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Neonazi-Strukturen von Geheimdiensten gefördert

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Neonazi-Strukturen werden seit dem Kalten Krieg durch westliche Geheimdienste gefördert — in der Ukraine fallen diese Strömungen historisch bedingt auf fruchtbaren Boden.

von Tom-Oliver Regenauer

Dass die Ukraine ein massives Nazi-Problem hat, ist nichts Neues. Dass westliche Geheimdienste seit den 1950er-Jahren aktiv den Aufbau internationaler rechtsradikaler Netzwerke fördern, wird jedoch gerne außer Acht gelassen. Dabei ließe sich eine beinahe unendliche Liste an Beispielen mit derlei Kollaborationen aufführen. Kurzum — der Wertewesten hat keine Berührungsängste mit bekennenden Nazis, wenn die Zusammenarbeit den Machtinteressen zweckdienlich ist. Dies zeigt sich nun abermals in der Ukraine. Flankiert wird dieses anrüchige Zusammenspiel von einer Propaganda- und Zensurmaschinerie, die durch den digitalen Fortschritt mittlerweile ungemein verfeinert wurde.

„Die Vereinigten Staaten haben keine Freunde oder Verbündeten, nur Interessen“ (Henry Kissinger).

Die Situation in der Ukraine bleibt intransparent. Während die Medien der NATO-Hegemonie von Angriffskrieg, Genozid, Kriegsverbrechen, Massakern und vermeintlichen Giftgaseinsätzen Russlands schreiben, spricht das russische Fernsehen weiterhin von gezielten Militäroperationen, der Befreiung der Bevölkerung und Entnazifizierung des Donbass. Russische Hardliner fordern Putin zur besten Sendezeit auf, der Ukraine nun endlich offiziell den Krieg zu erklären, um den Konflikt entsprechend zu beenden.

Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen. Denn sie ist das erste Opfer eines jeden Krieges.

Beide Seiten betreiben Propaganda und führen derzeit einen Informationskrieg ungekannten Ausmaßes. Nur Triangulation auf Basis aller verfügbaren Informationen lässt eine halbwegs verlässliche Standortbestimmung zu. Umso verheerender ist der Umstand, dass in den westlichen Leitmedien — wie zur Coronakrise — lediglich eine frenetisch dogmatisierte Einheitsmeinung präsentiert wird.

Bei objektiver Analyse der hegemonialen Berichterstattung fällt jedoch sofort auf, dass viele der Meldungen über russische Angriffe und Gräueltaten substanzlose Behauptungen sind. Eine aufschlussreiche und detaillierte Analyse der militärischen Lage in der Ukraine lieferte Jacques Baud am 5. April 2022 für Uncut-News aus der Schweiz. Baud ist ehemaliger Oberst des Generalstabs, ehemaliges Mitglied des strategischen Nachrichtendienstes der Schweiz und Spezialist für die östlichen Länder. Seine Ausführungen unterstreichen: Vieles in den westlichen Medien wirkt fabriziert. Gestellt. Propaganda eben. Vom russischen Sturm auf Kiew über vermeintliche Giftgaseinsätze, falsche Zeugen und Dutzende miserabel editierte Videos bis hin zum angeblichen Massaker in Butscha — wo der ukrainische Bürgermeister noch am Tag vor der Meldung über das russische Massaker freudig in einem Videobeitrag erklärte, die Stadt sei befreit, friedlich und die russische Armee zurückgedrängt.

Ein Massaker, Leichenberge oder Massengräber erwähnte er mit keinem Wort. Die Firma, die das entlarvende Satellitenbild für den entsprechenden Hetz-Artikel der New York Times lieferte, auf dem nach offiziellen Angaben Straßenzüge voller Leichen zu sehen waren, Maxar, ist ein Unternehmen des militärisch-industriellen Komplexes der USA und gehört vornehmlich den Investment-Riesen Blackrock und Vanguard. Zum Zeitpunkt der Aufnahme des Beweisbildes hatte Maxar nachweislich keinen Satelliten über dem betreffenden Gebiet verfügbar. Noch dazu hätten die fotografierten Leichen gemäß offiziellen Zeitangaben bereits seit knapp drei Wochen auf der Straße liegen müssen.

So sehen diese auf einem Video aus Butscha allerdings nicht aus. Im Gegenteil. Im Rückspiegel des Autos, aus dem das betreffende Video gefilmt wurde, sieht man deutlich, wie einer der verstreut herumliegenden, vermeintlich leblosen Körper den Kopf bewegt und sich erheben möchte. Ein andere Leiche bewegt die Hand. Die offensichtliche Inszenierung lässt sich auch durch einen hilflosen Faktencheck der Deutschen Welle, der die Bewegung der Leiche mit der Krümmung des Rückspiegels begründet, nicht aus der Welt schreiben. Nicht zu erwähnen die stümperhaft dargestellte Betroffenheit Ursula von der Leyens, die den vermeintlichen Tatort medienwirksam besuchte, um die Stimmung gegen Russland weiter anzuheizen.

