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November 29, 2025

Kaja Kallas – Angreifer Russland

Russland hat in den letzten 100 Jahren mehr als 19 Länder angegriffen, behauptet die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas.

Russland im Weltbild von Kaja Kallas

Russland gilt für die EU-Außenbeauftragte estnische Politikerin Kaja Kallas als "existenzielle Bedrohung" für die europäische Sicherheit schlechthin. Auf einer Pressekonferenz im Rahmen des Informellen Rats für Auswärtige Angelegenheiten am 26. November 2025 behauptete sie:
"In the last 100 years, Russia has attacked more than 19 countries, some as many as three or four times. None of these countries has ever attacked Russia." "In den letzten 100 Jahren hat Russland mehr als 19 Länder angegriffen, einige davon sogar drei- oder viermal. Keines dieser Länder hat jemals Russland angegriffen." (letzter Zugriff 29.11.2025, 16:30 Uhr)
Belege dafür nannte sie nicht. Über sie und ihre Eltern und Grußeltern findet man in westlich-dominierten Medien wie wikipedia oder der tagesschau (jeweils letzter Zugriff 29.11.2025, 18:06) Uhr wohl ausschließlich Aussagen, dass sie gegen die sowjetische Diktatur kämpften bzw. unter ihr litten. Kritik bleibt weitgehend auf "alternative" Medien wie overton beschränkt. In Russland spotten viele über die massiven intellektuellen Defizite von Kallas und ihren Mangel an Wissen, verbunden mit ihren Forderungen, den Konflikt mit Russland auf Kosten der Ukraine zu verlängern und zu eskalieren. Die unbelegten Aussagen von Frau Kallas nahm der ehemalige CIA-Analyst Larry C. Johnson am 29.11.2025 zum Anlass für eine detailliertere geschichtliche Betrachtung auf seinem Blog: Beginn der Übersetzung (Hervorhebungen, Links und Grafiken wie im Original):

Die EU-Beauftragte Kaja Kallas ist schlecht in Geschichte.

