Universität Unter den Linden (gemeint ist die HU Berlin, Anmerkung des Autors), gelegen im damaligen sowjetischen Sektor des geteilten Berlins“ (26).

Kurz: „Freiheit als Gründungsimpuls“ (27).

Doch wieso handeln die Unis gegen Teile ihrer eigenen Leitbilder? Den eigenen Studenten den Zugang zum PC-Pool zu verwehren, nur weil sie kein negatives Testergebnis vorweisen können, hat mit Inklusion und Toleranz sowie Respekt gegenüber dem Individuum nicht mehr viel zu tun.

Aus 3G wird 2G

Einige Tage, nachdem der Prorektor der Uni Leipzig die Rahmenbedingungen für das Wintersemester bekannt gab, meldete sich die HRK mit einer Pressemitteilung. Sie stellte die 3G-Regel in den Fokus (28), schrieb aber gleichzeitig, dass „die Hochschulen keine kostenlosen Tests bereitstellen können“ (29).

Da Studenten sich diese Tests auf Dauer natürlich nicht leisten können – Herr Alt spricht dies an anderer Stelle auch offen aus (30) – wird die 3G-Regel hier im Grunde zu einer 2G-Regel umgewandelt.

Die HRK hat sich laut Website selbst folgende „Mission“ gesetzt: „Die HRK steht für Autonomie und Freiheit als Grundlagen der in den Hochschulen stattfindenden Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre ein. Sie erklärt und verteidigt diese Werte durch ihr öffentliches Engagement und ihr nationales, europäisches und internationales Wirken“ (31). „Autonomie und Freiheit“ – eine Freiheit, von der die Studenten im Wintersemester nur etwas haben können, wenn sie die Zugangsvoraussetzungen erfüllen. Eine Freiheit, die man sich als gesunder Student erst ertesten muss. Sollte es später tatsächlich zu einer 1G-Regel kommen, wäre es eine „Freiheit“, die man sich erst erimpfen muss.

Der Freie Zusammenschluss von StudentInnenschaften (fzs), der insgesamt 93 Hochschulen umfasst (32), möchte „Präsenzveranstaltungen nur für Geimpfte, Genesene und Personen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können“ (33). Somit lässt der fzs getestete Studenten vollkommen außen vor. Auch hier läuft es dieser Aussage zufolge auf eine 2G-Regel hinaus. Für die ungeimpften Studenten, die, wenn man den Maßstab des fzs anlegt, nicht mehr in die Uni dürfen, soll es „ein eingeschränktes Onlineangebot“ (34) als Ersatz für die Präsenzlehre geben. Doch das ist unrealistisch: Es werden nicht alle Hochschulen in Deutschland ihre Präsenzveranstaltungen auch online übertragen. Auch der Präsident der HRK erteilte diesem Konzept im eingangs erwähnten Artikel eine Absage:

„Für die Hochschulen wäre es technisch nicht möglich, jedes Seminar und jede Übung gleichzeitig präsent und virtuell — also hybrid — anzubieten“ (35).

Das heißt, dass die Vorgabe des fzs letztendlich mit einer 2G-Regel gleichzusetzen ist, da die ungeimpften Studenten keine Ersatzveranstaltungen zu erwarten haben. Laut Website setzt sich der fzs für „den freien Zugang zu Bildung“ (36) – hier sei nochmals an den Bezug zu den Menschenrechten erinnert – und „den Abbau von Diskriminierung in Bildungssystem und Gesellschaft“ (37) ein. Gehen Werte nicht auch mit einer Verantwortung einher? Vor allem bei den Werten, die man sich selbst zuschreibt?

Das Nachbarland Dänemark zeigt, dass es auch anders geht: Dort wurde am 1. August 2021 „(d)ie Pflicht zu zwei Tests pro Woche für Schüler und Studenten (…) in eine Empfehlung geändert“ (38). Am 10. September 2021 wurden die Corona-Maßnahmen in Dänemark aufgehoben (39). In Hamburg dagegen, nur 160 km weiter südlich, wird, Stand 30. August 2021, die 3G-Regel „(f)ür die Teilnahme an Lehrveranstaltungen“ (40) an den Hochschulen eingeführt. Wie lässt sich dieser Unterschied erklären? Auf welcher Grundlage negieren Hochschulen in Deutschland Teile ihrer Leitbilder?

2020 und die Folgen für die Hochschulen

Während 2020 mehr Frauen habilitierten als noch ein Jahr zuvor (41) – hier können die Unis im Punkt Gleichstellung tatsächlich einen Erfolg einfahren –, gab es im selben Jahr bei den Gaststudenten an den Hochschulen einen Rückgang von 29 Prozent (42). Es zeigte sich, dass vor allem ältere Personen aufgrund „der Umstellung von Präsenzlehre auf Online-Veranstaltungen im Rahmen der Corona-Maßnahmen“ der Uni/Hochschule fernblieben (43).

Im selben Jahr sind auch die Deutschlandstipendien „gegenüber dem Vorjahr erstmals seit der Einführung des Programms leicht gesunken“ (44). Das vergangene Jahr zeigte darüber hinaus, dass es „in allen Bundesländern“ (45) einen Rückgang an Hochschulabsolventen gab: Die „Zahl der Hochschulabschlüsse (ist) 2020 um 6 Prozent gesunken“ (46).

Dass die Habilitationsquote der Frauen trotz der Maßnahmen stieg, heißt also, dass die Hochschulen trotz mancher Rückgänge mit ihren Leitbildern auch einen Erfolg feiern können. Gleichzeitig, und das verdeutlicht der Text wiederum, zeigen einige Hochschulen ein mitunter merkwürdiges Verständnis ihrer weiteren Werte wie Toleranz, Respekt, Chancengleichheit, Bildungsgerechtigkeit et cetera.

In der Impffrage sind sich die Hochschulen selbst zum Widerspruch geworden. Mehr noch: Es scheint, als wäre die Negierung der bisherigen Werte ein neuer Wert. Ein Wert, den es zu befolgen gilt. Dieser neue Wert bringt mit sich, dass gewisse „alte“ Werte nur noch für bestimmte Studenten gelten.

Die Einführung der 3G- beziehungsweise 2G-Regel ist eine Absage an die selbstgewählten Leitlinien der Universitäten.

Die Hochschulen können diese Werteabkehr nur durchsetzen, wenn es keine Diskussionen darüber gibt. Sie selbst werden diese in der gegenwärtigen Situation nicht entfachen, da sie sonst früher oder später zugeben müssten, dass die 3G-Regel mit der eigenen Philosophie nicht in Einklang zu bringen ist. Auch in Zukunft werden sie das wohl nur schwerlich einräumen. Wer gibt schon gerne Fehler zu? Denn ein Problem ist, dass die an die Hochschule gerichtete Kritik, sollte die Pandemie einmal in einem Seminar kritisch besprochen werden, durch sie selbst hindurch muss. So hat die jeweilige Hochschule Gelegenheit, Themen und Schwerpunkte selbst zu setzen. Sie kann das Thema lenken.

Die Hochschulen, die die 3G-Regel einführen, teilen ihren eigenen Studenten dann Rechte zu. Erst wenn die Studentin oder der Student — als gesunde Personen wohlgemerkt — durch einen Test auch als gesund gekennzeichnet sind, teilt die jeweilige Hochschule ihr oder ihm das Recht auf Bildung beziehungsweise das Recht auf Zugang zu Bildung in Form der Präsenzlehre zu. Täglich. Immer wieder neu. Ein Recht, das wie durch einen Gnadenakt erlassen wird. Doch ist der Test mal positiv, ist auch dieses Recht für mindestens zwei Wochen weg. Denn Ersatzveranstaltungen wird es nicht geben.

Die Uni Leipzig dagegen zeigt, dass eine Hochschule auch anders handeln kann. Vielleicht liegt dies daran, dass das Universitätsklinikum Leipzig Mitglied beim Deutschen Netzwerk evidenzbasierter Medizin (47) ist? Schließlich muss es eine Erklärung dafür geben, dass der Prorektor der Uni Leipzig die Persönlichkeitsrechte der Studenten herausgestellt und die Sinnlosigkeit der 3G-Regel benannt hat, während andere Unis ebendiese Regel einführen und kontrollieren.

Noch im April 2021 erklärte Herr Alt, dass Hochschulen, „anders als Schulen(,) keine Infektionsherde“ (48) seien. Auch die Philipps Universität Marburg schreibt auf ihrer Website, Stand 30. August 2021: „Es gibt weiterhin keine Hinweise darauf, dass die Universität ein Treiber des Infektionsgeschehens ist.“ (49) Doch wozu dann die Tests und Impfungen? Wozu dann die Maßnahmen an den Hochschulen, wenn es doch zu Beginn um den Schutz der vulnerablen Gruppen und nicht um den junger, gesunder Menschen ging?

Die oben genannte Umfrage zum Impfstatus der Berliner Studenten ergab, dass unter den 42.015 Teilnehmern 34.955 eine vollständige Impfung vorweisen können. Die Hochschulen schließen daraus, „dass mehr als drei Viertel der insgesamt rund 200.000 Studierenden an Berliner Hochschulen vollständig geimpft sein dürften“ (50). Trotzdem werden sie die 3G-Regel beibehalten (51). An den Pressemitteilungen der HRK lässt sich sehr gut erkennen, wie die Impfung im Laufe der Zeit immer mehr in den Vordergrund geriet. Eine aufschlussreiche Chronologie findet sich in den untenstehenden Quellenangaben (52).

Nachdem also in den letzten Monaten immer deutlicher wurde, dass „(d)ie Hochschulen (…) nur mit einer entsprechend hohen Impfquote bei Studierenden und Lehrenden in den Regelbetrieb zurückkehren“ (53) wollen, gibt es für die Studenten selbst trotz der hohen Impfquote keine Lockerungen. Stattdessen werden die Regeln verschärft, während andere Länder weiter lockern. Was würden jene Hochschulen, die ihre eigenen Werte nun derart sorglos brechen, in Zukunft noch alles mittragen?


Quellen und Anmerkungen:

Nachtrag:
Die Leipziger Zeitung berichtete kürzlich, dass die Uni Leipzig nun doch die 3G-Regel einführt. Die Studenten bekamen diese Info am 16. September. „Die Universität begründet diese Neuerung mit Vorgaben aus der aktuellen Corona-Schutzverordnung, die bis Ende September in Sachsen gelten soll“, heißt es im Artikel. Doch da die Schnelltests ab dem 11. Oktober kostenpflichtig werden, wird auch hier für alle, die sich die Tests auf Dauer nicht leisten können, die 3G-Regel zur 2G-Regel. Was ist nun mit der oben genannten Argumentation des Prorektors — wozu die 3G-Maßnahmen, wenn diese, wie er noch Anfang August sagte, keine Infektionen verhindern können?

(1) https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bildung-Forschung-Kultur/Hochschulen/Tabellen/hochschulen-hochschularten.html
(2) https://www.hrk.de/hrk/aufgaben-und-struktur/
(3) https://www.hrk.de/hrk/praesidium/
(4) https://www.tagesspiegel.de/wissen/unis-sorgen-fuer-den-winter-vor-praesenzsemester-ja-aber-verantwortlich/27458344.html
(5) https://www.rbb24.de/panorama/thema/corona/beitraege/2021/07/berlin-hochschule-uni-praesenz-wintersemester-test-nachweis.html
(6) https://www.tagesspiegel.de/wissen/unis-sorgen-fuer-den-winter-vor-praesenzsemester-ja-aber-verantwortlich/27458344.html
(7) https://www.hrk.de/mitglieder/mitgliedshochschulen/universitaeten/
(8) https://magazin.uni-leipzig.de/das-leipziger-universitaetsmagazin/artikel/universitaet-plant-wintersemester-in-praesenz-2021-08-02/
(9) https://www.uni-mainz.de/presse/aktuell/14130_DEU_HTML.php
(10) https://www.uni-mainz.de/presse/aktuell/14130_DEU_HTML.php
(11) https://universitaet.uni-mainz.de/
(12) https://universitaet.uni-mainz.de/diversitaet-und-chancengleichheit-an-der-jgu/
(13) https://www.youtube.com/watch?v=iJXkbMPN-Ns&ab_channel=UniMainz (0:18-0:22 min.)
(14) https://multipolar-magazin.de/artikel/menschenrecht-bildung
(15) https://multipolar-magazin.de/artikel/menschenrecht-bildung
(16) https://www.berlin-university-alliance.de/news/items/2021/210616-magna-charta.html
(17) https://www.berlin-university-alliance.de/news/items/2021/210616-magna-charta.html
(18) https://www.berlin-university-alliance.de/news/items/2021/210616-magna-charta.html
(19) https://www.berlin.de/corona/massnahmen/verordnung/
(20) https://gesetze.berlin.de/bsbe/document/jlr-CoronaV3VBErahmen
(21) https://www.berlin-university-alliance.de/news/items/2021/210616-magna-charta.html
(22) https://www.tu.berlin/ueber-die-tu-berlin/profil/leitbild/
(23) https://www.tu.berlin/ueber-die-tu-berlin/profil/leitbild/
(24) https://www.hu-berlin.de/de/ueberblick/geschichte/abriss
(25) https://www.rnd.de/beruf-und-bildung/corona-und-studium-was-bedeutet-die-3g-regel-fuer-studierende-SMMOF55LN5FY5HEBG2U6XGI3P4.html
(26) https://www.fu-berlin.de/universitaet/leitbegriffe/index.html
(27) https://www.fu-berlin.de/universitaet/leitbegriffe/index.html
(28) https://www.hrk.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/meldung/hrk-praesident-appelliert-an-studierende-und-beschaeftigte-jetzt-impfen-4845/
(29) https://www.hrk.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/meldung/hrk-praesident-appelliert-an-studierende-und-beschaeftigte-jetzt-impfen-4845/
(30) https://www.rnd.de/beruf-und-bildung/corona-und-studium-was-bedeutet-die-3g-regel-fuer-studierende-SMMOF55LN5FY5HEBG2U6XGI3P4.html
(31) https://www.hrk.de/hrk/mission-statement/
(32) https://www.rnd.de/beruf-und-bildung/corona-und-studium-was-bedeutet-die-3g-regel-fuer-studierende-SMMOF55LN5FY5HEBG2U6XGI3P4.html
(33) https://www.rnd.de/beruf-und-bildung/corona-und-studium-was-bedeutet-die-3g-regel-fuer-studierende-SMMOF55LN5FY5HEBG2U6XGI3P4.html
(34) https://www.fzs.de/
(35) https://www.tagesspiegel.de/wissen/unis-sorgen-fuer-den-winter-vor-praesenzsemester-ja-aber-verantwortlich/27458344.html
(36) https://www.fzs.de/
(37) https://www.fzs.de/
(38) Corona-Lockerungen in Dänemark: Immer seltener Impfnachweis nötig, https://www.nau.ch/
(39) https://www.n-tv.de/panorama/Daenemark-koennte-ein-Vorbild-sein-article22778012.html
(40) https://www.hamburg.de/faq-corona-hochschulen/#14765730_15146162
(41) https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/07/PD21_319_213.html;jsessionid=6BF9C56854DF29302C75356163737741.live732
(42) https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/05/PD21_226_213.html;jsessionid=6BF9C56854DF29302C75356163737741.live732
(43) https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/05/PD21_226_213.html;jsessionid=6BF9C56854DF29302C75356163737741.live732
(44) https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/05/PD21_235_21.html;jsessionid=6BF9C56854DF29302C75356163737741.live732
(45) https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/09/PD21_414_213.html;jsessionid=6BF9C56854DF29302C75356163737741.live732
(46) https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/09/PD21_414_213.html;jsessionid=6BF9C56854DF29302C75356163737741.live732
(47) https://www.ebm-netzwerk.de/de/mitglieder/foerdermitglieder
(48) https://www.tagesspiegel.de/wissen/ziel-fuer-das-wintersemester-2021-22-30-prozent-campus-praesenz-ab-herbst/27122870.html
(49) https://www.uni-marburg.de/de/universitaet/administration/sicherheit/coronavirus
(50) https://www.lkrp-berlin.de/aktuelles/210910-umfrage-studierende/index.html
(51) https://www.lkrp-berlin.de/aktuelles/210910-umfrage-studierende/index.html
(52) Am 5. März 2021 hieß es noch: „Wenn über Test- und Impfstrategien aber wieder mehr Präsenzlehre möglich ist, sollten diese Optionen auch genutzt werden.“ Am 28. Mai 2021: „Daher ist es dringend erforderlich, dass die Studierenden bei der Impfkampagne besonders unterstützt werden. Denn ein flächendeckendes Impfangebot erst bis Ende September bedeutet, dass eine Immunisierung einer ausreichend großen Zahl von Studierenden für das kommende Wintersemester nicht gewährleistet wäre.“ Am 10. Juni 2021: „Eine rechtzeitige Immunisierung eines möglichst großen Anteils dieser Personengruppen sei für Präsenzangebote im kommenden Wintersemester von entscheidender Bedeutung. Deshalb sollten Impfzentren offen gehalten, Universitätsmedizin und hochschulische Betriebsärzte eingebunden werden.“ Am 16. Juli 2021: „Die wichtigste Waffe gegen die Pandemie ist und bleibt die Impfung, hierzu haben Bund, Länder und Kommunen jüngst weitere, sehr begrüßenswerte Initiativen aufgelegt. Allen Beteiligten muss klar sein: Der Fortschritt der Impfkampagne entscheidet wesentlich darüber, welche Handlungsmöglichkeiten den Hochschulen zur Verfügung stehen werden.“ Am 11. August 2021: „Da die Hochschulen keine kostenlosen Tests bereitstellen können, appelliere ich erneut an alle Studierenden und Beschäftigten, sich jetzt impfen zu lassen. Das wichtigste Instrument in der Pandemie ist und bleibt die Impfung“.
(53) https://www.hrk.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/meldung/nach-impfgipfel-hrk-praesident-fordert-gezielte-impfangebote-fuer-studierende-4823/


Dieser Artikel erschien auf Rubikon am 16.09.2021 und ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.


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Impfbereitschaft – pro und kontra

Um die Impfbereitschaft gegen COVID 19 gibt es nicht nur Meinungsstreit, sondern auch immer mehr verhärtete Gegnerschaft. Liegt das an der Impfung?

Ein Hoch der Impfbereitschaft

Das Bundesministerium für Gesundheit propagiert auf einer speziell eingerichteten Webseite „Deutschland krempelt die #ÄrmelHoch„.

„Mit dem Impfen holen wir uns unseren Alltag zurück. Hier zeigen wir Menschen aus allen Bereichen des Lebens – ob bereits geimpft oder bereit, sich impfen zu lassen. Krempeln wir alle gemeinsam die #ÄrmelHoch!“

Dabei scheute das Bundesgesundheitsministerium auch nicht vor Falsch-Aussagen zurück. Beipiel: Günther Jauch:

Günther Jauch

Quelle: https://www.zusammengegencorona.de/mitmachen/deutschland-krempelt-die-aermel-hoch/

Wie der SPIEGEL berichtetet, gestand das Ministerium erst nachträglich ein:

„Zahlreiche Nutzer kritisierten prompt die Aussage – und das Bundesgesundheitsministerium korrigierte sich. »Uns ist leider ein Fehler unterlaufen, Günther Jauch ›will‹ sich impfen lassen«, hieß es in einer Antwort zum ursprünglich falschen Beitrag.“

Auch bei Uschi Glas musste selbst auf dem CORRECTIV Faktencheck um das Fake-Video eingestanden werden:

„Weil im Kampagnenvideo vermeintlich ihr rechter Arm geimpft wird, aber dann ein Pflaster auf ihrem linken Arm klebt, vermuten Nutzer in Sozialen Netzwerken einen Fake. Richtig ist: Die Covid-19-Impfung im Video ist inszeniert, Glas wurde laut Bundesgesundheitsministerium und nach eigenen Angaben später geimpft.“

Trotz – oder gerade wegen? – solcher Propaganda scheint die Impfbereitschaft „deutlich gestiegen“:

Infografik: Impfbereitschaft ist deutlich gestiegen | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

„Mein Ärmel bleibt unten“

Der Leipziger Fotograf Corwin von Kuhwede stört sich an der offiziellen Impfpropaganda. Mit seinem Projekt unter dem Titel „Mein Ärmel bleibt unten, weil …“ verfolgt er das Ziel:

„Das Projekt #ärmelrunter kritisiert ausschließlich die Kampagne »Deutschland krempelt die Ärmel hoch« und die einseitige Darstellung der Impfbereitschaft von Medien und Politik. Die öffentliche Darstellung hinterlässt den Eindruck, als geht es den Initiatoren nicht um eine sachliche und objektive Aufklärung der Bevölkerung in Bezug auf eine Impfung, sondern es scheint, als werden mit dieser Kampagne bestimmte wirtschaftliche Interessen gefördert.“

Er präsentiert Menschen mit einer persönlichen Aussage, warum sie eine Corona-Impfung für sich ablehnen, denn:

„Das Anliegen aller Beteiligten ist es, das oppositionelle Stimmungsbild in der Gesellschaft aufzugreifen und den Menschen eine Stimme zu geben, die sonst ungehört bleiben, da die Berichterstattung eher einseitig ist und teilweise schon Feindbilder entgegen einer freien Impfentscheidung schürt. Menschen, die aus verschiedenen Gründen das Angebot einer Impfung nicht wahrnehmen möchten, werden aktuell als Minderheit dargestellt und medial und politisch an den Rand der Gesellschaft geschoben.“

Ärmel runter Fotoprojekt

Ausdrücklich distanzieren sich der Projektinitiator wie auch alle Beteiligten jedoch von jeglicher Vereinnahmung durch politische Parteien, „religiösen Vereinigungen oder sonstige ideologische Institutionen“.