Der russische Giftgaseinsatz wurde am 11. April 2022 ebenfalls als Faktum dargestellt. Als Verifikation der Meldung genügte den Westmedien die Tatsache, dass sie aus der Ukraine stammte. Eigene Recherche? Falsifikation? Fehlanzeige. Auch die Tatsache, dass die Nachricht vom rechtsradikalen Asow-Bataillon kam, beunruhigte in den hegemonialen Redaktionen anscheinend niemanden. Die Schlagzeile ging um die Welt. Nur drei Tage später ruderte man, wie bei der CBC, allgemein zurück und musste eingestehen, dass auch nach Tagen keine Beweise für die Behauptungen aus der Ukraine über Giftgaseinsätze Russlands vorlagen. Die Leitmedien änderten kurzerhand den Tenor und fragten nun, was zu tun sei, „wenn“ der Kreml derartige Waffen einsetze. Von einer Korrektur der initialen Meldung oder genaueren Untersuchungen der, falls zutreffend, äußerst schwerwiegenden Anschuldigung keine Spur.

Die beiden Beispiele zeigen exemplarisch, wie substanzlos die Berichterstattung abhängiger Medien in Kriegszeiten ist. Denn sie sind die mächtigsten Waffen in einem Krieg, den die Menschheit so noch nie geführt hat, dem totalen Informationskrieg. Ob sich dieser zu einem heißen Konflikt entwickelt und über die Ukraine hinaus eskaliert, ist aktuell unklar. Wenn Säbelrasseln, Kriegsangst und Lieferengpässe der internationalen Oligarchie nicht als Hebel genügen, um die dystopischen Visionen einer technokratischen, multipolaren Weltordnung des digitalisierten Stakeholder-Kapitalismus umzusetzen, liegt das durchaus im Bereich des Möglichen. Auch wenn die damit einhergehende, großflächige Zerstörung der im Zuge der vergangenen zwanzig Jahre errichteten Überwachungsinfrastruktur einen vernichtenden Welt- oder Nuklearkrieg derzeit eher unwahrscheinlich wirken lässt.

Bei den Vereinten Nationen (UN) erweckt aktuell jedenfalls eher die NATO als Russland den Eindruck, den Konflikt eskalieren lassen zu wollen. Warum sonst verhindern die Briten eine von Russland geforderte Sondersitzung der UN zum vermeintlichen Giftgaseinsatz?

Wieso bleiben diverse andere Ungereimtheiten, die der russische Außenminister Sergei Lawrow vor der UN-Vollversammlung mittels Dokumenten und Fotos aufzeigte, seitens des Staatenbundes unkommentiert? Sollte dieser nicht generell an Aufklärung und Mediation eines derartigen Konfliktes interessiert sein? Warum gibt es nach wie vor kein verlässliches Bildmaterial, das die Kampfhandlungen in der Ukraine und vor allem die russischen Angriffe dokumentiert, wie das beim Golf- oder Kosovokrieg der Fall war? Immerhin handelt es sich nach Angaben der Westmächte um eine massive Offensive und eine weitreichende Invasion von Putins Truppen. Das Verhalten der UN, der Westmächte, der hegemonialen Medien sowie des nordatlantischen Verteidigungsbündnisses gibt derzeit allen Grund zur Annahme, dass diese Parteien an einer Ausweitung der Kampfhandlungen interessiert sind.

Die Neonazi-Strukturen in der Ukraine

Es liegt somit vorerst im Dunkeln, ob die internationale Technokratie supranational koordiniert vorgeht und den Konflikt in der Ukraine in übergeordnetem Einvernehmen führt, um mittels Narrativ und begrenztem Militäreinsatz eine gemeinsame Agenda 2030 umzusetzen, oder ob es sich um einen echten Machtkampf um Führungsanspruch in der neuen multipolaren Weltordnung handelt. Während also unstrittig ist, dass Kampfhandlungen in der Ukraine stattfinden, ist sehr wohl fraglich, wer dort gegen wen kämpft, was genau die ukrainischen Kräfte im Donbass treiben und inwieweit Russland dort tatsächlich militärisch offensiv agiert. Denn bisher führen bei der Suche nach dem eigentlichen Aggressor alle Spuren in die USA. Und je weiter man in der Geschichte zurückblickt, desto düsterer sind die Zusammenhänge mit der Gegenwart.

Während nämlich hinlänglich bekannt ist, dass die USA maßgeblich an den Vorbereitungen der Maidan-Revolution sowie dem Regimewechsel in der Ukraine beteiligt waren und seit mindestens einem Jahrzehnt mit Nichtregierungsorganisationen (NGOs) versuchen, das Land nach dem Vorbild der Pax Americana zu „demokratisieren“, wird die Tatsache, dass man in Washington schon seit über einem Jahrhundert mit Eugenikern und Nazis sympathisiert, kollaboriert und diese finanziert, gerne unter den Tisch gekehrt. Dabei lassen sich die Ursprünge des massiven Nazi-Problems der heutigen Ukraine bis auf das Ende des Zweiten Weltkrieges zurückverfolgen. Der rote Faden: die CIA.

