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Monthly Archives: Januar 2021

Doktortitel erschlichen?

Die „Liste deutscher Dissertationen mit Plagiaten“ wird immer länger. Es geht auch ohne Plagiat – wie vielleicht bei Christian Drosten?

Doktortitel begehrt und erschlichen

Spätestens seit der Plagiatsaffäre von Karl-Theodor zu Guttenberg ist das Erschleichen von Doktortiteln auch im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Dies gilt zumindest, wenn es um Personen geht, die im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen.

Die „Liste deutscher Dissertationen mit Plagiaten wird immer länger. Dabei ist diese Liste unverdienter Doktortitel nicht einmal vollständig. Die Liste auf VroniPlag ist viel umfangreicher. Plagiate verletzen das Urheberrecht und können zur Aberkennung des Titels führen, oder auch einen Straf- oder Bußgeldtatbestand darstellen.

Mehr oder weniger bekannt ist auch, dass es möglich ist, einen solchen Titel „zu kaufen“.

Wie ist nun Christian Drosten zu seinem Titel gekommen?

Kla.tv hat bereits in mehreren Videos die Die (geheimgehaltene) Akte Christian Drosten veröffentlicht:

„Unsere Dokumentation ‚Die (geheimgehaltene) Akte Christian Drosten‘ erreichte binnen weniger als 72 Stunden weit über 900.000 Zugriffe. Dies war nur möglich, weil die Menschen vom neuartigen Virus der Aufklärung und Weiterverbreitung infiziert wurden.“

Kla.tv listet auf:

„Die Akte Drosten“ Teil 1: Christian Drosten und seine Fehlprognosen

„Die Akte Drosten“ Teil 2: Christian Drosten und sein Doktortitel

„Die Akte Drosten“ Teil 3: Christian Drosten und sein PCR-Corona-Test

„Die Akte Drosten“ Teil 4: Christian Drosten und seine vielfältigen Verflechtungen

Siehe auch:

 

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Impfung schützt vor Corona-Infektion und Todesfolge

Impfung schützt vor Corona-Infektion – oder doch nicht? Die ersten Folgen aus verschiedenen Staaten – wie sollen wir diese werten?

Impfung schützt vor Corona?

Prozentual die meisten Menschen sind bisher in Israel gegen Corona geimpft worden. Von den etwa 2,2 Millionen Geimpften wurden ca. 189.000 Menschen nach einer Impfung auf SARS-CoV-2 getestet. 6,6 Prozent von ihnen wurden nach der Impfung bis 19.01.2021 positiv auf das Corona-Virus getestet:

„Over 12,400 Israeli residents have tested positive for COVID-19 after being vaccinated, among them 69 people who had already gotten the second dose, which began to be administered early last week, the Health Ministry reported.

This amounts to 6.6 percent of the 189,000 vaccinated people who took coronavirus tests after being vaccinated.“

„Über 12.400 israelische Einwohner wurden positiv auf COVID-19 getestet, nachdem sie geimpft worden waren, darunter 69 Personen, die bereits die zweite Dosis erhalten hatten, die seit Anfang letzter Woche verabreicht wird, berichtete das Gesundheitsministerium.

Das sind 6,6 Prozent der 189.000 geimpften Menschen, die sich nach der Impfung auf das Coronavirus testen ließen.“

Experiment am Menschen

Weil in Norwegen 23 Menschen nach einer Corona-Impfung gestorben sind, warnt die norwegische Gesundheitsbehörde davor, dass die bisher zugelassenen Corona-Impfstoffe riskant sein können.

Folgen von Impfungen in Deutschland

Hier einige Meldungen aus Deutschland:

Die Süddeutsche meldete am 16.01.2021:

„Im BRK-Seniorenheim in Garatshausen sind in den vergangenen Wochen mindestens 13 mit dem Coronavirus infizierte Bewohnerinnen und Bewohner gestorben.“

„Einige waren zuvor geimpft worden, doch noch nicht vollständig vor einer Ansteckung geschützt.“

Im Südkurier am 22.01.2021 wird unter dem Titel „Elf Todesfälle und sieben akute Infektionen im Pflegeheim in Uhldingen-Mühlhofen“ berichtet:

„Die Bewohner des Seniorenwohnparks in Uhldingen-Mühlhofen waren die ersten Menschen im Bodenseekreis, die gegen das Coronavirus geimpft wurden. Elf Bewohner sind seitdem mit oder an Covid-19 gestorben. Vermutlich waren sie bereits zum Zeitpunkt der Impfung unerkannt mit dem Virus infiziert oder die Infektion habe kurz danach stattgefunden, sagen die Behörden.“

Die Pressesprecherin des für das Heim zuständigen Pflegedienstleisters zeigt sich überzeugt, dass die Impfung an sich keine Infektion auslöse. Die Pflegedienstleitung vermutet vielmehr eine Übertragung durch Außenkontakte. An dieser Einschätzung ändert auch nicht, dass das nicht die letzten Opfer in der Einrichtungen waren. Suedkurier.de am 25.01.2021 meldete „Mittlerweile 13 Todesfälle und 15 Infektionen„:

„Am Freitag war bekannt geworden, dass in den vergangenen Wochen elf Bewohner des Seniorenwohnparks Uhldingen-Mühlhofen an oder mit Covid-19 verstorben sind. Bis Montag kamen zwei weitere Todesfälle dazu. 15 Bewohner und Mitarbeiter sind mit dem Coronavirus infiziert.“

Lediglich der Termin für die zweite Dosis wurde vom 21. auf den 28. Januar verschoben.

Ergänzung: „Insider werfen Zweifel an offizieller Darstellung auf

Aus dem Landkreis Miesbach berichtet br.de am 20.01.2021:

„Von März bis Dezember seien 10 Todesopfer zu beklagen gewesen, fünf davon in Heimen. Nun sind plötzliche 8 verstorben, was dem ganzen Team sehr zugesetzt habe.“

Sieben der Opfer waren erst kurz vor dem Tod geimpft worden. Auch 24 Mitarbeiter seien erkrankt.

„In einer weiteren Pflegeeinrichtung in dem oberbayerischen Landkreis wurden zehn Bewohner und neun Mitarbeiter positiv getestet. Auch hier erkrankten drei geimpfte Bewohner. ‚Dass nun ausgerechnet in einem zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung gleich zwei Einrichtungen betroffen sind, ist wohl leider ein trauriger Zufall‘, sagte Behördensprecherin Sophie Stadler.“

Im Münchner Merkur wird bis zum 29.01.2021 mit Verweis auf das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet, dass nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts 69 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona gemeldet wurden:

„Die 69 Todesfälle, die eine Stunde bis 18 Tage nach der Impfung mit den Corona-Präparaten von Biontech/Pfizer oder Moderna gemeldet wurden, seien PEI-Präsident Klaus Cichutek zufolge nicht von der Impfung verursacht worden. Im RND-Interview sagte er: ‚Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass sie von der Impfung verursacht wurden’“.

„Es gibgt keinen Grund“ heißt, Genaues weiß man nicht (oder will man nicht wissen?).

Auch Sachsen-Anhalt will bei den Menschenexperimenten nicht nachstehen, wie mdr.de am 30.01.2021 meldet:

„Nach einem Corona-Ausbruch in einem Dessauer Pflegeheim sind zwei bereits geimpfte Bewohner gestorben. Vermutlich hatten sie sich nach der ersten Impfung mit dem Corona-Virus infiziert.“

Im Münchner Merkur vom 02.02.2021 wird berichtet:

„Im Lenzheim der Rummelsberger Diakonie im Ortsteil Partenkirchen sind aktuell zwölf Mitarbeiter sowie zwölf Bewohner (von 98) infiziert – macht in der Summe 24 Positivfälle.“

„Erklärend“ heißt es dazu, dass auch das Gesundheitsamt keine klare Aussage treffen kann, warum bereits Geimpfte nun positiv sind. Sich wohl rückversichernd wird darauf verwiesen, dass selbst das Robert-Koch-Institut auf seiner Homepage einmal mehr betont: Es gibt keinen 100-prozentigen Schutz durch die Impfung. Dieser würde sich erst nach einer gewissen Frist von bis zu 14 Tagen nach der jeweiligen Dosis komplett einstellen. Ob und wie stark infektiös diese Positivfälle dann sind, sei bisher auch nicht erforscht.

Landkreis-osnabrueck.de berichtet am 07.02.2021:

„Im Alten- und Pflegeheim St. Marien in Belm hat es einen Ausbruch der britischen Variante B 1.1.7. des Coronavirus gegeben. Bei 14 Bewohnern wurde die Mutation nachgewiesen, obwohl alle Bewohner bereits am 25. Januar zum zweiten Mal gegen Corona geimpft worden waren … Es zeichne sich immer mehr ab, dass geimpfte Menschen nicht immun gegen das Coronavirus seien und es auch weitergeben könnten…“

Im Bericht des Paul-Ehrlich-Instituts vom 04.02.2021 resümiert das Institut:

„Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) berichtet über 2.846 gemeldete Verdachtsfälle von Nebenwirkungen oder Impfkomplikationen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung mit den mRNA-Impfstoffen Comirnaty (BioNTech Manufacturing GmbH) und COVID-19 Vaccine Moderna (MODERNA BIOTECH SPAIN, S.L.) zum Schutz vor COVID-19 seit Beginn der Impfkampagne am 27.12.2020 bis zum 31.01.2021 aus Deutschland … In 349 Fällen wurden schwerwiegende unerwünschte Reaktionen gemeldet … In 113 dieser Fälle sind die Personen in unterschiedlichem zeitlichen Abstand zur Impfung gestorben.“

Siehe dazu auch den detaillierten Beitrag „Tausende ‚unerwünschte Reaktionen‘: COVID-19-Impfung mit vielen Nebenwirkungen“ von Susan Bonath oder die Anfrage des Abgeordneten Marcel Luthe an den Präsidenten des Berliner Abgeordnetenhauses zum Thema: Impfstoff gegen SARS-CoV-2

Es wird immer schlimmer: „Whistleblower aus Berliner Altenheim: Das schreckliche Sterben nach der Impfung“ und „Auch in Schweden sterben die alten Menschen nach der Impfung“ (2020news.de)

Tragisches Beispiel in Leipzig: „Corona in Leipziger Heim: Fast ein Viertel der Bewohner tot…er Ausbruch begann wenige Tage, nachdem es erste Impfungen der Bewohner gegeben hatte, wie die Stadt am Donnerstag mitteilte.“ (berliner-zeitung.de, 18.02.2021)

In diesem Blog finden Sie eine cronologische Übersicht der vermeldeten Corona-Ausbrüche und Todesfälle nach Impfungen.

Nachtrag vom 09.06.2021:

Bislang 22 Tote in MV nach Corona-Impfungen

Auf der Webseite 2020news.de erhalten Sie ebenfalls aktuelle Informationen zu den Nebenwirkungen der Impfungen.

Und zu der tödlichen Wirkung der Impfung kommen noch Moderne Brandzeichen!

Kein kausaler Zusammenhang mit Impfung

Das Bundesgesundheitsministerium sieht „keinen kausalen Zusammenhang zwischen einzelnen Todesfällen und … der Impfung„:

Im „SICHERHEITSBERICHT Verdachtsfälle von Nebenwirkungen und Impfkomplikationen nach Impfung zum Schutz vor COVID-19“ des Paul-Ehrlich-Instituts vom 28.01.2021 heißt es über „Verdachtsfälle von Nebenwirkungen und Impfkomplikationen nach Impfung zum Schutz vor COVID-19 seit Beginn der Impfkampagne am 27.12.2020 bis zum 24.01.2021:

„69 geimpfte Personen verstarben im unterschiedlichen zeitlichen Zusammenhang nach der Impfung. Im Zusammenhang mit diesen Meldungen wurden 143 unerwünschte Reaktionen angegeben, die zum Tod geführt hätten.“

AstraZeneca veröffentlicht am 13.04.2021 einen zweiten sogenannten „Rote-Hand-Brief„:

Eine dieser Aktualisierungen betrifft Abschnitt 4.8 der Fachinformation, Thrombozytopenie wurde als unerwünschte Reaktion mit einer Häufigkeit von häufig eingefügt, basierend auf Daten aus klinischen Studien.“

Zum Verständnis: Als „häufig“ gilt eine unerwünschte Wirkung, wenn sie bei einem bis zehn von 100 Patienten auftritt. Da laut PEI-Sicherheitsbericht bis zum 2. April 2021 das Mittel knapp drei Millionen Mal verabreicht wurde, könnte 30.000- bis 300.000-mal bei den Geimpften ein Mangel an Blutplättchen aufgetreten sein.

Zum Vergleich:

Peter Doshi, Mitherausgeber des britischen Medizinjournals BMJ, stellte in einer aktuellen Analyse fest, dass die Coronavirus-Impfstoff-Studien wichtige Fragen unbeantwortet ließen. Das betrifft besonders die Wirksamkeit des Impfstoffs bei älteren Menschen. Sie stellen die Hauptrisikogruppe für Covid-19 dar. So verweist Doshi darauf, dass in der Pfizer-Impfstoffstudie über 3000 „Covid-19-Verdachtsfälle“ (Fälle ohne PCR-Bestätigung) ausgeschlossen wurden. Dieser Ausschluss wurde nicht von einem unabhängigen Gremium, sondern von Pfizer-Mitarbeitern vorgenommen.

Impffolgen in den USA

(Neben)Wirkung der Covid-19-Impfung ??? Zwei Fälle aus USA …

Wie Detroit Free Press am 02.07.2021 berichtete, starb der 13-jährige Jacob Clynick aus Zilwaukee im US-Bundesstaat Michigan wenige Tage nach der zweiten Impfung mit dem Corona-Vakzin von Pfizer/BioNTech.

***

Nachtrag vom 18.04.2021:

Schützen die Impfungen denn wenigstens in Deutschland vor einer Virusübertragung?

Das hat politische Sprengkraft: Geimpfte positiv auf Corona getestet

Nachtrag vom 15.09.2021:

Wenn das Blut gerinnt: Krankenhäuser sind voll mit Geimpften – Die Impfung wirkt nicht, sondern birgt schwerste Nebenwirkung

Nachtrag vom 30.01.2022

„Nicht zugelassen“ (peds-ansichten.de, 28.01.2022)

Nachtrag vom 13.11.2022

„Galerie des Grauens“ – Impfschädendokumentation vor dem Reichstagsgebäude (vierte.online, 05.09.2022)

 

 


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Urteil bestätigt katastrophales Versagen der Politik

Über ein Urteil des Amtsgerichts Weimar zur Unrechtmäßigkeit eines Lockdowns berichtete Rechtsanwalt Reiner Füllmich am 21.01.2021:

Das lesenswerte Urteil des Amtsgerichts Weimar vom 11.01.2021 – 6 OWi – 523 Js 202518/20.