Wer will, kann das Projekt auch unterstützen, beispielsweise hier!


Corona-Impfung

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Totalitarismus und Medizin – geschichtlicher Abriss

Der Wiederholungszwang

Der Versuch, totalitäre Politik medizinisch zu begründen, blickt in Deutschland auf eine unheilvolle Tradition zurück.

von Ulrich Falke

Wer sich eine Diktatur zusammenbrauen will, braucht dazu eine Reihe von Zutaten: vor allem Angst, das Beschwören einer „Volksgemeinschaft“ und die Identifikation störender Außenseiter — schließlich auch symbolische Unterwerfungsrituale und einen „Klassiker“, der nicht neu ist, aber immer funktioniert: brutalen Zwang. Es wird nicht gern gehört, wenn jemand irgendetwas an der heutigen Situation mit dem „Dritten Reich“ vergleicht. Tatsächlich besteht zwischen beiden Systemen keine Gleichheit, aber Vergleichbarkeit in vielen Einzelaspekten. So hatten führende Nazis vorausgesagt, wie ein Volk auch aus einer Demokratie heraus durch entschlossene Führer unterworfen werden kann. Auch die Indienstnahme wissenschaftlicher und ärztlicher Autorität für inhumane Ziele ist keine ganz neue Idee.

Als Nachtrag zu meinem Beitrag „Aufgewiegelte Republik“ (1) möchte ich vor allem noch zwei wichtige Aussagen zitieren, die — aus meiner Sicht — den Zusammenhang zwischen Angsterzeugung durch „Eliten“ und deren Beherrschung „der Masse“ sehr deutlich erklären.

Auf das erste Zitat hob Robert F. Kennedy Jr. bei seiner Rede auf dem „Fest für Freiheit und Frieden“, der „Querdenker-Demo“ am 29. August 2020 in Berlin ab (2). Es erscheint mir heute aktueller denn je und in jedem Fall so wichtig, dass ich es ungekürzt nennen möchte. Denn offensichtlich hat die Führung des deutschen Ermächtigungs-Regimes den Gedanken dieses Ideengebers so stark verinnerlicht, dass sie ihn als Blaupause für die Knebelung „ihres“ Volkes umsetzt. Das Zitat stammt von Hermann Göring.

Im Gespräch mit Gustave M. Gilbert, dem Gerichtspsychologen bei dem Nürnberger Hauptkriegsverbrecher-Prozess, erläuterte der zeitweise zweite Mann der Nomenklatur im Nazi-Totalitarismus diese auf jedes Volk anwendbare Strategie. Zu ihrer Durchsetzung sei die Staatsform völlig gleichgültig, so Göring, egal sei auch, ob ein Volk mit oder ohne Stimmrecht ausgestattet ist, immer könne es dazu gebracht werden, den Befehlen der Führer zu folgen. „Das ist ganz einfach. Man braucht nichts zu tun, als dem Volk zu sagen, es würde angegriffen, und den Pazifisten ihren Mangel an Patriotismus vorzuwerfen und zu behaupten, sie brächten das Land in Gefahr. Diese Methode funktioniert in jedem Land“ (3).

Die heutige Staatsführung in Deutschland musste Görings „Pazifisten“ lediglich durch „Pandemie-Leugner“ ergänzen und „Patriotismus“ durch den vormals klassenkämpferischen, inzwischen zum systemtragend-opportunistisch herabgestuften Begriff der „Solidarität“. Angegriffen würden die Menschen — auf der ganzen Welt — von einem unsichtbaren Killervirus, das jeden bedroht und dabei schwerste Krankheiten bis zum Erstickungstod bringt. Das offizielle Narrativ ist bereits verschiedentlich zusammengefasst worden, so zuletzt von Wolfgang Wodarg in seinem jüngsten Spiegel-Bestseller „Falsche Pandemien — Argumente gegen die Herrschaft der Angst“ (4).

Totalitäre Systeme benötigen Narrative

Um ein totalitäres System durchzusetzen, ist eine „Supra-Idee“ notwendig, deren Anspruch auf absolute und totale Geltung ernst genommen wird, so Hannah Arendt (1906 bis 1975), „die“ Totalitarismus-Forscherin. Sie spricht von wissenschaftlichem Aberglauben und Halbbildung, die sich zu logischen Systemen entwickeln, „in denen nun jegliches zwangsläufig folgt, weil eine erste Prämisse axiomatisch angenommen ist“ (5).

Zur Bezwingung des Viren-Angriffs müssen, so das Narrativ weiter, die Menschen, allen voran in Deutschland, strikt die ihnen auferlegten Rituale und Abläufe einhalten: Dazu gehört, dass jeder vor Betreten eines Gebäudes seine Hände mit dem Weihwasser „Desinfektionsmittel“ benetzt.

Verpflichtend ist in jedem Fall — sonst setzt es mindestens eine schallende Ordnungsstrafe — das Tragen eines Keimbeutels vor Mund und Nase. Dieser Gesichtsschleier hat sich bereits seit mehr als einem Jahr für die Entwürdigung und Disziplinierung der Bürgerinnen und Bürger bewährt.

Mit der Unterwerfungsgeste bekennen sich die Masketräger, für alle sichtbar, dem Killervirusglauben zugehörig — wenngleich einzuschränken ist, dass in Deutschland Zuwiderhandlungen noch immer mit Zwangsgeld belegt sein müssen, um die Knebelung jedes Einzelnen durchzusetzen. Während es hingegen in anderen Ländern diesen Zwang nie gab, dieser dort kaum ernst genommen wurde oder er inzwischen wieder abgeschafft ist.

Ulrich Teusch stellt in seinem Buch „Politische Angst — Warum wir uns kritisches Denken nicht verbieten lassen dürfen“ eine Analogie zwischen dem Ritual der Maskierung und dem Hitlergruß her, wie sie die Analyse des von ihm herangezogenen Ernst Cassirer (1874 bis 1945) nahe legt (6). Verbalisieren ließe sich diese Begrüßung mit „Heilt Corona!“, ihren Gegenpart findet sie in der Abschiedsbefehlsformel: „Bleiben Sie gesund!“

Religiösen Charakter tragen auch die Luftfilterschränke, die in „axiomatischer Folge“ wie Altäre des neuen Corona-Aberglaubens zunehmend in jedem Büro, in jedem Klassenzimmer und in jedem Restaurant Einzug halten. Und die großen christlichen Religionsgemeinschaften mischen bei diesem Schmierentheater „an vorderster Front“ mit. Ihr Gottvertrauen haben sie endgültig verloren (7).

Sie spenden in Zeiten der Krise weder Trost, noch lehnen sie sich gegen den Hygienewahn mit der staatlich verordneten Nächsten-Distanz und Isolierung von Menschen auf. Zum zweiten Mal in der jüngsten Geschichte haben sie komplett versagt. Statt von „Jesus und der Sturm“ zu predigen (8), plappern ihre Priester Glaubenssätze und Dogmen der Götzendiener und Zauberlehrlinge aus „Wissenschaft“ und „Medizin“ — und deren Geldgeber — nach. Selbst das heilende Singen ist in ihren „Gotteshäusern“ wegen des möglichen und bei Gesunden, also bei fast allen, harmlosen und eher die Abwehrkräfte trainierenden Austausches von Aerosolen verboten. In diesen Glaubensgemeinschaften ermuntert kein Geistlicher mehr, einen Apfelbaum — selbst mit dem Wissen des unmittelbaren Unterganges — als Zeichen der Hoffnung zu pflanzen. (9) Diese Kirchen erzeugen selbst Angst. Sie werden daher nicht mehr gebraucht.

An dieser Stelle folgt ein kurzer Exkurs in die Wunderwelt der „Schöpfung“, in die Karin Mölling, „die“ Viren-Expertin, in ihrem Buch „Viren — Supermacht des Lebens“ führt. So schreibt sie wissenschaftlich nüchtern: „Es gibt mehr Viren als Sterne am Himmel, 10 hoch33“ (eine „1“ mit 33 Nullen) im Vergleich zu „nur“ 10 hoch 25 Sternen. (10)

Kreise, die von Krisen wie einer ausgerufenen Pandemie profitieren, könnten aus diesem „Kosmos“ nahezu „unendlich“ schöpfen und Neuentdeckungen nach Belieben zu „Killern“ hochstilisieren lassen. Aber statt Panik zu erzeugen, müssten Möllings Erkenntnisse das genaue Gegenteil bewirken. Zeigen sie doch, welch tiefes Vertrauen in die konstruktive Kraft der Natur wir wiederzugewinnen haben. Denn, so die Autorin: „Der Mensch ist ein Superorganismus, ein komplexes Ökosystem. Gesunde Menschen bestehen aus etwa 10 hoch 12 Zellen insgesamt und sind besiedelt von 10 hoch 14 Bakterien und noch 100-mal mehr Viren.

Unser Erbgut wird ergänzt durch das 150-Fache an zusätzlichem Erbgut von Mikroorganismen, die uns besiedeln. Virale und bakterielle Sequenzen sind selbst bis in unser Erbgut hinein vorgedrungen. Da bleibt nicht viel ‚Menschliches‘ übrig.“ (11) Dabei sieht die Wissenschaftlerin die Viren mit ihrer rund 3,5 Milliarden Jahre alten Geschichte auf diesem Planeten nicht als Feind, sondern als Treiber der Evolution und damit als Gewinn auch des „Homo sapiens“ — mit seiner gerade einmal wenige zehntausend Jahre langen Lebensgeschichte.

Ebenso wichtig wie die Akzeptanz des offiziellen Narrativs ist für die Durchsetzung der Angst-Strategie die Diffamierung und Verfolgung „der Pazifisten“ und Regimekritiker. Diese Bedingung erfüllte Göring unmittelbar nach der „Machtergreifung“ vom 30. Januar 1933. Gilbert notierte nach einem Besuch in dessen Gefängniszelle, dass sein Gesprächspartner „genussvoll“ zu erzählen begann, wie er, seinerzeit als preußischer Ministerpräsident, tausende Kommunisten einsperren ließ. „Hauptsächlich dafür richtete ich die Konzentrationslager ein, um die Kommunisten unter Kontrolle zu halten“ (12).

Den Wechsel von der vielgestaltigen, politisch aber fragilen Weimarer Republik zum uniformen faschistischen Deutschland beschreibt Michail Romm in seinem umfangreich recherchierten Dokumentationsfilm „Der gewöhnliche Faschismus“ als Putsch von oben. Die Fäden zogen Monopol-Kapitalisten: Um die Macht im Staat übernehmen zu können, benötigte die Parteiführung der NSDAP die Einwilligung von Reichspräsidenten Paul von Hindenburg: Im Jahr 1932 erhielt der ehemalige kaiserliche General, „von den Herren der Monopole ein Schreiben. Der Brief war unterschrieben von zwei Milliarden Reichsmark. Und diese zwei Milliarden Mark fordern von Hindenburg, dass er Hitler zum Reichskanzler machen solle. Das Großkapital brauchte einen Diktator“ (13).

Zugleich ahnt der Filmemacher finster voraus:

„Der moderne Faschismus rührt keine Trommel, trägt keine Hakenkreuze, organisiert keine Umzüge […]. Der ist gefährlicher. Aber am gefährlichsten sind die Herren der Monopole […].
All diese Thyssens, Flicks und Krupps, im letzten Krieg (haben sie) an jedem Toten 1000 Mark verdient. Und wenn es ihnen in den Sinn kommen sollte, einen neuen Brief an einem neuen Hindenburg zu schreiben, so wird er nicht von zwei, sondern von 20 Milliarden Mark unterschrieben sein“
(14).

Dieser „Brief“ zur Errichtung einer neuen, heute weltumspannenden Diktatur, wird eher von zwei Billiarden Dollar unterzeichnet worden sein. Dabei können die Monopolisten der Gegenwart auf Netzwerke wie das von ihnen dominierte WEF, die G7- und G20-Treffen (15) oder die von ihnen gekaperte Weltgesundheitsorganisation WHO (16) zugreifen.

Covidoten in der Regierung

In diesem „Spiel“ wirkt eine Figur wie Angela Merkel wie ein „Schläfer“. Seit eineinhalb Jahren befolgt sie den Auftrag der Monopolisten, Mittelstand, Buntheit — da hilft auch die als Feigenblatt für „Liberalität“ jetzt gern gezeigte Regenbogenfahne wenig — und Demokratie einzustampfen. Vormals geschleift durch das WEF-Junioren-Programm — ebenso wie Jens Spahn und heute Annalena Baerbock sowie andere politische Führerinnen und Führer in Europa und Nord-Amerika (17) — war sie in ihrer Kanzlerschaft, im Wortsinne, eingeschlafen. Ihre Bilanz: „katastrophal“ (18), gekennzeichnet durch Filz und Korruption und einer Aneinanderreihung von Finanz- und Wirtschaftsskandalen: Cum-Ex, Steuer-CDs, Panama Papers, Paradise Papers, Banken-Krise, Abgasaffäre, Großflughafen-Korruption, Wirecard …. . Sie hat Deutschland in eine Bananenrepublik verwandelt bei kontinuierlichem Abbau der Demokratie und Umverteilung von Macht und Besitz von unten nach oben (19).

„Unter Corona“ fallen jetzt die letzten Hüllen des politischen Anstandes. So offenbart der geleakte Geheimvertrag der Bundesregierung mit dem Pharma-Giganten Pfizer den Ausverkauf der Interessen des deutschen Steuerzahlers.

Merkel überträgt dem Weltkonzern alle Rechte und jeden Profit, bürdet der Staatskasse hingegen sämtliche Pflichten, Risiken und Haftungen auf. Der frühere Spitzenpolitiker der SPD, heute der Linken, Oscar Lafontaine, bezeichnet die „Verhandlungsführer“ auf Regierungsseite folgerichtig als die „wahren Covidioten“ (20).

Ein letzter „Coup“ des deutschen Notstandsregimes war die „Zuwendung“ von 900 Millionen Euro Steuergeld an die Weltgesundheitsorganisation. Damit hat das Regime die Zahlungen aus der Staatskasse für das WHO-Budget 2020/2021 im Vergleich zu den Vorjahren vervierfacht und liegt nunmehr weit über den Zahlungen jedes anderen Landes und, nach aktuellem Stand, sogar noch 30 Prozent über den „Zuwendungen“ des bisher größten WHO-„Förderers“, der Bill- und Melinda-Gates-Stiftung (21). Diese „Mittel“ werden von dem Pharmalobby-Weltverband üblicherweise auftragsgebunden eingesetzt. So könnte das Steuergeld aus Deutschland an die Zielvorgabe gekoppelt sein, unter keinen Umständen die „Pandemie“ für beendet zu erklären.

Außerdem machte sich „Berlin“ Hoffnung auf ein geplantes „Pandemie-Früwarnzentrum“ der WHO. Diese Rechnung ist aktuell aufgegangen. Daten und Überwachungen aus den weltweit verstreuten Keim-Panikbüros laufen nun in der deutschen Hauptstadt zusammen. Die Welt kann am deutschen Wesen genesen. Die nächste „Pandemie“ der Angst-Regisseure sollte bereits vorprogrammiert sein. Zur Not ließe sich unter den 10 hoch 33 Viren bestimmt eines finden, das sich zu einem neuen „Killer“ aufbauschen ließe. Ein Dorn im Auge von Merkel und anderen Panik-Diktatoren war bei der inszenierten Hysterie offenbar auch, dass ein Land wie Schweden einen vergleichsweise entspannten und in jedem Fall viel erfolgreicheren „Sonderweg“ beschritten hat. (22) Das soll mithilfe des Pharma-Weltverbandes künftig verhindert werden.

Für November dieses Jahres ist die Novellierung von Gesetzesvorlagen für „Pandemien“ geplant, die dann, völkerrechtlich verbindlich, einen weltweiten Gleichschritt durchsetzen soll. Auch der Auftrag an die WHO zur Formulierung dieser geplanten globalen Direktiven könnte den deutschen Kabinettsmitgliedern einige hundert Millionen Euro Steuergeld wert gewesen [sein].

Noch scheinen die Politik und die steuernde Monopolisten mit ihrer Plandemie nicht am Ende angelangt zu sein (23). Zahlen, „Flatten the Curve“ und der Gesundheitszustand der Bürgerinnen und Bürger spielen jedenfalls keinerlei Rolle mehr. Die Macht-„Elite“ kennt offenbar nur noch eine Richtung: die totale Überwachung, die Übernahme des Mittelstandes durch Monopole sowie die Abschaffung der Demokratie einschließlich des Datenschutzes, der demokratischen Mitbestimmung und der Charta der Menschenrechte (24).

Romm folgert in seinen Film: Hätten mehr Deutschen „Mein Kampf“ gelesen, dann hätten sie gewusst, worauf sie zutreiben werden. Heute sollten sich möglichst viele mit den Schriften von Klaus Schwab, dem Gründer und Leiter des Weltwirtschaftsforums (WEF), beschäftigen, um zu wissen, in welch erbärmliches System er und die von ihm „intellektuell“ vertretenen Multimilliardär-Partner die Menschheit — des kapitalistischen Westens — führen möchten: einen neuen Totalitarismus ohne individuelle Freiheits- und Menschenrechte mit Ausgrenzung und Vernichtung von allen „Gegnern“ — einen „Vorgeschmack“ davon erleben wir gegenwärtig in Deutschland.

Die jeder Individualität beraubten Sklaven werden in dieser „schönen neuen Welt“ ohne Bargeld und Besitz mithilfe von Technik überwacht und von einer „schlanken Elite“ beherrscht.

Staat und Monopole verschmelzen, selbstverständlich unter Dominanz der privaten Unternehmen mit ihren „Experten“. Eine Zusammenfassung dieser „Visionen“ findet sich auf den Seiten des Schild Verlages unter dem Titel „Klaus Schwab und sein faschistischer Reset“ (25). Wer eher prosaische Bilder von so einer Zukunft haben möchte, schaue doch (noch einmal) in den Roman „1984“ von George Orwell oder in „Corpus Delicti“ von Juli Zeh.

Dieser Menschenverachtung sei das Zitat des echten Humanisten Albert Einstein (1879 bis 1955) entgegen geworfen: „Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.“ Doch Elend und Verzweiflung in vielen Familien gibt es seit dem fingierten Notstand umso mehr. Ihren Amtseid hat Merkel ins Gegenteil verkehrt. Und auch international trägt sie durch ihre willkürlich verfügten Lockdowns Mitverantwortung für Millionen zusätzlicher Hungeropfer, die meisten von ihnen unter 10 Jahren. (26) An dieser historischen Tiefpunkt-Bilanz sollte sie später in den Geschichtsbüchern gemessen werden.

Wir befinden uns im Krieg

Gleichzeitig verhöhnen Multimilliardäre die Menschheit mit ihren Vergnügungsreisen in das Weltall oder sie lassen sogar ihren eugenischen Fantasien freien Lauf. So berichten John Harlow und Michael Chossudovsky für die englische Sunday Times von deren Geheimtreffen bereits vom 5. Mai 2009 im Haus des Präsidenten der Rockefeller University in Manhatten, New York. Neben dem inzwischen verstorbenen David Rockefeller nahmen daran Bill Gates, Warren Buffett, George Soros, Michael Bloomberg sowie Ted Turner und Oprah Winfrey und weitere reichste Männer der westlichen kapitalistischen Welt teil. Die Zeitung berichtete am 24. Mai 2009, dass dieser Kreis, der sich selbst „The Good Club“ nannte, gottgleich eine absolute „Reduzierung der Weltbevölkerung“ diskutierte (27).