Dass in der heutigen Ukraine ein ernsthaftes Nazi-Problem besteht, können die Leitmedien trotz massiver Zensur gegenüber allem, was mit Russland und dem aktuellen Konflikt zu tun hat, nicht gänzlich unterdrücken, wie ein Artikel der Frankfurter Rundschau vom 20. April 2022 belegt, der die Verbindungen des ungehobelt auftretenden Botschafters der Ukraine in Deutschland, Andrij Melnyk, zum ultrarechten Asow-Bataillon dokumentiert.

Oder ein CNN-Beitrag vom 30. März 2022, der ebenfalls die Schlüsselrolle der Asow-Nazis in der ukrainischen Armee betont. Selbst die Washington Post kommt am 6. April 2022 nicht umhin, das Kind beim Namen zu nennen und die rechtsradikalen Asow-Milizen als führende Kraft der ukrainischen Verteidigung zu beschreiben. Daily Veracity berichtet jüngst, dass sich die rechtsradikalen Kämpfer des neuen EU-Protektorats bevorzugt und massiv mit Captagon aufputschen, einer Meth-ähnlichen Droge, die auch schon in Syrien Konjunktur hatte und das Schmerzempfinden reduziert.

Bis zum Beginn der russischen Operation im Donbass war das Thema, ebenso wie die Korruptionsvorwürfe gegen Selenskyj und sein Clan-Regime, das in den „Pandora-Papers“ mehrfach Erwähnung findet, auch in den Leitmedien offen angesprochen worden, wie mein Beitrag vom 27. März 2022 veranschaulicht. Schon im März 2018 berichtet THE HILL davon, dass der US-Kongress Gelder für die Unterstützung des ultrarechten Asow-Bataillons, das nur Nazis aufnimmt, sperrt und die Zahlungen blockiert — was kurze Zeit später auf Druck des Pentagons rückgängig gemacht wurde. Und die Jerusalem Post publizierte noch am 20. April 2022 einen Artikel, der untersucht, warum Neonazi-Milizen in der Ukraine auch israelische Waffen im Gefecht einsetzen.

Seit der Ukrainekonflikt die Coronakrise blitzschnell von den Titelseiten verdrängt hat, scheint sich niemand in den hegemonialen Redaktionen mehr daran zu stören, bekennende Nazis zu unterstützen.

Und das Asow-Bataillon ist nur eine von vielen offen rassistischen Gruppierungen in der Ukraine. Daneben existieren unter anderem die seit den 1940er-Jahren bestehende 72nd Mechanized Brigade, deren Ehrenmitglied, Oleksiy Arestovych, heute Selenskyj berät, die Georgian Legion oder die Patriot of Ukraine-Organisation, die angeblich 2014 aufgelöst wurde. Wie diese Gruppierungen hinsichtlich der zumeist über russische Wurzeln verfügenden Menschen im Donbass denken, zeigt ein Interview mit dem ukrainischen Journalisten Bohdan Butkevych, der offen ausspricht, was die Ziele des Asow-Bataillons und seiner Schergen sind, wenn er ausführt:

(..) „dass im Donbass mindestens 1,5 Millionen unnötige Menschen leben, (..) dass es eine bestimmte Kategorie von Menschen dort gibt, die man einfach töten sollte.“

Der verlinkte Faktencheck zu diesem Videointerview möchte die Aussagen als Zusammenschnitt russischer Propagandakanäle entkräften, bestätigt aber ironischerweise einfach nur die Authentizität des Videos. Bemängelt wird von „Stop Fake“ außerdem fehlender Kontext bei verkürztem Zitat des Videos in manch einem Social-Media-Portal. Diesen Kontext bietet „Stop Fake“ nun nach eigenem Empfinden, indem der Online-Pranger den gesamten Text von Butkevych anführt — der aber nichts relativiert oder entkräftet und nach wie vor offen einen Genozid im Donbass fordert. Daran gibt es keinen Zweifel.

Wes Geistes Kind das Regime in Kiew ist, verdeutlicht auch der Umstand, dass ein faschistisches Projekt wie das Myrotvorets-Archiv in der Ukraine nicht verboten ist. Die Webseite der Organisation listet fast 190.000 sogenannte Feinde der Ukraine öffentlich auf, samt Adressen und Telefonnummern, und wächst täglich. Wer russischer und ungarischer Herkunft ist oder gegen das Regime in Kiew wettert, landet auf dem Online-Pranger. Und nicht wenige Personen, die neu auf der Liste erscheinen, werden binnen weniger Tage ermordet.

Das Asow-Netzwerk funktioniert wohl als Label oder Dachverband für versprengte neonazistische Einheiten und hat über die zurückliegenden zwanzig Jahre Regierung, Militär, Justiz und Polizei der Ukraine erfolgreich infiltriert, sodass es heute das dominante Netzwerk im Staatsapparat des Landes darstellt und Schlüsselpositionen besetzt.

