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Die Gedanken sind frei – oder doch nicht?

Die Gedanken sind waren frei. Früher gern von Studenten gesungen – heute Studierenden und Professoren immer weniger erlaubt.

Die Gedanken sind frei

Die Gedanken sind frei

„Die Gedanken sind frei“ wurde früher oft von Studenten gesungen. Mit dem Gesang des Liedes drückten sie gerade in Zeiten politischer Einschränkungen oder gar Unterdrückung ihre Sehnsucht nach Freiheit und Unabhängigkeit der Wissenschaft sowie nach persönlicher Freiheit aus.

Netzwerk Wissenschaftsfreiheit gegründet

Nunmehr treten erneut Wissenschaftler an die Öffentlichkeit und gründen im Februar 2021 ein Netzwerk Wissenschaftsfreiheit:

„Das Netzwerk Wissenschaftsfreiheit ist ein Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit dem gemeinsamen Anliegen, die Freiheit von Forschung und Lehre gegen ideologisch motivierte Einschränkungen zu verteidigen und zur Stärkung eines freiheitlichen Wissenschaftsklimas beizutragen.“

Sie kritisieren, dass die im Grundgesetz Art 5 Absatz 3 verbürgte Freiheit von Forschung und Lehre zunehmend eingeschränkt wird:

„Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.“

Auf Hochschulangehörige wird erheblicher Druck ausgeübt, was diese zur Selbstbeschränkung veranlasst.

„Wenn Mitglieder der Wissenschaftsgemeinschaft aus Furcht vor den sozialen und beruflichen Kosten Forschungsfragen meiden oder sich Debatten entziehen, erodieren die Voraussetzungen von freier Wissenschaft. Eine solche Entwicklung wirkt sich negativ auf die Leistungsfähigkeit der Hochschulen und damit auf den Wissenschaftsstandort Deutschland und seine internationale Reputation aus.“

Das Anliegen des Netzwerks Wissenschaftsfreiheit bekommt noch mehr Gewicht, wenn wie auf welt.de am 07.02.2021 nachzulesen, das Bundesinnenministerium Wissenschaftler für Rechtfertigung von Corona-Maßnahmen einspannte. Ergebnis: „Gekaufte Wissenschaft“ statt freier Wissenschaft bildete die Grundlage für das berühmt-berüchtigte „Panik“-Strategiepapier „Wie wir COVID-19 unter Kontrolle bekommen“, in dem es einleitend heißt:

„Das pandemische COVID-19-Virus ist für die Politik, Gesellschaft und Wirtschaft in Deutschland und Europa die größte Herausforderung seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. „

Demnach wäre „mit einem Worst-Case-Szenario von über einer Million Toten im Jahre 2020 – für Deutschland allein“ zu rechnen.

„Ein Expertenteam von RKI, RWI, IW, SWP, Uni-versität Bonn/University of Nottingham Ningbo China, Universität Lausanne und Universität Kassel bestätigt diese Zahlen mit einem für Deutschland entwickelten Gesamtmodell.“

Siehe auch den Kommentar von Matthias Heitmann „Wer (sich) nicht (hinter)fragt, bleibt dumm. (Un-)Freiheit an Universitäten“

 

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Doktortitel erschlichen?

Die „Liste deutscher Dissertationen mit Plagiaten“ wird immer länger. Es geht auch ohne Plagiat – wie vielleicht bei Christian Drosten?

Doktortitel begehrt und erschlichen

Spätestens seit der Plagiatsaffäre von Karl-Theodor zu Guttenberg ist das Erschleichen von Doktortiteln auch im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Dies gilt zumindest, wenn es um Personen geht, die im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen.

Die „Liste deutscher Dissertationen mit Plagiaten wird immer länger. Dabei ist diese Liste unverdienter Doktortitel nicht einmal vollständig. Die Liste auf VroniPlag ist viel umfangreicher. Plagiate verletzen das Urheberrecht und können zur Aberkennung des Titels führen, oder auch einen Straf- oder Bußgeldtatbestand darstellen.

Mehr oder weniger bekannt ist auch, dass es möglich ist, einen solchen Titel „zu kaufen“.

Wie ist nun Christian Drosten zu seinem Titel gekommen?

Kla.tv hat bereits in mehreren Videos die Die (geheimgehaltene) Akte Christian Drosten veröffentlicht:

„Unsere Dokumentation ‚Die (geheimgehaltene) Akte Christian Drosten‘ erreichte binnen weniger als 72 Stunden weit über 900.000 Zugriffe. Dies war nur möglich, weil die Menschen vom neuartigen Virus der Aufklärung und Weiterverbreitung infiziert wurden.“

Kla.tv listet auf:

„Die Akte Drosten“ Teil 1: Christian Drosten und seine Fehlprognosen

„Die Akte Drosten“ Teil 2: Christian Drosten und sein Doktortitel

„Die Akte Drosten“ Teil 3: Christian Drosten und sein PCR-Corona-Test

„Die Akte Drosten“ Teil 4: Christian Drosten und seine vielfältigen Verflechtungen

Siehe auch:

 

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[Gastartikel] Vom kleinen Mut

Vom kleinen Mut

Einige Gedanken, wie Wege zur Selbstermächtigung aussehen können


Ein Jahr der Angst liegt hinter uns. Ängsten unterlagen wir schon in den Jahrzehnten zuvor, aber welches Ausmaß diese im Jahr der “Corona-Pandemie” annahmen, ist bemerkenswert. Mit den Ängsten zog Irrationalität ein. Diejenigen welche den Mut besaßen, hinter die Kulissen der ausgerufenen Pandemie zu schauen, konnten damit zwar ihre Ängste vor dem “tödlichen Virus” überwinden, doch dafür zogen in die Herzen neue Ängste ein, die vor einer faschistoiden Dystopie. Doch geht die Angst immer mit schmalspurigem Denken und Agonie einher. Sie nimmt uns Denk- und Handlungsoptionen. Wie kommt man nun aus dieser Misere heraus?


 

Es gibt ein Symbol für diese Krise. Eine Krise die keinesfalls aufgrund eines neuartigen Virus ausbrach, sondern lange zuvor als schleichender Prozess Fahrt aufnahm — infolge eines gelebten Systems, an dem wir alle unseren Anteil haben. So trugen wir, wenn auch unsichtbar, bereits seit geraumer Zeit dieses Symbol. Denn wir blieben stumm, obwohl wir längst hätten aufstehen müssen. Aufstehen, um unsere eigene Rolle im System grundsätzlich zu überdenken — und zu ändern. Nun aber ist sie allerorten sichtbar, die Sprachlosigkeit — als Maske. Diese Maske tragen wir, weil wir nicht wirklich gelernt haben, frei zu denken. Die nur scheinbar bequeme, ja sichere Welt, in der “die da oben” mehr schlecht als recht für uns sorgten, wir hatten uns in ihr eingerichtet.

Doch inzwischen stellt sich längst die Frage: Wie sicher möchten wir es noch? Denn je sicherer wir leben möchten, desto weniger Ansprüche auf Freiheit stellen wir. Mit der Maske erleben wir nunmehr und im wahrsten Sinne des Wortes hautnah das grundlegende Gefühl von Unterwerfung, gleichbedeutend mit dem Ausblenden der Verantwortung für das eigene Leben. Wir werden geradezu mit dem Kopf auf die Frage gestoßen, ob wir mit einem unfreien Leben in einer vermeintlichen Sicherheit tatsächlich zufrieden sind, oder doch lieber in Freiheit das im Sinne des Wortes lebendige Leben anstreben — natürlich unvermeidlich mit all den Risiken, die Leben nun einmal mit sich bringt.

Ein Leben in Sicherheit wird uns versprochen — zum Preis diverser, zu erbringender Gegenleistungen, zum Beispiel jener, “die Regeln einzuhalten”. Wir müssen dafür nicht in Eigeninitiative tätig werden, sondern lediglich, gleich Humanoiden, Weisungen ausführen. Ein Leben in Freiheit lässt sich auf diese Art und Weise nicht erreichen. Freiheit bedarf unseres eigenen, selbstverantworteten und dabei sehr wohl empathischen Aufstehens. Freiheit wird uns nicht geschenkt, dafür müssen wir investieren — und zuvor unsere Ängste überwinden, die ja ständig nach Sicherheit schreien.

Eine Gesellschaft freier Menschen bedarf keiner Helden, aber sie bedarf in jedem Falle der Mutigen. Mut ist ein sehr persönlicher Akt und drückt sich bei jedem Menschen anders aus. In einem Großteil meiner Mitmenschen ist die Bereitschaft ins Handeln zu kommen, längst gereift. Doch wie kann man das konkret angehen? Wie könnten die ersten, zaghaften Schritte aussehen?

Wenn ich im weiteren von “uns” spreche, dann richte ich meine Worte vor allem an jene Menschen, die, gleich mir überzeugt davon sind, dass die Maßnahmen der nichtpharmazeutischen Intervention im Allgemeinen (1 bis 10) und die Verpflichtung eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen im Speziellen (11 bis 31), nicht nur sinnlos im Sinne einer Pandemiebekämpfung sind, sondern sogar unser aller Gesundheit nachhaltig gefährden.

Was die Ängstlichen von uns bekommen

Menschen, die an die Gefährlichkeit des “neuartigen Virus” zum Einen und an die Zweckmäßigkeit der damit begründeten Maßnahmen zum Anderen glauben, haben ein Recht darauf, die Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. In keiner Weise spreche ich diesen Menschen die Legitimität dessen ab, selbstverantwortlich zu tun, was diese im Sinne der Gesunderhaltung ihres Körpers für sich selbst gut und richtig befinden. Ganz bewusst verbiete ich mir jede Abwertung dieser Menschen als Persönlichkeiten, wie auch derer Handlungen. Ihre Ängste sind authentisch und subjektiv auch wahrhaftig.

Aber deren Ängste sind nicht die Meinen. Und das herausragende Angstsymbol der Gegenwart, die Maske, sie ist ungeheuer wirkmächtig als Reflexion einer gefühlten, beziehungsweise auferlegten existenziellen Bedrohung. Ohne die Maske würde der allgemeine Glaube an die Gegenwärtigkeit einer Pandemie sehr rasch verschwinden. Die ausgerufene Pandemie und die Maske rückkoppeln und halten das damit propagierte Feindbild des “tödlichen Virus” am Leben.

Wissen um die eigene Angst und dazu das Erwerben von Wissen zum Thema — gelebte Wissenschaft, die Wissen schafft — können uns selbstredend in die Lage versetzen, Ängste zu überwinden. Auch ist es so, dass wirklich überzeugte Maskenträger keinesfalls die Mehrheit in diesem Land repräsentieren — warum? Weil ansonsten Regierungen und Behörden auf die Mittel von Repression, Strafandrohungen und Ausgrenzung verzichten würden. Das aber tun diese nicht. Um jeden Preis soll die Masse der Bevölkerung das Verhalten der völlig Verängstigten annehmen.