Wie sehr dieses Urteil eine Ausnahme darstellt, lässt sich anhand des (nicht vollständigen) Überblicks erkennen, die die ETL-Rechtsanwälte zusammengestellt haben. Mit Stand vom 20.01.2021 hieß es auf deren Webseite:

„Es ist auffällig, dass mit zunehmender Zeit die gerichtlichen Entscheidungen zu einer stärkeren Betrachtung des Einzelfalls mahnten und Eilanträge von Bürgern in einer Vielzahl von Fällen erfolgreich waren.

Inzwischen befindet sich das Land in der „zweiten Welle“. Augenblicklich scheint es so zu sein, dass die Maß­nah­men des Teil-Lock­downs im No­vem­ber 2020 in Eil­ver­fah­ren vor Ge­richt meist Be­stand haben. Nach Angaben des Richterbundes haben in etwa neun von zehn Eil­ver­fah­ren die Ge­rich­te die meist im Wege der Verordnung dem Bürger auferlegten Ein­schrän­kun­gen be­stä­tigt, weil sie den Ge­sund­heits­schutz der Be­völ­ke­rung höher ge­wich­tet hät­ten als die Ein­schrän­kun­gen für die betroffenen Bürger.

Nach dem Stand Mitte November dürften mehr als 5000 Klagen und Anträge auf einstweiligen Rechtsschutz bei den Gerichten eingegangen sein. Und das allein bei den Verwaltungsgerichten.“

Staatsanwaltschaft will neue Entscheidung

Wie zu erwarten, gibt natürlich die Politik nicht klein bei. Dazu bedient sie sich (nicht nur) in dem Fall der Staatsanwaltschaft. Diese ist in Deutschland nicht unabhängig, sondern als weisungsgebundene Behörde Teil der Exekutive:

Gerichtsverfassungsgesetz § 146:

„Die Beamten der Staatsanwaltschaft haben den dienstlichen Anweisungen ihres Vorgesetzten nachzukommen.“

Gerichtsverfassungsgesetz § 147:

„Das Recht der Aufsicht und Leitung steht zu:

1. dem Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz hinsichtlich des Generalbundesanwalts und der Bundesanwälte;

2. der Landesjustizverwaltung hinsichtlich aller staatsanwaltschaftlichen Beamten des betreffenden Landes;

3. dem ersten Beamten der Staatsanwaltschaft bei den Oberlandesgerichten und den Landgerichten hinsichtlich aller Beamten der Staatsanwaltschaft ihres Bezirks.“

In der Süddeutschen Zeitung vom 22.01.2021 findet sich dazu die dpa-Information:

„Nachdem das Amtsgericht Weimar die im Frühjahr verhängten Kontaktbeschränkungen für verfassungswidrig erklärt hat, geht die Staatsanwaltschaft Erfurt nun gegen diese Entscheidung vor. Die Staatsanwaltschaft habe beim Amtsgericht den Antrag auf Zulassung einer Rechtsbeschwerde eingereicht, sagte der Sprecher der Behörde, Hannes Grünseisen, am Freitag in Erfurt der Deutschen Presse-Agentur. Die Staatsanwaltschaft wolle erreichen, dass das Urteil des Amtsgerichts mit den ihm zugrunde liegenden Feststellungen aufgehoben werde. Die Sache solle zu einer neuen Verhandlung und Entscheidung an einen anderen Richter zurückverwiesen werden.“

Hauptmedien hoffen ebenfalls auf Korrektur des Urteils

So heißt es im Focus am 23.01.2021:

„Das Amtsgericht Weimar hat einen Mann freigesprochen, der im April 2020 gegen die Corona-Beschränkungen verstoßen hatte. FOCUS Online liegt das hochbrisante Urteil vor. Es stuft das vom Staat angeordnete allgemeine Kontaktverbot als verfassungswidrigen Tabubruch ein. Damit stellt es die gesamte deutsche Lockdown-Politik infrage…

Manche Sätze dieses Gerichtsurteils muss man zweimal lesen. Nicht, weil sie juristisch so kompliziert wären, sondern weil sie politisch hochbrisant sind. Sie wirken direkt hinein in die aktuelle Debatte um Rechtmäßigkeit und Sinn staatlicher Schutzmaßnahmen im Kampf gegen Corona.“

 

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[Gastartikel] Vom kleinen Mut

Vom kleinen Mut

Einige Gedanken, wie Wege zur Selbstermächtigung aussehen können


Ein Jahr der Angst liegt hinter uns. Ängsten unterlagen wir schon in den Jahrzehnten zuvor, aber welches Ausmaß diese im Jahr der “Corona-Pandemie” annahmen, ist bemerkenswert. Mit den Ängsten zog Irrationalität ein. Diejenigen welche den Mut besaßen, hinter die Kulissen der ausgerufenen Pandemie zu schauen, konnten damit zwar ihre Ängste vor dem “tödlichen Virus” überwinden, doch dafür zogen in die Herzen neue Ängste ein, die vor einer faschistoiden Dystopie. Doch geht die Angst immer mit schmalspurigem Denken und Agonie einher. Sie nimmt uns Denk- und Handlungsoptionen. Wie kommt man nun aus dieser Misere heraus?


 

Es gibt ein Symbol für diese Krise. Eine Krise die keinesfalls aufgrund eines neuartigen Virus ausbrach, sondern lange zuvor als schleichender Prozess Fahrt aufnahm — infolge eines gelebten Systems, an dem wir alle unseren Anteil haben. So trugen wir, wenn auch unsichtbar, bereits seit geraumer Zeit dieses Symbol. Denn wir blieben stumm, obwohl wir längst hätten aufstehen müssen. Aufstehen, um unsere eigene Rolle im System grundsätzlich zu überdenken — und zu ändern. Nun aber ist sie allerorten sichtbar, die Sprachlosigkeit — als Maske. Diese Maske tragen wir, weil wir nicht wirklich gelernt haben, frei zu denken. Die nur scheinbar bequeme, ja sichere Welt, in der “die da oben” mehr schlecht als recht für uns sorgten, wir hatten uns in ihr eingerichtet.

Doch inzwischen stellt sich längst die Frage: Wie sicher möchten wir es noch? Denn je sicherer wir leben möchten, desto weniger Ansprüche auf Freiheit stellen wir. Mit der Maske erleben wir nunmehr und im wahrsten Sinne des Wortes hautnah das grundlegende Gefühl von Unterwerfung, gleichbedeutend mit dem Ausblenden der Verantwortung für das eigene Leben. Wir werden geradezu mit dem Kopf auf die Frage gestoßen, ob wir mit einem unfreien Leben in einer vermeintlichen Sicherheit tatsächlich zufrieden sind, oder doch lieber in Freiheit das im Sinne des Wortes lebendige Leben anstreben — natürlich unvermeidlich mit all den Risiken, die Leben nun einmal mit sich bringt.

Ein Leben in Sicherheit wird uns versprochen — zum Preis diverser, zu erbringender Gegenleistungen, zum Beispiel jener, “die Regeln einzuhalten”. Wir müssen dafür nicht in Eigeninitiative tätig werden, sondern lediglich, gleich Humanoiden, Weisungen ausführen. Ein Leben in Freiheit lässt sich auf diese Art und Weise nicht erreichen. Freiheit bedarf unseres eigenen, selbstverantworteten und dabei sehr wohl empathischen Aufstehens. Freiheit wird uns nicht geschenkt, dafür müssen wir investieren — und zuvor unsere Ängste überwinden, die ja ständig nach Sicherheit schreien.

Eine Gesellschaft freier Menschen bedarf keiner Helden, aber sie bedarf in jedem Falle der Mutigen. Mut ist ein sehr persönlicher Akt und drückt sich bei jedem Menschen anders aus. In einem Großteil meiner Mitmenschen ist die Bereitschaft ins Handeln zu kommen, längst gereift. Doch wie kann man das konkret angehen? Wie könnten die ersten, zaghaften Schritte aussehen?

Wenn ich im weiteren von “uns” spreche, dann richte ich meine Worte vor allem an jene Menschen, die, gleich mir überzeugt davon sind, dass die Maßnahmen der nichtpharmazeutischen Intervention im Allgemeinen (1 bis 10) und die Verpflichtung eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen im Speziellen (11 bis 31), nicht nur sinnlos im Sinne einer Pandemiebekämpfung sind, sondern sogar unser aller Gesundheit nachhaltig gefährden.

Was die Ängstlichen von uns bekommen

Menschen, die an die Gefährlichkeit des “neuartigen Virus” zum Einen und an die Zweckmäßigkeit der damit begründeten Maßnahmen zum Anderen glauben, haben ein Recht darauf, die Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. In keiner Weise spreche ich diesen Menschen die Legitimität dessen ab, selbstverantwortlich zu tun, was diese im Sinne der Gesunderhaltung ihres Körpers für sich selbst gut und richtig befinden. Ganz bewusst verbiete ich mir jede Abwertung dieser Menschen als Persönlichkeiten, wie auch derer Handlungen. Ihre Ängste sind authentisch und subjektiv auch wahrhaftig.

Aber deren Ängste sind nicht die Meinen. Und das herausragende Angstsymbol der Gegenwart, die Maske, sie ist ungeheuer wirkmächtig als Reflexion einer gefühlten, beziehungsweise auferlegten existenziellen Bedrohung. Ohne die Maske würde der allgemeine Glaube an die Gegenwärtigkeit einer Pandemie sehr rasch verschwinden. Die ausgerufene Pandemie und die Maske rückkoppeln und halten das damit propagierte Feindbild des “tödlichen Virus” am Leben.

Wissen um die eigene Angst und dazu das Erwerben von Wissen zum Thema — gelebte Wissenschaft, die Wissen schafft — können uns selbstredend in die Lage versetzen, Ängste zu überwinden. Auch ist es so, dass wirklich überzeugte Maskenträger keinesfalls die Mehrheit in diesem Land repräsentieren — warum? Weil ansonsten Regierungen und Behörden auf die Mittel von Repression, Strafandrohungen und Ausgrenzung verzichten würden. Das aber tun diese nicht. Um jeden Preis soll die Masse der Bevölkerung das Verhalten der völlig Verängstigten annehmen.

So ich mich jedoch, wider besseren Wissens den Ängstlichen unterwerfe und einen zweifelhaft bequemen Weg des Mittragens der Masken gehe, pflege und bestätige ich die Hypnose und Hysterie bei den Ängstlichen.

“Seht, es machen doch alle, also muss es auch richtig sein!” ist ein ungeheuer starkes emotionales Motiv, um auch irrationale, dem Selbst schadende Handlungen weiterzuführen. Unsere Passivität füttert den Bestätigungsfehler der Verängstigten.

Doch es geschieht noch etwas: Wir lassen uns “nebenbei” nämlich zusätzlich neu konditionieren, ja programmieren. Diese Vorgänge sind sehr mächtig. Sie laufen in unserem Unbewussten ab und sind tiefgreifend und langwirkend. Da Emotionen primär fungieren, geraten wir in die Falle der Verstrickung und werden unmerklich aber stetig in die Phobie der Ängstlichen hineingezogen.

Irgendwann akzeptieren wir dadurch das im Grunde Absurde als “neue Normalität”. Der Konformitätsdruck auf Menschen, die ganz bewusst keine Masken tragen, wird durch dieses Verhalten also enorm verstärkt. Jeder von uns ist daher angesprochen, mehr Verantwortung für die eigene psychische Hygiene wahrzunehmen.

Was dringend Not tut in diesem Land, sind sehr viel mehr Bilder von Menschen, die KEINE Maske tragen. Und zwar durch jene Menschen, die sich mehr oder weniger darüber im Klaren sind, dass diese gesichtsverhüllenden Stofffetzen nicht nur völlig unnütz im Sinne einer Pandemiebekämpfung sondern sogar gesundheitsgefährdend sind.

Doch die Dinge sind einfacher gesagt als getan.

Maske runter in Nuancen

Wie gesagt bedarf der Drang nach Freiheit — aus meiner Sicht — keineswegs übertriebenen Heldentums. Helden werden oft zu Märtyrern. Dann auch noch diese tragischen Helden anzubeten, hindert uns sehr wirksam, selbst Mut zu zeigen. Den aber, den kleinen –, gegenüber uns selbst auch achtsamen Mut braucht es, statt selbstverachtendem Todesmut. Wir leben in sozialen Verbänden, wir bedürfen dieser, um zu überleben. Daher meine ich auch, dass Opportunismus, die Anpassung an Verhaltensstrukturen in einem gewissen Rahmen nicht nur akzeptabel sondern sogar hilfreich ist.

Solcherart Opportunismus hilft, Kommunikationskanäle aufrecht zu erhalten und sich in den eigenen psychischen und sozialen Möglichkeiten zu bewegen. Wenn wir konstruktiv handeln wollen, dann gilt das auch für unser Selbst und wir tun uns einen Bärendienst, wenn wir uns im eigenen Handeln überfordern und damit selbst zerstören. Überforderung kann dann rasch in Zynismus und Depression enden.

Wie schon betont, sehe ich das Verhalten zur Maskenpflicht als Schlüsselelement; deren Akzeptanz als Symbol der Unterwerfung mit dem Preis einer illusorischen Sicherheit. Jeder, der die Maske trägt, trägt auch zur Akzeptanz dieser Unterwerfung bei. Damit verbinde ich keine moralische Verurteilung der Maskentragenden, sondern weise lediglich auf die Konsequenzen eines solchen Handelns hin.

Aber kann das die Mehrheit von uns tun: ab morgen einfach die Maske nicht tragen (a1)? Ohne für andere sprechen zu wollen, lautet meine Antwort darauf: Eher nicht. Aber wir können uns auf einen Weg begeben, einen der unser Bewusstsein dafür schärft, was wir unbewusst tun. Da unser Bewusstsein immer zweiter Sieger nach dem Unterbewussten ist, können wir uns Krücken bedienen. Wir können uns also selbst konditionieren und dabei bestimmte Methoden von Manipulation, die wir durch die Propaganda der Herrschenden zur Genüge kennen, in positiver Art und Weise auf uns selbst anwenden.