Finanziert, trainiert und vernetzt von der CIA und ihren NGO-Vehikeln wie USAID, NED oder WEF. Dass die hegemonialen Kräfte seit 2014 mit finanziellen Mitteln den Lauf der Dinge in Russlands Nachbarstaat bestimmen, ist nichts Neues. Dass die CIA dort seit einer Dekade offen und mit Unterstützung des Pentagon Nazi-Gruppierungen unterstützt, war in der Vergangenheit ebenfalls kein Geheimnis, wie entsprechende Artikel aus der Zeit vor Russlands Einmarsch im Donbass belegen. Aber dass die CIA schon seit 1953 in der Ukraine engagiert ist und rechte Strömungen monetär wie organisatorisch unterstützt, dürfte dagegen weniger bekannt sein.

Das verdeckte Aufbauen und geopolitische Instrumentalisieren von Extremisten in fremden Ländern hat in der angloamerikanischen Elite Tradition. So finanzierte die amerikanische Hochfinanz, namentlich unter anderem Prescott Sheldon Bush, nicht nur Adolf Hitler und die NSDAP bis zum offiziellen Kriegseintritt der Vereinigten Staaten am 11. Dezember 1941, auch eine Al Kaida wäre ohne Zutun aus Washington nicht denkbar gewesen. Die amerikanischen Nachrichtendienste haben überall auf der Welt ihre Finger im Spiel. Die Liste ist endlos. Umso interessanter für das Verständnis der aktuellen Situation ist der Umstand, dass sowohl die CIA als auch der englische MI6 bereits Anfang der 1950er-Jahre rechtsradikale Formationen in der Ukraine unterstützten, um anti-russische Ressentiments zu schüren und amplifizieren.

Die USA und rechte Strömungen — Chronik einer engen Zusammenarbeit

Ein deklassifiziertes Geheimdokument der CIA vom 13. Juli 1953 belegt, dass mit „Project Aerodynamic“ und „Project Capacho“ schon zu diesem Zeitpunkt psychologische Kriegsführung sowie handfeste Militär- und Geheimdienstoperationen gegen die Supermacht auf der Agenda der westlichen Siegermächte standen, obwohl der Zweite Weltkrieg gerade erst sein Ende gefunden hatte. Ein Artikel von Investigativ-Journalist Wayne Madsen vom 14. Januar 2016 beleuchtet diese Hintergründe und erklärt, warum das Asow-Bataillon als historischer Nachfolger der Nazi-Gruppen aus dem Zweiten Weltkrieg bis heute dem ukrainischen und in München begrabenen Nazi-Führer Stepan Bandera huldigt. Ein Banner des Nazi-Idols zierte gar prominent den Eingang der Zentrale des Euromaidan im Jahr 2014 — dem Hauptquartier der vermeintlichen Demokratisierung der Ukraine.

Zum Geburtstag von Stepan Bandera finden in der Ukraine regelmäßig riesige Gedenkmärsche statt, wie die Times of Israel am 1. Januar 2022 moniert. Auch die WELTEXPRESS publizierte 2019 einen entsprechenden Artikel. Über die 69 Jahre umspannende Geschichte der Unterstützung von Nazitum in der Ukraine seitens der CIA und die Rolle von Stepan Bandera berichtete auch truthundercover am 27. März 2022. Der Enkel von Bandera, Steve, lebt gemäß einem Artikel der israelischen Zeitung HAARETZ vom 22. August 2019 derzeit übrigens in Kanada und versucht, die Nazi-Verbrechen seines Großvaters als russische Propaganda zu verharmlosen, um jüdische Holocaust-Opfer und hochrangige Rabbis dazu zu bewegen, „die historische Identität der Ukraine zu akzeptieren“.

Das „Institute for Policy Studies“ berichtet schon in einem Beitrag vom 1. Mai 2001 ausführlich über die skrupellose Kollaboration der CIA mit Nazis in Deutschland und anderen Ländern. Zudem spannt der entsprechende Text den zeitlichen Bogen weiter und verweist auf die Organisation Gehlen, die Vorläuferorganisation des Bundesnachrichtendienstes. Sie wurde nach Reinhard Gehlen benannt, der unter Hitler die Position des Leiters der Abteilung Fremde Heere Ost in der Wehrmacht innehatte. Gehlen war Nazi durch und durch. Trotzdem wurde er im Rahmen der Nürnberger Prozesse nur als Mitläufer eingestuft und kurz nach dem Krieg eine Schlüsselfigur für die CIA in Deutschland. Über diese unrühmliche Gründungsgeschichte des deutschen Auslandsgeheimdienstes schrieb die WELT am 1. April 2016: „Lügen und fiese Tricks — so entstand der BND“.