Im Februar 2010 bestätigte Bill Gates bei einer Präsentation in Bezug auf Impfungen: „Und wenn wir wirklich gute Arbeit bei den neuen Impfstoffen, der Gesundheitsvorsorge und der reproduktiven Gesundheit leisten, könnten wir das (die Weltbevölkerung) um 10 bis 15 Prozent senken“ (28). Bekannt ist auch die Kriegserklärung von Warren Buffett an die mehr als 99 Prozent der Weltbevölkerung: „Es herrscht Krieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen“ (29).

Auch in Görings Überlegungen spielte die „Überbevölkerung“ eine Rolle. Gilbert zitiert ihn mit den Worten: „… es gibt einfach zu viele Menschen auf der Welt“ (30). Romm ergänzt von ihm zusammengestellte Dokumentaraufnahmen von befreiten KZs mit der Erklärung, dass „Majdanek, Auschwitz und Treblinka […] nur Versuchsstätten für das Personal der riesigen Vernichtungslager sein (sollten), die nach Himmlers Vorschlägen hinter dem Ural errichtet werden sollten. Dort sollten 60 Millionen Russen in kürzester Zeit vernichtet werden, abgesehen von anderen Völkern. Die Pläne für die Zufahrtswege waren bereits ausgearbeitet. Die Bauaufträge waren vergeben. Die Firmen des 3. Reiches bereiteten sich auf eine umfangreiche Arbeit vor“ (31).

Hannah Arendt bestätigt: „Der Antisemitismus hat nur den Boden dafür bereitet, die Ausrottung ganzer Völker mit dem jüdischen Volk zu beginnen.“ Sie beruft sich dabei auf „Nazi Conspiracy and Aggression (Washington 1946, Bd. 7)“ und führt weiter aus: „Man weiß heute‚ daß im Vernichtungsprogramm von Hitler die Liquidation eines großen Teils des deutschen Volkes vorgesehen war“ (32). Eine von Hitler vorgeschlagene Maßnahme, die nach Kriegsende getroffen werden sollte, sah „die Einführung eines Volksgesundheitsattestes vor“ (33).

EU-Impfpass gründet auf faschistischem Erbe

Die EU hat Hitlers Idee aufgegriffen. Wie die Blaupause soll der „Impfpass“ der Überwachung der Gesamtbevölkerung und der Separation bestimmter Gruppen dienen. Ob das neue „Gesundheitsattest“ der EU, wie das geplante Vorbild, später auch für die körperliche Vernichtung und „Selektion“ von „Gegnern“, „Pazifisten“ und „Querdenkern“ eingesetzt werden soll, scheint noch offen. Das Potenzial dafür hat dieses totalitäre Überwachungsinstrument in jedem Fall. Zurzeit begnügen sich beteiligte EU-Staaten noch damit, Oppositionelle, Impfgegner und Corona-Maßnahmen-Kritiker „nur“ wirtschaftlich-existenziell zu vernichten und ihnen vor allem ihre Menschenrechte nehmen zu wollen.

Die Frage ist: Wer wird diesen von Buffett und seiner Kaste der „Reichen“ angezettelten Krieg gewinnen? Nach der fast verlorenen Corona-Schlacht am Ende doch die Demokratie-Bewegung? Klar ist: Die kriegführenden Multimilliardäre und ihre Unterstützer in Politik, Weltverbänden und Militär werden ihre Macht kaum freiwillig abgeben. So wird zunehmend fraglicher, ob der „Turnaround“ hin zu einer humanitären Welt noch über eine „friedliche Revolution“ möglich ist.

Dieser Idee hängen viele Pazifisten an. So auch die acht Autorinnen und Autoren des Jugendrates der Generationen-Stiftung: „In einer lebenswerten Zukunft gibt es Millionär*innen, aber keine Milliardär*innen mehr“ (34). Sie folgen dem Ökonomen Thomas Piketty, der errechnete, „dass in den Industrieländern das ideale Niveau des Spitzensteuersatzes bei über 80 Prozent für beispielsweise das oberste Prozent in der Einkommenshierarchie liegen müsste.“ Und sie erinnern daran, dass in den USA „der Spitzensteuersatz von Mitte 1940 bis in die 1960er-Jahre bei über 90 Prozent (lag) — das hat dem Land nicht geschadet, sondern das sogenannte Wirtschaftswunder mit ermöglicht.“

Doch welche politische Partei würde — in Deutschland — ihren „extremistischen“ Weg der gegenläufigen Umverteilung von oben noch unten mitgehen? Die ursprünglich pazifistische Partei von Bündnis90/Die Grünen wohl kaum, vielmehr ist deren Spitzenkandidatin mit dem kapitalistischen Machtzirkel des WEF verwoben. Die Partei hat sich zu einem Kriegstreiber gewandelt (35). Auch ihre ursprünglich zweite Säule, das Vertrauen in die Kraft der Natur, in Resilienz und körpereigene Immunabwehr, haben ihre Mitglieder komplett verloren. Bündnis90/Die Grünen steht heute für Gentechnologie. Die Partei drängt zu dem Experiment der Genmanipulation am Menschen, inzwischen „Impfung“ genannt. Folgerichtig gehören zu ihren größten Geldgebern und Förderern Unternehmen der Pharma-Industrie.

Neben „den Grünen“ setzt sich aber auch keine andere deutsche Partei, die für die Kanzlerschaft kandidiert, also CDU/CSU und SPD, für Abrüstung ein. Selbst dann nicht, wenn, wie sie behaupten, der „Klimaschutz“ für sie zentrales Thema ist. Dabei wäre eine konsequente Friedens- und Abrüstungspolitik Bedingung für Nachhaltigkeit, wie es Bernhard Trautvetter in seinem Beitrag mit dem Titel „Die absehbare Katastrophe“ herleitet: „Die über 2000 Milliarden Weltrüstungsausgaben bedeuten, dass die Menschheit pro Minute circa vier Millionen US-Dollar in dem Militärsektor verbrennt. Das ist eine unverantwortliche Ressourcenvernichtung und führt darüber hinaus zu einem Ausstoß an Verbrennungsabgaben, der seinesgleichen sucht. […] Die Zukunft der Menschheit setzt voraus, dass sie eine friedliche wird“ (36).

Und mit seiner Kolumne „Quartalslüge II/MMXXI“ ergänzt das Wirtschaftsmagazin Lunapark21: „Über die nicht unerheblichen CO2-Mengen unseres völlig überflüssigen Militärs schweigt sich das Umweltbundesamt aus“ (37). Dabei wäre das Kriegsgerät in seinen Berechnungen nicht zu vernachlässigen. „Immerhin schluckt so ein Panzer rund 500 Liter Treibstoff auf 100 Kilometer. Ein Kampfflugzeug verbraucht bei einem 30-Minuten-Einsatz gut 1000 Liter. Wer auch nur im Geringsten beim Klimaschutz glaubhaft sein will, muss ohne Wenn und Aber abrüsten. Und zwar zu 100 Prozent!“

Lethargie der deutschen Linksparteien

Über das Kriechertum von linken Parteien war seinerzeit bereits Carl von Ossietzky, der wohl noch immer bekannteste deutsche Publizist und Pazifist, tief entsetzt und bitter enttäuscht. Ossietzky trat im Mai 1932 seinen Weg zum Tegeler Gefängnis in Berlin an. In seiner „Rechtfertigung“ schrieb er zuvor: „Im Laufe der letzten Jahre haben die bürgerlichen Gewalten in zunehmenden Maße mit den Militärs teilen müssen, und sie sind dabei zunehmend geschrumpft. Das ist auch in anderen Ländern schon vorgekommen, aber einzigartig ist die Lethargie, mit der die deutschen Linksparteien das hinnehmen. Wenn sich morgen eine Offiziersjunta alleindiktierend aufmachte, so würden gewiß viele brave Liberale und Sozialisten den Nachweis beginnen, aus welchem Grunde dies das kleinere Übel ist …“ (38).

Das Reichsgericht in Leipzig hatte den Herausgeber und Chefredakteur der Weltbühne wegen eines publizierten Beitrags gegen die, völkerrechtlich illegale, Wiederaufrüstung Deutschlands wegen Spionage und Hochverrats verurteilt. Anders als der ebenfalls angeklagte Autor des Artikels selbst ist Ossietzky vorher nicht emigriert. Freunden sagte er zum Abschied: „Ich gehe nicht aus Gründen der Loyalität ins Gefängnis, sondern weil ich als Eingesperrter am unbequemsten bin. Als Insasse einer preußischen Strafanstalt bleibe ich eine lebendige Demonstration gegen ein höchstinstanzliches Urteil, das in der Sache politisch tendenziös und als juristische Arbeit reichlich windschief ist.“ Und: „Wenn man den verseuchten Geist eines Landes wirkungsvoll bekämpfen will, muss man dessen allgemeines Schicksal teilen. [… ] Der politische Journalismus ist keine Lebensversicherung. Das Risiko erst gibt ihm seinen besten Antrieb“ (39).

Aufgrund einer Generalamnestie wurde Ossietzky vorzeitig Ende 1932 aus der Haft entlassen. „Die Nazis hatten ihn,“ wie Alfred Kantorowicz schreibt, „ganz oben auf die Liste für die ‚Nacht der langen Messer‘ gesetzt.“ Tatsächlich wurde er unmittelbar nach der „Machtergreifung“ Hitlers am 28. Februar 1933, nach der Nacht des Reichstagsbrandes, in Berlin verhaftet und schließlich in das KZ Esterwegen überführt. Er erlitt nicht nur Folterungen sondern: „Nach seinem eigenen Bericht und den Aussagen einiger seiner KZ-Kameraden wurden ihm dort auch Tuberkeln injiziert.“ Ossietzky erhielt 1936 den Friedensnobelpreis. Wenig später wurde er „zum Schein“ in das Staatskrankenhaus Berlin „entlassen“. „In Wirklichkeit aber blieb der Publizist bis zu seinem Lebensende — er starb am 4. Mai 1938 an Tuberkulose — ein Gefangener der Gestapo“. Sichergestellte Dokumente aus dem ehemaligen „Reichssicherheitshauptamt SS“ belegen, dass Göring, Himmler und Heydrich sich einig waren, den Regime-Gegner nie wieder in die Freiheit zu entlassen. (40).

Wie wird die Geschichtsschreibung später den heutigen „Fall“ Julian Assange aufarbeiten?

Als Gefangene bestritten Göring und andere Mitangeklagte in Nürnberg, von den Menschenversuchen der Mediziner, ihren Quälereien und den Massentötungen in den Lagern überhaupt gewusst zu haben (41). So protokolliert Gilbert ein Gespräch mit Göring: „Nehmen Sie etwa an, ich hätte geglaubt, wenn jemand zu mir gekommen wäre und mir erzählt hätte, dass sie Unterkühlungs-Versuche mit menschlichen Versuchskaninchen machten?“ (42).

Und auch angeklagte Ärzte versuchten untereinander, ihre eigenen „Experimente“ über die von Kollegen zu stellen. So fasste Gilbert in seinem Eintrag von Ende Dezember, als er in Landsberg im Dachauer Kriegsverbrecherprozess zum Tode verurteilte Gefängnisinsassen besuchte, die Einlassungen von Klaus Schilling zusammen, der, so der Gerichtspsychologe: „Hunderte der Insassen in Dachau mit Malaria-Experimenten umbrachte. Dr. Schilling behauptet, er habe nach einem Malaria-Serum gesucht, doch weiß er nicht, ob er etwas erreicht hat, da er keine genauen Berichte über die Todesursachen bekommen konnte.“

Damals, so zitiert er den Arzt: „erkannte ich nicht, dass es nur darum ging, das Ansehen seines niederträchtigen Spiels mit dem menschlichen Leben zu heben, damit er zeigen konnte, dass er kein Mörder, sondern ein Förderer der Wissenschaft war.“ Und weiter: „Dr. Schilling erinnert sich, gesehen zu haben, wie nackte Zigeunerinnen unter Decken dalagen und darauf warteten, die Körper der zu Tode erfrorenen Männer wiederbeleben zu müssen.“ Der Mediziner wörtlich: „Sie mit der animalischen Wärme der Frauen wieder zu erwärmen — reinster sexueller Sadismus!“ Seine eigenen Versuche hingegen „wären mehr wissenschaftlicher Natur gewesen.“ (43).

Am Schluss seines Buches hat Gilbert das „Höss-Dokument“ über den „Vernichtungsvorgang in Auschwitz-Birkenau“ beigefügt. Der ehemalige Lagerkommandant des KZ Auschwitz-Birkenau Rudolf Höß sagte am 15. April 1946 im Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher aus. Er bestätigte die zentrale Rolle der Mediziner bei der „Selektion“: „Nach der Entladung und zahlenmäßigen Feststellung […] mussten alle Personen an zwei diensthabenden SS-Ärzten vorbeigehen, und es wurden hierbei die Arbeitsfähigen von den Nichtarbeitsfähigen getrennt, es waren im Durchschnitt etwa 25 Prozent, die arbeitseinsatzfähig befunden wurden.“ (44).

Ein weiteres Beispiel der Menschverachtung und Kaltherzigkeit von Ärzten spricht aus den Tagebucheintragungen von Dr. Dr. Johann Paul Kremer, Lagerarzt des KZ Auschwitz-Birkenau, die Romm in seinem Film auszugsweise eingeblendet hat. (45) Der Auschwitz-Überlebende, Publizist und Übersetzer Jerzy Rawicz (1914 bis 1980) schreibt über diesen Arzt: Kremers „Interesse“ galt insbesondere „ausgehungerte(n) Häftlingen, die er vorher genau befragt hatte, damit sie dann gleich ermordet würden und er die Präparate von Milz, Bauchspeicheldrüse und Leber der ermordeten verwenden konnte, um Veränderungen zu untersuchen, die unter dem Einfluß des Hungers vor sich gehen. Das ‚lebendfrische Material‘ Kremers ist ein geradezu symbolischer Beweis für die Degeneration der Wissenschaft im Dritten Reich.“ (46)

In seinem Buch „Heilung Nebensache“ beschreibt der Arzt und Autor Gerd Reuther die gesamte bisherige Historie der westlichen Medizin als Aneinanderreihung schier unendlicher Irrtümer, unsäglicher Quälereinen und schäbiger Menschenversuche. Wenn heute wieder Ärzte und ihre Funktionäre nach Experimenten mit dem „Stand of the Art“, aktuell Genmanipulationen am Menschen, brüllen, steht dies in einer langen Tradition der „Schulmedizin“. Exemplarisch sei hier eine Passage des Buches herausgegriffen über die „Heilkunde“ der „gelehrten Buchärzte“ des Spätmittelalters. Diese hätten „bei Seuchen, Rheuma oder Krebs ausschließlich Unsinniges im Angebot“. Reuther spricht in seiner Chronik von „Beharren auf Irrlehren und den Stillstand der Therapie. Meilensteine wie in Buchdruck, Mechanik, Kunst und Philosophie blieben in der Medizin aus“ (47). In diesem Zusammenhang zitiert er die Klage einer Äbtissin dieser Zeit: „Es möchte Gott erbarmen, dass man so gar keine Hilfe von ihnen (den Doktoren) hat.“

Noch heute gilt für viele das Urteil des französischen Schriftstellers Voltaire (1694 bis 1778) über die selbstgefällige und geldgierige Zunft: „Viele Ärzte geben Medikamente, von denen sie wenig wissen, in Menschenleiber, von denen sie noch weniger wissen, zur Behandlung von Krankheiten, von denen sie überhaupt nichts wissen.“ Und 2015, seinerzeit offenbar noch nicht direkt von Bill Gates protegiert, warnt Der Spiegel unter der Überschrift „Gesunde Zweifel, warum Ärzte sich gegenseitig kontrollieren müssen“ vor Ärztepfusch und inflationärem Operieren. Dringend empfohlen wird, eine Zweitmeinung einzuholen. „Ein solches Kontrollieren ist unverzichtbar; denn leider ist es in der Medizin so weit gekommen, dass man seinem Doktor nicht mehr ohne Weiteres vertrauen kann“ (48).

Dass es sich bei „Corona“ nicht um eine ernsthafte medizinische Herausforderung handelt, haben von Beginn an viele selbst denkende Menschen geahnt. Inzwischen wurde dieses „Gefühl“ für sie zur Gewissheit.

Diese Tatsache verraten allein schon die Zahlen. So sind nach Angaben der WHO bislang Jahr für Jahr bedauerlicherweise durchschnittlich bis zu 5 Millionen Menschen an respiratorischen Krankheiten wie Grippe, Tuberkulose und Lungenentzündung gestorben. Seit „Corona“, Ende 2019, spielen diese Krankheiten statistisch kaum noch eine Rolle. Tödliche Krankheitsverläufe bei gleichen Symptomen werden Covid-19 zugeordnet, an der inzwischen weltweit knapp 4 Millionen Menschen gestorben sein sollen.

„Die Masse will zittern“

Tatsächlich geht es um andere Ziele, wie sie beispielsweise durch die Äußerungen von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble in seinem Interview mit der Neue Westfälische vom 20. August 2020 deutlich werden: „Die Corona-Krise ist eine große Chance. Der Widerstand gegen Veränderung wird in einer Krise geringer. Wir können die Wirtschafts- und Finanzunion, die wir bisher politisch nicht zustande gebracht haben, jetzt hinbekommen.“ (49).

Mit ähnlichen Worten zitiert Hannah Arendt aus Josef Goebbels Tagebüchern: Danach hätte der Führer „recht, wenn er sagt, dass der Krieg uns die Lösung einer ganzen Reihe von Problemen ermöglicht hätte, die in normalen Zeiten niemals hätten gelöst werden können“ (50).

Und damit bin ich bei dem zweiten Zitat, das ich eingangs angekündigt habe und das in seiner Diabolik wohl wie kein anderes deutlich macht, wie Angsterzeugung als politisches Mittel zur Beherrschung „der Masse“ eingesetzt wird. Dieses Zitat habe ich wiederum der Dokumentation von Michail Romm entnommen und transkribiert. Es stammt von Adolf Hitler:

„Von der Masse kann man keinen Verstand erwarten. Man muss an ihre primitivsten Gefühle appellieren, mit allen Mitteln. Die Masse ist träge und faul, sie liest und denkt nicht gern. Sie darf nur einen Feind vor sich sehen und nur einen Gott kennen. Dann lässt sie sich leiten. Denn der einzelne ist nichts, aber zusammen sind sie eine Masse und mit der Masse muss man umgehen wie mit einer Frau. Die Frau unterwirft sich gern der Gewalt. Außerdem verspürt die Masse das Bedürfnis zu zittern“ (51).

Bei so viel Finsternis möchte ich am Ende meines Beitrags diesem Zitat noch vier positive Aphorismen gegenüberstellen, die das vorgenannte in jedem Fall relativieren und insgesamt wieder aufhellen.