Von Larry C. Johnson, 28. November 2025 Als Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik und ehemalige Ministerpräsidentin Estlands zählt Kaja Kallas zu den schärfsten Kritikerinnen Russlands in Europa. In ihren Äußerungen bezeichnet sie Russland – insbesondere unter Wladimir Putin – stets als "existenzielle Bedrohung" für die europäische Sicherheit. Dabei betont sie historische Invasionsmuster, die Notwendigkeit robuster EU-Verteidigungsinvestitionen und die Notwendigkeit, Russlands militärische Kapazitäten zu schwächen, um künftige Konflikte zu verhindern. Oftmals stellt sie einen Bezug zum andauernden Krieg in der Ukraine her und argumentiert, Zugeständnisse an Moskau würden zu einer umfassenderen Instabilität führen. Obwohl Kallas noch nicht geboren war, als Sam Cooke What a Wonderful World sang, fällt mir kein passenderes Lied für diese intellektuell eher unbedeutende Persönlichkeit ein (übrigens: Es wurde von Lou Adler und Herb Alpert geschrieben). Ihre Wunderbare Welt ist eine Welt ohne Russland. In einer kürzlich abgehaltenen Pressekonferenz stellte Kallas folgende absonderliche Behauptung auf:
In den letzten 100 Jahren hat Russland mehr als 19 Länder angegriffen, einige davon sogar drei- oder viermal. Keines dieser Länder hat jemals Russland angegriffen.
Doch die Geschichte erzählt eine andere Geschichte … Russland wurde seit 1600 achtmal von europäischen Ländern oder von europäischen Koalitionen angegriffen, und seit 1900 viermal: Ich vermute, dass die meisten Amerikaner und vielleicht auch die meisten Europäer nicht wissen, wie viele europäische Länder im Zweiten Weltkrieg an der Seite Nazideutschlands gekämpft haben … Es waren 13: Russlands militärische Besetzungen und Annexionen seit 1800 beschränkten sich auf Gebiete an seinen Grenzen. 1877 befreite Russland im Russisch-Türkischen Krieg Bulgarien, Rumänien und Serbien vom Osmanischen Reich. Russland wird der Einmarsch in Frankreich 1814 nicht zugeschrieben, da es an der Seite anderer europäischer Nationen kämpfte. Frankreich unter Napoleon hatte Russland 1812 überfallen (ein katastrophaler Feldzug, der die Grande Armée vernichtete). Von 1813 bis 1814 führte die Sechste Koalition (Russland, Preußen, Österreich, Schweden, Großbritannien und zahlreiche deutsche Staaten) einen Verteidigungs- und anschließend einen Angriffskrieg gegen das napoleonische Frankreich. Russische, preußische und österreichische Truppen überquerten Anfang 1814 den Rhein nach Frankreich, besiegten Napoleon in einer Reihe von Schlachten (darunter die Schlacht um Paris) und besetzten die französische Hauptstadt. Zar Alexander I. zog persönlich an der Spitze der Koalitionstruppen in Paris ein. Ich weiß nicht, ob Kaja Kallas einfach nur ungebildet oder schlichtweg dumm ist. Ihr Versuch, Russland als gierigen Imperialisten darzustellen, der Europa erobern will, ist jedenfalls nichts anderes als Projektion. Russland will kein europäisches Territorium, aber das Gleiche kann man von den Europäern nicht behaupten. Jarosław Kaczyński, Vorsitzender der Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) und ehemaliger Ministerpräsident, hat wiederholt die "Entkolonialisierung" Russlands gefordert und argumentiert, es müsse in kleinere Staaten zerfallen, um die imperialistische Bedrohung zu neutralisieren. In einem Interview aus dem Jahr 2023 erklärte er:
Russland ist ein Kolonialreich... Die einzige Möglichkeit, Sicherheit zu gewährleisten, besteht darin, es in mehrere unabhängige Staaten aufzulösen, ähnlich wie beim Zusammenbruch der UdSSR im Jahr 1991.
In Reden im Jahr 2024 wiederholte er dies und stellte einen Zusammenhang zur Unterstützung ukrainischer Unabhängigkeitsbewegungen in russischen Regionen her. Dies deckt sich mit den historischen polnischen Befürchtungen vor russischem Expansionismus. Ein weiterer Pole, Bronisław Komorowski, der von 2010 bis 2015 Präsident Polens war, äußerte 2022 die Vermutung, dass die westliche Unterstützung separatistischer Bewegungen in den ethnischen Republiken Russlands (z. B. Tatarstan, Tschetschenien) zu dessen Zerfall führen könnte, ähnlich wie bei den Imperien nach dem Ersten Weltkrieg. Er sagte:
Russlands Einheit ist künstlich; die Unterstützung des Selbstbestimmungsrechts seiner Regionen würde die Bedrohung für Europa beenden.
Estlands Verteidigungsminister Urmas Reinsalu (2019–2023) und jetziger Außenminister schlug 2023 vor, dass Europas langfristige Strategie die "Förderung der Demokratie in Russlands autonomen Regionen" zur Stärkung der Unabhängigkeit und möglicherweise die "Aufteilung des Imperiums in überschaubare Teile" umfassen sollte. Dies wurde als Reaktion auf hybride Bedrohungen dargestellt. Und dann ist da noch Kaja Kallas … Obwohl sie nicht explizit zu einer aktiven Zersplitterung Russlands durch externe Intervention aufgerufen hat, was eine nukleare Eskalation riskieren würde, schildert sie Russlands mögliche Fragmentierung als eine mögliche langfristige Folge seiner imperialen Überdehnung und Niederlage in der Ukraine. Sie zieht Parallelen zum Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 und betont, dass kleinere, unabhängige Staaten innerhalb Russlands Grenzen (z. B. Tatarstan, Tschetschenien oder die sibirischen Regionen) die Bedrohung durch eine zentralisierte "Großmacht" verringern könnten. Nichts Besonderes also … Weitergehen. Während Kallas offensichtlich keine Ahnung von Geschichte hat, erinnern sich die Russen sehr wohl an die Bedrohung durch Europa. Im Laufe von 400 Jahren sind Millionen Russen bei der Abwehr von Angriffen aus Europa gefallen. Das ist ein möglicher Grund, warum Russland nichts mit dem modernen Europa zu tun haben will … Nur mal so gesagt. Ende der Übersetzung
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Ihr Thomas Schulze