Werden wir nun konkret. Weisen wir, bevor wir in unser “Projekt” einsteigen, unser Unbewusstes immer wieder durch selbstbestimmte Trigger darauf hin, welchen Weg es gehen mag. Geben wir uns ein Ziel und außerdem Werkzeuge, die uns helfen, sich immer wieder dieses Zieles zu erinnern. Wie könnte das im Falle einer Entscheidung “nicht Masken zu tragen” aussehen?

Zum Beispiel so, dass die Innenseite ihrer Wohnungstür (a2) Sie deutlich daran erinnert, was Sie für sich anstreben, für was Sie etwas Mut aufbringen müssen, was Sie allerdings durch die äußeren Umstände und die Priorität des Unterbewussten leicht vergessen können. Das kann ein mehr oder weniger großer und gern ausdrucksstarker, ja gar grafisch und formvollendeter Aushang sein, welcher die wichtige Botschaft enthält: “Maske runter” oder “Ich möchte keine Maske tragen” oder “Ich brauche frische Luft” oder etwas anderes, jedenfalls etwas das Sie stark wie auch positiv berührt.

Wichtig: Das ist kein innerer Befehl, keine Weisung dies Eins zu Eins umzusetzen, keine Aufforderung “da draußen” in einen Kampf zu gehen. Nein, es ist lediglich eine Sensibilisierung, eine Erinnerung an das Ich, was es für sich gut und richtig hält, weil es sich als konkrete Lebensvorstellung eben attraktiv anfühlt. Unser Unterbewusstes lernt durch Wiederholung empfangener Botschaften. Jedes Mal, wenn Sie die Wohnung verlassen oder der Nachbar klingelt, werden Sie auf Ihre ureigenen Wünschen und den “draußen” zu erwartenden Konflikt aufmerksam gemacht.

Das verhindert in einem ersten Schritt, dass Sie die Maske aus Gewohnheit nutzen, vergessen diese abzunehmen, obwohl das Tragen nicht einmal nach den vorgeschriebenen “Regeln” notwendig wäre. Das ist überhaupt keine Lappalie, denn es ist enorm wichtig, dass wir uns als Menschen im Alltag so oft wie nur möglich ohne Maske begegnen. Allein die durch ein simples Werkzeug gestützte Achtsamkeit, das, was wir als für uns gut anfühlen, auch im Rahmen der jeweils gegebenen Möglichkeiten aktiv zu leben, wird Ihr Selbstvertrauen stärken.

So banal einem das daherkommen mag, beginnt doch mit solchen “Kleinigkeiten” der Weg zur Selbstermächtigung. Das ist zugleich ein Weg aus der Ohnmacht, der Depression und Hilflosigkeit. Ja, es macht sogar Spaß, den Effekt dieser Selbstkonditionierung zu erleben und damit die Zwangskonditionierung, die von außen auf uns eindrischt, auszuhebeln. Das Erlebnis das Erfolges bewirkt noch etwas ganz anderes: Es macht Appetit auf mehr.

Grenzen erkennen — und ausreizen

Wie gesagt, ist uns nicht geholfen, wenn wir uns überschätzen und dadurch andere und uns selbst in Nöte bringen. Andererseits wollen wir uns ja eben nicht selbstreglementieren, mit dem bangen Blick auf das, was wir dürfen und das was nicht. Wir sind also angehalten, unsere individuellen Freiheitsgrade auszuloten. Wenn wir diesen Prozess in Angriff nehmen, werden wir Erfolge aber auch Rückschläge hinnehmen. Das braucht uns nicht entmutigen, sondern kann uns motivieren, kreativ zu bleiben.

Wieder auf die Masken bezogen, ist es ein gutes Mittel, so man die Ausgrenzung befürchtet, diese bewusst — sagen wir es einmal so — schlampig anzuwenden. Und nur dann wenn wir uns in die Enge getrieben fühlen, halten wir “die Regeln” ein. Also schön die Nase freihalten, damit wir frei atmen können. Manchmal rutscht das Teil “bedauerlicherweise” auch bis zum Kinn herunter. Aber bitte: Das kann doch jedem mal passieren, oder? An der ungefilterten Luft der Freiheit zu schnuppern, kann ruhig ein wenig Spaß machen.

Je mehr die Maske von der Norm abweicht, um so besser. FFP2-Masken belasten stärker als FFP1-Masken. Letztere sind diese hellblauen dünnen Masken, deren Zweck es eigentlich ist, Patienten mit großen, offenen Wunden bei Operationen vor Tröpfcheninfektionen durch Bakterien (und eben nicht Viren) zu schützen. Aber diese behindern die Atmung nicht so stark und die psychologisch abschreckende, stark vermummende Wirkung auf andere Menschen ist nicht so groß wie bei FFP2-Masken. Besser sind möglichst dünne Schals oder Tücher, die, so heruntergelassen, sofort ihre psychologische Wirkung einer Maske verlieren.

Wenn Sie den Weg ganz ohne Maske einmal probieren möchten — was beim ersten Mal einer echten Mutprobe gleichkommen mag — dann bereiten Sie sich auf diesen “Termin” vor. Stellen Sie sich auf Konflikte ein und bereiten sich innerlich darauf vor, freundlich und offen zu bleiben. Denken Sie an Ihr eigenes Lächeln. Wenn man die Angst in Ihrem Gesicht sieht, wird das reflektiert und fördert Aggressionen der Ängstlichen.

Seien wir uns im Klaren, dass Wissen (32 bis 36) immer hilfreich ist, aber erst dann zum Tragen kommt, wenn feindselige oder auch nur abweisende Emotionen des Gegenüber einem Mindestmaß an Offenheit und Vertrauen gewichen sind. Ob dies geschieht, hängt in hohem Maße davon ab, mit welchen Emotionen wir auftreten. Ob wir selbst Offenheit zu signalisieren in der Lage sind.

Machen Sie sich bei diesem Tun immer bewusst, dass Sie nichts Unrechtes tun, sich keinesfalls unsolidarisch verhalten und Ihr Recht auf Selbstbestimmung wahrnehmen. Ein Recht das sogar in der Verfassung verbrieft ist (was es nicht einmal benötigte). Lassen Sie für sich selbst nicht die Schuldgefühle gewinnen, die Ihnen einreden wollen, dass Sie die Gesundheit anderer gefährden würden. Dem ist nicht so, das wissen Sie. Und eben weil Sie es wissen, handeln Sie ja auch so.

Auch hier gilt das Prinzip der Selbstkonditionierung. Je mehr und je öfter Sie sich dieses Wissen, positiv und legitim zu handeln, bewusst machen, desto stärker wird es sich auch in Ihrem Unterbewussten verankern.

Es ist legitim und keine persönliche Niederlage, in einem Konfliktfall sich “hinter die Maske” zurückzuziehen. Dessen dürfen wir uns im Vorher bewusst sein, um die Demütigung und Unterwerfung nicht als solche zu erleiden. Somit sind wir auch in der Lage, das Geschehene zu rekapitulieren und die eigene Rolle in diesem kritisch hinterfragen. Wir lernen und gehen danach die nächsten Schritte auf dem Weg zur Selbstermächtigung, einem Weg der eh nie aufhört.

Suchen wir uns Verbündete. Gehen wir zu zweit, zu dritt oder zu viert in Behörden und Geschäfte. Dabei tragen zwei oder auch nur einer die Maske nicht. Damit steht der sich möglicherweise Angegriffene nicht allein, wenn es zu einer Eskalation kommt. Denken wir immer daran, dass die andere Seite in echter Not ist und wir über eine ganze Reihe von Möglichkeiten verfügen, das Ganze zu entkrampfen. Die Szenarien, die wir dabei üben, haben auf keinen Fall das Ziel, den Sieg über Angestellte, Polizisten oder Vertreter von Behörden davonzutragen. Es geht um uns selbst!

Nutzen wir schließlich den Kontakt, auch wenn er sich unangenehm anfühlt, um ins Gespräch zu kommen und die eigenen Sichten vorzutragen. Auch wenn das in der Situation selbst keinen gefühlten Erfolg zeitigt — und das dürfte der Normalfall sein —, so kommen unsere Worte sehr wohl an, und denken wir dabei daran, dass wir nicht die Einzigen sind, die einen solchen Weg gehen.

Üben bedeutet wiederholen und das selbst Geleistete offen zu überprüfen. Sie werden erfahren, dass die Anzahl der Erfolgserlebnisse höher ist, als die der Frustrierenden. Wenn es zu anstrengend wird, “setzen Sie aus”. Werden Sie sich des selbst Geleisteten bewusst und — ganz wichtig — seien Sie stolz auf sich. Stolz ist keine Arroganz, Stolz strahlt und nimmt ein.

Wenn all das aufgrund des sozialen Druckes zu stressig ist, dann tun Sie es auch nicht. Es ist Ihr gutes Recht. Aber verharren Sie nicht in Apathie. Dinge werden in erster Linie besser dadurch, dass SIE etwas bewegen.

Suchen Sie Mitstreiter, am besten solche aus der realen Welt. Die Vernetzung mit diesen ist tiefer und empathischer als jene über die sogenannten sozialen Medien. “Verlieren” Sie Flugblätter in öffentlichen Verkehrsmitteln welche — ohne Feindbilder zu pflegen — über den Sinn und Unsinn von “Alltagsmasken” aufklären. Packen Sie wenige aber kurze, einprägsame, klare und überprüfbare Botschaften in diese Schriften oder suchen Sie solche. Wir können in eine Zeit der Aufklärung hinüber wachsen, in der die Menschen über ihren Körper und seine Gesunderhaltung lernen, über Erreger, die Ursachen von Krankheiten und auch in breiter Front die Verantwortung über ihren Körper ergreifen.

Werden wir kreativ, verbünden uns und schauen nicht jeden Tag in den Medien nach, was wir an dem Tage gerade tun dürfen. Füttern wir nicht unseren Kopf mit vorgegebenem Herrschaftsdenken. Kosten wir so viel von der frischen, gesunderhaltenden Luft der Freiheit aus, wie wir nur können. Nehmen wir unser Leben in die eigenen Hände, statt es uns vorschreiben zu lassen. Nicht in Egoismus und Rücksichtslosigkeit sondern echter Empathie und Solidarität.

Bitte, liebe Leser, bleiben Sie auch weiterhin schön achtsam.


Anmerkungen und Quellen

(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen kann er gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden. Bei Verlinkungen auf weitere Artikel von Peds Ansichten finden Sie dort auch die externen Quellen, mit denen die Aussagen im aktuellen Text belegt werden. Letzte Bearbeitung: 15. Januar 2021

(a1) Sehr bewusst spreche ich vom “die Maske nicht tragen”, statt “die Maske verweigern”. Das erste ist nämlich eine freie Entscheidung für ein Verhalten und richtet sich eben NICHT nach dem von außen wirkenden Machtanspruch. “Die Maske verweigern” akzeptiert die Machtverhältnisse und verweigert lediglich den konkreten “Befehl”. Ein solches Denken und Handeln löst das Herrschaftsverhältnis im eigenen Kopf nicht auf — und dort muss diese Auflösung schließlich ja beginnen.

(a2) Erinnerungen an unser Unterbewusstes sind auch an exponierten Stellen im eigenen Auto oder am Arbeitsplatz gut aufgehoben. Jeder Mensch kann weitere, für sich sinnvolle Platzierungen entdecken.

(1) 22.04.2020; Chicago Tribune; Eric Lipton, Jennifer Steinhauer; How social distancing became the heart of the national playbook for responding to a pandemic is one of the untold stories of the coronavirus crisis; https://www.chicagotribune.com/coronavirus/ct-nw-nyt-social-distancing-coronavirus-20200422-fmn6ottz65gz7h2bo634be3f5u-story.html

(2) 16.06.2020; The Richmond Observer; Lindsay Marchello; “Socal distancing” becomes signatur phrase of pandemic; https://www.richmondobserver.com/national-news/item/8730-social-distancing-becomes-signature-phrase-of-pandemic.html

(3) Centers for Disease Control and Prevention (CDC) der USA; Nonpharmaceutical Interventions (NPIs); https://www.cdc.gov/nonpharmaceutical-interventions/; zuletzt abgerufen: 26.06.2020

(4) 2006; US Library of Medicine; Nonpharmaceutical Interventions for Pandemic Influenza, International Measures; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3291414/

(5) 2020-10-15; Ärzteblatt; Ravens-Sieberer, Ulrike; Otto, Christiane; Kaman, Anne und weitere; Psychische Gesundheit und Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen während der COVID-19-Pandemie – Ergebnisse der COPSY-Studie; https://www.aerzteblatt.de/archiv/216647

(6) 12.11.2020; Telepolis; Andreas von Westphalen; Shutdown, Reduzierung der Sozialkontakte und Einhalten der sozialen Distanz; https://www.heise.de/tp/features/Shutdown-Reduzierung-der-Sozialkontakte-und-Einhalten-der-sozialen-Distanz-4954334.html

(7) 12.01.2021; tk, Peter F. Mayer; Covid Lockdowns schaden und töten Millionen Kinder; https://tkp.at/2021/01/12/covid-lockdowns-schaden-und-toeten-millionen-kinder/; weiterführend: https://tkp.at/2021/01/11/stanford-studie-mit-top-medizin-wissenschaftler-ioannidis-zeigt-keinen-nutzen-von-lockdowns/; bezugnehmend auf die im Januar 2021 vorgelegte Studie eines Teams um Ioannidis: 05.01.2021; Wiley Online Library; Eran Bendavid, Christopher Oh, Jay Bhattacharya, John P.A. Ioannidis; Assessing Mandatory Stay‐at‐Home and Business Closure Effects on the Spread of COVID‐19; https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/eci.13484 bzw. https://doi.org/10.1111/eci.13484

(8) 12.11.2020; JAMA Network; Dimitri A. Christakis, Wil Van Cleve, Frederick J. Zimmerman; Estimation of US Children’s Educational Attainment and Years of Life Lost Associated With Primary School Closures During the Coronavirus Disease 2019 Pandemic; https://jamanetwork.com/journals/jamanetworkopen/fullarticle/2772834

(9) 04.01.2021; MedRxiv; Kasper Planeta Kepp, Christian Bjørnskov; Lockdown Effects on Sars-CoV-2 Transmission – The evidence from Northern Jutland; https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.12.28.20248936v1