Der erste stammt von dem englischen Herausgeber und Historiker Lord Emerich Edward Dalberg-Acton (1834 bis 1902): „Große Männer sind fast immer böse Männer.“
Der zweite von dem italienischen Autor und ehemaligen Widerstandskämpfer Ignazio Silone (1900 bis 1978): „Freiheit ist die Möglichkeit zu zweifeln, zu suchen und jeder Autorität mit ‚Nein‘ zu antworten.“

Den dritten Aphorismus schuf die spanische Politikerin und Frauenrechtlerin Clara Campoamor (1888 bis 1972): „Freiheit erlernt man, indem man sie ausübt.“

Und schließlich die Weisheit des griechischen Philosophen Aristoteles (384 bis 322 v. Chr.): „Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht, bleibt zu Recht ein Sklave.“


Quellen und Anmerkungen:

(1) Ulrich Falke, „Die aufgewiegelte Republik“, rubikon.news, 3. Juni 2021
(2) Robert F. Kennedy Jr., Ansprache auf dem Fest für Frieden und Freiheit in Berlin am 29. August 2020; vergleiche: https://childrenshealthdefense.org/news/robert-f-kennedy-jr-speaks-at-berlin-rally-for-freedom-and-peace, ab Min. 5
(3) Gustave M. Gilbert, „Nürnberger Tagebuch — Gespräche der Angeklagten mit dem Gerichtspsychologen“, (amerikanische Erstausgabe 1947), Frankfurt am Main, 16. Auflage 2017, S. 270,;
(4) Wolfgang Wodarg, „Falsche Pandemien — Argumente gegen die Herrschaft der Angst“, München 2021, S. 372 f., vergleiche unter anderem Ulrich Falke, „Tödlicher Lockdown“, rubikon.news, 26. November 2020
(5) Hannah Arendt, „Nach Auschwitz. Essays und Kommentare 1“, Erstauflage, Edition Tiamat/ Critica Diabolis 21, Berlin, 1989, S. 8; vergleiche Ulrich Falke, rubikon.news, 4. März 2021 „Die zweite Schöpfung“
(6) Ulrich Teusch, „Politische Angst — Warum wir uns das kritische Denken nicht verbieten lassen dürfen“, Frankfurt am Main 2021, S. 51; vergleiche Ernst Cassirer (1874 bis 1945) deutscher Philosoph, dreibändiges Hauptwerk: „Philosophie der symbolischen Formen“, erschienen in Berlin in den Jahren 1923 bis 1929 sowie „Vom Mythus des Staates“, Zürich 1949, S. 376 f.
(7) vergleiche Fjodor M. Dostojewskij (1821 bis 1881), „der Großinquisitor“, 5. Kapitel im 5. Buch von „Die Brüder Karamasow“
(8) Die Bibel, Neues Testament, Matthäus 8,23 bis 27 und Markus 4, 35 bis 41
(9) das Martin Luther (1483 bis 1546) zugesprochene Zitat lautet: „Wenn ich wüsste, das morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“
vergleiche auch den Aphorismus von Constancio C. Vigil (1876 bis 1954), uruguayischer Schriftsteller und Journalist: „Die Hoffnung auf das Gute ist bereits ein hohes Gut.“
(10) Karin Mölling, „Viren — Supermacht des Lebens“, München 2020, S. 40 f., Erstauflage 2015 mit dem Titel: „Supermacht des Lebens. Reisen in die erstaunliche Welt der Viren“.
(11) Möllling, aaO. S. 40
(12) Gilbert, aaO., S. 133
(13) Michail Romm, „Der gewöhnliche Faschismus“, ab Min. 16, Dokumentarfilm, UdSSR 1965, Deutsche Bearbeitung DEFA-Studio für Synchronisation,
vergleiche: „Auschwitz in den Augen der SS, Rudolf Höß, Pery Broad, Johann Paul Kremer“, Staatliches Auschwitz-Museum Warschau (Hrsg.), 1992, S. 230
(14) Romm, aaO., ab Min. 120,
vergleiche Ignazio Silone (1900 bis 1978), italienischer Schriftsteller, kämpfte im Widerstand gegen den Faschismus, hier zitiert nach Die Tabula Rasa Zeitung für Gesellschaft & Kultur: „Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus.“
Dieser Gedanke geht auf den amerikanischen Schriftsteller und Kulturkritiker Henry Louis Mencken (1880 bis 1956) zurück:
„Mein eigenes Dafürhalten, mehr als einmal von dieser Stelle aus in Umlauf gesetzt, ist, dass uns die Drahtzieher früher oder später in die stürmischen Wasser des Faschismus führen werden. Man kann sicher sein, dass Faschismus wahrscheinlich nicht identisch mit dem Geschehen in Deutschland, Italien oder Russland sein wird: denn er wird sich sehr geschickt unter dem Namen des Anti-Faschismus einführen. Und sein erster Führer, ob seine Ehren Mr. Roosevelt oder ein anderer, wird sich selbst nicht Diktator nennen, sondern einen Gegner von Diktatoren.“ Aus: „Of The People; By The People“, 1938
(15) Der Jugendrat der Generationen Stiftung, „Ihr habt keinen Plan — Darum machen wir einen, 10 Bedingungen für die Rettung unserer Zukunft“, München 2019 (2. Auflage), „G7 und G20 ersatzlos abschaffen“, S. 186 f.
(16) Wodarg, aaO. S. 82 f., vergleiche Flo Osrainik, „Das Corona Dossier — Unter falscher Flagge gegen Freiheit, Menschenrechte und Demokratie“, S. 172 f. Neuenkirchen, 2021; sowie: https://www.swr.de/swr2/wissen/who-am-bettelstab-was-gesund-ist-bestimmt-bill-gates-100.html, dieser SWR2-Beitrag ist mit „Richtigstellungen“ von BR24 „Faktencheck“ bespickt
(17) vergleiche PR-Beitrag/ Interview von Cordula Tutt, „Einblicke in die globale Wirtschaftselite — Das ist ein einzigartiges Netzwerk“, Wirtschaftswoche vom 29. Mai 2021 sowie: Norbert Häring, „Warum Baerbock dank WEF eine hochkompetente Nachfolgerin für Merkel wäre“, KenFM vom 22. April 2021, https://apolut.net/warum-baerbock-dank-wef-eine-hochkompetente-nachfolgerin-fuer-merkel-waere-von-norbert-haering/?print-posts=
(18) Der Jugendrat, aaO., S. 82
(19) Der Jugendrat, aaO., „Bedingung 3: Den entfesselten Markt wieder an die Leine legen“, „1. Unsere Wirtschaftweise hat eine katastrophale Bilanz“, aaO., 62 f.
(20) Oskar Lafontaine, „Covidioten, Machtmissbrauch und Größenwahn“, NachDenkSeiten — Die kritische Website vom 9. August 2021, https://www.nachdenkseiten.de/?p=74986 und
Oskar Lafontaine, sowie „Covidioten — Es geht wieder los“, vom 8. Juli 2021, https://www.oskar-lafontaine.de/links-wirkt/covidioten-es-geht-wieder-los/;
vergleiche Hermann Ploppa, „Schmutzige Impfstoff-Deals, Pfizer sahnt Gewinne ab — Steuerzahler ohne Rechte“, DW, Wirtschaft, 21. August 2021, S. 10
(21) RT DE, „Deutschland plant internationalen Pandemievertrag auf WHO-Tagung“ vom 22. Mai 2021, https://de.rt.com/international/117932-deutschland-plant-internationalen-pandemievertrag-auf/, vergleiche DW, „Weltgesundheitsorganisation, Deutschland gibt Rekordsumme an die WHO“ vom 25. Juni 2020; und Wodarg, aaO., S. 97 f.
(22) vergleiche Karsten Montag, „War Schweden erfolgreicher?“, Multipolar-Magazin, 15. August 2021, https://multipolar-magazin.de/artikel/war-schweden-erfolgreicher
(23) vergleiche Paul Schreyer, „Chronik einer angekündigten Krise. Wie ein Virus die Welt verändern konnte2, Frankfurt am Main 2020
(24) Robert F. Kennedy Jr., „Vorwort zum Untergang der Demokratie“, DW, Das Magazin 2020/21, Jahresrückblick der Demokratiebewegung, S. 119 f.
sowie Naomi Klein, „Digitale Schock-Strategie“, rubikon.news, 4. Juni 2020
(25) vergleiche Handelsblatt, 22. Oktober 2020, Interview mit Bundesentwicklungsminister Gerd Müller: „An den Folgen der Lockdowns werden weit mehr Menschen sterben als am Virus.“
(26) vergleiche: https://www.schildverlag.de/2020/11/19/unbedingt-lesen-klaus-schwab-sein-grosser-faschistischer-reset/)
(27) vergleiche The Sunday Times, 24. Mai 2009, https://arive.fo/1nTVZ sowie:
The Guardian, https://www.theguardian.com/world/2009/may/31/new-york-billionaire-philanthropists und: https://lewrockwell.com/2021/04/no_author/secret-may-2009-meeting-of-the-good-club-billionaire-club-in-bid-to-curb-overpopulation/
vergleiche: https://uncutnews.ch/category/bevoelkerungskontrolle
(28) TED ideas worth spreach, Bill Gates, „TED 2010 Innovation to Zero“, Min. 4, https://www.ted.com/talks/bill_gates_innovating_to_zero/transcript
vergleiche: Impfkritik.de, Portal für unabhängige Impfaufklärung, „Die merkwürdigen Ziele der Melinda & Bill Gates Stiftung“, Pressespiegel, naturalnews.com vom 29. Februar 2012, https://www.impfkritik.de/pressespiegel/20120082702.html
(29) vergleiche: https://dudo.ch/upload/2020/12/Es-herrscht-Klassenkrieg.pdf
sowie: https://de.wikiquote.org/wiki/Warren_Buffett,
vergleiche auch die mehrstündige 60. Sitzung des Corona-Ausschusses: „Die Zeit ist kein flacher Kreis“ zu internationalen Verwicklungen und Beeinflussungen durch verschiedene Machtzirkel, https://corona-ausschuss.de/sitzungen, zusammengefasst in RT DE, https://de.rt.com/aktuell vom 15. August 2021, „Corona-Ausschuss: ‚Operations other than war — andere Operationen als Krieg‘ — Teil 1“
(30) Gilbert, aaO., S. 89. und S. 186
(31) Romm, aaO., ab Min. 100.
(32) Arendt, „Nach Auschwitz, Essays und Kommentare 1“, „Die vollendete Sinnlosigkeit“, zitiert aus: Edition Tiamat, Berlin, Erstauflage 1989, S. 7 f.,
vergleiche Falke, rubikon.news, 4. März 2021
(33) Arendt, aaO., S. 14
(34) Der Jugendrat, aaO. S. 94 f.
(35) vergleiche Georg Rammer, „Grüner Militarismus“, Ossietzky Zweiwochenzeitschrift für Politik, Kultur und Wirtschaft, 10/2021, S. 325 f.
(36) Bernhard Trautvetter, „Die absehbare Katastrophe“, Ossietzky Zweiwochenzeitschrift für Politik, Kultur und Wirtschaft, 15/2021, S. 505 f.
(37) Lunapark21, Zeitschrift zur Kritik der globalen Ökonomie, Kolumne: „Quartalslüge II/MMXXI, kein x für ein u“, „Deutschland hat seine Klimaziele doch noch geschafft“, 54/06/21, Sommer 2021 S. 6 f.
(38) Carl von Ossietzky, „Rechenschaft — Ich muß sitzen!“, Die Weltbühne, Sonder-Ausgabe „Carl v. Ossietzky geb. 3. Oktober 1889“, Berlin, 1949, S. 4 f.
(39) Alfred Kantorowicz, „Begrabene Freiheit“, Die Weltbühne, Zeitschrift für Politik, Kunst, Wirtschaft Nr. 10, 15. November 1946, Berlin, S. 293 f.
(40) Die Weltbühne, Sonder-Ausgabe, aaO., S. 2 f. und S. 40
(41) Gilbert, aaO., S. 50 f.
(42) Gilbert, aaO., S. 64 f.
(43) Gilbert, aaO., S. 101 f.
(44) Gilbert, aaO., S. 257 f. und S. 448 f.,
vergleiche Staatliches Auschwitz-Museum Warschau (Hrsg.), aaO., S. 82 f.
(45) Romm, aaO., ab Min. 100
(46) Jerzy Rawicz, Staatliches Auschwitz-Museum Warschau (Hrsg.), aaO., S. 22
(47) Gerd Reuther, „Heilung Nebensache — Eine kritische Geschichte der europäischen Medizin von Hippokrates bis Corona“, München, 2021, S. 54 f.
(48) Jörg Blech, „Gesunde Zweifel, warum Ärzte sich gegenseitig kontrollieren müssen“, Der Spiegel, Wissenschaft, Kommentar, 27/2015, S. 99
(49) Neue Westfälische vom 20. August 2020, „Die Pandemie ist eine große Chance“, Interview mit dem Bundestagspräsidenten Wolfgang Schäuble,
vergleiche: http://wolfgang-schaeuble.de/die-pandemie-ist-eine-grosse-chance
(50) Arendt, aaO., S. 9 f.
(51) Romm, aaO. ab Min. 80


Dieser Artikel erschien auf Rubikon am 02.09.2021 und ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.


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Offener Brief von Wissenschaftlern ermutigt Ungeimpfte

Die letzte Bastion der Freiheit

Ein offener Brief von Wissenschaftlern ermutigt Ungeimpfte und bekräftigt das Menschenrecht auf körperliche Selbstbestimmung.
von Rubikons Weltredaktion

Impfkampagne

Quelle: Liz Masoner/pixabay.com

Der Forscher Dr. Denis Rancourt und mehrere andere kanadische Wissenschaftler haben einen offenen Brief verfasst, um diejenigen zu unterstützen, die sich gegen eine COVID-19-Impfung entschieden haben. Die Gruppe betont den freiwilligen Charakter dieser medizinischen Behandlung sowie die Notwendigkeit einer informierten Zustimmung und einer individuellen Nutzen-Risiko-Abwägung. Sie lehnen den Druck ab, den Gesundheitsbehörden, Medien und soziale Medien sowie Mitbürger auf Ungeimpfte ausüben. Die Kontrolle über unsere körperliche Unversehrtheit zu behalten, bedeutet, die letzte Grenze verteidigen, die unsere bürgerlichen Freiheiten noch schützt.

von Angela Durante

Offener Brief an die Ungeimpften

Sie sind nicht allein! Mit Stand vom 28. Juli 2021 haben 29 Prozent der Kanadier keine COVID-19-Impfung erhalten, weitere 14 Prozent haben bis dato nur eine Dosis bekommen. In den USA und in der Europäischen Union ist weniger als die Hälfte der Bevölkerung vollständig geimpft, und selbst in Israel, dem laut Pfizer „Weltlabor“, ist ein Drittel der Menschen völlig ungeimpft. Politiker und Medien haben eine einheitliche Sichtweise eingenommen und die Ungeimpften zum Sündenbock für die Probleme gemacht, die nach achtzehn Monaten der Angstmacherei und der Lockdowns entstanden sind. Es ist an der Zeit, einige Dinge richtig zu stellen.

Es ist völlig vernünftig und legitim, sich gegen unzureichend getestete Impfstoffe auszusprechen, für die es keine zuverlässige wissenschaftliche Grundlage gibt. Sie haben das Recht, über Ihren Körper zu bestimmen und medizinische Behandlungen abzulehnen, wenn Sie es für richtig halten. Sie haben das Recht, „Nein“ zu sagen, wenn Ihre Würde, Ihre Integrität und Ihre körperliche Autonomie verletzt werden. Es ist Ihr Körper, und Sie haben das Recht, frei zu entscheiden. Sie haben das Recht, gegen die Massenimpfung Ihrer Kinder in der Schule zu kämpfen.

Sie haben Recht, wenn Sie sich fragen, ob eine freie und informierte Zustimmung unter den gegebenen Umständen überhaupt möglich ist. Langfristige Auswirkungen sind unbekannt. Mögliche vererbbare Auswirkungen sind unbekannt. Die durch die Impfung verursachte Deregulierung der natürlichen Immunität ist unbekannt. Mögliche Schäden sind nicht bekannt, da die Meldungen über unerwünschte Nebenwirkungen verspätet, unvollständig und von Land zu Land uneinheitlich geschehen.

Sie werden von den Mainstream-Medien, den Social-Engineering-Kampagnen der Regierung, ungerechten Vorschriften und Richtlinien, kollaborierenden Arbeitgebern und dem Mob in den sozialen Medien ins Visier genommen. Ihnen wird gesagt, dass Sie jetzt das Problem sind und dass die Welt nicht wieder in Ordnung kommen kann, wenn Sie sich nicht impfen lassen.

Sie werden von der Propaganda zum Sündenbock gemacht und von Ihrem Umfeld unter Druck gesetzt. Denken Sie daran: Mit Ihnen ist alles in Ordnung.

Sie werden fälschlicherweise beschuldigt, eine Fabrik für neue SARS-CoV-2-Varianten zu sein, obwohl Ihr natürliches Immunsystem nach Ansicht führender Wissenschaftler tatsächlich eine Immunität gegen mehrere Komponenten des Virus erzeugt. Dies fördert Ihren Schutz gegen eine Vielzahl von Virusvarianten und verhindert eine weitere Ausbreitung auf andere Personen.

Sie fordern zu Recht unabhängige, von Experten begutachtete Studien, die nicht von multinationalen Pharmaunternehmen finanziert werden. Alle von Fachleuten begutachteten Studien zur kurzfristigen Sicherheit und Wirksamkeit wurden von diesen gewinnorientierten Unternehmen finanziert, organisiert, koordiniert und unterstützt; und keine der Studiendaten wurde veröffentlicht oder Forschern zugänglich gemacht, die nicht für diese Unternehmen arbeiten.

Sie haben Recht, wenn Sie die vorläufigen Ergebnisse der Impfstoffstudien in Frage stellen. Die behaupteten hohen Werte der relativen Wirksamkeit stützen sich auf eine geringe Zahl von „Infektionen“, die nur sehr vage bestimmt wurden. Die Studien waren auch nicht blind, das heißt die Personen, die die Injektionen verabreichten, wussten oder konnten sich erschließen, ob sie den experimentellen Impfstoff oder das Placebo injizierten. Dies ist keine akzeptable wissenschaftliche Methodik für Impfstoffstudien.

Sie haben Recht mit Ihrer Forderung nach einer Vielfalt wissenschaftlicher Meinungen. Wie in der Natur brauchen wir eine Polykultur von Informationen und deren Interpretationen. Und die haben wir im Moment nicht. Die Entscheidung, den Impfstoff nicht zu nehmen, schafft Raum für Vernunft, Transparenz und Verantwortlichkeit. Sie fragen zu Recht: „Was kommt als Nächstes, wenn wir die Hoheit über unseren eigenen Körper aufgeben?“

Lassen Sie sich nicht einschüchtern. Sie beweisen Widerstandskraft, Integrität und Entschlossenheit. Sie kommen mit Gleichgesinnten zusammen, schmieden Pläne, um sich gegenseitig zu helfen, und setzen sich für die wissenschaftliche Rechenschaftspflicht und die Meinungsfreiheit ein, die für das Gedeihen der Gesellschaft unerlässlich sind. Wir gehören zu den vielen, die an Ihrer Seite stehen.

Angela Durante, PhD
Denis Rancourt, PhD
Claus Rinner, PhD
Laurent Leduc, PhD
Donald Welsh, PhD
John Zwaagstra, PhD
Jan Vrbik, PhD
Valentina Capurri, PhD


Dieser Artikel erschien zuerst unter dem Titel „Letter to the unvaccinated“. Er wurde von Max Stadler aus dem ehrenamtlichen Rubikon-Übersetzerteam übersetzt, vom ehrenamtlichen Rubikon-Korrektoratteam lektoriert und erschien auf Rubikon am 18.08.2021.

Er ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.


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Bürger als Pawlowsche Hunde

Der Tod der Vernunft

Mit den Auswüchsen der Impfkampagne geht ein Absterben rationalen Denkens in der Gesellschaft einher — damit ist das Tor für schlimmste Gräueltaten geöffnet.

von Nicolas Riedl

Impfkampagne

Quelle: Liz Masoner/pixabay.com

Voltaire wird folgendes Zitat zugeschrieben: „Wer dich dazu bringt, Absurditäten zu glauben, bringt dich auch dazu, Ungeheuerlichkeiten zu tun.“ Der Satz verdeutlicht, dass das Dahinschwinden rationalen Denkens in der Masse der Gesellschaft eine erhebliche Gefahr birgt. So lustig einem im ersten Moment die Handlungen einer von allen guten Geistern verlassenen Menschenherde vorkommen können, so schnell kann einem das Lachen vergehen. Die Frage ist, wozu diese irrationalen Menschen noch imstande wären. Die verbliebenen kritischen Geister im Land spotten vielleicht über Menschen, die auf dem Fahrrad mit Maske über einen menschenleeren Feldweg fahren. Doch wenn dieser Mensch eine derart absurde Handlung nicht als solche erkennt, in welchen Bereichen wird er sonst noch völlig blind sein? Wird er Unrecht als solches erkennen können und der Grausamkeit offen entgegentreten? Und wie wird sich dieser maskierte Radler verhalten, wenn er sieht, dass Menschen auf offener Straße verprügelt werden?

Die Irrationalität triumphierte

Bereits Ende April verfasste ich einen Beitrag mit dem Titel „Triumph der Irrationalität„, der anscheinend einen Nerv traf und vergleichsweise sehr viral ging. In diesem analysierte ich anhand eines RTL-Beitrags die Reaktionen von Passanten auf die „Impfen = Freiheit„-Lichtinstallation am Düsseldorfer Rheinturm. Die vorgestellten Fußgänger waren ein mustergültiges Beispiel für Menschen, denen jegliche Rationalität abhandengekommen ist. Will heißen, dass sie über keine kritisch-analytische Integrität verfügen, sondern einem Schwamm gleichkommend alles aufsaugen, was ihnen an Gedanken aufgegossen wird.