So ich mich jedoch, wider besseren Wissens den Ängstlichen unterwerfe und einen zweifelhaft bequemen Weg des Mittragens der Masken gehe, pflege und bestätige ich die Hypnose und Hysterie bei den Ängstlichen.

“Seht, es machen doch alle, also muss es auch richtig sein!” ist ein ungeheuer starkes emotionales Motiv, um auch irrationale, dem Selbst schadende Handlungen weiterzuführen. Unsere Passivität füttert den Bestätigungsfehler der Verängstigten.

Doch es geschieht noch etwas: Wir lassen uns “nebenbei” nämlich zusätzlich neu konditionieren, ja programmieren. Diese Vorgänge sind sehr mächtig. Sie laufen in unserem Unbewussten ab und sind tiefgreifend und langwirkend. Da Emotionen primär fungieren, geraten wir in die Falle der Verstrickung und werden unmerklich aber stetig in die Phobie der Ängstlichen hineingezogen.

Irgendwann akzeptieren wir dadurch das im Grunde Absurde als “neue Normalität”. Der Konformitätsdruck auf Menschen, die ganz bewusst keine Masken tragen, wird durch dieses Verhalten also enorm verstärkt. Jeder von uns ist daher angesprochen, mehr Verantwortung für die eigene psychische Hygiene wahrzunehmen.

Was dringend Not tut in diesem Land, sind sehr viel mehr Bilder von Menschen, die KEINE Maske tragen. Und zwar durch jene Menschen, die sich mehr oder weniger darüber im Klaren sind, dass diese gesichtsverhüllenden Stofffetzen nicht nur völlig unnütz im Sinne einer Pandemiebekämpfung sondern sogar gesundheitsgefährdend sind.

Doch die Dinge sind einfacher gesagt als getan.

Maske runter in Nuancen

Wie gesagt bedarf der Drang nach Freiheit — aus meiner Sicht — keineswegs übertriebenen Heldentums. Helden werden oft zu Märtyrern. Dann auch noch diese tragischen Helden anzubeten, hindert uns sehr wirksam, selbst Mut zu zeigen. Den aber, den kleinen –, gegenüber uns selbst auch achtsamen Mut braucht es, statt selbstverachtendem Todesmut. Wir leben in sozialen Verbänden, wir bedürfen dieser, um zu überleben. Daher meine ich auch, dass Opportunismus, die Anpassung an Verhaltensstrukturen in einem gewissen Rahmen nicht nur akzeptabel sondern sogar hilfreich ist.

Solcherart Opportunismus hilft, Kommunikationskanäle aufrecht zu erhalten und sich in den eigenen psychischen und sozialen Möglichkeiten zu bewegen. Wenn wir konstruktiv handeln wollen, dann gilt das auch für unser Selbst und wir tun uns einen Bärendienst, wenn wir uns im eigenen Handeln überfordern und damit selbst zerstören. Überforderung kann dann rasch in Zynismus und Depression enden.

Wie schon betont, sehe ich das Verhalten zur Maskenpflicht als Schlüsselelement; deren Akzeptanz als Symbol der Unterwerfung mit dem Preis einer illusorischen Sicherheit. Jeder, der die Maske trägt, trägt auch zur Akzeptanz dieser Unterwerfung bei. Damit verbinde ich keine moralische Verurteilung der Maskentragenden, sondern weise lediglich auf die Konsequenzen eines solchen Handelns hin.

Aber kann das die Mehrheit von uns tun: ab morgen einfach die Maske nicht tragen (a1)? Ohne für andere sprechen zu wollen, lautet meine Antwort darauf: Eher nicht. Aber wir können uns auf einen Weg begeben, einen der unser Bewusstsein dafür schärft, was wir unbewusst tun. Da unser Bewusstsein immer zweiter Sieger nach dem Unterbewussten ist, können wir uns Krücken bedienen. Wir können uns also selbst konditionieren und dabei bestimmte Methoden von Manipulation, die wir durch die Propaganda der Herrschenden zur Genüge kennen, in positiver Art und Weise auf uns selbst anwenden.

Werden wir nun konkret. Weisen wir, bevor wir in unser “Projekt” einsteigen, unser Unbewusstes immer wieder durch selbstbestimmte Trigger darauf hin, welchen Weg es gehen mag. Geben wir uns ein Ziel und außerdem Werkzeuge, die uns helfen, sich immer wieder dieses Zieles zu erinnern. Wie könnte das im Falle einer Entscheidung “nicht Masken zu tragen” aussehen?

Zum Beispiel so, dass die Innenseite ihrer Wohnungstür (a2) Sie deutlich daran erinnert, was Sie für sich anstreben, für was Sie etwas Mut aufbringen müssen, was Sie allerdings durch die äußeren Umstände und die Priorität des Unterbewussten leicht vergessen können. Das kann ein mehr oder weniger großer und gern ausdrucksstarker, ja gar grafisch und formvollendeter Aushang sein, welcher die wichtige Botschaft enthält: “Maske runter” oder “Ich möchte keine Maske tragen” oder “Ich brauche frische Luft” oder etwas anderes, jedenfalls etwas das Sie stark wie auch positiv berührt.

Wichtig: Das ist kein innerer Befehl, keine Weisung dies Eins zu Eins umzusetzen, keine Aufforderung “da draußen” in einen Kampf zu gehen. Nein, es ist lediglich eine Sensibilisierung, eine Erinnerung an das Ich, was es für sich gut und richtig hält, weil es sich als konkrete Lebensvorstellung eben attraktiv anfühlt. Unser Unterbewusstes lernt durch Wiederholung empfangener Botschaften. Jedes Mal, wenn Sie die Wohnung verlassen oder der Nachbar klingelt, werden Sie auf Ihre ureigenen Wünschen und den “draußen” zu erwartenden Konflikt aufmerksam gemacht.

Das verhindert in einem ersten Schritt, dass Sie die Maske aus Gewohnheit nutzen, vergessen diese abzunehmen, obwohl das Tragen nicht einmal nach den vorgeschriebenen “Regeln” notwendig wäre. Das ist überhaupt keine Lappalie, denn es ist enorm wichtig, dass wir uns als Menschen im Alltag so oft wie nur möglich ohne Maske begegnen. Allein die durch ein simples Werkzeug gestützte Achtsamkeit, das, was wir als für uns gut anfühlen, auch im Rahmen der jeweils gegebenen Möglichkeiten aktiv zu leben, wird Ihr Selbstvertrauen stärken.

So banal einem das daherkommen mag, beginnt doch mit solchen “Kleinigkeiten” der Weg zur Selbstermächtigung. Das ist zugleich ein Weg aus der Ohnmacht, der Depression und Hilflosigkeit. Ja, es macht sogar Spaß, den Effekt dieser Selbstkonditionierung zu erleben und damit die Zwangskonditionierung, die von außen auf uns eindrischt, auszuhebeln. Das Erlebnis das Erfolges bewirkt noch etwas ganz anderes: Es macht Appetit auf mehr.

Grenzen erkennen — und ausreizen

Wie gesagt, ist uns nicht geholfen, wenn wir uns überschätzen und dadurch andere und uns selbst in Nöte bringen. Andererseits wollen wir uns ja eben nicht selbstreglementieren, mit dem bangen Blick auf das, was wir dürfen und das was nicht. Wir sind also angehalten, unsere individuellen Freiheitsgrade auszuloten. Wenn wir diesen Prozess in Angriff nehmen, werden wir Erfolge aber auch Rückschläge hinnehmen. Das braucht uns nicht entmutigen, sondern kann uns motivieren, kreativ zu bleiben.

Wieder auf die Masken bezogen, ist es ein gutes Mittel, so man die Ausgrenzung befürchtet, diese bewusst — sagen wir es einmal so — schlampig anzuwenden. Und nur dann wenn wir uns in die Enge getrieben fühlen, halten wir “die Regeln” ein. Also schön die Nase freihalten, damit wir frei atmen können. Manchmal rutscht das Teil “bedauerlicherweise” auch bis zum Kinn herunter. Aber bitte: Das kann doch jedem mal passieren, oder? An der ungefilterten Luft der Freiheit zu schnuppern, kann ruhig ein wenig Spaß machen.

Je mehr die Maske von der Norm abweicht, um so besser. FFP2-Masken belasten stärker als FFP1-Masken. Letztere sind diese hellblauen dünnen Masken, deren Zweck es eigentlich ist, Patienten mit großen, offenen Wunden bei Operationen vor Tröpfcheninfektionen durch Bakterien (und eben nicht Viren) zu schützen. Aber diese behindern die Atmung nicht so stark und die psychologisch abschreckende, stark vermummende Wirkung auf andere Menschen ist nicht so groß wie bei FFP2-Masken. Besser sind möglichst dünne Schals oder Tücher, die, so heruntergelassen, sofort ihre psychologische Wirkung einer Maske verlieren.

Wenn Sie den Weg ganz ohne Maske einmal probieren möchten — was beim ersten Mal einer echten Mutprobe gleichkommen mag — dann bereiten Sie sich auf diesen “Termin” vor. Stellen Sie sich auf Konflikte ein und bereiten sich innerlich darauf vor, freundlich und offen zu bleiben. Denken Sie an Ihr eigenes Lächeln. Wenn man die Angst in Ihrem Gesicht sieht, wird das reflektiert und fördert Aggressionen der Ängstlichen.

Seien wir uns im Klaren, dass Wissen (32 bis 36) immer hilfreich ist, aber erst dann zum Tragen kommt, wenn feindselige oder auch nur abweisende Emotionen des Gegenüber einem Mindestmaß an Offenheit und Vertrauen gewichen sind. Ob dies geschieht, hängt in hohem Maße davon ab, mit welchen Emotionen wir auftreten. Ob wir selbst Offenheit zu signalisieren in der Lage sind.

Machen Sie sich bei diesem Tun immer bewusst, dass Sie nichts Unrechtes tun, sich keinesfalls unsolidarisch verhalten und Ihr Recht auf Selbstbestimmung wahrnehmen. Ein Recht das sogar in der Verfassung verbrieft ist (was es nicht einmal benötigte). Lassen Sie für sich selbst nicht die Schuldgefühle gewinnen, die Ihnen einreden wollen, dass Sie die Gesundheit anderer gefährden würden. Dem ist nicht so, das wissen Sie. Und eben weil Sie es wissen, handeln Sie ja auch so.

Auch hier gilt das Prinzip der Selbstkonditionierung. Je mehr und je öfter Sie sich dieses Wissen, positiv und legitim zu handeln, bewusst machen, desto stärker wird es sich auch in Ihrem Unterbewussten verankern.

Es ist legitim und keine persönliche Niederlage, in einem Konfliktfall sich “hinter die Maske” zurückzuziehen. Dessen dürfen wir uns im Vorher bewusst sein, um die Demütigung und Unterwerfung nicht als solche zu erleiden. Somit sind wir auch in der Lage, das Geschehene zu rekapitulieren und die eigene Rolle in diesem kritisch hinterfragen. Wir lernen und gehen danach die nächsten Schritte auf dem Weg zur Selbstermächtigung, einem Weg der eh nie aufhört.