(10) 13.01.2021; American Institut for Economy Research (AIER); Amelia Janaskie, Micha Gartz ; What They Said about Lockdowns before 2020; https://www.aier.org/article/what-they-said-about-lockdowns-before-2020/

(11) 06.06.2020; Off-Guardian; Coronavirus Fact-Check #6: Does wearing a mask do anything?; https://off-guardian.org/2020/06/06/coronavirus-fact-check-6-does-wearing-a-mask-do-anything/

(12) 02.09.2020; NDR; Forschergruppe sieht offene Fragen zur Maskenpflicht; https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/coronavirus/Forschergruppe-sieht-offene-Fragen-zur-Maskenpflicht-,coronadebatte100.html

(13) 29.02.2020; Bionity (Quelle: RKI, WHO); Coronavirus: Was kann Mundschutz leisten und was nicht?; https://www.bionity.com/de/news/1165116/coronavirus-was-kann-mundschutz-leisten-und-was-nicht.html?pk_campaign=ca0264&WT.mc_id=ca0264

(14) 05.04.2020; Pietro Vernazza; Atemschutzmasken für alle — Medienhype oder unverzichtbar?; https://infekt.ch/2020/04/atemschutzmasken-fuer-alle-medienhype-oder-unverzichtbar/

(15) 06.08.2020; Foundation for Economic Education; Jon Militmore; Europe’s Top Health Officials Say Masks Aren’t Helpful in Beating COVID-19; https://fee.org/articles/europes-top-health-officials-say-masks-arent-helpful-in-beating-covid-19/

(16) 16.09.2020; nau.ch; Miguel Pereiro; Pendler-Masken sind voll mit Bakterien und Pilzen; https://www.nau.ch/news/schweiz/pendler-masken-sind-voll-mit-bakterien-und-pilzen-65783064

(17) 26.08.2020; AIER; Stephen C. Miller; Lockdowns and Masks Mandates Do Not Lead to Reduced COVID Tranmission Rates or Deaths, New Study Suggests; https://www.aier.org/article/lockdowns-and-mask-mandates-do-not-lead-to-reduced-covid-transmission-rates-or-deaths-new-study-suggests/; siehe auch: https://www.nber.org/papers/w27719.pdf

(18) 18.08.2020; Thieme Krankenhaushygiene; Ines Kappstein; Mund-Nasen-Schutz in der Öffentlichkeit: Keine Hinweise für eine Wirksamkeit; https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/html/10.1055/a-1174-6591

(19) 2020; Meta-Studie; Masks Are Neither Effective Nor Safe: A Summary Of TheScience; https://universaloctopus.com/wp-content/uploads/2020/07/masks-not-effective-or-safe…..pdf; siehe Quellennachweis im Anhang

(20) 25.08.2020; Corona Transition; Maskenpflicht brachte in Österreich keinerlei messbaren Nutzen; https://corona-transition.org/maskenpflicht-brachte-in-osterreich-keinerlei-messbaren-nutzen

(21) 09.09.2020; Sachverständiger beweist live: CO2-Werte unter Masken gesundheitsschädlich; https://www.wochenblick.at/sachverstaendiger-beweist-live-co2-werte-unter-masken-gesundheitsschaedlich/

(22) 27.09.2020; Epoch Times; Sonja Ozimek; Neurologin kritisiert Maskenpflicht und Abstandsregeln: “Menschenverachtend und kriminell”; https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/neurologin-margareta-griesz-brisson-kritisiert-maskenpflicht-kindern-und-jugendlichen-den-sauerstoff-zu-rauben-ist-kriminell-a3344105.html

(23) 13.08.2020; Deutsche Apothekerzeitung; Markus Veit; Hauptsache Maske?!; https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2020/daz-33-2020/hauptsache-maske

(24) 01.09.2020; The European; Stefan Groß-Lobkowicz; Schweden: Masken sind nicht wirksam genug, um einen Masseneinsatz zu rechtfertigen; https://www.theeuropean.de/stefan-gross/coronavirus-schweden-widersetzt-sich-dem-pandemie-trend/

(25) https://leibniz-psychology.org/institut/ueber-uns/; Juli 2020; PsychArchives; Daniela Prousa; Studie zu psychologischen und psychovegetativen Beschwerden durch die aktuellen Mund-Nasenschutz-Verordnungen in Deutschland; Abstract: https://www.psycharchives.org/handle/20.500.12034/2751; Studie: https://www.psycharchives.org/bitstream/20.500.12034/2751/1/Studie_PsychBeschwerdenMasken_DP.pdf; Leibnitz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID); siehe auch: 29.07.2020; Corona Transition; Der Maskenzwang ist verantwortlich für schwere psychische Schäden und die Schwächung des Immunsystems; Bundeskanzlerin Angela Merkel muss über die Studien informiert gewesen sein; https://corona-transition.org/der-maskenzwang-ist-verantwortlich-fur-schwere-psychische-schaden-und-die

(26) 07.08.2020; Rundblick Unna.de; Ärzte und Sozialarbeiter gegen Maske für Kinder — Juristischer Weg nicht ausgeschlossen; https://www.rundblick-unna.de/2020/08/07/aerzte-und-sozialarbeiter-gegen-maske-im-unterricht-juristischer-weg-nicht-ausgeschlossen/

(27) September 2020; MWGFD; Stoppt die Maskenpflicht an Schulen; Aufruf von Dr. Ronald Weikl an Eltern und Lehrer; Auruf https://youtu.be/hJlIkZszI7k

(28) 18.11.2020; ACP Journals; Henning Bundgaard, Johan Skov Bundgaard, Daniel Emil Tadeusz Raaschou-Pedersen und weitere; ACP Journals; Effectiveness of Adding a Mask Recommendation to Other Public Health Measures to Prevent SARS-CoV-2 Infection in Danish Mask Wearers, A Randomized Controlled Trial; https://www.acpjournals.org/doi/10.7326/M20-6817

(29) 23.07.2020; CEBM, Universität Oxford; Tom Jefferson, Carl Heneghan; Masking lack of evidence with politics; https://www.cebm.net/covid-19/masking-lack-of-evidence-with-politics/

(30) 15.12.2021; SWPRS; Are Face Masks Effective? The Evidence.; https://swprs.org/covid-masks-review/

(31) 07.10.2020; Pflege Prisma; Achtung: Maskentragen kann tödlich sein!; https://pflege-prisma.de/2020/10/07/maskentragen-kann-toedlich-sein/

(32) 2018; GMB; Rolf Schwarz; Ansteckung — ja oder nein? — Die Infektionstheorie auf dem Prüfstand; https://www.gesundheitmitbestimmen.ch/ansteckung-ja-oder-nein-die-infektionstheorie-auf-dem-pruefstand

(33) 25.03.2020; Arno Widmann; Viren und Bakterien: Wir sind ein Teil von ihnen; https://www.fr.de/kultur/gesellschaft/viren-bakterien-sind-teil-ihnen-13604619.html; siehe auch: Frank Ryan; Virolution; https://www.thethirdwayofevolution.com/people/view/frank-p.-ryan

(34) 15.01.2016; Florian Rötzer; Der Mensch: 30 Billionen Zellen und 39 Billionen Bakterien https://www.heise.de/tp/features/Der-Mensch-30-Billionen-Zellen-und-39-Billionen-Bakterien-3377757.html

(35) 30.05.2015; Ingo Knopf; Wie viele Mikroben leben in deinem Körper?; https://www.science.lu/de/die-bewohner-des-koerpers/wie-viele-mikroben-leben-deinem-koerper

(36) 26.11.2016; Hildegard Kaulen; Mit schlechten Absichten und gutem Karma; https://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin-ernaehrung/der-nutzen-von-viren-im-menschlichen-koerper-14528200.html

(Titelbild) Meer, Junge, Kind, Mut; Autor: Miriamichelle (Pixabay); 01.06.2016; https://pixabay.com/de/photos/strand-person-menschen-kinder-1451785/; Lizenz: Pixabay License

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WHO warnt vor Fehlaussagen aufgrund PCR-Test

WHO hat ihre Leitlinien für die Diagnose von COVID-19-Erkrankungen durch PCR-Tests geändert. Sind die Testergebnisse unklar, sollte eine neue Probe entnommen und analysiert werden.

WHO-Richtlinie zu PCR-Tests vom 20.01.2021

PCR-TestDie WHO änderte ihre Richtlinien für die Nutzung von PCR-Tests zum Nachweis von SARS-CoV-2-Erregern. Diese Richtlinien sind datiert vom 13. Januar 2021 – wurden aber erst 7 Tage später, am 20. Januar, veröffentlicht. Das war der Tag der Vereidigung des neuen US-Präsidenten Joe Biden. Ein Schelm, wer Arges dabei denkt.  😉

„WHO guidance Diagnostic testing for SARS-CoV-2 states that careful interpretation of weak positive results is needed (1). The cycle threshold (Ct) needed to detect virus is inversely proportional to the patient’s viral load.“

„Die WHO-Leitlinie Diagnostische Tests für SARS-CoV-2 besagt, dass eine sorgfältige Interpretation von schwach positiven Ergebnissen erforderlich ist (1). Die für den Virusnachweis erforderliche Zyklusschwelle (Ct) ist umgekehrt proportional zur Viruslast des Patienten.“

Mit anderen Worten: Je weniger „Viruslast“ die Getesten aufweisen, umso mehr Laborzyklen sind nötig, um doch noch einen Positiv-Fall zu erhalten. Auf diesen Sachverhalt hatte beispielsweise auch der ehemalige wissenschaftliche Chefberater des Pharmakonzerns Pfizer, Michael Yeadon, in einem Interview mit der britische Journalistin Anna Brees verwiesen:

„Hinzu kommt, so Yeadon, dass ‚das Testen von Gesunden schlichtweg hirnverbrannt ist‘. Praktisch niemand, der asymptomatisch ist, trägt das lebende Virus in sich, aber wenn man beim Test die Schwelle von 30 Zyklen überschreitet, was eine 30-fache Verstärkung der viralen RNA bedeutet, bekommt man am Ende einen positiven Test, selbst wenn das Virus inaktiv und nicht ansteckend ist.“

Michael Yeadon – der Pharma-Insider

Was empfiehlt die WHO bei einem positiven PCR-Testergebnis?

Sollte ein PCR-Test ein positives Testergebnis ergeben, obwohl keine anderen Symptome vorliegen, empfiehlt die WHO in ihrer Richtlinie:

„Where test results do not correspond with the clinical presentation, a new specimen should be taken and retested using the same or different NAT technology.“

„Wenn die Testergebnisse nicht mit dem klinischen Bild übereinstimmen, sollte eine neue Probe entnommen und mit der gleichen oder einer anderen NAT-Technologie erneut getestet werden.“

Auf dem Portal sciencefiles.org wird das so interpretiert:

„Im Wesentlichen bedeutet dies, dass ein PCR-Text nach Ansicht der WHO nutzlos ist, wenn ein Getesteter KEINE Symptome zeigt. Da die Mehrzahl derjenigen, die auf SARS-CoV-2 getestet werden, asymptomatisch sind, also keine Symptome zeigen, kann man sich das ungefähre Ausmaß der Täuschung, des Betrugs, des Messfehlers vorstellen.“

Em Ende der WHO-Richtlinie heißt es schließlich:

„Most PCR assays are indicated as an aid for diagnosis, therefore, health care providers must consider any result in combination with timing of sampling, specimen type, assay specifics, clinical observations, patient history, confirmed status of any contacts, and epidemiological information.“

„Die meisten PCR-Assays sind als Hilfsmittel für die Diagnose indiziert, daher müssen Gesundheitsdienstleister jedes Ergebnis in Kombination mit dem Zeitpunkt der Probenentnahme, dem Probentyp, den Assay-Spezifika, klinischen Beobachtungen, der Patientenanamnese, dem bestätigten Status aller Kontakte und epidemiologischen Informationen berücksichtigen.“

Genau das erfolgte bisher so gut wie bei keinem PCR-Test. Darauf haben mehrfach Kritiker verwiesen.

PCR-Testverfahren hat zehn schwerwiegende Fehler

Welche Schlüsse werden die verantwortlichen Politiker aus der WHO-Richtlinie ziehen?

Wird diese neue WHO-Richtlinie dazu beitragen, dass zumindest die Politiker endlich die Realität außerhalb ihrer Blase anerkennen?

Vorläufig wohl nicht, denn der Lockdown ist – wie die Kanzlerin klar auf der Bundespressekonferenz am 21.01.2021 bestätigte – eine politische Entscheidung:

„Es gibt in dem ganzen auch politische Grundentscheidungen, die haben mit Wissenschaft nichts zu tun.“

Boris Reitschuster befragte auf der Bundespressekonferenz auch Christian Drosten nach den Folgerungen aus der WHO-Richtlinie:

„Faszinierend fand ich die Reaktion von Drosten auf meine Frage nach den Warnungen der WHO zum PCR-Test, über die ich heute hier berichtete. Er ging inhaltlich nicht darauf ein und sagte, die entsprechende Notiz der WHO sei nur für Länder, in denen das Laborniveau nicht ausreichend sei. Dort stehe nur drin, man solle die Bedienungsanleitung lesen. Die konkrete Antwort finden Sie ebenso im Video oder etwas später hier nachgetragen.“

Auf dem Portal sciencefiles.org wird eher befürchtet, dass die verantwortlichen Politiker die WHO-Richtlinie als Chance nutzen könnten, um ihre Pandemie-Politik als Erfolg darzustellen:

„Wenn man diese neue Information der WHO an sich vorüberziehen lässt und in Rechnung stellt, dass die wenigsten Testlabors für eine Probe, zu deren positiver Bestimmung mehr als 30 bis 35 Zyklen notwendig waren, die geforderten Informationen zusammentragen und in die Interpretation des Testergebnisses einfließen lassen werden, dann kann man nicht anders als festzustellen, dass die Wahrscheinlichkeit dafür, dass wir nach Strich und Faden betrogen, an der Nase herumgeführt werden, dass von interessierten Kreisen eine Pandemie inszeniert wird, nicht gerade gering ist.