Im Grunde genommen dachte ich, mit diesem Artikel bereits alles gesagt zu haben. Doch Meldungen der zurückliegenden Tage und Wochen, die einem wahrlich die Kinnlade runterfallen lassen, belehrten mich eines Besseren. Da ich dem inneren Drang nicht widerstehen kann, das zu kommentieren, folgt nun auf dem oben genannten Beitrag aufbauend ein verschriftlichtes Haareraufen in Reaktion auf die abstrusen Blüten der Impfkampagne. Hierzu seien die wichtigsten Thesen des genannten Beitrags stichpunktartig zusammengefasst:

  • Die Impf-Maxime wird mit einem religiösen Eifer und in kultischer Manier transportiert.
  • Die Menschen geraten psychisch in einen Prozess der Regression, in welchem sie sich in den infantilen Status eines Kindes zurückentwickeln (1).
  • Der Triumph der Irrationalität ist zugleich der Triumph der Biopolitik — die Biopolitik, deren Feld der Machtausübung der Körper eines jeden Einzelnen ist (2). So bekennen die Befragten im genannten RTL-Beitrag, sie würden sich sofort impfen lassen — mit was, das sei ihnen egal.
  • Es findet zudem eine historische Regression statt — die sprachliche Nähe von „Impfen = Freiheit“ zu „Arbeit macht frei“ wird überhaupt nicht erkannt.

Die Irrationalität hat triumphiert. Betrachten wir nun, was auf diesen Triumph folgt. Es sind die Arten der Impfanreize, die fassungslos machen. Im genannten Beitrag erwähnte ich bereits einen Impfanreiz in Form von je einer Flasche Eierlikör, die der Chef einer Pflegekette einem jeden geimpften Angestellten in Aussicht stellte. Sie finden bereits das absurd? Dann schnallen Sie sich gut an — es folgen geistige Luftlöcher!

Impfanreize — „Ist dies Wahnsinn, so hat es doch Methode.“ (Shakespeare)

Bevor wir uns in die Impf-Geisterbahn setzen, sei hier noch ein Fakt vorab in Erinnerung gerufen. Dafür muss man wahrlich nicht Medizin studiert haben, eigentlich müsste das auch jedem Laien bekannt sein. Eine Impfung stellt in aller Regel eine temporäre Schwächung des Immunsystems dar. Es ist von daher ratsam, sich in den Tagen danach nicht zu verausgaben. Dazu zählt auch, dass man in diesem Zeitraum mehr als sonst auf eine gesunde Lebensweise achten sollte.

Ich selbst bin mehrfach — mit „normalen“ Stoffen — geimpft und erinnere mich noch gut an die ärztlichen Ratschläge, nach erfolgter Injektion die nächsten Tage lieber eine ruhige Kugel zu schieben und mich nicht allzu sehr zu verausgaben. Behalten wir uns diese Binsenweisheit im Hinterkopf. Und nun: Augen zu und durch!

Impf-Frühschoppen

Bitte nicht verlesen! Die Rede ist hier nicht von „Shoppen“, sondern vom „Schoppen“. Mir als Bayer erschließt sich der Begriff „Schoppen“ trotz Duden in diesem Kontext nicht wirklich. Jedenfalls werden im nordrhein-westfälischen Attendorn die Menschen mit dem sogenannten Frühschoppen ins Impfzentrum (IZ) gelockt.

Beim Hellweger Anzeiger — der sich angesichts der Schlagzeile selbst nicht so ganz entscheiden kann, ob er nun „Schoppen“ oder „Shoppen“ meint — liest sich das so:

„Um Anreize zum Impfen zu schaffen, wurde im Sauerland ein regelrechtes Fest am Impfzentrum veranstaltet. Der Frühschoppen mit Blasmusik, Brezeln und alkoholfreiem Bier war ein voller Erfolg.“

So so, Impfen bei Blasmusik? Müssten der Corona-Logik nach die Aerosole durch die Trompeten nicht wild durch die Luft geschleudert werden? Aber geschenkt!

Bleiben wir gleich mal im Ort Attendorn — das scheint ein regelrechtes Mekka des Corona-Kults zu sein.

Impf-Party — Wochenende! Impfen! Geil!

Anfang Juli fand in besagtem Ort doch tatsächlich eine „Impf-Party“ statt. Wer dachte, dass es nichts Hirnrissigeres als Masern-Partys gibt, wird hier eines Besseren belehrt. Das IZ wurde in eine Club-Location umgebaut, in welcher man sich unter den Disco-Kugeln ungetestete „Impfstoffe“ in die Venen rammen lassen konnte.

Dazu gab es Cocktails, die nach den Impfstoffen umbenannt waren: „Sex on the Beach“ wurde zum Platzhalter für Astra Zeneca, „Havana Tropical“ für Moderna, „Solero“ für Biontech und Erdbeer-Bowle für Johnson & Johnson. Es gab auch Aperol Spritz. Der hieß dort Zweitimpfung.

Doch in beiden ist nicht drin, was der Name jeweils verspricht: Weder sind in den „Impfstoffen“ die medizinischen wie politischen Heilsbringer für die Gesundheit und Freiheit enthalten, noch enthielten die Cocktails, was nach offizieller Rezeptur hätte drin sein müssen — Alkohol. Für die „Impflinge“ mag das zwar durchaus vorteilhaft sein, wenn der Körper neben den ungetesteten „Impfstoffen“ nicht auch noch zusätzlich den Alkohol verarbeiten muss. Aber im Umkehrschluss bedeutet dies ja, dass die Partygäste im nüchternen Zustand etwas taten, was vernünftige Menschen nicht einmal im Vollsuff täten — sich gegen eine Erkrankung im Gefährlichkeitsbereich einer saisonalen Grippe mit ungetesteten, neuartigen „Impfstoffen“ zu spritzen.

Auf die Rationalität, Prost!

Impfen im Supermarkt

In Supermärkten soll demnächst geimpft werden. Nicht nur auf den Parkplätzen, sondern in den Märkten selber. Das ist bemerkenswert, sind Supermärkte doch wahrlich kein Hort der Gesundheit. Das Sortiment eines Edeka oder Rewe-Marktes auf die wirklich unbedenklichen, gesunden Produkte reduziert, würde in einen kleinen Tante-Emma-Laden passen.

Nun sehen wir also demnächst Menschen in den Supermarkt strömen, um sich der Gesundheit wegen impfen zu lassen und sich danach zuckerhaltige, giftige, künstliche Nahrungsmittel und hochtoxische Haushaltsmittel zu beschaffen.

Dass allein der Zucker ein vielfaches mehr an Menschen dahinrafft, als es Corona je könnte, ist entweder niemanden bekannt oder es wird schlicht ignoriert.

Wir dürfen uns jedenfalls schon freuen auf kleine Impfboxen neben den Süßigkeitenregalen — ein fast schon mustergültiges Beispiel für kognitive Dissonanz.

Impf-Drive-in

„Scheibe runter, Arm raus, weiterfahren: Mehrere deutsche Städte haben in den vergangenen Wochen Massenimpfungen am Drive-in-Schalter durchgeführt.“, titelt RND.

Und was ist mit der ärztlichen Voruntersuchung, die bei einer Impfung immer geboten ist? Fragt an den Drive-in-Schaltern überhaupt jemand, ob der zum Dauerpatienten degradierte Mensch Vorerkrankungen hat? Ob er sich heute gesundheitlich wohlfühlt? Wird etwa überprüft, ob die Person vielleicht gerade einen Schnupfen oder eine andere Erkrankung hat und deswegen besser nicht „geimpft“ werden sollte? Ja, wird die „Impfung“ überhaupt von medizinisch geschultem Personal durchgeführt, gar von einem Arzt? Oder sitzen dort behelfsmäßige Laien vom Schlag eines Faktenchecker-Redakteurs? Also irgendwelche Kunstpädagogik-Studienabbrecher, die sich ohne medizinische Ausbildung erdreisten, renommierten Ärzten die Kompetenz abzusprechen und daraus schlussfolgernd auch fachlich dazu befähigt sind, vorbeifahrenden Menschen Spritzen in den Oberarm zu jagen?

Hol das Leckerli! — Impfung gegen Bratwurst

Wenn man Menschen mit einer Flasche Eierlikör zur Impfung bewegen kann, dann kann man sie auch mit anderen Verbrauchsgütern im einstelligen Eurowertbereich zur Injektion locken. Aber Menschen mit Bratwürsten zu locken, hat dann doch noch mal ein ganz eigenes „Geschmäckle“.

Ein Geschöpf, das mit einer Wurst für eine vollbrachte Leistung belohnt wird — woran denken Sie? An einen Menschen — oder doch eher an einen Hund?

Ja, hier zeigt sich die Abschaffung des Menschseins in aller Deutlichkeit. Der Mensch wird zum Nutztier. Schauen Sie sich doch nur an, wie die Menschen in Scharen in der Schlange der IZ stehen, wie arme Tiere aus der Massentierhaltung, die ihrer Schlachtung entgegensehen. Die Menschen werden gelockt, wie Fische, denen man einen Köder ins Wasser wirft. Es wirkt fast so, als würde der breiten Masse der Menschen nun das gleiche Schicksal blühen, welches sie bei Milliarden von Nutztieren aus der Massentierhaltung billigend in Kauf nahmen. Sie werden in Herden getrieben, registriert, mit temporären Leckerlis verlockt und dann …

Wo steht der Mensch in seiner Entwicklung, wenn er geistig so weit abgerichtet ist, dass er sich im Gegenzug zu einer in drei Minuten verputzbaren Bockwurst eine womöglich lebensverändernde Injektion verpassen lässt?

Ist das der mündige Bürger, der zu werden wir in der Schule angehalten wurden? Ist das der Mensch nach dem Idealbild Kants? Was ist aus der Aufklärung geworden? Wo sind die Erkenntnisse aus dieser Epoche hin?

Ich sage Ihnen, was aus der Aufklärung wurde: Stellen Sie sich vor, die Aufklärung wäre Senf. Scharfer Senf. Und dieser Senf befindet sich im Bratwurst-Hotdog, den der Frischgeimpfte für seine Injektion erhalten hat. Und dieser Senf spritzt — als der Geimpfte in seine Gratis-Bratwurstsemmel beißt — direkt auf sein Shirt. Mit einem angewiderten „Uuuh“ streift er den Senffleck vom Shirt, von wo aus er auf dem Asphalt, auf den ein Hinweis zur Maskenpflicht aufgetragen ist.

McImpfen — Bleiben Sie gesund, gehen Sie zu McDonald‘s!

„Jetzt kann man sich sogar bei McDonald‘s impfen lassen“, titelt Tag24 ganz begeistert. Auch anderorts wirbt McDonald‘s damit, dass man sich in der Filiale oder durch den davor parkenden Impfbus spritzen lassen kann und im Gegenzug ein Menü erhält.

Erinnern Sie sich bitte an den Hinweis zu Beginn dieser Auflistung. Es geht hier doch vornehmlich um Gesundheit, oder nicht?

Wie um alles in der Welt können Menschen diese Widersprüchlichkeit nicht erkennen? Der Gesundheit wegen zu McDonald‘s zu gehen? Sich erst eine Spritze verabreichen zu lassen — von der die Menschen überzeugt sind, sie diene ihrer Gesundheit — aber sich danach als „Dankeschön“ ein Essen reinpfeifen, welches nicht einmal Maden anrühren?

Es ist doch wirklich kein großes Geheimnis, dass Fast Food von McDonalds alles andere als gesund ist. Und wer sich bereitwillig davon ernährt, scheint sich doch sowieso nicht sonderlich für die eigene Gesundheit zu interessieren. Die, die sich in oder vor McDonalds impfen lassen und dafür ein McMenü spendiert bekommen — machen die das wirklich einfach nur für die Illusion, durch die Impfung wieder Freiheit zu erlangen? Oder schlimmstenfalls sogar einfach nur, um gratis Pommes und Burger abzustauben?

Vergegenwärtigen wir uns noch einmal:

Impfungen wurden in der alten Normalität in Arztpraxen und in Krankenhäusern von medizinisch geschultem Personal, respektive einem Arzt durchgeführt. Ihnen ging verpflichtend eine Beratung sowie eine neutrale (!) Aufklärung über Nutzen und Risiko voraus.

Ob das bei McDonalds ebenso eingehalten wird? Und wer führt die Impfung eigentlich durch? Ein Ronald-McDonald-Clown?

Und für McDonald‘s gilt ebenso wie für die Impf-Bratwurst: Konsum von Fleisch aus der Massentierhaltung schadet nicht nur dem, der es isst, sondern auch allen anderen Menschen. Das sei hier nur stichpunktartig aufgeführt: Grundwasserverschmutzung, Erzeugung multiresistenter Keime und vieles mehr.

Will heißen, dass Massentierhaltung real die Gesundheit anderer gefährdet. Aber ging es bei der Impfung nicht vordergründig darum, andere zu schützen? Stellt es dann nicht einen eklatanten Widerspruch dar, sich einerseits „für andere“ zu impfen, aber anderseits dann eben jene „anderen“ durch den eigenen Fleischkonsum zu gefährden? Und sollte man angesichts der Keimbelastung von Billigfleisch aus der Massentierhaltung vor dem Tüteninhalt seines McMenüs oder der Bratwurst, die man im Gegenzug zur Corona-Impfung erhielt, nicht deutlich mehr Angst haben als vor diesem Virus? Das Virus, dessen Letalitätsrate für Unter-70-Jährige bei 0,05 Prozent und insgesamt bei 0,23 Prozent liegt (3)?

Wenn die Rationalität fällt …

Unterm Strich basieren sämtliche Impfanreize auf der Handlungsmaxime, man müsse die Impfungen dahin bringen, wo die Leute seien, whatever it takes. Die Impfung müsse den Leuten allerorten aufgedrängt werden. Die Impfunwilligkeit und -müdigkeit wird wie ein unerwünschter, zu behebender Defekt betrachtet, nicht als eine legitime Entscheidung des Einzelnen. Es herrsche eine Corona- und Impfmüdigkeit, heißt es. Daher brauche es die Anreize — und seien sie noch so billig —, damit das potenziell immerzu kranke Patienten-Vieh sich doch noch für die Impfung entscheidet. Das erinnert an den ungleichen Deal zwischen amerikanischen Ureinwohnern und europäischen Siedlern, die Ersteren gegen wertlose Murmeln und Perlen ihre Reichtümer und Ländereien „abkauften“.

Der Mensch wird nicht mehr als mündiges Wesen betrachtet, das seine Entscheidungen selbst fällen und für sich Verantwortung übernehmen kann. Und jene, die diese Fähigkeit eines mündigen Bürgers beanspruchen, werden pathologisiert, „idiotisiert“ und kriminalisiert. Die Willfährigkeit, mit der die Masse all das über sich ergehen lässt, gibt den Akteuren Recht. Die Masse der Menschen lässt es wirklich mit sich machen. Sie lässt sich wie eine Tierherde dressieren, locken und konditionieren.

Man könnte nun darüber lachen, über diese gesellschaftsfähige Idiotie. Doch leider ist sie alles andere als zum Lachen. Denn der Wegfall der Rationalität in breiten Teilen der Gesellschaft birgt eine nicht zu unterschätzende Gefahr.

Mit „Rationalität“ ist in diesem Zusammenhang nicht das rein verkopfte Denken unter Auslassung der Emotionen gemeint. Wäre eine Gesellschaft rein rational gepolt, sodass ihre Mitglieder in utilitaristischer Manier rein nach Kosten-Nutzen-Abwägungen ihre Entscheidungen zum Zweck der Nutzenmaximierung fällten, wäre dies ebenso wenig ein wünschenswerter Zustand. Der Begriff der Rationalität soll bei dieser Betrachtung als ein Zusammenspiel von logischem Denken und der Herzebene im empathischen und angstfreien Zustand verstanden werden. Immanuel Kant wird folgendes Zitat zugeschrieben:

„Vernunft ist durch das Herz gebrochener Verstand.“

Somit könnte man auch von „Vernunft“ statt von „Rationalität“ sprechen, doch da der Vernunftbegriff in der Corona-Debatte sehr sinnverzerrend konnotiert ist, bleiben wir beim Begriff „Rationalität“ nach oben genannter Definition.

Wenn also diese Rationalität wegfällt, verliert die Gesellschaft als Kollektiv einen Sicherungsschalter, eine Schutzschicht, ein Bollwerk gegen die Barbarei. Vielleicht mag das auf den ersten Blick ungeheuerlich und vollkommen übertrieben wirken. Aber denken wir das einfach mal weiter und erinnern uns an das Voltaire-Zitat aus der Einleitung:

„Wer dich dazu bringt, Absurditäten zu glauben, bringt dich auch dazu, Ungeheuerlichkeiten zu tun.“

Sich mit einem ungetesteten „Impfstoff“ spritzen zu lassen, um im Gegenzug eine Bratwurst zu erhalten, ist eine Absurdität, wenn der oder diejenige glaubt, dadurch einen Vorteil zu erlangen. Dieses Beispiel für eine irrationale, abstruse Handlung ist dabei nur eine Variable, ein Platzhalter für weitere absurde Entscheidungen. Überlegen Sie mal: Wenn ein Mensch für nur eine Bratwurst so etwas mit sich machen lässt — zu was wäre dieser Mensch imstande, erhielte er im Gegenzug zwei kostenlose Bratwürste? Seinen ungeimpften Nachbarn zu melden? Sich für eine Nacht einer Nachbarschaftswache anzuschließen, die auf den Straßen patrouillierend die Ausgangssperre für Ungeimpfte kontrolliert?

Warum sollte jemand, der sich bei McDonald‘s impfen lässt und dies nicht für „seltsam“ erachtet, skeptisch werden oder gar die Stimme erheben, wenn beispielsweise massenhaft Eltern das Sorgerecht entzogen wird und Kinder gegen den elterlichen Willen geimpft werden?

Warum sollte jemand, der sich im Supermarkt impfen lässt und anschließend billigstes Junkfood auf das Kassenband legt, aufbegehren, wenn Ungeimpfte den Laden nicht mehr betreten dürfen?

Wenn in einem Bereich nicht rational gedacht und gehandelt wird, warum sollte es dann in einem anderen Bereich anders sein? Solche Menschen werden vermutlich nicht einmal dann die Paradoxie erkennen, wenn an der Schiebetür der Märkte ein regenbogenfarbener LGBTQ-Aufkleber als Symbol der Toleranz und der Nichtdiskriminierung hängt, die allerdings bei der Frage des Impfstatus endet und zur Folge hat, dass Türsteher Ungeimpfte nicht mehr hereinlassen.

Zusammengefasst: Fällt die gesellschaftliche Rationalität, fällt der Schutz vor Barbarei. An die Stelle, wo vormals rationales Denken stand, kann nun jede noch so abstruse Gräueltat treten.

Oasen der Rationalität schaffen

Es wäre freilich falsch zu behaupten, die Gesellschaft hätte nicht schon vor 2020 ihre Lücken und Defizite hinsichtlich der Rationalität gehabt. Doch was die Blüten der neuen Normalität gegenüber der alten unterscheidet: Die Einschläge kommen näher. Kannte man vormals Irrationalitäten von irrwitzigen Fehlplanungen wie etwa dem Berliner Flughafen oder Stuttgart 21, EU-Normen für Gurkenkrümmungen oder Ähnliches, so geht der Spalt der Irrationalität nun bis in die Intimsphäre. Und hier gilt es, sich in Schutz zu nehmen.

Man muss sich vor Augen führen, dass der Großteil der Bevölkerung nicht mehr im Besitz eines klaren Verstandes ist, dass dieser von Angst und anderen übermächtigen Emotionen — hoffentlich nur vorübergehend — schachmatt gesetzt wurde. In einem solchen Zustand kann man diesen Menschen nicht mehr mit rationalen Argumenten, Fakten oder Zahlen kommen. All das wird abgeblockt, um die eigene Sicht der Dinge aufrechtzuerhalten und um eine erlebte kognitive Dissonanz zu verhindern.

Von diesen Menschen muss man sich fernhalten, sowohl um sich selbst zu schützen als auch diese Menschen davor zu bewahren, sich in dem Rausch ihrer Irrationalität unverzeihlicher Verbrechen schuldig zu machen. Es bleibt einem vorerst nichts anderes übrig, als sich mit den restlichen Menschen, die des rationalen Denkens noch fähig sind, zusammenzuschließen, um diese Zeit zu überstehen. Die Qualität der Beziehung wird in den nächsten Jahren schwerer wiegen als die Quantität.