Suchen wir uns Verbündete. Gehen wir zu zweit, zu dritt oder zu viert in Behörden und Geschäfte. Dabei tragen zwei oder auch nur einer die Maske nicht. Damit steht der sich möglicherweise Angegriffene nicht allein, wenn es zu einer Eskalation kommt. Denken wir immer daran, dass die andere Seite in echter Not ist und wir über eine ganze Reihe von Möglichkeiten verfügen, das Ganze zu entkrampfen. Die Szenarien, die wir dabei üben, haben auf keinen Fall das Ziel, den Sieg über Angestellte, Polizisten oder Vertreter von Behörden davonzutragen. Es geht um uns selbst!

Nutzen wir schließlich den Kontakt, auch wenn er sich unangenehm anfühlt, um ins Gespräch zu kommen und die eigenen Sichten vorzutragen. Auch wenn das in der Situation selbst keinen gefühlten Erfolg zeitigt — und das dürfte der Normalfall sein —, so kommen unsere Worte sehr wohl an, und denken wir dabei daran, dass wir nicht die Einzigen sind, die einen solchen Weg gehen.

Üben bedeutet wiederholen und das selbst Geleistete offen zu überprüfen. Sie werden erfahren, dass die Anzahl der Erfolgserlebnisse höher ist, als die der Frustrierenden. Wenn es zu anstrengend wird, “setzen Sie aus”. Werden Sie sich des selbst Geleisteten bewusst und — ganz wichtig — seien Sie stolz auf sich. Stolz ist keine Arroganz, Stolz strahlt und nimmt ein.

Wenn all das aufgrund des sozialen Druckes zu stressig ist, dann tun Sie es auch nicht. Es ist Ihr gutes Recht. Aber verharren Sie nicht in Apathie. Dinge werden in erster Linie besser dadurch, dass SIE etwas bewegen.

Suchen Sie Mitstreiter, am besten solche aus der realen Welt. Die Vernetzung mit diesen ist tiefer und empathischer als jene über die sogenannten sozialen Medien. “Verlieren” Sie Flugblätter in öffentlichen Verkehrsmitteln welche — ohne Feindbilder zu pflegen — über den Sinn und Unsinn von “Alltagsmasken” aufklären. Packen Sie wenige aber kurze, einprägsame, klare und überprüfbare Botschaften in diese Schriften oder suchen Sie solche. Wir können in eine Zeit der Aufklärung hinüber wachsen, in der die Menschen über ihren Körper und seine Gesunderhaltung lernen, über Erreger, die Ursachen von Krankheiten und auch in breiter Front die Verantwortung über ihren Körper ergreifen.

Werden wir kreativ, verbünden uns und schauen nicht jeden Tag in den Medien nach, was wir an dem Tage gerade tun dürfen. Füttern wir nicht unseren Kopf mit vorgegebenem Herrschaftsdenken. Kosten wir so viel von der frischen, gesunderhaltenden Luft der Freiheit aus, wie wir nur können. Nehmen wir unser Leben in die eigenen Hände, statt es uns vorschreiben zu lassen. Nicht in Egoismus und Rücksichtslosigkeit sondern echter Empathie und Solidarität.

Bitte, liebe Leser, bleiben Sie auch weiterhin schön achtsam.


Anmerkungen und Quellen

(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen kann er gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden. Bei Verlinkungen auf weitere Artikel von Peds Ansichten finden Sie dort auch die externen Quellen, mit denen die Aussagen im aktuellen Text belegt werden. Letzte Bearbeitung: 15. Januar 2021

(a1) Sehr bewusst spreche ich vom “die Maske nicht tragen”, statt “die Maske verweigern”. Das erste ist nämlich eine freie Entscheidung für ein Verhalten und richtet sich eben NICHT nach dem von außen wirkenden Machtanspruch. “Die Maske verweigern” akzeptiert die Machtverhältnisse und verweigert lediglich den konkreten “Befehl”. Ein solches Denken und Handeln löst das Herrschaftsverhältnis im eigenen Kopf nicht auf — und dort muss diese Auflösung schließlich ja beginnen.

(a2) Erinnerungen an unser Unterbewusstes sind auch an exponierten Stellen im eigenen Auto oder am Arbeitsplatz gut aufgehoben. Jeder Mensch kann weitere, für sich sinnvolle Platzierungen entdecken.

(1) 22.04.2020; Chicago Tribune; Eric Lipton, Jennifer Steinhauer; How social distancing became the heart of the national playbook for responding to a pandemic is one of the untold stories of the coronavirus crisis; https://www.chicagotribune.com/coronavirus/ct-nw-nyt-social-distancing-coronavirus-20200422-fmn6ottz65gz7h2bo634be3f5u-story.html

(2) 16.06.2020; The Richmond Observer; Lindsay Marchello; “Socal distancing” becomes signatur phrase of pandemic; https://www.richmondobserver.com/national-news/item/8730-social-distancing-becomes-signature-phrase-of-pandemic.html

(3) Centers for Disease Control and Prevention (CDC) der USA; Nonpharmaceutical Interventions (NPIs); https://www.cdc.gov/nonpharmaceutical-interventions/; zuletzt abgerufen: 26.06.2020

(4) 2006; US Library of Medicine; Nonpharmaceutical Interventions for Pandemic Influenza, International Measures; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3291414/

(5) 2020-10-15; Ärzteblatt; Ravens-Sieberer, Ulrike; Otto, Christiane; Kaman, Anne und weitere; Psychische Gesundheit und Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen während der COVID-19-Pandemie – Ergebnisse der COPSY-Studie; https://www.aerzteblatt.de/archiv/216647

(6) 12.11.2020; Telepolis; Andreas von Westphalen; Shutdown, Reduzierung der Sozialkontakte und Einhalten der sozialen Distanz; https://www.heise.de/tp/features/Shutdown-Reduzierung-der-Sozialkontakte-und-Einhalten-der-sozialen-Distanz-4954334.html

(7) 12.01.2021; tk, Peter F. Mayer; Covid Lockdowns schaden und töten Millionen Kinder; https://tkp.at/2021/01/12/covid-lockdowns-schaden-und-toeten-millionen-kinder/; weiterführend: https://tkp.at/2021/01/11/stanford-studie-mit-top-medizin-wissenschaftler-ioannidis-zeigt-keinen-nutzen-von-lockdowns/; bezugnehmend auf die im Januar 2021 vorgelegte Studie eines Teams um Ioannidis: 05.01.2021; Wiley Online Library; Eran Bendavid, Christopher Oh, Jay Bhattacharya, John P.A. Ioannidis; Assessing Mandatory Stay‐at‐Home and Business Closure Effects on the Spread of COVID‐19; https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/eci.13484 bzw. https://doi.org/10.1111/eci.13484

(8) 12.11.2020; JAMA Network; Dimitri A. Christakis, Wil Van Cleve, Frederick J. Zimmerman; Estimation of US Children’s Educational Attainment and Years of Life Lost Associated With Primary School Closures During the Coronavirus Disease 2019 Pandemic; https://jamanetwork.com/journals/jamanetworkopen/fullarticle/2772834

(9) 04.01.2021; MedRxiv; Kasper Planeta Kepp, Christian Bjørnskov; Lockdown Effects on Sars-CoV-2 Transmission – The evidence from Northern Jutland; https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.12.28.20248936v1

(10) 13.01.2021; American Institut for Economy Research (AIER); Amelia Janaskie, Micha Gartz ; What They Said about Lockdowns before 2020; https://www.aier.org/article/what-they-said-about-lockdowns-before-2020/

(11) 06.06.2020; Off-Guardian; Coronavirus Fact-Check #6: Does wearing a mask do anything?; https://off-guardian.org/2020/06/06/coronavirus-fact-check-6-does-wearing-a-mask-do-anything/

(12) 02.09.2020; NDR; Forschergruppe sieht offene Fragen zur Maskenpflicht; https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/coronavirus/Forschergruppe-sieht-offene-Fragen-zur-Maskenpflicht-,coronadebatte100.html

(13) 29.02.2020; Bionity (Quelle: RKI, WHO); Coronavirus: Was kann Mundschutz leisten und was nicht?; https://www.bionity.com/de/news/1165116/coronavirus-was-kann-mundschutz-leisten-und-was-nicht.html?pk_campaign=ca0264&WT.mc_id=ca0264

(14) 05.04.2020; Pietro Vernazza; Atemschutzmasken für alle — Medienhype oder unverzichtbar?; https://infekt.ch/2020/04/atemschutzmasken-fuer-alle-medienhype-oder-unverzichtbar/

(15) 06.08.2020; Foundation for Economic Education; Jon Militmore; Europe’s Top Health Officials Say Masks Aren’t Helpful in Beating COVID-19; https://fee.org/articles/europes-top-health-officials-say-masks-arent-helpful-in-beating-covid-19/

(16) 16.09.2020; nau.ch; Miguel Pereiro; Pendler-Masken sind voll mit Bakterien und Pilzen; https://www.nau.ch/news/schweiz/pendler-masken-sind-voll-mit-bakterien-und-pilzen-65783064

(17) 26.08.2020; AIER; Stephen C. Miller; Lockdowns and Masks Mandates Do Not Lead to Reduced COVID Tranmission Rates or Deaths, New Study Suggests; https://www.aier.org/article/lockdowns-and-mask-mandates-do-not-lead-to-reduced-covid-transmission-rates-or-deaths-new-study-suggests/; siehe auch: https://www.nber.org/papers/w27719.pdf

(18) 18.08.2020; Thieme Krankenhaushygiene; Ines Kappstein; Mund-Nasen-Schutz in der Öffentlichkeit: Keine Hinweise für eine Wirksamkeit; https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/html/10.1055/a-1174-6591

(19) 2020; Meta-Studie; Masks Are Neither Effective Nor Safe: A Summary Of TheScience; https://universaloctopus.com/wp-content/uploads/2020/07/masks-not-effective-or-safe…..pdf; siehe Quellennachweis im Anhang

(20) 25.08.2020; Corona Transition; Maskenpflicht brachte in Österreich keinerlei messbaren Nutzen; https://corona-transition.org/maskenpflicht-brachte-in-osterreich-keinerlei-messbaren-nutzen

(21) 09.09.2020; Sachverständiger beweist live: CO2-Werte unter Masken gesundheitsschädlich; https://www.wochenblick.at/sachverstaendiger-beweist-live-co2-werte-unter-masken-gesundheitsschaedlich/

(22) 27.09.2020; Epoch Times; Sonja Ozimek; Neurologin kritisiert Maskenpflicht und Abstandsregeln: “Menschenverachtend und kriminell”; https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/neurologin-margareta-griesz-brisson-kritisiert-maskenpflicht-kindern-und-jugendlichen-den-sauerstoff-zu-rauben-ist-kriminell-a3344105.html