Wenn die Fallzahlen in den nächsten Wochen rasant fallen und die Polit-Darsteller Schlange stehen, um sich dafür loben zu lassen, dass sie SARS-CoV-2 unter Zerstörung der privaten Wirtschaft so erfolgreich bekämpft haben, lassen Sie sich nicht täuschen. Die Wahrscheinlichkeit, dass der demnächst einsetzende Rückgang der positiv Getesteten auf WHO Information Notice for IVD Users 2020/05, die am 20. Januar 2021 konkretisiert wurde, zurückgeht, ist sehr hoch.“

Fazit: Die Mehrheit der Bürger wird sich wohl kaum intensiv mit der WHO-Richtlinie und deren Konsequenzen auseinandersetzen. Aber vielleicht fragen sie sich zumindest, inwieweit sie den „Infektionsfällen“ und dem darauf gestützten Heilsversprechen einer Impfung trauen können.

„Die Vorstellung, dass man einen Impfstoff gegen diesen Erreger entwickelt, ist geradezu laienhaft, dass es wehtut.“ (Prof. Dr. Sucharit Bhakdi)

Corona-Impfung

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Infektionsschutzgesetz und Aussenpolitik

Auch beim Infektionsschutzgesetz gehört der deutsche Außenminister Heiko Maas zu den besonders engagierten Vertretern der Bundesregierung.

Infektionsschutzgesetz und Außenpolitik

Wie gewissenhaft Heiko Maas darauf achtet, dass die Bürger im In- und Ausland ein richtiges Verständnis von deutscher Politik vermittelt bekommen, zeigen unter anderem die folgenden Bilder.

Die Bilder stammen aus einem Bericht der Deutschen Welle vom 18.01.2021 über das Treffen des Bundesaußenminister Heiko Maas (links) und seines türkischen Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu.

Hier das Bild von der türkischen Ausgabe:

Almanya Dışişleri Bakanı Heiko Maas ve Türk mevkidaşı Mevlüt Çavuşoğlu

Hier das Bild von der deutschen Ausgabe:

Bundesaußenminister Heiko Maas und sein türkischer Amtskollege Mevlüt Cavusoglu in Ankara

Die Deutsche Welle sieht sich als unabhängiges, internationales Medienunternehmen aus Deutschland und will Menschen in 30 Sprachen weltweit informieren, damit sie sich frei entscheiden können.

Unabhängig“ heißt:

„Die DW ist öffentlich-rechtlich organisiert und wird aus Steuermitteln des Bundes finanziert … Die DW wurde 1953 von der Bundesregierung gegründet, um das Publikum im Ausland umfassend über Deutschland zu informieren.“

Um besser zu verstehen, welche Wirkungen solche unterschiedlichen Darstellungen hinterlassen, hier noch eine Empfehlung:

Propaganda – Wie unsere Gedanken und Gefühle gelenkt werden

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Psychologen in unserer Gesellschaft

Ich rebelliere, also bin ich!

Die Psychologen dieser Tage helfen ihren Klienten meist, sich mit den Verhältnissen abzufinden — es käme aber darauf an, sie umzustoßen.

von Rudolf Hänsel

Der Mensch vermag es nur dann, sich zu seiner vollen Größe aufzurichten, wenn er sich den Anordnungen der Macht nicht beugt, sondern kraft seiner inneren Befreiung dagegen aufbegehrt. Zahlreiche Psychologen dieser Tage — aber auch schon vor der Corona-Krise — verhalfen den Menschen eben nicht zu einer solchen Befreiung, sondern lehrten sie in der „Kunst“, sich den Umständen so zu fügen, ohne dabei allzu großen — inneren — Schaden zu erleiden. Dies ist nicht der Weg der Befreiung. Die innere wie äußere Befreiung gelingt, indem der Mensch sich seiner selbst, seines Wertes bewusst wird und sich mit gesunder Empörung zur Wehr setzt.

„Wirklich, ich lebe in finsteren Zeiten! Das arglose Wort ist töricht. (…) Der Lachende hat die furchtbare Nachricht nur noch nicht empfangen.“

So beginnt Bertolt Brechts Gedicht „An die Nachgeborenen“, veröffentlicht im Juni 1939. Es ist einer der wichtigsten Texte der deutschen Exilliteratur. Drei Generationen später leben wir wieder in finsteren Zeiten. Die meisten Bürger fühlen instinktiv, dass „etwas faul ist im Staate Dänemark“ und die „Zeit aus den Fugen ist“ (Shakespeare). Autoritätshörigkeit und geistiger Gehorsamsreflex hindern sie jedoch daran, den dreisten Lügen von Politikern, Wissenschaftlern und Massenmedien zu misstrauen und Nein zu sagen. Mit diesem Verhalten stabilisieren sie das totalitäre System. Die Wissenschaft hat die Aufgabe, den Menschen zur Erkenntnis zu führen.

Die Tiefenpsychologie zum Beispiel hat herausgefunden, was den Menschen daran hindert, sich seines gesunden Menschenverstands zu bedienen, anstatt Politikern die Macht zu übergeben. Der hellsichtig gewordene freie Bürger wird nicht mehr gehorchen: Er wird sich gegen die verfassungswidrigen Corona-Maßnahmen der Regierungen als Ausfluss der Neuen Weltordnung auflehnen und sich dem Geist der Revolte verschreiben. Sein höchstes Ziel ist die Verwirklichung der Freiheit aller Menschen. In diesem Akt der Empörung findet er zu sich selbst: Ich empöre mich, also bin ich!

Die Wissenschaft hat den Menschen zur Erkenntnis zu führen

Die menschliche Gemeinschaft erwartet von der Wissenschaft zu Recht, dass sie die Not der Menschen lindert und dem Schutz des Lebens dient. Aber es gibt kaum noch unabhängige Wissenschaftler, sondern nur mehr Akademiker (mit Universitäts- oder Hochschulausbildung), die kuschen. Immer mehr Wissenschaftler verhökern ihr Wissen und Können und oft auch ihre Seele dem militärisch-industriellen-medialen Komplex und Big Money. Sie entfernen sich sogar so weit von ihrem Menschsein, dass sie die Mittel für die allgemeine Vernichtung der Menschheit vervollkommnen helfen.

Das trifft auch auf Psychologen, Psychotherapeuten und Psychiater zu, die das Leben der Menschen sehr bereichern könnten. Dass die Wissenschaft der Psychologie in unseren Breitengraden immer noch sehr unterschätzt wird, liegt zum großen Teil daran, dass viele deutsche Psychologen jüdischen Glaubens während der Zeit des Faschismus ins US-amerikanische Exil gehen mussten. Die Psychologie wird aber auch deshalb argwöhnisch beäugt, weil viele ihrer Vertreter zwar bemüht sind, einzelnen Menschen zu helfen, aber für die Erhaltung des Systems sind. Sie wollen, dass sich der ratsuchende Mensch in der Gesellschaft zurechtfindet, dass er ein guter und braver Staatsbürger ist.

Im Krieg spannt der Staat die Psychologen ein, damit der Soldat bei der Stange bleibt und nicht davonläuft. Und wenn dessen Gemüt auf dem Schlachtfeld erkrankt, dann wird er im Heimaturlaub vom Psychologen aufgefangen und wieder präpariert, damit er weiterhin unter Einsatz seines Lebens das Vaterland verteidigt.

Heutzutage erteilen Psychologen Jungen wie Alten zweifelhafte Ratschläge, wie sie ihre Ängste, Depressionen und Verzweiflungsanfälle aufgrund der politisch verordneten Corona-Maßnahmen einigermaßen heil überstehen können. Der Verrat der eigenen Berufsethik stößt die Menschheit ins Elend (1).

Welche Freude hingegen, wenn man erfährt, dass ein Richter in Deutschland wegen der von Bund und Ländern verhängten einschneidenden Corona-Maßnahmen bereits im Dezember 2020 eine 190 Seiten lange Verfassungsbeschwerde beim obersten Gericht eingereicht hat, weil es höchste Zeit sei, „unsere freiheitlich-demokratische Rechtsordnung wieder zu stabilisieren“ (2). Oder dass ein Tübinger Professor die deutsche Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz, eine Schwesterorganisation der Nationalen Akademie der Wissenschaften „Leopoldina“, die die deutsche Bundesregierung berät, verlässt. Seine Austrittsbegründung lautet:

„Ich möchte einer Wissenschaft dienen, die einer faktenbasierten Aufrichtigkeit, einer ausgewogenen Transparenz und einer umfassenden Menschlichkeit verpflichtet ist“ (3).

Zuerst kommt das Gefühl, dann die Tat!

Es ist sehr schwer, einen Menschen direkt für eine humane, friedliche und freiheitliche Gesellschaft in Bewegung zu setzen. Unbewusste Ängste und innerpsychische Blockaden hindern ihn daran, rational zu denken. Wenn er sich dessen mithilfe eines erfahrenen und mitfühlenden Psychologen oder Psychotherapeuten bewusst wird, kann er beginnen, „den Geist frei zu haben und alle Ängstlichkeit abzuwerfen“ (Rabelais).

Dieser Mensch kann dem anderen zuhören, wenn er neue Informationen bekommt und man ihn aufmerksam macht. Er kann sich dann auch seine eigenen Gedanken machen und anfangen, sich zu ändern, zur Tat zu schreiten. Dazu muss aber sein tiefes seelisches Empfinden, sein Gefühlsleben angesprochen werden. Die Erkenntnis der wissenschaftlichen Tiefenpsychologie lautet:

Zuerst kommt das Gefühl, dann die Tat! Aus diesem Grund ist es kontraproduktiv und verletzend, ängstliche und gehorsame Mitbürger als „Vollidioten“ oder „Duckmäuser“ zu diskriminieren. Eine solche Bewertung zeugt davon, dass man ihre tieferen Beweggründe nicht kennt.

Deshalb müssen alle denkbaren Beweggründe für den Gehorsam und das ängstliche Schweigen erforscht werden — insbesondere die autoritäre und religiöse Erziehung in Elternhaus und Schule sowie der Einfluss der Gesellschaft (4).

Oft sind es ganz persönliche Schilderungen Betroffener, die den Menschen im tiefsten Inneren ansprechen, aufwühlen und zum Nachdenken anregen. Ein positives Beispiel ist die herzzerreißende Geschichte des Kollegen Peter König, die am 27. Dezember 2020 in der kanadischen Online-Plattform „Global Research“ veröffentlicht wurde: „Death by Ventilator — A Personal Story — for the World to Know“ (5).

Ich empöre mich, also bin ich!

Der hellsichtig gewordene, zum Bewusstsein seiner selbst gelangte Mensch, der sich als Herr seines Schicksals weiß, kann eigentlich nichts anderes tun, als sich gegen die Bedingungen der gegenwärtigen Sozialordnung aufzulehnen, sich dem Geiste der Revolte zu verschreiben. Die ihm entsprechende Lebensform ist die der permanenten Empörung.

1952 veröffentlichte der französische Schriftsteller, Philosoph, Religionskritiker und Literatur-Nobelpreisträgers Albert Camus (1913 bis 1960) das Buch „L’homme révolté“ (Der Mensch in der Revolte). Camus‘ Denken kulminiert in der Aufforderung zur Revolte im Sinne eines unablässigen Kampfes um ein höheres Maß von Freiheit.

Die Absurdität der Welt zur Kenntnis zu nehmen heiße, sich gegen sie auflehnen. In diesem Akt der Empörung fände der Mensch zu sich selbst — in Abwandlung der Formel von Descartes: Ich empöre mich, also bin ich!

Dieser Mensch wolle weder irdische Verheißungen noch Vertröstungen auf das Jenseits. Die Ankündigung eines zukünftigen Gottesreiches auf Erden oder im Himmel sei ihm gleichgültig. In beiden Fällen müsse man warten, und während dieser Zeit höre der Unschuldige nicht auf zu sterben. Die Arbeitermassen, müde geworden des Leidens und des Sterbens, seien Menschen ohne Gott. Der Platz des Menschen in der Revolte sei an ihrer Seite.

Für den freien Menschen und seine Auflehnung im Namen von Menschenrecht und Menschenwürde gebe es kein höheres Ziel als die Verwirklichung der Freiheit aller — und zwar sofort und nicht über den „Umweg“ einer Diktatur, wie es der Revolutionär fordere.


Quellen und Anmerkungen:

(1) http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=27182&css; https://www.globalresearch.ca/cook-sweetens-meal-arsenic-charched-attempt-murder/5732124
(2) https://de.rt.com/inland/111310-richter-erhebt-verfassungsbeschwerde-gegen-corona/
(3) https://de.rt.com/inland/111305-aus-protest-gegen-lockdown-politik-tuebinger-professor-verlaesst-akademie-der-wissenschaften/
(4) (Link defekt, alternativ: Einleitung; Teil I (Pflege und Verstärkung der Gemeinschaftsgefühle statt Gewalt und Machtgier) und Zwischenbilanz; Teil II (Gesunder Menschenverstand statt Autoritätshörigkeit und magische Weltanschauung) und Ausblick – T.S.); http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=27120&css
(5) https://www.globalresearch.ca/covid-death-by-ventilator-a-personal-story-for-the-world-to-know/5733068


Dieser Beitrag erschien zuerst auf Rubikon am 14.01.2021 und ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.

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„Hygiene“ mit faschistoidem Vorbild

Der medizinische Fundamentalismus

Hygienische Maßnahmen, wie sie derzeit notverordnet werden, sind antidemokratisch und haben faschistische Vorbilder.

von Rudolph Bauer

Statt alle denkbaren medizinischen Anstrengungen zu unternehmen, um Patienten mit einer COVID-19-Erkrankung zu heilen, notverordnen Regierungen in Bund und Ländern Maßnahmen, die angeblich die Bekämpfung der Infektion durch das Coronavirus bezwecken. Die Art des staatlichen Vorgehens zur Ausrottung des Virus erinnert an den Nazifaschismus, an die Rolle der totalitären Medizin-Fundamentalisten des ärztlichen Standes. Über sie — die „Nazi doctors“ — hat Robert Jay Lifton geforscht und eine umfassende Studie vorgelegt, deren Quintessenz der folgende Beitrag zur Diskussion stellt.

Vier Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs veröffentlichte Robert Jay Lifton im Jahr 1986 die Studie „The Nazi Doctors. Medical Killing and the Psychology of Genozid“. In deutscher Übersetzung erschien Lifton‘s Gesamtdarstellung der Rolle von Nazi-Medizinern zwei Jahre später unter dem eher harmlosen Titel „Ärzte im Dritten Reich“ — ein Titel, der die bevölkerungs- und biopolitische Funktion von Medizinern und KZ-Ärzten beim Vollzug von Menschenversuchen, Euthanasie und Genozid ausblendet.