Wohin das führt, ist schwer vorauszusagen. Vielleicht ist diese Fontäne an Irrationalität der notwendige Kulminationspunkt, um die Verwerfungen der vergangenen 200 Jahre sichtbar zu machen, die seit 2020 wie unter dem Brennglas so deutlich wie nie zuvor erkennbar werden. Vielleicht ist dies aber auch der Rückfall hin zu den Verwerfungen der voraufklärerischen Dunkelzeit des Mittelalters — allerdings unter der Flagge der Aufklärung.


Quellen und Anmerkungen:

(1) Czycholl, Aaron; Czycholl, Dietmar; Maaz, Hans-Joachim: Corona Angst Was mit unserer Psyche geschieht, Berlin, 2021, Frank & Timme Verlag, Seite 93 bis 117.
(2) Agamben, Giorgio: Homo sacer — Die souveräne Macht und das nackte Leben, Frankfurt am Main, 2019, Suhrkamp, Seite 127.
(3) Bhakdi, Sucharit; Reiss, Karina: Corona Unmasked – Neue Zahlen, Daten Hintergründe, Berlin, 2021, Goldegg Verlag, Seite 101.


Dieser Artikel erschien auf Rubikon am 05.08.2021 und ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.


Nachtrag 14.09.2021:

Musterschreiben: Strafanzeige gegen illegale Werbung für Impfungen und Arzneimittel


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Pandemie-Fragen von Darren Allen (Teil II)

Die Nagelprobe

Maßnahmen-Befürworter sollten sich bestimmte Fragen stellen, ehe sie stur diesen zerstörerischen Kurs bis zum bitteren Ende mitgehen. Teil 2/2.

von Rubikons Weltredaktion

Im Folgenden finden Sie eine kritische Zusammenfassung der Coronavirus-Geschichte. Außerdem eine Liste von Fragen, gerichtet an Menschen, die die Lockdowns unterstützt haben und die glauben, dass wir im Jahr 2020 einer einzigartigen Bedrohung ausgesetzt waren, die diese rechtfertigte — zusammen mit sozialer Distanzierung, Masken, Impfstoffen, Tracking-Apps und all dem. Die meisten, wenn nicht alle diese Fragen sollten überzeugend beantwortet und nicht einfach mit ein paar billigen Einwänden und Etiketten abgetan werden — allen voran natürlich die Worthülse „Verschwörungstheoretiker“. Wenn Sie also Lockdowns unterstützt haben, dann schlage ich vor, einen näheren, ernsthaften Blick auf das Folgende zu werfen. Wenn Sie gegen Lockdowns waren, wird dieser Artikel hoffentlich Ihre Position stärken. Sie können ihn dann an so viele Menschen wie möglich weiterleiten, die nicht Ihrer Meinung waren. Bitten Sie sie höflich um eine Liste von Antworten.

von Darren Allen

(Teil 1)

… aber das allgemeine Empfinden schien ziemlich gleich zu sein. Ein paar Linke schürten fröhlich die Flammen des PANDEMISCHEN TERRORS mit ein paar Pro-Masken-Tweets und Kritik, dass wir nicht hart genug abriegeln (ich spreche von hier in Großbritannien, dem drittstrengsten Lockdown der Welt), aber die meisten waren still. Das Thema war „zu spaltend“, die Emotionen kochten „zu sehr hoch“, man sollte sich besser auf die Labour Party oder Israel oder die Umwelt konzentrieren, irgendetwas, irgendetwas anderes.

Ein Jahr zuvor schrieb ich einen Artikel, in dem ich die Linke aus einer anarchistischen Perspektive verurteilte. Ich schrieb darüber, wie die oben aufgeführten Leute im Grunde alle systemtreue Sozialisten sind; in ihrer Unterstützung für die Demokratie (die niemals funktionieren kann), für den Staat und für Technologie oder technokratische Lösungen für unsere kollektiven Übel, in ihrer unkritischen Haltung gegenüber Expertentum, in ihrem Relativismus, in ihrem schwachen Reformismus und in ihrem mittelmäßigen Output. Einige wenige reagierten auf meine Kritik mit kindischen Verunglimpfungen und oberflächlichen Argumenten, aber die meisten ignorierten sie — und mich. Vorhersehbarerweise verschwand die Unterstützung, die ich von Media Lens, Cook, Zerzan und Graeber erhalten hatte.

Ich bat den OffGuardian, das Stück zu veröffentlichen, der sich, obwohl er mich unterstützte, weigerte, mit der Begründung, dass es die Linke auf ungute Weise spalten würde. Dann schlug die „Pandemie“ zu und es wurde jedem, der sich tatsächlich gegen das System stellt, klar, dass die sogenannte Linke Teil des Systems ist. Nicht im Sinne einer „kontrollierten Opposition“ — eine lächerliche Idee — sondern in ihrer Akzeptanz (sogar Bedürfnis nach) seiner fundamentalen Natur. Alle diese Leute sind Mitglieder der professionellen Klasse. Selbst diejenigen, die in ihrer „Arbeiterklassenherkunft“ aufgewachsen sind (und sie deshalb verraten haben), haben ihr Leben damit verbracht, für und durch professionelle Institutionen zu arbeiten. Sie sind institutionalisiert.

Warum haben alle den Lockdown akzeptiert?

Die Institutionalisierung geht sehr tief. Es geht nicht nur darum, die „Werte“ des Staates, der Ärzteschaft, des Christentums oder welcher Ideologie auch immer die Institution gerade frönt, zu akzeptieren. Gezwungen zu sein, als integraler Bestandteil großer, komplexer sozialer Systeme zu leben, verändert Mann und Frau zutiefst. Es macht sie abhängig vom System — von seinen verschiedenen Institutionen — und damit gefügig. Es unterdrückt und stumpft ihre Individualität und Sensibilität ab und zwingt sie dazu, skeptisch — ja sogar ängstlich — gegenüber ihren Sinnen und ihrer eigenen gelebten Erfahrung zu werden. Das institutionelle System, mit einem Wort, domestiziert Mann und Frau.

Ich erkläre den Prozess hier ausführlich. Es genügt zu sagen, dass der Hauptgrund dafür, dass so viele Menschen, besonders aus der Mittelschicht (und so viele von uns im Westen sind jetzt in diesem Sinne Mittelschicht) a) so viel Angst vor einem grippeähnlichen Virus hatten, der für sie keine Gefahr darstellte, und b) sowohl die offizielle Propaganda als auch die „Notwendigkeit“ von Lockdowns akzeptierten, darin liegt, dass sie in ihrem tatsächlichen Leben so wenig Erfahrung mit Unsicherheit, Tod und echter psychologischer Unabhängigkeit haben. Sie mögen diese Dinge auf ihren wundersamen Reisen gesehen haben, aber sie haben sie nie leben müssen.

Die stützende Struktur einer sich institutionalisierenden Zivilisation war ein ständiger, lebenslanger Schutzschirm, oder Filter, der über ihre bewusste Erfahrung gespannt war. Sie mögen wunderbar radikale Meinungen über Politik, die Umwelt und sogar die Zivilisation haben, aber wenn es hart auf hart kommt, sind das nur Meinungen.

(Der Grund, warum es übrigens so aussah, als sei die Anti-Lockdown-Bewegung „rechts“, war, dass die meisten Menschen, die tatsächlich mit Unsicherheit, Krankheit, Unbehagen, Tod und Schmerz umgehen mussten — die armen und arbeitenden Klassen — und die deshalb nicht dazu neigen, sich vor grippalen Viren, menschlichem Kontakt und verklemmtem Supermarktpersonal zu fürchten, aufgrund ihrer eigenen dummen Konditionierung auch eher dazu neigen, für die Kapitalmacht als für die Arbeitsmacht zu stimmen. Sie können durchaus unterwürfige Feiglinge sein, sind aber im Großen und Ganzen mutiger und vernünftiger als die moralischen und physischen Schwächlinge, die angestellt werden, um sie zu belehren, zu bepredigen und zu verarzten).

Die Unabhängigkeit vom institutionalisierenden System — psychische und geistige Unabhängigkeit also, physische Unabhängigkeit ist so gut wie unmöglich — führt zur Wahrheit und zum Vertrauen, zur Wahrheit der eigenen, einzigartigen Erfahrung und Kritikfähigkeit und zum Vertrauen in diese Erfahrung — ganz zu schweigen vom eigenen Immunsystem oder von der Fähigkeit des Menschen, Gesundheit selbst zu finden, statt sie von oben verordnet zu bekommen.

Weil so wenige Menschen in irgendeinem nennenswerten Sinne unabhängig sind, sind sie den Lügen, Drohungen und Bestechungen des Systems im Wesentlichen hilflos ausgeliefert, wie der weltweite Lockdown deutlich gezeigt hat.

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Bleiben Sie zu Hause und bleiben Sie gesund, bleiben Sie zu Hause und retten Sie Leben, bleiben Sie zu Hause und erhalten Sie kostenloses Geld, bleiben Sie zu Hause und sehen Sie (vielleicht) Ihre Familie, bleiben Sie zu Hause und vermeiden Sie den Kontakt mit ihnen, bleiben Sie zu Hause und kämpfen Sie gegen „Verschwörungstheoretiker“ und „Anti-Vaxxer“, bleiben Sie zu Hause und leben Sie Ihr ganzes Leben über den Bildschirm, bleiben Sie zu Hause oder Sie werden von den Sicherheitsleuten im Supermarkt zurechtgewiesen, bleiben Sie zu Hause oder riskieren Sie eine fast lächerlich hohe Geldstrafe … Und so weiter.

Es gehörte nicht viel dazu, um die Superreichen davon zu überzeugen, eine Maske für die Kameras aufzusetzen, während sie sich an einer Welt erfreuten, die nun von einfachen Menschen gesäubert war. Es gehörte auch nicht viel dazu, um Akademiker, Intellektuelle, Ärzte, Anwälte, „Radikale“ und Manager zu überzeugen, eine „Notwendigkeit“ zu akzeptieren, zu Hause zu bleiben, ihren einflussreichen Status zu behalten oder zu vergrößern, während, wie J.J. Charlesworth bemerkte, die Menschen der Arbeiterklasse ihnen die Dinge lieferten. Und es gehörte sicher nicht viel dazu, die verwirrte, schwache, paranoide, verunsicherte und selbstgerechte Generation von Eloi, die die Maschine geschaffen hat, dazu zu bringen, unkritisch den offiziellen Verlautbarungen zu gehorchen und sich weiter in ihre anitseptischen Raumanzüge zu verkriechen.

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Das heißt natürlich nicht, dass jeder, der den Terror abgelehnt hat, ein selbstbewusstes, unabhängig denkendes Genie ist. Weit gefehlt. Einige der schlimmsten Elemente des rechten Flügels, durchgeknallte Verschwörungsspinner, sehr wütende Menschen ohne Sinn für Humor, mikrofaschistische Kleinunternehmer und Gott weiß, wer sonst noch, sind alle auf den Anti-Lockdown-Zug aufgesprungen, und natürlich wurde die „Schwachmaten-Täuschung“ (sich auf das schlimmste Beispiel einer Gruppe zu stürzen, um eine ganze Philosophie oder einen Standpunkt abzutun) enthusiastisch eingesetzt, um sie zum Entgleisen zu bringen, indem man über David Icke und Alex Jones lachte oder über die Tatsache, dass Right Said Fred keinen Doktortitel in Tropenkrankheiten hat.

Warum gab es einen Lockdown?

Diese Frage, so interessant und nützlich sie auch ist, über die Antworten zu spekulieren — von denen einige sicherlich wahrscheinlicher sind als andere — ist, das muss man unbedingt verstehen, zweitrangig. Dass wir ohne Grund eingesperrt wurden, ist weitaus wichtiger als der eigentliche Grund dafür, der, wie ich schreibe, letztlich immer noch ein Rätsel ist.

Die Tatsache, dass ein massiver Finanzcrash unmittelbar bevorstand und dass eine „kontrollierte Zerstörung“ (das Zusammenbrechen der Wirtschaft und die Drosselung der Produktion auf eine die Elite nicht allzu sehr beeinträchtigende Weise, um sie dann wieder aufzubauen) der einzig gangbare Weg ist, um mit einer von Natur aus inflationären Schuldenwirtschaft umzugehen, die mit Sicherheit jeden Augenblick implodieren wird, sollte vielleicht in Betracht gezogen werden; die ständige Arbeit, die von den Organisationen der Elite geleistet wird, um ihre Bevölkerungen in einem Zustand des erträglichen Terrors zu halten (Kommunisten, Drogenbarone, Terroristen, etc. etc.) könnte man ebenfalls in Betracht ziehen; ebenso wie die Ziele transnationaler Organisationen wie des Weltwirtschaftsforums, die zumindest die globale Reaktion auf die „Pandemie“ beeinflusst und sie in Richtung ihrer offen erklärten transhumanistischen Agenda getrieben haben.

Man könnte auch anmerken, dass die Wirtschaft seit April letzten Jahres boomt, dass die Superreichen jetzt mehr oder weniger die Welt für sich allein haben, während wir Proleten zum und vom Supermarkt huschen; dass Milliardäre während der Pseudopandemie um mehr als 50 Prozent reicher geworden sind; und dass Staaten überall ihre Befugnisse unter „Notfall“-Bedingungen massiv erweitert haben, absolut ohne jede Aussicht, dass sie sie je zurückgeben werden. Eine weitere bedenkenswerte Tatsache ist, dass die Zivilisation auf einem ökologischen Fundament ruht, das nun fast vollständig aufgezehrt ist, was sicherlich zu noch nie dagewesenen — schrecklichen — Unruhen führen wird; für diejenigen, die die Erd-AG kontrollieren, wäre es sicherlich nützlich, wenn wir alle in einem techno-faschistischen Lock-up leben würden, falls und wenn dies geschieht.

Aber die Details sind schwer greifbar, wie sie es gewöhnlich sind, wenn massive Verbrechen begangen werden. Was wir wissen, und das schon lange, ist, dass das technokratische System, wie Lewis Mumford, Jacques Ellul und Ivan Illich uns lehrten, seine eigenen Prioritäten, seine eigenen Ziele, seine eigene „Intelligenz“ und seine eigene unaufhaltsame Dynamik hat, und diese Dynamik geht — und kann nur in eine Richtung gehen: mehr Kontrolle.

Mehr Kontrolle über die Natur, über die menschliche Natur, über die Kultur, über alles. Nichts anderes macht für das System „Sinn“; das System, dem Politiker, CEOS, Fachleute und sogar Rebellen der Linken und Rechten alle dienen; weshalb es mit jedem Jahr, das vergeht, in jedem Land auf der Erde — kapitalistisch, kommunistisch, monarchistisch, was auch immer — immer weniger Wildheit gibt, immer weniger persönliche oder kollektive Freiheit, immer weniger gemeinsamen Raum, in dem man sich bewegen kann, immer weniger Überraschung und immer weniger Gelegenheit für Kritiker dieser Zombie-produzierenden Maschinenwelt, gehört zu werden.

All dies geschieht automatisch. Die globale Elite, mit anderen Worten, hat keine signifikante Macht über die Maschine, die sie besitzt und verwaltet, und sie hat nicht plötzlich beschlossen, die Welt zu übernehmen. Es ist ein Prozess, der schon lange im Gange ist (ich behaupte 10.000 Jahre — aber die aktuelle, letzte Phase geht auf die neoliberale Revolution in den 1970er Jahren zurück).

Es gab in diesem Fall eindeutig konzertierte und konspirative Bemühungen, eine Krise zu fabrizieren — wie frühere Versuche, Panik wegen SARS, MERS und so weiter zu schüren, zeigen —, aber die technokratische Elite (die Politiker, Manager, Fachleute, reichen Grundbesitzer und mächtigen CEOS der Welt) arbeiten im Grunde nicht bewusst. Sie arbeiten einfach in Hinblick auf die technokratische Notwendigkeit, weshalb also die Fokussierung auf die spezifischen Verantwortlichen, die spezifische Politik spezifischer Politiker, die spezifischen Unternehmen, die hinter dem Verbrechen stehen, über das Sie sich empören mögen, und die spezifischen Aktivitäten spezifischer Institutionen … weshalb eben all das nebensächlich ist und letztlich die Übel der Welt verewigt.

Nehmen Sie, um ein Beispiel zu nennen, die Impfpässe. Wie die meisten Menschen feststellen, sind sie für die „Wiedereröffnung der Gesellschaft“ sicher nicht notwendig, weil diese nicht stattfindet. Wie Ian Brown anmerkte

da die „Impfstoffe“ weder die Übertragung noch die Infektion verhindern (sagen die Hersteller), wie kann dann ein „Impfpass“ die Übertragung eines Virus verhindern?

Warum sind diese also notwendig? Wenn der Massenmörder Tony Blair im Fernsehen sagt, dass wir digitale Ausweise brauchen, um Zugang zur Gesellschaft zu haben, und dass diejenigen ohne diese Ausweise von denen mit diesen Ausweisen getrennt werden sollten, dann wissen Sie ziemlich genau, wer davon profitiert, und wo wir moralisch, ideologisch und sogar praktisch stehen. Sie sind nicht notwendig, nicht für normale Menschen.

Aber obwohl einer der bösartigsten Menschen auf dem Planeten seit einiger Zeit auf eine Welt drängt, in der nur die Gehorsamen Zugang zur Gesellschaft haben, und obwohl die schlimmsten Regierungen der Welt Impfpässe, digitale IDs, Sozialkreditsysteme und Ähnliches unterstützen, ist es ein großer Irrtum anzunehmen, dass die Notwendigkeit dafür letztlich vom einzelnen Menschen ausgeht.

Es ist die Maschine, die immer mehr Kontrolle braucht — ja, die sich überhaupt nur „Kontrolle“ als Ziel oder Wert vorstellen kann — und Impfpässe, zusammen mit all den Techniken der Disziplinierung, Überwachung und Bestrafung, die sie mit sich bringen, sind einfach ein „logischer“ Schritt in diese Richtung, so wie es die weithin gehassten Fabriken der industriellen Revolution waren.

Leider ist das alles für die meisten Menschen sehr schwer zu begreifen, selbst für diejenigen, die gegen Lockdown sind. Es ist viel einfacher, sich auf die Bösewichte zu konzentrieren — Sozialisten und Kapitalisten, Politiker und CEOs, Außerirdische und Eliten — als auf das System selbst, denn jeder von uns hat sein Leben für das System aufgegeben; ist süchtig danach, selbst wenn es uns erdrückt. Sich gegen das System zu wenden bedeutet, sich gegen den Teil unserer eigenen Seele zu wenden, den das System kolonisiert hat.

Warum sollen alle geimpft werden?

Laut Experten wie der Molekularbiologin und Immunologin Professor Dolores Cahil (bestätigt von Fauci) liefert die mRNA-Impfung ein synthetisches, anorganisches Molekül, das die Zellen darauf programmiert, Krankheitserreger in Form eines „Spike-Proteins“ zu synthetisieren, das Ihr Immunsystem für den Rest Ihres Lebens ständig abwehren muss. Wie gefährlich ist das wirklich? Was könnten die langfristigen Auswirkungen sein? Wie könnte es sich auf schwangere Mütter und kleine Kinder auswirken? Antwort; unbekannt.

Laut The Lancet, selbst wenn man die Daten der Pharmafirmen beim Wort nimmt, war „die absolute Risikoreduktion (durch Impfstoffe), das heißt der Unterschied zwischen den Erkrankungsraten mit & ohne Impfstoff“: AZ — 1,3 Prozent Moderna — 1,2 Prozent Pfizer — 0,84 Prozent. Insgesamt: winzig.

Also, selbst angesichts der Tatsache, dass Covid eine grippeähnliche Krankheit ist, mit der die Herdenimmunität (eine natürliche Tatsache) nicht nur leicht hätte fertig werden können, sondern dies auch tat, warum die Welt dagegen impfen?

Auf den ersten Blick ist es seltsam, dies zu tun, besonders bei Menschen unter 30 Jahren, die auf dem Höhepunkt der Pandemie eine Chance von eins zu einer Million hatten, daran zu sterben (laut dem Risikokalkulator der Universität Oxford), oder bei Kindern, die ein Todesrisiko von fast null haben und eine natürliche Immunität besitzen (mit, wie diese Gruppe von Ärzten betont, hohem Risiko gegenüber keinem Nutzen für Kinder und Jugendliche).