(23) 13.08.2020; Deutsche Apothekerzeitung; Markus Veit; Hauptsache Maske?!; https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2020/daz-33-2020/hauptsache-maske

(24) 01.09.2020; The European; Stefan Groß-Lobkowicz; Schweden: Masken sind nicht wirksam genug, um einen Masseneinsatz zu rechtfertigen; https://www.theeuropean.de/stefan-gross/coronavirus-schweden-widersetzt-sich-dem-pandemie-trend/

(25) https://leibniz-psychology.org/institut/ueber-uns/; Juli 2020; PsychArchives; Daniela Prousa; Studie zu psychologischen und psychovegetativen Beschwerden durch die aktuellen Mund-Nasenschutz-Verordnungen in Deutschland; Abstract: https://www.psycharchives.org/handle/20.500.12034/2751; Studie: https://www.psycharchives.org/bitstream/20.500.12034/2751/1/Studie_PsychBeschwerdenMasken_DP.pdf; Leibnitz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID); siehe auch: 29.07.2020; Corona Transition; Der Maskenzwang ist verantwortlich für schwere psychische Schäden und die Schwächung des Immunsystems; Bundeskanzlerin Angela Merkel muss über die Studien informiert gewesen sein; https://corona-transition.org/der-maskenzwang-ist-verantwortlich-fur-schwere-psychische-schaden-und-die

(26) 07.08.2020; Rundblick Unna.de; Ärzte und Sozialarbeiter gegen Maske für Kinder — Juristischer Weg nicht ausgeschlossen; https://www.rundblick-unna.de/2020/08/07/aerzte-und-sozialarbeiter-gegen-maske-im-unterricht-juristischer-weg-nicht-ausgeschlossen/

(27) September 2020; MWGFD; Stoppt die Maskenpflicht an Schulen; Aufruf von Dr. Ronald Weikl an Eltern und Lehrer; Auruf https://youtu.be/hJlIkZszI7k

(28) 18.11.2020; ACP Journals; Henning Bundgaard, Johan Skov Bundgaard, Daniel Emil Tadeusz Raaschou-Pedersen und weitere; ACP Journals; Effectiveness of Adding a Mask Recommendation to Other Public Health Measures to Prevent SARS-CoV-2 Infection in Danish Mask Wearers, A Randomized Controlled Trial; https://www.acpjournals.org/doi/10.7326/M20-6817

(29) 23.07.2020; CEBM, Universität Oxford; Tom Jefferson, Carl Heneghan; Masking lack of evidence with politics; https://www.cebm.net/covid-19/masking-lack-of-evidence-with-politics/

(30) 15.12.2021; SWPRS; Are Face Masks Effective? The Evidence.; https://swprs.org/covid-masks-review/

(31) 07.10.2020; Pflege Prisma; Achtung: Maskentragen kann tödlich sein!; https://pflege-prisma.de/2020/10/07/maskentragen-kann-toedlich-sein/

(32) 2018; GMB; Rolf Schwarz; Ansteckung — ja oder nein? — Die Infektionstheorie auf dem Prüfstand; https://www.gesundheitmitbestimmen.ch/ansteckung-ja-oder-nein-die-infektionstheorie-auf-dem-pruefstand

(33) 25.03.2020; Arno Widmann; Viren und Bakterien: Wir sind ein Teil von ihnen; https://www.fr.de/kultur/gesellschaft/viren-bakterien-sind-teil-ihnen-13604619.html; siehe auch: Frank Ryan; Virolution; https://www.thethirdwayofevolution.com/people/view/frank-p.-ryan

(34) 15.01.2016; Florian Rötzer; Der Mensch: 30 Billionen Zellen und 39 Billionen Bakterien https://www.heise.de/tp/features/Der-Mensch-30-Billionen-Zellen-und-39-Billionen-Bakterien-3377757.html

(35) 30.05.2015; Ingo Knopf; Wie viele Mikroben leben in deinem Körper?; https://www.science.lu/de/die-bewohner-des-koerpers/wie-viele-mikroben-leben-deinem-koerper

(36) 26.11.2016; Hildegard Kaulen; Mit schlechten Absichten und gutem Karma; https://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin-ernaehrung/der-nutzen-von-viren-im-menschlichen-koerper-14528200.html

(Titelbild) Meer, Junge, Kind, Mut; Autor: Miriamichelle (Pixabay); 01.06.2016; https://pixabay.com/de/photos/strand-person-menschen-kinder-1451785/; Lizenz: Pixabay License

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WHO warnt vor Fehlaussagen aufgrund PCR-Test

WHO hat ihre Leitlinien für die Diagnose von COVID-19-Erkrankungen durch PCR-Tests geändert. Sind die Testergebnisse unklar, sollte eine neue Probe entnommen und analysiert werden.

WHO-Richtlinie zu PCR-Tests vom 20.01.2021

PCR-TestDie WHO änderte ihre Richtlinien für die Nutzung von PCR-Tests zum Nachweis von SARS-CoV-2-Erregern. Diese Richtlinien sind datiert vom 13. Januar 2021 – wurden aber erst 7 Tage später, am 20. Januar, veröffentlicht. Das war der Tag der Vereidigung des neuen US-Präsidenten Joe Biden. Ein Schelm, wer Arges dabei denkt.  😉

„WHO guidance Diagnostic testing for SARS-CoV-2 states that careful interpretation of weak positive results is needed (1). The cycle threshold (Ct) needed to detect virus is inversely proportional to the patient’s viral load.“

„Die WHO-Leitlinie Diagnostische Tests für SARS-CoV-2 besagt, dass eine sorgfältige Interpretation von schwach positiven Ergebnissen erforderlich ist (1). Die für den Virusnachweis erforderliche Zyklusschwelle (Ct) ist umgekehrt proportional zur Viruslast des Patienten.“

Mit anderen Worten: Je weniger „Viruslast“ die Getesten aufweisen, umso mehr Laborzyklen sind nötig, um doch noch einen Positiv-Fall zu erhalten. Auf diesen Sachverhalt hatte beispielsweise auch der ehemalige wissenschaftliche Chefberater des Pharmakonzerns Pfizer, Michael Yeadon, in einem Interview mit der britische Journalistin Anna Brees verwiesen:

„Hinzu kommt, so Yeadon, dass ‚das Testen von Gesunden schlichtweg hirnverbrannt ist‘. Praktisch niemand, der asymptomatisch ist, trägt das lebende Virus in sich, aber wenn man beim Test die Schwelle von 30 Zyklen überschreitet, was eine 30-fache Verstärkung der viralen RNA bedeutet, bekommt man am Ende einen positiven Test, selbst wenn das Virus inaktiv und nicht ansteckend ist.“

Michael Yeadon – der Pharma-Insider

Was empfiehlt die WHO bei einem positiven PCR-Testergebnis?

Sollte ein PCR-Test ein positives Testergebnis ergeben, obwohl keine anderen Symptome vorliegen, empfiehlt die WHO in ihrer Richtlinie:

„Where test results do not correspond with the clinical presentation, a new specimen should be taken and retested using the same or different NAT technology.“

„Wenn die Testergebnisse nicht mit dem klinischen Bild übereinstimmen, sollte eine neue Probe entnommen und mit der gleichen oder einer anderen NAT-Technologie erneut getestet werden.“

Auf dem Portal sciencefiles.org wird das so interpretiert:

„Im Wesentlichen bedeutet dies, dass ein PCR-Text nach Ansicht der WHO nutzlos ist, wenn ein Getesteter KEINE Symptome zeigt. Da die Mehrzahl derjenigen, die auf SARS-CoV-2 getestet werden, asymptomatisch sind, also keine Symptome zeigen, kann man sich das ungefähre Ausmaß der Täuschung, des Betrugs, des Messfehlers vorstellen.“

Em Ende der WHO-Richtlinie heißt es schließlich:

„Most PCR assays are indicated as an aid for diagnosis, therefore, health care providers must consider any result in combination with timing of sampling, specimen type, assay specifics, clinical observations, patient history, confirmed status of any contacts, and epidemiological information.“

„Die meisten PCR-Assays sind als Hilfsmittel für die Diagnose indiziert, daher müssen Gesundheitsdienstleister jedes Ergebnis in Kombination mit dem Zeitpunkt der Probenentnahme, dem Probentyp, den Assay-Spezifika, klinischen Beobachtungen, der Patientenanamnese, dem bestätigten Status aller Kontakte und epidemiologischen Informationen berücksichtigen.“

Genau das erfolgte bisher so gut wie bei keinem PCR-Test. Darauf haben mehrfach Kritiker verwiesen.

PCR-Testverfahren hat zehn schwerwiegende Fehler

Welche Schlüsse werden die verantwortlichen Politiker aus der WHO-Richtlinie ziehen?

Wird diese neue WHO-Richtlinie dazu beitragen, dass zumindest die Politiker endlich die Realität außerhalb ihrer Blase anerkennen?

Vorläufig wohl nicht, denn der Lockdown ist – wie die Kanzlerin klar auf der Bundespressekonferenz am 21.01.2021 bestätigte – eine politische Entscheidung:

„Es gibt in dem ganzen auch politische Grundentscheidungen, die haben mit Wissenschaft nichts zu tun.“

Boris Reitschuster befragte auf der Bundespressekonferenz auch Christian Drosten nach den Folgerungen aus der WHO-Richtlinie:

„Faszinierend fand ich die Reaktion von Drosten auf meine Frage nach den Warnungen der WHO zum PCR-Test, über die ich heute hier berichtete. Er ging inhaltlich nicht darauf ein und sagte, die entsprechende Notiz der WHO sei nur für Länder, in denen das Laborniveau nicht ausreichend sei. Dort stehe nur drin, man solle die Bedienungsanleitung lesen. Die konkrete Antwort finden Sie ebenso im Video oder etwas später hier nachgetragen.“

Auf dem Portal sciencefiles.org wird eher befürchtet, dass die verantwortlichen Politiker die WHO-Richtlinie als Chance nutzen könnten, um ihre Pandemie-Politik als Erfolg darzustellen:

„Wenn man diese neue Information der WHO an sich vorüberziehen lässt und in Rechnung stellt, dass die wenigsten Testlabors für eine Probe, zu deren positiver Bestimmung mehr als 30 bis 35 Zyklen notwendig waren, die geforderten Informationen zusammentragen und in die Interpretation des Testergebnisses einfließen lassen werden, dann kann man nicht anders als festzustellen, dass die Wahrscheinlichkeit dafür, dass wir nach Strich und Faden betrogen, an der Nase herumgeführt werden, dass von interessierten Kreisen eine Pandemie inszeniert wird, nicht gerade gering ist.