Der Band wurde damals trotzdem, aber erwartungsgemäß kein Bestseller. Heute, mehr als dreißig Jahre später, könnte Lifton‘s Studie endgültig zum verbotenen Buch werden. Denn der Band enthüllt Zusammenhänge, die unter dem Vorzeichen der Corona-Epidemie seit März 2020 erneut auf der Tagesordnung stehen.

Dr. Robert Jay Lifton, Jahrgang 1926, ist Mediziner und war Professor für Psychiatrie und Psychologie an der City University, New York. Wie er im Vorwort der „Nazi Doctors“ schreibt, besteht er darauf, „dass wir fähig sind, … aus dem Bösen der Vergangenheit zu lernen, nachdem wir es sorgfältig untersucht haben“. Obgleich diese Einstellung ehrenwert ist, übersieht Lifton, dass dem Lernen aus Forschungsresultaten, die aus einer sorgfältigen Untersuchung des Bösen in der Vergangenheit resultieren, eines vorausgeht: nämlich die Kenntnisnahme der Untersuchungsergebnisse selbst und die Bereitschaft, sie nicht zu verzerren, nicht zu verleugnen, nicht zu vergessen. Dies aber war bereits zum Zeitpunkt der Veröffentlichung von Lifton‘s Untersuchung der Fall.

Im Blick auf die bundesrepublikanische Ärzteschaft der 1980er Jahre beklagte Lifton schon damals „die bewusste und unbewusste Verzerrung und Vertuschung der Ereignisse im Dritten Reich“.

„Wenn uns die Ärzte im Dritten Reich irgendetwas zu lehren haben, dann, dass wir zu den Prinzipien des Heilens zurückkehren müssen“, schreibt Lifton im Vorwort zur deutschen Ausgabe seines Buches. Von solch einer Lehre aus der deutschen Geschichte kann zurzeit nicht die Rede sein. Zu heilen, ist gegenwärtig nicht vorherrschender Grundsatz der Gesundheitspolitik in der Bundesrepublik, sondern einen Virus zu bekämpfen. Dies erinnert an den Ton, den der Orientalist und Kulturphilosoph Paul de Lagarde (1827 bis 1891) im 19. Jahrhundert angeschlagen hatte:

„Mit Trichinen und Bazillen wird nicht verhandelt, Trichinen und Bazillen werden auch nicht erzogen, sie werden so rasch und so gründlich wie möglich vernichtet.“

Die Vernichtungsfantasie, damals denunziatorisch gegen die Juden als „Fremde“ und „Träger der Verwesung“ ins Feld geführt, so Lifton, ist auch heute am Werk. Angesichts der einem fragwürdigen Test geschuldeten Infektionszahlen werden Maßnahmen befürwortet und ergriffen, die in der tödlichen Tradition des 19. und 20. Jahrhunderts stehen: Es wird der landesweite beziehungsweise regionale Ausnahmezustand erklärt; demokratische Grundrechte werden außer Kraft gesetzt; Quarantäne-Auflagen werden erteilt, Vorschriften zum Maskentragen erlassen — alles angeblich erforderlich, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen.

Lifton hat in seiner Ärzte-Studie die psychohistorischen Aspekte des Genozids im Nazi-Faschismus untersucht. Er hat hierfür Prozessprotokolle ausgewertet sowie Hunderte von Opfern, Tätern, Mitläufern und Widerständlern befragt. Aus den Forschungs- und Interview-Ergebnissen hat er bestimmte Grundprinzipien und Grundmuster der faschistischen Maßnahmen abgeleitet. Ferner machte er auf die Abfolge kollektiver Denk- und Handlungsweisen aufmerksam, wie sie uns auch heute begegnen. Lifton‘s Erklärungsmodell umfasst eine Reihe von Faktoren, deren aktuelle Wiederkehr erschreckt.

Zu den von Lifton aus der NS-Geschichte abgeleiteten Faktoren gehört die verstörende Vorstellung, dass eine Krankheit existiert, die das kollektive Gefühl auslöst, „physisch und psychisch von Tod überflutet zu werden“.

Auf vergleichbare Weise ist die gegenwärtige politische Atmosphäre bestimmt von einem schicksalhaften Todesangst-Schock, für den das „neuartige Virus“ verantwortlich gemacht wird.

Erschreckende Parallelen

In der Bundesrepublik wurzelt die Vorstellung von der Totalität einer tödlichen Erkrankung in historischen Erfahrungen, die sich in Stichworten wie folgt zusammenfassen lassen: kollektive Verlust- und Todeserinnerungen durch den Ersten und Zweiten Weltkrieg; der Fehlschlag der mit der Wiedervereinigung verbundenen Verheißungen „blühender Landschaften“ angesichts der Banken- und Wirtschaftskrisen seit 2008 sowie verstörender Zerwürfnisse in der EU, im transatlantischen Verhältnis sowie zwischen Ost und West in der Bundesrepublik; schließlich die Hoffnung auf eine „Therapie“ — hier und heute in Gestalt der Regierungsmaßnahmen gemäß dem Infektionsschutzgesetz.

Wie im Nazi-Faschismus werden Gemeinschaftserfahrungen mobilisiert: biologische in Gestalt der angeblichen kollektiven Bedrohung durch die vom Virus ausgelöste und virologisch begründete „epidemische Lage von nationaler Tragweite“; geistige Gemeinschaftserfahrungen in Gestalt des Appells von Kanzlerin und Länderregierungschefs an das „Wir“, an „Verantwortung“ und „Gemeinschaft“.

Der „medizinische Fundamentalismus“ trägt in Verbindung mit der bei der Bevölkerung implementierten „therapeutischen Vision“ dazu bei, die deutlichen Anzeichen eines autoritären Polizeistaats und die erkennbaren Strukturen faschistischer Parallelen zu übersehen. Im absoluten Anspruch auf die unbedingte Wahrheit des „Gemeinsam schaffen wir es“ werden prinzipiell sowohl andere fachliche Bewertungen der Infektionsgefahr — etwa durch Sucharit Bakhdi oder Wolfgang Wodarg — als auch alternative Lösungsvorschläge wie in Schweden kategorisch verworfen oder auf übelste Weise schlechtgeredet. Beispiel SPD-MdB Lauterbach: „Wodarg redet blanken Unsinn.“

„Totalitäre Ideologien betäuben die Angst vor dem Tod durch die Betonung der eigenen Unbesiegbarkeit und Allmächtigkeit.“

Möglich ist dies durch spezifische massenpsychologische Manipulationen in Gestalt erstens der vereinheitlichten Kommunikation, siehe die Berichterstattung und Kommentare in den etablierten Medien, zweitens einer kontinuierlichen Verhaltenskontrolle, siehe die polizeiliche Überwachung von Abstandhalten und Maskentragen im öffentlichen Raum und bei politischen Kundgebungen, drittens eines Kults der „Reinheit“ durch Händewaschen, Desinfizieren, um niemanden anzustecken, auch sich selbst nicht, viertens eines Kults des Geständnisses, jeder stellt eine Gefahr dar und gibt dies durch Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung kund, und der Unterwerfung durch angepasstes Verhalten, fünftens der Vergötterung von Wissenschaft in Gestalt von Zahlen, statistischen Daten, R-Ziffern und „Experten“-Meinungen, sechstens der sprachlichen Prägung eingängiger Formeln, zum Beispiel A-H-A, siebtens des Vorrangs der Gefährlichkeitsdoktrin gegenüber dem Individuum und seinen Freiheitsrechten, und achtens der letztendlichen Infragestellung des Lebensrechts derjenigen, die sich den „höheren Prinzipien“ widersetzen.

Als rettende „Therapie“ zur Bekämpfung des „tödlichen Virus“ gilt die Erfindung und kollektive Verabreichung eines neuen Impfstoffs. Bis dieser „auf dem Markt“ angeboten wird, gilt allein schon die Möglichkeit der Infektion als Gefahr. Da grundsätzlich jeder Mensch infiziert sein kann, gilt jede/r auch als Gefährder/in.

Angesichts der hier deutlich erkennbaren „Verschmutzungsfantasien“ erscheint es „reinigend“ und medizinisch-hygienisch „heilsam“ zu sein, einzelne Menschen oder Menschengruppen zu schuldigen Opfern zu machen und denunziatorisch auszugrenzen — notfalls mit Gewalt.

Wir erleben dieses Vorgehen gegenwärtig einerseits in Gestalt unverhältnismäßiger Polizeieinsätze gegen Demonstrierende, andererseits durch die denunziatorische Pauschal-Etikettierung der Demonstrierenden, beispielsweise als „Covidioten“, „Wirrköpfe“, „intellektuell Minderbemittelte“, „Virusleugner“ (analog zu Holocaustleugner), „Rechte“, „Nazis“, „Esoteriker“, „Aluhüte“ und so weiter. Politik und Medien bezeichnen die Protestierenden als Paria und behandeln sie — einvernehmlich mit einem Großteil der deutschen Bevölkerung — wie Ausgestoßene.

Groß angelegter Menschenversuch

Da jetzt Impfstoffe zur Verfügung stehen, zeigt sich eine weitere Variante der Corona-„Therapie“: die physische Gefährdung all jener, die sich freiwillig oder gezwungener Maßen impfen lassen. Denn zum einen birgt das verkürzte Zulassungsverfahren unabschätzbare Gesundheitsrisiken, die sich nicht unmittelbar, sondern gegebenenfalls erst viele Monate oder Jahre später zeigen. Zum anderen besteht die Befürchtung des Einsatzes von Impfstoffen, die Erbgutveränderungen bewirken können oder Nanotech-Partikel enthalten, wie sie von den Befürwortern transhumanistischer Projekte propagiert werden.

Der Einsatz solcher Impfseren erinnert an die faschistischen Menschenversuche, die von KZ-Ärzten vorgenommen wurden. Ein weiteres Problem ergibt sich aus der Androhung von Freiheitsbeschränkungen für diejenigen Personen, die eine Impfung verweigern.

Die Viktimisierung jener Teile der Gesellschaft, die auf politischen Kundgebungen gegen die Coronapolitik protestieren und/oder ablehnen, geimpft zu werden, ist das Ergebnis eines „reinigenden“ Selektionsvorgangs. Gegenwärtig wird zwar noch der Eindruck erweckt, dass die „coronabedingten“ Maßnahmen vor allem der schützenden Sorge um den Personenkreis der älteren Menschen mit Vorerkrankungen geschuldet seien.

Das Schutz-Argument ist jedoch ambivalent. Begriffe wie „Schutzmann“, „Schutzpolizei“, „Schutzaufsicht“, „Schutzgewahrsam“, „Schutzhaft“, „Schutzwaffe“ oder die „Schutztruppen“ in kolonialen „Schutzgebieten“ machen deutlich, dass das Wort nicht zuletzt den Schutz autoritärer Herrschafts- und totalitärer Machtverhältnisse meint.

Die gesellschaftliche Zerrissenheit in der Gegenwart hat zeitlich schon länger zurückliegende Ursachen. Sie ist das Ergebnis falscher politischer Entscheidungen, zum Beispiel in Sachen Migration, Kriege und Truppen im Ausland, Bankenrettung, Hartz IV, Armut und Luxus, Bildungs- und Pflegenotstand, Privatisierung öffentlicher Leistungen der Daseinsvorsorge und so weiter. Die nicht erst jüngst sich vollziehende soziale Spaltung hat zur Folge, dass angesichts der massenhaft geschürten Infektionsangst eine kollektive Sehnsucht nach Normalität entstanden ist.

Dabei spielt es für die Mehrheit der Bevölkerung keine Rolle, welcher Art das Objekt ihres Sehnens ist, das vorgibt, die Verhältnisse zu transzendieren: Hauptsache Normalität beziehungsweise „Neue Normalität“! Strukturell gemahnen die Corona-Maßnahmen und der Corona-Ausnahmezustand an die unmenschlichen Methoden und die tödliche Art des Vorgehens, wie im Faschismus der „Kampf um die arische Gesundheit und gegen die jüdische Infektion“ geführt wurde, wie Lifton formuliert, — ein Kampf, der in letzter Konsequenz den Genozid vorbereitet hat.

Der ausgerufene Corona-Notstand scheinlegitimiert die antidemokratische Stunde der Exekutive und der medizinisch-hygienisch verbrämten Militarisierung. „Der weißgekleidete Arzt … (wird) zum biologischen Soldaten, ja zum biologischen General im Feldzug zur Tötung des Todes“, beschreibt Lifton die Vorgehensweise der Nazi-Ärzte. Virologische, epidemiologische, pharmazeutische und medizinische Spezialisten erweisen sich als professionelle Elite, zu der sich Juristen, Militärs, Professoren und Lehrer gesellen. In Verbindung mit der Exekutive wirken sie bei dem Prozess mit, im Namen eines wissenschaftlich drapierten Mystizismus und Irrationalismus, der sich gegen die Vernunft stellt, zur atmosphärischen Vorbereitung sowie zur ideologischen Rationalisierung und pseudo-akademischen Untermauerung des autoritären Hygiene-Regimes beizutragen.

Was die Rolle der Ärzte betrifft und vor allem die Funktion des hochgradig spezialisierten medizinwissenschaftlichen Personals, etwa in Gestalt des höchst zweifelhaften Virologie-Popstars Christian Drosten, erinnert vieles an folgende Beschreibung der Nazi-Ärzte bei Robert Jay Lifton: „Als biologische Soldaten hatten sie allesamt an der Frontlinie des Kampfes zu stehen, der den Tod töten soll.“ Sie beteiligten sich „im Namen der Heilung des Volkes“ an dessen Unterdrückung.

Akteure und Sprache des Hygiene-Fundamentalismus

Die mit dem Corona-Regime verbundene Bevölkerungspolitik umzusetzen, ist Aufgabe der dazu verpflichteten Gesundheits- und Ordnungsbehörden sowie der mit aggressivem Korpsgeist ausgestatteten Polizei und des Militärs. Zunächst nur eingesetzt bei der Verfolgung von Infektionsketten, werden Angehörige des Militärs zu Vollzugsorganen des Kesseltreibens gegen das Virus, das heißt sowohl gegen die Infizierten als auch gegen die von Infizierung bedrohten Risikogruppen. Schließlich stehen sie auf Abruf zum Einsatz gegen die Kritiker des infektionsbegründeten Maßnahmen-Pakets.

Die zum Töten ausgebildeten Soldatinnen und Soldaten werden auf paradoxe Weise Teil der Drecksarbeit in den Lockdown- und Quarantäne-Stellungskriegen gegen den Tod und die Angst vor ihm.