Der BND beschäftigte nach seiner offiziellen Gründung so illustre Gestalten wie die Tochter von Heinrich Himmler, Gudrun Burwitz, wie der englische Independent im Juni 2018 dokumentiert. Auch der „Schlächter von Lyon“, Klaus Barbie, grausamer Chef von Hitlers Gestapo in Lyon und mehrfach verurteilter Kriegsverbrecher, arbeitete nach Kriegsende noch bis in die frühen 1970er-Jahre für den neuen deutschen Geheimdienst. Die Stern-Ausgabe Nummer 42 vom 9. Oktober 1980 enthält einen Artikel über Klaus Barbie, der zu diesem Zeitpunkt als Berater des Präsidenten von Bolivien Karriere machte. Er starb am 25. September 1991 an Krebs — 46 Jahre nach Kriegsende.

Auch Franz Six, im Jahre 1941 Chef des „SS-Vorkommando Moskau“, arbeitete, ungeachtet seiner Vergangenheit, für den BND — und damit die CIA. Ein entsprechender Artikel des Stern findet sich gar als Schwarz-Weiß-Scan einer Printausgabe auf der hauseigenen Archivseite der Central Intelligence Agency. Und die Liste lässt sich beliebig erweitern: SS-Standartenführer Walther Rauff, SS-Oberführer Dr. Friedrich Panziger, SS-Hauptsturmführer Dr. Hermann Hübig et cetera. Hartmann Lauterbacher, SS-Brigadeführer, Gauleiter von Hannover, Stellvertreter des Reichsjugendführers von Schirach, war als BND-Agent bis Ende der 1970er-Jahre gar „Berater des Sultanats Oman in Jugendfragen“.

Viele Top-Nazis entkamen der Strafverfolgung für lange Zeit. So auch Adolf Eichmann, der bis 1960 in Argentinien lebte und bei Mercedes-Benz in Buenos Aires gar zum Abteilungsleiter aufstieg. Selbst Josef Mengele, der sogenannte Todesengel, lebte erst in Argentinien und Paraguay, bevor er 1979 vor der Küste Brasiliens nach einem Herzinfarkt ertrank. Auch Hitlers Raketenbauer, SS-Mitglied Wernher von Braun, wurde nach 1945 noch zu einem hohen Tier bei US-Armee und NASA. Er posierte mit Walt Disney und arbeitete für die Präsidenten Eisenhower und Kennedy. Letzterer ernannte von Braun gar zum Technischen Direktor des amerikanischen Mondlandeprogramms. Mitsamt seinem aus Deutschland importierten Team von Ingenieuren sollte er dafür sorgen, dass die USA im Kampf um die Vormachtstellung im Weltraum gegen Russland Oberhand gewannen und behielten. Der Kalte Krieg war in vollem Gange. Der sogenannte Vater der modernen Weltraummedizin, Hubertus Strughold, machte dank der CIA und trotz Nazi-Vergangenheit ebenfalls Karriere bei der NASA — obwohl er den Großteil seines Wissens bei Experimenten mit und an KZ-Häftlingen erwarb, die er unter anderem in Unterdruckkabinen einfror und dabei regelmäßig umbrachte.

Man sieht: Die USA arbeiten auch mit Monstern zusammen, wenn es den hegemonialen Interessen der Supermacht dient.

Die Verwicklungen von US-Geheimdiensten in Aktivitäten des vermeintlich explodierenden inländischen Rechtsterrorismus sind jedoch auch in der Gegenwart nicht weniger grotesk. So legen FBI-Dokumente nahe, dass die USA über das von der CIA finanzierte Asow-Bataillon indirekt auch Nazi-Gruppen im eigenen Land unterstützen. Zum Beispiel bei den Unruhen in Charlottesville am 12. August 2017. Das Ziel: über die gezielte Lancierung eines als Terrorvereinigung klassifizierten Staatsfeindes im Inland den Polizeistaat der Vereinigten Staaten weiter auszubauen.

Über Verbindungen zwischen dem ukrainischen Asow-Bataillon und der 2017 ins Leben gerufenen amerikanischen Neonazi-Organisation „Rise Above Movement“ berichtete auch Bellingcat bereits am 15. Februar 2019 ausführlich. Und noch im Januar 2021 schrieb das TIME Magazine über die inspirierende Rolle, die das Asow-Bataillon für die internationale Neonazi-Szene einnehme, sowie über den Umstand, dass die ukrainischen Extremisten via Facebook weltweit erfolgreich für neue Mitglieder werben. Viele davon stammen aus den USA.

Das FBI hatte weiterhin keine Probleme damit, ein Buch von Kaleb Cole zu finanzieren, einem hochrangigen Mitglied der 2013 gegründeten und international vernetzten Neonazi-Gruppierung „Atomwaffen Division“, wie Gerichtsakten aus den USA belegen.

Der virtuelle Lesesaal (gesetzter Suchfilter des Links: Ukraine) der CIA ist aufgrund des „Freedom of Information Act“ eine ergiebige Ressource in Bezug auf Dokumente, welche die Nazi-Vergangenheit der angloamerikanischen Hegemonie im Allgemeinen und der Ukraine im Besonderen belegen. Ein kleiner Blick in die Vergangenheit führt so klar vor Augen, dass weder die USA noch Großbritannien jemals Berührungsängste zeigten, wenn es darum ging, mit Extremisten zusammenzuarbeiten, egal welchem politischen Spektrum diese zuzurechnen sind, um eigene Interessen durchzusetzen — wie in diesem Falle gegen Russland, der einzigen ernsthaften Konkurrenz für die angloamerikanische Hegemonie. Denn China ist keine Bedrohung, sondern lediglich ein sozioökonomisches Versuchslabor der Westmächte und wird seit Maos Zeiten von Washington aus kontrolliert. Die Hintergründe dazu beleuchtet mein Text Mao, Yale und die Hegemonie vom 21. Januar 2022.