Wenn die Fallzahlen in den nächsten Wochen rasant fallen und die Polit-Darsteller Schlange stehen, um sich dafür loben zu lassen, dass sie SARS-CoV-2 unter Zerstörung der privaten Wirtschaft so erfolgreich bekämpft haben, lassen Sie sich nicht täuschen. Die Wahrscheinlichkeit, dass der demnächst einsetzende Rückgang der positiv Getesteten auf WHO Information Notice for IVD Users 2020/05, die am 20. Januar 2021 konkretisiert wurde, zurückgeht, ist sehr hoch.“

Fazit: Die Mehrheit der Bürger wird sich wohl kaum intensiv mit der WHO-Richtlinie und deren Konsequenzen auseinandersetzen. Aber vielleicht fragen sie sich zumindest, inwieweit sie den „Infektionsfällen“ und dem darauf gestützten Heilsversprechen einer Impfung trauen können.

„Die Vorstellung, dass man einen Impfstoff gegen diesen Erreger entwickelt, ist geradezu laienhaft, dass es wehtut.“ (Prof. Dr. Sucharit Bhakdi)

Corona-Impfung

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Psychologen in unserer Gesellschaft

Ich rebelliere, also bin ich!

Die Psychologen dieser Tage helfen ihren Klienten meist, sich mit den Verhältnissen abzufinden — es käme aber darauf an, sie umzustoßen.

von Rudolf Hänsel

Der Mensch vermag es nur dann, sich zu seiner vollen Größe aufzurichten, wenn er sich den Anordnungen der Macht nicht beugt, sondern kraft seiner inneren Befreiung dagegen aufbegehrt. Zahlreiche Psychologen dieser Tage — aber auch schon vor der Corona-Krise — verhalfen den Menschen eben nicht zu einer solchen Befreiung, sondern lehrten sie in der „Kunst“, sich den Umständen so zu fügen, ohne dabei allzu großen — inneren — Schaden zu erleiden. Dies ist nicht der Weg der Befreiung. Die innere wie äußere Befreiung gelingt, indem der Mensch sich seiner selbst, seines Wertes bewusst wird und sich mit gesunder Empörung zur Wehr setzt.

„Wirklich, ich lebe in finsteren Zeiten! Das arglose Wort ist töricht. (…) Der Lachende hat die furchtbare Nachricht nur noch nicht empfangen.“

So beginnt Bertolt Brechts Gedicht „An die Nachgeborenen“, veröffentlicht im Juni 1939. Es ist einer der wichtigsten Texte der deutschen Exilliteratur. Drei Generationen später leben wir wieder in finsteren Zeiten. Die meisten Bürger fühlen instinktiv, dass „etwas faul ist im Staate Dänemark“ und die „Zeit aus den Fugen ist“ (Shakespeare). Autoritätshörigkeit und geistiger Gehorsamsreflex hindern sie jedoch daran, den dreisten Lügen von Politikern, Wissenschaftlern und Massenmedien zu misstrauen und Nein zu sagen. Mit diesem Verhalten stabilisieren sie das totalitäre System. Die Wissenschaft hat die Aufgabe, den Menschen zur Erkenntnis zu führen.

Die Tiefenpsychologie zum Beispiel hat herausgefunden, was den Menschen daran hindert, sich seines gesunden Menschenverstands zu bedienen, anstatt Politikern die Macht zu übergeben. Der hellsichtig gewordene freie Bürger wird nicht mehr gehorchen: Er wird sich gegen die verfassungswidrigen Corona-Maßnahmen der Regierungen als Ausfluss der Neuen Weltordnung auflehnen und sich dem Geist der Revolte verschreiben. Sein höchstes Ziel ist die Verwirklichung der Freiheit aller Menschen. In diesem Akt der Empörung findet er zu sich selbst: Ich empöre mich, also bin ich!

Die Wissenschaft hat den Menschen zur Erkenntnis zu führen

Die menschliche Gemeinschaft erwartet von der Wissenschaft zu Recht, dass sie die Not der Menschen lindert und dem Schutz des Lebens dient. Aber es gibt kaum noch unabhängige Wissenschaftler, sondern nur mehr Akademiker (mit Universitäts- oder Hochschulausbildung), die kuschen. Immer mehr Wissenschaftler verhökern ihr Wissen und Können und oft auch ihre Seele dem militärisch-industriellen-medialen Komplex und Big Money. Sie entfernen sich sogar so weit von ihrem Menschsein, dass sie die Mittel für die allgemeine Vernichtung der Menschheit vervollkommnen helfen.

Das trifft auch auf Psychologen, Psychotherapeuten und Psychiater zu, die das Leben der Menschen sehr bereichern könnten. Dass die Wissenschaft der Psychologie in unseren Breitengraden immer noch sehr unterschätzt wird, liegt zum großen Teil daran, dass viele deutsche Psychologen jüdischen Glaubens während der Zeit des Faschismus ins US-amerikanische Exil gehen mussten. Die Psychologie wird aber auch deshalb argwöhnisch beäugt, weil viele ihrer Vertreter zwar bemüht sind, einzelnen Menschen zu helfen, aber für die Erhaltung des Systems sind. Sie wollen, dass sich der ratsuchende Mensch in der Gesellschaft zurechtfindet, dass er ein guter und braver Staatsbürger ist.

Im Krieg spannt der Staat die Psychologen ein, damit der Soldat bei der Stange bleibt und nicht davonläuft. Und wenn dessen Gemüt auf dem Schlachtfeld erkrankt, dann wird er im Heimaturlaub vom Psychologen aufgefangen und wieder präpariert, damit er weiterhin unter Einsatz seines Lebens das Vaterland verteidigt.

Heutzutage erteilen Psychologen Jungen wie Alten zweifelhafte Ratschläge, wie sie ihre Ängste, Depressionen und Verzweiflungsanfälle aufgrund der politisch verordneten Corona-Maßnahmen einigermaßen heil überstehen können. Der Verrat der eigenen Berufsethik stößt die Menschheit ins Elend (1).

Welche Freude hingegen, wenn man erfährt, dass ein Richter in Deutschland wegen der von Bund und Ländern verhängten einschneidenden Corona-Maßnahmen bereits im Dezember 2020 eine 190 Seiten lange Verfassungsbeschwerde beim obersten Gericht eingereicht hat, weil es höchste Zeit sei, „unsere freiheitlich-demokratische Rechtsordnung wieder zu stabilisieren“ (2). Oder dass ein Tübinger Professor die deutsche Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz, eine Schwesterorganisation der Nationalen Akademie der Wissenschaften „Leopoldina“, die die deutsche Bundesregierung berät, verlässt. Seine Austrittsbegründung lautet:

„Ich möchte einer Wissenschaft dienen, die einer faktenbasierten Aufrichtigkeit, einer ausgewogenen Transparenz und einer umfassenden Menschlichkeit verpflichtet ist“ (3).

Zuerst kommt das Gefühl, dann die Tat!

Es ist sehr schwer, einen Menschen direkt für eine humane, friedliche und freiheitliche Gesellschaft in Bewegung zu setzen. Unbewusste Ängste und innerpsychische Blockaden hindern ihn daran, rational zu denken. Wenn er sich dessen mithilfe eines erfahrenen und mitfühlenden Psychologen oder Psychotherapeuten bewusst wird, kann er beginnen, „den Geist frei zu haben und alle Ängstlichkeit abzuwerfen“ (Rabelais).

Dieser Mensch kann dem anderen zuhören, wenn er neue Informationen bekommt und man ihn aufmerksam macht. Er kann sich dann auch seine eigenen Gedanken machen und anfangen, sich zu ändern, zur Tat zu schreiten. Dazu muss aber sein tiefes seelisches Empfinden, sein Gefühlsleben angesprochen werden. Die Erkenntnis der wissenschaftlichen Tiefenpsychologie lautet:

Zuerst kommt das Gefühl, dann die Tat! Aus diesem Grund ist es kontraproduktiv und verletzend, ängstliche und gehorsame Mitbürger als „Vollidioten“ oder „Duckmäuser“ zu diskriminieren. Eine solche Bewertung zeugt davon, dass man ihre tieferen Beweggründe nicht kennt.

Deshalb müssen alle denkbaren Beweggründe für den Gehorsam und das ängstliche Schweigen erforscht werden — insbesondere die autoritäre und religiöse Erziehung in Elternhaus und Schule sowie der Einfluss der Gesellschaft (4).

Oft sind es ganz persönliche Schilderungen Betroffener, die den Menschen im tiefsten Inneren ansprechen, aufwühlen und zum Nachdenken anregen. Ein positives Beispiel ist die herzzerreißende Geschichte des Kollegen Peter König, die am 27. Dezember 2020 in der kanadischen Online-Plattform „Global Research“ veröffentlicht wurde: „Death by Ventilator — A Personal Story — for the World to Know“ (5).

Ich empöre mich, also bin ich!

Der hellsichtig gewordene, zum Bewusstsein seiner selbst gelangte Mensch, der sich als Herr seines Schicksals weiß, kann eigentlich nichts anderes tun, als sich gegen die Bedingungen der gegenwärtigen Sozialordnung aufzulehnen, sich dem Geiste der Revolte zu verschreiben. Die ihm entsprechende Lebensform ist die der permanenten Empörung.

1952 veröffentlichte der französische Schriftsteller, Philosoph, Religionskritiker und Literatur-Nobelpreisträgers Albert Camus (1913 bis 1960) das Buch „L’homme révolté“ (Der Mensch in der Revolte). Camus‘ Denken kulminiert in der Aufforderung zur Revolte im Sinne eines unablässigen Kampfes um ein höheres Maß von Freiheit.

Die Absurdität der Welt zur Kenntnis zu nehmen heiße, sich gegen sie auflehnen. In diesem Akt der Empörung fände der Mensch zu sich selbst — in Abwandlung der Formel von Descartes: Ich empöre mich, also bin ich!

Dieser Mensch wolle weder irdische Verheißungen noch Vertröstungen auf das Jenseits. Die Ankündigung eines zukünftigen Gottesreiches auf Erden oder im Himmel sei ihm gleichgültig. In beiden Fällen müsse man warten, und während dieser Zeit höre der Unschuldige nicht auf zu sterben. Die Arbeitermassen, müde geworden des Leidens und des Sterbens, seien Menschen ohne Gott. Der Platz des Menschen in der Revolte sei an ihrer Seite.

Für den freien Menschen und seine Auflehnung im Namen von Menschenrecht und Menschenwürde gebe es kein höheres Ziel als die Verwirklichung der Freiheit aller — und zwar sofort und nicht über den „Umweg“ einer Diktatur, wie es der Revolutionär fordere.


Quellen und Anmerkungen:

(1) http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=27182&css; https://www.globalresearch.ca/cook-sweetens-meal-arsenic-charched-attempt-murder/5732124
(2) https://de.rt.com/inland/111310-richter-erhebt-verfassungsbeschwerde-gegen-corona/
(3) https://de.rt.com/inland/111305-aus-protest-gegen-lockdown-politik-tuebinger-professor-verlaesst-akademie-der-wissenschaften/
(4) (Link defekt, alternativ: Einleitung; Teil I (Pflege und Verstärkung der Gemeinschaftsgefühle statt Gewalt und Machtgier) und Zwischenbilanz; Teil II (Gesunder Menschenverstand statt Autoritätshörigkeit und magische Weltanschauung) und Ausblick – T.S.); http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=27120&css
(5) https://www.globalresearch.ca/covid-death-by-ventilator-a-personal-story-for-the-world-to-know/5733068


Dieser Beitrag erschien zuerst auf Rubikon am 14.01.2021 und ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.