Nicht zu vergessen die Rolle von Wohlfahrtsverbänden wie des Roten Kreuzes und des Arbeiter-Samariter-Bundes. Aufgrund gesetzlicher Verpflichtung leisten diese einen Beitrag zum Funktionieren der Infektionsschutz-Bürokratie.

Im Nachwort zu seiner Studie über die Nazi-Ärzte spricht Lifton über „die menschliche Verführbarkeit zum Bösen“: „Unter geeigneten Bedingungen kann schließlich so gut wie jeder dem kollektiven Aufruf zur totalen Ausrottung einer Gruppe von angeblichen Trägern eines ‚Todeskeims‘ Folge leisten.“ Eine besondere Rolle spiele hierbei die Bürokratie, weil sie die „Ereignisse, an die man ohnehin kaum glauben mag“, als unwirklich erscheinen lässt. Das Bürokratische entschärfe das Barbarische.

Die medizinische und hygienische Bürokratie „dämpft die intellektuellen und emotionalen Obertöne, die … bei Tätern, Zuschauern und Opfern entstehen. Die Dämpfung der Sprache spielt dabei natürlich eine zentrale Rolle“, so Lifton und verweist auf „Euphemismen“ — damals „Umsiedlung“, „Deportation“, heute „Quarantäne“, „Schutzmaske“ — und auf „Codewörter“ — damals „Sonderbehandlung“, heute „Infektionsschutz“ und „Lockdown“. Die Dämpfung der Sprache befördere und bestärke die vage Suggestion, dass man etwas Gutes tue.

Lifton kommt in seiner Studie zu dem Ergebnis, dass die Möglichkeit von Entwicklungen, wie sie in Deutschland zum faschistischen Genozid an Juden, Homosexuellen, Sinti und Roma geführt haben, universal und auch in anderen Ländern gegeben sei. Seine Studien über Hiroshima und Vietnam haben ihn in dieser Überzeugung bestärkt, siehe „Death in Life: Survivors of Hiroshima“, New York City 1968; „Die Psychologie des Völkermordes: Atomkrieg und Holocaust“, Stuttgart 1992. Das veranlasst zu zwei Schlussbemerkungen.

Erstens: Da sich die Corona-/COVID-19-Epidemie global-pandemisch ausgebreitet hat, liegt es im intellektuellen Ermessen, dass die von Lifton im Zusammenhang der „Nazi-Ärzte“ gefundenen Erkenntnisse auf ein menschenverachtendes Bedrohungspotenzial verweisen, dessen tödliche Auswirkungen sich nicht auf ein einzelnes Land beschränken. Vielmehr kann die Wiederkehr eines faschistischen Systems neuen Zuschnitts ebenso wie die Etablierung einer Hygiene-Diktatur gegenwärtig weltweite Dimensionen annehmen. Das verleiht den lokalen Corona-Protesten einerseits eine universalpolitische Bedeutung. Andererseits sind die Folgen im Einzelnen noch gar nicht auszudenken, wenn der Widerstand im Weltmaßstab scheitert.

Zweitens: Obgleich die faschistische Gefahr ein globales Ausmaß anzunehmen droht, verweist Lifton auf Folgendes: Die Vorbestimmung der Deutschen zum totalitären Faschismus sei eine Folge „ihrer Tendenz zu Schuldgefühlen und Selbstverurteilungen, zur Zerrissenheit, zur Dopplung, zum faustischen Verhalten, zur Verpflichtung nach dem Muster des Alles-oder-Nichts, zum ideologischen Totalitarismus und zur todesschwangeren Sehnsucht nach Unsterblichkeit“. Zwar sei keine dieser Eigenschaften „ein Monopol der Deutschen“. Dennoch dürfen wir Lifton wie folgt interpretieren:

Da die deutsche Politik in besonderer Weise zu antidemokratischen, autoritären und faschistischen ‚Lösungen‘ neigt, liegt es vor allem an den politisch wachen Menschen in der Bevölkerung Deutschlands, entschlossen Widerstand zu leisten gegen die aktuelle Entwicklung des medizinfundamentalistischen und hygienediktatorischen Überwachungskapitalismus.


Dieser Artikel erschien auf Rubikon am 08.01.2021 und ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.


Siehe auch: „Nürnberger Kodex – ethische Regeln für Menschenversuche

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Impfzwang oder Impfpflicht?

Die erzwungene Freiwilligkeit

Die Politik leugnet, eine Impfpflicht zu planen, stellt aber schon jetzt alle Weichen, um „Verweigerern“ das Leben in Deutschland zur Hölle zu machen.

von Wolfgang Jeschke

Wenn jemand besonders hartnäckig leugnet, eine bestimmte Sache zu planen, dann macht ihn das eher verdächtig. Jens Spahn zum Beispiel versichert kaum etwas inbrünstiger als seine angeblich fehlende Absicht, die Menschen in Deutschland zu einer Covid-19-Impfung zu zwingen. Wir sind schließlich ein freies Land. Ein De-facto-Impfzwang könnte uns dennoch durch die Hintertür ins Haus stehen. Das Mittel hierzu wäre ein schier unerträglicher, durch Politik, Medien und Gesellschaft ausgeübter moralischer Druck in Verbindung mit einem bewährten Mittel: der Privatisierung von Repression. Es hilft dem Ungeimpften nämlich wenig, wenn ihm sein Staat die Spritze nicht mit Gewalt in den Oberarm rammt, während jedoch im Beruf und in weiten Teilen des öffentlichen Lebens ohne Impfung fast nichts mehr geht. Nach derzeitigem Kenntnisstand plant der Staat zwar keinen Zwang, jedoch freiwilligkeitserzwingende Maßnahmen. Der Autor hat Fakten gesammelt, die darauf hindeuten, dass sich die Schlinge um unsere Hälse immer enger zuzieht.

Jenseits der Ungewissheit darüber, ob und wann welches Unternehmen im Wettrennen um das Milliardengeschäft Corona-Impfung einen wirksamen, nebenwirkungsfreien und nach allen Regeln der Wissenschaft sorgfältig entwickelten und zugelassenen Impfstoff haben wird, ist für die Menschen eine andere Frage am wichtigsten: Wird es einen Impfzwang geben?

Die Impfbereitschaft sinkt mit jeder neuen Meldung über tödliche und schwere Nebenwirkungen, die während der Erprobung der Impfstoffe berichtet werden. Und während Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit großer Regelmäßigkeit die Notwendigkeit eines Impfzwangs dementiert (1), hat er ihn längst im Gesetz fest verankert. Und das schon seit dem 10. Februar 2020.

Schien es anfangs ausgeschlossen zu sein, dass es einen Zwang zu Impfungen in Deutschland geben könnte, veränderten sich die Aussagen in den letzten Monaten deutlich. Nicht erst durch Einführung des Impfzwangs gegen Masern. Die klare Ablehnung eines Zwanges wurde jüngst auch durch den Deutschen Ethikrat verwässert, der sich im Zuge der Diskussion um den Masernimpfzwang klar positioniert hatte. Im Oktober meldete der Deutschlandfunk (2):

„Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Alena Buyx, hält eine allgemeine Corona-Impfpflicht in Deutschland für ausgeschlossen. ‚Da bin ich mir sicher‘, sagte die Wissenschaftlerin von der Technischen Universität München (TUM) der ‚Augsburger Allgemeinen‘. Sie könne sich lediglich eine eng berufsbezogene Impfvorgabe vorstellen, wie der Ethikrat sie in einer früheren Stellungnahme zur Masernimpfung bereits geäußert hatte.“

Der Ethikrat (3) formuliert mittlerweile auch eine quasi moralische Pflicht zur Impfung, um Menschen zu schützen, die sich „nicht impfen lassen könnten“. Hiermit lässt auch der Ethikrat alle Optionen außer Acht, die neben den Impfungen zur Prophylaxe dienen können und nimmt eine bedenkliche Güterabwägung vor. Es wird die körperliche Gesundheit des einen gegen die des anderen abgewogen, werden gesunde Menschen potenziell krank gemacht, um Kranke zu schützen. Der Anteil der nicht Impffähigen wird nicht benannt, sie sind die Risikogruppen, die es zu schützen gilt — bleiben aber ohne Gesicht, Zahl und Befragung. Dennoch dienen sie als moralisches Element des Druckes. Es entsteht ein ethisches wie medizinisches Dilemma, das am Ende auch Verfassungsfragen im Kern der körperlichen Selbstbestimmung und Freiheit von Zwang betrifft.

Auch Gesundheitsminister Jens Spahn hielt sich in den letzten Interviews zum Thema Impfzwang selbst auf Rückfragen noch vage: Er gehe davon aus, dass viele Menschen sich freiwillig impfen ließen, weshalb er über eine Impfpflicht nicht nachdenken müsse. Die Deutsche Apotheker-Zeitung (4) berichtete über Jens Spahn:

„Er betonte zudem, dass es keine Impfpflicht in Deutschland geben werde. Eine solche sei auch nicht nötig — schließlich reiche es, wenn sich 55 bis 65 Prozent der Bevölkerung impfen lassen würden, um die Dynamik des Virus zu brechen. ‚Das ist anders als bei den Masern‘, sagte Spahn. Eine Quelle für diese Zahlen nannte er nicht.“

Bei den Masern genügte Jens Spahn auch nicht die überragend hohe freiwillige Impfquote von 97 Prozent der Eltern für ihre Kleinkinder, die weit über den Werten anderer Nationen liegt, die bereits einen Masernimpfzwang eingeführt haben.

Ungeachtet seiner offiziellen Verlautbarungen, ein Impfzwang sei nicht nötig, hat Jens Spahn den Impfzwang aber bereits im Februar in das Infektionsschutzgesetz aufgenommen. Unter dem Titel: „Artikel 1 — Masernschutzgesetz (MasSchG k.a. Abk.)“ (5), hat Jens Spahn die Entschädigungsregeln des Seuchenschutzgesetzes fundamental und generell verändert. Galt bisher die Regel: Wenn der Staat durch Gesetz im Zuge der Seuchenbekämpfung Maßnahmen ergreift, die bei Betroffenen Vermögensschäden verursachen, ist er zur Entschädigung verpflichtet. Hintergrund ist, dass die schädigenden Auflagen oder Verbote, die gegenüber Mitgliedern der Gesellschaft ausgesprochen werden, dem Gemeinwohl zur Gefahrenabwehr dienen sollen — daher auch die Gemeinschaft die entstehenden Schäden ausgleichen muss.

Durch die Novellierung des § 56 IfSG besteht seit Inkrafttreten der Änderungen de facto ein mittelbarer Impfzwang, der eben nicht auf die Masernimpfung beschränkt ist, sondern eine generelle Wirkung auf alle künftig vorgeschriebenen oder auch nur vage empfohlenen Impfungen entfaltet. Es wurde der § 56 IfSG um folgende Formulierungen erweitert (siehe Details im Kasten):

„Eine Entschädigung nach den Sätzen 1 und 2 erhält nicht, wer durch Inanspruchnahme einer Schutzimpfung oder anderen Maßnahme der spezifischen Prophylaxe, die gesetzlich vorgeschrieben ist oder im Bereich des gewöhnlichen Aufenthaltsorts des Betroffenen öffentlich empfohlen wurde, ein Verbot in der Ausübung seiner bisherigen Tätigkeit oder eine Absonderung hätte vermeiden können.“

Das bedeutet:

Wer sich einer gesetzlich vorgeschriebenen oder „empfohlenen“ Impfung nicht unterzieht und deshalb einem Berufsverbot unterliegt oder Schäden durch Absonderungen erfährt, erhält keinen Schadensersatz.

Das ist ein mittelbarer Impfzwang durch willensbeugende Gewalt, ausgeübt durch den Staat, der Verbote und Absonderungen veranlassen kann. Die schwache Formulierung der „empfohlenen“ Maßnahme macht die Situation noch unwägbarer und schwächt die Rechtssicherheit, weil die Betroffenen nicht klar erkennen können, was der Gesetzgeber meint.

Im weiteren Verlauf der Gesetzesänderungen fallen zusätzliche Änderungen am Infektionsschutzgesetz auf: So die Erweiterung des § 6 um „Zoonotische Influenza“ als meldepflichtige Erkrankungen. Zoonotische Erkrankungen waren und sind die Treiber pseudopandemischer Ereignisse, wie bereits bei der Vogelgrippe oder der Schweinegrippe. Auch die Erweiterung der meldepflichtigen Erreger nach § 7 IfSG lassen den Schluss zu, dass hier eine erhöhte „Aufmerksamkeit“ für neue „Gefahren“ erzeugt wird.

Die Änderungen zahlreicher Normen im IfSG erfolgte wohlbemerkt schon im Februar, unter dem Titel der Masernschutzgesetzesänderung. Im Kern aber sind die zahlreichen Änderungen in des IfSGs in 2020 die rechtstechnische Vorbereitung einer auf Impfstrategien basierenden Bevölkerungskontrolle. Zahllose Änderungen ermöglichen die massive Aufweichung des Datenschutzes. Die neue Fassung der § 13 IfSG (6) liefert dabei die Rechtsgrundlage für die umfassende Impfstatusüberwachung der Bevölkerung. Abgefragt werden dürfen zur Impfüberwachung der Bevölkerung Daten im Überfluss:

„Für Zwecke der Feststellung der Inanspruchnahme von Schutzimpfungen und Impfeffekten haben die Kassenärztlichen Vereinigungen dem Robert Koch-Institut in von diesem festgelegten Zeitabständen folgende Angaben zu übermitteln (Impfsurveillance): 1. Patienten-Pseudonym, 2. Geburtsmonat und -jahr, 3. Geschlecht, 4. dreistellige Postleitzahl und Landkreis des Patienten, 5. Landkreis des behandelnden Arztes, 6. Fachrichtung des behandelnden Arztes, 7. Datum der Impfung, der Vorsorgeuntersuchung, des Arzt-Patienten-Kontaktes und Quartal der Diagnose, 8. antigenspezifischer Abrechnungscode der Impfung, Diagnosecode nach der internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD) sowie Leistung nach dem einheitlichen Bewertungsmaßstab, 9. Diagnosesicherheit, 10. Diagnosetyp.“

Die umfassenden Änderungen des Infektionsschutzgesetzes seit Herbst 2019 durch die Bundesregierung unter der Federführung von Jens Spahn sind nicht nur für Juristen ein interessantes Thema. Die Summe der Änderungen, die insbesondere auch im Entschädigungsrecht für Impfschäden bis ins Jahr 2024 reichen, zeigen uns, wohin die Reise geht. Sie sind die Gesetz gewordene Umsetzungsplanung für die auf Impfungen und Tests basierende Gesellschaft der Zukunft unter Ausschluss von Grundrechten, unter Ausschluss der Mitwirkung des deutschen Bundesrates und unter Anwendung von Zwang in Form mittelbarer Gewalt gegen die Bevölkerung.