Informationskrieg

In Anbetracht dieser Informationen muss man davon ausgehen, dass der westliche Turbokapitalismus schlichtweg das Ende seiner systemischen Halbwertszeit erreicht hat und in naher Zukunft implodiert — und dass somit ein eskalierender Krieg durchaus die Interessenlage der westlichen Hegemonie repräsentiert. Denn auch die ersten beiden Weltkriege waren aufgrund wirtschaftlicher Interessen losgetreten worden und primär auf subversives Treiben der angelsächsischen respektive angloamerikanischen Hochfinanz zurückzuführen. Gerissene Bänker finanzierten schon immer beide Seiten eines Konflikts, um an Ende an beiden Parteien verdienen zu können.

Früher wie heute: Das totalitäre System, also die supranationale, multipolare Weltordnung in Manifestation einer Superklasse von mittlerweile circa 7.000 Personen, die es mittels Korporatismus steuert, schafft sich überall auf der Welt die Bedrohungslagen, die es benötigt, um seine autoritäre und inhumane Politik vor der menschlichen Zivilisation zu legitimieren.

Denn täte es das nicht mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln, wäre es morgen bereits am Ende.

Im Hinblick darauf ist festzuhalten, dass eine Untersuchung aus dem Jahr 2017 belegt, dass schon zu diesem Zeitpunkt circa 65 Prozent des weltweiten Internet-Traffics automatisiert erzeugt wurden. Von Bots. Es bedarf wenig Fantasie, um sich auszumalen, was das für Social-Media-Portale, die Effizienz von staatlicher Propaganda sowie die Abbildung und Wahrnehmung von Mehrheiten im Jahr 2022 bedeutet.

Die von Big Tech kuratierte Realität ist eine Simulation und das Internet auf seiner obersten Ebene tot. Kontrolliert und zensiert von einem unsichtbaren Wahrheitsministerium. Überdeutlich wird dies, wenn man einen Begriff wie Klimawandel bei Google eingibt. Denn obwohl Google in Sekundenbruchteilen meldet, zig Millionen von Suchergebnissen gefunden zu haben, ist auf Seite 39 und nach 385 angezeigten Links Schluss. Außer Beiträgen von staatlich anerkannten Stellen, die dem offiziellen Narrativ das Wort reden, findet sich absolut nichts. Kein freier Blog, keine unabhängige Studie, keine Gegenmeinung. Das gilt auch für den Ukrainekonflikt und andere Narrative.

Ja, es herrscht Krieg. Vielleicht sogar der Dritte Weltkrieg. Aber nicht zwischen Ost und West, sondern zwischen einem neofeudalistischen, technokratischen System und der von ihm unterdrückten Menschheitsfamilie.


Dieser Artikel erschien auf Rubikon am 06.05.2022 und ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.

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„Ist Wladimir Putin verrückt?“ von Larry C. Johnson

Larry C. Johnson, ehemaliger Analyst der CIA, stellte am 25.04.2022 auf seinem Blog einen Beitrag zur Diskussion zur Frage: „Ist Wladimir Putin verrückt?“

„Ist Wladimir Putin verrückt?“

In den westlichen Medienberichten, ja selbst von einigen Politikern, wird behauptet: Putin sei verrückt, weil er für die „Aggression“ in der Ukraine verantwortlich ist. Larry Johnson stellt in seinem Blogbeitrag diese Frage zur Diskussion, in dem er aus Wladimir Putins Rede vor dem Vorstand der Generalstaatsanwaltschaft am 25.04.2022 zitiert und kommentiert. Hier die Übersetzung seines Blogbeitrags.

Beginn der Übersetzung

Ich bin mir nicht sicher, ob die Medienberichte im Westen, in denen behauptet wird, Wladimir Putin sei verrückt, auf grober Unwissenheit beruhen oder Teil einer verzweifelten Propagandakampagne sind. Werfen Sie einfach einen Blick auf Putins Rede, die er heute vor einer Versammlung der Generalstaatsanwaltschaft gehalten hat (um es mit den Worten der USA auszudrücken: es war eine Konferenz hochrangiger Beamter des Justizministeriums und der US-Staatsanwälte). Lesen Sie diesen Ausschnitt und sagen Sie mir, ob das nach einem verrückten Paranoiker klingt (Server aus Deutschland gesperrt, u.a. über Opera-Browser mit VPN/Standort Asien aufrufbar – T.S.):

Ich möchte speziell auf die Aufgaben eingehen, vor denen die Strafverfolgungsbehörden und der gesamte Bereich der Strafverfolgung im Zusammenhang mit der militärischen Sonderoperation im Donbass und in der Ukraine stehen.