In Anbetracht der besonderen Beschaffenheit des Impfstoffs — kein normaler Impfstoff, sondern eine experimentelle synthetische, genverändernde Chemikalie mit einer hohen Rate an Nebenwirkungen und Todesfällen (die Zahl der Todesfälle in Großbritannien lag am 17. Juni offiziell bei 1.356, die Zahl der Todesfälle in Europa lag am 22. Mai bei 12.184, mit über einer Million Nebenwirkungen, während die Zahl der Todesfälle in den USA am 25. Juni bei 6.985 lag; Auch hier handelt es sich um offizielle Zahlen, die also wahrscheinlich niedriger sind als die tatsächlichen Zahlen), deren Langzeitfolgen völlig unbekannt sind (was natürlich besonders für junge Menschen, die noch viele Jahre zu leben haben, von Bedeutung ist) — in Anbetracht all dessen war die Forderung nach einer allgemeinen Impfung geradezu verblüffend (1).

Die Rätsel sind damit aber noch nicht gelöst. Wie es gelang, innerhalb von neun Monaten nicht nur einen, sondern achtzehn sichere und wirksame Impfstoffe zu entwickeln, obwohl kein pharmazeutisches Unternehmen jemals einen solchen erfolgreich hergestellt hatte, ist ziemlich außergewöhnlich. Ebenso wie die Entscheidung, die Kampagne auf Kinder auszuweiten, deren Chance, an dem Coronavirus zu sterben (oder sich sogar anzustecken und es weiterzugeben), so verschwindend gering war, dass sie praktisch bei Null lag. Wiederum gab es keinen Laut des offiziellen (oder inoffiziellen; siehe unten) Zweifels und Experten, die Zweifel äußerten, wurden zum Schweigen gebracht oder aus ihren prestigeträchtigen Jobs gefeuert.

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All das ist sehr seltsam, sogar, ohne auf die Tatsache einzugehen, dass diese Impfstoffe ihre klinischen Testphasen noch nicht abgeschlossen haben, dass die US-amerikanische Gesundheitsbehörde FDA sie nicht zugelassen hat (sondern nur ihre Verwendung genehmigt hat), dass 2012 Tierversuche für mRNA-Impfstoffe gestoppt werden mussten, weil (laut dem Präsidenten der Association of American Physicians & Surgeons) die Tiere immer wieder starben, dass 24 Länder die Verwendung der AstraZeneca-Impfstoffe verboten haben und dass laut dem renommierten National Institute of Health „COVID-19-Impfstoffe, die neutralisierende Antikörper hervorrufen sollen, die Impflinge für schwerere Krankheiten sensibilisieren können, als wenn sie nicht geimpft wären“.

Ein Programm, die gesamte Welt mit diesen experimentellen Chemikalien zu impfen, scheint der Gipfel des Irrsinns zu sein — es sei denn natürlich, man nimmt an, dass der Grund dafür nicht darin liegt, uns alle vor einer Krankheit zu schützen, die für die große Mehrheit sicherer ist als Mobiliar, sondern aus irgendeinem anderen Grund, etwa um ihnen Mikrochips zu injizieren, die Erde zu entvölkern oder effektiv ein immunologisches „Betriebssystem“ in jedem Menschen zu installieren, das zweimal im Jahr aktualisiert werden muss.

Solche „Verschwörungstheorien“ sind, wenn man sie für bare Münze nimmt, fast unmöglich ernst zu nehmen, aber wie viele Märchen darüber, wie die Welt funktioniert, deuten sie in ihrem Versuch, die tatsächliche Ursache unserer Übel intuitiv zu erfassen, die Wahrheit an, wenn auch auf verzerrte Weise, oder in diesem Fall den wahrscheinlichsten Grund für den beispiellosen Versuch, alle Menschen auf der Erde zu impfen, um, unlogischerweise, zu schützen („Keiner von uns ist sicher, bis wir alle sicher sind“), und das heißt, dass Impfstoffe für Impfpässe notwendig sind und für, wie auch immer es in der Praxis eingesetzt wird, mehr Kontrolle über die widerspenstigen Massen, eine Tatsache, die der eine oder andere dieser widerspenstigen Massen, in der törichten Annahme, dass sie nach der Impfung so frei sein würden wie im Jahr 2019, zu verstehen versucht.

Was ist Gesundheit?

Gehen wir ein wenig tiefer in all das hinein. Ivan Illich hat in seiner bahnbrechenden Kritik an der Ärzteschaft ein mehr oder weniger stichhaltiges Argument für deren „iatrogene“ — das heißt inhärent krankmachende — Natur geliefert. Zuallererst nimmt die Ärzteschaft, so Illichs Argument, den einfachen Menschen und ihren Gemeinschaften die Macht zur Selbstdiagnose und Selbstbehandlung.

Das bedeutet natürlich nicht, dass die Menschen, so wie sie heute sind, Ersteres akkurat oder Letzteres verantwortungsvoll tun könnten, sondern dass sie gezwungen sind, für ihre so genannte Gesundheit von externen, entfernten und größtenteils nicht rechenschaftspflichtigen institutionellen Machtstrukturen abhängig zu sein. Zweitens hat die Medizin (wie auch die Psychiatrie) eine inhärente Voreingenommenheit gegenüber Krankheiten. Ärzte sind angestellt, um Krankheiten zu diagnostizieren und diese dann zu behandeln. In der Theorie gehen Ärzte nicht von Krankheit aus, aber in der Praxis marschieren sie in jede Situation auf der Suche nach etwas, das sie heilen können.

Drittens ist die bei weitem lähmendste Auswirkung des Lebens in einer Welt, in der Gesundheit nur durch die Ärzteschaft erreicht werden kann, dass wir gezwungen wurden, soziale Krankheit in den Körper zu introjizieren. Alle unsere Krankheiten werden von Ärzten (und wiederum von Psychologen) im Körper des Individuums verortet, einem Körper, der — und nur so kann es sein — als Maschine begriffen wird, als ein System, an dem der Arzt-Mechaniker dafür bezahlt wird, so lange herumzubasteln, bis es wieder reibungslos läuft und der Patient in sein entfremdetes Leben des „gewöhnlichen Elends“ zurückkehren kann.

Jeder von uns sieht nun seinen eigenen Körper auf diese Weise, gewissermaßen als ein medizinisches Diagramm, in das ein fremder Schock oder Virus eingedrungen ist, der nun repariert oder entfernt werden muss. Die Gesamtheit unseres Lebens, die Gesamtheit unseres Charakters und vor allem die Gesamtheit unserer Welten spielen dabei keine Rolle und können es auch nicht, aus dem fundamentalen Grund, dass es sich dabei letztlich nicht um eine Ansammlung objektiver (oder gar subjektiver) Dinge handelt, sondern um lebendige Erfahrungen, die wir nur qualitativ verstehen und bewältigen können; als moralische Probleme, als persönliche Herausforderungen und durch kreative oder sogar mythische Symbole.

David Cayley fasst Illichs Position zusammen:

„Was (Illich) beunruhigte, war eine Welt, in der wissenschaftliche Phantome das Aussehen von greifbaren, alltäglichen Realitäten angenommen haben: in der die Menschen vertraulich von ihren Genen sprechen, als ob sie sich auf ein gewöhnliches Objekt beziehen und nicht auf ein etwas verschwommenes theoretisches Konstrukt; in der unvorstellbar komplizierte Simulationen des Erdklimas politische Entscheidungen bestimmen; in der der Mutterleib zu einem öffentlichen Ort wird und Familien Ultraschallbilder der Ungeborenen auf ihren Kaminsims stellen und eine ‚Beziehung‘ zu ihnen aufbauen; in der die Person, die neben Ihnen auf der Straße steht, sich mit jemandem am anderen Ende der Welt unterhalten kann.

Illich war der Ansicht, dass die Technowissenschaft den Sinn verdrängt hat, oder das, was Maurice Merleau Ponty einmal sehr schön als ‚den Boden der sinnlichen und erschlossenen Welt, wie sie in unserem Leben und für unseren Körper ist.‘ Das ist der Kontext, in dem Illich schrieb, ein Kontext, den er als eine schlimme Notlage betrachtete, aufgrund der Geschwindigkeit, mit der die zunehmende Verbreitung wissenschaftlicher und technologischer Abstraktionen die Sinne der Menschen aushöhlte.“

Diese „Aushöhlung“ ist die Ursache für eine Krankheit, die keine Wissenschaft jemals diagnostizieren kann. Sie kann über eine solch verheerende Verletzung nicht einmal nachdenken — geschweige denn etwas dagegen tun —, weshalb radikale Kritiken wie die von Illich süffisant als unverständliche mystische Albernheit beiseite geschoben werden können. Dass wir die Opfer der Ärzteschaft sind, und dass diese Ärzteschaft in ihrer Entwertung der menschlichen Würde und des Bewusstseins uns zu rationalen Dioden und Ventilen in einer Maschine macht, die unsere Gesundheit und Vernunft zermalmt, kann nur jenen als perverser Unsinn erscheinen, die darauf konditioniert sind, willentlich an der Vernichtung von Bewusstsein, Qualität, Geselligkeit und Kooperation durch das System teilzunehmen.

Das ist auch der Grund, warum Ärzte im Wesentlichen unterwürfig sind, warum sie immer das System unterstützen, warum zum Beispiel so viele von ihnen der Nazi-Partei beigetreten sind, warum sie mit jedem Jahr mehr den mittelmäßigen Technikern ähneln, die sie eigentlich sind, die auf Bildschirme starren und Stimulanzien und Depressiva austeilen, und warum so viele von ihnen so kalt, arrogant, unsensibel und fast unverschämt unkultiviert sind. Sie wissen nicht, was Gesundheit ist, und sie können nichts gegen eine kranke Welt tun.

Glücklicherweise fängt Illichs „unverständliche mystische Torheit“ an, viel vernünftiger auszusehen. Zumindest wird es immer mehr Menschen klar, dass alles, was während der Pseudopandemie für unsere „Sicherheit“ und unsere „Gesundheit“ getan wurde, uns kränker gemacht hat. Unsere Macht, zu verstehen und damit zu leben, was uns krank macht — ohne biomedizinische Eingriffe —, unsere Macht, gesund zu sein — entgegen dem, was uns die Mediziner erzählen — und unsere Macht, unsere Umgebung frei zu unserem Wohl zu gestalten; all diese Kräfte, so schwach sie doch bereits waren, wurden uns nun fast vollständig aus der Hand genommen, so dass nichts als eine kranke Hülle übrig blieb …

Warum sollte man Leben retten?

Was für eine seltsame Frage! Sicherlich würde nur ein Verrückter sie stellen? Jemand, der verrückt genug ist, das Weltsystem zu hinterfragen. Denn in Wahrheit ist es die Einstellung der Welt zu dem, was sie „Leben“ nennt, die zutiefst, ja unsagbar böse ist. Die moderne Einstellung zum „Leben“ hat die vormoderne Einstellung zum Gott Abrahams abgelöst. Das „Leben“, so erkannte Illich, ist heute ein universell angebetetes Idol, dessen Wert als so selbstverständlich sakrosankt gilt, dass man, wenn man es in Frage stellt, Gefahr läuft, wie ein Wesen aus einer bösen Paralleldimension zu klingen oder — was viel wahrscheinlicher ist — einfach ignoriert zu werden, so als hätte man behauptet, man sei aus Wachs und esse Bleistifte. Das war Illichs Schicksal, als er begann, über das Leben zu sprechen.

Die oben erwähnte Verleugnung und existentielle Angst vor dem Tod hat ihre Entsprechung in einer pathologischen Anbetung dessen, was „Leben“ genannt wird, aber eigentlich eine groteske objektive Karikatur davon ist.

Wie alle Tugenden, die ihres komplementären Gegensatzes beraubt werden — wie etwa der Mut, der ohne Umsicht zur Rücksichtslosigkeit wird, oder das Vertrauen, das ohne Bescheidenheit zur Arroganz wird, oder die Originalität, die ohne Tradition zur Perversität wird —, wird die Liebe zum Leben ohne Akzeptanz des Todes zum lebendigen Tod.

Das soll nicht heißen, dass wir alle an einem Übermaß an Lebensfreude leiden, sondern dass wir als Ergebnis eines langen Prozesses der Entfremdung von unserer eigenen verkörperten Erfahrung dazu gekommen sind, das Leben nicht als eine undefinierbare, schwer fassbare Qualität zu sehen, sondern als ein Ding, das man besitzen, verwalten und kontrollieren kann, und indem es dinghaft geworden ist, hat es eine fast alptraumhafte unabhängige „Schattenrealität“ angenommen, die das tatsächliche Leben ihren Definitionen und Bedürfnissen untergeordnet hat. Das „Leben“ ist nun für uns, wie David Cayley es ausdrückt, „eine Instanz von etwas unvorstellbar Allgemeinem. (Es) kann bewertet und verbessert, besessen und bewahrt werden.“ Es kann und ist zu einer Art vergöttlichter Größe geworden, gegen die unsere tatsächlichen, individuellen Existenzen bloße Instanzen und damit entbehrlich sind.

Das erklärt, warum wir von der Todesstatistik der „Pandemie“ besessen sind und — falls Ihnen das vernünftig erscheint — von völlig irrelevanten Fällen. Es ist auch der Grund, warum das Versprechen, „Leben zu retten“, benutzt werden kann — und wird —, um jede erdenkliche Deformation unserer Erfahrung zu rechtfertigen — im Fall der „Pandemie“ damit, dass wir gezwungen sind, an einen Bildschirm gefesselt zu leben, ständig mit Hightech-Überwachungssystemen verfolgt und von unseren Mitmenschen getrennt zu werden. Alte Menschen wurden mit dickem Plastik umgeben, durften ihre Liebsten nicht berühren, und die Hirne von Kindern wurden auseinandergerissen, um sie als digitale Wissenskonsum- und -produktionseinheiten wieder zusammenzusetzen.

Alles, um „Fallzahlen zu reduzieren“ und „Leben zu retten“. Nicht aus Interesse am tatsächlichen Leben der Menschen, das das System und seine Funktionäre nur als Bedrohung der „Ordnung“ und der „Stabilität“ wahrnehmen können, sondern weil das „Leben“ als objektive Tatsache die Realität verdrängt hat. Unsere Vorstellungen von uns sind zu uns geworden, und wir sind zu unseren Vorstellungen von uns geworden. Einen höllischeren Zustand kann man sich nicht vorstellen.

Wann wird das alles vorbei sein?

Wenn diese Frage bedeutet: „Wann wird es sicher genug für die Verängstigten sein?“, lautet die Antwort: nie. Wenn sie bedeutet: „Wann wird es sicher genug für den Konzernstaat sein, um seine Kontrolle über unser Leben aufzugeben?“, dann lautet die Antwort: nie. Wenn es bedeutet: „Wann werden wir wieder in die ’normale‘ Welt zurückkehren, die wir 2019 hatten?“, dann ist die Antwort: nie, obwohl das in diesem Fall keine schlechte Sache ist, denn eigentlich war „normal“ nur ein etwas sanfterer Lockdown-Albtraum als der, in dem wir jetzt leben.

Bild

Lockdown „Leben“ wird immer weiter gehen, bis genug Menschen erkennen, dass es nie enden soll (dass temporäre Tyrannei immer nur zu permanenter Tyrannei führt), bis genug Menschen sich weigern, Masken zu tragen, getestet und geimpft zu werden, diszipliniert zu werden und zu tun, was ihnen gesagt wird — was in der Praxis bedeutet, bis genug Menschen bereit sind, ihre Vergnügungen, ihre Bequemlichkeit und ihre Freundschaften zu riskieren, später vielleicht ihre Jobs und sogar eines Tages ihr Leben; für Freiheit, Wahrheit, Liebe und all diese anderen törichten, romantischen „Ideale“.

Bis dahin wird es nie aufhören. Es wird eine leichte Lockerung der Kontrolle geben, eine kleine Erleichterung, und dann wird eine neue „Variante“ auf magische Weise erscheinen (oder hergestellt werden? wer weiß?) und wir werden wieder zurück in die Lagereinheiten kriechen müssen, die die meisten von uns „Zuhause“ nennen. Wir könnten einen völlig neuen Virus bekommen, oder vielleicht verliert die Virusgeschichte ihre Kraft und eine neue Bedrohung muss erschaffen werden — Terroristen vielleicht, oder ein ökologischer Kollaps, oder Aliens aus einer fernen Galaxie; es ist wirklich egal.

Wie frei wir sind, wird und kann nur in eine Richtung gehen: in Richtung einer dystopischen Existenz, die nicht einmal Orwell, Huxley, Kafka oder Dick hätten vorhersagen können. Wieder einmal werden diejenigen, die in großen, bequemen Lagereinheiten mit schönen Gärten leben, ihre Hände über die Aushöhlung ihrer bürgerlichen Freiheiten ringen sowie über Berichte, dass Menschen weit weg von ihnen an Hunger und Armut sterben, aber sie werden sich durchwursteln, für eine Zeit lang.

Eine Zeit lang schon. Wenn die Billionen, die in das Finanzsystem gepumpt werden, zu einer Hyperinflation führen, wenn die Kluft zwischen Arm und Reich so groß wird, dass der gesamte Planet effektiv zu einem Slum wird, wenn die Techniken der Kontrolle — die jetzt offen geplant werden (UBI, biotechnische Überwachung, soziale Kreditsysteme, et cetera) — so vollständig, so invasiv werden, dass die Menschen auf den Status der sie verdrängenden Roboter reduziert werden, wenn die natürliche Welt komplett auseinanderfällt, was zu Ernteausfällen, Überschwemmungen, Bränden und ähnlichem führt, und wenn, was noch viel schlimmer ist, der Mensch sich schließlich in sich selbst einsperrt — in das Gefängnis der mental-emotionalen Simulakra, die er Realität nennt — dann gibt es für niemanden mehr ein Entkommen, nicht einmal für das synthetische Wesen, das früher unter dem Namen Mark Zuckerburg in seinem Bunker in Neuseeland tätig war.

In der Zwischenzeit befindet sich der Rest von uns in einem Krieg, einem immerwährenden Krieg, gegen das System. Das sind wir schon seit Tausenden von Jahren, aber während wir in das Endspiel eintreten, wird die Natur des Feindes für immer mehr Menschen offensichtlich werden. Wenn genug Menschen verstehen, was das technokratische System ist und wie es funktioniert — siehe 33 Mythen des Systems für eine vollständige Anleitung — werden wir anfangen, sinnvolle Versuche zu sehen, es zu überwinden oder unabhängig davon zu leben.

Bis dahin können wir zu Millionen durch vom System kontrollierte Städte marschieren, Petitionen auf vom System kontrollierten Webseiten aufsetzen, bissige Posts auf vom System kontrollierten sozialen Medien schreiben und für Galionsfiguren in vom System eingebetteten „Demokratien“ stimmen und effektiv nichts ändern. Nicht, dass ich vorschlage, dass Sie keines dieser Dinge tun sollen, aber dort kann keine Lösung liegen, genauso wenig wie Freiheit in einem gerechter geführten Gefängnis gefunden werden kann. Wir können nur auf der anderen Seite der Mauern frei sein — ein Ort, der viel näher ist, als Sie denken.


Darren Allen ist ein radikaler britischer Autor und Philosoph. Sein Werk widmet sich dem Wesen der Realität, dem Ursprung der Zivilisation, dem Schrecken von Arbeit, Tod, Gender, mentaler „Krankheit“, Miss Genius, bedingungsloser Liebe und Leben jenseits des Spektakels. Gottseidank verfügt er über keinerlei Qualifikation, die ihn dazu berechtigen würde, über all diese Dinge zu schreiben. Weitere Informationen — auf Englisch — unter expressiveegg.org.


Redaktionelle Anmerkung: Dieser Text erschien unter dem Titel „‚Pandemic‘ Questions“ zuerst auf dem Blog von Darren Allen. Er wurde vom ehrenamtlichen Rubikon-Übersetzungsteam übersetzt und vom ehrenamtlichen Rubikon-Korrektoratsteam lektoriert. Aufgrund der Länge wurde er zweigeteilt. Teil 1 finden Sie hier.


