Mai 8, 2026
„Tag der Befreiung“ – 8. Mai 1945
8. Mai 1845 - ein "Tag der Befreiung"
In seiner Rede vom 8. Mai 1985 vor dem Deutschen Bundestag, sagte der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker:Natürlich war der 8. Mai 1945 nicht für alle Deutschen damals ein "Tag der Befreiung" … und ist es auch heute nicht. Wie jeder einzelne dieses historische Datum bewertet, hängt letztendlich von seiner Interessenlage, von seinen Zielen und Werten ab. Das klingt bei Richard von Weizsäcker an. Über ähnliche Erfahrungen berichtete auch Scott Ritter."Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung. Er hat uns alle befreit von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.
Niemand wird um dieser Befreiung willen vergessen, welche schweren Leiden für viele Menschen mit dem 8. Mai erst begannen und danach folgten. Aber wir dürfen nicht im Ende des Krieges die Ursache für Flucht, Vertreibung und Unfreiheit sehen. Sie liegt vielmehr in seinem Anfang und im Beginn jener Gewaltherrschaft, die zum Krieg führte.
Wir dürfen den 8. Mai 1945 nicht vom 30. Januar 1933 trennen.
Wir haben wahrlich keinen Grund, uns am heutigen Tag an Siegesfesten zu beteiligen. Aber wir haben allen Grund, den 8. Mai 1945 als das Ende eines Irrweges deutscher Geschichte zu erkennen, das den Keim der Hoffnung auf eine bessere Zukunft barg." (tagesschau, 08. 05. 2015; letzter Zugriff: 08. 05. 2026; 08:25)
In Westdeutschland nach dem Weltkrieg – „Schockiert“
Im Jahr 1977 kam Scott Ritter (damals noch Jugendlicher) nach Deutschland. Ritter ist ehemaliger US-Marine und UNO-Inspektor. In einem „Offenen Brief an das Volk der USA anlässlich der Siegesfeier über Nazis im Zweiten Weltkrieg“ berichtete er im Jahr 2022, wie die Familie 1979 im Fernsehen die ABC-Miniserie „Der Holocaust“ verfolgte. Insbesondere über die jeweils nach den Sendungen ausgestrahlten Podiumsgesprächen war die Familie „schockiert“. Aufgrund seiner Erfahrungen schrieb er:"Es war einmal eine Zeit, in der die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion gemeinsam kämpften, um die Plage Nazi-Deutschlands und dessen Ideologie zu bezwingen. Heute, wenn Russland in einen Kampf mit den Verehrern Hitlerdeutschlands in Gestalt der ideologischen Nachkommen des ukrainischen Nationalisten Stepan Bandera verwickelt ist, würde man logischerweise eigentlich erwarten, dass die Vereinigten Staaten auf der Seite Moskaus stehen.“
„The Unknown War“ – eine 20-teilige Dokumentation von Burt Lancaster über den Kampf um die Befreiung Nazi-Deutschlands
Fast zeitgleich mit der Serie "Der Holocaust" trat 1978 Burt Lancaster mit einer 20-teiligen Dokumentation vor allem über die Leistungen der Sowjetunion im Kampf um die Befreiung Europas an die Öffentlichkeit. Nach umfangreichen Archiv-Recherchen erschien die US-amerikanische Dokumentation "The Unknown War" auch im sowjetischen Fernsehen und im Fernsehen der DDR (hier unter dem Titel: "Die entscheidende Front"). In der Bundesrepublik wurden nach heftigen Auseinandersetzungen "wegen der vielen inhaltlichen Fehler" nicht alle Teile von den 3. Programmen ausgestrahlt (wikipedia.de, letzter Zugriff: 07.05.2026 23:10). Der Journalist Mathias Tretschog hat in einer selbstlosen und aufwändigen Bearbeitung 13 Teile der Dokumentation aufgearbeitet und veröffentlicht. Die Folge über das Ende des II. Weltkriegs in der Schlacht um Berlin im April/Mai 1945: Alle Folgen ergänzt um einige Daten und Fakten finden Sie hier und hier. 18 der 20 englischsprachigen Folgen sind noch auf YouTube erhalten. Deutschland 2026: "Gedenken zum 8. und 9. Mai in Berlin. Polizei verbietet russische und sowjetische Fahnen.Zum Tag der Befreiung sind russische und sowjetische Symbole erneut untersagt ... Wie aus der entsprechenden Allgemeinverfügung hervorgeht, gelten vom frühen Freitagmorgen bis zum späten Samstagabend umfassende Verbotszonen rund um die drei Monumente. Dort sind dann etwa russische und sowjetische, aber auch belarussische und tschetschenische Fahnen und Symbole untersagt. Zudem ist es verboten, Bilder der russischen, belarussischen und tschetschenischen Staatsoberhäupter zu zeigen und russische Marsch- und Militärlieder abzuspielen." (taz.de 07. 05. 2026; letzter Zugriff: 08. 05. 2026 07:50)
Wie aufschlussreich fanden Sie diesen Artikel? Wie denken Sie darüber?
Ähnliche Beiträge