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Querdenker – was ist das?

Querdenker – was ist das? Kurzer Rückblick, wie ein progressiv belegter Begriff medial zum Schimpfwort umprogrammiert wurde.

Querdenker – Martenstein erinnert sich

Aus der Kolumne von Harald Martenstein über Zustimmung im Internet, ndr-kultur.de, 03.12.2020

Harald Martenstein

Harald Martenstein – Fotoquelle: ndr-kultur.de

„Manchmal denke ich, es ist ein Volkserziehungsprogramm. Sie möchten, dass man sich dran gewöhnt allem zuzustimmen. ‚Einverstanden‘ ist mein Wort des Jahres.

Kinder, wisst ihr, aus welcher Epoche ich komme?

Alles haben wir als junge Bubis abgelehnt. Alles. Es ist schwierig für Typen wie mich, sich aufs Dauerjasagen umzustellen.

Denn. Am Anfang meines Kolumlistenlebens habe ich mal was Ironisches über das
karrierefördernde Wort ‚Querdenker‘ geschrieben. Jeder, wirklich jeder wollte damals ein Querdenker sein: Walter Jens, Franz Alt, Heiner Geißler, Hoimar von Ditfurt.

Querdenker war ein Männerberuf. Wie Hufschmied.

Für Frauen wurde eher das Adjektiv „streitbar“ verwendet. Streitbare Theologinnen waren ein Massenprodukt wie der VW-Käfer.

Zur Belohnung fürs Querdenken und streitbar sein gab es in der Regel eine Professur, oder eine Fernsehsendung, oder beides. Wer heute eine Professur will, denkt besser schnurgerade.

Insgesamt hat das Q-Wort, wegen der Corona-Demos, eine mediale Umwertung erfahren. Als Nachfolger der fast ausgestorbenen ersten Querdenkergeneration kommen heute im Fernsehen queere Menschen zum Einsatz.

Es gab mal beim STERN die Aktion ‚Ich habe abgetrieben‘. Lauter Geständnisse. Wie wär es denn mal mit einer Aktion ‚Ich war streitbar‘?

Hin und wieder sehne ich mich nach Talkshows, in denen die Konflikte dieser Gesellschaft knallhart ausgetragen werden. Rechts gegen links oder Alice Schwarzer gegen Verona Feldbusch. Das gab es ja mal.

Kürzlich traf ich jemanden, der wie ich im Fernsehen bei Dieter Nuhr aufgetreten ist, einer Endmoräne des Querdenkens. Dieser Gast kriegt Druck im Netz. er soll nie mehr zu Nuhr gehen, soll geradeaus denken.

Ich dachte: Wie unglaublich liberal ist doch dieses Land – sagen wir mal 1980 gewesen.“

Zum Verständnis für Jüngere und Ältere, die sich nicht mehr erinnern:

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Unbequeme Enthüllungen über Pharmaforschung

Unbequeme Enthüllungen

Wer in der Pharmaforschung die Wahrheit sagt, braucht ein verdammt schnelles Pferd. Exklusivabdruck aus „Die Pest der Korruption“.

von Kent Heckenlively, Judy Mikovits

Judy Mikovits forschte über das Chronische Erschöpfungssyndrom. Diese Krankheit wurde häufig als Überempfindlichkeit einiger nicht leistungsfähiger Patientinnen abgetan. Die renommierte Wissenschaftlerin fand jedoch eine andere Erklärung — und die erwies sich als ziemlich unangenehm für einige Pharmaunternehmen: Ursache des Syndroms war offenbar ein Retrovirus, das über kontaminierte Impfstoffe auf den Menschen übergesprungen war. Sobald Mikovits das publik machte, wurde sie Opfer einer beispiellosen Hexenjagd. Das Buch „Die Pest der Korruption“, das sie zusammen mit Kent Heckenlively schrieb, wurde von Robert F. Kennedy Jr. eingeleitet. Wir veröffentlichen einen Teil des Vorworts sowie zwei Auszüge aus dem Hauptteil des Buchs.

Auszüge aus dem Vorwort von Robert F. Kennedy Jr.

Welchen Maßstab man auch immer anlegt, Dr. Judy Mikovits gehört zu den fähigsten Wissenschaftlern ihrer Generation. Mit einem Abschluss als Bachelor of Arts (BA) in Chemie von der University of Virginia betrat sie am 10. Juni 1980 als Proteinchemikerin am National Cancer Institute (NCI) die Welt der Wissenschaft. … Die Qualität ihrer Arbeit und ihre zuverlässigen Geistesblitze beförderten sie bald an die Spitze der von Männern dominierten Welt der wissenschaftlichen Forschung. …

2009 war Mikovits in der akademischen Welt angekommen. Zusammen mit Ruscetti, der weiterhin am National Cancer Institute (NCI) arbeitete, leitete sie ein Team, das einen starken Zusammenhang zwischen einem bislang unbekannten Retrovirus und Myalgischer Enzephalomyelitis entdeckte. Diese Erkrankung ist allgemein bekannt als Chronisches Erschöpfungssyndrom (ME/CFS) (Chronic Fatigue Syndrome/Myalgic Encephalomyelitis — ME/CFS). Wie vorherzusehen war, stand das Retrovirus auch im direkten Zusammenhang mit bestimmten Arten von Blutkrebs. …

Die Medizin ist dem Chronischen Erschöpfungssyndrom, das vorwiegend Frauen betrifft, mit bösem Misstrauen begegnet, seitdem es Mitte der 1980er-Jahre in Erscheinung trat. Das medizinische Establishment verspottete ME/CFS als „Yuppie-Grippe“ und schrieb es der psychologischen Zerbrechlichkeit von Karrierefrauen zu, die in Unternehmenskulturen unter hohem Druck ihre Karrieren verfolgten. Mikovits fand bei etwa 67 Prozent der vom Chronischen Erschöpfungssyndrom betroffenen Frauen und bei knapp 4 Prozent der gesunden Kontrollpersonen Belege für das Retrovirus.

Am 8. Oktober 2009 veröffentlichten Mikovits und Ruscetti ihre explosiven Forschungsergebnisse in der Fachzeitschrift Science. Sie beschrieben die erste Isolation des kürzlich entdeckten Retrovirus XMRV und seinen Zusammenhang mit ME/CFS. Ihre Enthüllung über ME/CFS löste unmittelbar wütende Reaktionen von neidischen, mächtigen Krebszentren aus, die sich stur jeder Wissenschaft widersetzten, die Krebs und neuroimmunologische Krankheiten mit Viren in Zusammenhang brachte.

Die Angriffe wurden noch unerbittlicher, als Mikovits‘ spätere Forschung den Schluss nahelegte, dass das neue Retrovirus, das man ursprünglich in Mäusen gefunden hatte, auf irgendeine Weise über kontaminierte Impfstoffe auf den Menschen übergesprungen war.

Mikovits‘ Belege drohten für die pharmazeutischen Unternehmen der Welt wegen ihrer nachlässigen Verwendung von tierischen Zellkulturen zur Produktion von Impfstoffen und anderen pharmazeutischen Produkten zu einer finanziellen Katastrophe zu werden. Ihre Forschungsergebnisse gefährdeten Milliarden von Dollar an Einnahmen aus einer ganzen Arzneimittelgruppe, die als Biologika bezeichnet wird und von tierischem Gewebe und entsprechenden Produkten abhängig ist. …

Gierige Konzerne und käufliche Regierungsbehörden haben sich immer wieder als willfährig gezeigt, die Wissenschaft zu verdrehen, zu verzerren, zu verfälschen, Informationen zu verheimlichen und eine offene Debatte zu zensieren, um persönliche Macht und die Profite der Konzerne zu schützen.

Zensur ist der Todfeind sowohl der Demokratie als auch der öffentlichen Gesundheit.

Wenn wir unsere Demokratie weiter genießen und unsere Kinder vor den Kräften schützen wollen, die die Menschheit zur Ware zu machen versuchen, dann brauchen wir mutige Wissenschaftler wie Judy Mikovits, die bereit sind, den Mächtigen die Wahrheit zu sagen, auch wenn dies furchtbare persönliche Kosten mit sich bringt.

Auszug aus „Die Pest der Korruption“

von Judy Mikovits und Kent Heckenlively

Niemals hätte ich mir vorstellen können, dass ich einmal eine der umstrittensten Personen in der Wissenschaft des 21. Jahrhunderts werden würde.

Für mich ging es immer darum, das Datenmaterial zu verstehen und den Patienten zuzuhören. Als Wissenschaftler sollen wir Probleme lösen und der Menschheit helfen. Das ist unser Auftrag, genau das ist das Ziel, dem wir unser Leben gewidmet haben.

Wie kann es sein, dass Krankheiten wie das Chronische Erschöpfungssyndrom (CFS), Autismus, neurologische Krankheiten und sogar Krebs so umstritten wurden, dass viele in der Medizin die Augen verschließen vor den möglichen Ursachen, die diesen Krankheiten zugrunde liegen?

Ich verstehe nicht, warum wir uns nicht alle zusammentun können, um das zu ergründen. Vielleicht sind einige meiner Vorstellungen richtig und vielleicht sind manche falsch. Nehmen wir sie doch einfach alle unter die Lupe und schauen, was passiert.

Als ich im Labor gearbeitet und bahnbrechende Entdeckungen wie etwa in der Entwicklung von AIDS-Medikamenten gemacht habe, um die schlimmste moderne Seuche unserer Zeit, die HIV-AIDS-Epidemie, aufzuklären, ging es nie um Ruhm oder Ansehen.

Es ging darum, das Leben der Menschen zu verändern.

Das ist es, woraus ich meine größte Zufriedenheit ziehe.

Nichts von alledem kann erklären, warum die Polizei an einem Morgen Mitte November 2011 in meinem Haus eine Razzia durchführte und mich ohne Haftbefehl und ohne die Möglichkeit, auf Kautionszahlung freizukommen, fünf Tage im Gefängnis festhielt. Ich habe niemanden umgebracht. Ich bin kein Agent einer fremden Macht. Tatsächlich wurde ich niemals vor Gericht gestellt und die Anschuldigung löste sich auf wie der Frühnebel in Kalifornien.

Was, glaube ich also, war mein wirkliches Verbrechen?

Das Datenmaterial zu verstehen und den Patienten zuzuhören.

Wir glauben, dass der Schlüssel zur Lösung dieser Fragen tatsächlich im Jahr 1934 im sonnigen Los Angeles, der Stadt der Engel, liegt.