Quellen und Anmerkungen:

(1) Eine kürzlich erschienene Abhandlung über die Wirksamkeit von Impfungen kam zu dem Schluss: „Für drei durch die Impfung verhinderte Todesfälle müssen wir zwei durch die Impfung verursachte Todesfälle akzeptieren. Die Schlussfolgerungen: Dieser Mangel an klarem Nutzen sollte Regierungen dazu veranlassen, ihre Impfpolitik zu überdenken.“ Die Arbeit wurde von der Fachzeitschrift, in der sie veröffentlicht wurde, zurückgezogen, da sie einen „kausalen Zusammenhang“ zwischen unerwünschten Ereignissen in den Niederlanden und der Meldung eines Todesfalls unterstellte. Die Autoren reagierten auf den Rückzug: „Derzeit haben wir nur eine Assoziation, wir stimmen zu, und wir haben nie etwas anderes gesagt. Aber das Gleiche gilt für Todesfälle als Folge von SARS-CoV2-Infektionen. Die Fälle, die hier als Todesfälle gezählt werden, sind in den seltensten Fällen durch Autopsie oder Zweitmeinung überprüft, aber dennoch als Todesfälle aufgrund von COVID-19 gezählt. Und genau diese vermeintlich hohe Zahl von COVID-19-bedingten Todesfällen war der Anlass für einen beispiellos schlampigen Regulierungsprozess, der es ermöglichte, dass neuartige Impfstoffe, die einen noch nie am Menschen getesteten Mechanismus verwenden, in der Bevölkerung weit verbreitet werden konnten.“


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Tod nach Impfung – Zufall?

Die Impftoten-Bilanz

Bisher wurden laut zuständiger EU-Datenbank 19.000 Tote nach Corona-Impfung gemeldet — die Dunkelziffer ist unbekannt.

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Schulkinder – Gefährder oder Opfer der Pandemie?

Sind Schulkinder „Gefährder“ oder vielmehr Opfer der Corona-Pandemie? Ärzte begründen ihre Erfahrungen und Erkenntnisse.

Schulkinder als „Virenschleuder“?

GrundgesetzVor einem Jahr regten Prof. Dr. Dr. med. René Gottschalk, Leiter des Gesundheitsamtes Frankfurt am Main, und Prof. Dr. med. Ursel Heudorf, ehem. stellv. Leiterin des Gesundheitsamtes Frankfurt am Main, eine gesamtgesellschaftliche Diskussion über Ziele und Mittel der Pandemiebekämpfung an. Ungeachtet dessen, ob die Maßnahmen immer grundgesetzkonform sind, halten sie einschränkende Maßnahmen wie einen weitgehend für unnötig.

Am 23.06.2021 haben sie im Hessischen Ärzteblatt erneut einen Artikel veröffentlicht, um ihre Sicht zu begründen. Darin konzentrieren sich sich besonders auf Kinder in Schulen und Kindertagesstätten:

Zweiter Corona-Sommer – und dann?

Sie kommen zu dem Schluss:

„Wir können und müssen aus dieser und vorherigen Pandemien Lehren ziehen. Wesentlich ist, den Alarmismus endlich zu verlassen und Wissen statt Angst zu verbreiten. Nötig ist eine gute Risikokommunikation, die die Risiken durch SARS-CoV-2 in Beziehung setzt zu anderen – allgemein akzeptierten – Risiken. Nur eine nüchterne Betrachtung (nicht Verharmlosung!) der Risiken von SARS-CoV-2 ermöglicht die Ableitung angemessener Schutzmaßnahmen (z. B. Impfung, Masken, Hygiene).“

Verbrechen an den Kindern

Kinder wollen behütet, nicht „Gefährder“ sein

Seit Beginn der Corona-„Pandemie“ spielen Kinder in politischen Reden und Medien eine große Rolle. Sie sollen geschützt werden, sollen nicht die Gesundheit von Oma und Opa gefährden, sollen lernen – aber hauptsächlich vor dem Computer… Selten kommen Kinder selbst zu Wort.

Im Rahmen der sogenannten COPSY-Studie (Corona und Psyche) legten Forschende des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) bundesweit die erste und international eine der wenigen Längsschnittstudien ihrer Art vor. Das Ergebnis:

„Die Lebensqualität und die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen hat sich in Deutschland im Verlauf der Corona-Pandemie weiter verschlechtert. Fast jedes dritte Kind leidet ein knappes Jahr nach Beginn der Pandemie unter psychischen Auffälligkeiten. Sorgen und Ängste haben noch einmal zugenommen, auch depressive Symptome und psychosomatische Beschwerden sind verstärkt zu beobachten. Erneut sind vor allem Kinder und Jugendliche aus sozial schwächeren Verhältnissen oder mit Migrationshintergrund betroffen.“

Moritz zeigt, was DISTANZ in Zeiten bei Kindern bewirkt:

Siehe auch:

Lehrer zwischen Baum und Borke

Doch nicht nur die Schulkinder sind stark belastet. Auch Lehrer – müssen sie doch dafür sorgen, dass die angeordneten „Schutzmaßnahmen“ durchgesetzt werden.

„Lehrkräfte machen in der neuen Normalität eine enorme Belastungsprobe durch. Jene Lehrerinnen und Lehrer, die nicht in der Angsthypnose gefangen, sondern noch bei klarem Verstand sind, befinden sich in einer Zwickmühle. Entweder die Anordnungen von oben befolgen und damit gegen das eigene Gewissen handeln. Oder aber den eigenen Werten treu bleiben und damit alles über Bord werfen, worauf man sein halbes Leben lang hingearbeitet hat. Viele der Pädagogen, die sich morgen noch im Spiegel ansehen können wollen, fassen den Entschluss ‚Ich mach da nicht mit! Ohne mich!'“

In einer sehr persönlichen Geschichte schildert ein Lehrer seine Erfahrung und kommt zu dem Schluss:

„Kurz vor dem Ferienende mehrten sich Stimmen in der Öffentlichkeit, die eine Aufhebung des Maskenzwangs forderten. Rasch jedoch niedergebügelt von den sogenannten „Experten“. Auch an meiner Schule meldeten sich umgehend jene, die sich „unwohl fühlen würden“, wenn die Kinder keine Masken trügen. Inzwischen wurde von der Landesregierung beschlossen, die „Schutzmaßnahmen“ in den Schulen auch nach den Ferien fortzuführen. Und die anfangs bröcklige Wand in meinem Inneren ist inzwischen zu einer knallharten Betonwand geworden. Ich habe beschlossen, nicht mehr mitzumachen.

Ich habe gekündigt.

Siehe auch:

Nachtrag vom 15.09.2021:

STIKO: Die (Nicht?-)Empfehlung


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Schulkinder – Gefährder oder Opfer der Pandemie?: 1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars 5,00 von 5 Punkten, basieren auf 3) abgegebenen Stimmen.Loading...
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Wissenschaft steht auf

Wissenschaft steht auf – In einer Aktion des Corona-Ausschusses zeigen mutige Wissenschaftler Gesicht.
von Kerstin Chavent

Wissenschaftler stehen auf

Die Initiative „Wissenschaft steht auf“ gibt denen eine Stimme, die bei der Erforschung des Coronavirus und den sich daraus entwickelnden Maßnahmen die Einhaltung wissenschaftlicher Standards einfordern. Es kommen Menschen zu Wort, die aufgrund ihrer Kritik an der aktuellen Politik kein oder kaum Gehör finden. Forschende aus Wissenschaft, Medien und therapeutischen Berufen laden dazu ein, die Argumente und Entscheidungen der Regierenden kritisch zu prüfen und zu hinterfragen, und fordern dazu auf, den wissenschaftlichen Diskurs wieder zu beleben.

(Ein begründetes, geordnetes, für sicher erachtetes) Wissen hervorbringende forschende Tätigkeit in einem bestimmten Bereich — so definiert der Duden den Begriff Wissenschaft. Wissenschaftliche Forschung, so habe ich es in meinem Studium der Geisteswissenschaften an der Universität Hamburg gelernt, muss unabhängig sein von politischen Weltanschauungen und wirtschaftlichen Einflüssen. Wissenschaft braucht Zeit, braucht Geduld, einen klaren Geist und eine respektvolle Haltung dem Erforschten gegenüber.

Der Forschende stellt Fragen, um Antworten zu bekommen. Nur wer sucht, kann finden. Aus der Antwort entsteht Verantwortung für das Erforschte. Etwas wurde freigelegt, kam ans Licht, und liegt ungeschützt wie ein Neugeborenes vor unseren Blicken. Wie werden wir es behandeln? In welche Richtung wird das Entdeckte gelenkt? Was werden daraus machen? Spätestens seit der Entdeckung der Radioaktivität wissen wir um die gigantische Verantwortung, die damit einhergeht, zu welchem Zweck das neu entdeckte Wissen verwendet wird.

Die neuzeitliche Forschung begnügt sich nicht damit, vor den Erkenntnissen in die Knie zu gehen und in Bewunderung zu verharren. Seit der Geist aus der Materie vertrieben und Verstand und Herz voneinander getrennt wurden, legen wir selbst Hand an die Schöpfung und schaffen eigene Realitäten. Was geht, das wird gemacht. Nichts hält uns zurück, wenn es darum geht, unserer Hybris Ausdruck zu geben und es besser zu machen als die Natur.

Kein Konsens

Wir wollen das Lebendige kontrollieren und analysieren und sezieren auf Teufel komm raus. Keine Geheimnisse soll das Universum mehr haben für uns. Wie die transhumanistische Technokratie aussehen wird, die daraus entsteht, darüber geben uns heute die im Namen von Gesundheit und Sicherheit getroffenen Maßnahmen Auskunft. Das Fundament für einen lebensfeindlichen, menschenverachtenden Totalitarismus liefern heute die Wissenschaftler, die sich für einen Zweck kaufen lassen, der alle Mittel heiligt.

Doch den angeblichen wissenschaftlichen Konsens, der einer verängstigten und traumatisierten Masse eingeflößt wird, den gibt es nicht. Der Handvoll mediatisierter, regierungstreuer „Wissenschaftler“ gegenüber stehen Forschende in der ganzen Welt, die sich für die Einhaltung wissenschaftlicher Standards und die Belebung eines wissenschaftlichen Diskurses einsetzen, der diesen Namen verdient. Den zu Dogmen verkommenen und als Wahrheit verkauften zweifelhaften Forschungsergebnissen gegenüber steht die Arbeit von Menschen, die nicht mitmachen beim größten Verbrechen, das jemals gegen die Menschheit begangen wurde.

Sie widersetzen sich den Menschenversuchen und den an Inquisitionsverfahren erinnernden Prozessen gegen diejenigen, die davor warnen, und setzen sich ein für Aufklärung, Transparenz und unabhängige Forschung. Die Initiative Wissenschaft steht auf (1) ist eine Aktion des Corona-Ausschusses, der im Juni 2020 von den Rechtsanwälten Antonia Fischer, Viviane Fischer, Reiner Fuellmich und Justus P. Hoffmann gegründet wurde (2). In der in ihrer Aufmachung an die Protestaktion deutscher Schauspieler erinnernden Initiative (3) zeigen bereits über fünfzig Wissenschaftler in kurzen Spots Gesicht.

Sie gehören zu den fast zweihundert ExpertInnen, die seit über einem Jahr in wöchentlichen Anhörungen dazu beitragen, die wissenschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Zusammenhänge rund um das Corona-Geschehen zu dokumentieren und aufzuarbeiten. Zu den wesentlichen Erkenntnissen gehören die Unzulänglichkeit der PCR-Tests, eine im Bereich der jährlichen Grippe liegende Letalität, die in keinem Fall die Härte der getroffenen Maßnahmen rechtfertigt, die Kollateralschäden der Lockdowns und die Gefahr in Schnellverfahren zugelassener Impfstoffe.

Früchte des Betruges

Boris Kotchoubey aus dem Fachgebiet medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie beklagt den Missbrauch einer Wissenschaft, die sich in den Dienst von Politik und Wirtschaft gestellt hat und damit ihre eigenen Prinzipien aushebelt. Seit Beginn der Epidemie gibt es keine Daten zu der Wirkung der Maßnahmen, keine Forschungsergebnisse darüber, woran die Menschen tatsächlich sterben, keine unabhängigen Studien. Die Tests und Impfstoffe werden von denen erforscht, die diese herstellen. Auch die Neurologin Margareta Griesz-Brisson spricht von Missbrauch, Wissenschaftsbetrug und der ungeheuren Verantwortungslosigkeit, der Bevölkerung ein Medikament durch Werbung, Belohnung und Bestrafung aufzuzwingen.

Im Bereich der Psychologie zieht Klaus-Jürgen Bruder Parallelen zum Milgram-Experiment der 60er-Jahre und zu der Bereitschaft, aus Obrigkeitsgläubigkeit heraus über moralische Grenzen zu treten. Franz Ruppert kritisiert die herzlose, gefühlskalte Macht und Gier, die uns als Rettung verkauft werden, und erinnert daran, dass wirkliche Wissenschaft dem Allgemeininteresse dient und das gute Leben von allen fördert. Hans-Joachim Maaz spricht von einer kollektiven Angststörung nationaler Tragweite, die die Menschen krank und böse macht. Angst zerstört die Wahrheit und verzerrt die Realität. Sie verhindert vernünftiges Handeln und verletzt die menschliche Würde. Angst macht Lügen glaubhaft. Sie ist die wirkungsvollste Art, Menschen abhängig zu machen.

Der Rechtswissenschaftler Dietrich Murswiek kritisiert die Verbiegung eines freiheitlichen Rechtsstaates zu einem unfreiheitlichen Pandemieregime, in dem jeder beweisen muss, dass er ungefährlich ist, um seine Rechte wahrnehmen zu dürfen. Der Betriebswirt Max Otte warnt eindringlich vor einem technologischen Totalitarismus, und der Wirtschaftsexperte und Journalist Ernst Wolff erinnert an die Auswirkungen der schärfsten Rezession, die die Menschheit jemals erlebt hat.

Seit der Deklaration der Corona-Pandemie haben Aktienanleihen und Immobilienmärkte immer neue Höchststände erreicht. Der Börsenwert der Internetgiganten hat zwischen 30 und 80 Prozent zugenommen, und die Vermögensverwalter Blackrock und Vanguard konnten einen Zuwachs von mehr als 2 Billionen Dollar verbuchen. Das Vermögen der Ultrareichen hat um mehr als 3,9 Billionen Dollar zugenommen, und mit Elon Musk ist erstmals innerhalb eines Jahres ein einzelner Mensch um mehr als 100 Milliarden Dollar reicher geworden. Gleichzeitig ist in den Entwicklungsländern der Lebensstandard von mehr als 1,5 Milliarden Menschen dramatisch gesunken, und mehr als 100 Millionen Menschen sind zum Hungern verurteilt worden.

Der Geist ist aus der Flasche

Der Mathematiker Werner Meixner warnt vor den Ketten eines digitalen Netzwerkes, das jede einzelne noch so unbedeutend scheinende Lebensäußerung ausforscht. Da wir, durch die Corona-Maßnahmen angetrieben, immer weniger direkt, sondern indirekt über Maschinenzentren kommunizieren, werden unser Verhalten und unsere Absichten bis ins kleinste Detail kontrollierbar. Durch die statistische Auswertung der im Netz gesammelten Daten werden wir zu berechenbaren Objekten, die je nach Lage und Bedarf behindert, bestraft und weggesperrt werden können.

Mit der Digitalisierung, Virtualisierung und Computerisierung wird der analoge Bereich der Wirklichkeit als Lebensquelle vernichtet. Dezentrale autonome Lebensprinzipien der Selbstheilung werden durch lebensfremde, berechnende, alles beherrschende Zentralisierung ersetzt. Mit der Aufgabe der Immunität der Privatsphäre fallen wir schließlich zurück in die Barbarei. Diese zeigt sich im Biologischen mit der Manipulation unseres Immunsystems durch gentechnische Eingriffe, im Ethischen mit dem Ersetzen des Gewissens durch Nützlichkeitsdenken und im Technischen mit einer den Menschen ersetzenden künstlichen Intelligenz. Doch, so der Ausblick Meixners, „wenn die Lüge sichtbar wird, siegt die Wahrheit“.

In den warnenden Stimmen klingt eine Ermutigung für andere, ebenfalls aufzustehen und sich für das auszusprechen, was uns zusammenbringt: eine offene, respektvolle Begegnung mit Verstand und Gefühl. Viele werden folgen. Die Bewegung ist nicht aufzuhalten. Immer wieder wird versucht, Protestaktionen zu durchsetzen und zu zerschlagen und die sich Erhebenden einzuschüchtern, zu diffamieren und mit dem Tod zu bedrohen. Doch der Geist ist aus der Flasche. Er kann nicht wieder zurückgeschoben werden. Mögen diejenigen, die sich heute noch verstecken, den Weg ins Licht finden und dem Ehre erbieten, wofür sich Wissenschaft ursprünglich einsetzt: dem Erforschen von Wahrheit.

Quellen und Anmerkungen:

(1) https://www.wissenschaftstehtauf.de/
(2) https://corona-ausschuss.de/
(3) https://allesdichtmachen.de/


Dieser Beitrag erschien zuerst auf Rubikon am 08.07.2021 unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie ihn verbreiten und vervielfältigen.

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Kinder dreimal mehr gefährdet

Kinder infizieren sich dreimal seltener als Erwachsene, werden noch seltener krank und sollen dennoch gegen Covid-19 geimpft werden.

Wie Kinder dreimal mehr gefährdet werden

Milena Preradovic sprach in ihrem Videoblog @PunktPreradovic mit Peter F. Mayer. Er publiziert im Bereich Science & Technology. Nach dem Physikstudium arbeitete er einige Jahre in der IT-Branche und Softwareentwicklung.

Hier das Video-Gespräch mit ihm:

Die „Corona-Impfstoffe“ haben nur eine Notfall- oder bedingte Zulassungen ab dem Alter von 18 und im Fall von Pfizer ab 16 und in den USA neuerdings sogar ab 12 Jahren. Wenn die Impfungen für Kinder zugelassen werden, gewinnt die Pharmaindustrie etwa 2,35 Milliarden Impfbare hinzu — ein gewaltiges Potenzial für enorme Profite.

Wer erinnert sich noch, dass die klinische Erprobung der Corona-Impfstoffe in der Europäischen Union (EU) erst durch eine Veränderung der Gentechnik-Verordnung ermöglicht wurde. Denn gemäß dieser Verordnung war diese Art von Impfstoffen bis zum 15. Juli 2020 in der EU verboten.

Die Abgeordenten des EU-Parlaments stimmten der neuen Regelung am 10. Juli 2020 zu, der Rat (Ministerrat) am 14. Juli 2020 – wegen der behaupteten epidemischen Notlage.

Aufgrund der neuen Verordnung wird vor der klinischen Prüfung an Millionen Menschen weder verlangt, die Umweltfolgen noch die langfristigen Folgen für Menschen und das menschliche Genom durch diese gentechnisch veränderten Impfstoffe zu prüfen. Ebenfalls wird keine vorgelagerte Genehmigung für klinische Tests mehr verlangt.

Die Ausnahmeregeln gelten auch für die Kennzeichnungspflicht von Produkten mit Gentechnik-Verordnungsbestandteilen. Die zu impfenden Personen erfahren nichts über über die Natur des Impfstoffes.

Wie stark sind Kinder durch Corona oder Impfungen gefährdet?

Peter F. Mayer fand heraus, dass Infektionen und Erkrankungen bei gesunden Kindern extrem selten vorkommen. Einer schwedischen Studie nach brauchen nur ganz wenige Kinder — 0,77 von 100.000 — bei Erkrankungen Intensivpflege und erholen sich rasch. Wie Mayer schreibt, wurde gegen den Studienautor so massiv gehetzt, dass er seine Arbeit über Covid und Kinder aufzugeben beschloss.

US-Datenbank VAERS: dreifach höheres Risiko bei Impfung als bei Infektion

Auf Twitter verglich der Arzt @andrewbostom die Risiken für unter 18-Jährige zwischen der Impfung und Todesfällen durch Covid. Die Risiko-Nutzen-Daten des Covid-19-Impfstoffs für Personen unter 18 Jahren zeigen ein potenziell dreifach erhöhtes Risiko für tödliche und lebensbedrohliche Ereignisse für jeden potenziellen Tod, der durch die Impfung mit Covid-19 verhindert wird.

Damit wird erneut deutlich, dass wie mit dem Beschluss des 124. Deutschen Ärztetages mit die Gesundheit und das Leben der Kinder gefährdet ist.

Mehr…

Unterstützen Sie die Petition: Keine Corona-Impfpflicht für Kinder

Netzwerk Kritische Richter und Staatsanwälte n. e. V.: Impfteams in Schulen – strafrechtliche Fragen, 19.08.2021

 

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