Die Sonderoperation hat zahlreiche Verstöße gegen das Völkerrecht durch ukrainische Neonazi-Gruppen und ausländische Söldner aufgedeckt. Wir sprechen hier von extremen Gräueltaten wie der Tötung von Zivilisten, dem Einsatz von Menschen, einschließlich Kindern, als menschliche Schutzschilde und anderen Verbrechen. Offensichtliche Provokationen gegen unsere Streitkräfte, auch mit Hilfe ausländischer Medien und sozialer Netzwerke, erfordern ebenfalls eine gründliche Untersuchung.

Gleichzeitig ist es notwendig, jegliche Verbrechen auf dem Territorium der Russischen Föderation mit aller Entschlossenheit zu unterbinden. Heute Morgen hat der Föderale Sicherheitsdienst einen Anschlag einer terroristische Gruppe vereitelt, den sie auf einen bekannten russischen Fernsehjournalisten plante. Sie werden das jetzt sicherlich abstreiten, aber die Fakten und Beweise sind unwiderlegbar.

In diesem Zusammenhang möchte ich Folgendes anmerken. Zu unserer Überraschung fordern hochrangige Diplomaten in Europa und den Vereinigten Staaten ihre ukrainischen Satelliten auf, ihre Ressourcen zu nutzen, um auf dem Schlachtfeld zu gewinnen. Unsere Partner in den Vereinigten Staaten bedienen sich einer solch seltsamen Diplomatie – Diplomaten rufen sogar dazu auf. Aber da sie erkennen, dass dies unmöglich ist, versuchen sie stattdessen, ein anderes Ziel zu erreichen – die Spaltung der russischen Gesellschaft, die Zerstörung Russlands von innen. Aber auch hier gibt es einen Haken; auch das hat nicht funktioniert. Unsere Gesellschaft hat Reife und Solidarität bewiesen; sie unterstützt unsere Streitkräfte und unsere Bemühungen, die Sicherheit Russlands zu gewährleisten und den Menschen im Donbass zu helfen. Das bedeutet tatsächlich Unterstützung für unsere Menschen im Donbass. Als sie also ihre Informationsziele nicht erreichen konnten – sie haben natürlich weiterhin ihre Bürger getäuscht und ihre Monopolstellung im Informationsraum ihrer Länder und in einigen anderen Ländern ausgenutzt, aber hier, auf dem Territorium Russlands, haben sie versagt – sind sie zum Terror übergegangen und haben die Ermordung unserer Journalisten arrangiert.

In diesem Zusammenhang ist natürlich anzumerken, dass wir die Namen aller westlichen Betreuer, aller Mitglieder westlicher Dienste, vor allem der CIA, kennen, die mit ukrainischen Sicherheitsbehörden zusammenarbeiten. Offensichtlich geben sie ihnen solche Ratschläge. Das ist ihre Haltung gegenüber den Rechten von Journalisten, gegenüber der Verbreitung von Informationen, das ist ihre Haltung gegenüber den Menschenrechten im Allgemeinen. Sie kümmern sich nur um ihre eigenen Rechte, einige hegen imperiale Ambitionen, andere halten auf altmodische Weise an ihrer kolonialen Vergangenheit fest. Aber das wird in Russland nicht funktionieren.

Ich fordere das russische Untersuchungskomitee und alle Ermittlungsbehörden auf, solche Verbrechen detailliert zu erfassen, die Drahtzieher und Täter zu identifizieren, Strafverfahren einzuleiten und sie vor Gericht zu stellen, wie es sich gehört. Staatsanwälte und Ermittler sollten diese und alle anderen Fakten sorgfältig prüfen und die notwendigen Beweise sammeln, die in Gerichtsverfahren, auch auf internationaler Ebene, verwendet werden sollten. Ich möchte betonen, dass solche Beweise für alle von Neonazis und ihren Komplizen begangenen Verbrechen gesammelt werden sollten, beginnend mit dem Staatsstreich in Kiew im Jahr 2014, der den Weg für Bürgerkrieg, Blutvergießen und Gewalt in der Ukraine ebnete.

Nächster Punkt. Besondere Aufmerksamkeit sollten wir den Menschen widmen, die aus der Ukraine, aus den Volksrepubliken Donezk und Lugansk, nach Russland kommen. Bis heute sind es fast eine Million Menschen, darunter über 100 000 Kinder. Die Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, sind nicht immer im Besitz der erforderlichen Dokumente, um materielle Hilfe und medizinische Versorgung zu erhalten und ihre Kinder in Schulen oder Kindergärten einzuschreiben. Ich fordere die Generalstaatsanwaltschaft auf, diesen Menschen Rechtsbeistand zu gewähren und ihre Rechte zu schützen, auch indem sie ihre Anträge innerhalb kürzester Zeit prüft. Es ist schwer für diese Menschen, helfen Sie ihnen.