Unter Experten ist man sich weitgehend einig, dass CFS in den Vereinigten Staaten zum ersten Mal in Los Angeles zwischen 1934 und 1935 auftrat. Der Ausbruch betraf 198 Ärzte, Krankenschwestern, medizinisch-technische Assistenten und andere Mitarbeiter des Los Angeles County Hospital während eines Polioausbruchs.

Merkwürdigerweise bekam nur das Krankenhauspersonal CFS; die Patienten des Krankenhauses blieben verschont.

Hört sich das nicht wie eine heiße Spur an?

Die Anzeichen und Symptome waren mysteriös. Die Patienten waren schon durch die geringste Belastung erschöpft, litten unter Übelkeit, Lichtempfindlichkeit, Gleichgewichtsverlust, Schlaflosigkeit und Konzentrations- und Gedächtnisschwierigkeiten. Sie durchlebten Schübe von Lähmungen, gefolgt von Schwierigkeiten, die Extremitäten zu heben, hatten Atemprobleme, Kopfschmerzen, stechende Schmerzen. Die Opfer litten unter erdrückenden Depressionen, gefolgt von euphorischen Zuständen, Weinanfällen ohne ersichtlichen Grund und zeigten oft heftige Anzeichen von Abneigung gegenüber Menschen oder Dingen, die sie zuvor gemocht hatten.1 Es war, als ob ihre Körper und ihre Gehirne sie im Stich gelassen hätten.

Ich betrat die Bühne im Mai 2006, als ich einen Vortrag von einem Forscher anhörte, der festgestellt hatte, dass Menschen, die lange Zeit an CFS erkrankt waren, erhöhte Raten von sehr seltenen Krebsarten aufwiesen. Das roch aus meiner Sicht nach einem Virus wie HIV (Humanes Immundefizienz-Virus), das seine Opfer oft durch das begleitende AIDS (aquired immunodeficiency syndrome — erworbenes Immundefizienz-Syndrom) und die verschiedenen Krebsarten und anderen Probleme umbringt, mit denen ihr Immunsystem dann nicht mehr fertig wird.

Die HIV-AIDS-Epidemie, die den Planeten in den 1980er- und 1990er-Jahren heimsuchte und nach neuesten Zahlen mehr als 39 Millionen Menschen umbrachte, ist ein wichtiger Gegenpunkt zur CFS-Epidemie. CFS schien in den 1980er-Jahren zu explodieren. Es begann in den Jahren 1984 bis 1985 mit einem Ausbruch am Lake Tahoe an der Grenze zwischen Kalifornien und Nevada. Die Krankheit erfasste zuerst die Lehrer einer lokalen Oberschule, sprang dann über auf urbane Räume wie San Franzisco, Los Angeles und New York. Von dort breitete sie sich quer über das Land aus. Zu dieser Zeit herrschte das Dogma vor, HIV-AIDS würde nur Männer betreffen, weshalb CFS oft als non-HIV-AIDS bezeichnet wurde.

HIV-AIDS brachte die Patienten im Verlauf von mehreren Jahren um. CFS ließ seine Opfer am Leben, aber in einem Zustand, der einem Winterschlaf glich. Freunde und Familienmitglieder sagten den Patienten oft, sie würden „gut aussehen“ und sollten vielleicht nur „ein bisschen mehr rausgehen“ und ihren „Stress reduzieren“. Viele der Immunmarker waren in beiden Gruppen anormal, aber das Ergebnis war sehr verschieden.

Diejenigen mit CFS blieben am Leben, aber sie sehnten sich oft nach einer Erlösung durch den Tod.

Kent Heckenlively, der Co-Autor meines früheren Buches Die Pest, mit dem ich auch bei diesem Buch zusammengearbeitet habe, fand eine mögliche Antwort.

Kent entdeckte medizinische Forschungsartikel, nach denen das medizinische Personal am Los Angeles County General Hospital eine frühe Poliovakzine erhalten hatte, die von Dr. Maurice Brodie in Zusammenarbeit mit dem Rockefeller Institute von New York entwickelt worden war.3

Das Poliovirus war viele Male durch Gehirngewebe von Mäusen geschleust worden. In den 1930erJahren war die Verwendung von Mäusegewebe zur Züchtung von Viren neu und zuvor nur in der Entwicklung eines Impfstoffes gegen Gelbfieber eingesetzt worden.4 Dem medizinischen Personal wurde zusätzlich ein Stoff zur Verstärkung der Immunreaktion verabreicht, der mit Thiomersal, einem Quecksilberderivat, konserviert wurde.5

„Könnte es vielleicht so passiert sein?“ fragte Kent. „Indem sie tierisches Gewebe zur Züchtung von Viren benutzt haben, haben sie andere Viren von diesen Tieren aufgeschnappt und diese dann als Passagiere in Vakzinen Menschen eingeimpft?“

Ich konnte nur antworten, dass das eine gute Frage war. Ich betrachte es als anerkannte Wissenschaft, dass die Passage von menschlichen Viren durch unterschiedliche tierische Spezies wie Mäuse, Kaninchen, Hunde oder Affen zu einem weniger pathogenen Virus führt, das dann in einem Impfstoff verwendet werden kann. Die Frage jedoch, ob andere tierische Viren als blinde Passagiere in diesem biologischen Material mitreisen, war weniger gut untersucht.

So fragte ich meinen langjährigen Kollegen und Mentor Dr. Frank Ruscetti, was er zu dieser Frage dachte. Er antwortete, als junger Forscher habe er die gleiche Frage gestellt, und man habe ihm gesagt, das menschliche Immunsystem sei allen tierischen Viren überlegen, die als blinde Passagiere in Impfstoffen enthalten sein könnten.

Frank hat dann zusammen mit Robert Gallo und Bernie Poiesz das erste erwiesenermaßen pathogene humane Retrovirus HTLV-1 (Humanes T-Zell-Leukämie-Virus 1) entdeckt, und das Gebiet der humanen Retrovirologie war geboren.

Von alledem wussten wir nichts, als wir am 8. Oktober 2009 brisante Forschungsergebnisse in der Fachzeitschrift Science veröffentlichten und die erstmalige Isolierung des kürzlich entdeckten Retrovirus XMRV (Xenotropic Murine Leukemia Virus-Related Virus — Xenotropes Mäuseleukämievirus-verwandtes Virus) und seinen Zusammenhang mit ME/CFS beschrieben. 9 Wir fanden Nachweise für das Retrovirus in etwa 67 Prozent der von ME/CFS betroffenen Patienten und in knapp 4 Prozent der gesunden Kontrollpersonen.

Während dies gute Nachrichten waren für diejenigen, die unter ME/CFS litten, bedeutete es auch, dass mehr als zehn Millionen Amerikaner dieses Virus wie eine Zeitbombe in sich trugen. Was könnte es sein, dass dieses Virus im Menschen zum Leben erweckt und dann Krankheiten verursacht?

Wir vermuteten, es könnte sich dabei um eine Aktivierung des Immunsystems handeln, weil Retroviren sich gerne in den Monozyten und in den B- und T-Zellen des Immunsystems verstecken.

Wir waren an den Krankengeschichten der Familien derer interessiert, die an ME/CFS erkrankt waren. Wenn XMRV ein Virus war, das sich ähnlich verhielt wie HIV, dann würde es tendenziell von der Mutter auf das Kind übertragen werden. Schon zu Beginn unserer Forschungen war uns aufgefallen, dass betroffene Mütter häufig autistische Kinder hatten. So testeten wir siebzehn dieser Kinder auf XMRV. War Autismus nichts weiter als ME/CFS bei Kindern in einer Zeit, in der ihre Entwicklung große Mengen Energie benötigt, um die neurologischen Verbindungen auszubilden, die für Sprache, soziale Interaktion und organisiertes Denken nötig sind?

Vierzehn von siebzehn Kindern mit Autismus wurden positiv auf Hinweise für XMRV getestet.
Diese Ergebnisse stimmten mit den Berichten der Eltern überein, ihre Kinder seien nach einer Impfung autistisch geworden. Wir waren der Ansicht, das sollte öffentlich diskutiert werden — insbesondere angesichts der Lektionen, die uns der Fall Ryan White erteilt hatte, eines Kindes, das durch eine Bluttransfusion mit HIV infiziert worden war. Zu dieser Zeit hatten wir noch nicht die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass XMRV ursprünglich aus tierischem Gewebe stammen könnte, das für die Impfstoffherstellung verwendet wurde.

Aber der simple Akt, die Autismus-Gemeinde und ihre Bedenken gegenüber Impfstoffen zu unterstützen, war für viele meiner Kollegen in der Wissenschaft gleichbedeutend mit Verrat. Ehrlich gesagt versuchten wir, diese Schlussfolgerung aus unserer Forschung herunterzuspielen.

Aber wir würden diese Erkenntnisse auch nicht verstecken. Frank und ich waren aus erster Hand Zeugen des Gemetzels geworden, das aus dem damaligen Dogma über HIV-AIDS resultierte. Wir würden die Band nicht noch einmal fröhlich weiterspielen lassen, während Millionen litten und starben. („And the Band played on“ ist ein Film von 1993, der die Entdeckung und die zerstörerische Natur von AIDS zum Thema hat.)

Das zu tun ist niemals unser Stil gewesen, und es ist ganz entschieden keine gute Wissenschaft.

Aus dem Schlusskapitel

Wo stehen wir nun nach alldem?

Die Pest der Korruption hat gewaltige Ausmaße und umfasst viele Bereiche unseres wissenschaftlichen, medizinischen und alltäglichen politischen Lebens.

Die Pharmaunternehmen haben die Gesetze über Impfstoffe korrumpiert und korrupte Medien haben den Verstand der Öffentlichkeit vergiftet. Die Bevölkerung stellt diese einfache Frage nicht: Wenn Impfstoffe so sicher wie Zuckerwasser sind, warum braucht die Pharmaindustrie dann eine vollständige finanzielle Immunität und muss von einem Heer von Anwälten des US-Justizministeriums geschützt werden?

Die Pharmaunternehmen sind die größten Beitragszahler an den US-Kongress und haben zahlenmäßig mehr Lobbyisten als alle unsere Kongressabgeordneten und Senatoren zusammen.

Das bedeutet, sie kontrollieren die Bundesbehörden, tun also genau das, was unsere Verfassung mit ihrer Gewaltenteilung, das heißt, dem System der Abgrenzung und gegenseitigen Kontrolle zwischen Legislative, Exekutive und Judikative, verhindern wollte.

Die Pharmaunternehmen bestechen durch ihre massiven Werbekäufe in den Abendnachrichten auch die Medien. Sie glauben mir das nicht? Schauen Sie sich eine Stunde lang Ihren bevorzugten Nachrichtenkanal an und zählen Sie die Menge der Werbespots der Pharmaindustrie. Es ist gut möglich, dass es 50 bis 60 Prozent aller Werbespots sind. Unsere Kollegen sind besonders empört über die Werbung, in der eine Großmutter sich in einen großen, bösen Wolf verwandelt, wenn sie keine Keuchhustenimpfung bekommt.