Die bereits im Dezember 2019 beschlossene und im Januar 2024 wirksam werdende Streichung der §§ 60 ff des IfSG wirft Fragen auf — in dieser Norm sind die Schadensersatzregelungen im Falle von Impfschäden formuliert. Ist die Entschädigung dort noch detailliert geregelt, bliebe künftig nur noch der neue § 24 des SGB XIV als Anspruchsgrundlage gegenüber dem Staat, wenn infolge einer Impfung oder anderen Maßnahme der Prophylaxe ein Schaden entsteht.

Und am Rande sei festgestellt, dass der Impfzwang jederzeit verhängt werden kann, da die Ermächtigung dazu im IfSG verankert ist: Im § 20 IfSG im Absatz 6 heißt es:

„Das Bundesministerium für Gesundheit wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates anzuordnen, dass bedrohte Teile der Bevölkerung an Schutzimpfungen oder anderen Maßnahmen der spezifischen Prophylaxe teilzunehmen haben, wenn eine übertragbare Krankheit mit klinisch schweren Verlaufsformen auftritt und mit ihrer epidemischen Verbreitung zu rechnen ist.“

Im Absatz 7 der gleichen Norm werden die Landesregierungen ermächtigt, eine Zwangsimpfung anzuordnen, wenn der Bundesgesundheitsminister dies nicht tut.

§ 56 IfSG wurde bereits mit Gesetz vom 10.02.2020 geändert und führt den mittelbaren Impfzwang ein (unterstrichene Formulierungen wurden hinzugefügt) (7):

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Impfzwang oder Impfpflicht?

Zwei Worte, zwei Bedeutungen. Beide Begriffe haben ihre Eigenarten. Die Pflicht ist ein Begriff, der auch moralisch beladen ist:

„Pflicht ist eine Aufgabe, die jemandem aus ethischen, moralischen, religiösen Gründen erwächst und deren Erfüllung er sich einer inneren Notwendigkeit zufolge nicht entziehen kann oder die jemandem obliegt, die als Anforderung von außen an ihn herantritt und für ihn verbindlich ist.“

Wer eine Pflicht nicht erfüllt, begeht eine Pflichtverletzung. Dennoch könnte man bei der Pflicht noch annehmen, dass andere oder die Gesellschaft die Nichterfüllung vielleicht missbilligen — aber sonst keine Konsequenzen drohen.

Impfzwang beinhaltet den Zwang — also bereits eine starke Form der Gewalt. Die Rechtsphilosophie des Strafrechts unterscheidet zwischen der willensbrechenden Gewalt und der willensbeugenden Gewalt. Die willensbrechende Gewalt nennt sich „vis absoluta“. Sie wäre dann gegeben, wenn einem Menschen mit Unterbindung seiner Gegenwehr (durch Kraft oder unter Zuhilfenahme von Drogen) ein Impfstoff injiziert würde. Demgegenüber ist die „vis compulsiva“ die willensbeugende Gewalt.

Die Willensbeugung erfolgt hier in einer Weise, dass das Opfer zwar noch die Möglichkeit hat, seine Willensbetätigung zu entscheiden (keine Impfung vornehmen zu lassen) — dann aber angedrohte Konsequenzen definitiv zu erleiden haben wird. Wie an der Regelung des § 56 IfSG zu sehen ist, hat ein Nichtimpfen oder die Nichtbeachtung einer Prophylaxe-Empfehlung möglicherweise existenzielle Konsequenzen: Betroffene können ein Berufsverbot erleiden oder es kann ihnen die Absonderung drohen, ohne dass sie eine Entschädigung erhalten.

Verkürzt: Wer sich nicht impft und deshalb ein Berufsverbot erleidet, verliert seine Lebensgrundlage. Wir haben dann zwar noch die Wahl (Willensbetätigung), aber die angedrohten Konsequenzen treffen uns mit aller Härte, wenn wir uns gegen die Impfung entscheiden. In Anbetracht der Konsequenzen „Berufsverbot oder Absonderung ohne Entschädigung“, ist der Begriff Impfpflicht ein Euphemismus (ein sprachlicher Ausdruck, der einen Gegenstand oder einen Sachverhalt beschönigend, mildernd oder in verschleiernder Absicht benennt — dies gilt auch für die Maskenpflicht, die ja eindeutig ein Maskenzwang ist, was sich aus den angedrohten Bußgeldern ergibt). Die Bedrohung mit existenziellen Folgen ist ein willensbeugender Zwang. Die Bedrohung mit Geldstrafe im Falle des Maskenzwangs ist ebenfalls ein willensbeugender Zwang.

Ist der Masernimpfzwang ein Trojaner?

Viele Neuregelungen des Infektionsschutzgesetzes wurden in der Folge der Einführung des Masernimpfzwangs vorgenommen. Dieser Impfzwang wird schon bald von den Verfassungsgerichten geprüft werden. Der seit März 2020 geltende Masernimpfzwang leidet jedoch unter rechtlichen, formalen und medizinischen Mängeln. Bei einer Durchimpfungsrate von 97 Prozent der Kleinkinder mit einer Erstimpfung, die wir bereits ohne den Impfzwang erreichen, ist es fraglich, ob der Impfzwang eine Verbesserung bringen wird.

Untersuchungen in Ländern mit Impfzwang belegen, dass dort die Impfquote deutlich niedriger als in Deutschland ausfallen kann. Damit wäre die Maßnahme nicht geeignet, das Ziel zu erreichen und verfassungsrechtlich fragwürdig. Überdies ist eine Quote von 97 Prozent sehr hoch und die Immunisierung sorgt schon jetzt dafür, dass Maserninfektionen zu den medizinischen Raritäten gehören und schwere Verläufe so gut wie gar nicht mehr beobachtet werden.

Die Gesamtzahl der gemeldeten Maserninfektionen betrug laut dem RKI Jahrbuch Meldepflichtiger Infektionserkrankungen im Jahr 2018 ganze 543 Fälle in Deutschland. Das RKI berichtet über die Folgen der Infektionen: Dort, wo es Angaben zu möglichen Komplikationen der Maserninfektion gab (in 400 der 543 Fälle), wurde in 95 Prozent der Fälle berichtet, dass keine Komplikationen vorlagen.

„Bei neun der 400 Erkrankungen wurde eine Lungenentzündung und bei zwei Patienten eine Mittelohrentzündung im Verlauf der Masern-Erkrankung dokumentiert. Zudem waren ebenfalls zwei Erkrankungen mit einer Darmkomplikation vergesellschaftet.“

Das war es in 2018 — und berechtigt die Kritiker des Impfzwanges zur Frage nach der Verhältnismäßigkeit der durch das Bundesgesundheitsministerium umgesetzten Zwangsimpfung, die immer einen Eingriff in die körperliche Unversehrtheit und ein erhebliches Gesundheitsrisiko darstellt.

Die Liste der Risiken und Nebenwirkungen der MMR-Impfung ist nämlich lang und bedrohlicher als die Liste der seltenen Masernkomplikationen. Impfnebenwirkungen sind in den Packungsbeilagen der Impfstoffe aufgelistet, darunter finden sich Fieberkrämpfe, Gelenkentzündung, plötzliche lebensbedrohliche allergische Reaktion, Entzündung der Hirnhäute, des Gehirns, des Rückenmarks und der peripheren Nerven, Guillain-Barre-Syndrom (aufsteigende Lähmungen bis hin zur Atemlähmung), Kawasaki-Syndrom, Erythema exsudativum multiforme (Symptome sind rote, oft juckende Flecken, ähnlich dem Masern-Hautausschlag, die an den Gliedmaßen und manchmal im Gesicht und am restlichen Körper beginnen) und so weiter.

Eltern, die ihren Kindern diese Impfstoffe spritzen lassen, willigen ein, dass ihr Kind möglicherweise diese Impfschäden erleidet.

Die Hersteller geben bei den schwereren Impffolgerisiken eine Häufigkeit von bis zu 1 von 1.000 Impfungen an (Zitat: Nebenwirkungen, die bei bis zu 1 von 1.000 Impfstoffdosen auftreten können). Da die Masernimpfung aber wiederholt werden muss, steigt das Risiko je geimpftem Kind automatisch an.

Auf einen erheblichen formalen Mangel des Masernimpfzwangs weist der Deutsche Ethikrat in seiner Stellungnahme „Impfen als Pflicht“ (8) hin. Hier gibt der Ethikrat der Politik eine wichtige Botschaft mit auf den Weg:

„Würde eine staatliche Impfpflicht eingeführt, müsste die praktische Möglichkeit geschaffen werden, nur gegen diejenige Krankheit zu impfen, auf die sich die Pflicht bezieht. Dementsprechend wäre sicherzustellen, dass die entsprechenden Monopräparate verfügbar sind.“

Im Moment gibt es für die Masernimpfung in Deutschland nur Mehrfachimpfstoffe, die mindestens drei Immunisierungen enthalten (Masern-Mumps-Röteln = MMR). Ein Masernimpfzwang, der nur mit diesen Präparaten umgesetzt werden könnte, wäre automatisch ein Impfzwang auch gegen Mumps und Röteln. Dieser ist aber gesetzlich nicht verankert. Die Deutsche Apothekerzeitung (DAZ) wies auf das Dilemma (9) hin:

„Die Masernimpfung ist in Deutschland Pflicht, aber es gibt keine zugelassene Impfung: Zumindest keine, die sich nur gegen Masern richtet. Ein Einzelimpfstoff konnte bislang noch in der Schweiz bestellt werden — nun gibt es Lieferprobleme. Eltern sehen sich dadurch endgültig zur Dreifach-Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR) gezwungen, oder zu Vierfach-Variante Masern, Mumps, Röteln und Windpocken (MMRV).“

An anderer Stelle berichtet die DAZ (10):

„Eine Apothekerin aus Baden-Württemberg hat zu diesem Dilemma die Politik befragt — Spahns Antwort: Es besteht kein Bedarf an monovalenten Masernimpfstoffen, und das ledigliche Vorhandensein von Masern-Mumps-Röteln-Impfstoffen hebelt die Impfpflicht nicht aus.“

Verfassungsjuristen vertreten hier eine gänzlich andere Position: Wenn der Staat seinen Bürgern eine Pflicht auferlegt, muss er die Voraussetzungen schaffen, damit die Bürger die Pflicht erfüllen können. Im Fall des Masernimpfzwangs muss der Staat also dafür sorgen, dass es einen Monoimpfstoff gibt. Dass Spahn so lässig auf den Monoimpfstoff verzichtet, erscheint kurios. Er riskiert damit, dass das Verfassungsgericht den Masernimpfzwang kippt.

Vielleicht ist es Jens Spahn aber auch egal. Mit der Einführung des Masernimpfzwangs hat er das Infektionsschutzgesetz massiv verändert und einen generellen Impfzwang eingeführt. Damit wurde die Voraussetzung dafür geschaffen, auch bei künftigen Erkrankungswellen oder als solche stilisierte Ereignisse Impfkampagnen staatlich anzuordnen und mit Zwangsmaßnahmen durchzusetzen. Dann wäre der Masernimpfzwang von vornherein nur ein Trojaner gewesen.


Redaktionelle Anmerkung: Dieser Artikel erschien zuerst im LAUFPASS — das Magazin für Nachdenkliche in bewegten Zeiten.


Quellen und Anmerkungen:

(1) https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2020/09/23/spahn-keine-schnellschuesse-keine-impfpflicht
(2) https://www.deutschlandfunk.de/newsblog-zum-coronavirus-entwicklungen-vom-11-oktober.2852.de.html?dram:article_id=485617
(3) https://www.tagesspiegel.de/wissen/impfpflicht-debatte-ethikrat-ist-gegen-zwang-zu-impfungen/24497874.html
(4) https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2020/09/23/spahn-keine-schnellschuesse-keine-impfpflicht
(5) https://www.buzer.de/1_Masernschutzgesetz.htm
(6) https://www.buzer.de/gesetz/2148/al85909-0.htm
(7) https://www.buzer.de/gesetz/2148/al85918-0.htm
(8) https://www.ethikrat.org/fileadmin/Publikationen/Stellungnahmen/deutsch/stellungnahme-impfen-als-pflicht.pdf
(9) https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2020/08/17/einzelimpfstoff-gegen-masern-auch-als-import-nicht-mehr-verfuegbar
(10) https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/08/29/kein-bedarf-an-masern-monoimpfstoffen

Dieser Beitrag erschien am 09.01.2021 auf Rubikon und ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.


Ergänzung vom 11.01.2021:

Absurdes Impf-Theater: Faktischer Zwang durch Arbeitgeber

Ergänzung vom 14.02.2021:

Söders Impfpflicht für Pflegepersonal hält Staatsrechtler Murswiek für verfassungswidrig

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Anselm Lenz zu Gast bei M-PATHIE

Anselm Lenz, Menschenrechtsaktivist, Publizist, Autor und Mitgründer der Wochenzeitschrift „Demokratischer Widerstand“ im Interview über die Anfänge der Nichtohneuns-Bewegung.

Anselm Lenz rief Ende März 2020 die Bewegung der Grundgesetz-Demos „Nichtohneuns“ ins Leben. Anfangs nannte er sie „Hygiene-Demo“. Die Demo fand zunächst nur in Berlin am Rosa-Luxemburg-Platz statt. Wenig später wurden die wurden solche Demos unter dem Begriff der Grundgesetz-Demos in ganz Deutschland durchgeführt. Daraus entwickelten sich schnell die Querdenken-Demos.

Die Mainstreammedien und exponierte Politiker diffamierten die Demos bald als Werk von Corona-Leugnern, „Covidioten“. Bei der Mehrheit der bundesdeutschen Bevölkerung zeigt das leider bis heute große Wirkung.

Bilde Dir Deine eigene Meinung – Schau Dir das Interview an.

Demokratiebewegung Nichtohneuns

Wochenzeitung „Demokratischer Widerstand“

Anselm Lenz (wikipedia)

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