Joe Biden ist selbst mit Hilfe eines Teleprompters nicht in der Lage, eine Rede wie diese zu halten. Was mir sofort auffiel, war der gemäßigte Ton der Rede (sie wurde heute Morgen live auf RT übertragen). Wladimir Putin hat weder geschimpft noch getobt. Er war direkt, prägnant und klar.

Besonders interessant fand ich seine Bemerkungen über die CIA:

In diesem Zusammenhang ist natürlich anzumerken, dass wir die Namen aller westlichen Betreuer, aller Mitglieder westlicher Dienste, vor allem der CIA, kennen, die mit den ukrainischen Sicherheitsbehörden zusammenarbeiten. Offensichtlich geben sie ihnen solche Ratschläge. Das ist ihre Haltung gegenüber den Rechten von Journalisten, gegenüber der Verbreitung von Informationen, das ist ihre Haltung gegenüber den Menschenrechten im Allgemeinen. Sie kümmern sich nur um ihre eigenen Rechte, einige hegen imperiale Ambitionen, andere halten auf altmodische Weise an ihrer kolonialen Vergangenheit fest. Aber das wird in Russland nicht funktionieren.

Ich nehme Putin beim Wort. Der russische Geheimdienst hat eine Liste der wichtigsten CIA-Offiziere, die in der Ukraine arbeiten, zusammengestellt und wird sie zur Rechenschaft ziehen. Anders als zu Zeiten der Sowjetunion, als die Vereinigten Staaten verärgerten KGB- und GRU-Offizieren wirklich eine klare Alternative zu den Lügen boten, die das verrottete kommunistische System stützten, ist der Westen heute zu einer Karikatur der alten Sowjetunion geworden. Wir inhaftieren heute politische Gefangene im District of Columbia und in Pennsylvania, weil sie es gewagt haben, Donald Trump zu unterstützen und das US-Kapitol zu stürmen. Tatsächlich sind in den Vereinigten Staaten mehr politische Gefangene inhaftiert als in Russland.

Wie sieht es mit einer freien Presse aus? Amerika ist jetzt eine weltweite Witzfigur. Die Konzernmedien haben sich in Helen Keller verwandelt, wenn es darum geht, den Wahlbetrug zu untersuchen oder auch nur in Frage zu stellen, durch den die Präsidentschaftswahlen 2020 an den dementen Joe Biden gingen. Mit Ausnahme von Tucker Carlson weigern sich die Mainstream-Medien, Analysten wie Doug MacGregor und Scott Ritter Sendezeit zu geben, die das Ukraine-Narrativ, wonach Russland böse und die Ukraine ein unschuldiges Opfer ist, autoritativ in Frage stellen können. Jeder, der sich in den sozialen Medien zu Wort meldet und versucht, eine alternative Sichtweise zu vermitteln, wird gelöscht. Die amerikanischen Medien verhalten sich jetzt wie die sowjetische Prawda auf Steroiden.

Die CIA, deren Aufgabe es ist, Spione in Russland zu rekrutieren und zu verwalten, die entscheidende Informationen über die wahren Absichten und Pläne Putins und seiner Generäle liefern, ist nun vollständig kastriert. Wenn Sie ein russischer Offizier wären, der mit dem derzeitigen Kurs Russlands unzufrieden ist, würden Sie der CIA vertrauen, dass sie Sie beschützt? Ich glaube, die Antwort ist ein klares Nein. Vor allem, weil die USA jetzt ihre volle Unterstützung für eine Ukraine zugesagt haben, in der es von NAZI-Ideologie und -Anhängern nur so wimmelt.

Aus der Geschichte des Kalten Krieges wissen wir, dass die CIA gezielt russische Diplomaten und Militärattachés im Ausland ausspionierte, um Spione in den inneren Kreis des Kremls zu bringen. Da die Vereinigten Staaten alle Länder der Welt dazu drängen, alles Russische zu bestrafen, nicht nur die Regierung, sondern auch die Menschen, ist es für US-Geheimdienstler schwieriger als je zuvor seit 1947, sich mit einem Russen anzufreunden und ihn anzuwerben. Das bedeutet, dass die Vereinigten Staaten nicht mehr in der Lage sein werden, ihre eigenen Geheimdienstinformationen zu generieren, und dass sie mehr und mehr auf ausländische Geheimdienste angewiesen sein werden, die uns mit ihren Informationen versorgen.

Ich bemitleide jene US-Geheimdienstler, die noch ein gewisses Maß an Integrität besitzen und ein umfassendes Verständnis von Russland haben. Wer versucht, alternative Erklärungen dafür anzubieten, warum Putin und das russische Volk sich in der Ukraine engagieren, muss mit starkem Gegenwind und möglicherweise mit dem Vorwurf rechnen, ein „Russland-Sympathisant“ zu sein. Wenn man an die Maxime „Wissen ist Macht“ glaubt, dann treten die Vereinigten Staaten jetzt in eine Phase der Ohnmacht ein. Ignoranz und ideologischer Fanatismus in den Geheimdiensten sind ein Rezept für eine Katastrophe.

Ende der Übersetzung

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