Wir können nachvollziehen, wie es Menschen entmutigen kann, wenn sie sehen, was für ein Fehdehandschuh uns vor die Füße geworfen wird und welche juristische, finanzielle und politische Feuerkraft gegen uns aufgestellt ist.

Aber sie unterschätzen diejenigen unter uns, die harte Arbeit leisten, um die biologischen Prozesse zu verstehen. Wir rechnen mit vielen verschiedenen unvorhergesehenen Ereignissen. Sehen Sie, wir sind daran gewöhnt, mit dem Unbekannten umzugehen. Wir haben nur nicht mit der finsteren Seite der menschlichen Natur gerechnet, die man uns gezeigt hat, als wir die drängendsten Probleme der menschlichen Gesundheit zu beantworten versuchten.

Aber niemand am National Cancer Institute hat jemals realisiert, dass Frank seine letzten zwei Jahre in Frederick, Maryland, verbrachte und dort entscheidende Arbeit geleistet hatte. Frank griff zurück auf unsere Originalproben und isolierte das XMRV noch einmal und gewann eine vollständige Sequenz. Er bewahrte die in flüssigem Stickstoff gelagerten Proben unserer ursprünglichen Bestände an B-Zelllinien und die Patientenproben auf, die nie in das Gebäude 535 gelangt waren, wo sie einen Fermenter unseres natürlichen Isolats des XMRV kontaminiert hatten, indem sie ihn neben einen Fermenter mit VP62 platzierten.

Eine Kontamination der von Frank gesicherten Originalproben war zweifellos vollkommen unmöglich.

Und als der Befehl für Frank kam, sein Labor zu räumen, wurde ihm gesagt, dass er alle seine Arbeiten und Materialien mitnehmen könne, mit Ausnahme aller Unterlagen und biologischen Proben in Bezug auf XMRV. Es wurde ihm befohlen, alle Proben in die Hochdrucksterilisation zu geben, damit alle Daten im Thompson/CDC-Stil vernichtet werden konnten. Sie schickten sogar einen Wachmann, um sicherzustellen, dass Frank diesen Befehlen nachkam.

Frank warf alle Daten in einen blauen Abfallbehälter, verpackte die biologischen Proben und schickte sie an ein Institut im Mittleren Westen, in dem biologische Proben aufbewahrt werden, dem wir seither fünfhundert Dollar pro Monat für ihre Lagerung zahlen. Die Proben oder Daten zu vernichten wäre ein Verstoß gegen Bundesrecht gewesen.

Frank und Sandy hatten schon lange geplant, sich in Carlsbad, Kalifornien, zur Ruhe zu setzen, und hatten dort vor etwa fünfzehn Jahren ein Haus gekauft, das sie in meinen Selbsthilfegruppen oft großzügig als Urlaubsort für Krebspatienten anboten. Eines Tages, ein paar Wochen nach ihrem Einzug, tauchte Frank vor meiner Tür auf und trug einen großen blauen Abfallbehälter.
„Ich weiß nicht, wie dieser Mist in meinen Umzugstransporter kam“, sagte er und zeigte darauf.
„Danke“, flüsterte ich, und Tränen schossen mir in die Augen.

Ich bin die Daten durchgegangen. Sie waren alle da. Sie mögen meine Notizbücher und die meines Forschungsteams entwendet haben, aber die Mitarbeiter einer Studie sind verpflichtet, Aufzeichnungen ALLER ihrer Daten aufzubewahren. Die Inquisition hatte bestätigt, dass Franks Labor alle Daten akkurat aufgezeichnet hatte.

Ich scannte jedes Detail dieser Daten ein und speicherte sie auf einer Festplatte, und zur Sicherheit trafen wir uns sogar mit dem FBI im Büro meines treuen Anwalts David Follin und gaben den FBI-Mitarbeitern eine Kopie der Festplatte. Wenn jemals ehrliche Leute an die Spitze des FBI kommen sollten, können wir vielleicht endlich die Korruption beweisen und diese Herrschaft der Macht der Finsternis beenden. Ich weiß, dass es diejenigen, die bereits ihr Leben an diese Pest verloren haben, nicht zurückbringt oder das heutige Leid von Millionen Menschen wieder wettmacht. Wir haben alles getan, was wir konnten.

Jetzt liegt es, wie immer, in Gottes Hand. Ich mag zwar eine Wissenschaftlerin sein, aber ich habe immer an etwas jenseits dieser Welt geglaubt. Irgendwann müssen wir unsere Sorgen niederlegen und Gott sein Werk tun und die Dinge auf seine eigene geheimnisvolle Weise lösen lassen. Er wird die richtigen Leute mit diesen Aufgaben betrauen, vielleicht Menschen mit mehr Weisheit und Einsicht, als wir sie haben, die wir vorausgegangen sind. Und sie werden uns in eine bessere Welt führen.

Gottes Segen und allen eine gute Gesundheit.

 

Quellen und Anmerkungen:

Die Quellen zu diesem Exklusivabdruck finden Sie im Buch.

Dieser Beitrag ist zuerst am 15.12.2020 auf Rubikon erschienen und unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.

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Thomas Berthold – „Wir brauchen nachhaltige Lösungen“

Thomas Berthold kennen sicher nicht nur eingefleischte Fußballfans. Im Jahr 1990 war er Mitglied der deutschen Mannschaft, die unter dem Trainer Franz Beckenbauer den Weltmeistertitel errang.

Thomas Berthold – ein „rechter Verschwörungstheoretiker“

Im August 2020 trat Thomas Berthold zum ersten mal auf einer Querdenken-Demo auf. Dort sagte er unter anderem, dass er sein altes Leben wieder haben wolle.

„Die Corona-Maßnahmen sind völlig überzogen. Es ist eine Herzensangelegenheit für mich, diese Plattform zu nutzen und Dinge zu sagen, die mir seit längerem durch den Kopf gehen“.

Auf seine Aussagen reagierten „Qualitätsmedien“ und zahlreiche Bürger verwundert bis empört. Im STERN vom 17.11.2020 wird er als „rechter Verschwörungstheoretiker“ bezeichnet:

„Fußball-Weltmeister Thomas Berthold ist seit Ausbruch der Corona-Pandemie ein prominenter Aktivist der verschwörungstheoretischen ‚Querdenker‘-Bewegung.“

Seine Interviews werden inzwischen kurz nach der Veröffentlichung auf YouTube gelöscht.

In dem Interview erläutert und begründet Thomas Berthold nicht nur seine Sicht auf die Corona-Politik, sondern sucht auch nach Wegen aus der Krise. Er spannt den Bogen von Sport über PCR-Tests, Impfung, Ernährung, Bewegung, Bildung … zu einem nachhaltigen gesunden Leben.

Hören und sehen Sie sich das Interview an und bilden Sie sich selbst eine Meinung.

Gesund Essen

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Propaganda gegen Selbstbestimmung

Propaganda – der Begriff wird heute stark abwertend gebraucht. Nur „böse Menschen“ betreiben so etwas Schändliches – oder? Daniele Ganser lässt uns tiefer blicken.

Propaganda oder Selbstbestimmung

Dem renommierten Psychotherapeuten und Philosophen Paul Watzlawick wird die Aussage zugeschrieben: „Man kann nicht nicht kommunizieren.“

Analog dazu zeigt Daniele Ganser in seinem Vortrag „Propaganda – Wie unsere Gedanken und Gefühle gelenkt werden“, was wir im Alltag oft nicht einmal bemerken.  Ob wir etwas lesen oder hören, ob wir Bilder sehen oder einfach nur durch Wiederholung auf etwas Aufmerksam werden – wir können uns nicht dagegen wehren, wie wir angesprochen werden und was uns gezeigt wird.

Sie kennen das: „Versuchen Sie NICHT an einen rosa Elefanten zu denken“ – vergeblich. Versuchen Sie NICHT an das neueste Smartphone aus der Werbepause zu denken. Es wird Ihnen nicht gelingen. Meinungsmacher, Politiker, Stratege und Werbefachleute arbeiten seit Jahrzehnten mit den Techniken der Manipulation.

Denken Sie nur an die Bilder von Corona-Toten aus Bergamo, oder von Opfern eines „Chemiewaffenangriffs des Assad-Regimes“.

Deshalb hat sich Daniele Ganser die Techniken der Massenmanipulation genauer untersucht. Im W.I.R.-Vortrag erfahren Sie anschaulich und an praktischen Beispielen,

  • wie Werbung wirkt,
  • wie Kriege verkauft werden können,
  • an welchen historischen Beispielen man das offensichtlich nachvollziehen kann,
  • welche Auswirkungen Propaganda auf unsere Gefühle hat,
  • wie man allein durch Weglassen manipuliert,
  • wo man sich heute noch der Propaganda entziehen kann.

Versteckte Botschaften und sogar Propaganda lauern überall. Und wir fallen darauf herein – wenn wir nicht aufpassen und uns bewusst wie selbstbestimmt dagegen wehren.

Der Vortrag wurde am 10.03.2019 in Berlin aufgenommen.

 

Hier noch zwei ergänzende Buchempfehlungen:

Albrecht Müller: Glaube wenig, hinterfrage alles, denke selbst

Jens Wernicke: Lügen die Medien?

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Gesetze außer Kraft – War Corona-Pandemie geplant?

Corona-Pandemie geplant? Das kann doch nicht sein, oder? Paul Schreyer im Gespräch zu seinem Buch „Chronik einer angekündigten Krise“

Corona-Pandemie – eine angekündigte Krise?

Empfehlung

Lesen Sie dieses hochaktuelle Buch und vieles werden Sie danach klarer sehen. Der Autor ist bekannt für gründliche Recherchen und hat auch für diese Buch Informationen aus zahlreichen Quellen zusammengetragen. Zwangsläufig wird dadurch erkennbar: Der tatsächliche Ablauf der „Corona-Pandemie“ entspricht einem einstudierten Abarbeiten der Notfallpläne zur weltweiten Pandemiebekämfung. Ja mehr noch! Paul Schreyer weist nach, dass die Ursachen und Folgen der sogenannten Corona-Krise weit über die aktuelle „Pandemie“ hinaus reichen…

Das Buch ist allen zu empfehlen – Covid-Verängstigte und Covid-Massnahmen-Gegnern. Der Autor liefert die Hintergründe, die wir von den etablierten Medien erwartet hätten – Beispielsweise:

  • warum gehen die meisten Länder gleich vor?
  • wieso werden kritische Stimmen ignoriert und unterdrückt?
  • was sollten wir in naher Zukunft unbedingt ändern?

Paul Schreyer zeigt Zusammenhänge auf, die liefert fehlende Antworten auf Fragen, die in der „Lückenpresse“ nicht zu finden sind. Das Buch liefert zudem brisante Details zur Rolle der USA und China bei dieser „Massnahmen-Pandemie“.

 

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